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Unvorsich feit eines Angestedten entstandenes Feuer ver­nichtet. Der Schaden an Waren und Einrichtungsgegenständen ist sehr bedeutend. Ein Feuerwehrmann stürzte vom ersten Stockwerke auf die Straße und erlitt schwere Verlegungen.

+ Abgefaßte Juwelenräuber. Bei dem Versuche, den Koffer eines Londoner Juwelenreisenden in einem Liverpooler Hotel um seinen Inhalt von etiva 200 000 Mark Wert zu erleichtern, wurden zwei berüchtigte Juwelendiebe abgefaßt und nach heftiger Gegenwehr der Polizei eingeliefert. Sie hatten bereits einen Teil der Beute in ihren Taschen.

Der Roman des Zigeuner- Primas. Der Violin­virtuose Horvath, ein Zigeunerprimas aus Kaschau in Ungarn, hatte auf einer Konzert- Tournee durch die Hauptstädte Europas in Berlin die Tochter des dortigen brasilianischen Gesandien, Fräulein Amica Maria de Stechow kennen gelernt, die sich mit ihm verlobte. Der Geiger hatte aber der Heimat schon eine Familie. Seine Frau war bereit, sich gegen 50 000 Mart scheiden zu lassen. Jetzt ist der Scheidungs­Prozeß beendet, da aber erscheint in der Kaschauer Zeitung" folgende Erklärung:" Ich, Amica Maria de Stechow, erkläre hiermit nach persönlicher Ueberzeugung, daß ich aus vielen Gründen die Verlobung mit Herrn Horvath Ferry, Violin­virtuose, auflöjen muß."- Nun hat der Geigenkönig weder Frau noch Braut!

Drei Opfer afrikanischer Blutgier. Einem furcht­baren Verbrechen ist man in der algerischen Stadt Constan= tine auf die Spur gekommen. Man fand dort die Besitzerin eines eleganten Hauses im arabischen Viertel nebst ihrem zweijährigen Kinde und einer taubstummen Dienerin mit durchschnittenen Kehlen ermordet anf. Die Verbrecher, von denen jede Spur fehlt, hatten das ganze Haus ausgeplündert. + Der Bilderdiebstahl in Weimar. In. en ans dem Residenzschloß in Weimar gestohlenen Bildern befinden fich, wie das Hofmarschallamt mitteilt, 13 wertvolle Zeichnungen und Aquarelle; dabei sind auch folgende bekannte Bilder: Hosemann: Jahrmarktsszene", von Werner: Bemooster Bursche zieh ich aus", Geibel: Schlachtenszene", Professor Preller: Odysseus und Polyphem", Schack: Walchensee" und zwei Chodowiecki- Zeichnungen.

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+ Die Hebung des Torpedobootes S 126. Bei den jetzt eingeleiteten Versuchen, das in Kiel gesunkene Torpedoboot 126 zu heben, ist das Schiff an der beschädigten Stelle durchgebrochen. Die Hebung wird daher länger als vor­hergesehen dauern, da sie in zwei Teilen ausgeführt werden muß.

Mordtat eines Zechprellers. Im Norden Berlins, in der Invalidenstraße, hat ein Mann, angeblich ein Schrift­steller Namens Thielert, den Besitzer eines Hotels, in dem er Quartier genommen hatte, erschossen. Er geriet mit dem Hotelwirt in Streit, da er seine Schuld nicht bezahlen konnte, zog er einen Revolver, schoß den Wirt durch den Kopf und gab dann auf sich selbst einen Schuß ab, der aber nicht tötlich wirkte. Der Revolverheld wurde verhaftet.

Schwerer Unfall im Steinbruch. Infolge des Witterungswechsels der letzten Tage lösten sich im Steinbruch Berbersdorf bei Roßwein in Sachsen mehrere Blöcke und stüren auf drei Arbeiter, die in der Tiefe des Bruches mit Auflagen beschäftigt waren. Ein Arbeiter wurde von den Steinmassen erschlagen, die beiden andern sehr schwer verletzt.

Der Alkohol als Diebesfalle. Jm Restaurant Spaten in Erfurt wurde ein Einbrecher schlafend aufgefunden. Er hatte nach Ausräumung der Kasse und Vorräte sich am Branntein gütlich getan und war darüber eingeschlafen. Auf der Polizei stellte man in ihm den Arbeitssoldaten Kurat fest, der vor längerer Zeit vom 5. Feldartillerieregiment desertiert war.

