Hof und Gesellschaft.
Der Kaiser nahm an der siebenten Hauptversammlung der Schiffbautechnischen Gesellschaft teil, die unter Vorsitz des Großherzogs von Oldenburg in der technischen Hochschule zu Charlottenburg statt, and.
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Unter großer Teilnahme der Bevölkerung wurde von Brüssel aus die Leiche des Grafen Philipp von Fiandern in der Königsgruft zu Lanfen beigesetzt.
Heer und flotte.
Wohnzelte für Soldaten. Innerhalb der Mezzer Garnison werden augenblicklich Versuche mit neuen Wohnzelten gemacht. Diese Zelte fassen 12-14 Mann, bilden ein längliches Viereck und werden an eisernen und hölzernen Stangen errichtet. Die in den Zelten probeweise einquartierten Manns schaften werden alle 24 Stunden abgelöst und dann jedesmal auf ihren Gesundheitszustand ärztlich untersucht. Als Uebelstand wird von den Soldaten empfunden, daß das an den Zeltränden herablaufende Wasser in die Zelte eindringt und der den stets naß ist. Infolgedessen bleibt die Temperatur in der Zelten stets eine ziemlich niedrige. Die Versuche werden fortgesetzt.
Soziales Leben.
× Wohltätige Stiftungen. In erfreulicher Weise mehren sich die Zuweisungen von Menschenfreunden zu Zwecken der Fürsorge far ärmere Volksschichten. So sind der Stadt Dresden von dem verstorbenen Rentier Steinbach 500 000 Mart für wohltätige Stiftungen überwiesen worden. Die Stadt Garding erhielt von dem Millionär Tetens einen Hof im Werte von 200 000 Mark zur Erbauung eines Krankenhauses geschenkt und die Stadtverordneten von Elberjeld bewilligten anläßlich der Silberhochzeit des Kaiserpaares 100 000 Mart für ein Pflegehaus.
Nab und Fern.
+ Berlorenes Schiff. Der Heringslogger Tümmler" aus Curhaven wird seit dem großen Sturm im Oktober vermißt. Nunmehr wird das Schiff, das 20 Mann Besazung an Bord hatte, als untergegangen betrachtet.
† Tötlicher Unfall durch Elektrizität. In einem Elektrizitätswerk in Aachen ereignete sich ein betrübender Unfall, der den Tod eines dreiundzwanzigjährigen Arbeiters zur Folge hatte. Der junge Mensch fiel in der Maschinenhalle hin und berührte dadurch eine hochgespannte Arbeitsleitung von 500 Volt. Der elektrische Strom tötete ihn auf der Stelle.
Wieder eine Zugentgleisung. Auf der KleinbahnStrecke Greifenhagen- Pyrit entgleiste infolge falscher Weichenstellung ein Personenzug bei der Haltestelle Karlshof. Der Lokomotivführer und ein Heizer sind verletzt; die Reisenden famen mit dem Schrecken davon.
† Aus Furcht vor Strafe vergiftet. Am Tage vor einer Straffammerverhandlung vergiftete sich in Hagen der Arbeiter Johann Münscher. Er hatte eine Bescheinigung feines Arbeitgebers über den verdienten Lohn zu Steuerzmecken gefälscht und stand deswegen unter Anklage. Um dem Gefängnis zu entgehen, tranf er Schwefelsäure.
† Auf der Flucht ertrunken. Ein aus dem Gefangenenwagen ausgebrochener Sträfling sprang in Saarbrücken in die Saar, um den Wärtern zu entfliehen. Die Fluten des hoch angeschwollenen Flusses rissen ihn fort und er ertrank vor den Augen der herbeieilenden Aufseher.
† Zwei Menschen durch Kohlengas vergiftet. Unvorsichtiges Umgehen mit dem Kotsofen hat wiederum zwei Menschenleben gekostet. Der Glasermeister Selter und der Maurerlehrling Lättig in Lüben hatten zur Austrocknung einer Wohnung einen Kotsofen aufgestellt. Als die Frau Selter ihrem Manne Essen auf die Arbeitsstelle bringen wollte, fand sie ihn und den Lehrling tot auf dem Fußboden liegen. Das ausströmende Kohlengas hatte sie getötet.
