anne
en, bon alte
u, feit 1823 hoben, nati
Igetrant.
bon alzen
en ihm ben
archen der ren: und werden. ngabe ärztl.
nder in Citi olmier Hof Sellncod;
en.
s Zeit
nem feit lange
della
' s Leben
egelmäßig fo d nachhaltig Jodella olikommenste Le lichen Konturm
t Apoth. Lahuse
, adte mang
und Namen ,, Jo parate find al
art 2.30 und 4 iessen:
el u. Belitn Beini er- Gei
tell
tzau( seit 18 Bolfftraße 9
ngen Jahren e en Ruhe nötig. Leichte Selbab maliger Besuch.nd Empfehlunge Monatlich 1 rg zu sprechen. over erbeten.
ersteigen
Ontag, den 24. nachmittags 3
n dahier im Ga .Anzahl Theat cunter wertvol
e Teile einer Bühn Nähmaschine und gsweise gegen b
en.
iegen, den 21. 6 Seipel, Gerid
ocknend
Oelfa
night
La Park ettwachs o alle fontigen reiden und Der Fukbo
mil Fis
Bießen, G
Mark Ver
Tag und mehr
mit meine
kmaschine
le Arbeit nehme
F. Sieber
in 14 N.39,
Viele Dankschr
r. 223
Zweites Blatt.
Samstag, den 22. September 1906
Mation u.Baupterbebition: Gießen, Seltersweg 88. Fernſprechauſchluk Kr. 362.
Gießener
15. Jahrgang
Contibellagen: Oberbeffiche Familienzeitung( und die Gießener Seifenblasen( wöchentlich).
Neuelle Nachrichten
( Gießener Tageblatt)
Anabhängige Tageszeitung
( Gießener Zeitung)
für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung.
Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen, des Großh. Polizeiamtes Gießen und anderer Behörden von Oberheisen.
Der Herbst naht
bestellt
die
81 Gießener
AAAA
die Zeit, wo die Abende länger werden und der Lampe traulicher Schein die Familie abends wieder beisammenhält. Nun findet man Zeit und Muse, die Begebenheiten an der Hand einer gut geleiteten, informierten und übersichtlichen Tagespresse zu besprechen. Der Mann, der mit der Zeit fortschreiten will, Freude am öffentlichen, politischen und sozialem Leben hat, im Sommer aber der allzuvielen Erwerbs- und häuslichen Arbeiten weniger zum Lesen tommt,
fich jetzt eine Zeitung seines Bezirfes, um in erster Linie zu wissen, was um ihn herum, in der engeren Heimat vorgeht.
Frau greift gern zu einem Unterhaltungsblatt, zu einem guten Familienblatt, aus dessen Inhalt fie leicht Ratschläge für Küche und Haus entnehmen kann. Eine gute Erzählung ist ihr willkommen, wodurch fie auf wenige Minuten fich der Behaglichkeit mehr hingeben kann. Selbst die größeren Kinder, weil sie nun auch mehr in den Wohnräumen sich aufhalten müssen, finden Gefallen am Lesen. Eine gute humoristische Beilage bringt Scherz und Fröhlichkeit in ihre Reihen. Diesen Wünschen und Erwartungen tragen die
Im Taifun.
Der ungeheure Wirbelsturm, der die chinesischen Gewässer am Dienstag heimsuchte, hat kolossale Verheerungen ange richtet und mehr als hundert Menschenleben gefordert. Besonders der Hafen von Hongkong, der anscheinend im Zentrum des Taifuns lag, hat furchtbar gelitten, zahlreiche Schiffe sanken, der Materialschaden ist bis jetzt noch nicht abzusehen.
