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Kampf dem Schmerz!
Ein Wort über die neue Erfindung Prof. Schleichs.
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Als vor nur wenig mehr als fünfzig Jahren Simpson, der gediegene Edinburger Geburtshelfer, seinen Leidenden die Segnungen des Chloroforms angedeihen lassen wollte, hatte er manch harten Strauß zu bestehen. Selbst bedeutende Forscher erhoben warnend ihre Stimmen gegen das neue Narkotikum. Allein der gelehrte Einspruch verstummte bald. Die Wirklichkeit schlug die Theorie in die Flucht.
Der Kampf gegen den Schmerz ist nicht immer nur Selbstzweck. Er hat nicht nur vielen Menschen das Leben erträglich gemacht. Sein Sieg hat das Siechtum gebannt und den Tod getötet. Uns friecht ein Grauen durchs Gebein, denken wir an die Chirurgie von Einst. Nur eine sanatistische Phantasie mag sich die Schmerzen des Armen vorstellen, in dessen zuckendem Gedärm die Hand des Arztes wühlte. Wie haben unsere Vorfahren die Schmerzen getragen?! Vielleicht hatten sie weniger sensible Nerven. Sollte die Steigerung der Empfindlichkeit nur die düstre Begleiterin unserer Kultur sein? Oder sollte gar die Fülle schmerzstillender und betäubender Mittel, ihre Handlichkeit und die Leichtigkeit ihrer Besißnahme erst den Schmerz so schmerzhaft gemacht haben? Friedrich der Große verbot seinen Soldaten jede Schmerzäußerung. Nur bei der Operation des eingewachsenen Nagels durften sie schreien. In der Theorie hatte der alte Fritz gewißlich recht. Für den Kriegersmann ist es eine unbequeme Eigenschaft, Schmerzen zu empfinden. Hohem Ideale sich zu opfern; für Haus und Herd, für die friedsame Entwicklung heimischer Kultur sein Leben in die Schanze zu schlagen süß und ehrenvoll ists. Aber fann selbst der hochgespannteste Patriotismus die qualvollen Bilder aus dem Martyrium des Krieges ganz verschleiern?
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Die Errungenschaften unserer medizinischen Wissenschaft ihr höchster Triumph: Antisepsis und Asepsis sind auch im Felde bedeutungsvoll geworden. Wen bald nach der Verwundung die Kunst des Arztes, die Sorgfalt des Wärters betreut, der darf vom Glück ein Wörtchen wagen. Wer aber in der hin- und herwogenden Schlacht zu Boden geschleudert und wehrlos blutend, mit schmachtenden Lippen Stunden, vielleicht einen ganzen Tag vom Schmerz bis zum Wahnsinn gemartert wird, ohne daß ihm Hilfe näher fommen fann, soute er nicht über die Qual hinweggetäuscht werden tönnen?!
So
Die Lösung dieses Problems wäre ein Riesenschritt zur Humanisierung des inhumanen Krieges und verheißungsvoller als die Friedensphantasiedn. Und wir können die Ergriffenheit so wuchtig nachempfinden, in der Professor Schleich für den Gedanken der Selbstnarkose der Verwundeten wirbt. Es ist das Jdeal seines Lebens! Seit 15 Jahren ist Schleich an der Arbeit, die Wunder des künstlichen und natürlichen Schlafes zu enthüllen. Ein schöpferischer Geist, dem die Chirurgie nicht Kunsthandwerkerei geworden, hat er die geniale Infiltrations- Anasthesie geschaffen, die ohne allgemeine betäubende Vergiftung nur durch die Unempfindlichmachung der Angriffsgegend selbst größere Operationen gestattet. Ein Denfer und phantasiereicher Künstler, wächst ihm aus dem wirbelnden Spiel der Theoreme die praktische Erfüllung heraus. weckt sein Gedanke der Selbstnarkose nicht nur Hoffnungen schmerzhafte, weil sie nicht Wirklichkeit werden können. Schleich hat seit vielen Jahren ein Gemisch von AthylchloridChloroform und Schwefeläther an vielen Tausenden probiert und gefunden, daß es den Schmerz stillt, eine tiefe Müdigfeit erzeugt, die in den natürlichen Schlafmechanismus hinüberarbeitet" und diesen Segen entfaltet, ohne den Leidenden in die Gefahren der Chloroform- und Atemnarkose zu schleudern. Nie haben Schleich und seine Nachprüfer einen Unglücksfall mit dem narkotischen Siedegemisch erfahren, dessen Eigenart es ist, in gleicher Temperatur wie die Atmungsluft zu verdampfen. Es hat ihnen das Morphium entbehrlich gemacht und den schönen Traum eingegeben von einem Schlachtfeld, auf dem nicht mehr der Schmerz seine vielsträhnige Peitsche auf die armen Verwundeten niedersausen läßt. Jeder Soldat soll in Zukunft drei Etuis mitbekommen, ge= füllt mit der in dem Siedegemisch getränkten Watte. Ein paar kräftige Züge und der Schmerz trottet fort, und süßer, notvergessender Schlaf legt sich auf die Lider des Kriegers. Es ist ein Ausblick voll hinreißender Schönheit, der einem die Sinne umnebeln könnte. Darum muß die kühle Ruhe die Anregung prüfen: medizinisch. ob nicht doch die Selbstnarkose Gefahren bietet; taftisch ob die Möglichkeit der Selbstbetäubung nicht der Feigheit Vorspann gibt. Schleich wägt Gründe und Gegengründe. Ernst, wie es einem Forscher geziemt. Und mit jener sicheren Objektivierung, die aus praktischer Erfahrung reift. Und schwer senkt sich die Schale der guten Gründe.
