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Es ist nämlich festgestellt worden, dak Krantenabteile dritter Klasse mit dazugehörigen Krantenbetten von gesunden Per­sonen bestellt und benutzt worden sind, die auf diese Weise billig und bequem reien und namentlich nicht umsteigen wollten. Gegen die Betreffenden soll Anzeige wegen Betrugs erstattet werden. Die Bahnhofs- und Zugbeamten find an­gewiesen worden, strenge darauf zu achten, daß die Kranken­abteile und-Betten abgesehen von den Begleitern nur von Iranfen Personen benukt werden, damit sich Miß­bräuche wie die geschilderten nicht wiederholen.

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König Sisowath wird übermütig. König Sisowath von Kambodscha, der z. 8. mit seinen Tänzerinnen in Paris weilt, wo er der Liebling der Menge geworden, entpuppt sich plöglich als ein ganz gefährlicher Mensch, dem die Poli:: f den Charakter verdorben hat. Als Gast des Präsidenten Fallière leistete er sich folgenden Ausspruch: Man muß England den Krieg erflären, nicht nur weil es die Birmanen und Siamesen auf Laos gehegt hat, sondern auch, weil es ein perfider Gegner Frankreichs ist. Das weiß alle Welt. Be­weise dafür sind im Ueberfluß vorhanden." Die französischen Minister find auf den kampflustigen Kambodschaner- König, ber auch in Marseille schon mal sich so friegerisch gebärdet hat, gar nicht mehr gut zu sprechen.

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Die Die Riesenkräfte eines Wasserfalles. Sambesie Fälle in Afrika sollen jetzt die Betriebskraft für eine riesenhafte elettrische Anlage bieten, die zum Betriebe ber Randminen in Natal und Transvaal dienen sollen. Die Fälle find 100 Meter hoch; ihre Kraft wird auf 500 000 Pferdefräfte geschätzt, von denen etwa 150 000 aus= genutzt werden sollen. Das ist eine äußerste Grenze, die man nach und nach zu erreichen hofft; vorläufig ist eine Anlage von 20 000 Pferdekräften in Aussicht genommen. Der Strom soll mittels zweier Kabel in einer Spannung von 150 000 Volt übertragen werden, wobei der Verlust sich auf etwa 25 bis 30 Prozent beläuft.- Die Sambesi- Fälle sind 1200 Kilometer von den Minen entfernt.

+ Die Speisekammer im Sommer. Unsere Haus­frauen sollten in der heißen Jahreszeit streng darauf achten, daß besonders den Fliegen der Zutritt zur Speisekammer überhaupt und zu den Speisen besonders verwehrt ist. Es brauchen ja nicht alle Fliegen Krankheitsträger zu sein, aber bie bloße Verunreinigung der Speisen durch die Fliegen ist boch schon mehr als unerwünscht. Ohne die Luft abzu­schließen, müssen Deckel mit Luftlöchern oder noch besser Gazeglocken über die Speisen gestülpt sein, und es empfiehlt fich vielleicht, an den Aufbewahrungsstellen besondere Fliegen­fänger mit Honig oder Sirup aufzustellen. Außerdem sind die Speisen möglichst fühl und vor Sonnenlicht geschützt zu halten, weil als erwiesen gilt, daß bei ungehindertem Zutritt bon Sonnenlicht manche Sveise, z. B. Butter, schneller als im Dunkel verdirbt. Das Sonnenlicht befördert in den Speisen die Bersetzung, und so sehr man sonst das Sonnen­ficht als Leben quell suchen soll, so muß man es doch hier nach Möglichkeit ausschließen, weil zersetzte Speisen untauglich für den Genuß werden. Die Bersetzung der Speisen wird auch durch die Art der Zubereitung gefördert, bezw. gehemmt. Es ist erwiesen, daß das Kochen des Gemüses mit Fleisch zweifellos die Haltbarkeit des etwa übrig bleibenden Gemüses wesentlich verringert, weil solches Gemüse viel früher in Fäulnis übergeht als Gemüse, das einfach in Salzwasser gefocht wurde. Die fluge, praktische Hausfrau befolge also fene Ratschläge und sorge dafür, daß die Speisekammer nicht zu sehr dem Sonnenlicht ausgesetzt ist, daß sie gegen Fliegen und andere Infeften geschützt ist, und daß in derselben stets genügend für frische Luft gesorgt ist.

