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Art. Sie hat hunderte von Schwestern im ganzen Land, über das weite russische Land zerstreut. Denn überall im Lande, wo Menschen wohnen, da wohnt auch die Not und bei der Not das Trostbedürfnis und bei dem Trostbedürfnis die fromme Opferwilligkeit. Was diese im Laufe von Jahr­hunderten zusammengebracht hat, das konnte nicht aufge= zehrt werden, auch nicht von einer reichdotierten Priester­schaft, und hat sich im Laufe der Zeit zu unermeßlichem Ver­mögen gehäuft.

Das ist keine spezifisch russische Erscheinung, ist keine Eigenart der orthodoren Kirche. Alle Kirchen der Welt haben für Wohltätigkeits- und sonstige kirchliche Zwecke Ver­mögen gesammelt. Ueberall in der Welt, mit zwei Ausnah men, hat die Staatsgewalt in den Zeiten der Bedrängnis sich für berechtigt gehalten, Hand auf diese Güter der Kirche zu legen und sie ihr wegzunehmen. Selbst fromme und gläubige Monarchen haben dies überall mehr als einmal getan. Nur in Rußland und in der Türkei ist es noch nicht geschehen. Der Zar und der Sultan haben bisher Scheu getragen, Kirchengut anzutasten. Es ist seltsam, daß gerade die Staaten, die in schwerster finanzieller Bedrängnis sind, solche Enthaltsamkeit geübt haben. Der Sultan geht zu­weilen mit dem Vermögen seiner Untertanen recht ungeniert um; er wird es aber nicht wagen, Güter des Vaku zu be­schlagnahmen. In Rußland liegen die Dinge ähnlich, und fein Zeichen spricht dafür, daß in absehbarer Zeit eine Aen­derung eintreten möchte. Der Gedanke aber liegt nahe, das russische Klostergut als eine Art National- Reservesond aufzufassen, aus dem in den Tagen der Not mit Zustimmung der berufenen Wächter dieses Schatzes verzinsliche Vorschüsse an den Staat gemacht werden könnten. Hat Rußland einen Finanzminister, der das Vertrauen der orthodoren Kloster­Verwaltung genießt, und eine Regierung, auf deren Stetig­feit die Klostergeistlichkeit sich verlassen mag, so fehlt es nicht an Mitteln, auch phantastischen Finanzansprüchen zu ge­nügen. Was in den russischen Klostergütern an Schäßen ver­borgen liegt, wird auf zwanzig Milliarden Rubel geschätzt, und die Schätzung ist nicht übertrieben. Die iberische Mut­ter Gottes von Kasan mit dem Troizki- Kloster bei Moskau könnte ganz allein die Kosten tragen; die der russisch- japa­nische Krieg beiden Parteien verursacht hat, und sie bliebe noch immer die reichste juristische Persönlichkeit im Lande. Darum ist es falsch, wenn in ausländischen Blättern ver­breitet wird, Rußlands Finanzlage sei so schlecht, daß sie eine Fortsetzung des Krieges unmöglich mache. So lange uns die Heiligenbilder nicht verlassen, ist Rußland- finan ziell wenigstens- geborgen.

Fclitifabe Rundfbau.

Deutsches Reich,

Die Kaisermanöver bei Homburg, die am 7. Septembc. beginnen, werden eine stattliche Zahl von Fürstlichkeiten als Gäste versammeln. Staiser und Kaiserin, Kronprinz un Kronprinzessin der Kronprinz bereits in seiner ne...: Majorswürde werden den Großherzog von Hessen, den Erbgroßherzog von Baden, den Prinzregenten von Braun­schweig, den Kronprinzen von Griechenland, den Prinzen Harald von Dänemark und den Prinzen von Wales be­grüßen. Der legtgenannte fürstliche Gast kommt im Auf­trag und in Vertretung seines Vaters, des Königs Eduard von England. Sein Besuch deutet unzweifelhaft darauf hin, daß die fleine, übrigens unpolitische Spannung zwischen den Höfen von Berlin und London geschwunden ist und die Bezic; ungen wieder so ungetrübt sind, wie es dem nahen berwandtschaftlichen Verhältnis entspricht. Auch der Reichs. tarzler Fürst Bülow wird bei den Kaisermanövern zu­gegen sein.