† Ein Straßenbahnwagen in den Fluß gestürzt. Infolge Versagens der Bremsvorrichtung stürzte in Nantes in Südfrankreich ein Straßenbahnwagen über die Ufer. böschung in die Loire. Die Wagenführer und zwei Fahr gäste retteten sich durch rechtzeitiges Abspringen, zwei Fahr gäste ertranfen.
† Sturmschäden in Portugal. Zahlreiche Fischerboote find an der portugiesischen Küste bei ein m furchtbaren Sturm untergegangen. Der angerichtete Schaden ist sehr bedeutend, außerdem werden mehrere hundert Menschen vermißt.
† Spanisches Räuberstückchen. Ein gefürchteter, spanischer Bandit, Virillo, gedenkt sich jetzt ins Privatleben" zurückzuziehen, nachdem er noch fürzlich folgendes nette Stückchen verübt hat. Bei einem Gutsbefizer in Puerto Real er: schienen abends sechs Gendarmen mit einem Leutnant, die sich dem Hausherrn als Verfolger des Räubers Virillo verstellten und von dem Gutsbesizer bestens bewirtet wurden. Nach fröhlicher Mahlzeit erklärte der Leutnannt dem Hausherrn plöglich, er sei fein Offizier, sondern der Räuber Virillo selbst und bäte um Aushändigung der 60 000 Mart, die der Guts besizer, wie er wisse, tagszuvor einkassiert hätte. Dem verblüfften Hausherrn blieb nichts anderes übrig, als zu zahlen, worauf sich die vermeintlichen Gensdarmen dankend entfernten. Virido aber erklärte, daß er nun genug erbeutet hätte, um für die Zukunft als Rentier und ehrlicher Mensch leben zu fönnen.
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Die
Vermischtes.
nhüte werden teurer. Auch die Hutfabrikanten, 1 ens in Desterreich, machen die allgemeine Teuerung mit. Sie sehen sich genötigt, ihre Preise zu erhöhen, infolge der andauernd steigenden Preise aller zur Hutfabrikation notwendigen Rohmaterialien, wie Hasen- und Kaninchenhaare, Hutleder, Atlas, Seidenplüsch, Hutband, Schellack, deren Erhöhung zwischen zwanzig und zweihundert Prozent variiert und welche hauptsächlich dadurch hervorgerufen wurde, daß die amerikanischen Firmen diese Rohprodukte zu den höchsten Preisen anfaufen, sowie durch die allgemeine Verkürzung der Arbeitszeit. Es wird nicht lange dauern, bis auch in Deutschland diese Teuerung sich bemerkbar macht. Also Völker Deutschlands, wahret Eure Hüte
† Die Rache einer Frau. In Chicago heiratete ein Mann namens Wrightmann vor kurzem eine Frau mit 65 000 Mart Vermögen. Nach einiger Zeit glaubte die Frau zu merken, daß ihr Mann sie nur des Geldes wegen ge nommen hätte; sie wechselte darauf ihr ganzes Vermögen in Papierscheine um und verbrannte es, um sich an dem lieb. losen Mann zu rächen.
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Fürstenköpfe auf den Talern. Von den Fürsten, deren Bild auf den zur Einziehung bestimmten Talerstücken zu sehen ist, leben jetzt nur noch zwei, nämlich Großherzog Friedrich von Baden und Herzog Georg von Meiningen. Der dritte ist jetzt mit dem Großherzog von Luxemburg, ehemaligem Herzog Adolf von Nassau dahingeschieden. Talerstücke mit dem jugendlichen Bild des Großherzogs von Baden und dem des Herzogs Adolf von Nassau trifft man nur noch hin und wieder an, während die Taler des Herzogs Georg II. von Meiningen sehr seltc geworden sind. Mit dem Tode des Großherzogs Adolf ist auch die einzig dastehende Münzmerkwürdigkeit geschwunden, daß in einem Reich eine Münze mit dem Bild eines Fürsten im Umlauf ist, der Herrscher eines ausländischen Staats geworden ist und diesem Reich gar nicht mehr angehört.
