geschlachtetem Vieh auf den sächsischen Staatseisenbahnstrecken nach den Frachtfäßen des Spezialtarifs für bestimmte Eilgüter abgefertigt wird. Wegen der Einführung besonderer Ausnahmefrachtsäße für Wagenladungen auf Entfernungen von 101 Kilometer an wird die sächsische Staatseisenbahnberwaltung noch besondere Bekanntmachung erlassen.
* Jufolge der Auflösung des Reichstages sind die bisherigen Abgeordneten um einen Teil ihrer Diäten gekommen. Die Reichstagsmitglieder e hielten auf Grund der geschäft= lichen Bestimmungen für en Sizungstag im Dezember 20 Mart Anwesenheitsgelder, insgesamt für zehn Sizungstage im Dezentber, sofern sie anwesend waren, 200 Mart. Wenn der Reichstag nicht aufgelöst worden wäre, hätten sie 300 Mart erhalten.
* In einer zu Posen abgehaltenen startbesuchten polnischen Versammlung in Sachen des Schulstreiks wurde einstimmig eine Petition an den Papst angenommen, in der dieser um seinen Beistand gebeten wird. Die Erbitterung hat einen Bombenanschlag gegen einen deutschen Lehrer veranlaßt. Auf dem Fensterkopf der Schule zu Piechowiz wurde eine Bombe, hergestellt aus einer eisernen Wagenbuchse, mit Giassplittern, eisernen Nägeln, Scherben und Bulver geladen, durch eine Zündschnur zur Explosion gebracht. Dabei wurden die Fenster zertrümmert, und Gardinen und Vorhänge in der Lehrerwehmung gerieten in Brand.
Oefterreich- Ungarn.
** In der Habsburgischen Monarchie gehen die Behörden ebenfalls mit Maßnahmen zur Beseitigung der Fleischnot vor. Das Eisenbahnministerium beschloß, vom 20. Dezember ab auf den staatlichen Hauptbahnlinien eine Reihe von Vergünstigungen zur Milderung der Fleischnot einzuführen, barunter eine 50 prozentige Ermäßigung der Tagen der normalen Lofaltarife für den Transport von zur Schlachtung bestimmtem Hornvieh. Auch sind Maßnahmen zur Erleichterung des direkten Fleischbezuges in geringen Mengen bis zu 40 Kilogramm auf den Linien der österreichischen Bahnen getroffen.
Frankreich.
** Aus Tontin kommt die Nachricht von einem MiniaturRolonialskandal. Für 200000 Frants Briefmarken sind betrügerischer Weise mit einem höheren Betrage überschrieben worden, um ihren Wert für Briefmarkensammler zu erhöhen. Gewisse Beamte der Verwaltungen der öffentlichen Arbeiten sowie der Posten und Telegraphen haben sich mitschuldig gemacht. Der Vorsteher eines Postbureaus, der den Generaldirektor der Posten und Telegraphen mit dem Revolver bedrohte, ist verhaftet worden.
** In Paris verlief der erste Sonntag nach dem Intraftreten der firchen- politischen Gesetze ruhig. In allen Kirchen wurde Gottesdienst abgehalten, ohne daß sich Zwischenfälle ereigneten. Zu einem heftigen Zusammenstoß fam es dagegen in Angers. Kirchlich Gesinnte, die dem Bischof bei seinem Auszug das Geleit gaben, und Personen, die eine Gegen: Lundgebung veranstalteten, gerieten aneinander. Eine Anzahl Schüsse wurde gewechselt. Mehrere Personen wurden verletzt.
Rufeland.
** Nach kurzer Pause hat der Kampf der Revolution gegen die Behörden mit erneuter Heftigkeit begonnen. Folgende Meldungen liegen vor:
Warschau, 17. Dezember. Gestern wurde ein Polizeiinspektor auf offener Straße erschossen.
Warschau, 17. Dezember. Der Polizei gelang es, das Arbeitskomitee der polnischen Sozialistenpartei festzunehmen. Die Zahl der Verhafteten beträgt 63.
Lipkany( Gouvernement Bessarabien), 17. Dezember. Bei ihrer Verhaftung erschossen drei Revolutionäre einen Beamten; darauf versuchten sie zu entfliehen. Vier an der Verfolgung teilnehmende Bauern wurden von den RevoIutionären getötet, von denen alsdann zwei erschossen wurden; der dritte erschoß sich selbst.
