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Oefterreich- Ungarn

In Ungarn gchen die Wogen der Erregung wegen des Konflikts mit der Krone sehr hoch. Die vereinigten Mehr­heitsparteien beschlossen, eine gemeinsame Kundgebung an die Nation zu richten, in der gegen die verfassungswidrigen Bedingungen der Krone Stellung genommen werden soll. Montag abend gab es wieder lärmende Straßenkundgebun­gen für die Koalitionsführer. Apponyi, Kossuth und Vaz­sonyi hielten zündende Reden. Nachher kam es zwischen den Anhängern der Koalition und den Sozialisten zu bluti­gen Schlägereien.

Bei der Gröffnung des österreichischen Abgeordneten­hauses demonstrierten die Sozialdemokraten heftig gegen den Ministerpräsidenten Gautsch, den man verantwortlich für die Ablehnung des Fejervaryschen Vorschlags macht, in Ungarn das allgemeine Wahlrecht einzuführen. Auch in den Straßen Wiens wurden feindselige Kundgebungen gegen Gautsch veranstaltet. Gautsch erklärte im Abgeordneten­hause, die Regierung sei jederzeit bereit, hinsichtlich der die wirtschaftlichen und sonstigen Verhältnisse zu Ungarn be­rührenden Fragen eine Revision der 67er Gesetzgebung unter den von der Krone zunächst ausgesprochenen Vorbe­halten und auf dem von der Krone bezeichneten Wege zuzugestehen. Sollte bedauerlicherweise Ungarn be­züglich der Durchführung der Handelsverträge der Auffas sung der österreichischen Regierung nicht zustimmen, wobei für die Regierung fein anderer Termin als der 1. März 1906 bestehe, so würde die Regierung die österreichischen Interessen zu schüßen wissen und rechtzeitig dem Hause die betreffenden Vorlagen unterbreiten, ebenso über die Bei­tragsleistung zum gemeinsamen Staatshaushalt. Zu dem Wahlrechtsprojekt sagt der Minister, daß die um­laufenden Gerüchte in dieser Richtung falsch seien. Frankreich).

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Der Hauptbeschuldigte in dem Skandal wegen Fran. zösisch- Kongo wehrt sich. Der angegriffene Generalfom­missar Gentil läßt erklären, daß die gegen ihn gerichteten Anschuldigungen durchaus unbegründet seien; de Brazza habe ohne jede Kontrolle Beschwerden und Anklagen, die von unzufriedenen Beamten und Eingeborenen gegen ihn erhoben wurden, als bare Münze angenommen,

Rufsland.

** Das ganze Reich ist fortgesetzt erfüllt von Attentaten und blutigen Zusammenstößen, so daß es schwer ist, alle Vorkommnisse einzeln aufzuzählen. So wurden in Kowno eine in der Nähe des Stadtgartens geworfene Bombe der Polizeimeister Iwanow, drei Polizeibeamte und drei Frauen berwundet. Der Täter entfam. Auch in Dün aburg kam ein Anschlag gegen Polizeibeamte vor. In Riga er­folgen fast jede Nacht Angriffe auf Polizeibeamte. So wurde ein Kosak, sowie ein Gefängniswärter ermordet. Did Unruhen auf dem Lande haben außer dem Rigaschen und Wendenschen auch den Wolmarschen Kreis ergriffen. Es finden dort Mordbrennereien und Demolierungen von Schulen statt. In Njesin im Gouvernement Tscherni­gow kam es bei der Verhaftung aus Bialystok eingetroffener junger Leute durch Polizei und Kosaken zu einem Hand­gemenge, in dessen Verlauf eine Person getötet und zwei Polizeibeamte sowie zwei andere Personen verwundet wur­den. In der Wohnung der letzteren wurden eine Druckerei und Proklamationen gefunden.

Heer und flotte.