* Die Reichsregierung hat zur Erhaltung und Förderung des Deutschtums in Argentinien den dortigen vierzehn deut. schen Schulen einen Betrag von 50 000 Mark überwiesen. In den letzten Jahren sind die Schulen mit zusammen 140 000 Mark unterstützt worden.

* Umfangreiche Bestellungen der japanischen Regierung bei der Firma Krupp in Essen sind Mittwoch abgeschlossen werden. Es handelt sich um Panzerplatten und Geschütze für die japanische Flotte im Gesamtbetrage von 45 Millionen. Auf den Kruppschen Werken wird Tag und Nacht gearbeitet.

* Eine Abordnung von Metzgermeistern beabsichtigt eine Audienz beim Kaiser wegen der Fleischteuerung nachzusuchen. Die vereinigten Metzgermeister von Hamburg, Altona, Wandsbek, Harburg und Curhaven faßten einen Beschluß in diesem Sinne und wollen, falls der Kaiser sie empfängt, um Aufhebung der Grenzsperre bitten.

* Mit dem Rücktritt des Generalmajors Leutwein von seinem Amte als Gouverneur von Deutsch- Südwestafrika ist auch seine militärische Verabschiedung erfolgt. Leutwein ist zu den mit Pension verabschiedeten Offizieren überge­gangen.

Die nach den Unruhegebieten in Deutsch- Ostafrika be­stimmten Truppen sind gestern abend vom Kiel abgefah­ren. Der Kaiser hat gleichzeitig befohlen, daß für die ge­landeten Mannschaften des Kreuzers Bussard" ein Ersatz­landungskorps abgehen soll. Es wird aus zwei Offizieren und 50 Mann bestehen und heute mit dem mobilen Teil der Marine- Infanterie Kiel mit Sonderzug verlassen und sich in Triest an Bord des gemieteten österreichischen Lloyddampfers Körber" einschiffen.

* Auf eine Einladung der Reichsregierung hin wird eine militärische chinesische Abordnung an den deutschen Ma­növern teilnehmen. Die Abordnung besteht aus den Herren Generalmajor Y. C. Tschang, dem Oberst G. W. Wei, Major C. G. Tschoo und Marinekommodore C. J. Tsen. Die Offi­ziere kommen über Wien, wo sie bereits den chinesischen Ge­sandten besuchten.

* Der dritten öffentlichen Versammlung des Deutschen Katholikentages wohnte auch der päpstliche Nuntius in Mün­chen, Monsignore Caputo, bei, der den Versammelten den apostolischen Segen erteilte. Die Versammlung nahm scharf Stellung zu der Frage des konfessionellen Hochschulstreits und nahm einen Antrag zugunsten der katholischen Studen­ten- Korporationen an. Im übrigen war die Beratung vor­wiegend den sozialen Fragen gewidmet. So wurde ein Antrag, der die Tarifverträge befürwortet, angenommen, sowie ein anderer, der die Weiterführung der Gesetzgebung zugunsten des Handwerkerstandes empfiehlt, auch wurde die Mitwirkung der Studenten an der Fortbildung der Arbeiter angeregt. Zum Schluß sprach Abg. Roeren über den Kampf gegen die Unsittlichkeit, auch wurde ein Antrag gegen den Alkoholismus angenommen. Es folate ein Vortrag über die

Bedeutung der Kunst für Staat und Kirche. Dann wurde der Katholikentag geschlossen.

* Das Gouvernement von Kiantschon meldet, daß das große Schwimmdock in Tsingtau glatt vom Stapel gelaufen ist und provisorisch festgelegt worden ist.

* Durch telegraphischen Bescheid ist Kolonialdirektor Dr. Stübel von seinem Urlaub abberufen worden und hat be­reits seine Amtsgeschäfte wieder aufgenommen. Es heißt, daß wichtige Personalveränderungen in der Kolonialabtei­lung des Auswärtigen Amits bevorstehen.

