Ein schönes Bild bieter auch die glänzende Suite, die fich in weitem Halbkreis um den Kaiser schaart. In den Wagen, die in der Nähe der ,, einsamen Pappel", dem Standort des Kaisers, Aufstellung fanden, wohnten die Kaiserin, die Kronprinzessin, Prinzessinnen Eitel Friedrich und Viktoria Luise dem militärischen Schauspiel bei. Im Wagen der Kaiserin befand sich noch die Kronprinzessin von Griechenland. Unter den Gästen des Kaisers wurde der englische Kriegsminister Haldane und sein Begleiter Oberst Ellison viel bemerkt.
Ist die Parade vorüber, find die glänzenden, farbenprächtigen Schwadronen der Garde du Corps, der Garde- Ulanen und-Dragoner 2c. vorbeigezogen, und donnert, in dichte Staubwolfen gehüllt, die Artillerie vorbei, dann beginnt sich die lange Kette der Zuschauer langsam aufzulösen, und alles drängt nach der Stadt zu, um dem Einzug des Kaisers an der Spitze der Fahnen- und Standartenfompagnie nicht zu versäumen. Hier kehrt jedes Jahr zur selben Zeit das gleiche Bild wieder. Auf den Bürgersteigen drängt und schiebt sich eine festfroh gestimmte Menge, aus den Fenstern und von Balfonen herunter wehen flatternde Fähnchen und Taschentücher. Jetzt erschallen vom Halleschen Tor her die Klänge eines flotten Marsches, näher und näher tönt das Hurrahrufen der Menge und umjubelt vom Volt hält Kaiser Wilhelm seinen Einzug. Mit dem Feldmarschallstab grüßt er immer und immer wieder, auch der Kronprinz, der in Garde du Corps- Uniform sehr schmuck aussieht, dankt beständig nach allen Seiten. Langsam entfernt sich die glänzende Kavalkade, jetzt hört man die Marschmusit nur noch aus weiter Ferne.- Tsching, tsching, bum, bum langsam erstirbt der letzte Ton. Doch im Publikum hallt die Erinnerung noch lange nach, an die glanzvolle Herbstparade vor dem Kaiser- auf dem Tempelhofer Felde.
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Nab und fern.
† Sie werden nicht alle, die Leichtsinnigen, die Feuer mit Spiritus oder Petroleum anfachen wollen. In der Lungenheilstätte Reiboldsgrün explodierte infolge dieses Leichtsinnes eine Spiritusfanne, als ein Mädchen Spiritus auf einen brennenden Kocher gießen wollte. Die Umstehenden wurden teils schwer, teils leichter verletzt. Die schwersten Verlegungen erlitt das Dienstmädchen Linda Leonhardt, das im Moment der Explosion an der gefährlichen Stelle vorüberging. Das Dienstmädchen ist den Verletzungen erlegen.
† Um ein Löschblatt in den Tod. Die neunjährige Tochter eines Landwirts in Neu- Codram wurde als Leiche aus der Teich gelandet. Wie die Ermittelungen ergeben haben, liegt Selbstmord vor. Die Kleine soll in der Schule einer Mitschülerin das Löschblatt im Werte von einem Pfennig entwendet haben, infolgedessen ihr der Lehrer Vorhaltungen machte. Diese nahm sich das Mädchen derart zu Herzen, daß es sofort nach Schluß des Unterrichts nach dem neuen Zeiche eilte und ins Wasser sprang.
+ Großfeuer in Spandau. Die umfangreichen Lager räume der Firma Leopold Oppen in Spandau wurden mil der Wohnung und dem Inventar des Inhabers durch ein Schadenfeuer zerstört. Die Flammen fanden an den Vorräten an Del, Teer, Farben, Gummi usw. reichliche Nahrung, sodaß es nicht möglich war, die Gebäude zu retten, obwohl die Räume direkt an der Havel liegen. Der Schaden beträgt etwa 50 000 Mark.