+ Menschenopfer in Afrika. Englische Truppen ent deckten in Südnigeria im dichtesten Urwald zwei Gözen häuser, in denen die Eingeborenen Gefangene zu Ehren ihrer Gözen opfern. An der grausigen Stätte fanden sich über 2000 Menschenschädel. Zur Zusammenberufung der Einge borenen zu solchen Opferfesten diente eine alte, aus Rotter dam stammende Glocke. Die Tempel wurden niedergebrannt und ein Priester, der an den Merschenmorden vornehmlich beteiligt war, verhaftet.
Was man im Museum lernen kaun. Den englischen Damen ist es vorbehalten gewesen, das Museum als neue Lehrquelle zu entdecken, zwar nicht für die Fortbildung in der Kunst, aber in der Mode. Der Andrang der Damen zum Londoner Museum ist ein seh starker geworden, seitdem findige Köpfe dort Anregungen za neuen Toiletten gefunden haben. Die berühmten Bilder Rembrandts, van Dycks und anderer werden dort als Modejournal betrachtet, und die Damen sind bestrebt, die Farben und Muster im Gedächtnis zu behalten, um sie ihren Schneiderinnen mitzuteilen. Die großen Magazine Londons werden auf die Dauer dieser Konkurrenz des Museums nicht widerstehen fönnen!
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Gute Heringsernte. Der Heringsfang in England ist in diesem Jahre wieder um 46 Millionen größer aus= gefallen als im Vorjahre. Er beträgt mehr als 10 Millionen Mart. Tausende von Frauen sind nunmehr mit dem Sortieren und Verpacken des Fanges beschäftigt, der zum großen Teil nach Deutschland geht. Trotz der mangelnden Fänge der deutschen Nordseefischerei brauchen wir also in Deutschland noch feine Sorge um die beliebten Katervertilger zu heen. Frauen als Aerzte. Die Aerzte haben bisher immer die Befürchtung gehabt, daß durch die Zulassung von Frauen zum Heilberuf ihnen eine starke Konkurrenz erwachsen würde, Ganz so schlimm scheint es damit nicht zu werden, denn seit 1900 haben nur 46 Frauen die Berechtigung zur Ausübung des ärztlichen und sechs die des zahnärztlichen Berufs er: worben, darunter sind vier verheiratete Frauen. Dreißig haben den Doktortitel. Wenn man bedenkt, daß sich diese Zahlen über etwa zwanzig Städte verteilen, so ist die Be: teiligung der Frauen am Aerzteberuf noch eine sehr geringe Unter den weiblichen Doktoren sind zwei Schulärztinnen, eine Polizeiärztin, drei Assistentinnen an Kliniken.
Hus dem Gerichtsfaal.
§ Polnischer Geheimbundprozeß. Fünfundzwanzig Personen hatten sich vor der Straffammer Gleiwit wegen Hochverrats und Geheimbündelei zu verantworten. Die Ängeklagten waren Mitglieder des Vereins Eleusis" in Zabrze, der unter dem Decknamen eines Mäßigkeitsvereins Bestrebungen zur Wiederaufrichtung des Königreichs Polen und zum Aufruhr gegen Preußen gefördert haben soll. In der mehrtägigen Verhandlung tamen Bücher und Briefe, sowie Lieder der ,, Eleusis" zur Verlesung, in denen zur Heranziehung der polnischen Jugend, zum Kampf für Polens Freiheit und zur Losreißung Bolens von Preußen aufgefordert wird. Der Hauptangeklagte, ein als polnischer Agitator be= fannter Schuhmacher Johann Wycist, erhielt 1 Jahr 3 Monate Gefängnis; vierzehn Teilnehmer wurden zu Strafen von ein bis neun Monaten, sechs zu Geldstrafen verurteilt, vier freigesprochen.