Mögen die Gebieter zu gleichen Ergebnissen kommen. Fröhlicher darf dann das Lied erklingen: Es ist eine Lust Soldat zu sein. Weitet man aber die Anwendung aus auf alle im Frieden Verwundeten, auf die in den Werkbetrieben Berschlagenen, auf die Verunglückten, wieviel Schmerz könnte da gelindert werden. Es wäre dann eine Lust, Mensch zu fein Dr. med. Th. Zlocisti.
Nab und fern.
† Luftschiffers Ende. Beim Ausproben eines nenen Fall. schirms verunglückte bei Newyork der Luftschiffer iam Johnston. Der Mechanismus des Schirmes versagi, ais Johnston sich aus einer Höhe von 1000 Metern herabiich. Der Unglückliche wurde völlig zerschmettert.
† Die Verhaftung in den Lüften. Der Dachdecker Meyer aus Adlershof hatte sich vier Wochen hindurch seiner VerHaftung zur Verbüßung einer viermonatlichen Haft zu entziehen gewußt. Während er dieser Tage auf dem Dache eines Hauses mit Teerarbeiten beschäftigt war, erschienen Polizeibeamte, um ihn zu holen. Meyer widersetzte sich aber und bedrohte die Beamten mit siedendem Teer. Es wurde infolgedessen die Feuerwehr alarmiert; bei ihrem Anrücken fam Meyer jedoch freiwillig von dem Dache herunter und ließ sich abführen.
+ Eine elektrische Vollbahn wird in Sachsen noch in diesem Jahre begonnen werden. Es handelt sich um die Bahn Limbach- Waldenburg- Gößniß, die von einer hierzu bereits gegründeten Aktiengesellschaft gemeinschaftlich mit der ebenfalls elektrischen Schmalspurbahn Hohenstein- ErnstthalGersdorf Delsnig ausgeführt wird. Diese Schmalspurbahn soll bereits im nächsten Frühjahre teilweise dem Verkehr übergeben werden. Für die Vollbahnstrecke LimbachWaldenburg- Gößniz hat sich der Staat das Recht gesichert. fie später zu übernehmen.
† Die Lage in Valparaiso ist noch immer nicht geklärt. Die große Zahl der Obdachlosen, die man auf 50-60 000 schätzt, leidet sehr unter den Wirkungen der falten Nächte, obwohl die Regierung alles aufbietet, um Obdach und Lebens: mittel zu beschaffen. Ein Teil der Flüchtenden wurde von den Schiffahrtsgesellschaften aufgenommen und verpflegt. Die Verluste an Menschenleben betragen in Santiago etwa 30, für Valparaiso schwanken die Angaben zwischen 50 und 5000, fodaß Sicheres festzustellen absolut unmöglich ist. In den Provinzen Valparaiso und Talca sind die Verheerungen sehr groß. Wie es heißt, liegen die Orte Los Andes, Nogales, San Felipe, Melon, Supallar, Casa Blanca, Limache, Quillota, Quihin, Vino del Mar, Petorca, Hierro Viejo und Llai- Lai infolge des Erdbebens in Trümmern. Der Verlust an Menschenleben beträgt in Limache 130, in Quillota 30. Man nimmt an, daß außerhalb Valparaisos 1000 Menschen durch das Erdbeben um das Leben gekommen sind und daß der angerichtete Schaden sich auf 2 Millionen Pfund Sterling beläuft. Durch die im Zusammenhang mit dem Erdbeben stehende Flutwelle soll auch die Insel Juan Fernandez, der Schauplatz der Robinsonerzählungen, verschlungen worden sein.