Abschaffung der Dekonomichandwerker? Der bayerische Landtags- und Reichstagsabgeordnete Dr. Pichler teilte in einer Versammlung in Bassau mit, daß wahrscheinlich bis 1911 das System der Dekonomiehandwerker aus der deut schen Armee verschwinden werde und alle Militärarbeiten den Zivilhandwerkern übertragen werden.

Hof und Gesellschaft.

** Zum Besuch bei dem Kaiser ist der russische Mi­nister von Witte in Rominten eingetroffen. Er wurde bem Fürsten Eulenburg am Bahnhofe empfangen und fuhr mit ihm im geschlossenen Automobil nach dem Jagdschloß. Prinz Adalbert von Preußen tritt am 1. Oktober seinen Dienst als Wachoffizier an Bord des Linienschiffes Preußen" an.

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König Alfons von Spanien wird am 6. Novem­ber in Berlin seinen Einzug halten. Von dort wird der König nach Wien reisen, wo sein Besuch als ein einfacher Familienbesuch angesehen wird.

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Der Reichskanzler Fürst Bülow ist von Berlin nach Baden- Baden zurückgereist.

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Der Geheime Ober- Medizinalrat Generalarzt Dr. Hermann Schaper, früher Direktor der Charité i. Berlin, ist im 65. Lebensjahre gestorben.

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Der Geh. Oberregierungsrat Dr. Eucken- Adden­hausen in Berlin ist zum oldenburgischen Bevollmäch­tigten zum Bundesrat unter Verleihung des Titels Geh. Rath ernannt worden.

Soziales Leben.

Generalaussperrung in Berlin? Die Entscheidung in dem Zwiespalt zwischen den Berliner Elektrizitätsfirmen und ihren Arbeitern ist gestern in ungünstigem Sinne ge­fallen. Die Werke hatten die Frist bis Dienstag mittag 12 Uhr verlängert. Die Schraubendreher des Werner­Werkes am Nonnendamm und die Lagerarbeiter der Allge meinen Elektrizitätsgesellschaft haben in ihren Versamm­lungen beschlossen, weiter zu streiken. Damit ist die Gefahr einer allgemeinen Aussperrung ziemlich nahe ge­rückt. Man hofft noch auf eine Verständigung in letzter Minute, andernfalls ist die Aussperrung von 40 000 Ar­beitern zu erwarten.

Nah und fern.

Typhus- Epidemie. Durch einen verseuchten Brunnen wurde in Schafstädt in der Provinz Sachsen eine Typhus­Epidemie verursacht. Eine große Anzahl Ortsangesessener find erkrankt.

Große Brände. An verschiedenen Stellen des württem­bergischen Oberamtes Maulbronn übten Feuersbrünste eine verheerende Wirkung. In Detisheim fielen drei Wohn­häuser und fünf Scheunen dem Elemente zum Opfer. Hier war Brandstiftung die Ursache. In Enzberg brannte die große Papierfabrik von Adolf Weiser u. Co. zur Hälfte nieder. Der Schaden beträgt eine halbe Million.

Feuer im Stettiner Hafen. Im Freihafenbezirk zu Stettin brach ein großes Feuer aus, das besonders an den dort lagernden umfangreichen Holzlagern Nahrung fand. Man mußte sich damit begnügen, den Brand zu lokalisieren, was auch mit Hilfe mehrerer im Freihafen liegender Dampfer gelang. Die verbrannten Bretterlager gehören meist englischen Firmen, waren aber zumeist bei deutschen Gesellschaften versichert. Mehrere Feuerwehrleute erlitten bei den Löscharbeiten Verlegungen.

Ein Kampf an Bord. Auf der Stralsunder Fischer­Quatsche Wilhelm" kam es während der Fahrt von Kol­mar nach Flensburg zu einem Streit zwischen dem Schiffs­koch und dem Kapitän. Der Koch ging dem legteren mit einer Latte zu Leibe, wurde aber von seinem Gegner, einem Hünen von Gestalt, niedergerungen. Als der Kampf be= endet schien, stürzte sich der Koch plötzlich auf den Kapitän, stieß ihm das Messer in die Brust und verwundete ihn tödlich.

