Straße nimmt an dem Aufzug regen Anteil und freut sich an der Pracht des Wagens und der stattlichen Rosse davor.
Die Wahl der Brautkutsche" für das Kronprinzenpaar macht weniger Kopfzerbrechens. Es ist stets derselbe histo rische Wagen, in dem die preußischen Prinzenbräute in ihre neue Heimat einfahren: der goldene Krönungswagen. Er wurde zum ersten Male benutzt beim Einzug einer anderen preußischen Kronprinzenbraut aus dem Hause Mecklenburg: Am 22. Dezember 1793 wurde in ihm die unvergeßliche spätere Königin Luise an der Seite ihres prinzlichen Ge mahls feierlich eingeholt. Zum letzten Male diente derselbe Prunkwagen beim Einzug der jetzigen Kaiserin in die Reichshauptstadt.
Aber die Brautkutsche wird nicht das einzige Pracht gefährt sein, das man in den Festtagen der Kronprinzen Hochzeit bewundern kann. Eine ganze Reihe von Prunk wagen werden sich bei den Aufzügen zeigen, die nur bei feier. lichen Anlässen ihren beschaulichen Platz in der großen Wa neuen faiserlichen Marstalles verlassen genhalle des Sie sind weniger prunkvoll, aber auch sie sind mit Silber- u. Goldzierraten reich geschmückt und verdienen voll. auf ihren seit langen Jahren befestigten Ruf im schaulustigen Publikum.
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Auch in Potsdam wurde seit langem die Frage debattiert wie die Brautkutsche" aussehen würde, in der der Kronprin seine Erkorene im festlichen Zuge in ihre dortige Hei mat führen wird. Einem bevorzugten Kreis von Neugie rigen hat sich diese Frage bereits gelöst. Der Galawager des Kronprinzenpaares ist gestern in der bekannten Hof wagenfabrik von E. Kühlstein fertiggestellt worden. Solche Brautfutsche träumt sich auch die kühnste Phantasie eines Ver liner Backfisches kaum. Auf ultramarinblauem heben sich auf den Wagentüren die vereinigten preußisch mecklenburgischen Wappen ab. Ueberall Silberverzierungen Auf den vier Ecken des Daches sißen auf goldener Kugel sil berne Adler, an den vier Kanten hängen schwere silberne La ternen. Den Kutscherbock schmückt eine reich silbergestickte Wappendecke aus rotem Samt. Und sieht man durch die breiten Krystallscheiben ins Innere, so erblickt man schwel lende Kissen aus cremefarbigem Atlas, so zart, daß man sic erst immer wieder ins Gedächtnis zurückrufen muß, daß si zum Sigen bestimmt sind. Ja, das ist eine Brautkutsche, die einer Prinzessin würdig ist. Die Provinz Posen, die sie den Kronprinzenpaare zur Hochzeit verehrt hat, wird mit den Geschenk Ehre einlegen.
Preussischer Landtag. Haus der Abgeordneten.
Konsul benachrichtigte den Polizeipräsidenten von Messina, und dieser ließ alsbald eine Tribüne bauen und am Hafen einen weiten Raum für die Deutschen" absperren. Auf diesem Plage erblickte nun die Kaiserin, die sich nach ihren deutschen Landsleuten umsah, einen großen Haufen von Menschen, die wie besessen Evviva l'imperatrice" schrieen. Zu dem deutschen Konsul gewendet, bemerkte die hohe Frau: Das sind mir zu viel Deutsche, auch alle viel zu dunkelhäutig und schwarzhaarig!" Man hatte der Kaiserin von 60 Deutschen gesprochen, und nun sah sie gleich Tausende vor sich. Die Wahrheit kam bald heraus. Die Polizei hatte alles im großen arrangiert und die Eintrittsbillets für 50 Centesimi bis 5 Franken verkauft. Der Polizeipräsident mußte wegen dieses Geniestreiches von dem schönen Messina Abschied nehmen und wurde im disziplinaren Strafverfahren in das viel Kleinere Ancona versetzt.
Baron Alphons Rothschild ist in Paris gestorben. Er war der zweite Sohn des Barons James Rothschild und ist 79 Jahre alt geworden. Neben seiner finanziellen Tätig. keit, in der er sich hauptsächlich als Berater Thiers' auszeich nete, genoß er Ruf als Sammler von Bildern und Antiken. Tages- Chronik. Die Mörderin Franziska Klein in Wien mußte ins Hospital überführt werden, da sie durch Verwei gerung der Aufnahme von Nahrung völlig heruntergekom. men ist.