Ueberfall auf einen Gendarm. Auf einem Pa­irouillengange wurde der Gendarm Klüm in Friedenshütte bei Oppein nachts von fünf Einbrechern überfallen und durch mehrere Revolverschüsse schwer verletzt. Für die Ergreifung der Täter setzte der Regierungspräsident eine Belohnung von 1000 Mart aus.

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Lange Reise eines Schiffes. Hundertneunzig Tage hat das Hamburger Vollschiff Susanne" zur Reise nach Chile gebraucht. Nunmehr ist das Schiff, das bereits als verloren galt, mit schwerem Sturmschaden in Caleta Buena in Chile eingelaufen.

Raubmord im Postamt. Bei Paris, in der Vor­stadt Neuilly ist nachts ein Einbruch in ein Bostamt verübt und die 65 jährige Majorswitwe Jaquier, die das Amt leitete, ermordet worden. Da das Postamt ziemlich bedeutend ist, müssen den Mördern große Summen in die Hände gefallen fein.

Explosion von Sprengstoffen. Auf einem Kohlen­bergwert bei Roßwit in Schottland flog das Magazin, in dem sich Pulver und Dynamit befanden, in die Luft. Viele Personen wurden getötet oder verletzt. Die benachbarte Stadt erlitt schweren Schaden.

Panik bei einem Feuer in Chicago. In einem großen Geschäftshause in der Northwood- Straße in Chicago entstand ein Brand. Die Angestellten, sechshundert an der Bahl, darunter fünfhundert Frauen, versuchten vergeblich die Ausgänge zu gewinnen. Es entstand eine furchtbare Panik, viele Personen sprangen aus den Fenstern auf das Straßen­pflaster, wo fie schwer verletzt liegen blieben. Andere wurden ein Opfer der Flammen oder des Qualmes.

Eisenbahnunglück in New York. Inmitten der Stadt New- York tam 2 be der Straße 104 zu einem Zu­sammenstoß zweier Schnellzüge der New York Zentral­Eisenbahn. Viele Menschen sind dabei ums Leben ge­tommen,

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Das Modegift. Die in Altona lebende Witte F. und ibre 24 föhrige Tochter wurden tot in ihren Betten aufs gefunden. Beide hatten durch Lysol gewaltsam ihrem Leben ein Ende gemacht. Frau F., die mit ihrer Tochter sehr zurüdgezogen lebte, hat ihr beträchtliches Vermögen, von dessen Binsen fie bisher lebte, auf inständiges Bitten einem Verwandten anvertraut, der das ganze Geld leichtsinniger­weise an der Börse verspekulierte.

+ Unfall eines Urlauber- Zuges. Auf Bahnhof Garde­Jegen stieß eine mit Weihnachtsurlaubern besetzter Sonderzug auf leere Güterwagen. Personen wurden nicht verletzt. Die Schuld trifft den Fahrdienstleiter in Gardelegen.

Der Kinder Schugengel. Vei ciner in Berlin ab­gehaltenen Weihnachtsfeier der 224. Gemeinde- Mädchenschule stürzte plötzlich aus unaufgeklärter Ursache ein großer Kron­leuchter von der Decke herab, fiel aber in eine unbesetzte Bankreihe, sodaß niemand getroffen wurde. Jm anderen Falle hätte ein unabsehbares Unglück entstehen können.

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Das Familien drama in Frankfurt a. M. Veranlassung zu dem surchtbaren Drama in der Familie Wendland in Frankfurt, das vier Menschenopfer gefordert hat, waren Unterschlagungen, die sich W. als Eisenbahnsekretär der hessischen Bahn hatte zu Schulden kommen lassen, indem er Auslandsfrachten falsch verbuchte. W. war deshalb vom Amte enthoben und in Untersuchung gezogen worden. Die Familie befand sich in günstigen Verhältnissen, da W. 3500 Mart Einkommen hatte.

Das Grubenanglück von Neusattel. Obwohl die Rettungsmannschaften mft Selbstaufopferung Tag und Nacht arbeiteten, ist die Rettung der neunzehn im Helenenschacht bei Neusattel eingeschlossenen Bergleute nicht geglückt. Der brennende Schacht mußte zugemauert werden. Von vierzehn Bergleuten, die sich zu retten vermochten, sind mehrere ihren Brandwunden erlegen.

Raubmord im Laden. In Altona wurde ein fiebenzig Jahre alter Zeitungskolporteur, der auch mit Spiel­waren handelte, vor seinem Ladentisch ermordet aufgefunden. Die Schublade stand offen und war durchwühlt.

Tötlicher Steinwui. In dem Dorfe Brenna bei Cassel warf die jähzornige Frau eines Tagelöhners im Laufe eines Streites ihrem Manne einen emporgerafften großen Stein an den Kopf. Der Wurf erfolgte mit solcher Wucht, daß der Mann mit zerbrochener Schädeldecke tot zusammen: brach. Die Frau wurde verhaftet.