Radom, 16. Dezember. Heute wurde gegen den Chef der Gouvernementsgendarmerie, Obersten Plotto, eine Bombe geworfen, durch die ihm ein Bein abgerissen wurde. Der Verbrecher wurde ergriffen. Er erwies sich als ein Bögling der Handelsschule.
Petersburg, 17. Dezember. Die Organisation ves Schwarzen Hundert" sprach über den Staatsanwalt oon Kischinem, mit dessen Amtshandlungen sie unzufrieden ist, das Todesurteil aus.
Moskau, 17. Dezember. Jm Basmanow- Stadtteil wurden ein großes Waffen- und Pulverlager, ferner sieben Bomben und ein Pud Dynamit entdeckt. 30 Mitglieder der revolutionären Kampforganisation wurden verhaftet.
Amerika.
** Die Kommission für den Bau des Panamakanals proklamiert Ausschluß aller ausländischen Unternehmer für die Lieferungen zum Kanalbau. Die Kommission behält sich auch das Recht vor, alle Gesuche um Zulassung von Ausländern zum Wettbewerb abzulehnen. Für den Fall, daß keine annehmbaren Angebote einlaufen sollten, beabsichtigt die Kommission, den Durchstich des Kanals in eigenem Betriebe auszuführen.
Kleine politische Nachrichten.
Berlin, 17. Dezember. Das preußische Landwirtschaftsministerium verbietet vom 20. Dezember ab die Einfuhr lebender Schweine aus Dänemark, Schweden und Norwegen wegen Seuchengefahr.
Breslau, 17. Dezember. Der bisherige Vertreter des Wahlkreises Liegniß- Jauer- Landshut i. Schl., Dr. Hermes ( freis. Volkspartei) Berlin, wird nicht mehr kandidieren.
Karlsruhe, 17. Dezember. Eine gemeinsame Sigung der Nationalliberalen, Demokraten und Freisinnigen Badens fand hier statt. Es wurde beschlossen, an dem Blockabkommen festzuhalten. Die Demokraten erhalten Konstanz, die Freifinnigen Karlsruhe. In den übrigen zwölf Wahlkreisen werden die Nationalliberalen den Kandidaten normieren.
Oldenburg, 17. Dezember. Die oldenburgische Regierung erklärte im Landtage, für Deffnung der Grenzen im Bundesrat nicht eintreten zu können.
München, 17. Dezember. Der Prinzregent beabsichtigt, anläßlich des Weihnachtsfestes wie alljährlich, eine Anzahl bon Gefangenen zu begnadigen.
Paris, 17. Dezember. Bei dem Auszuge des KardinalErzbischofs Richard aus seinem Palais spannte die Menge die Pferde des Wagens aus und zog dieſen langsam durch die Straßen bis zum Hause des Deputierten Denys- Carlin, wo der Kardinal Wohnung nahm.
Kopenhagen, 17. Dezember. Der König und die Königin bon Norwegen sind mit dem Kronprinzen von Berlin hier eingetroffen und von der königlichen Familie empfangen worden.
Deer und flotte.
Stapellauf in Kiel. In Gegenwart des Kaiserpaares, zahlreicher Fürstlichkeiten, der Militär-, Marine- und Zivilbehörden fand gestern vormittag auf der Germaniawerft in Kiel der Stapellauf des Linienschiffes Q statt. Die Kaiserin taufte das Schiff auf den Namen ,, Schleswig- Holstein". Herzog Ernst Günther hielt die Taufrede, welche mit einem dreifachen Hurra auf den Kaiser schloß. Die Musikkapellen intonierten die Nationalhymne. Unter dem Hurra der Versammelten und dem Salut der Flotte lief das Schiff glatt von Stapel, welchem Schauspiel die Majestäten und die Fürstlichkeiten von der Ablauflanzel aus beiwohnten. Der Kaiser hat mehrere Ordensauszeichnungen verliehen. Nach dem Festakt begaben sich die Fürstlichkeiten nach dem föniglichen Schlosse, wo Frühstückstafel beim Kaiserpaar stattfand.
Unfall der Dreadnought". Der englische Riesenpanzer ,, Dreadnought", der forcierte Schnelligkeitsversuche machte, ist gegen ein Wrad gelaufen. Er erlitt bedeutende Beschädigungen, mehrere Panzerplatten wurden ihm eingedrückt, sodaß er umfassenden Reparaturen unterzogen werden muß.