( 189. Sigung.) RK Berlin, 26. Mai. Von den großen" diesjährigen Sißungen war die heu tige zweifellos die größte. So voll besetzt waren Haus uni Tribünen noch nie. Und neben dem Grafen Bülow das ge samte Staatsministerium. Aber Ueberraschungen brachte di dritte Lesung der Bergarbeiterschutz- Novelle feine; faum einmal eine kleine Erregung. Denn die Haupt arbeit, die Verständigung zwischen Freifonservativen, Natio nalliberalen und Zentrum, war gestern bereits beendigt uni ihr Ergebnis lag in einem gemeinschaftlichen Antrag vor der die geheime Wahl der Arbeiterausschüsse festlegt uni das Verbot der politischen Tätigkeit beseitigt. So blieb der Regierung nur noch übrig, ihre ausdrückliche Zustimmung zu dem Kompromiß auszusprechen. Zu dem Zwecke erhol sich sofort Graf Bülow. In einer verhältnismäßig schlichten und fachlichen Rede bedauerte er, diesmal ohne di Konservativen gehen zu müssen, und betonte, daß die Re gierung ihr gegebenes Versprechen halten müsse, um dai Vertrauen der Arbeiter nicht zu verlieren. Die prinzipielli Gegnerschaft gegen das geheime Wahlrecht dürfe nicht zu Ablehnung führen, denn für Arbeiterausschüsse sei das ic schon bestehendes Recht. Eine Förderung der Sozialdemo kratie durch das Geset befürchte er nicht. Warmer Beifal folgte der Rede, die bisher nur ab und zu von dem Wider spruch der Konservativen unterbrochen worden war. Fü
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Bei einem Fene in einer Papierfabrik bei Wiesa in Sachsen tam ein Arbeiter um, da er sich durch die vergitter. ten Fenster nicht zu retten vermochte.
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Die Ortschaft Chicago in Teras wurde durch einen Sturm dem Erdboden gleich gemacht.
Lokales.
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Geit nichts fehlen erforderte die bom führte Fahrt im Radfahrerleiftung Circus Althoff, ift durchaus lob ** Zurn Der Männer noch dem Rim effanter zu we barte Vereine Berge machen ** Ein bas Haus R zierungen ber machen auf d überaus wär jammerfahabe, fahren follte.
27. Mat 1905. *** Feuerwehr- Jubiläum. Die Vorarbeiten zu dem Feuerwehr- Stiftungsfefte vom 15.- 17. Juli sind in den legten Tagen weiter vorgeschritten. Die ympathie, die die beiden Behren in der Bürgerschaft genießen, erleichtern die Beratungen und Beschlüsse in erfreulicher Weise, die Einzelausschüsse werden von den Mitgliedern vollzählig besucht und das Interesse an der Sache wächst immer mehr. Die Besprechung mit den Gießener Gesangvereinen verlief ohne Debatte, einstimmig stellten sich sämtliche Vereine dem Fest- Ausschuß zu Vorträgen von Gesamtehören für Sonntag, den 16. Juli, abends, zur Verfügung, und Herr Franz Bauer wurde einstimmig zum Dirigenten erwählt. Auch die Gießener Turnerschaft beschloß, dem Wunsche des Fest- Ausschusses bereitwilligft nachzukommen und werden am zweiten Festtage besondere turnerische Aufführungen geboten werden. Einzel- Ausschüsse haben ihre Arbeitsvergebungen an Gießener Gewerbetreibende teils vergeben, teils ergehen hierfür dieser Tage die nötigen Ausschreibungen. Das bereits aufgestellte Programm, das demnächst bekannt gegeben wird, bietet recht anziehende Darbietungen, die dem Charakter einer Jubelfeier der Feuerwehr entsprechen dürften.
