Ausgabe 
8.12.1906 Erstes Blatt
 
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Beuge: Anfänglich ja, doch sogleich sagte ich mir, es ist ja unmöglich, daß Herr Rechtsanwalt Grüne wald eine solde Starte schreibt. Später wurde mein Verdacht durch eine andere Starte wieder rege. Ich holte deshalb das Gutachten verschiedener Sachver­tändiger ein, um mehr Klarheit zu verschaffen.( Das Ergebnis der Sachverständigen ist in der Vormittags­fizung aufgenommen worden.) Borsigende: Sie fuhren nach Berlin, taten Sie dieses eigens in dieser Beuge: Ja. Angelegenheit? Justiz at Mez: Herr Gutmann, haben Sie irgendwelche Diffe­renzen mit Herrn Geilfuß gehabt, die ihn veranlassen fonnten, eine solche Karte über Sie zu schreiben? Zeuge: Das kann ich mir nicht denken; wir standen in guten geschäftlichen Verhältnissen miteinander- Darauf entspinnt sich eine sehr umfangreiche Erörterung über jagdliche Beziehungen.- Privattläger: Herr Gutmann, hat Ihnen jemand gesagt, daß ich in jüngster Zeit alles in die Maschine diftiere?- Zeuge: Jawohl. Privat­

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dem ich Herrn Landgerichtsdirektor Praetorius um Rat gefragt, an Herrn Rechtsanwalt Grünewald, daß ich der Uliheber der Karte set. der theber der Karte sei.- Vorsitzender: Ist der Verkehr zwischen Ihnen und dem Privatkläger in letzter Rechtsanwalt Zeuge: Ja. Zeit abgebrochen? Meg: Waren fie in den letzten Jahren in den Korps Rechtsanwalt Zeuge: Nein. bersammlungen? Meg: Sind Sie irgendwie von Herrn Rechtsanwalt Grünewald abhängig? Zeuge: Nein.- Justizrat Weidig bekundet, daß in Kreiſen, in denen er verkehre, die allgemeine Ansicht dahin ging, daß Rechtsanwalt Grünewald der Urheber der Tat gewesen sein könne. Morgen 9 Uhr vertagt.

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gewesen. Er hält den Privatkläger auch nicht d anonymen Täterschaft fähig.-

Zeuge Referendar kleinen sagt aus, daß groz Streitigkeiten eigentlich nie im Ko ps borgekommen fr tag zu Ende gehen.

Fab ein Sohn, Lodhter. Delh Hausdiener Luife Margar mer bahngehilfen Emma G eine Tochter,

Der Prozeß wird wahrscheinlich erst nächsten Tlers ein Sohn

Corales

Hessische Staatsanleihe.

Die hessis Regierung veranstaltet, laut Frankfurter Zeitung", ein Submission in beschränktem Umfange für die Begebung von 20 Millionen Mark 4prozentige hessische Staats

im 28. Nob.

Darauf wird die Verhandlung auf Samstag anleihe, die bis 1913 unkonvertierbar sein soll. Dartha Enger

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Samstag, 8. Dezember 1906. ( Vormittagssigung.)

ferten sind am 6. und 7. Dezember einzureichen.

* Wettertalbahn. Nachdem die Verhard

Inna Rathari gember Sof ann in Leih Sh Germann

dabier mit

belm Stort

lungen mit der Firma Lenz& Co., Berlin, soweit gerine Schnabel

diehen sind, daß die Uebernahme der Obligationen bob bereitet werden kann, hat das Gesamtkomitee diese

Shinbringhausen

1. Dezbr.

5

100 000 m., Oppershofen 50 000 M. Steinfurth 100000 Wisselsheim 30 000 M., Rödgen 20 000 M. Bad Nain Rodheim heim 50 000 m., 3nsammen 350 000 m., und verhäl nismäßiger Reduktion dieser Beträge auf ein Gesamt fapitel bon 983 000 m. ftatt 1000 000 M. und unte Anerkennung eines Zinsverzichts für die erften 5 Jahr, sodann 334 Prozent Verzinsung. Ferner erklärte das Komitee einstimmig, daß es energisch an dem Projekt Griedel- Bad- Nauheim festhält und dessen schleunige Durchführung erwartet. Die Komiteemitglieder ent halten fich bezüglich der obigen Kostenverteilung, fo weit ihre Gemeinde in Betracht kommt, der Abftim