† Ein Poswagen abgestürzt. Infolge Scheuwerdens der Pferde stürzte der Wagen der Post Arosa- Chur hinter Peist im Schanfigg- Tal über die Straßenböschung und überschlug fich zweimal. Die im Wagen sizenden vier Reisenden wurden hinausgeschleudert; eine ältere deutsche Dame namens Weidbrecht ist tot, ihre Tochter erlitt einen Rippenbruch, die beiden anderen Passagiere, Dr. Junken und Frau leichtere Verlegungen. Der Kondukteur und der Postillon wurden ziem lich schwer verletzt.
Bunte Tages- Chronik.
Eckernförde, 21. August. Hier fenterte ein Segelboot mit bier Insassen. Zwei Personen konnten durch Fischer gerettet werden, die beiden anderen ertranfen.
Nienburg, 21. August. Der Banfier Valentin wurde wegen Depotunterschlagungen in Höhe von über 14 Million Mark verhaftet; sämtliche Geschäftsbücher sind beschlagnahmt.
Hamburg, 21. August. Das Warenhaus von L. Wagner In der Elbstraße ist durch Feuer zum großen Teil zerstört worden.
Eisfeld, 21. August. Der hiesige Hotelbefizer Amend wurde, als er einem Gutsbesitzer, der bei ihm ausspannte, einen Plaz im Stalle anweisen wollte, von dessen Pferd totgeschlagen.
Köln, 21. August. Infolge eines telephonischen MißverKändnisses fuhr in Bettenberg in Luxemburg ein Güterzug auf einen Personenzug auf, wobei sieben Wagen zertrümmert und zwei Beamte verlegt wurden.
Kunst und Wiffenfchaft.
XS. Der Kenchhinsten- Bazillus gefunden. Der belgische Arzt Bordet hat der belgischen Akademie für ärztliche Wissenschaften die Mitteilung gemacht, es sei ihm geglückt, den Keuchhustenbazillus zu isolieren und Reinfulturen von ihm zu er halten. Im Sefret der Kehle kleiner Kranken hat Bordel während des Anfangsstadiums der Krankheit den Bazillus in großer Bahl entdeckt. Das Serum fleiner Keuchhustenkranker wirkt auf den Bazillus heilend ein. Bordet ist Direktor des Seruminstituts von Brabant.
PC. Erdbeben- Forschung. Der vor Jahresfrist in Berlin abgeschlossenen Internationalen Erdbebenvereinigung ist fürz lich auch die Regierung der Vereinigten Staaten von Amerifa beigetreten, nachdem der Kongreß die Mittel bewilligt hat. Der Vereinigung gehören nunmehr außer Deutschland, von dem die Anregung zur Begründung der Vereinigung aus: ging, an: Belgien, Bulgarien, Congostaat, Spanien, die Vereinigten Staaten von Amerika, Griechenland, Ungarn, Japan, Italien, Mexiko, Norwegen, die niederländischen Kolonien, Portugal, Rußland und die Schweiz.
LM. Ballonfahrt nach dem Südpol. Der französische Forscher de la Bauly trifft in Paris alle Vorbereitungen, um mit seinem lentbaren Luftschiff an den Südpol zu ge langen. Er hat bei Saint Cloud seinen ersten Aufstieg unterDer Ballon ist 720 Kubikmeter groß und ist mit reinem Wasserstoff gefüllt. De la Vauly war allein in der Gondel und experimentierte 10 Stunden lang. Er erhob sich nicht über 60 Meter von der Erdoberfläche und führte an 50 Landungen aus.
nommen.
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Vermischtes.
Der Sänger des Kaisers. Vor einigen Tagen lief durch fast sämtliche Blätter eine Notiz, derzufolge man bei dem Kruppschen Gesangverein ,, Gemeinwohl" einen Heldentenor" entdeckt habe, der über so phänomenale Stimmmittel verfügen sollte, daß der Kaiser den Wunsch ausgesprochen haben soll, ihn an die Hofoper zu bekommen. Das klang ja recht schön und nett es ist aber leider nichts, oder nur wenig wahres daran. Der Kaiser hat, und das ist das Tatsächliche, nach den Vorträgen des Gesangvereins im Scherz zu dem Vorsitzenden geäußert: Sie können mir den Mann wohl für die Berliner Oper ausbilden lassen. Bei dieser scherzhaften Aeußerung ist es aber auch geblieben, der Heldentenor ist und bleibt das, was er früher war: Schraubendreher.