Eine Ehebruchstragödie, deren Erfindung dem ge wiegteſten Dramatiker Ehre machen würde, hat sich in Paris abgespielt. Portot, der Führer eines Lastschiffes, so auf dem Verdeckt seines im Kanal Saint- Martin veranterten Fahrzeuges und rauchte nach dem Abendessen gemächlich feine Pfeife. Seine Frau war kurz vorher weggegangen, um einige Einkäufe in dem Viertel zu besorgen. Blözlich hörte der Schiffer einen durchdringenden Schrei und gleich darauf ein Geräusch, als ob zwei Körper ins Wasser fielen. Er zog sofort Rock und Weste ab, eilte zu dem Orte, wo der Unfall sich ereignet hatte, und sah einen Mann 1: nd ein Weib mit den Wellen ringen, beim Versinken nahe. Por. tot, ein sehr gewandter Schmimmer, rettete zuerst den Mann und dann die Frau. Erst als er sie aufs Trockene gebracht hatte, sah er ihnen ins Gesicht und erkannte in der Frau seine eigene und in dem Manne einen seiner ehemaligen Gehilfen, den er hinausgeworfen hatte, weil er seiner Frau Liebeserklärungen gemacht hatte. Die beiden Schuldigen gestanden dem vor Wut bebenden Retter, sie hätten sich am Kai ein Stelldichein gegeben und seien Arm in Arm dahingegangen, als Frau Portot ausglitt und in den Kanal fiel, wobei sie ihren Liebhaber mitriß. Wutschäumend hörte der Schiffer diese Auseinandersetzungen an und rief dann:„ Ich habe euch das Leben gerettet, wie es meine Pflicht war. Jezt habe ich das Recht, mich zu rächen." Mit diesen Worten stieß er seiner Frau einen Dolch in die Brust. Sie wurde schwer verletzt ins Spital gebracht, der Mörder aber vorläufig auf freiem Fuß belassen.
Seit einigen Tagen finden in Kaukasien heftige Zusam menstöße zwischen Armeniern und Mohammedanern statt. In Nachitschewan an der persischen Grenze wurde heftig in den Straßen geschossen. Reihen von Budenbazaren stehen in Flammen. Truppen sind bereits eingetroffen.
diese ergriff der alte Graf Limburg- Stirum das Wort, um den ablehnenden Standpunkt seiner Freun de zu begründen. Der Streik, der den Anstoß zu der Vor lage gab, sei ein Produkt der Sozialdemokratie gewesen uni die Arbeiterausschüsse sollten nun auch zu ihren Organer werden; daher seien diese ohne die von der Kommission vor geschlagenen Rautelen unannehmbar. Die Regierung wer de, so schloß der Graf, bald größere und schwerere Streif erleben. Hatte ihm noch die dichtgedrängte Menge gespann und schweigend zugehört, so zerstreute sich die Aufmerksam feit immer mehr, als die anderen Parteiredner sprachen Man wußte: die Vorlage wird gegen die Konservativen zu standekommen, und das genügte. Die Wortführer der dre Kompromißparteien, Frhr. v. 3edlig( frf.), Dr. Spahr ( 8.) und Dr. Friedberg( nl.), hatten feine angenehm Aufgabe, denn jeder hatte von seinem früheren Standpunki meichen müssen. Auf die Redner der fleineren Parteien: Dr. Wiemer( frs. Vp.), Korfanty( V.) und Wolf' ( fr. Bgg.) hörte man kaum. Alles drängte der Entscheidung zu. Die allgemeine Besprechung wurde geschlossen. In der Spezialdebatte erreichte nur noch der Abg. v. Bran denstein( fons.), dessen Behauptung, die Vorlage sei ein: Kapitulation der Regierung vor der Sozialdemokratie, vom Minister Möller entschieden zurückgewiesen wurde, uni der greise Herr v. Kardorff größere Aufmerfiamfeit. Sr feiner temperamentvollen, originellen Art sprach er zum Frieden. Dann aing's an die Abstimmungen. Rur nächst sapounf.en die Freisinnigen bei einzelnen Abstimmun ger, so daß die Meurbett für die Kompromißunträge nicht bedeutend war. In der Schlußabstimmung voer über ins Gezim ganzen stimmte de Mebrand wete lo dat nur vie Konservativen und einige Polen und enniger sitzen blieben. Mit lautem Bravo begrüßte die Mehrheit di Annahme der Vorlage. Graf Bülow aber blieb noch plau dernd bis über den Schluß der Situng hinaus im Hause. Morgen: Zweite Lesung des Zechen- Stillegungs- Gesetzes.
Nah und Fern.
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=[ Diebespech.] Im Café Peterhof in München hatte ein Ueberziehermarder drei Studenten die Ueberzieher gestohlen und dafür beim dritten Gange seinen eigenen schäbigen zurückgelassen. In diesem fand sich jedoch die Visitenkarte des Gauners, der daraufhin gefaßt werden konnte. Aehnlich erging es einem aus Norddeutschland zugereisten Kellner auf dem Leihhause. Dort wollte er einen Frack versezen, in dessen Taschen der Pfandbeamte einen größeren Geldbetrag entdeckte. Auf diese Merkwürdigkeit hin wurde natürlich nach der Polizei telegraphiert, die den Frackversetzer selbst bersetzte, und zwar in Gewahrsam, denn er hatte den Frack gestohlen.