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Eine Eheschließung in absentia. Auf wunderbare Art und Weise hat sich der Anarchist Blazek in Zürich einen Trauschein verschafft. Blazef mar aus seiner österreichischen Heimat mit einem Fräulein Quas nach Zürich gefommen. Da das Paar jedoch bei der Zimmermiete auf Schwierigkeiten tieß, sandten Blazek und Fräulein Quas ihre Papiere an gute Freunde nach England. Ein Paar aus diesem Freundes­freise ließ sich dort, gestützt auf die erhaltenen Ausweise, burch einen englischen Geistlichen trauen und sandte dann den Trauschein, lautend auf Herrn und Frau Blazek, an die Namensträger nach Zürich.

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Neue Gauner- Spezialität. In Paris stiehlt man jetzt fogar schon gewerbemäßig Automobile. Ein Mann in Chauffeurkleidung verlangte eines Tages das in einer Remise im Champs- Elysée- Viertel untergebrachte Auto des Marquis bon Segonzac. Er erhielt das Fahrzeug und brachte es in die Automobilremise eines Herrn Brion, der es zum Verkauf stellen sollte. Am anderen Tage fam schon ein Käufer, welcher verlangte, das Auto müßte eine andere Farbe be= tommen, dann würde er es faufen. Während der Be­fichtigung schraubte der angebliche Käufer eine Tafel mit dem Namen des rechtmäßigen Besitzers los. Der Marquis war aber schon vorher benachrichtigt worden, erschien in der Remise und so fonnte der Spießgeselle des Auto- Diebes verhaftet werden.

Lokales.

* Parlamentarisches. Den Landständen ist von der Regierung ein Gefeßentwurf über die Verfassung und Berwaltung der Feraelitischen Religionsgemeinden Hessens

zugegangen.

* Die Witwe des verstorbenen Prinzen Heinrich von Hessen, Freifrau Milena v. Dornberg, hat sich, wie aus München berichtet wird, mit dem Kämmerer Maximilian Frhr. v. Bassus verlobt.

*** Freiheit, die ich meine. Als am Samstag Nachmittag in Gießen zwei Strafgefangene mit Außenarbeit beschäftigt waren, überfam sie plößlich ein Freiheitsdrang, dem sie nicht widerstehen konnten und kurz entschloss n brannten sie ihrem Aufseher durch. Lange dauerte ote Herrlichkeit indes nicht, da der eine noch am selben Abend in Gießen und der andere am folgenden Tage in Azbach wieder dingfeft gemacht wurde.

R. Am 16. Juli wird in Ingolstadt eine von der Reichsbant Hauptstelle in München abhängige Reichs bank nebenstelle mit Rasseneinrichtung und beschränktem Giro. verkehr eröffnet werden.

*** Immer näher rückt das Lahntal- Bundes Sängerfest und immer deutlicher zeigt Gießens Be­

völkerung das Bestreben, dem Fest den denkbar würdigsten Rahmen zu geben und den auswärtigen Sängern die größten Annehmlichkeiten zu gewähren. Die Arbeiten auf dem Fest plat nähern sich ihrem Ende, mächtig und imposant ragt schon das große Haupttor auf, das das Wahrzeichen des Gesanges, die Lyra, trägt. Wichtiger als all dieses ist aber die Arbeit, die auf den Kern des Festes, den Gesang, verwandt worden ist und gute Resultate gezeitigt hat. So ift also die Gewähr gegeben, daß uns am fommenden Sams­tag, Sonntag und Montag Perlen des Männergesanges so­wohl in den Einzel- wie in den Massenchören gespendet werden. Es ist deshalb begreiflich, daß in dem ganzen Bundesgebiete und über seine Grenzen hinaus die Freunde des Gesanges sich rüften, um der alten festfrohen Lahnstadt Gießen einen Besuch abzustatten.