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Londons ältester Bürger, zugleich König Eduards ältester Untertan, der Armenhausinsasse James Mc. Nally ist im Alter von 1091/2 Jahren gestorben. Er war in Kings County, Irland, am 15. Februar 1797 geboren, als Napoleon und Wellington noch junge Leute waren. Während seiner Lebenszeit haben 32 Premierminister die Geschicke Englands geleitet. Noch an seinem letzten Geburtstage fand ihn ein Besucher im Bette sisend und eine Pfeife rauchend. Er war weit in der Welt herumgekommen, hatte lange Jahre in Amerika gelebt und einige Zeit auch als Seemann in der englischen Marine gedient. Kurz vor seinem Tode sagte er: Ich sterbe gern, ich habe ein langes Leben aebabt."
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Der Roman des blinden Sängers. Eine merkwürdige Hochzeit wurde in Washington gefeiert. Lady Lawleß, eine sehr reiche Witwe verheiratete sich mit dem blinden Straßenfänger Charles Bakody. Er war früher ein berühmter Opernsänger und Lady Lawleß faßte damais tiefe Neigung zu ihm. Bakody verlor sein Augenlicht und verschwand aus der Oeffentlichkeit. Vor furzer Zeit hörte Lady Lawleß auf der Straße die Stimme eines Sängers. Sie ließ den Mann rufen und erkannte Bakody, den sie alsbald zu ihrem Gemahl nachte. Damit hat sein Elend ein Ende.
47. Allgemeiner Genossenschaftstag.
ber Berichte des den, daß diefe Krit rigen Gefchichte L daftlicher Grur Sabren wurden 1 loft 3110-19% Bründungen 206 Wert: un neu gegründet, a erfreulich die& reichen Auflösunge einen leberbli endhaftswefens in ende Zahlen zu er
or. Rassel, 20. August 1906. Der diesjährige Algemeine Genossenschaftstag des B bandes der auf Selbsthilfe beruhenden deutschen Genoffn schaften( System Schulze- Delitzsch) findet in den Tagen bon 20. bis 24. August in Kassel statt. Zu demselben find co 850 Anmeldungen von Vertretern aus allen Teilen Deuts lands, sowie aus dem Auslande eingegangen. In der üblichen Weise haben bereits vor Eröffnung der Haupt versammlung verschiedene geschäftliche Sibungen stattgefunden: am Sonnabend tagte der engere Ausschuß, an vergangener Sonntag hielt der Gesamtausschuß eine Sigung ab und heute Vormittag fanden im kleinen Saale des Evangelischen Vereinshauses zunächst die Vorstands- und Aufsichtsrats.
schluß daran die Generalversammlungen dieser beiden Kassen
ann
Benoffenschaften
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fizungen der Hilfskasse und Ruhegehaltstasse, sowie im tende Kredit statt. Aus dem von Direktor Jäger Berlin erstatteten Betgliederzahl schäftsbericht über die Tätigkeit der Ruhegehaltstasse ist Bermögen. erwähnen, daß die Mitgliederzahl von 477 auf 619 Personen de Gelder 606 000. Das versicherte Einkommen stellt sich aufgenstände geftiegen ist. Das Vermögen der Kasse beträgt jezt rund ährte Kredite 1
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1400 000 f. Zurzeit hat die Kasse an 14 Pensionäre
Die Gründung
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ca. 9000 Mt. Ruhegehälter jährlich auszuzahlen. Dem Booten ist als grober
stande wurde Entlastung erteilt, worauf die notwendigen Ersazwahlen vorgenommen wurden.
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uns entschieden ge
Nachmittags um Darlehensfaffen
2 Uhr fand unter dem Vorsiße von Justizrats Wolfstiglich ist fogar ein E Allenstein Konferenz statt. In derselben wurde zunächst von im gegründet worden Direktor Jäger: Bertin die Frage der Buchführung vermittelterbandstaffe für Bau sog.„ Loser Konten" eingehend erörtert. Für Hilfsbücher gleichstelle wirten wurde das System nicht direkt verworfen, doch soll nach Die Genossensch Sammlung weiteren Materials im nächsten Jahre nochma's ftellen, ift eine ganz über die Frage gesprochen werden. Ueber den nächsten bits mit dem Berfon Punkt der Besprechung„ Trennung der Dividende in den eiterten Personalfred Konsumvereinen für Warenhandel und Produktion" referierte. Die Genossenschaft Verbandsrevisor Michelmann- Blankenburg a. H. Er trat daft eintreten soll, ift für eine solche Trennung ein, während die Ansicht der Ver. htungen nicht a
Gründen nicht empfohlen werden könne.