† In die Maschine geraten. Auf dem Felde nahe bei Leipzig- Lindenau war ein Dampfpflug in Tätigkeit. Auj bisher noch unaufgeklärte Weise geriet der im 7. Lebensjahre Stehende Knabe Herbert Junghans, Sohn eines Fabrikarbeiters in das Getriebe der Maschine. Die Maschine erfaßte das unglückliche Kind und durchschnitt den Körper buchstäblich in zwei Teile.
Langfinger n. Co. In Teplitz wurden die Frau eines Zwickauer Schneiders und ein Juwelenschleifer, als sie Brillantringe im Werte von 60 000 Mark verkaufen wollten, festge= nommen. Die Juwelen rühren vermutlich von dem großen Juwelendiebstahl in Warmbrunnen in Schlesien her.
Bunte Cages- Chronik.
Berlin, 1. September. Ein Wasserrad, das mit elf Personen von Treptow nach der Abtei fahren sollte, tippte infolge der zu starten Belastung um. Dabei ertranf ein vierjähriger Knabe, der Sohn eines Polizeileutnants.
Ems, 1. September. Heute früh 6 Uhr ist hier ein wellenförmiger Erdstoß in der Richtung Süd- Nord verspürt worden. Aus der Umgegend werden drei weitere Erdstöke gemeldet. Die Erdstöße wurden in Koblenz, Boppard, Heinsberg bei Aachen und im ganzen Bezirk Arnsberg bemerft, richteten aber keinen Schaden an.
Straßburg, 1. Sept. Französische Grenzwächter, die an der deutschen Grenze Schmuggler verhaften wollten, wurden von etwa 100 Jtalienern mit Knüppeln angegriffen. Die Beamten wehrten sich mit Revolvern, verletzten zwei der Angreifer schwer und entflohen im Automobil.
Odenkirchen, 1. September. Die Kontore und Lagerräume der hiesigen großen Baumwollspinnerei von Daniels und Strater wurden durch Großfeuer zerstört. Der Schaden ist beträchtlich. Den Feuerwehren gelang es, das eigentliche Fabrikgebäude zu retten.
Prag, 1. September. Während einer Besichtigungsfahrt auf der Moldau wurde Minister Pazak vom Sonnenstich getroffen. Er stürzte ohnmächtig zusammen und mußte in bedenklichem Zustande nach hier zurückgebracht werden, wo er fich langsam wieder erholte.
Bodoe( Norwegen), 1. September. Hier wurde um Mitternacht ein heftiges Erdbeben wahrgenommen.
Kunst und Wiffenfchaft.
CO. Ein Heilmittel gegen Krebs? Dem Kölner Arzt, Dr. Otto Schmidt ist es gelungen, den Krebserreger auf Tiere zu übertragen und in gesunden Tieren Krebskrankheit hervorzurufen. Dr. Schmidt glaubt nach den bisher gemachten Erfahrungen bestimmt, daß der von ihm eingeschlagene Weg in Kürze zur Erlangung eines Heilmittels gegen den Krebs führen werde. Durch Einspritzungen einer Injektion war es ihm bereits möglich, in Fällen, wo eine Operation ausgeschlossen war, Heilung, in anderen unheilbar scheinenden Fällen einen Stillstand der Erkrankung bei außerordentlicher Besserung des Allgemeinbefindens zu erzielen. Sollte sich das Mittel Dr. Schmidts in größerem Maßstabe bewähren, so wäre damit ein unendlicher Fortschritt in der modernen Heilfunde erzielt.
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Aus dem Gerichtsfaal.
§ Verurteilter Unteroffizier. Vor dem Kriegsgericht zu Trier hatte sich der Unteroffizier Alothmann vom 69. Infanterieregiment wegen Mißhandlung seiner Untergebenen zu verantworten. Er ließ eine ganze Stube durch zehn Mann mit ihren Zahnbürsten puzzen. Einem Mann hatte er sechs Mart unterschlagen. Das Gericht verurteilte den Angeklagten zu einem Jahr Gefängnis, Degradation und Verschung in die zweite Soldatenklasse.