* In der Arbeitertolonie Neu- Ulrichstein be­fanden sich Ende Juni stellen bezw. arbeitslos 57 Mann. * Die Kornblume oder Cyane, der Liebling des hochseligen Kaisers Wilhelm und wohl auch unser aller Lieblingsblume, blüht jeßt wieder im wogenden Getreidefeld und entzückt durch seine schlichte Schönheit das Auge des Naturfreundes. Aber da die Kornblume nicht nur am Rande des Feldes, sondern auch inmitten der reifenden Frucht steht, wird den Besizern der Felder oft großer Schaden zugefügt, da beim Pflücken der Kornblumen besonders durch die Kinder das Getreidefeld niedergetreten wird, indem man bis tief in die Felder hineingeht und sich nicht mit den am Rande blügenden Blumen begnügt. Das ist ein arger Unfug, vor dem umsomehr zu warnen ist, als die Eltern für den von den Kindern angerichteten Schaden haftbar sind und man sich unter Umständen auch eine Anflag wegen Felddiebstahls zuziehen kann. Deshalb mehr Rücksichtnahme auf das Eigen­tum anderer und mehr Genügsamfeit, da einem sonst die Freude an einem Kornblumenstrauß teuer zu stehen fommen fann.

?? Radsport. In Dortmund gewann Ryser( Brenna bor) den großen Westfalen Preis( 1600 Mt.) im Stunden­rennen glänzend vor Simar und Rosenlöcher und verbesserte den Lokalrekord um 11 km.

* Großen- Linden. Landtagsabgeordneter Bürgermeister Leua uno Dr. Platz wurden dieser Tage in Berlin beim Esenbahnminister bezüglich der hiesigen Bahnhofsver hältnisse vorstellig. Die Gemeinden Großen- Linden und Lethgestern wünschen nämlich zur Erleichterung des Personen Verkehrs eine Unterführung.

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o Grünberg, 3. Juli. Obstbauliches. Sonntag, den 8. d. Mts., wird Obstbautechniker Wiesner von der Ge­schäftsstelle des Oberhessischen Obstbauvereins Friedberg nachmittags 1/24 Uhr in Grünberg im Englischen Hof" einen Vortrag über den Gemeindeobstbau in der Proving Oberhessen und dessen bare Erträge" halten. Wir machen auf dieses beachtenswerte Thema alle Interessenten noch be­sonders aufmerksam mit dem Bemerken, daß zum Schlusse eine Gratieverlosung von Obstbäumen und Haselnußsträuchern unter die anwesenden Vereinsmitglieder auch aus Bel­tershain, Göbelnrod, Lauter, Stangenrod und Qu doorn borgenommen wird.

× Aus dem Vogelsberg. Die Heuern te schreitet ihrer Vollendung entgegen und man fann im allgemeinen mit thr zufrieden sein. Die sich von Anfang geltend machende Befürchtung auf anhaltend nasse Witterung hat sich nicht bestätigt und die Einbringung des Futters ist im Ganzen gut gegangen. Wenn nicht noch besonders ungünstige Ver­hältnisse eintreten, dann dürfen wir auch in diesem Jahre einer recht erträgligen Obst ernte entgegensehen. Die Bäume zeigen einen sehr starken Behang, insbesondere auch Steinobst, sodaß man ist schon vielfach ftüßen" muß. Dagegen dürfte die Kornernte weniger gut ausfallen; das Korn steht im allgemeinen dünn und die Aehren sind flein, wodurch ein geringer Rörnerertrag in Aussicht steht. r Ober Seemen. Lehrer Sittel von hier ist vom 1. Juli ab aus dem Schuldienst ausgeschieden, um sich ganz seinen chemischen Studien widmen zu können. Es ist ihm gelungen, ein chemisches Präparat herzustellen, durch dess n Verkauf er sich eine sichere Einnahmequelle verschafft hat. Oppershofen. Die mittlere Wetterau zeigt seit Jahren eine stets aufwärts steigende Rosenkultur, und sorg­fältige Pflege hat manch schönes Rosensted remplar zur Ent­faltung gebracht. So findet sich gegenwärtig an dem Anbau des Wagner Linnschen Wohnhauses eine blühende Schling rose, die wohl an tausend Knospen und Blüten zeigt. Weiß und rot leuchten die Rosen aus dem dunklen Blattgrün hervor und geben dem Anbau ein malerisches Aussehen. Der Rosenstock wurde als Stamm vor 14 Jahren gepflanzt

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und veredelt.