Nab und Fern.
† Drahtloses Telephon. Die drahtlose Telephonie über 40 Kilometer wurde Sonntag von der Telefunken- Gesellschaft in Berlin vor geladenen Gästen zwischen ihrem Geschäftshause und der Station Nauen vorgeführt. Diese neue Art der drahtlosen elektrischen Verständigung würde, wenn sie sich wirklich praktisch verwerten läßt, einen neuen sehr großen Schritt in der Beherrschung und Verwendung der Elektrizitätswellen bedeuten.
† Appetitliches Corned Beef. Aus Hamburg ist der Inhaber der Fabrit Binz Corned Beef, der Kaufmann Walter Bing, wegen betrügerischen Bankerotts entflohen. Infolge einer riesigen Reklame erlangte die Konservenfabrik von Bing einen kolossalen Umsatz in ganz Deutschland. Wie jetzt festgestellt wurde, sind ganze Wagenladungen verdorbenes Fleisch zur Fabrikation von Corned Beef verwandt worden. Der Staatsanwalt nahm eine Revision der Fabrik vor. Binz ist nach Kanada entflohen.
† Drama in der Heide. In der Nähe der Jungfernheide in Charlottenburg wurde eine Frau mit durchschnittener Kehle tot aufgefunden. Daneben auf einem Steinhausen fand man einen Mann gleichfalls mit durchschnittenem Halse, aber noch lebend vor. Es scheint sich um einen geplanten Mord und Selbstmord eines Liebespaares zu handeln. Die Affäre selbst ist noch in geheimnisvolles Dunkel gehüllt, weil der Mörder und Selbstmörder, den man nach dem Krankenhaus übergeführt hat, also der einzig überlebende Teil, das Bewußisein noch nicht wieder erlangt hat. In den Taschen der gut gekleideten Frau fand man einen auf den Namen einer im Jahre 1899 geborenen Arbeiterin Marie Fischer lautenden Entlassungsschein der Siemens- Schudert- Werke.
† Raubanfall auf einen Geldbriefträger. In Leipzig wurde morgens ein Raubanfall auf den Geldbriefträger Hübner verübt. Als der Geldbriefträger auf seinem Bestellgange einen Durchgang von der Reichsstraße nach der Nikolaistraße passierte, erhielt er von einem unbekannten Manne einen Schlag mit einem stumpfen Instrument auf den Kopi und brach schwerverleẞt zusammen. Darauf entrieß der Tater dem Briefträger die Tasche mit Inhalt und entfloh. Wie hoch der Inhalt der Tasche ist, muß erst ermittelt werden.
† Das Mordfahrzeug. Auf einer Automobilfahrt ver unglückte bei Wannsee der Fabrikbesizer Dr. Artur Jdell und seine Gattin aus Berlin. Das Gefährt ist gegen einen Baum geschleudert worden; Dr. Jdell und Frau flogen über die Vordersize in die Glasscheibe hinein. Frau Dr. Jdell erlitt schwere Schnittwunden im Gesicht, während ihrem Gatten, der auf die Kante des Rahmens fiel, der Schädel zertrümmert wurde. Diese Verlegungen sind so schwere gewesen, das wenige Minuten nach dem Unglück Dr. Jdell verstarb. Der Chauffeur wurde ebenfalls schwer verletzt.
† Ein Fall von Scheintod hat sich in Stirum ereignet. Die Frau eines Fabritarbeiters hatte eine zu starke Dosis Medizin genommen und brach anscheinend leblos zusammen. Der Arzt konstatierte den Tod. Als die Einsargung erfolgen sollte, fand man die angeblich Tote im Bett aufrecht sitzend vor. Die Frau hatte zwei Tage hindurch die Vorbereitungen zu ihrer Beerdigung wahrgenommen.
† Im Backofen. Ein achtzigjähriger Landstreicher suchte fich auf dem Gute Forth in Pommern als Nachtquartier den freistehenden Backofen aus, der am anderen Morgen von dem ahnungslosen Besitzer geheizt wurde. Ehe es dem Greise möglich war, sich bemerkbar zu machen, hatte ihn die Hize am ganzen Leibe buchstäblich geröstet; das Fleisch fiel ihm in Stücken vom Reibe. Der Tod trat in kürzester Zeit ein.
