affenlotter Nr. 187
1906. Rad
immern beigef ( Machbrad
95 2137 40087
3 5027 110 712
79 86 858 935 8
938( 3000)
897 12013 224
34 119 233 818 4
18308 793 960
20 68 992 211
857( 200) 919 2 25044 94 494 28 8122 289 822 80
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08 84 226 300( 200
36 90 613 30 67
( 300) 415( 500)&
220 783 96 814 64
48 623 717 94 990
522 699 710 75
81
64052 74
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( 200) 102221 877
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00) 523 813 48 101
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( 300) 529 73 796% 117135 54 360 80 22 655 83 809 64
25 770 880 930 121
63 489 690 702 8
15 87 383 637 72 Y
128044 46 95 114
49 132676 969 135175 258 282 323 497 538 42 941
118 97 863 412 6767 074 91 181 7292 47 533 798 146
52 742 968 14926
24 116 256 411
6 129 256 626 72
2 40 48 325 486
944
85 456 861 81 925
15 19 42 164070
58 758 86 816( 200) 9 607 903( 400) 65 91 714 22 806( 200) 18 89 94 95 219 389 908 48 62 72 1 72 723( 300) 942 1
855 182051 190 475 562 64 90 185
949 65 97 1881061
645 98 192072
144 87 521 72 6 5020 132 257 3015 269( 200) 623 916 1
01021 299 510 610 D10 203 27( 200) 43
307 667 206480
6 222 35 80 301 38
212255 67 625
11 564 68 805 340
682( 200) 805 218
916( 200) 35 52 21
59 112 272 457 58
42 65 885 227
41 274 388 685 94 K
80 868( 200) 232
443 694 702 6 4
2 75 642 59 82 820 1
15. Jahrgang
Zweites Blatt.
Samstag, den 11. August 1906
Gratisbellagen: Oberhofftsche Familiengettung( und die Gießener Seifenblasen( wöchentlich).
battien u.Sauptexpedition: Gießen, Seltersweg 88. Fernsprechanschluk Nr. 362.
Gießener
Neuelle Nachrichten
( Gießener Tageblaff)
Anabhängige Tageszeitung
( Gießener Zeitung)
für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen, des Großh. Polizeiamtes Gießen und anderer Behörden von Oherheffen
Die frau in der Politik.
Betrachtungen zum Kopenhagener frauenkongress.
Frauen im Existenzkampf. bilder.
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Das„ Gibson girl".- Weibliche Zerr Die Schönheit der Jrländerin. Kätzchen und Herchen Kindererziehung per Telephon. Politische Verschwörerin. Bom Blümlein traut zur Broterwerberin. Das Heim de:
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deutschen Frau. Der gegenwärtig in Kopenhagen tagende Kongreß de internationalen Frauenwahlrechtsvereinigung läßt die Frage wieder aufleben, inwieweit sich eine Betätigung der Frauen auf politischem Gebiet mit der natürlichen Bestimmung des weib: lichen Wesens verträgt. Die beste Gelegenheit, Antwort auf biese Frage zu finden, bietet sich in Amerika, wo den Frauen bereits ein gewisser Anteil an der Politik gewährt ist.
Jenseits des großen Teiches ist unter der Einwirkung bes Existenzkampfes, der die Frauen gleich den Männern mitten ins Leben stellt, aus dem anmutigen weiblichen Wesen bas Gibson girl geworden, das wohl auf den ersten Blic noch zu fesseln vermag, in seiner ausgesprochenen Verrohung und Schnippigkeit auf die Dauer indessen des dauerhaften Reizes entbehrt. Indessen dieses Stadium bildet nur einen Uebergang. In weiterer Folge sind dann jene Typen entstanden, die aller und jeder Anziehungskraft entbehren und jene Berrbilder repräsentieren, von denen sich jeder, der inniges Behagen sucht, mit Grausen wendet. Da haben wir bie eifernde Temperenzlerin, die kein Kompromiß kennende Tabaksfeindin, die unentwegte Predigerin gegen die Theater und jedes, auch das bescheidenste, erlaubte Sonntagsvergnügen, bie Gesundbeterin, die wütende Wissenschaftlerin, die Reisetolle, die leidenschaftlich Moderne, die Alleskönnerin und Allestadlerin. Unter der Einwirkung dieser Typen lernte die amerikanische Frau ein hochmütiges Selbstbewußtsein, sie wurde kalt und berechnend, höhnisch und spiß. Mit der Entartung des Weibes gingen auch die edlen Künste zurück und machten sterilisierten und eingepferchten geistigen Errungenschaften Plaz. Der Intellekt wurde zu einem Speicher für profitable Berufskenntnisse.