Prinzessin Luise von Koburg geht nach Bad Elster. Das ist die neueste Sensation. Dort wo die Prinzessin Luise einst in strenger Bewachung als geistig gestört gehalten wur. de, erscheint sie nunmehr, von den Aerzten in Paris fün geistig gesund erklärt, in voller Freiheit.
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Die
s Parlamentarisches. Wie bestimmt verlautet, hat der Wahlrechtsausschuß der ersten Rammer in seiner gestrigen Sigung beschlossen, die von der Zweiten Kammer abgeänderte Wahlrechtsvorlage nach der Regierungsvorlage wieder herzustellen. Danach dürfte das Schicksal der Vorlage befiegelt sein. Die Beratung der Berwaltungsgesehe geht vorerst langsam vorwärts. Für die LandgemeindeOrdnung sind u. A. Vorschläge eingelaufen, welche die ahlen betreffen; danach wird zur Beseitigung des Cliquen- Wesens vorgeschlagen, daß Bürgermeister, Beigeordnete und Gemeinderäte unter sich bis zu Vetterschaft, Geschwisterfindern, nicht verwandt sein sollen. Ebenso soll in den Gemeinden bis zu 500 Stimmberechtigten die Zahl der Gemeinderäte nicht über sechs betragen.
§ Das Eisenbahnunglück auf dem Liegniker Bahnhof am 2. April d. J. trug vor der dortigen Straffammer dem Lokomotivführer Köhler ein Jahr Gefängnis ein. Köhler hatte das Unglück verschuldet, indem er das Haltesignal überfuhr und dadurch in die Flanke eines Personenzuges fuhr, wobei drei Personen getötet und gegen dreißig verlegt wurden. Der mitangeklagte Heizer Marschner, der die zweite Maschine führte, wurde freigesprochen.
Der Geniestreich des Polizeipräsidenten. Als die deut sche Kaiserin in Messina weilte, äußerte sie den Wunsch, die Hauptpersonen der deutschen Kolonie zu sehen. Der deutsch
Tages- Chronik. Auf dem Schweriner See sind drei junge Leute, Mitglieder des Ruderklubs„ Vorwärts", bei ainer Bootsfahrt ertrunken.
- In der Telephon- Zentrale zu Arad brach infolge Be. rährung der atmosphärischen Elektrizität ein Brand aus, ber 400 Leitungen zerstörte.
- Bei Niemberg im Saalkreise wurde ein Dienstmädhen in ein Roggenfeld geschleppt und dort erdrosselt auf. gefunden.
Kunft und Wiffenfchaft.
> Donnerstag Mittag 107 Uhr reifte der König der Belgier von Bad Ems fommend inkognito durch Gießen. Von nur einem Diener begleitet begab er sich zu Fuß nach dem Hotel Großherzog. Um 217 seßte der Rönig seine Reise nach Bad Nauheim fort.
OM. Ein neues Mikrophon, das den Telephonverfehr überaus erleichtern soll, hat der römische Telegraphendirektor Cavaliere Angelini erfunden. Man hört dadurch auf die Distanz Rom- Paris die Stimme doppelt so stark wie früher, ja selbst auf die Entfernung von 60 Zentimeter von dem Apparat.
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und 71 Stüc und gute Bre fonell ab.
W Profor meinde Krofdor Lund Wilhelm L Heben haben, ge + Profo wohl einer der Laufe des Ja Ramen Krieg bis dahin nu der Jahre i und so werd Mitglieder b ift im Laufe baber dasselbe den 16. Juli feft, verbunde Freundfchen die benachbart Kinze
** Hundesperre. In gegebener Veranlassung wiederholen wir, daß infolge Feststellung der Tollwut an einem am 1. Mai getöteten Hund die Hunde- und Kazensperre in vollem Umfange aufrecht erhalten bleibt und daß nach wie vor die größte Vorsicht gegen Hunde und Razen geboten ist.( S. auch die Bekanntmachung des Polizeiamts Gießen in heutiger Rummer.)
