Schtschepfin spricht, in seinem Mo: fauer Gehirn habe der Gedanke feinen Raum, daß der Monarch Rußlands sich auswärtiger Unterstüßung habe versichern können". Es wäre gar so übel nicht gewesen, wenn der Monarch Rußlands dies beizeiten getan hätte nicht in Bezug auf Kongreß- Polen, sondern in Bezug auf andere Gegner. Sehr vernünftig erflärte das Kongreßmitglied Tokarski: an eine deutsche Intervention sei nicht zu denken.
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Trotzdem wird die Fabel wieder und wieder aufgerufen und in neuem Aufpuz sich zeigen. Das Interesse der Lügenfabrikanten ist zu groß und ihre Phantasie ist zu dürftig, als daß sie sich so schnell entschließen könnten, den Umlauf zu hindern. Sie wissen, daß sie die Urteilslosigkeit zum Bundesgenossen haben und zum Werber. Um so lauter und nachBrücklicher müssen wir betonen: Für uns ist die russisch- polnische Frage eine russische Frage, einzig von Rußland selbst zu erledigen. Wie unsere Nachbarn sich einrichten, ist ihre Sache ganz allein, wie es unsere Sache ganz allein ist, wie wir uns einrichten.
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Aberglaube in Russland.
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Sonderbare Ansichten über Sterben und Tod. Gewaltige politische Entwickelungsfämpfe erschüttern zurzeit das moskowitische Staatsgebäude in allen Fugen. Fast jeder Tag bringt eine erschütternde Katastrophe, und noch ist das Ende der Schrecken nicht abzusehen. Erwartungsvoll fieht die ganze Erde der Lösung des weltgeschichtlichen Dramas entgegen und das Interesse für rnssische Dinge ist allerorts auf den Höhepunkt gestiegen.
Rußland ist in mancher Beziehung für den Westeuropäer ein unbekanntes Land. Wie weit der Kulturstand des einfachen Mannes vielfach von demjenigen anderer zivilisierter Staaten abweicht, erhellt namentlich aus den seltsamen Vorstellungen, die sich bei der Bevölkerung der russischen Steppen und Dörfer um Tod und Sterben weben.
So haben die acerbautreibenden Bewohner des Kreises Metluga im Gouvernement Kostroma beispielsweise ihre ganzen= gebung mit den mythologischen Gestalten ihrer Phantasie be= völfert. Zum Teil sind es harmloie Kobolde, die da ihr Wesen treiben, so die Haus- und Waldgeister, dann aber unheimliche Personifikationen von Krankheiten: Fieber, Cholera, Pest, meist in Frauengestalt, oder Verkörperungen des Todes, der auch als Knochenfrau erscheint, welche dem ihr Verfallenen Hände und Füße lähmt, etwas zu trinken gibt und schließlich das Leben nimmt." Dem Tode gehen Ereignisse vor= aus, denen eine Vorbedeutung zukommt. Es treten entweder allgemeine Vorbedeutungen ein, wie das Krächzen von Krähen, das Heuten oder Sichdrehen von Hunden, allerlei Töne im Gebälte, das Fallen eines Heiligenbildes, oder einem besonderen Menschen geltende: jemand hört selbst, wie er am Namen gerufen wird, sieht seinen Doppelgänger, wird vom Hausgeist gewürgt oder fühlt, daß er sterben müsse. Die Vorbedeutungen können zum Guten oder zum Schlechten, zum Leben oder zum Tode gedeutet werden. Davon ausgehend, hält das off hartnäckig an Prophezeiungen fest, die nach dem Kuchu aber auch für Geld mit Hilfe des Psalters erfolgen und selbst von Leuten mit dem Abzeichen der Absolvierung einer Universität" erbeten werden.
Die Teilnahme der Dorsgenossen richtet sich nach der Person des Sterbenden und wird diesem offen ausge= sprochen.