§ Neun Monate Gefäugnis wegen Majestätsbeleidigung. Die Straffammer zu Hannover verurteilte einen Invaliden, der aus Anlaß des Nichterscheinens einer Amnestie zur Silber= hochzeit des Kaiserpaares beleidigende Aeßerungen über Kaiser Wilhelm machte, wegen Majestätsbeleidigung zu 9 Monaten Gefängnis.
Jn des Königs Rock.
Heitere Bilder aus der Mappe eines deutschen Soldaten. IV. Das Ganze Halt!!
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Cokales.
3. September 1906. * Die Abreise des Großherzogs zum Befude am Königlichen Hofe in Dresden erfolgt heute Aberb 10 Uhr. Die Rückkehr erfolgt im Laufe des Donners tag. Die Reise gilt als Gegenbesuch des im Juni 1905 erfolgten Antrittsbesuch des Königs Friedrich August von Sachsen.
ten) gewidmet. Di ben und Mädchen, day
der Jugend war ein 1.Borfigenden, Profeff für diefes fein Wer Busbad, 2. Sept. 2 des Gaftewirtebereins en bon jest ab in den Big.. 0,4 Liter zu Biter Gläfer müffen bie amt fein; Stammgla in Lotal und über Münster. Die fei Birgermeisterwahl, beritehen, fchon lang ung böjes Blut unter ein Vorfall, der fir abipielte. ben der Gegenpartet
** Anläßlich des Sedantages hatten die öffentlichen Gebäude gestern Flaggenschmuck angelegt
** Ein ungebetener Hochzeitsgast wurde gestern Abend 1/212 Uhr aus der Rammer eines Dient mädchens im Seltersweg Nc. 81 hervorgeholt und verhaftet. Schon lange vorher hatten die Bewohner des Hauses ge merkt, daß eine unberufene Person sich in den oberen Räumen versteckt halte, die auch Seitensprünge aufs Dach unternommen hatte. Lange wurde danach gesucht, schon glaubte die auf der Straße angesammelte Menschenmenge,
Gin
daß an dem Gerücht nichts wahres sei, als mit Hülfe einiger merlich zugerichtet, m
Schutzleute und der Wach und Schließgesellschaft der Ge fuchte gefaßt wurde. Er war feingekleidet und hatte einen geladenen Revolver bei sich. Ob der Geheimpolizist", als
Bad Nauheim. Fr
solcher gab er sich aus, es auf einen Diebstahl oder etwas 25207 Surgäfte anget anderes abgesehen hatte, fonnten wir bis jeßt nicht ermitteln: noch 4609 anwesent
jedenfalls hat er größere Unruhe und Schrecken verursacht, da im Hause eine goldene Hochzeit gefeiert wurde.
* An dem Todesfall des Kanoniers
30. Auguft 333 445
Friedberg, 2. Septe am 5. Auguft unternom
Wagenbach von Burkhardsfelden vom Artilleries are machten einige M Regiment Nr. 25 trägt, wie der„ Darmst. 3tg." ger, gut verfgloffene Flafe meldet wird, der Vizewachmeister Wiener die Schuld, Flofte enthielt eine Bo
welcher die nach dem erfolgten Laden der Geschüze
gedie Karte unverfehrt a
abwartete, sondern, da ihm dies zu lange dauecte, zur artenmagen erhalten. Prüfung einfach an der Abzugsfurbel zog, ehe diederkranz" die Karte zur Sicherung des Geschüßes erfolgt war. Das losgehende e bei Düsseldorf aufgef Geschoß traf den vor der Geschüzmündung stehender ein fortdauerndes
wird Anklage wegen fahrlässiger Tötung erfolgen.
ene übersenden möge.
Kanonier tödlich vor den Unterleib. Gegen Wienerber Berein auch sein W Der Kanonier Wagenbach wurde Samstag in Burk ben Matrofen eines hol eine Abteilung seiner Batterie befand sich im Traueris, fein Bort zu hal
* En gutes Stück Sozialpolitik haben Mühl
artenmagen zu senden.