Brave Seeleute. Die Rettung der Mannschaft des deut­schen Dampfers Matin" durch die englische Bark Rivers­dale" war mit besonderen Schwierigkeiten verknüpft. Als die Bark den lecken Dampfer im Schlepptau hatte, bemerkte der Kapitän des englischen Bootes, daß an Bord des ,, Matin" eine große Aufregung herrschte, und gleich darauf wurde es ihm klar, daß der Dampfer mit großer Geschwin­digkeit unterging. Sofort wurde ein Boot hinübergeschickt, und nach einiger Mühe gelang es, zwölf Mann der Besazung zu retten. Ein Knabe war auf den Mast des Dampfers ge­klettert und befand sich dort in solcher Angst, daß man ihn nicht bewegen konnte, herunter zu kommen. Auch der Ka­pitän erklärte, das Schiff nicht verlassen zu wollen, so lange der Knabe an Bord bleibe. Man brachte die anderen in Sicherheit, und dann ruderte die brave englische Mann­schaft mit aller Hast zurück, es war ein Rennen mit dem Tode, denn man konnte nicht hoffen, den sinkenden Dampfer zur Zeit zu erreichen. Gerade in dem Moment, als das deutsche Schiff in den Wellen zu verschwinden begann, legte das Boot an. Inzwischen war es dem Kapitän gelungen, den Knaben von dem Mast herunter zu bringen; sie wurden beide in das Boot aufgenommen, das gerade noch dem Strudel entkommen konnte, der sich über dem versunkenen Dampfer bildete.

Auf der Straße erschossen. In Lissa entstand bei Nacht­zeit ein Streit auf der Straße, wo ein betrunkener Offizier durch Reservisten beschimpft wurde. Als der Leutnant den Säbel zog, wurde ihm die Waffe entwunden und er von einem Polizeibeamten nach Hause gebracht. Gleich darauf erschien der Offizier mit einem Jagdgewehr auf der Straße, gab zwei Schüsse ab und verwundete einen Hausverwalter derartig schwer, daß er bald darauf starb.

Selbstmord aus Mittellosigkeit. In Glogau erschoß sich der Reisende einer Berliner Farbenfabrik auf der Pro­menade. Die unselige Tat ist darauf zurückzuführen, daß der Unglückliche völlig mittellos war.

Das Gemeindeumlagegesek. Von Abg. Moellinger Pfeddersheim. ( Schluß.)

Während die Staatseinkommensteuer mit 1 Proz. beginnt und bis 5 Proz. steigt, ist die Vermögenssteuer rund 2 Broz, also zusammen 3-7 Proz. Nach den Probe­einschätzungen ist das Verhältnis nach dem Umlagebedarf der einzelnen Gemeinden ein sehr verschiedenes, jedoch überwiegt die Vermögenssteuer( Realsteuer) mit 5-16 Proz. die Einkommensteuer.

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Ein Arbeiter mit 1000 Mt. Einkommen bezahlt in Hochheim an Umlagen 10 Rt. 47 Pfg.( Staatssteuern 11 Mt.) Ein Bauer mit 10 Morgen Felder= 10000 Mt. und Wohnhaus 5000 Mt., zusammen 15000 Mt. Vermögen, bezahlt Vermögenesteuer à 21,3 fg. Einkommensteuer

also viermal soviel.

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31,95 Mt. 10,47 zusammen 42,42 Mt.

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In Alziy bezahlt ein Arbeiter 12,16 x 11= 13 r. 31 Bfg. Umlagen( 11 Mt. Staatssteuern). Ein Bauer bezahlt mit 15 000 Mt. für Grundbesit

Vermögenssteuer à 32,5 fg.= 48,75 Mt. Einkommensteuer 13,31 zusammen 62,06 Mr.