Das kinderfeindliche Dienstmädchen. In Trier starb das einzige Kind des Oberregierungsrats Seydel plötz­lich an Salzsäurevergiftung. Ein 15 jähriges Dienstmädchen wurde als der Tat verdächtig verhaftet.

Opfer des Aberglaubens. Wie gefährlich der Aber­glauben werden fann, zeigt ein Vorfall im Dorfe Schmira bei Erfurt. Dort weissagte eine Zigeunerin einer Bäuerin, daß sie in der nächsten Zeit eine schlimme Botschaft erfahren werde. Die Frau hatte sich diese Prophezeiung" derartig in den Kopf gesetzt, daß sie geistestrank wurde und nach einer Irrenanstalt gebracht werden mußte.

Eröffnung des Teltowfanals. Im kommenden Frühjahr wird der Teltowkanal in seiner ganzen Ausdehnung dem Betriebe übergeben werden. Voraussichtlich wird der Kaiser am 22. März 1906 persönlich der Eröffnungsfeier beiwohnen.

Einbruch in eine Kirche. Während der Nacht drangen Einbrecher in die Elisabet henkirche in Marburg und stahlen von den ausgestellten Kirchengegenständen Edelsteine im Werte von 5000 Mart. Die Täter sind noch nicht er= mittelt.

In der Kohlengrube erstickt. Auf dem Helenen­schacht der Firma Springer& Komp. in Neusattel bei Karls­bad brach infolge von Selbstendzündung der Kohle Feuer aus. Von 30 eingefahrenen Leuten vermochten sich 19 nicht mehr zu reiten und gelten als verloren.

Der Einbruch in das Prinzenpalcis. Als Täter des vor kurzem im Palais des Prinzen Schaumburg- Lippe in Dedenburg verübten Einbruches sind die wiederholt bor­bestraften Einbrecher Julius Leicht und Stephan Alexander Vigvári recte Samuel Weiß ermittelt worden. Beide wurden am Tage des Einbruchs in der Stadt gesehen. Leicht wurde inzwischen in Zürich verhaftet, Vigvári- Weiß in Erzsébet­falva angehalten und der Dedenburger Polizei übergeben.

Das Unglück auf den Schienen. Die Hiobsposten aus Eisenbahnunfällen mehren sich in erschreckender Weise. Nachdem eben in New York ein folgenschwerer Zusammenstoß stattgefunden hatte, fuhren dort wieder zwei Züge zusammen und zwar an einer Weiche, die sie nebeneinanderfahrend gleich­zeitig erreichten, anscheinend im Bestreben, sich zu überholen. Eine Person wurde getötet und 50 verlegt. Ein zweiter Unfall ereignete sich in Mähren bei der Station Nezamisliz. Dort entgleisten zwei Wagen des Prerau- Brünner Personen­zuges und stürzten über den Bayndamm ab. Ein Reisender wurde getötet. Acht Arbeiter sind verlegt, darunter einer chwer. Weit schwerer war die Katastrophe bei dem Zu­Jammenstoß zweier Militärzüge in Rußland, die durch Un­achtsamkeit eines der Maschinisten erfolgte. Dreißig Personen blieben tot, fünfundzwanzig sind schwer verwundet. Der von der nahen Station Mariinski beorderte Hospitalzug konnte infolge des Streits der Eisenbahner erst nach fünf Stunden eintreffen.

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Aufregende Rettungsversuche. Besondere Schwierig­feiten hatte die Küstenwache von Cork in Irland bei der Rettung des gestrandeten Schoners Annetta" zu bestehen, ba die ermattete Mannschaft die zugeworfenen Leinen nicht erfassen konnte. Endlich gelang es einem Boot, an das Schiff heranzukommen und die zwei Söhne des Kapitäns und einen Maat zu retten. Der Kapitän selbst und der Schiffsjunge wurden im Augenblick, da sie das Boot besteigen wollten, von den Wellen weggerissen und ertranten.

Ein Dorf durch Feuer vernichtet. Das dicht an ber russischen Grenze belegene Dorf Zlotowe am Goplnsee ist last vollständig niedergebrannt. Sechszehn Wirtschaften wurden tin Raub der Flammen.

Großfeuer in Nizza. Im Kasino zu Nizza brach Feuer aus und legte das ganze Etablissement in Asche. Der Schaden wird auf 100 000 Frants geschäzt.