"
Die Taifune, jene schrecklichen Wirbelstürme, die in gea wissen Jahreszeiten die chinesischen Gewässer heimsuchen, sind beshalb so gefürchtet, weil sie so schnell heranbrausen, daß an eine Sicherung der Schiffe durch Reffen aller Segel oder boppelte Verankerung nicht mehr zu denken ist. Dex Taifun wälzt haushohe Wogen bor sich her und wirft die größten Schiffe wie Spielzeug durcheinander. Wie groß der Verlust an Menschenleben und Kaufmannsgut ist auf den Schiffen, die auf offenem Meer von dem Wirbel turm erfaßt wurden, konnte noch nicht festgestellt werden Im Hafen von Hongkong war die Wirkung des Taifuns ein geradezu fürchterliche. Die britischen Dampfer ,, Kwongchow", Wingchai" und ,, San- choung" gingen unter, die deutscher Dampfer Johanne", Petrarch", ,, Anna Luyken" und „ Signal" strandeten, ein anderer deutscher Dampfer Apenrade" befindet sich in sinkendem Zustande, Prinz Waldemar" wurde am Hintersteven und an den Schraubenflügeln schwer beschädigt. Auf den Strand gelaufen sind ferner noch die britischen Dampfer ,, Lonteagle" und" Fatshan" und der amerikanische Dampfer Hitchcock". Die zur Zeit in Hongkong liegenden Kriegs. schiffe der französischen Flotte erlitten ebenfalls schweren Schader und büßten 4 Offiziere ein. Der französische Zerstörer ,, Fran cisque" scheiterte, der Zerstörer ,, Fronde" wurde schwer beschädigt Von englischen Kriegsschiffen sind die Flußkanonenboote ,, Robin und Moochen" und der Zerstörer Tatu" schwer beschädigt bas Kanonenboot" Phönix" wurde auf den Strand geworfen. Erschrecklich groß sind auch die Verluste an chinesischen Dschunken, diese leichtgebauten Fahrzeuge wurden von der Gewalt des Wirbelsturmes einfach zersplittert, mehr als 100 berartige Fahrzeuge sind mit Mann und Maus untergegangen Es ist wohl nur eine sehr oberflächliche Schäzung, wenn man von 100 Toten spricht, bei Zusammenstößen famen allein zwanzig Menschen ums Leben.
Die Hafendocks waren mit Schiffstrümmern wie übersät auf den Straßen sind ebenfalls so viele Trümmer aufgehäuft, daß der Verkehr stockt. Im Peart River wurden zahllose Boote der Eingeborenen zum Scheitern gebracht, hierbei sollen Hunderte den Tod gefunden haben.
Groß ist auch die Zahl der Obdachlosen; Beamte der britischen Regierung haben sofort umfassende Vorkehrungen getroffen, um den obdachlos gewordenen ein Domizil zu ver schaffen. Stündlich treffen Nachrichten von Schiffsfatastrophen ein, und ständig wächst die Zahl der durch den Taifun zu Grunde gegangenen Menschenleben. Und wie viele werden gar nicht, oder erst nach langer Frist bekannt werden, denn bie einzigen Beugen dieser oder jener Katastrophe lieger
Neueste Nachrichten tumm auf dem Boden des Meeres.
gern Rechnung. Die Politik, das Lokale, ganz besonders aber
die Unterhaltungsbeilage und Der Tag eines Berliner Lebemanns.
die humoristische Beilage sind so redigiert, daß der belesenste Bürger wie auch der einfachste Arbeiter gefallen daran finden fann. Daneben ist der
Abonnementspreis
sehr niedrig. Ja, wir wollen und fönnen dem Publikum noch mehr entgegenkommen und liefern ab 1. Oktober unsere Zeitung
Monatlich für nur 45 Pfennig frei ins Haus.
7.
tag, 5.25 abenbe 8%
Haup
ebun
Rameraber bake
er Uebung bo
treten puntig&
Das Romm
Hochachtungsvoll
Redaktion und Verlag Gießen Seltersweg 83, Nebenhaus.
Von Leuten, die nicht fäen und doch ernten.
Ohne Beruf. Schwere Arbeit. Schrecken.
-
-
Die Uniform.
Madame. Jm Klub. Momentane Verlegenheit. Das Ende mit Zweiter Klasse. Der Weisheit lezter Schluß. Das Leben ist der Güter höchstes.