In England ist man auf dem Wege zu ähnlichen Ent: vidlungen begriffen, wenn man auch dort noch vor den chlimmsten Auswüchsen bewahrt geblieben ist. Immerhin nimmt much bei unseren Vettern jenseits des Kanals, dank der Richtung, die die Entwicklung der Frauenfrage dort genommen, die Einförmigkeit, der Konvention fiamma immer mehr
Bekanntmachung.
herhand
Der Elektrotechniker Fris Jung dahier ist zur Ausführung von Anlagen im Anschluß an das städtische
490 995 2380 leftrizitätswerk auf Grund der Bestimmungen vom 20. September 1900 zugelassen worden.
50 445 548 48 622
2142 61 87 98 219
7 62 78 583 622
3 872 687 829 811
17 81 283 377 668
2132 90( 200) 498
48 635 66 942 711
43 408 27 2570
22 94 727 912 305 51117 290 346 489
99 856 89 907 260
532 882 266005 268125 266 8434 071( 300) 83 745 984 2720381 112 67( 200) 347
201 6 410 69 957 2 000) 630 48 883 1
605 742 866 971 2
284168 272 665
3 470 616 64 712 20
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Schulbildung
Otto Pickert 8 und Berfide
Frantfunter- St
Gießen, den 9. August 1906.
Großh. Bürgermeisterei Gießen. Mecum.
Verkauf von Bauplätzen an der Licherstraße.
Die Stadt Gießen läßt:
Mittwoch, den 22. Angust, nachmittags 3 Uhr auf dem Großherzoglichen Ortsgericht zwei nebeneinander gelegene Baupläge an der Licherstraße, Ecke der Landmannstraße von rund 600 und 480 qm öffentlich meistbietend versteigern.
Gießen, den 9. August 1906.
Großh. Bürgermeikerei Gießen. Mecum.
Bekanntmachung.
Aus den Familien flüchtet Anmut und Liebenswürdigkeit, statt der heiteren Freude macht sich die Herzensleere breit. Man wird das so recht gewahr in einem Vergleich der eigent= lichen Engländerin mit ihrer Schroefter von der„ grünen Insel", wo sich die holde Ursprünglichkeit des weiblichen Geschlechts noch bewahrt hat. Noch immer ist die Schönheit der Irländerinnen, ihr Liebreiz sprichwörtlich. Sie erobern jedes Männerherz mit den Zauber ihrer Erscheinung, ihrer unwiderstehlichen Geistesfrische. Ihre Anmut hat etwas vom Kätzchen und vom Herchen. Die Musik ihrer Stimme zittert durch jedes ihrer Worte. Aber die Quintessenz ihres Charms ist ihre Natürlichkeit und Naivität. Woraus erflärt sich der Zauber ihres Wesens? Sie sind noch nicht von der„ Here Politik" in deren Bannkreis gezogen, während die Engländerin sich bereits mit Riesenschritten der Entweiblichung nähert. Die Zeiten sind nicht mehr allzufern, da das englische FamilienHeim sich auflöst. Die Mahlzeiten werden nicht mehr im Hause bereitet, sondern von Gesellschaften geliefert werden. Die Kinder werden per Telephon erzogen. Und da politische Frauen überhaupt nicht mehr Mütter zu sein begehren, so wird England seinen Nachwuchs von anderswoher beziehen, aus dem Transvaal, aus Südrußland, je nachdem Parlamentsafte darüber entscheiden. Diese radikalen Reformen werden zuletzt den Charakter des Weibes ganz umbilden. Die Frau wird exklusiv, abstoßend, stolz, in einem Wort entweibt werden.
Wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten wird die Mäneburg von heute an bis auf weiteres für den Fuhrverkehr gesperrt.
Gießen, den 10. August 1906.
Großh. Bolizeiamt Gießen.
J. V.: Roth.
Verdingung.
Die zur Herstellung eines transportablen Unterfunftsraumes für die städtischen Wiesenarbeiter nötige Holz und Bretter lieferung soll
Dienstag, den 14. August, vorm. 11 Uhr öffentlich verdungen werden.
Bedingungen liegen bei uns zur Einsicht offen. Angebote auf Bordruck, der daselbst erhältlich, find bis zum genannten Zeitpunkt an uns einzureichen.
Gießen, den 10. August 1906. Städtisches Hochbauamt.
Gerbel.
Dasselbe Schauspiel der ihrem Geschlecht entrückten Frau entfaltet sich in Rußland. Unter dem Drucke der Verhältnisse wird sie dort zur reizlosen Wissenschaftlerin und zur gefährlichen politischen Verschwörerin.
Und bei uns in Deutschland?- Wohl ist auch hier so manches nach Maßgabe der Zeit anders geworden, mie es früher gewesen. Unsere Mädchen sind zwar nicht mehr die stillen poetischen Blümlein, die im Garten der Familie blühten, nur um mit ihren Farben und ihrem Dufte Herz und Sinne der Männer zu erfreuen. Nicht mehr das Spielzeug, das keine andere Aufgabe kannte, als die Tändelstunden der Herren der Schöpfung zu füllen. Nicht mehr die ungelehrten, naiven Geschöpfchen aus dem Natur- und Feenreiche, an denen der Dichter einst seine innigste Lust fand. Ein ernstes Streben ist über sie gekommen, der Wunsch, aus ihrem engumgrenzten Bereich herauszutreten und an den Taten und Ideen, die die Welt erfüllen, ihren berechtigten Anteil zu nehmen. Von
Brotempfängerinnen sind sie vielfach zu selbständigen Broterwerberinnen emporgestiegen. Aber in ihrem Streben nach Selbstbestimmung und Selbstäußerung haben sie doch nichts eingebüßt, dessen Verlust allzuschmerzlich bedauert werden Noch steht das alte deutsche Heim in gewohnter müßte. Festigkeit und Würde da. Noch ist die deutsche Frau, wie immer, als Gattin und Mutter die edle Walterin am häuslichen Herd. Wo einmal eine Gestalt sich zeigt, die von den Zerrbildern etwas an fich trägt, wie das Angelsachsentum hüben und drüben, wie die Mostowiterei sie hervorgebracht haben, da handelt es fic; un Ausnahmen, die den Spott herausfordern, nicht aber um die Regel
Herbst- Pferdemarkt zu Gießen. Am Dienstag, den 11. September 1906, vormittage, findet auf den städtischen Marktanlegen nächst der Rodheimer straße Pferdemarkt statt. Stallungen sind in der Nähe des Marktes ausreidend vorhanden, wegen derselben wolle man sich an Herrn Hoflohakutscher Huhu- Gießen wenden.
Für die Prämmiterung des besten Pferdematerials stehen 1670 Mt. zur Verfügung. Der Prämiierungsplan ist von Herrn Weinhändler August Schwan zu Gießen zu beziehen. Die Preisverteilung erfolgt im Anschluß an die Prämiierung um 122 Uhr. Omnibusverbindung von dem Bahnhof nach dem Marktplatz und zurück. Von 10 Uhr ab Konzert und Restauration auf d.m Marktplay.
Am 12. September, nachmittags 2 Uhr, findet in der Turnhalle der Stadtknabenschule eine Verlosung
So möge es bleiben Die Frauenwelt kann, wie das Beispiel der deutschen Frauen zeigt, ihre Aufgabe auch in der modernen geit erfüllen, ohne in die Extreme zu verfallen. Dr. Maximilian Wolff.
Vermischtes.