Der Tod eines alten Menschen wird beifällig aufge= nommen, da er die Hälfte eines fremden Lebens vorweggenommen habe. Ebenso wird der Tod fleiner Kinder meist mit Freuden begrüßt, besonders im Sommer, wo sie die Mutter bei der Arbeit behindern. Dagegen wird der Tod eines Familienvaters und einer Hausfrau beweint. Für den Witwer sucht man sofort eine Frau, wenn er eine Nach= folgerin der schwerkranken Frau, die eine Arbeitskraft re= präsentiert, nicht schon bei deren Lebzeiten ins Haus ge= nommen hat. Frißt ein Hund ein Stück Speck, mit dem man den Kranken eingerieben, so wird dieser gesund, sonst stirbt er.
Für den Fall des Genesens legen die Kranken Gelöbnisse ab: einen Brunnen anzulegen, eine Kapelle zu bauen. ein Kirchendach zu vergolden, eine Wallfahrt nach Ssolowezt er Jerusalem zu unternehmen, einen Sohn in die Schule oder eine Tochter ins Kloster zu geben. Der Sterbende erhält Leckerbissen geschenkt, und man trägt ihm Grüße ins Jenseits auf. Man lauscht auf seinen letzten Willen, entfernt alles Weiche von ihm, damit es nicht im Jenseits ein Stein zum Tragen für ihn werde, macht die Tür auf, damit der Tod eintreten könne, und zündet Licht vor den Heiligenbildern an, damit der Teufel die Seele nicht fangen könne. Eine Schüssel mit Wasser wird aufs Fensterbrett gestellt und ein Handtuch daneben gelegt, denn die Seele badet sich.
Erwacht ein anscheinend schon Verstorbener wieder zum Leben, so wird nicht angenommen, er sei scheintot gewesen, sondern, er bleibe ein Toter, der Lebende holen wolle und deshalb mit Kirchenschlüsseln totgeschlagen.oerden müsse. Mehrfach ist es erwachten Scheintoien so gegangen. Beim Begräbnis werden Ab chiedsreden gehalten, die zuweilen dazu benutzt werden, die Verwandten des Toten zu beschuldigen. Aus weißer Farbe des Antliges wird geschlossen, daß der Tote ins Paradies fam, aus dunkler Färbung des Gesichts, daß er ein Sünder gewesen. Der Sarg besteht meist aus einem ausgehöhlten Stamme. Der Schlitten mit dem Sarge darf unterwegs nicht stehen bleiben. Das Gefolge des Toten muß lant weinen. Den Sarg eines Mannes tragen Männer, den einer Frau Frauen, gegürtet und mit losem Haar. Der erste Begegnende erhält das vorausgetragene Gebäck als Zeichen der Freigebigkeit des Toten. Auf das Grab wird ein Kreuz mit einem Dach gesetzt; auch Bäume werden gepflanzt, aber nur feine Espe und fein ,, stechendes" Nadelholz. Schon am Grabe wird etwas gegessen, dann aber wird ein Totenmahl abgehalten im Hause des Toten, wo aller Schmutz ausgefegt und verbrannt wird: nimmt der Rauch die Richtung nach dem Dorfe zu, so prophezeit er einen neuen Toten. Damit der Tote nicht wiederkehre und zum Zeichen, daß man ihn nun nicht fürchte, setzt man sich anf seinen Plaz.
Am 7. und am 40. Tage wird das Totenmahl wiederholt, dazu werden Unbemittelten die Speisen heimlich aufs Fenster gestellt. Ostern und Pfingsten wird mit Ostereiern und Birkenbäumen am Grabe gefeiert. Trauer tragen die Männer und Kinder nicht, wohl aber die Frauen. Die Jugend enthält sich 40 Tage lang aller Lustbarkeit.
Wenn sich ähnliche Gebräuche in den westlichen Ländern uch noch hier und da in Spuren finden, so erkennt man doch aus dieser furzen Schilderung, wie schlimm die Ver= nachlässigung des russischen Volkes inbezug auf Unterricht und Aufklärung sein muß.
Nab und fern.