Die Sigung wird um 9 Uhr aufgenommen und Tage in Rockenberg eine Sigung abgehalten, in welche atharine Schn Beme kung gemacht, daß sie nach wie vor an meiner Zeuge Stadtverordneter Eichenauer vernommen. Vor- folgende Verteilung der Obligationen vor: Rodenberg ftshöfer, fläger: Haben Sie Herrn Georg Koch gegenüber die in der Zeugenvernehmung fortgefahren. Zunächst wird folgender Beschluß gefaßt wurde: Das Komitee schlägt ner babier Täterschaft glaubten und daß Herr Geilfuß die Sache sitzender: Wußten Sie, daß jagdliche Differenzen zwischen für mich übernommen? Zeuge: Das ist schon mög den Herren Rechtsanwalt& und Kaufmann bestanden. lich. Justizrat Meß macht die Mitteilung, daß er das Zeuge: Nein, das wurde mir später erst in einem Ge­Ministerium ersucht habe, Herr Borizeiamtmann Herberg spräch flar.- Privatkläger: Trauen Sie mir die Täter­von seiner Amtsverschwiegenheit zu entbinden. Nach schaft der anonymen Postkarte zu? Zeuge: Nein, Nachschaft Beuge: Nein, der Vereidigung des Zeugen Gutmann tritt eine kurze denn ich schäße Sie und Sie sind mir immer offen ent­Pause ein. Zeuge Mylius: Ich habe in letter gegengetreten. Beit gehört, daß das Gerücht ging, daß Herr Geilfuß die Sache für mich aufgenommen. Doch wurde es nicht Beuge: Dr. Fayett: Als der allgemein get tit. 3euge: Dr. Fayett: Als der Zeitungsartikel erschien, da habe ich nicht angenommen, daß er auf Rechtsanwalt Grünewald abzielte. Ich habe nicht die Ueberzeugung. daß Rechtsanwalt Grünewald die anonyme Karte geschrieben, ich halte ihn auch nicht für fähig, daß er einen anderen dazu veranlaßte. Er ist ein anständiger Charakter.

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Um 6% Uhr abends wird die Sigung wieder auf genommen. Zeuge Amtsrichter Schmittspaahn sagt aus, daß Herr Geilfuß ihm zu Potofoll gegeben habe, daß er die Karte geschrieben habe. Ferner bekannte er sich zur Täterschaft der zweiten Karte, während er die Ur heberschaft der dritten Karte in Abrede stellte.- Vor­fizender: Kam Herr Geilfuß Ihnen glaubwürdig vor? Zeuge Rechtsanwalt Reh: Ich habe Zeuge: Gewiß. Vor die anonymen Postkarten niemals gesehen. fizender: Hat jemand einmal über die Täterschaft des Rechtsanwalts Grünewalds mit Ihnen gesprochen? Zeuge: Niemand. Vorsitzender: Halten Sie Rechts­anwalt 3. der anonymen Täterschaft fähig. 3euge: Ich fenne Rechtsanwalt Grünewald seit meiner Jugend; ich halte ihn der Tat nicht fähig.- Zeuge Kaufmann Geilfuß gibt zu, daß er die mit Civis unterzeichnete Karte an den Provinzialdirektor Geh. Rat Dr. Breidert ge­schrieben habe. Der Vorsitzende: Wie motivierten Sie diesen Schritt?- Zeuge: Ich habe immer Interesse an den Corps gehabt. Und als ich nun hörte, daß unliebsame Vorgänge vorgekommen, wurde ich so auf geregt, daß ich die Starte schrieb, in der Hoffnung, daß Besserung werde, wenn von oben etwas geschehe. Ich habe es gut gemeint. Vorsitzender: Sie geben zu, auch die karte an Herrn Müller geschrieben zu haben? Beuge: Ja:- Vorsitzender: Es liegt noch eine dritte Karte vor. Haben Sie die auch geschrieben? Beuge: Die ist mir unbekannt. Vorsißnder: Wußte Herr Rechtsanwald Grünewald vor der Absendung der Karten von dieser. Zeuge Nein. Wann haben Ste Bedenken über die Angelegenheit bekommen? Als ich hörte, wie schwer der Verdacht auf Rechts­anwalt Grünewald läge. Ich wollte nicht, daß ein anderer für meine Tat leide, und so schrieb ich, nach­