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Die Zahlen für alle Gemeinden Rheinh ssens der Probe­einschäßung ergeben im Mittel 5,5 Broz. Realsteuerbelastung und 92,4 Proz. der Staats- Einkommensteuer. Es hat demnach der nur Einkommensteuerpflichtige 9,92 Broz. von seinem Einkommen zu bezahlen, also 1 bis 5, während der Grundbefizer( Haus), Gewerbetreibende und Kapitalist 6,42 bis 10,5 Proz. bezahlt. Daß solche Verhältnisse nicht fortbestehen können, liegt auf der Hand. Sie sind nur durch Verschiebung der Last auf die Einkommensteuer zu bessern.

Bof. 7. Keine Frage ist so breit getreten worden wie die des Schuldabzugs. Seither hat auch kein solcher statt­gefunden. Wenn man überhaupt Realsteuer will, muß man auch und zwar bei allen den Schuldabzug verneinen. Die Folge des Abzuges ist die Mehrbelastung der anderen Steuerzahler. Nach einer früheren Angabe betrüge der Aus­fall durch Abzug in der Stadt Worms 170000 Mt., welcher durch die Unverschuldeten mehr bezahlt werden müßte. Eine halbe Gerechtigkeit gibt es nicht."

Bos. 8. Der Hinweis auf andere Staaten trifft nicht zu, weil dort die in gleicher Art wie bei uns gewonnenen Reinertragszahlen benützt werden.

Bos. 9. Neue Steuerzettel für Kreis und Provinz zu schaffen, würde ich für den größten Fehler halten, den man

nur machen könnte. Es müssen immer dieselben Leute die Beche bezahlen und je mehr Wirte dieselbe berechnen- defto dicker werden die Zahlen.

Wenn ich mir gestatten darf, zum Schlusse der Aus­führungen meine persönliche Stellung in der vorliegenden Frage zu fennzeichnen, so bin ich in erster Linie für die Aufrechterhaltung der Leistungsfähigkeit nach der Staats­steuer gewesen, halte solche natürlich mit einigen Aenderungen für tunlich und habe mich nur entschlossen für die Vorlage zu stimmen, weil nach derselben den Gemeinden die Möglichkeit gegeben ist, die Einkommensteuer in stärkerem Maße heranzuziehen, als feither es durch das Gesetz zugelassen war. Dadurch kann man innerhalb der 6 Versuchs­jahre einen allmählichen Uebergang zur Staatsbesteuerung schaffen.

Als ein Unglück ist es nicht zu betrachten, wenn das Gesetz auf diesem Landtag, der bald geschlossen wird und der nächste gleich beginnt, nicht zustande fommt, da seine Anwendung anfänglich feine wesentliche Aenderung des Bestehenden zur Folge haben wird, während allerdings bei richtiger Anwendung ein großer Fortschritt gemacht werden fann. Es ließe sich das leicht durch Berechnungen für einzelne Gemeinden erweisen, allein der Raum für Mordtaten und ähnliche wichtige Dinge würde dadurch allzusehr verkürzt und die langweiligen Zahlen würden doch nicht gelesen werden.

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Lokales.

26. September 1905.

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** Mittwoch, den 4. Dftober, vormittags 1/29 Uhr beginnend, findet eine Sigung des Provinzial- Ausschusses der Provinz Oberhessen mit folgender Tagesrrdnung statt: 1. Die Verlegung der Haltestelle Ranstadt; hier Enteignung von Gelände. 2. Die Regelung des gewerblichen Lehr­lingswesens; hier Strafverfolgung des Schmiedemeisters Georg Schieferstein zu Lich wegen Nichtbeachtung gefeßlicher wie statutarischer Vorschriften. 3. Den Wirtschaftsbetrieb des Gastwirts Karl Schreiß zu Friedberg; hier Antrag auf Konzessionsentziehung.