† Mörder seiner Braut. Bei Neutomischel wurde ein zwanzigjähriges Mädchen namens Weber ermordet aufgefunden Als mutmaßlicher Mörder wurde ihr Bräutigam, der Maure: Hoffmann aus Alttomischel verhaftet.
† Der tägliche Eisenbahnuufall. Der in Brür abends eintreffende Prager Personenzug fuhr auf den eine Viertelstunde früher eingetroffenen bereits geleerten Prager Schnellzug auf. 33 Personen wurden leicht verletzt. Ein Weichensteller und ein Kontrollwächter wurden verhaftet.
† Starke Stürme und Schneefälle werden aus Tirol gemeldet. Der auf dem Bodensee fahrende österreichische Dampfer Kaiserin Elisabeth" ist bei Meersburg auf einen Felsen geworfen und am Rade beschädigt worden; er mußte liegen bleiben. Der badische Dampfer Stadt Ueberlingen" wurde bei der Landung in Lindau gegen die Kaimauer geworfen und beschädigt; die Reisenden sind gelandet.
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† Gekentert und ertrunken. Als eine Abteilung Matrosen bom Linienschiff Hindostan" im Portsmouther Hafen in zrsei von einer Dampfpinasse geschleppien Kuttern an Bord zurückfehrte, kam einer der Kutter unflar von einer Boje und Lenterte. 7 Mann von den Insassen des Bootes werden vermißt.
† Harakiri aus Unvorsichtigkeit. In einer Newyorker Gastwirtschaft führte der Schauspieler Duvill seinen Freunden das japanische Harakiri", die Zeremonie des Bauchaufschlitzene vor. Zum Schluß ließ er sich, wie es bei den Javanern
ublich ist, direkt in das Messer fallen. Das Messer unglücklicherweise sehr scharf geschliffen und drang ihm Entsezzen der Umstehenden tief in den Leib. Der Unglüc wurde sofort nach dem Hospital gebracht, doch ist be Hoffnung vorhanden, ihn am Leben erhalten zu fö
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† Die Mauen- und Mansenche ist in den Kreisen und Westhavelland und Niederbarnim ausgebrochen. scheint sich weiter auszubreiten, denn seit mehreren Mode find bereits mehrere Ortschaften in der Nähe von Ber Nauen und Bernau für den Verkehr mit Vieh gesperrt, o daß eine Abnahme der Seuche zu bemerken ist. M vermutet, daß die Seuche aus Friedrichsfelde eingeschle worden ist.
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† Die Genicstarre im Ruhrgebiet hat neuerdings genommen. In den letzten vierzehn Tagen wurden 23 Na extrantungen und sieben Todesfälle behördlich gemeldet.
† Eigenartige Heilung von Taubheit. Der in Witte wohnende Monteur Pl. litt schon seit langen Jahren an ein an Taubheit grenzenden Schwerhörigkeit, die zweite Explofin in der Noburitfabrit, die er in unmittelbarer Nähe mit erlebte and die so Vielen Verderben brachte, bedeutete für ihn gute Nachdem fich Bl. von dem ausgestandenen Schred ette erholt hatte, machte er die freudige Entbedung, daß er dur die furchtbare Detonation seix Gehör wieder erlangt hat † Unwetter in Spanien. Aus allen Gegenden des Landes, namentlich aus Norden, Nordween, turien und Bistab wird über Wirbelstürme berichtet. Mehrere Flüffe überfluteter ihre Ufer und rissen Häuser und Böschungen mit sich fort, die zum Schuß von Bahnen dienten. Auf der Nordbahnlinie blieben mehrere Büge wegen brutschungen Reden.
Bunte Cages- Chronik.
Rabenstein, 17. Desember. Der Heinersdorfer Raub mörder Zawatje entloh seinem Transporteur auf dem Rüd transport von der Mordstelle nach hier.
Böhl, 17. Dezember. Gestern nachmittag brannte dis evangelische Kirche fast volltändig ab. Nur die Umfassungs mauern find stehen geblieben. Der Schaden ist sehr be trächtlich.
Gera, 17. Dezember. Der beim Kampf mit einem Ein brecher in Stubniß von diesem angeschoffene Gendarm Rostod ift seinen Verletzungen erlegen, ohne das Bewußtsein wiede erlangt zu haben.