§ Entmenschter Vater. Wegen Todtschlags, begangen an seinem dreijährigen Söhnchen, erhielt der Uhrmacher Albert Haase aus Halle a. Saale fünf Jahre Zuchthaus. H. hatte seine Familie durch unmäßiges eben und Verschwendung wirtschaftlich zu Grunde gerichtet ur beschloß, seine Angehörigen und sich umzubringen. Er zertrümmerte dem Kinde mit einem Hammer den Schädel und führte seine Frau in den Wald, um mit ihr gemeinsam dort zu sterben. Der geplante Selbstmord, zu dem die Frau gegen ihren Willen gezwungen werden sollte, uuterblieb aber und der unmenschliche Vater wurde der verdienten Bestrafung übergeben.
Borderhäuser noch nicht in Angriff genommen. Es verstößt ten für das Bermessunge
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forderliche Kredit von 4 weigverein vom Roten banitätstolonne die Tur enlos zur Verfügung ge Eingabe des
egen des fläblishen Fil mige Herrn der Fischmaiti ime Sigung der letteren Das Gesuch der Wwe Birtschaftsbetrieb im Bau Bum Schluß ehmigt as Wort zu folgender An M. 5.1 6 find i der Stadtberordnetenberfa mehrfach Anregungen an beendeten Seffion unfere ordneten unferer Stadt an diefer Stelle einige die überaus mübevolle und Herr Abgeordneter im Inte tage entfaltet hat. J mehr den Belfall aller be mir alle wiffen, welchen Abgeordneter in den jüngst berordnetenverfammlung batte. Ihm für seine ange hafte Bertretung der Bolte Jhrem Gefühl entsprechen Ausbrud Jhrer Zuftimmu Ju wollen.
das gegen die Bauordnung. Beide Bauherrn entschuldigen sich damit, daß sie im umgedrehten Fall bei Anfahr der Materialien Schwierigkeiten sonst gehabt hätten und bitten um Dispens, daß sie erst im nächsten Jahr mit dem Bau der Wohnhäuser zu beginnen brauchen. Die Baudeputation schlägt vor, daß beide Gesuchsteller je eine Raution von 500 Mt. bei der Stadtkasse hinterlegen, und dieselbe an die Stadt verfällt, wenn die Gebäude bis zum 1. September 1906 im Rohbau nicht fertig sind. Die Versammlung beschließt demgemäß. Das folgende Baugesuch von Scheppelmann wurde zum Teil abgelehnt, da Berstöße gegen die Bauordnung vorliegen; Scheppelmann hat zu schwache Mauern vorgemerkt.- Jean Eckert will das nahe der Ecke der Bismarckstraße nach der Ludwigstraße zu freilieg'nde Gelände bebauen, dabei aber nur einen 3 m breiten Hofraum liegen lassen. Es erfolgte Verneinung des Dispenggesuches. Dem Bäckermeister Deibel ist von der Gewerbeinspektion aufgegeben worden, nach seiner Backstube einen gedeckten Gang herstellen zu lassen. Nun ist, da er aus seinem anfangs projektierten Doppel- Wohnhaus 2 Wohnhäuser und damit 2 Höfe geschaffen hat, sein Sofraum bis aufs kleinste Maß bemessen und wird ihm darum der nachgefugte Dispens für den überdeckten Gang, den er im Hof anbringen lassen will, nicht zu teil. Bildhauer Blod hat ein von der Marburgerstraße bis zum Wiesederweg sich hinziehendes unweit der Stadt Marburg" gelegenes Grundstück gekauft und will jetzt erst eine einstöckige Berkstatt an der Fluchtlinie der Marburgerstraße errichten. Das ver flößt gegen die Bauordnung, es wird ihm darum die Bauerlaubnis mit der Bedingung erteilt, daß er seine Werkstatt 25 m zurücklegt, so daß später an der Front immer noch genügender Raum für ein Wohnhaus vochanden ist. Die Bäume in der Blockstraße
§ Prozeß wegen des Attentats auf König Aifons. Am Montag beginnt in Paris der Schwurgerichtsprozeß gegen die der Teilnahme an dem Attentat gegen König Alfons angeklagten Anarchisten. Es sind über 70 Zeugen geladen, darunter als Belastungszeugen General Dubois und die Offiziere der Eskorte des Königs, als Entlastungszeugen verschiedene französische und spanische sozialistische Deputierte und Schriftsteller.
