ausreichen. Herzzerreißend Ilinot das Webflagen der vor dem Hospital verfammelten enge, die um das Schicksal ihrer dort liegenden franken Annebörigen besorgt ist.
Admiral Moschdjestwenski vor Gericht.
Vor dem Kriegsgericht in Kronstadt hat fich der unglückliche Admiral Roichdieftmeneti megen der Uebergabe des Torpedobootes Bedown", auf das er verwundet geschafft
worden war, zu verantworten. Die Anklage richtet sich in erster Linie gegen die Belaguna des Torpedobooies und dessen Kapitän Kolony. Allein der Admiral hat in hochherziger Weise die ganze Schuld auf sich allein genommen, die ihm, als dem obersten Chef auf dem Bedowy" zufomme. Der Verteidiger dea Kapitäns Kolony machte vor Gericht geltend, die wahren Schuldigen ständen gar nicht vor Gericht, sie erhielten im Gegenteil Beförderungen.
Soziales Leben.
× Ein neuer Streif im Ruhrgebiet? Im Ruhrgebiete macht sich neue Gärung bemertlich. In vielen, start besuchten Versammlunden wurde die preußische Knappschaft?- reform sehr scharf fritifert, und ein neuer Streit der Bergleute des gesamten Ruhrgebiets in Aussicht gestellt.
Aus den Parlamenten.
Die Erhöhung des Ortsportos in Bayern. In der bayerischen Abgeordnetenkammer wurden längere und heftige Debatten über die Reichsfinanz- Reform und ihre Wirkungen auf Bayern geführt. Das Zentrum ver: teidigte die Reform, insbesondere auch die Portoerhöhung im Orts- und Nah- Verkehr, die von Sozialdemokraten und Liberalen entschieden befämpft wurde. Finanz minister von Pfaff betonte hierbei, wenn Bayern das Drtsporto nicht erhöhe, müßten die direkten Steuern um 2½ v. H. hinaufgesetzt werden.
Nab und fern.
+ Deutsches Bundeskegelfest. In Magdeburg find die deutschen Kegler zu ihrem 12. deutschen Bundesfest versammelt. Ein Festfommers eröffnete die Veranstaltung. Den Höhepunkt bildete ein großartiger Festzug, in dem herrlich und originell geschmückte Feitwagen das zahlreich versammelte Publikum ergößten. Dann begann das Bundesfegeln aus 30 Bahnen, für das nicht weniger als 111 Preise von Gönnern des Kegelspiels gestiftet find, während der Bund 7500 Mark zum Anfauf weiterer Preise gestiftet hat. Das Regeln wurde vom Bundesvorsitzenden Thomas- Dresden mit bier Kugeln eröffnet, je einer für den Kaiser, für den deutschen Reglerbund, für die Feststadt und für den fest. gebenden Verband.
+ Bad Eisenach eröffnet. In Gegenwart des Großherzogs von Sachsen- Weimar fand die feierliche Eröffnung des Kur- und Mineralbades in Eisenach statt. Die Leitung des Bades hat Kurdirektor von Pander übernommen. In femer Eröffnungsrede versprach er, es zu einem Weltbade zu gestalten.
1 700 000 kronen unterschlagen haben soll. Die Entdeckung verdankt man einem Zufalle. Der Schwindler, der in Zürich unter falschem Namen in einem Hotel wohnte, fragte auf der Straße einen Herrn um eine Auskunst. Dieser fannte zufällig den Feuerstein und zeigte seine Entdeckung der Polizei an.
† Die Prämie für Hennigs Ergreifung ist in Stettin zur Verteilung gelangt. Den Löwenanteil der 3000 art betragenden Prämie, nämlich 1950 Mark, erhielt der Kriminalichußmann Jöcks; der Brauer Sattler befam 500 Mart, der Wächter Haase 250 Mart, der Fleischer Koslowski 125 Mart, der Handlungslehrling Hübner und die Frau Glusa je 25 Mark.
+ To auf den Schienen. In Duisburg blieb ein Rangierer mit einem Fuß in einer Zwangs chiene steden, der Unglückliche fonnte, als ein Zug beranbrauste den Fuß nicht befreien, wurde vom Zuge erfaßt und tödlich verletzt. Bei der Station Groß- Deuben erfaßte der Schnellzug München- Berlin ein auf den Schienen stehendes Fuhrwerk, der Knecht und beide Pferde wurden getötet, der Wagen zertrümmert. Der Zug fonnte seine Fahrt bald wieder fortsetzen.