+ Andauernde Stürme auf See. Die Sturmnachrichten von der Nord- und Ostsee lauten immer beunruhigender. Bei Kiel ist der Dampfer Jaffa gestrandet, dessen Herkunft wahrscheinlich Hull ist. Ein englischer Dreimaster Else lief in der Elbmündung auf und brach auseinander, doch konnte die Mannschaft gerettet werden. Im Kanal verhinderte die stürmische Witterung den Hamburger Dampfer ,, Graf Waldersee" an der Landung in Dover. Der Dampfer mußte daher ohne Unterbrechung nach Hamburg weitergehen. Der Hamburger Dampfer Patricia" freuzt noch vor Dover.
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† Eisenbahnunfälle ohne Ende. Vier Personen sind wiederum bei eines Eisenbahnunfall verletzt worden, glücklicherweise nicht schmer. Das Unglüd ereignete sich bei Bochum auf der Strecke Kupferdreh- leberruhr. Die offenstehende Tür eines Güterzugwagens drückte dem vorüberfahrenden Personenzug nach Kupferdreh zivel Wagen ein. Ohne Verlegungen lief ein zweiter Unfall ab, der sich auf der Strecke MohrkirchOsterholz in Schleswig ereignete. Dort entgleiste ein Personenzug, indessen entstand nur leichter Materialschaden. Ein dritter schwerer Unfall wird aus Amerika gemeldet. Der nach Montreal fahrende Schnellzug der Boston and Maine Railroad stieß in der Nähe von Lincoln mit dem Ende eines Lokalzuges zusammen. Fünfzehn Personen wurden getötet. dreißig verlegt.
† Bluttat eines Truufenen. Der Feldhüter Scheler in Birkig bei Koburg hatte in einer Streitsache ein Gutachten als Sachverständiger abgegeben. Hierüber fühlte sich der Dekonom K.. einer der Streitenden, verletzt und fiel über den Feldhüter her, den er mit dem Messer lebensgefährlich verwundete. K. mar stark betrunken.
† Die Schüleriragödie in Garg. Die Lehrer des städtischen Gymnasiums in Garg haben die Einleitung des Disziplinarberfahrens gegen fich beantragt. Der Grund liegt in dem aufsehenerregenden Selbstmorde mehrerer Schüler, über die allerlei Gerüchte umianien.
† Erneutes Auftreten der Genickstarre. Aus Oberschlesien fommen neue Meldungen über Genickstarresälle. Neun Erkrankungen in Bistupit. Hennersdorf und Godullahütte sind bereits tödlich verlaufen. Uebrigens hat die Untersuchung von Rindern, die bei der Epidemie erkrankt waren, ergehen, daß eine große Anzahl derselben dauernd Krüppel bleiben wird.
† Eigentümlicher Grund zum Selbstmord. Ein deutscher Oberlehrer, Selge, hat sich in einem Hotel in Lyon erschossen. Ais Grund zum Selbstmord gab er in einem hinterlassenen Briefe an, daß er sich von der Nichtigkeit seiner philologischen Anschauungen überzeugt habe.
† Ein Fischerboot in Grund gebohrt. Der Dampfer Hogarth" überannte bei Aberdeen ein englisches Fischerboot, das ohne Licher fuhr, und bohrte es in den Grund. Einer der acht Insassen des Bootes wurde gerettet, sieben ertranfen.
† Diebstahl auf der Automobil- Ausstellung. Der Byrenäenpokal, ein Silberpokal von 10 000 Mark wert, ist aus der Automobilausstellung in London gestohlen worden. Der Bofal ist der Preis für einen Pyrenäen- Touristen- Wettbewerb. Von den Dieben fehlt jede Spur.
† Bom eigenen Sohne erschossen. Ein trunkener Maler in Argenteuil bei Paris zerschlug, als er aus dem Wirtshaus fam, alle Möbel seiner Wohnung und bedrohte seine Frau mit Schlägen. Um die Mutter zu schützen, griff der zwölfjährige Sohn nach einem Revolver und schoß dem Vater eine Kugel in den Kopf.