* Die Ankunft der englischen Ostseeflotte vor Swinemünde erfolgt am nächsten Montag vormittag zwischen 8 und 9 Uhr. Linienschiffe und Kreuzer bleiben auf der Neede lie­gen, während die Torpedobootszerstörer in den Hafen ein­laufen. Für die Landung der Admirale wird eine Ehren­bforte errichtet.

frankreich.

Voraussichtlich wird Frankreich eine Flottendemonstra­tion in Marokko veranstalten, falls wegen der Verhaftung des französischen Hauptmanns nicht in letter Minute noch ausreichende Genugtuung gegeben wird. Der deutsche Bot­schafter Fürst Radolin hatte mit dem Ministerpräsidenten Rouvier eine allgemeine Aussprache über den gegenwärtigen Stand der Konferenzprogramm- Angelegenheit. Nach dem Petit Parisien" soll die Konferenz nicht vor Beendigung des am 29. Oktober beginnenden Fastenmonats Namadan ihren Anfang nehmen.

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England.

** Die Frage der Erwerbung englischer Kohlengruben durch deutsches Kapitist icut vollständig geklärt. Die Mit­glieder des Whitworth- Kohlenfelder- Syndikats besichtigten die Kohlenfelder in Whitworth in Südwales. Bei dieser Gelegenheit wurde festgestellt, daß nicht ein deutsches Syndi­fat, sondern ein aus deutschen und anderen Kapitalisten zu­sammengesetztes Syndikat die Kohlenfelder erworben habe. Die Ausbeutung der Gruben wird sofort beginnen.

Rufsland.

** Fortgesetzt wird von inneren Kämpfen berichtet. In Dlutow bei Lodz kam es zu einem Kampfe zwischen Ar­beitern und Kosaken, die eine Versammlung von 2000 Per­sonen auseinander trieben. Von beiden Seiten wurden Schüsse gewechselt, und über 400 Arbeiter wurden verhaftet. In Ra dom wurde der Polizeimeister auf der Straße durch einen Schuß getötet, ebenso wurden in umliegenden Dör­fern Polizisten erschossen. Auch wurde in der Nähe von Radom eine Eisenbahnbrücke durch Dynamit zerstört. Auch die Ueberfälle auf Eisenbahnzüge mehren sich, mehrfach ist auf das Zugpersonal geschossen worden.

Türkei.

** Die Bombenfunde in Smyrna haben zahlreiche Ver­haftungen von Armeniern im Gefolge gehabt. Die Erregung in der muselmanischen Bevölkerung gegen die Armenier ist sehr groß. Man befürchtet den Ausbruch ernſter Unruhen. Mehrere Konsuln fremder Mächte suchten bei ihren Wet­schaften in Konstantinopel um die Entsendung von Kriegs­schiffen nach Smyrna nach.

Hof und Gesellschaft.

Nach den Kavallerie- Exerzitien im Uebungsplat Senelager ritt der Kaiser, der die Uniform seines baye rischen Ulanen- Regiments trug, an dessen Spitze zum Lager und nahm an der Frühstückstafel im Offizierskasino teil. Dann fuhr der Kaiser über Wilhelmshöhe nach Cronberg und von dort im Automobil durch die festlich beleuchtete Stadt, in der die Bewohner mit Fackeln Spalier bilden, nach Schloß Friedrichshof. Gestern morgen fuhr der Kaiser mit dem Kronprinzen und der Kronprinzessin von Griechen­land und dem Prinzen und der Prinzessin Friedrich Karl von Hessen im Automobil nach der Snalburg, wo ein vom Konsul Nissen aus Köln gestifteter Gläserfund, bestehend aus etwa 150 wohlerhaltenen römischen Glasgefäßen besichtigt wurde. Dann wurde die Fahrt nach Homburg v. d. H. fortgesetzt. Dort erfolgte die Besichtigung des neuen Saalbaues im Schlosse und des Neubaues der evangelischen Kirche, woraus der Kaiser mit Begleitung nach Schloß Friedrichshoj zurückkehrte. An der Tafel nahmen dort auch Großfürst Georg von Rußland und Gemahlin teil. Morgen erfolgt die Abfahrt des Kaiserpaares von Wilhelmshöhe nach Eisenach und von dort nach einem Besuch auf der Wartburg die Weiterfahrt nach Potsdam.