+ Raubmörder Dittrich ist gestern vormittag nach Dresden zurücktransportiert worden. Dittrich soll dort ernent auf seinen Geisteszustand beobachtet werden. Von dem Resultat der Untersuchung wird das weitere Verfahren gegen ihn abhängen.
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† Fazelfchlag. In Valencia und Umgegend hat ein Sagelwetter große Verwüstungen angerichtet; es sind mehr als 50 Personen verlegt morden, ein Kind einer Familie, die sich in einen Keller geflüchtet hatte, ist ertrunken.
† Der Kirchenbrand als Einnahmequelle. Bei dem Brand der Michaelisfirche in Hamburg ist man einem allzu findigen Geschäftsmann auf die Spur gekommen. Trotz aller Absperrungen erschienen immer aufs neue Menschenmanen auf dem Brandplage. Schließlich entdeckte die Polizei, dak ein Anwohner, dessen Grundstück einen Durchgang zur Michaelistirche hat, diesen negen 5 Pfennig pro Person dem Bublifum zur Verfügung stellte. Das Geschäft brachte gegen 80 Marf ein. Jetzt wird sich der Betreffende aber wegen Erhebung von Wegegeld und Zuwiderhandlung gegen polizeiliche Vorschriften zu verantworten haben.
† Eisenbahnstörung in Rußland. Wie aus Sibirien berichtet wird, ist die Vahn um den Baikal- See durch Felsstürze unpassierbar geworden. Der Verfehr wird durch Eisbrecher aufrecht erhalten. die über den Baifal- See fahren.
† Ausgenommenes Spielernest. In der Schildergasse in Köln gelana es der Polizei, eine Spieler- Gesellschaft von 25 Personen aufzuheben. Die Spieler wurden verhaftet.
Der unechte Anarchift.
( Sonder- Bericht.)
Madrid, 7. Juli.
Ein Geschichtchen, das in seinen mannigfachen Ver wicklungen den besten Stoff für eine Operette abgeben fönnte, bildet zurzeit das Tagesgespräch in den Kreisen der Madrider Lebewelt.
In Segovia hatte in einem Hotel ein Bärchen Aufent halt genommen, dessen männliche Hälfte fich unter dem Namen eines Sennor Luis Gonzalez in das Fremdenbuck eingetragen hatte. Die beiden Lentchen lebten nur für sich selber. Das wäre an sich nichts Besonderes gewesen. Denn es fonnte sich um ein verliebtes Pärchen handeln, dem die Welt außer ihnen gleichgültig war. Aber der edle Sennor machte sich dadurch verdächtig, daß er troß seines echt spanischen Namens nur französisch sprach, und auch seine zierliche und pikante Begleiterin vermochte sich schon garnicht mit dem spanischen Personal verständlich zu machen. Nun muß man wissen, daß die spanische Polizei gar mächtig auf dem Poften ist, seit König Alfonso an seinem Hochzeitstage ums Haar dem fluchwürdigen Attentate eines anarchistischen Bombenwerfers zum Opfer gefallen wäre. Seitdem gilt ihr jeder Fremdling zunächst einmal, und bis zum schlüssigen Beweis als ein verdächtiges Individuum. Kommen nun gar bestimmte Verdachts- Momente hinzu, dann ist das Bild des Anarchisten fertig.
† Ein geheimnisvoller Mord. In Köln wurde ein vierunddreißigjähriger Tagelöhner, Vater von vier Kindern, in einer einsamen Straße in einer großen Blutlache liegend aufgefunden. Offenbar liegt ein Mord vor. Die Leiche wies ticfe Stichwunden in der Lunge auf. Von dem Mörder fehlt jede Spur.
† Brost Moblzeit! Die Steuerbehörde in Duisburg fam großen, von dem Schlächter Priester betriebenen Fleischschmuggeleien auf die Spur. Es handelt sich um minderwertiges, aus Rußland eingeführtes Fleisch. Bei einer be= Schlagnahmten Sendung fand sich Fleisch von ungeborenen Kälbern vor. Das Fleisch wurde don den Abnehmern mit 35 Pfennig pro Pfund bezahlt. Prieste erklärte, eine Anzahl weit größerer Firmen als die feinige betreibe ebenfalls diesen Handel und Tausende von Kilogramm seien nach Duisburg eingeführt worden.