Lich, 2. Sept. Der
hauſens Stadtväter in ihrer lezten Versammlung geleitet, de heute die bom Für indem sie dem Spar- und Bauverein ein städtisches Gelände Fahne übergeben. zum Preise von 1 Mt. für den Dradratmeter abließen, brm Hardberg ein Feft Damit der Verein auf dem Grundstück: Arbeiterwohnhäuser selbst die Fahne mit ein
errichten kann.
Chone Verhältnis zwische bor. Sein Hoch galt bren, dem Großherzog.
?? Krofdorf, 2. September. In ganzen Sceiſe, von befer toaftete auf das Li Marburg bis Weßlar, wurde unter reger Beteiligung der Dr. Werner übe hiesigen und auswärtigen Bevö kerung unser schönes Kirchmidt das vom Großh 25jährige Dienste. weihfeft gefeiert. Ein hervorragendes Kontingent Kirmes brüder stellten auch die benachbarten Städte Gi: ßen und da, Sungen und Birkle Schotten, 2. Septem
bieten erfreuliche Fortid neuerdings für die feit
Wezlar. § Kirch- Göns, 2. Sept. Heute firten wir eines Kreiſes hat in de doppeltes Fest: das Kirchweihfest und das 30. Stiftungsfest unferes Kriegervereins. Im Laufe der Fier wurde dem Verein durch Kreisrat Fy Friedberg die Kaiserschleife überreicht. Die Feststimmung war eine ausgezeichnete.
Gelb schon färben sich die Blätter, herbstlich blicken Wind und Wetter, und auf Wacht der Musketier sagt Schon: ,, mächtig flamm is mir." Bald dann heißt's in der Kaserne: Morgen geht es in die Ferne; drum ade, gum legten Mal liebes Küchenpersonal! Jette, Liese vor der Tür fnutscht noch mal der Füsilier; denn am andern Tag, o Graus, muß er ja zum Städtle naus." Kinder, Hunde, Schafe gaffen. Denn mit hochgepacktem ,, Affen," staubig, naß wie nasser Torf zieht das Bataillon ins Dorf, wo schon harren die Fouriere, zu verteilen die Quartiere. Der Herr Hauptmann sagt noch: Leute macht mir keine Streiche heute! Macht Krakehl aicht im Quartier. Wir warschieren früh um vier." Durch des Dorfes enge Gassen schlängeln bald sich fort die Massen, und bald hat sich Muschko hier eingewöhnt in sein Quartier. Zwar des Abends hört im Dunkeln man noch mancherlei dort munfeln; denn des Dorfes braune Schönen sind nicht feind des Kriegsgotts Söhnen. Des Quartieres Wert erhöht ist, wenn die Tochter dort nicht spröd' ist. Soll sich Muschkos Magen laben, will das Herz doch auch was haben! Leider kurz ist die Idylle. Früh, wenn es im Dorf noch stille, sieht man schon von allen Teilen Krieger zum Appellplatz eilen. Uno eh noch die Sonne scheint, rückt man ab und sucht den Feind. Hin und her wogt Kampfgedränge, Schüsse fallen eine Menge, dort jagt Artill'rie, Husaren reiten an in hellen Scharen,- Infantrie stürmt voller Hiye eine feindbesetzte Spize zuge. mit Hurrah und Trommelschlägen der Herr Oberst zieht den Degen. Unter wilden Kampfes Grimme- hört man kaum des Hauptmanns Stimme. Durch den Lärm die Pfeife schrillt ganz des echten Krieges Bild.- Bis auf einmal drüben schaut das Signal: Das Ganze Halt!"- ,, Sammeln" blasen die Hornisten; Infantrie und Artillristen ziehen drauf mit frohem Sinn nach dem Wald zum Standplay hin. Wen'ge Stunden sind verflossen. Wie mit Kübeln hat's gegossen. Den Soldat darfs nicht genieren, denn heut heißt es: Bivatieren.- Vom Tornister holt ein jeder- braunes Tuch, besäumt mit Leder, dazu Stöcke, drei bis bier Hering nennts der Füsilier und bald reiht sich übers Feld recht gemütlich Zelt an Zelt.