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Dem Oberpräsidenten der Rheinprovinz, Wirkl. Geh. Rat Dr. Nasse, ist der erbetene Abschied unter Verleihung des erblichen Adelsstandes erteilt. Die Ernennung des Freiherrn v. Schorlemer Liesen zum Oberpräsidenten ist jetzt amtlich publiziert.

Nab und Fern.

Gestohlene Bergwerksfnge. Der Bankbeamte Schenl in Halle a. S. entwendete einem größeren dortigen Bank­hause 19 000 Mark Kure. Es gelang ihm, diese in einem Bankgeschäft in Hannover zu verkaufen und mit der Beute ins Ausland zu flüchten.

Eisenbahndiebstahl. In einem Eisenbahnzuge zwischen Köln und Siegburg stahlen zwei junge Leute einem Fahr­gast eine Handtasche mit 42 000 Mark. Auf die Ein­bringung der entflohenen Diebe hat der Bestohlene eine Be­lohnung von 2000 Mark ausgesetzt.

Das Spielen mit Streichhölzern. In Kaltenhardt bei Witten entstand in dem Stallgebäude eines Bergmannes dadurch ein Brand, daß die beiden Kinder des Besizers mit Streichhölzern spielten. Das Gebäude brannte nieder. Bei den Aufräumungsarbeiten fand man die verkohlten Leichen des zehnjährigen Sohnes und der achtjährigen Tochter des Bergmannes.

Feuer in einem Lumpen- Magazin. Die Lumpen- Maga­zine der Weltfirma Löser in Trier gerieten in Flammen, und das Feuer teilte sich auch den zahlreichen Fabrikgebäu­den der Firma mit. Die Feuerwehr war dem furchtbaren Wüten des entfesselten Elements gegenüber machtlos. Der entstandene Schaden läßt sich noch gar nicht übersehen. Die benachbarten Telephon- und Telegraphenleitungen sind zer­stört, selbst die Bahnlinie war gefährdet.

Unfall im Manöverfelde. Auf dem Militär- Uebungs­plaz Senne ritt bei einer scharfen Attacke ein bayerisches Ulanen- Regiment in das hessische Dragoner- Regiment Nr. 23 inein. Eine große Anzahl Mannschaften, darunter

der Kommandeur des einen Regiments, stürzten und erlitten Verlegungen.

Cholera in Deutschland. Bei russischen Isößern in Kulm sind zwei Cholera- Fälle festgestellt, von denen einer tödlich berlaufen ist. Unter dem Vorsitz des Regierungspräsidenten tagte eine Konferenz ärztlicher Sachverständiger, die sofort die erforderlichen Sicherheitsmaßregeln anordnete. Zu irgend welchen Besorgnissen liegt kein Grund vor.

Erkrankung an Fischgift. In Posen erkrankten fünf Jamilien unter Vergiftungserscheinungen. Sie hatten die Reste einer Hochzeitstafel, darunter gefochten Fisch, ver­ſpeiſt.

Brand- Unglück. In Gaildorf in Württemberg brann­ten sechs Häuser ab. Der Polizeidiener wurde dadurch lebensgefährlich verletzt, daß ein Soldat, der in einem der Brennenden Häuser einquartiert war, aus dem obersten Stock­werk herabsprang und auf den Polizisten traf.

Absturz im Riesengebirge. Auf der Treppe vom Wasser­fall des Zackens nach der Zackenflamm stürzte eine Dame aus Berlin ab, brach den linken Fuß und erlitt innere Ver­legungen.