Versuche mit einem von ihr erfundenen neuen schnellwickenden Typendrucktelegraphen. Er gibt durchschnittlich 2000 Zeichen in der Minute über einen Drabi und in einer Richtung. Der den Apparat bedienende Telegraphist tippt mittels de Remingtonschreibmaschine auf das Papierband, das auf dem schmalen oberen Rande die Schriftzeichen wiedergibt, während bon oben schräg nach unten gleichzeitig für jedes Zeichen zwei Lochungen erscheinen, die in verschiedenen Zwischenraumtombinationen sämtliche erforderlichen Schriftzeichen bringen und auf ihre Richtigkeit durch die sofort sichtbar werdende Maschinenschrift mühelos fontrolliert sind. Dieser neue große Erfolg der deutschen Technik ist um so erfreulicher, als bisber die deutschen Aemter lediglich auf Erfindungen des Auslandes angewiesen waren, denen nun eine überlegene deutsche Er findung gegenüberzutreten scheint.
Von alledem hatte unser Pärchen in Segovia feine Ahnuna. Es wußte nicht, welch schwarzen Wolke sich über seinem Liebeshimmel zusammenzogen, sonst hätte es schwerlich die Unvorsichtigkeit begangen, eines schönen Tages sich von dem Gelüste anwandeln zu lassen, zu versuchen, ob es nicht am Ende den König Alfons und seine schöne junge Königin Viktoria in La Granja zu Gesicht bekäme. Als diefer Ausflug nach dem spanischen Luftschlosse gar wiederholt wurde, war das Maß voll, und die Polizei oder, wie sie hier zu Lande stolz fich benamset, die„ Wache der Sicherheit" schritt zur Tat.
+ Buq- Entgleisungen und kein Ende! Kein Tag fast bergeht, ohne die Kunde von einem Eisenbahnunfall gebracht zu haben. So ist bei Merzdorf bei der Einmündungsfrümmung ein Personenzug entgleift. Zwei Wagen fielen zur Seite. Die Affäre ging noch glücklich ab, indem neun Personen so unbedeutend verletzt wurden, daß fie die Reise gleich fortsetzen konnten. Im Bahnhof Elm fuhr ein ausfahrender Güterzug infolge falscher Weichenstellung auf einen nor der Station haltenden Güterzug auf. Personen wurden dabei nicht verletzt.
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Coxales.
[ 10. Juli.
** Der Großherzog hat der Ladnerin Lina Schäfer in Gießen das Ehrenzeichen für treue Arbeit am Barde des Philippsordens verlieben.
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* Parlamentarisches. Gelegentlich der Beratung betr. die Revision der Verwaltungsgesetze beabsichtigt der Abgeordnete Köhler in die Landgemeindeordnung eine Bestimmung aufnehmen zu lassen, daß demnächst das Institut der Altbürgermeister geschaffen werden soll. Als solche erscheinen Bürgermeister, die bei einer Neuwahl trotz ihrer Tüchtigkeit der Gunst der Mehrheit der Wähler verlustigt gegangen sind, deren erprobte Arbeitskraft eben der Gemeinde dadurch erhalten werden soll, daß denselben als Altbürgermeister auf ihren Wunsch eine Mitwirkung im Gemeinderat gestattet werden soll. Der an sich schöne Gedanke dürfte nicht leicht gesetzgeberisch zur Tat umgesetzt werden fönnen; ein gangbarer Weg ist vielleicht dahin zu finden, daß man der Regierung die Ermächtigung gibt, verdienten abgegangenen oder abgegangen wordenen ,, Altbürgermeistern" eine Mitwirkung bei der Gemeindeverwaltung zu gestatten.
In stiller Morgenfrühe rückte die bewaffnete Macht an. Das Hotel, in dem die nichtsahnenden Liebenden in tiefem Schlummer lagen, wurde umstellt. Dann pochte man ent= schlossen an die Pforte und forderte im Namen des Königs Einlaß. Ein ängstliches Jezt haben sie uns!" flang aus dem verschlossenen Zimmer. Da bedurfte es keines Beweifes weiter. Das war Geständnis genug. Und im Triumph wurden beide, der männliche und der meibliche Anarchist, unter allen möglichen Sicherheitsmaßregeln aufs Gericht geschleppt, mo der Kadi nach einem oberflächlichen Verhör die gezährlichen Individuen in sicheres G. wahrsam bringen ließ.
Vom Bliz erschlagen. In dem Dorfe Polnisch- Stein in Schlesien wurden der frühere Gemeindevorsteher Freitag und dessen achtzehnjährige Tochter vom Blitz getötet. Die ganze Familie befand sich während des Gemitters in der Wohnstube. Frau Freitag und die anderen Kinder blieben unversehrt.