† Wiederholung der Erdbeben in Italien. Die süditalienischen Provinzen, die sich von den schweren Erdbebenschäden der letzten Monate noch kaum erholt haben, sind wiederum von solchen Unfällen betroffen worden. Starfe Erdstöße haben in einigen Orten, so in Apice und Arians die Häuser ins Wanken gebracht, sodaß sie geräumt werden mußten. Wenn auch bisher Menschen noch nicht verunglückt sind, so ist doch der Sachschaden schon wieder erheblich und es steht zu befürchten, daß bei Fortdauer der Erderschütterungen die Not in Kalabrien wieder eine entsegliche wird.
† Japans Kriegsverluste. Wie jetzt festgestellt ist, hat Japan im ostasiatischen Feldzuge 218 429 Mann an Loten und Verwundeten, 221 136 Mann an Kranken verloren.
+ Zur bevorstehenden Volkszählung. Es sind mehrfach Zweifel daran geäußert worden, ob die Bevölkerung auf die in Aussicht gestellte Geheimhaltung der für Volkszählungszwecie gemachten Angaben auch wirklich rechnen könne. Es ist demgegenüber festzustellen, daß die Behörden allen Versuchen, die Angaben auf Umwegen zu anderen als rein statistischen Zwecken auszi nutzen, entschieden entgegentreten Voraussetzung ist dabei natürlich, daß greifbare Tatiachen mitgeteilt werden. Anonyme oder sonst antantralliecherce Behauptungen reichen dazu nicht aus.
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XDie Londoner Arbeitslosen. Eine große Kundgebung veranstalteten die Arbeitslosen im Hydepark. Die Zahl der Teilnehmer betrug 8000, zahllose Zuschauer hatten sich außerdem angesammelt. Zahlreiche von den Arbeitslosen getragene Banner trugen Aufschriften wie„ Not fennt kein Gebot"" Fluch dem Almosen" ,, Nieder mit dem Kapital" Wir wollen fein Almosen, sondern Arbeit". Es wurde eine Resolution angenommen, in der verlangt wird, daß eine neute Regierung vom Parlament die Inangriffnahme öffent licher Arbeiten fordere und daß mit dem kapitalistischen Syftem gebrochen werde. Die Polizei fand keinen Aulaß zum Einschreiten.
X Streik in der Wäsche- Industrie. In Bielefeld find in zwei großen Betrieben der Wäsche- Industrie sämtliche Arbeiter in den Ausstand getreten.
Kunft und Wissenschaft.
CM. Neue Nordpolarexpedition. Eine neue Unternehmung nach den nördlichen Eisgegenden plant ein junger dänischer Kapitän, Mikkelsen, der bereits an mehreren Nordpoliorichungen teilgenommen hat. Mt. will nicht den Nordpol selbst aufsuchen, sondern Spuren von Land, die andere Forscher jenseits der Eisregion entdeckt haben wollen, weiter verfolgen. Er will mit zwei Begleitern im Frühjahr 1906 auf einem Walfischfänger von Kalifornien aus nach Bathurst gehen und von dort aus westlich und nördlich vordringen. Der kühne Forscher ist jetzt bemüht, die Kosten für die Reise durch Unterstützung seitens englicher Freunde aufzubringen.
Vermischtes.
Was am Vier verdient wird. Daß unsere Bierbrauer nicht gerade über schlechte Geschäfte zu flagen baben, ist cine bekannte Sache, da man den deutschen Durst tennt. Und daß der Bierausschant auch nicht wenig einbringt, zeigt
bem fo gute Kamerab reich Quartett, das im Buf gte für mufitalische Unter arben gefungen und ba be baß am gleichen Tage
folgende Geschichte aus Berlin. Dort baut die Vierhallen feiner Mitglieder auch ihr firma Aschinger ein großes Hotel, zu dem sie mehrere Grund- tie bie ganze Feftverfamm stücke angekauft hat. In dem einen dieser Häuser befindet bei Faß Bier, gripenbet
sich die Potsdamer Bierhalle, dessen Inhaber Karbiz noch drei Jahre Kontrakt hat und daher nicht ziehen will. Die Direktion der Aktiengesellschaft Aschinger bot Herrn Karbit für die Räumung seines Geschäftes 250 000 Mark Abstand, damit sie das einzige von den neun durch sie angekauften
Mann fehlt) in befter
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Schadenfener.