Ein Lebemann darf keinen Beruf haben. Leute, die Berufe haben, können nie Lebemänner sein. Diese Eitelfeit müssen sie sich abgewöhnen. Der Lebemann hat eine andere Zeiteinteilung als der normale Mensch. Was für andere der Tag ist, ist für ihn die Nacht. E3 geht ihm, wie dem seligen Friedländer, dessen Sterne ja nach Schiller auch nur in der Nacht strahlten. Der Lebemann belächelt die, die müde werden und bom Nachhausegehen sprechen. Er versteht das einfach nicht. Er ist nicht müde. Das kommt davon, daß er sich erst abends gegen 6 Uhr erhoben, Morgenkaffee, Lunch usw. auf einmal fonsumiert hat und mit dem Schlage der siebenten Stunde erst in das Leben des Tages eingetreten ist. Es versteht sich am Rande, daß es für den Lebemann nur zwei Bekleidungsstücke gibt: den Frack und den Smoking. Im Zweifelsfalle kommt nur der Frack in Betracht. Man Smoking gang und gebe war. Dazu nimmt man heute trägt ihn jetzt auch bei Herrengesellschaften, wo früher der
bor
die schwarze Krawatte; eine Uebung, die noch fürzester Zeit den Proleten gekennzeichnet hätte. A13 weitere Requisiten: selbstverständlich Lackstiefel, seidene Unterwäsche und δας unvermeidliche Monocle. Am Frühmorgen, d. h. also etwa um die Zeit, in der bei anderen Leuten der Abend dämmert, geht man im Dreß ins Theater, in den Zirkus oder in die großen Spezialitäten- Etablissements. Gegen Ende der Vorstellung fährt man essen. Dafür tommt natürlich nur eine eng begrenzte Reihe von Lofalen in Betracht. Erite Klasse selbstverständlich: man iit ja in großer
Toilette, Madame dekollettiert. Unter Madame versteht die Lebewelt jene Vertreterin des weiblichen Geschlechts, die vielfach in ihrer Gesellschaft angetroffen wird, deren familienrechtliche Stellung aber nie recht flar ist. Nach dem Essen wird Madame nach Hause gefahren. Das gute Kind muß sich schonen, damit ihr Teint erhalten bleibt. Der Kavalier steigt noch in seinen Klub. Auch der gehört zu seinem Leben. Erstens: wegen des Spieles; zweitens: wegen des Spieles; drittens: wegen des Spieles. Dieses Spiel ist zunächst ein Vergnügen, dann aber auch eine Arbeit: die Arbeit des Lebemannes. Was nämlich echter Lebemann ist, hat gemeinhin kein Geld. Er hat vielleicht einmal welches besessen. Dieses dauerte nicht lange. Natürlich hat ihn das nicht sonderlich geniert. Vermöge des Geldes hatte er in Kreisen vera kehrt, die ihn nun so leicht nicht fallen lassen. Freilich er durfte fich nichts merken lassen. Hätte er einmal im äußersten Dalles jeman den um 20 M. angeborgt, um dafür anständig zur Nacht zu essen, oder wie man dafür im Kavalier- Jargon sagt: um ein Pfund Lebeöl", dann freilich wäre er wohl bald unter den Schlitten gekommen. Ein Kavalier pumpt nur Points". Er befindet sich in einer momentanen und vorübergehenden Verlegenheit" und macht" den jeweiligen Spielgewinner um einen namhaften Betrag. Damit pointiert er natürlich wieder und gewinnt auch vielleicht. Gewinnt er nicht, wird weiter geschoben". Schließlich haben auch diese Herrlichkeiten ihr Ende; meistens ein Ende mit Schrecken. Solange es aber noch geht, blüht der Mai, ist der Klub die melkende Kuh. Dauert's dort ausnahmsweise einmal nicht bis in den frühen Tag, findet sich partout kein Lämmchen, das gerupft werden kann, dann geht man noch in ein fashonables Nachtlokal, trinkt ein paar Pullen und amüsiert sich mit den Lebe damen zweiter Klasse, die in dem Clubman ohne weiteres den ,, Kavalier" erkennen, der lebt und leben läßt. Wenn dann der Morgen graut, fährt man nach Hause oder fährt auch nicht nach Hause. Sicher ist nur, daß dann die eigent liche Nacht beginnt, die wieder währt bis zum andern Abend, und wehe dem, der dann die Ruhe stört. So lebt der echte Lebemann, der Leute, die des Tages wachen, nur mitleidig belächelt und als gleichberechtigt nicht ansehen kann. Er hat sich durch alle Philosophen hindurchgerungen und ist an der Weisheit leztem Ende über Schiller hinaus zum gegenteiligen Schluß gekommen: das Leben ist der Güter höchstes doch! Nonus.