- Stroh und Holz trägt man zusammen, freundlich lodern bald die Flammen und es bildet fich' ne Gruppe hungrig um die Erbsensuppe,- die der Musketier so liebt, wenn e grad nichts bess'res gibt. Eilig wie mit Bienenschwirren nahn sie mit den Kochgeschirren, und bald sieht man alle ,, futtern" affurat so wie bei ,, Muttern."- Nach dem Essen soll man puzen. Doch die Faulen gern benutzen ihre Zeit zu andern Dingen: Spielen Karten oder singen, und dafür des Nachts verstohlen sie sich dort vom andern holen so ein Kochgeschirr, das Slank ist, während ibr's vor Flecken irant ist. Ueberhaupi sind in den Zelten Ueberraschungen nicht selten. Mancher hat am andern Morgen um sein Zeug die größten Sorgen, weil, indes er schlafberauscht war, manches Snick, o Schmerz, vertauscht war. Drum am besten man sich legt, alles bei sich frägt; was in Bivak je verschwindet, ficher man nie wiederfindet! Wechselnd ist der Lauf der Tage im Manöver. Keine Plage spürt der Muschko, der voll Freude lieber Sturm läuft durch die Haide, als daß er im Kleindienst dampft ,, langsam Schritt" nach Zählen stampft. Keiner sieht, wie Gottfried Tachtel latscht wie eine trumme Wachtel und die Knie, ganz entzückt fälschlich nach der Heimat drückt. Und er zählt vergnügt dazu: In drei Tagen Hast du Ruh! Endlich naht der letzte Abend. Uebers Biwakfeld streicht labend leiser Westwind. Still und friedlich liegt das Regiment, gemütlich leuchten auf zum SternenBald dann regt sichs in Lagerfeuer ringsumher. den Zelten zwar ganz ruhig ists dort selten- und um eine Strohmannpuppe drängt sich bald die lustge Gruppe derer, die zum letzten Male- hören heut die Hornfignale. Unter feierlichen Klängen sie den Strohmann dann behängen mit den überflüssgen Schätzen, Löffeln und Brustbeutelläßen, und im Feuer bald verschwunden ist das Denkmal schöner Stunden, während um die Flammen wieder-schallen müde Abschiedslieder. Mancher wohl, der morgen eben wieder tritt hinein ins Leben, denkt vielleicht mit bangen Sorgen: ,, Hab ich auch zu essen morgen?" Und in das Gefühl der andern, die vergnügt nach Hause wandern, mischt sich mancher Tropfen Leid: ,, Nun ade, du schöne Zeit!" Uebers Feld die Trommeln schallen, schmetternd ein die Hörner fallen, und des Zapfenstreiches Klänge, enden alle Abschiedssänge.- Still die Musketiere treten vor die Zelte hin zum Beten. In der Nacht verhallen leise Töne jener alten Weise, die schon oft ins Herz gedrungen, weihevoll im Krieg erflungen, ihrem zarten Führen, selbst den rauhsten Krieger rühren. Stumm, ergriffen lauscht dem Klange jeder: Meines Nachbars Wange netzt der Träne Naß verborgen. Gilt sie seinem neuen Morgen? Morgen, wenn zum letzten Male tönen hell die Hornsignale Freudig schallt: „ Das Ganze Halt!" Ihm der Klang so traurig schallt. Lustig ziehn, die Stöcke schwingend und fidele Lieder fingend, Reservisten froh hinaus. Doch mein Nachbar hat kein Haus, und er denkt mit wehem Blickan die schöne Zeit zurüd, während es von nebenan froh flingt: Hoch, Reservemann!" L. Julius.
meer
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nnngs- und Schulver thalben zwedentspred ohnungen gebaut errichtet werden.