† Die Verhaftung eines Schwindlers. Ein längst gesuchter Hochstapler wurde in Zürich von der Polizei fest= genommen. Es handelt sich um einen Mann Namens Markus Feuerstein aus Galizien, der nicht meniaer als
Dieses unselige Mißgeschick und die wenig tröstliche Aus= sicht, bei weiterem Aufrecht halten seines spanischen Infoonitos wohl gar nach dem schrecklichen und gefürchteten Fort Montintich transportiert zu werden, entlockte dem angeblichen Sennor Gonzales sein wahres Geheimnis. Er ließ der französischen Konsul kommen und offenbarte diefen, daß er ein Pariser Großindustrieller sei, dem es in seiner Heimat und in seinem bon Ehegesponst und mehreren erwachsenen Kindern be= völferten Heim zu langweilig geworden und der mit einer munteren Tänzerin aus einer Singspielhalle ins schöne Land der Spaniolen gezogen war, um dort ganz seinem Hang nach Abenteuern zu leben. Das hatte er freilich nicht gedacht, daß man ihn nun gleich für einen Anarchisten und Königsmörder halten und demgemäß behandeln werde.
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Aurmischer, fadaß mehr nehmen wollt ihre Roften fommer
Kanonenfchläge den ichten die Rafete fogten einige Feuer aber blizschnell in verftreuten Fontäne fland eine blendend allen Seiten Rateter ober roten, grünen löften, während die feuers erfüllt war. Jurid, die Mufit Langer glitten im das Treiben noch, b gezogen war und zur den Gesamtverlauf d hung feftftellen, daß gefanglichen Darbiet legten aufs neue Beu den einzelnen Bunde hiedenen Veranstalt bewußter Leitung pro war gut, der Befud petuniare Seite fich a Schläger die es nicht mit anseh Störung verfteich un eine folenne Reileret, leute die feindlichen Schwerberwundete wu
*** Donnerstag, den 12. Juli 1906, nachmittags 4 Uhr, hält die Stadtverordneten Versammlung eine Sitzung mit folgender Tagesordnung ab: 1. Mitteilungen. 2. Baugesuch der L. Rothenberger Witwe für den Neuenweg. 3. Erwerb von Straßenland für den Weglarer Weg.4. Herstellung eines gepflasterten Ueberganges in der Rodheimerfir. 5. Verbreiterung des Bürgersteigpflasters vor dem Hause Blockstr. 9.- 6. Umgestaltung des Landgraf Philipp Picßes. 7. Kreuzung des Weglarerwegs mit einer Fernsprechleitung.-8 Lieferung von Kleinpflastersteinen. 9. Gesuch des Heinrich Plant und Heinrich Helmold um fäufliche Abtretung des Bauplages Ecke Landmann- und Licherftr. 10 Abgabe von Basaltgrus an die Garrison Verwaltung. 11. Verpachtung einer Sandgrube an der 2. Schneise in der Nähe der Licherftr.- 12. Er richtung einer Ziegerzuchtstation. 13 Die Betriebs. regulierung im Stadtwald. 14. Oftroiabgabe von Branntwein. 15. Genehmigung von Rechnungen. 16. Beschaffung von Pferdedecken für die Bespannung der Leichenwagen. 17. Anstrich der Flaggenmaste. 18. Aus. wechselung des Gasrohrs hinter der Weftanlage. 19. Auswechselung der Gasleitung in der Bahnhofsstr. zwischen Westanlage und Alic: str. 20. Reinigung der Schulräume in der früher Weber'schen B.sizung. 21. கு[ uch des Frauenvereins Gießen um Ueberlassung geeigneter Räumlichteiten zu Unterrichtszwecken. 22. Fecienordnung für die Volksschulen. 23. Errichtung weiterer Klassen für die Fortbildungsschule. 24. Gesuche um Erlaubnis zum Wirtschaftsbetriebe, a. Gesuch der Karl Buß Ehefrau dahier um Erlaubnis zum Betrieb einer Kantine auf dem Bauplatz der Frrenanstalt; b. Gesuch des Philipp Böcher dahter um Erlaubnis zum Gastwirtschaftsbetrieb im Heuse HammStraße 7; c. Desgl. des Job. van gen Hassend im Hause Schiffenbergerweg 63. 25. Versicherung der Bestände des Oberhessischen Geschichtsvereins.