Sihung der Stadtverordneten Gießens.
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bleiben vorläufig, entgegen einer früheren Debatte in der Stadtverordnetenversammlung, stehen, da die Mehrheit der Anlieger nicht für Rückvergütung der bei einer event. Beseitigung entstehenden Kosten von 452 Mart zu haben ist. Ueber den
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Sämtliche Stadtveror Sor. Gutfleisch dankte fü Mertrauen und führte aus, Edhuldigkeit tut, man für fel weiß fehr wohl, daß man es aftlichen Dingen nicht all Bweifel bleiben bestehen un oer so wichtigen Materie, meindefteuergefegesvorlage ift find. Eins aber fönne er
prechen, am guten Willen wichtige Vorlage zu bera möglichst allen recht zu mad Darauf war die öffent
Zum Geburtet
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Unaufhaltsam, fetig hfolgen einander die bentw auch wieder bei dem G Großherzogs Ernst Lud Fahren herber Schicksalsich unferes Landesfürften wied beim und die Herzen war werden die frohen ellen an den Thron sch lingen, denn dem morgi mittelbar der Totenfonntag dins mit seinen fen; of bewiesen, daß das Boll
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feiner Seite gegen die dirette Wahlrecht zu erzwi hire Würde, feine Höhe iitten unter ihm und sieh Warum weben sich tausend Fürft und Bolt und dar Boltstümlichkeit wie fein Bertrauen blidt Heffen zu ablaffig ist Großherzog Er Errungenschaften und ftetig Rulturaufgaben. Darum f
Fluchtlinienplan des Reuen toeges wurde längere Zeit debattiert und damit zusammenhängend, tann die Frau Rothenberger Wwe. mit ihrem projeftierten Neubau näher nach der Straße zu vorrücken oder will man den kleinen vor ihrem Haus gelegenen freien Blag erhalten. Der Oberbürgermeister berichtete zunächst, daß er bisher im Frrtum gewesen sei mit seiner Behauptung, der neue Fluchtlinienplan für den Neuenweg sei für die ganze Straße beschlossen und genehmigt. Dem ift nicht so. Gerade für den Teil der Straße von der Wwe. Rothenberger bis zum hem. Schmied Thomas'schen Hause ist die neue Fluchtlinie noch nicht festgesezt; ein Herr vom Minifterium hat diese Lücke in den Biänen entdeckt. Die Stadtverord neten Schaffftaebt, haubach, Kirch, Brück und Hahn treten entschieden für Beibehaltung der alten Baufluchtlinie ein, da der Neuenweg an und für sich eng ist und dieser fleine Plaß erftens für den Wagenverkehr und für eine Wageneinfuhr nach der Erlengasse vorteilhaft ist, auch mehr Licht und Luft zuläßt. Ja, der Stadtv. Huhn wünschte sogar, daß der Neuenweg von der Frau Rothenberger aus bis zum Krenzplatz dursgehend verbreitet würde. Oberbürgermeister Mecum versuchte durch mancherlei Ansichten die geradlinie Baufluchtlinie zu empfehlen; die Stadtv. Petri II. und Med. Rat Habertorn ebenfalls, aber die große Mehrheit war auch der Ueberzeugung, daß es söner und empfehlenswerter im Interesse der Anwohner und des Verkehrs ist, wenn dieser freie Plas auch fernerhin bestehen bleibt. Für Herstellung von Bürgersteigen und Entwässerung der Straßenunterführung am Neustädter Tor werden 1800 Mt., für die Anlage eines Geländers bei der Treppe neben der neuen katholischen Kirche 250 Mt. bewilligt. 