* Buzbach Ein hiesiger Gerbergeselle tam in eine Arbeitsmaschine und verlor 4 Finger der einen Hand. Er wurde in die Klinik nach Gießen übergeführt.

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Weilburg. Unser im schönsten Teile des Lahntales belegene Stadt, die Perle des Lahntals", rüstet sich zur Feier ihres tausendjährigen B stehens. Das Fest, von dessen Verlauf man sich viel verspricht und zu dem ein starker Bu­fliß von Fremden zu erwarten steht, wird in der Zeit vom 18. bis 21. Auguft begangen werden. Den Hauptanziehungs. punkt dürfte das am 19. Auguft im efeuumranften Schloß­hofe des altehrwürdigen Schlosses zur Aufführung fommende Festspiel sowie der sich an dasselbe anschließende historische festzug bilden. Das von dem Hofrat Dr. Spielmann in Wiesbaden verfaßte Festspiel schildert die legten Lebenstage des Königs Konrad I. von Franken, der am 23. Dezember 918 in Weilburg starb und sterbend seinem Bruder Eberhard auftrug, Szepter und Krone sowie die übrigen Zierraten der Königlichen Würde seinem bisherigen Gegner, dem Herzog Heinrich von Sachsen, zu überbringen.

* Haiger, 3. Juli Exkursion. Zu einer mehr­stündigen Befihtigung der in unserer Gemartung belegenen Dachschiefergrube Schlierberg eigens herübergefommen war Sonntag Vormittag der Vorsteher des mineralogischen Instituts der Landesuniversität Gießen, Professor Kaiser, mit etwa 70-80 Studierenden. Das Resultat dieser wissenschaftlichen

Exkursion muß für die Teilnehmer von großer Befriedigung gewesen sein, da für den nächsten Sonntag ein weiterer Besuch in Aussicht gestellt wurde.

r. Ermenrod. Landwirt Weil wurde am Sonntag von einem Fohlen durch Hufschlag gegen den Unterleib schwer verletzt. Am folgenden Tage trat schon der Tod ein.

* Frankfurt, 3. Juli. 6 Millionen für Gruben= felder. Der Vormund des minderjährigen Fürften Georg Friedrich Solme- Braunfels hat für den Fürstlich Solms­Braunfelsschen Grubenbesitz die Offerte der Firma Krupp ( sechs Millionen Mark) angenommen. Die Es nwerke Buderus hatten nur 53/4 ionen geboten, während das Konsortium Deutscher Kaiser und Schalter Grub nverein seine geringere Offerten nicht weiter verfolgt hat. Die Bieter gaben ihre Höchstgebot: geheim ab, d. h. feiner wußte, was der andere geboten hatte. Nunmehr ist noch die Genehmig ung des Vormundschaftsgerichtes und die Zustimmung der Agnaten erforderlich, um den Kauf perfeft zu machen. Ein Teil der Agnaten tam am Samstag im Plenarsaal des Frankfurter Oberlandesgerichts zu einer vorberatenden Sizung zusammen. Da auch noch andere Formalitäten zu erledigen sind, dürfte vor Ende September die vormundschaftsgericht. liche Genehmigung zu dem Verkauf nicht erfolgen.

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Frankfurt. Heu- und Strohmarkt.( Amtliche Notierungen.) peu per Zentner 3.40-3.70 Mt. Stroh per Bentner 3.00-0.00 Rt.

Aus dem Gerichtssaal.

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Gießen, 3. Juli.