Ungültige Banknoten. Die Hundertmarkscheine der Bank für Süddeutschland, die seit 1. Januar d. J. außer Kurs gesetzt sind, aber hier und da noch auftauchen, ver­lieren mit Ablauf dieses Jahres ihre Gültigkeit und werden dann nicht mehr eingelöst.

Ruffenzuzug nach Berlin. Infolge der russischen Re­volution verlassen viele Russen ihr Land und wenden sich nach Berlin, wo sie sich als lebenslustige, nicht knausernde Leute zeigen, da sie meist den begüterten Ständen angehören. In den Restaurants und Hotels ist infolge der Nachfrage der russische Samovar herrschend geworden und der Absaz in Tee und Zigaretten steigt täglich. Daß auch der heimatliche Popow- Wutti nicht fehlen darf, ist selbstverständlich und die Russen erkennen dankbar an, daß sie in Berlin alles bekommen können, was sie wünschen, und sogar billiger als zu Hause. Ein Dorf in Einsturzgefahr. Auf Anordnung des Präfeften mußten sämtliche Bewohner des französischen Dorfes Rocher- Blanche im Departement Puy de Dôme ihre Be hausungen verlassen, da das ganze Dorf durch einen Fels­rutsch von einer Katastrophe bedroht ist.

Ueberfall eines Postwagens. Mitten in der Stadt Marseille griffen zehn mit Revolvern bewaffnete Personen einen Bostwagen an, töteten den Kutscher und entflohen mit dem Wagen, der 25 Säcke mit Briefsachen enthielt. Der Kondukteur wurde schwer verletzt.

Eine liebevolle Familie. In geradezu vichischer Weise haben in dem galizischen Dorfe Glowaczowa zwei

Mädchen von 18 und 13 Jahren im Verein mit ihrer Mitter den eigenen Vater ermordet. Der Grund zu der Schreckens tat war die Weigerung des Vaters, der älteren Tochter, die verlobt war, cine Mitgift zur Heirat zu geben. Die drei Megären hatten die Leiche vergraben, doch wurde sie volt Hunden entdeckt, worauf die Verhaftung der Täterinnen erfolgte.

Jm Tunnel eingesperrt. Bei dem Bau der Pennsyl vaniaeisenbahn in Newyork wurde ein Tunnel durch ein= brechendes Wasser überflutet. Zwei italienische Arbeiter wurden durch die Flut in der Luftkammer eingesperrt und konnten erst nach 24 Stunden durch Taucher gerettet werden. Sie hatten sich durch fortgesettes Klopfen an die Tunnelwand bemerkbar gemacht, sodaß die andern Arbeiter aufmerksam wurden und Rettungsversuche anstellten.

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Die Hungersnot in Japan. Die Lage der von der Hungersnot betroffenen Einwohner von Nordost- Japan ist eine bejammernswerte; viele sind dem Hungertode nahe. In Totio ist man mit der Anordnung von Abhilfsmaßregeln be­schäftigt; Unterstützungen und Teilnahmebezeigungen aus dem Auslande sind to: lkommen.

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gk. Schutz der Anpflanzungen gegen Giftwirkungen. Viele Metallsalze, Lysol usw., wirken direkt als Gifte auf die Pflanzen, einige allerdings erst in größeren Mengen; in hin reichender Verdünnung hört die Giftwirkung anscheinend auf einzelne vermögen aber sogar in entsprechender Lösung und unter Umständen in gewissen Fällen einen günstigen Einfluß auszuüben. So fonnte festgestellt werden, daß Gifte, wie Mangansalze und Zinksulfat, in Verdünnungen von 0,0005 Prozent gewisse Pilze zu einem üppigeren Wachstum an regten. Ein für das Pflanzenwachstum unbedingt erforderliches Metall ist das Eisen, das bekanntlich auch für die normale Abwicklung der Lebensprozesse im tierischen Organismus un entbehrlich ist. Wie das Eisen im tierischen Organismus an der Bildung des roten Blutfarbstoffes beteiligt ist, so nimmt es in der Pflanze jedenfalls an der Bildung des Blattgrüns oder Chlorophylls teil. Es lag nun die Frage nahe, ob ähnliche Eigenschaften auch noch anderen Metallen bezw. Giften eigen sind. Die Untersuchungen haben jedoch gezeigt, daß dies durchaus nicht der Fall ist, daß vielmehr einige Gi, wie Kupfervitriol, Kupfersulfat und Quecksilberver­bindungen, auch in großen Verdünstungen, den lebenden Pflanzenzellen schädlich sind. Dieser Vefund ist um so be deutungsvoller, als das Kupfersulfat immer mehr zur Be- eicher Eltern diese fämpfung von Pflanzenschädlingen auf den grünen Pflanzen­teilen herangezogen wird, und die weit überwiegende Mehr­zahl der Bekämpfungsmittel für Pflanzenkrankheiten enthält Kupfervitriol als Grundlage. Der praktische Wert der Behandlung der Pflanzen mit Kupfertaltbrühe besteht nur in der Abtötung der parasitischen Pilze, alle weiteren vermeintlichen wohltätigen Einflüsse sind in Wirklichkeit Be einträchtigungen durch Beschattung, wie sie ebenso auch durch Auffprizen von Straßenstaub hervorgerufen werden kann. Bei der Anwendung der Kupfermittel ist mit möglichster Sorgfalt und Sparsamfeit vorzugehen. Die öfter geübte Beimischung von Eisenvitriol ist zu unterlassen. Bei Bekämpfung und Vorbeugung von Pilzfrankheiten empfiehlt sich, bei mehrmaliger Besprißung nur eine halbprozentige bei einmaliger Besprißung höchstens eine einprozentige Kupfers falfbrühe zu gebrauchen.