* Das neueste Amtsblatt der Königl. Eisenbahndirektion Frankfurt a. M. enthält folgende Danksagung der Eisenbahndirektion: Die in unserem Bezirk am 8. d. M. abgehaltene Raiserparade und die vom 12 bis 16. d. M. stattgefundenen Kaisermanöver haben an einen großen Teil der Bediensteten überaus große und schwere Anforderungen gestellt. Trotz der aus den örtlichen und sonstigen Ber­hältnissen entsprungenen Schwierigkeiten ist es der auf­opfernden Tätigkeit, dem pflichttreuen Eifer, der Umsicht und der Ruhe aller beteiligten Dienststellen und Bediensteten gelungen, diesen Anforderungen in vollem Maße- abgesehen von einzelnen Unregelmäßigkeiten-voll zu entsprechen und was vor allem hervorzuheben ist, Unfälle jederart zu ver­meiden. Wir sprechen hierfür ihnen allen unseren Dank aus.

*** Lollar. Unser Ort steht am Vorabend seiner neuesten Bürgermeisterwahl. Es ift, als wenn erst wenige Tage vergangen wären, da der gleiche Aft stattfand und an Stelle des vom Amt zurückgetretenen Bürgermeisters Nies sein Nachfolger Zimmermann die Majorität auf sich vereinigte. Und doch wie viele Enttäuschungen hat's im Orte gegeben trotz der furzen Zeit. Es ist darum wohl heute Ehrensache nnd Pflicht eines jeden wahlberechtigten Bürgers unserer Gemeinde, wenn er morgen von seinem Wahlrecht Gebrauch macht und alle die, welche glauben, nicht wählen zu brauchen, zur Wahl auffordert, damit ein Resultat erzielt wird, welches dem Willen der Majorität entspricht. civis.

= Klein- Linden. Der Großherzog hat dem Dragoner Altheim, der einen Kameraden beim Baden in der Lahn mit eigner Lebensgefahr vom Tode des Ertrinken rettete, die Rettungsmedaille verliehen.

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Heuchelheim. Nach der Statistik über die Ergebnisse der Biehzählung entfällt auf die hiesige Gemeinde die größte Stückzahl an Vieh im Vergleich zum Nuzland. Es seien darum zur Uebersicht nachstehende Gemeinden heran­gezogen:

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Heuchelheim mit 579,57 Heftar Nugl. besigt 2066 St. Vich Dueckborn 589,51 1347 Gr.- Linden 650,60 1024,15 Lang- Göns 11 1127,54 Gr.- Buseck Grünberg 1156,94

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? Grünberg, 26. September. In der Mitte des laufenden Monats hat der Arbeitsnachweis für den Kreis Gießen seine Funktionen aufgenommen. Die hiesige Arbeitsnachweis stelle ist auf der Bürgermeisteret. Gesche von Arbeitgebern und Arbeitnehmern lönnen morgens von 8 bis 9 Uhr dort angemeldet werden.

--Fauerbach, 26. September. Die gestern in Fauer­bach vor sich gegangene Bürgermeisterwahl hat infolge Stimmenzerspitterung feinem der Kandidaten die erforderliche Mehrheit zugewandt. Es findet deshalb am 4. Oftober ein zweiter Wahlgang statt und zwar zwischen dem Beigeordneten Mathäus Philipps und dem Anlieger Möckel, die 49 bezw. 57 Stimmen auf sich vereinigten.

§ Söbel, 26. September. Lehrer Heinrich Schmidt ist von hier an die Rektoratsschule zu Kirchhain, Bezirk Raffel, versetzt worden.

* Gambach, 26. September. Krankenpflegerin. Am nächsten Sonntag wird in der hiesigen Kirche Fräulein Elise Bröder als Schwefter" für unsere Gemeinde eidlich

berpflichtet.

Aus dem Gerichts[ aal.

Schwurgericht.

Das Schwurgericht des 3. Quartals der Provinz Ober­hessen wurde unter dem Vorfiße des Landrichters Dr. Friedrich

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