4 Gesuche um Herstellung gepflasterter Uebergänge waren eingegangen; von Gastwirt Jödel für die Marburgerstraße, von Joh. Sg. Bjaff für die Stephanstraße, von Metzger und Wirt Euler für die Hammstraße und von mehreren Anwohnern des großen Steinwegs für einen solchen an der Stelle, wo der Eichweg auf den großen Steinweg aufftößt. Die Baudeputation schließt sich den Aeußerungen des Tiefbauamtes an, wonach nur im Prinzip bei traßenkreuzung, wo Straßen aufeinander stoßen oder wenn solche in weiter Entfernung von einander Itegen, daß dann in der Ware ein gepflasterter Uebergang herzustellen sich empfiehlt. Im Uebrigen sind dieselben tunlichst zu vermeiden, da sie für chaussirte Straßen immer eine unangenehme Unterbrechung der Fahrbahn bedeuten und viel Reparaturen fosten. Das leztgenannte Gesuch wird darum nur genehmigt, Gesuch 1 und 3 abschlägig beschieden und für die Stephanstraße ein solcher Uebergang bewilligt, in Anbetracht, daß die dort abzweigenden Straßen weit von einander entfernt sind und die Straße infolge der Bautättgfeit sehr schmutzig ist, wenn der Gesuchsteller Pfaff die Roften übernimmt. Die Arbeiter an der Kläranlage werden jett( infolge Konkurses der Firma Jäger& Rumpf) von der Stadt aus ausgelohnt. Damit nun den Leuten eine Unterbrechung in den Beitragsleistungen zur Kranken fasse nicht wi d, übernimmt die Stadt für die Uebergangswoche die belle Beitragsleiftung, also auch den auf den Arbeitnehmer entfallenden Teil. Es handelt sich hier um ca. 31 Mr. Wird genehmigt. Der Verkauf von zwei Baupläßen an der Licherstraße zum Enheitspreis von 10 Mt. pro Quadratmeter an Heinrich Launsbach wird ge nehmigt. Die Beschaffung von Borfenstern für das Forsthaus an der Licherstraße, solche für die Wohnung bes ( Schutzvorrichtung) für den Neubau der höheren und er
?? ießen, 23. Rovember 1905. Die Stadtverordneten sind dieses Mal fast vollzählig erschienen, nur 3 fehlten mit Etschuldigung. Oberbürger meister Mecum eröffnete 1/25 Uhr die Sigung und gibt zunächst eine Einladung der Gießener Freiwilligen Feuerwehr zu ihrer am 9. Dezember abzuhaltenden Stiftungsfeier bekannt. Ferner dankt die Wwe. Schmidt- Rödgen durch Schreiben für die ihr bewilligte einmalige Unterstüßung von 100 Mt. und Ratsbier..r Moll läßt ebenfalls banken, daß man ihm in Anbetracht seines borgerückten alters von der Reinigung der Bürgermeisterei- Räume entbunden habe. Es
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r ihn und sein hohes
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Bürgermeister
i ber heute erfolgten defin mitgeteilt wird, durch die gewählt. Sein Signer wird der Wahlkreis Gie Beise im Landtag vertre ** Provinzial 29. 6. Mts., bormitt tne Sigung des Pro Oberheffen mit folgend Fuch des Heinrich Schn am Gastwirtschaftsbet Safar Mooz zu Gieß arens in Großen- Bu
e Gemeinderatsergänz ** Im laufenden Landesuniversität 10 opitantin immatrifulie ** Die Reichsban Großherzogs, von mitte Die Wenden i
Schlachthofdirektors und die Beschaffung von Dachböden in das Gießener Dipheu
ager. Abend für Abend
folgte darauf die Verlosung mehrerer Schuldverschreibungen weiterten Mädchenschule wird abgelehnt; dagegen bewilligt bad für Abend lauscht S des Anlehens bon 1901.-W. Euler und Georg Haubach wurde die Beschaffung von 2 neuen Matraßen mit Reilfisjen ober bridit in dröhnend
haben auf ihren im Afterweg gelegenen Grundstücken entgegen ihrem früheren Bauplan statt den beiden Borderhäusern zuerst die Hinterhäuser errichtet und auch bis jetzt die
für das Polizeiamt an Stelle der seit 1894 im Gebrauch
b findlichen und jest unbrauchbar gewordenen alten Mas traßen. Ebenfalls wird die Beschaffung von neuen Meß
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men hellung, die wieright
it und Leichtigkeit genommen