Nach diesem Geständnis ließ ihn die Polizei feiner Wege ziehen. Allein nun fam er vom Regen in die Traufe. Denn jetzt trat seine Frau Gemahlin in die Sperre. Der Konsul hatte nämlich, um die Angaben des" Don Gonzales", daß er nur ein Don Juan" set, auf ihre Wahrheit zu prüfen, daheim Informationen eingeholt. Dadurch erhielt die Frau Gemahlin Wind davon, wie der flimatische Kurort beschaffen sei, in den sich nach seinen AbSchiedsworten ihr Herr Gemahl hatte begeben müssen. Ich lasje mich scheiden!" Wer will es der entrüsteten Gattin verdenken, wenn sie zunächst einmal dieses Thema in allen Tonarten varierte. Allein dem cefnickten Ehemanne entstand eine Retterin in seiner achtzehnjährigen Tochter. Diese, eine chermante Blondine, stand im Begriffe, eine glänzende Partie zu machen, deren Zustandekommen durch eine Scheidungsaffäre der Eltern gefährdet schien. Dem Töchterlein und dessen Lebens- und Liebesglück zu Liebe drängte die getränkte Mama ihren Seelenschmerz heroisch zurück und nahm den reuigen Gatten in Gnaden wieder auf.
Sie fonnte das um so rubiger tun, als die schöne junge Tänzerin ihn nicht wieder nach dem Seine- Strand begleitete, sondern es vorzog, im schönen Spanien zu bleiben. Dort hatten es ihr die fcurigen Augen des jungen Richters von La Granja angetan, vor dem sie einst stand unter dem Ver= dachte, einem Anarchisten in seinem unheimlichen Wirken Helferin und Begleiterin zu sein....
So endete zu allgemeiner Zufriedenheit das Abenteuer dieses Don Juan aus dem Lande Frankreich. Aber es geht nicht immer so glatt ab, und so sollten alle Liebenden, die ihr Idyll an die Ufer des Manzanares verlegen wollen, fich mit den gehörigen Legitimations- Papieren versehen. Denn E. M. die spanische Polizei steht auf der Wacht!
Kunst und Wiffenfchaft.
PY. Neuer Trpendrucktelegraph. Die Firma Siemens& Hale fe macht ir München auf der Strecke München- Nürnbera
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* Professor Drude t. Einen überaus harten Verlust hat die deutsche Wissenschaft durch den plößlichen Tod des ordentlichen Brofessors der Physit an der Universität Berlin und Direktors des dortigen physikalischen Instituts Dr. Paul Drude erfahren. Ein Zustand nervöser Ueberreiztheit infolge Ueberarbeitung mag die Ursache dazu ge wesen sein, daß der in seinen besten Jahren stehende Ge lehrte vor einem Jahre erst wurde er von Gießen direkt nach Berlin als ordentlicher Professor der Physit be= rufen seinem Leben ein Ende machte, indem er sich, wie wir schon meldeten, erschoß. Drude war sowohi auf dem Gebiete der experimentellen wie auf dem der theoretischen Physit eine erste Kraft. Zu Ramen ist Drude besonders durch seine für die modernen Anschauungen über das Wesen von Licht und Elektrizität grundlegenden Untersuchungen und Theorien der Schwingungen des nach der Annahme der neuen Naturforscher alles durchoringenden Aethers" gekommen.
** Das 26. Lahntal- Sängerbandesfest zu Sieken. Der gestrige dritte Festtag hat gleichfalls den wünschenswertesten Verlauf genommen. Gehörte der Morgen noch der ernsten Arbeit des Sängertages, so standen der Nachmittag und der Abend im Zeichen des Voltsfestes, die Gießener Bewohnerschaft zeigte, daß sie nach bestem Vermögen das Feft mitfeierte. Ganze Ströme von Festgästen brängten durch das große Eingangstor an der Reustadt. Je weiter der Abend vorschritt, je dichter wurde die Menschen. menge. Ja der Festhalle konzertierte unsere RegimentsRapelle, während auf dem Festplaß die Feuerwehr- Ropelle für den musikalischen Teil sorgte. Piare traten zum Tanze an und wirbeiten in froher Lust herum. Gleicherzeit ent faltete sich auf dem Jurplaz ein buntes Leben, wo die Grottenbahn entschieden den Hauptanziehungspunkt bildete. So beherrschte das Fest überall die rechte Stimmung. Als die Dunkelheit herniederstieg, zog das Treiben sich mehr und mehr auf die F fihalle zurück, wo ansprechende turnerische
§ Auf heute Mo Darmstadt die Verste gefütsbefaler Dbftpreise
wertung in Frantf Radfrage gegen die
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