*** Bum Bunft: Theaterneuban in legter Stadtverordneten Sigung sei heute noch dem Bericht nachgetragen, daß die beiden zur Berteilung gekommenen Preise je 1250 Mt., also zusammen 2500 Mart betragen. Nicht Herr Architekt Stein, sondern Herr Architekt Meyer hat im Verein mit den R. A. Oberbauräten Fellner& Helmer in Wien die für gut befundenen Pläne ausgearbeitet. Von denselben genannten Herren stammen auch die neu angefertigten Grundrißpläne, welche, von der Theater- Kommission und dem Soweit wir unter. Stadtvorstand angenommen wurden. richtet sind, liegt auch die weitere technische Bearbeitung unseres Theater- Neubaues in den Händen der Firma Fellner& Helmer und unseres einheimischen Architekten Meyer. Die Offenlegung der Pläne wird nicht lange auf sich warten lassen.
AB. Gin künstliches Gesicht wir mit Erfolg einem Wicner Beamten in einer dortigen Kif angefertigt. Er hatte sich an diesem operieren lassen müssen, was eine beträchtliche Entstellung seines Gesichtes zurückließ und von ihm schyver empfunden wurde. Da die kosmetische Entstellung durch die Vaselininjektionen nicht ganz zu beheben war, konstruierte der behandelnde Arzt eine Masse aus Gelatine und Glyzerin, färbte sie hautähnlich und ahmte sogar die Hautäderchen dadurch nach, daß er dem Gelatinegemenge rote Wollfasern beigab. Die Gelatinegesichtsmaske, wenn man so sagen darf, wurde warm auf den Defekt des Kranken aufgetragen und haftet, die Entstellung verbergend, vorzüglich. Dieses Verfahren der Verstechung unschöner Narben soll einfach und billig und so leicht sein, daß die Patienten die Bereitung der Masse und ihre Anwendungsweise in furzer Zeit selbst erleinen können.
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* Kochmals die Gießener Gymnasial= Angelegenheit. In Nr. 141 der Frankfurter Zeitung" wird hinsichtlich der Verhandlungen der Zweiten Rammer über die Sießener Gymnasial- Angelegenheit mitgeteilt, daß Professor Noack beim Minifterium Beschwerde gegen die nicht dem objektiven Tatbestand entsprechende Art der Darlegungen des Regierungsvertreters erhoben" habe.
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Entmündigt worden wegen Trunksucht ist der Invalide Daniel Müller zu Gießen. × Sanitäts- Koloune. Gestern Abend fand an der Lahn eine Uebung der Gießener Sanitäts- Rolonne statt. Es wurde das Ein- und Ausladen von Verwundeten auf Leiterwagen geübt, welche zu provisorischen Krantenwagen umgewandelt wurden und zwar, wie es im Kriege häufig vorkommt, mit gerade zur Hand verfügbaren Gegenständen.
In aller Kürze wird die Kolonne gemeinschaftlich mit den Gießener Freiwilligen Feuerwehren eine Uebung ab. halten, um gegebenenfalls bei einem Unglück oder Brand einheitlich mit diesen zusammenwirten zu fönnen.
*** Der Unterhaltungs- Abend, den der Gernhardt. sche Zither- und Mandolinen- Chor morgen Sonntag, im Neuen Saalbau" gibt, hat einen gewissen lokalpatriotischen Anstrich, da mehrere Gießener Komponisten auf bem Programm stehen. Die Veranstaltung gewinnt dadurch noch besonderen Reiz. Aber auch die anderen Nummern sind mit großer Sorgfallt gewählt und gestatten den verschiedenen Chören sowie den Soli eine hübsche, wirkungsvolle Abwechslung. Die Zwischenpausen werden durch Vorträge befreundeter Gesangvereine ausgefüllt.
auch an diese Fortschritte, Areises in d hingewiesen. hänger zu zu
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cc Seit einigen Tagen hat der Circus Althoff am Oswaldsgarten feine Arena aufgeschlagen und gibt Vorstellungen. Da dem Unternehmen ein guter Ruf vorausgeht, so hatte sich auch eine zahlreiches Publitum einge funden, um den guten, künstlerischen Vorführungen beizuwohnen. Besonders zu erwähnen sind die durch Althoff jr. gezeigten Pferdedressaren, sowie die Jockey- Leistungen des Hercu François. Großartige Leistungen am Trapez lieferten Fräulein Helene und Adele. Auch Fräulein Lina als Szenenreiterin, sowie die 3 Clowns brachten schöne Arbeiten vor. Bu vergessen seien ferner nicht die Vorführungen
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Gieß Der Gr
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Krume
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etc. et
empfehle
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Giessen, Selter