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mem Teil unferer Befer mi umber Schüßenftraße ju
und abgerissenen Häusern noch dastehenden Gebäude umlegen emerften Bewohner der an fönne. Herr Karbiz erklärte jedoch, daß seine Potsdamer ohnbaufe des Schreinerme
Bierhalle ihm jährlich ohne besondere Anstrengung 80000 M. trage, was in den drei Jahren, die er dem Kontrakte nach als Mieter noch vor sich habe, eine Summe von 240 000 M. ergebe. Er verlange daher 350 000 M. Abstand. Darauf hat die Aktiengesellschaft Aschinger auf die Räumung des genannten Hauses verzichtet. Der Bierwirt, der jährlich 80 000 Mark am Bier verdient, und die Firma Aschinger, die aus ihren Bierverdiensten 250 000 Mark zahlen will, beweisen in Zahlen deutlich genug, wie„ nahrhaft" das Bier ist, wenigstens für den Gastwirt.
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Ein
Dabie Rauchentwidlung imm
fie die Feuerwehren. Als
Rauch so intenfio geworber aus unmöglich fhien. D mehrere Türen und Fenfter einem Male überall die S Sie vom heftigen Wind a Banje Dach verbreiteten un andere Geie der Straße ge
berliegenden Häufer in eine gerieten. Erft nach längerer, Finer auf den Dachstuhl Monte größtenteils geret randes is no nicht fla wird uns noch mitgeteilt, Die Mängel der Feuerme haben. Daß die Feuerun vielen Fällen diefe Wir fönnen dem nu iemlich ausgedehnte S Errichtung von öffe ben einzelnen Stadtteil uns wandert an maß nicht in Anregung gebr Anwohner der Branbft und diese den Turmw
Ein bergeßlicher Rentier. Ein geheimnisvoller Vorfall beschäftigt gegenwärtig die Pariser Polizei. Rentier in einem Vorort von Paris besaß ein in Wertpapieren bestehendes Vermögen von 50 000 Francs, das er in einer eisernen Kassette in seinem Schreibtische aufbewahrte. Da in seiner Gegend häufig Einbruchsdiebstähle verübt wurden, bei denen den Tätern reiche Beute zufiel, hielt der Rentier den Aufbewahrungsort des Geldes nicht für sicher genug und vergrub die Kassette im Hühnerstall. Bald darauf verfiel der Besizer des Geldes in Verfolgungswahnsinn, er wurde in ein Frrenhaus gebracht, nach einigen Monaten als gesund entlassen, aber er behielt eine Gedächtnisschwäche zurück. So fonnte er sich absolut nicht entsinnen, wo er das Geld verborgen habe. Vor einigen Tagen begab sich seine Frau in der Hühnerstall und bemerkte, daß der Erdboden aufgerissen und aufgewühlt war. Als sie ihrem Mann davon erzählte, entsann er sich ganz plötzlich, daß er im Stall die Kassette mit den 50 000 Francs rasen habe. Irgend iemand mußte davon Kenntn." Th stohlen haben. Die Polizei steht r Aufgabe, dieses Dunkel zu durchdringen.
Der letzte
Monat
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das Geld ge der schwierigen
des 4ten Quartals des scheidenden Jahres 1905 steht vor der Türe! Allen denen, die seither noch nicht auf unsere Zeitung obonniert waren, die in einer anderen Beitung nicht das finden, was ihnen unser Blatt mit seinem reichhaltigen, volkstümlichen Inhalte bietet, sei ein einmonatiges Probe- Abonnement" auf unsere Beitung während des Marats Dezember angelegentlichen empfohlen. Die Ausgabe ist nicht groß, sie bietet die beste Gelegenheit, den Unterschied zwischen dem seitherigen Blatt und unserer Zeitung fennen zu lernen. Die Expedition.
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Lokales.
Brinzessin Heinrich von Preußen nebst Brinzen- Sohn Sigismund ist Sonntag- bend nach Kiel zurückgereist. Der Großherzog und Großherzogin geleiteten den Besuch zum Bahnhofe.