In April d. J. wurde im Café Hettler zu Gießent nachts im 3 mmer der Hausburschen ein Diebstahl aus. geführt. Man war sofort der Ansicht, daß ein mit der Dertlichkeit vertrauter Dieb die Tat ausgeführt haben mußt. Während die Hausburschen schliesen wurden ihnen die Kleider von den Betten und sonstige im Zimmer befindliche Gegen­stände weggenommen und eine Sträflingsmüße zurückgelassen. Zu derselben Zeit wurden Diebstähle aus Klein Linden gemeldet; weiter fand man in der Nähe des Bahnviadukts die Kleider eines anscheinend entwichenen Sträflings. In der folgenden Nacht machte sich der Hausbuische Anton Rubella aus Klodnik in Friedberg durch Tragen mächtiger Batete auffällig; er wurde festgenommen und man fand bet ihm die in Gießen und Klein- Linden gestohlenen Gegen­stände. Es stellte sich heraus, daß. früher im Café Bettler als Hausbursche beschäftigt war. Nach seinem Aue­tritt führte er einen Diebstahl aus, wofür er in Saar brücken mit 2 Jahren Zuchthaus bestraft worden ist. Er wurde zur Strafverbüßung nach Siegburg verbracht, entwich aber auf der Außenarbeit und wanderte über Weßlur nach Klein Linden und Gießen, wo er die Diebstähle aus führte. Nachdem er sich bei Klein- Linden umgezogen hatte, wanderte er nach Frankfurt zu, wurde aber in Friedberg schon verhaftet. Er gab einen falschen Namen an, den er bei seiner Einlieferung ins Gießener Arresthaus beibehielt, was thn auch wegen intellektueller Urkundenfälschung unter Anklage brachte. Das Gericht hielt es für geboten, die ganz: Strenge des Gesezes anzuwenden und verurteilte ihn wegen Diebstahls im Rückfall und intellektueller Urkunden­fälschung zu 5 Jahren 1 Monat Zuchthaus, worauf ein Monat der erlittenen Untersuchungshaft angerechnet wird. Gleichzeitig wurden ihm die bürgerlichen Ehrenrechte auf 10 Jahre abertannt und die Zulässigkeit der Polizeiaufsicht ausgesprochen. Wegen Beleidigung eines Amtsrichters in Nidda und des Bürgermeisters von Dauernheim war der Megger Johannes Meyer von Dauernheim unter Anklage gestellt. Da es nach dem Gutachten eines Sachverständigea nicht ausgeschlossen ist, daß er unzurechnungsfähig ist, wu de die Sache ausgesetzt, um den Angeklagten auf seinen Geistes. zustand zu untersuchen. Auf Klage der Ehefrau Robert Bengsch zu Treis Horloff wurde die Ehefrau des Jakob Berg wegen Beleidigung zu 40 und 15 Mt. Gilda strafe verurteilt. Die von ihr eingelegte Berufung zog die Angeklagte im Laufe der Verhandlung zurück.

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Literarisches.

*** Die richtige Ernährung ist für alle Vo f schichten eine der wichtigsten Lebensfragen. Es fann de über den verschiedenen Wert der Nahrungsmittel nicht g 4 Aufklärung verbreitet werden. Es ist dankbar zu begrüße, daß der Kleine Brockhaus, dessen Vortrefflichkeit mic wiederholt hervorgehoben haben, in dem ersten Hefte de 2. ( Schluß-) Bandes einen recht ausführlichen Artikel i Nahrungsmittel als Beilage bietet. Es ist dies ein Beisp unter den vielen tausenden, aus dem man wieder ers fann, wie sehr Brockhaus' Kleines Konversations Ly toa jede Gelegenheit wahrnimmt, sich im Dienste der allgemeinen Belehrung nüßlich zu machen und dadurch den Besitz dieses Hausschazes jederzeit wertvolle Dienste zu leisten. großer Vorzug des Werkes ist, daß es aus nur zwei Bani zu je 12 Mt. besteht und daß es schon im Herbst dis Jahres vollständig vorliegen wird. Das erste Heft des 2 Bandes schmückt eine künstlerisch ausgeführte Tafel Schme linge, die die wichtichsten unserer heimischen alter packender Naturtreue wiedergiebt, owie eine inter fine Doppeltafel Lokomotiven, auf welcher die Entwickelung sa Stephensons erster Lokomotive bis zu den modernsten Typ n dargestellt ist.

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Verantwortlich für die Politik und den Inseratener Albin Klein; für den übrigen Inhalt: Georg Horn, beibe in Gießen.

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