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Vulkane in Deutsch- Ostafrifa. Erst jetzt werden Einzelheiten über den Ausbruch der Virunga- Vultane am Kivusee in Deutsch- Ostafrita befannt. Die Vulkane wurden 1894 vom Gouverneur Graf Gözen entdeckt, zeigten aber damals schwache Tätigkeit. Jezt ist festgestellt worden, daß ein neuer Lavastrom von etwa 100 Meter Breite und acht Kilometer Länge sich von einem neugebildeten Krater in das Nordufer des Secs ergossen hat. Durch das Eintreten des Lavastromes in das Wasser ist der nördlichste Teil des Sces zum Kochen geraten, was den Tod großer Mengen von Fischen zur Folge hatte und das Wasser für lange Zeit gelb färbte. Die etwas östlich am Nordufer des Sees liegende Missionsstation Njundo hat seinerzeit die starken Flamineus erscheinungen für Folgen eines Waldbrandes gehalten. Auch in allerneuester Zeit sollen abermals Ausbrüche stattgefunden

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haben, über die Einzelheiten noch nicht vorliegen. Vermutlich mir noch zu einer

wird nun eine genauere Erforschung dieser Gegenden statt­finden.

Löwenjago in Frankreich. Das Schauspiel einer Löwenjagd unter gefährlichen Umständen bot sich in der

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lezten Woche den Einwohnern der französischen Stadt Beifall fanden das

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Roanne. Aus dem Käfig einer Menagerie entsprangen während des Transportes von St. Etienne nach Roanne zwei Löwen, von denen einer sich beim Sprung aus dem Zuge verlegte und leicht erschossen werden konnte. Der zweite sprang auf das Gleise und wurde nach einer aufregenden Jagd durch herbeigeeilte Gendarmen auf dem Bahnsteig ge tötet. Zwei andere Löwen, welche gleichfalls Miene machten, zu entspringen, wurden, während sie sich noch im Käfig bea fanden, aufs Korn genommen und erschossen. Der Löwen bändiger beziffert seinen Verlust auf 50000 Franks.

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Die Gattin mit der Hundepeitsche. Im Kafino in Budapest spielte sich eine erregte Scene ab, der die Rache einer verlassenen Gattin zu Grunde lag. Eine junge Dame ließ ihren im Klub weilenden Gatten in den Salon bitten. Der Mann fam der Bitte nach. Kaum hatte er den Salon betreten, wurde er seitens der Frau mit einer Flut von Schimpfworten überschüttet. Die erregte Frau machte auch von einer Hundepeitsche, die sie in der Rechten hielt, Gebrauch, und nachdem sie wader losgehauen hatte, trat fie eilig ben Rückzug an. Die Frau war erst vor einigen Monaten die Gattin des betreffenden Kasinomitgliedes geworden. Die Ehe erfolgte gegen den Willen der Verwandten des Leßteren. Nach furzer Ehe ließ er seine Frau im Stiche und fie rächte sich auf die geschilderte Weise.

= Eine Riefenbrücke. Im Bezirk des Puy de Dôme bei dem französischen Orte Vauriot ist über den Fluß Sioule eine mächtige Eisenbahnbrücke durch das Gebirge erbaut worden, die den Fluß in drei Bogen überspannt. Die Größenverhältnisse sind außerordentlich, denn der mittlere Bogen besigt eine Spannung von über 140 Meter, jeder der seitlichen eine solche von 120 Meter. Die beiden aus Granitblöden gemauerten Pfeiler, die sich aus den Tal er heben, sind 110 Meter hoh.

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