Verhütetes Eisenbahn- Unglück. Durch die Entschlossen­heit eines Beaniten wurde in Berlin ein schweres Eisen­bahn- Unglück verhütet. Als der Nachmittags- Schnellzug nach Hamburg den Stadtbahnhof Butlitzstraße passieren sellte, bemerkte der Türschließer Noack, daß ein Schienen­stück ausgebrochen sei. Ein Signal für den auf der Fahrt befindlichen Zug war nicht mehr möglich. Schnell ent­schlossen sprang der Brave auf das Geleife, und im letzten Augenblick bemerkte der Lokomotivführer den dicht vor der Maschine stehenden und wie toll mit der Müze winkenden In Kronach Mann und brachte den Zug zum Stehen.

erfolgte ein Zusammenstoß zwischen einem Güter- und einem Rangierzuge. Fünf Wagen wurden zertrümmert.

Vom Zuge überfahren. Bei Dorstfeld an der Strecke Dortmund- Bochum wurden drei Arbeiter vom Schnellzuge überfahren. Die Leichen boten einen schrecklichen An­blick dcr.

In Kneutingen in Lothringen wurden drei Bergarbeiter verschüttet, von denen einer tot, zwei verlegt sind.

Cokales.

25. August 1905.

*** Kaiserparade. Im Publikum ist, wie uns die Verkaufsstelle Schottenfels mitteilt, vielfach die Meinung ver­breitet, daß Pläge zur offiziellen Tribüne nicht mehr zu haben seien. Dies entspricht nicht den Tatsachen, vielmehr sind, mit Ausnahme der 3 Mark- Pläge, noch alle vorhanden. Die Plätze zu 15 Mt. haben Bedachung, Sißtissen und Rücklehne.

* Das Feld der Kaiserparade liegt zwischen den Ortschaften Niedererlenbach und Obererlenbach, sowie Harheim und Niedereschbach auf hessischem Gebiete im Kreise Friedberg. Bom Bahnhof Bonames beträgt die Entfernung bis zum Paradefeld etwa 5 Kilometer, vom Bahnhof Homburg etwa sechs Kilometer. Bei gutem Wetter dürfte ein enormer Andrang zu erwarten sein, es werden daher umfangreiche Maßnahmen zur Förderung der Dcdnung und zur Verhütung von Unglücksfällen getroffen werden. Die Anordnungen für die Zuschauer, für den Verkehr von Fuhrwerken, Automobilen 2c., welche zwischen dem Generalfommando des 18. Armee­forps und dem Kretsamte Friedberg vereinbart worden sind, werden in den nächsten Tagen veröffentlicht werden. Man war dabei bestrebt, die Absperrungen auf ein Mindestmaß zu beschränken. Für Automobile und Motorräder ist eine besondere Zufuhrstraße: Friedrichsdorf- Seulberg- Ober­erlenbach ausschließlich bestimmt. Kraftfahrzeuge mit Karten fahren von Obererlenbach in die Straße Obererlenbach­Niedere schba ein, an dieser befindet sich nach dem Parade­feld zu der Halteplag für Automobile und Fahrräder. Die Chausseen Gonames- Niedereschbach und Homburg- Ober­eschbach Niedereschbach sind hauptsächlich für den Fuhrwerks verkehr ausersehen. Die anderen Straßen werden durch den Anmarsch des Militärs stark in Anspruch genommen. Für Automobile und Motorräder, somie für Fuhrwerke find getrennte und auseinandergelegene Haltepläge bestimmt. Bei der Tribüne sollen mehrere Sanitätsstationen eingerichtet werden. Die absperrungen werden von hessischer und preußischer Gendarmerie gemeinsam vollzogen.

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* Ueber den Manöverunfall bei Senne, von dem auch wir gestern Notiz nahmen, wird der Darmst. 3tg." von wohlinformierter Seite auf eingezogene Erkundigung mitgeteilt, daß der Unfall nicht von solcher Bedeutung gewesen. Was nun eigentlich vorgefallen ist, wird aber nicht gesagt. Die Zeitung fann hinzufügen, daß der Kaiser sich über die Leistungen der einheimischen Brigade äußerst lobend ausge­drückt hat. Gar nicht so unbedenklich hört sich das an, was die N. Hess. Voitsbl." darüber berichten: Wie wir weiter hin erfahren, ist bei dem Manöverunfall auf dem Uebungs­plaz außer dem Kommandeur des 23. Dragonerregiments auch Oberleutnant von Jagemann gestüzt, dessen Pferd so schwer verletzt wurde, daß es alsbald getötet werden mußte. Einem Unteroffizier wurde der Unterkiefer zerschmettert. Eine Anzahl Dragoner ist verleßt, doch sind bisher mert würdigerweise teine ausführliche Meldungen hierhergelangt."