be
Ueber die Gewalt eröffneten Deb schäftsanweisung für die Einschäßungskommission der Aufsichts- haftlichen Genoffe i groß Berlin. Der vorgelegte Entwurf begegnete einem z. E. Leb- de die Beurteilung haften Widerspruche der Versammlung, weshalb beschloffen der Rengründunge wurde, das durch die Besprechung gewonnene Material beinschaften hatte F Aufstellung eines neuen Entwurfes zu berücksichtigen. Ueber den nächsten, von Direktor Thorwart- Frankfurt a. M. eingeleiteten Bunft der Besprechung: Deckung von Verlusten bei Vorhandensein einer Spezialreform ging die einstimmige An. sicht der Versammlung dahin, daß diese Verluste unter allen Umständen durch die Gewinn- und Verlustrechnung den Mitgliedern zur Kenntnis gebracht werden müßten.
Abends um 8 Uhr tagte im großen Saale des„ Stadt park" die Versammlung, in welcher das Bureau für die Hauptversammlungen und die Separatverhandlungen konftitutert und die Tagesordnung für die einzelnen Tage und Abteilungen unverändert nach den Vorschlägen des engeren Ausschusses angenommen wurde.
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Kassel, 21. August. Die erfte Hauptversammlung wurde um 91 Uhr von dem Vorsitzenden, Kgl. Rat Pröbst München, mit herzlicher Begrüßung der Anwesenden eröffnet. In seiner Begrüßungsansprache gedachte der Vocsigende zu nächst mit Dant S. M. des Kaisers als des Schirmbegeistert aufgenommenen Hoch wucde folgendes Herrn des deutschen werktätigen Lebens. Nach einem Huldigungstelegramm nach Schloß Wilhelmshöhe ab
gesandt:
,, Eurer Majestät sendet der soeben unter deren Augen in deren Residenzstadt Kassel zusammen tretende, von 800 Vertretern aus allen Gauen des deutschen Vaterlandes besuchte 47. Genossenschaftstag der auf Selbsthilfe beruhenden deutschen Genossenschaften ehrfurchtsvolle Begrüßung.
Pröbst, Vorsitzender."
Der Vorfizende begrüßte sodann die erschienenen Genossenschafter und die Vertreter hoher Staatsbehörden und Gemeinden, von welchen u. a. zu erwähnen sind: Oberpräsident d. Windheim Cassel, Vertreter des Preußischen Ministers für Handel und Gewerbe, Reg. Assessor Römhild- Berlin, Vertreter des Großh. Badisch. Ministeriums des Innern, der Preußischen Zentralge nossenschaftskasse, der städtischen Behörden, der Dresdener Bank, der ländlichen Genossenschaften. Ferner sind Vertreter aus England, Desterreich und Ungarn anwesend. Nachdem die Namen der anwesenden Ehrengäste bekannt gegeben waren, erhielt der Vertreter des Ministers für Handel und Gewerbe, Reg. Assessor Römhild- Berlin, das Wort zuc Begrüßung der Anwesenden namens der Regierung. Hierauf sprach der Oberpräsident v. Windheim herzliche Willkommensgrüße, indem er betonte, daß der Staat nicht nur platonisch den Bestrebungen der Genossenschaften gegenüberstehe, sondern es für seine Pflicht erachte, überall da- allerdings aber nur da helfend einzugreifen, wo er es für nüglich erachte, und zwar unter vollständiger Wahrung der Selbstverwaltung.( Lebhafter Beifall.) Bürgermeister Jochmus- Cassel begrüßte die Anwesenden namens der Stadt.
Hierauf erhielt Anwalt Dr. Crüger- Charlottenburg das Wort zu seinem Jahresbericht, welchem im wesentlichen folgendes zu entnehmen ist:
Der Verband fann nur auf seinen allgemeinen Tagungen in der Gesamtheit Stellung nehmen gegen die mancherlei Lehren, welche den Genossenschaften von außen her gegeben werden und welche nicht in Einklang mit den Grundsägen des Allgemeinen Verbandes stehen. An den allgemeinen Vorgängen im Genossens schaftswesen Kritik zu üben, war von jeher mit der
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F. Scheues te in der oberen E Sfel vom Wagen un Alicenstraße von de den fonnte. Auf dem Sen bon dem Tiere
Der Verbandst
vom 10. bis 12. Besuch voraussich ern der Besuc mg in Aussicht ge Unschuldig Samstag die Drago Beib von dem S baldigt, einen Re handelt zu haben. fadronchef einge
babe aber nicht früh drei Gefreiten, we traft würden.
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