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Rechtsanwalt Mez- Nidda beantragt, daß die be­züglich der Landtagswahl die Aften des Kreisamtes nachgeschlagen werden, da er festgestellt zu wissen wünschte, ob Herr Geilfuß und Rechtsanwalt Grüne wald von einer Wahlmännerwahl fortgeblieben sind. Der Gerichtshof lehnte den Antrag jedoch nach kurzer Beratung ab. Zeuge Rechtsanwalt Rosenberg: Als ich von Herrn Rechtsanwalt Metz gefragt wurde, wer die Karte geschrieben habe, da antwortete ich. Das wissen Sie so gut, wie ich. In den Korpssachen, die Herrn Rechtsanwalt Grünewald betrafen, habe ich mich passib berhalten.

Zeuge Referendar Rube: Ich habe mit dem Referendar Mez Differenzen gehabt. Als der in Frage stehende Zeitungsartikel erschien, da fragte ich Herrn Rechtsanwalt Metz, ob ich vielleicht damit gemeint sein fönne, worauf Herr Meg sagte: Das ist ganz ausge schlossen.

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Zeuge Habenicht: In dem legten Viertel­

Zeuge

mung.

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Wine Walter Hi mit Luise Sd dabier mit

2. Dezember Jahre alt Phili

Chriftine

Professor Dr. Biermer hält kommenden harine Haas, Dienstag Abend im Neuen Saalbau einen sehr zeit 91 Jahre a gemäßen Vortrag über die gegenwärtige politische Sam Etade, 58 3 in Hessen", den anzuhören besonders alle wahlfähigen te leven, 2 Lag Männer nicht versäumen sollten.

* Lich, 7. Dez. Der Tagelöhner K. ist wegen Stt Itchkeitsbergebens, berübt an einem 13jährige Mädchen, verhaftet worden.

Airchliche Evan

In Sonntag, In d

* Friedberg, 7. Dez. Mädchenhändler Gin Mann, der hier vergeblich versuchte, die Tochter eine hiefigen Familie um 500 M. einzuhandeln und b schwand, als man ihm mit der Polizei drohte, wurde bei einem zweiten ähnlichen Versuch hier festgenommen. rittags 9% Ubr Frankfurt. Ein weißer Rabe. Der frühererittags 11 Uhr die Militärgeme sozialdemokratische Stadtverordnete Groll, de bor kurzem sein Mandat niedergelegt hat, ist Sittags 2 Uh gemeinde. nationalliberalen Partei übergetreten. 5 Uhr: Vfa

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Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst. den 7. Dezember Meist trüb, Niederschläge, wärme, Bergebung

starke westliche Winde.

( Näheres durch die Gießener Wetterkarte.)

Standesamt- Nachrichten der Stadt Gießen.

Die Arbeiten un Straße in Ste

Ranalarbeiten

jahr habe ich die Herren Rechtsanwalt Grünewald und Geilfuß nicht mehr beteinander gesehen. Stadtv. Wilhelm Wallenfels hat die Herren Rechts: anwalt Grünewald und Geilfuß einmal an der Ecke der Schanzenstraße gesehen, doch kann er nicht mit Bestimmtheit sagen, ob es vor oder nach dem 3. Oftbr. gewesen, verneint aber, daß es cher vor diesen Tagen Adam eine Tochter Alwine. 29. Bergmann Heinrim Donnersta

Seborene.

Am 23. Novbr. Dem Gefangenaufseher Wilhel

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