Hus dem Gerichtsfaal.
§ Schwer bestrafter Bigamist. Wegen Doppelehe wurde ber 31jährige Arbeiter Friedrich Hoffmann aus Pr. Eylau bon der Strafkammer in Lüneburg unter Versagung mildernder Umstände zu zwei Jahren Zuchthaus verurteilt. Er hatte sich im Jahre 1898 mit einer Fabrifarbeiterin in Hameln verheiratet, die er, nachdem sie ihm im Laufe der Zeit fünf Kinder geschenkt hatte, in größter Not verließ. Er wandte sich nun nach Uelzen, lernte dort ein Mädchen kennen, das er im Jahre 1903 zum Traualtar führte. Nachdem er drei Jahre hindurch ein glückliches und zufriedenes Familienleben geführt, wurde seine Berfehlung durch Zufall ruchbar und er wegen Bigamie unter Anklage gestellt.
§ Geldstrafe statt Gefängnis. Der Juwelier Levy aus Frankfurt a. M., der seinerzeit mit dem Grafen Bückler in ein Handgemenge geriet und deshalb zu drei Monaten Gefängnis berurteilt wurde, braucht nicht ins Gefängnis. Der Kaiser hat die Gefängnisstrafe auf dem Gnadenwege in eine Geldtrafe von 3000 Mark umgewandelt.
§ Nachspiel zum Prozeß Berger. Der Händler Berger in Berlin, der wegen der Ermordung des Schulmädchens Lucie Berlin zu 15 Jahren Zuchthaus verurteilt wurde, erscheint heute vor der Straffammer in Breslau. Berger, der seine Strafe im Moabiter Bellengefängnis in Berlin verbüßt, hat ich in Breslau wegen Nötigung und Beleidigung zu verintworten. Es handelt sich um einen Angriff auf ein kleines Mädchen. Er bestreitet auch in diesem Falle, mit dem Mädchen rgend etwas zu tun gehabt zu haben.
8 Ver Wcorder Berger freigesprochen. Der wegen Ermordung der Lucie Berlin zu 15 Jahren Zuchthaus verurteilte Händler Theodor Berger aus Berlin stand vor der Breslauer Straffammer unter der Beschuldigung, sich im Jahre 1900 in Breslau ebenfalls an einem Mädchen vergangen zu haben. Der Gerichtshof gelangte nach furzer Beratung zu einem Freispruch. Berger wurde, nachdem er sich von seinem Verteidiger verabschiedet hatte, wieder in das Zuchthaus zurückgeführt.
§ Verurteilter Bankier. Die Straffammer in Effen ver: urteilte den früheren Bankier Brandstätter, der überführt erachtet wurde, etwa 430 Bohranteile der früheren Kalibohr: gesellschaft ,, Hattorf" unrechtmäßig und zwecks eigener Be reicberung ausgegeben zu haben, zu einem Jahre Gefängnis. De Staatsanwalt hatte zwei Jahre Zuchthaus beantragt.
=
Vermischtes.
Im Namen des Königs, in Sachen des Kaisers. Ein Bivilprozeß in welchem der Kaiser Kläger ist, schwebt seit einiger Zeit beim Landgericht in Insterburg. Der Kaiser hat nämlich gegen den Bächter Kallweit des Romintener Hotels, bas faiserliches Privateigentum ist, die Räumungsflade an