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*** Der Bund der Landwirte für das Groß herzogtum Hessen hält Sonntag, den 27. Auguft im Hof Gutenberg" zu Mainz eine Landesversammlung ab, auf deren Tagesordnung das neue Gemeindefteuer- Gefeß steht. Das Referat hat der stellvertretende Vorsigende des Bundes, Gutsbesißer C. Lucke- Petershausen, übernommen. ** Wir brachten vor einigen Wochen eine Notiz, daß in Reistirchen ein Einwohner wegen Sittlichkeitsvergehen in Haft genommen worden sei. Heute Morgen fand jetzt in Gießen eine Zeugenvernehmung statt. Wie uns von glaubwürdiger Seite mitgeteilt wird, sind die Umstände in diesem Falle so eigentümlich gelagert, daß dem Betroffenen gegenüber in Reisfirchen eine mildere Auffassung Platz ge griffen hat und man von ihm nicht als wüstling sprechen fann, wie anfangs geschrieben wurde.

Zur Fleif& not borf, fo berichtigt man und Landwirtschafteminifter Bo Langeborf flattgefundenen 1.56 Stüd, verlauft wurde

bilieben." Es wird und b berichtet, daß das Gefd war und der Preis füre zuridging; mehrere Baa gefchlagen.

Ein anderes 8 ber gestern in Grü Dort war das Geschäft fauft u. a. mit 82 R gang verschiebenen Geld Die Gieße Sonntag ein Wetturnem eine große Bahl von erfreute fich von jeher turnerischen Preifen. diefen herrlichen Wugu unternehmen wollen, ber warm empfohlen.

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Chinlenwettb

in

dte Sfintenausftellung i estige, but Beranlaffung go Faldams- Husftellung zu verbinden, und zwar fi feben, vier für rohe, und Bandwerkskammer ift bom Borschläge für die Wahl Aussteller werden haupt tommen. Anmeldungen rat in Darmstadt, ber Schinkenpreisbewerbes einzureichen.

* Cine Franz Saarbrüden am 6. beamte Selter in Fried erhalten und trop der berzeit nicht, die Rugel gut verheilte, fo freil machte fich doch die Rug Form von Geschwulften bunden waren und be Rugel entfernen zu laffe Bornahme einer Röntg am Jahrestage am 6.2 Gewerbe Alademie Frie Aufnahme gelang gany nicht eine Augel, fondern eingebrungen waren unt bedeutend tiefer, als dem angegeben wurde. Ein zwischenraum und das Bohne im feften Rippen der Alademie ist der allg die Aufnahmen werden ** Das Turne feine Luftbarkeit entschieden. Am Balm Leute in Braunheim a abgelegenen Blaze zu und geordnet unter ihr mit Strafmandaten in Schöffengeridt, bei de ftätigte die Strafzettel ligen Luftbarkeit die Sonntagsruhe gefi fich aber mit diesem zufrieden, sondern war Berufungsinstanz, die je

in welcher der Gendarm zeuge fungierte, entici Turnverein Braubeim öffentlicher Ort zu bet gewiesen, daß die S irgendwie rubeftörende

fei das Turnen eine Leibesübung

Bu fablen;-bel

Herbst- P

Am Mittwo findet auf den städt Pferdemarkt statt. ausreichend Sorge Herrn Hoflohukat Für die Prä 1670 Mr. zur Verfü Weinhändler Angu Breisverteilung erfolgt Omnibusverbindung b

zurüd. Bon 10 Uhr Markiplay. Am 7. September

der Stadtknabenschule ei

ftatt von Pferden. Wager fchaften, Fahrrädern, Na gegenständen.

Der Generalbertrieb Buchacter zu Gießen Gießen, ben 20.

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