= Nur kein Freitag. Daß der Aberglaube bei amt lichen Anlässen noch eine Rolle spielen fönnte, wird man faum glauben, und doch hat sich in Bernburg ein derartiger Fall ereignet. Oberbürgermeister Leinweber gab in der letzte:: Gemeinderatssitzung die Erklärung ab, daß ihm persönlich zwar jeder Aberglaube fernliege, daß er aber dem Volksempfinden Rechnung tragen wenn er empfehle, die Einführung des neuen Stadtrats nicht an einem Freitag vor zunehmen!
statt von Pferden. Wagen, landwirtschaftlichen Maschinen und Gerätschaften, Fahrrädern, Nähmaschinen, Haushaltung und Gebrauchsgegenständen. Der Generalvertrieb der Lose á 1 Mt. ist dem Herrn Richard Bachacker- Gießen übertragen Gießen, den 25. Juli 1906.
Die städtische Pferdemarkt- Kommission:
Jean Kirch.
Carl Geißler, Gießen
übernimmt
[ chriftliche Arbeiten, Vermittelung von Anund Verkäufen, Vermietungen, Aufnahme von Vermögens- Verzeichnissen, Vermögens- und Nachlassverwaltungen, freiwillige Versteigerungen, Tnkaffo und Beitreibung von Forderungen, bei mässigem Honorar und fachgemässer Ausführung.
Geschäftsstube: ,, Hotel Einhorn".
=
Moderne Schatzsucher. Der Dampfer Xenia" hal Gravesend mit einer geheimnisvollen Bestimmung, die selbst der Mannschaft vorerst noch verborgen war, verlassen. Die ,, Xenia" war prächtig ausgestattet, und die Offiziere trugen glänzende Uniformen, sodaß die Neugier des Publikums lebhaft erregt wurde und man sich die abenteuerlichsten Dinge erzählte. Es wird auch behauptet, daß das Schiff nach einem sorgfältig geheim gehaltenen Orte gehen soll, an dem wertvolle Diamantenlager gefunden sein sollen. Der Mannschaft wurde St. Helena als Bestimmungsort angegeben; aber dies ist sicherlich nicht das Ziel. Das Schiff führt Sprengstoffe und Apparate für Bergwerksbetrieb und eine Anzahl von Bergarbeitern mit fich.
Arbeitsvergebung.
Die zur Erneuerung der Kesselanlage in der Klinik für psychische und nervöse Krankheiten nötigen Maurerarbeiten nämlich Einmauerung von 4 Niederdruckdampffesseln, werden hiermit unter Zugrundelegung des Ministerialerlasses vom 16. Juni 1893 öffentlich ausgeschrieben.
Die Angebotsunterlagen fönnen auf unserem Amt, Stephanstraße Nr. 18, eingesehen und von dort gegen Erstattung der Selbstfosten bezogen werden.
Die Angebote sind bis Mittwoch, den 15. Auguft vormittags 11 Uhr, dem Eröffnungstermin, mit entsprechender Aufschrift versehen bei uns einzureichen. Zuschlagsfrist 3 Wochen. Gießen, den 30. Juli 1906.
Großh. Hochbauamt Gießen. J. V. Heyer.
Vergebung von Dachdeckerarbeiten.
Die zum Umdecken eines Teiles des Daches auf dem Provinzial- Arresthaus zu Gießen nötigen Dachdeckerarbeiten( ca. 300 qm Schieferdach) nebst Materiallieferung werden hiermit unter Zugrundelegung des Ministerialerlasses bom 16. Juni 1893 zur Vergeb ung ausgeschrieben. Die Ausführungsbedingungen und Arbeitsbeschreibungen liegen bei unterfertigtem Amte zur Einsicht offen und können lettere, soweit der Vorrat reicht, von dort bezogen werden.
Angebote sind bis zum Eröffnungstermin Mittwoch, den 15. August 1906, vorm. 11 Uhr, mit entsprechender Aufschrift versehen, bei uns einzureichen.
Zuschlagsfrist 2 Wochen.
Gießen, den 1. August 1906.
Großherzogliches Hochbauamt. J. V.: Heyer.
NAUMANNIA- SEIFE
mit dem Beata Seifenah undern