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* Weylar. Das Schöffengericht verhandelte dem„ Weglarer Anz." zufolge u. a. über folgende Fälle: Gegen einen polizeilichen Strafbefehl, der ihm zuge fertigt worden war, weil er im Lahnflusse in der Ge marfung Launsbach ohne vorherige Erlaubnis Kies gebaggert hatte, war von dem G. H. aus Launsbad meisten Schulen, näm Heute nimmt der Angellasfig, 2 dreiflaffig, 3
Berufung eingelegt worden.
den abgelegenften Orten nzulagen bon 100 Mt. 51 Schulen und 74 Lehrkräfte, 60
klagte die Berufung zurück, worauf die Sache erledigtlasfig. Die Gaulle ift. Der vorbestrafte Dreher L. B. von Wigma:
ist beschuldigt, am 10. Jult d. Js. den Maurer Ludwit Veltmann von dort mittels eines Bierglases förperlió
mißhandelt zu haben. Der Angeklagte gibt die Tat
zu, will aber von dem Veltmann gereizt worden sein was aber durch die Aussagen der Zeugen widerlegt wird. Das Gericht berurteilt den Angeklagten zu eine: Geldstrafe von 100 Mark und in die Kosten des Ver fahrens. Der Rangierer L. H. 3 von Heuchelheim hatte einen polizeilichen Strafbefehl erhalten, weil e
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evangeliſch, 6 fathol
Gemeinden erheben no ericht in der Landwi den 819 Fortbildungs
Lauterbach, 2. Sept ide Lauterbach tame landwirtschaftlichen angefauften Zuchttie Bersteigerung. Es
den mehrere erst 8
am 2. Juni d. Js. in der Bieberbach, Gemarkung kalbinnen, einige ca. 11
Kinzenbach, ohne Erlaubnis gefischt hatte, wogegen et Einspruch erhob. Die Sache wird heute durch Zurüd nahme des Einspruchs erledigt. Die jugendlich Arbeiterin 2. G. von Vetzberg hatte am 3. Jul
d. Is. ohne Begleitung ihrer Eltern einer öffentlicher en Drdinate wurde
Versammlung der Tabafarbeiter beigewohnt. Das Ge richt spricht die Angeklagte kostenlos frei, indem es an nimmt, daß sie die Einsicht von der Strafbarkei ihres Verhaltens nicht besessen habe.
Anzahl Biegenlämme Limburg, 2. Septem ferner Bit ein neu 6 Bloden genehmigt. Grundton hat, soll ei Auch die Anfertig wurde genehmigt. em Antrieb wico d Sanau. Ein Fren Jaunerstiden. Ec mei oblierte Bimmer und
* Weylar, 2. Sept. Ein interessanter Fall bor dem Ortssinn einer Brieftaube wurde der " Wetzl. Anz." mitgeteilt. Vor ungefähr vier Wochen versandte ein hiesiger Züchter mehrere Brieftauben nad einem Orte hinter Zittau, über 550 Kilometer von hier entfernt. Am verflossenen Montag fam nun eine der versandten Tauben wieder in ihren heimischen Schlag zurück. die mit
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einem bi fizen Schuhwan bung biffrer Stiefel m Ueberbringer einen ge Der Meni paßte paar Stiefel zu 17 t 344 rin, fie folle ihm auf er das Behelgeld Rebenzimmer das Ba blichen Warten lug
n Butzbach. Der hiesige Turnverein feiert am Samstag und gestern Sonntag sein 60. Stiftungs fest im engeren aber sehr zweckentsprechenden Rahmen Zum Festkommers waren u. a. Sceiscat Frey- Friedberg, Sceisturnwart Volze- Frankfurt, Bureauvorsteher Grün- Kirchhain und eine Deputation von Hanau erschienen, die dem Jubelverein Glückwünsche entboten Auch die Gießener Turnerschaft hatte es sich nicht nehmen lassen dem Bruderverein zu gratulieren Der gestrige Festsonatag war cem Turnen für die aktiven Mitglieder und ganz besonders für die kleinen
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dte da, daß jener aus Bolizei ftellte fofort mitgeteilt wird,
g. Das gleiche Mar
gefä.fort.