** An der Familientafel im Residenzschlosse anläßlich des Großherzoglichen Geburtstages nahmen auch der Fürst zu Solms- Hohensolms- Lich und die Prinzessin Dorothea teil.
** Die Landesuniversität beging den Großherzog lichen Geburtstag Samstag- Vormittag 11 Uhr durch einen Festakt in der großen Aula. Mit der Feier war die Er innerung an die am 10. Oftober 1605 erfolgte öffnung des Gymnasium illustre, der ursprünglichen Geftalt der Gießener Hochschule, verbunden. Die Feftrede, die die doppelte Veranlassung der Feier widerspiegelte, hielt Geh. Kirchenrat Prof. D. Stade.
*** Bei den in letter Nummer gebrachten Auszeichnungen ist richtig zu lesen, daß das gemeine Ehrenzeichen Für treue Arbeit" bem Hilfs la demeister Heinrih Görnert zu Grünberg( nicht, wie gedruckt stand, dem Gepäckträger Peter Görnert zu Grünberg) verliehen
wurde.
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** Der Kriegerverein Gießen feterte am legen Samstag Großherzogs Geburtstag durch einen Herren Kommers im Bereinslokal( Restaurant Bavaria). Die Mitglieder hatten sich recht zahlreich eingeftelt. Der 1. Vorsitzende Fabrikant und Stadtvtrordneter Gabriel hielt eine der Bedeutung des Tages entsprechende Feftrede; besonders für den ehemaligen Soldaten der hessischen Division und der hessischen Kriegervereine soll der 25. Nov. ein Ehrentag sein, an diesem Tage möge die Liebe des Volkes zum Herrscher im ganzen Lande eine Begeisterung auffommen laffen, die sich ber hoherzigen Fürsorge unseres Landes. herrn für alles Gute, Gerechte, Eole nnd Schöne würdig zeigt. In das am Schlusse von Herrn Gabriel ausgebrachte Hoch auf den Großherzog stimmten die Anwesenden begeistert ein. Ferner begrüßte er mehrere neue Mitglieder, und richtete die Bitte an dieselben, daß auch sie jederzeit die Bestrebungen des Kriegervereins mit helfen fördern. Kreisamtsbureauvorsteher Schiff nie dankte im Namen der übrigen anvesenden neuen Mitglieder für den Willtommengruß und drückte dabei sein Bedauern aus, daß er nicht schon früher Gelegenheit genommen habe, dem Verein,
Telephon zugerufen ochdem erft werden I fommen dann unter Feuer gleich im Entfe ** Berhaftet Mowdies, welche in fr eläftigten und sich de thaben. Den hinzufom and und wurden bei greift dh.
Ronzert- Ve unferes sonstigen Berto des„ Bieder und Dur ifüllten Saale des B
ebelind und Ha 8Bieber und Duette bo Cornelius, colai und e
unb franzöfifen Spiel Reiche der Koleratur.£ Begleiter Hoffapellmeift untreu werden und nad geftelten Aufgaben gem war vorauszusehen. E Frau Webelind. Das außerordentlich beifallf Freude am Kommen befannten Gäfte wurd dürften wir den Rünf Matführung der Wer felten fört, obwohl fi Ronzertsaal verdient ha GH. Ueberm gr
aftspiel im Stadttheat
Ben Teid geilin
dem up and down der
Landes der unbegrenzte worden. Es waren B glitten, die nur durch bunden find, aber fi eiteren, lebhaften Farbenspiel ergößen befter Laune laffe Behen, denn fie wiffer Deutsch- Amerikaner, Die Typen find mit entnommen, die Sab neuen Belt geworf
Diefe Figuren in je Louis Strumfohl
fein sprichwörtliche
alle Bidrigkeiten Topfle( Ferdinand aufmarschiert, die ebrus- Ralbern) astrollen gebende Eine f
Wallus)
Der Berfon des B Rurt Behrens in hrachte und sodann
figer Carl Wom Mon Schlippenba hr anziehend wir Balt mußte fogar wi me jebem Bild in f ** Der Hand bigangana weis Det Rationalliberalen entwurf zum Schutz Lagelpreffe, in der innerlich legnte der
Lammertag zu Roln