Hamburg, 17. Dezember. Auf dem neuen Zentralbahnhof bersagte am Sonntag abend wiederum die elektrische Be leuchtungsanlage. Auch im Vorortverkehr traten wieder viele Störungen ein.
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Aachen, 17. Dezember. Der Assistenzarzt am Elisabeth hospital, Dr. Hartmann, hatte eine Leiche ſeziert und fi hierbei eine Verlegung zugezogen, der er anfänglich nur geringe Aufmerksamkeit zuwandte. In der Nacht darauf starbinnend, wird der Dr. Hartmann an Blutvergiftung durch das Leichengift.
Wollerup, 17. Dezember. Dem vierjährigen Sohne des Bandmannes Christensen drang beim Spielen eine Stricknadel, die er in der Hand trug, infolge eines Falles in den Kopf. Der Knabe starb an einer Gehirnentzündung kurz darauf. Madrid, 17. Dezember. Infolge Bruches eines Aufzugs apparates in der Mine von San Martin wurden fünf Arbeiter getötet und einer verwundet.
Kunst und Wiffenfchaft.
S. Profeffor Bergmann als Jubilar. Zur Feier de ( 70. Geburtstages des berühmten Chirurgen, Professor von Bergmann, waren in der Wohnung in Berlin gegen 40 Deputationen erschienen. Ein Teil der Gratulanten über brachte loftbare Ehrengeschenke, fünstlerische Adressen, pracht volle Blumen- Arrangements. Bei der Fülle der Ansprachen mußte ich der feierliche Att über einen Zeitraum von vier Stunden erftreden. Bom Kaiserpaar waren Glückwunsch Telegramme eingegangen, ebenso von der Großherzogin von Baden. Die Berliner Aerzteschaft veranstaltete ein Festbankett, an dem der preußische Kultusminister v. Studt und viele Ehrengäste teilnahmen.
Cokales.
* Für das Kaiserpreisrennen im Taunus 1907 hat der Kaiser nach der Frff. 3tg." den 14. Juni als Termin genehmigt. Auf den Besuch des Staisers it mit Bestimmtheit zu rechnen.
** Samstag, 22. d. M., borm. 9 Uhr beginnend findet eine Sigung des Provinzial Ausschusses mit folgender Tagesordnung statt: 1. Wasserversorgung bon Nieder- Gemünden; hier Antrag auf Enteignung des Rechts zur Röhrenverlegung. 2. Enteignung bor Gelände zur Verbreiterung der Schellngasse in Alsfeld
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helente Friedr
fibellinden: 2 Stübe, 1 farren, 1 Feg und andere Grummet, Haus- und K Fentlich gegen Ba Lägell nden,
In der Sigung des Provinzial- Aus schusses vorige Woche stand die Heranziehung der Bemeinden zu den Kosten des Geländeerwerbs für die Nebenbahn Buzbach- Lich auf der Tagesordnung. Für diesen Bahnbau hatte sich ein Ronsortium gebildet, das zur Deckung der Kosten des Geländeerwerbs eine Be rechnung aufstellte, in der die verschiedenen Gemeinden nach Maßgabe thies Interesses herangezogen wurden. Hiernach sollen: Butzbach 19, Gambach 14, Griedel 12, Münzenberg 10, Trais- Münzenberg 3, Dorf- Gill 3, Eberstadt 7, Muschenheim 6, Oberhörgern 6, Lich 14, Hof Gill 3, Arnsburg 2, Kolnhäuserhof 1 Prozent der Gesamtkosten des Geländeerwerbs entrichten. Gemeinden Eberstadt und Bich sowie die Gräfl. SolmsLaubachsche Rentkammer namens Arnburg fanden den ihnen angesonnenen Beitrag zu hoch und wollten eine Herabseßung. Das Konsortium blieb jedoch bei seinem Verteilungsplan und beschloß weiter, auch noch die Gemeinde Rodenberg mit 1 Prozent heranzuziehen. Die Gemeinde lehnte aber eine Beteiligung ab. Es soll zunächst von dem Kreisausschuß des Kreises Fried berg ein Gutachten eingeholt werden und wurde die weitere Verhandlung auf Januar vertagt.
R. Die Reichsbank hat den Zinsfuß auf 7% erhöht.
** Der landwirt. Verein der Provinz Oberhessen hielt Samstag- Nachmittag im„ Neuen
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