Mr. 8.
Redaktion: LV.: Albin Klein Glezen.
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rigen und Darbenden, läßt sie teilnehmen an der eigenen Freude. nis umschwebt uns die Ahnung einer anderen und besseren
So wird das Christfest zum Segen und zur WunderTeier für alle. Und wenn wir heute in Ergriffen
Zeit des Jahres. Opferwilliges Erbarmen gedenkt der Hung-| klopfen, dann wird die Brust weit, wie ein heiliges GeheimSphäre. Erschauernd fühlen wir die Weihe der Stunde und stammeln ergriffen die Worte der himmlischen Heerscharen:„ Ehre sei Gott in der Höhe, und Friede auf Erden, und den Menschen ein Wohlgefallen." H. G.
heit uns um den Baum reihen, wenn die glockentiefen Melodien der uralten
Weihnachtslieder an die Herzen
Firma in wahrhaft glänzender Weise, vielleicht in zu glänzender Weise, denn er lernte den Cavalier spielen, im schönen wie im schlimmen Sinne. Ich mußte öfter Schulden für ihn zahlen, Wechsel einlösen, allerhand dumme Streiche gutmachen. Endlich schien er zur Einsicht gekommen zu sein, wenigstens schien es so, denn Alles blieb ruhig. Es war Weihnachten. Mutter und ich hatten eine Bescherung aufgebaut, als wäre er noch der dumme, anspruchslose, und doch so herzige Junge von dazumal. Vergebens erwarteten wir ihn am Bahnhofe; er war, wie wir später erfuhren, schon am Morgen gekommen und in der ganzen Stadt von Wucherer zu Wucherer, von Bankhaus zu Bankhaus gefahren. Der junge Herr ist inzwischen eingetroffen", meldete das Stubenmädchen bei unserer Rückkehr. Wir stürzen nach seinem Zimmer. Es ist verschlossen. Wir werden besorgt ein Schlosser wird gerufen und nun finden wir ihn, während drüben die Christbaumkerzen brennen Stimme des Flüsternden brach.
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In die Weihestimmung dieses Moments drang von der Tür her verworrener Lärm. Es waren die Arbeiter, welche kommen wollten, sich zu er= zwingen, was sie bisher vergebens erbaten.
Gertrude schien keineswegs überrascht, noch erschrocken. Sie er= hob sich rasch, trat dem Oberbrauer entgegen und sagte:„ Sie kommen wie gerufen. Gerade wollte der Herr Sie alle holen lassen". Sprach's
und wandte sich nach der Tür des Nebenzimmers, deren Flügel sie mit kräftiger Hand aufriß.
Drinnen wurde eine lange, gedeckte Tafel sichtbar, in deren Mitte ein mit kleinen Gaben reich behangener Christbaum im Glanze bunter, etwas heruntergebrannter Kerzen prangte.
Nun stand auch Herr Rotter hoch aufgerichtet vor seinen Leuten; er hatte die gute Meinung Gertrudens erkannt und sich selber wiedergefunden unter dem Eindrucke der letzten Viertelstunde.
Diese brave Frau hat mir aus der Seele gesprochen", sagte er tiefbewegt. Es soll von nun an anders zwischen uns werden. Ich will nicht länger selbstsüchtig nur meinem Gram leben, sondern Euch ein teilnehmender, gütiger Herr und Meister werden."
Da durchbrauste vielstimmiger Jubel das Haus. Dankesrufe und Freuden= worte mischten sich miteinander. Alles drängte zu Erasmus Rotter heran, der das Töchterchen seines Arbeiters mit väterlichem Wohlwollen auf die Arme nahm und dann Gertruden überließ. Dankt nicht mir allein, dankt auch dieser da", sagte er gerührten Blickes die treue Gefährtin langer Trauerjahre betrachtend. Für uns alten Leute ist es zu spät an ein eigenes Glück zu denken, Euer Glück soll aber fortan das unsere sein-" und Hand in Hand mit Gertrude schritt Rotter, seinen Arbeitern voran, auf die Weihnachtstafel zu.
Weihnachts- Novelle
Erwacht!
Von A. v. Plankenberg rübe brannte die Lampe in der Stube des Herrn Erasmus Rotter. Es war ein kleiner Raum, dessen Einrichtung zwar Spuren einstiger Wohlhaben heit, im Übrigen aber die Gewohnheiten des alternden Junggesellen verriet. Er hatte nicht immer so einsam gehaust. Nur Wenige wußten, daß dieser Mann seinerzeit einer der größten Brauherren und ein glücklicher Familienvater gewesen war. Seitdem waren Jahre verflossen. Die Bekannten munkelten hie und da noch zuweilen von den Ursachen seines einstigen plötzlichen Zusammensturzes- es hieß, der einzige Sohn des Hauses habe diesen verschuldet. Nachdem dazumal die große Dampfbrauerei von Erasmus Rotter in den Besitz einer Aktiengesellschaft übergegangen war, hatte dieser selbst sich auf das Land zurückgezogen und als Leiter einer Brauerei eine neue Stellung zu finden versucht. Das ging ein paar Jahre hindurch. Dann starb die Frau. Die alten Basen meinten: an gebrochenem Herzen.
Der einsame Mann verließ seinen bisherigen Posten und schlug sich auf eigene Faust weiter durch die Welt. Endlich tauchte er als Pächter eines kleinen Brauerwesens wieder auf. Aus dem Pächter wurde mit der Zeit der Besitzer.
Aber aus dem früher so tatkräftigen, lebensfrohen Mann war inzwischen ein anderer geworden. Fast sajien es, als sei er ein Menschenfeind. Nie sah man ihn plaudern oder gar lächeln. Frau Gertrude, seine Wirtschafterin, eine prächtige alte Frau, behauptete zwar in dem stillen Manne stecke ein goldenes Herz, eine weiche, grundgütige Seele, die Begründung solcher Meinung mußie sie aber schuldig bleiben, und so galt der Braumeister nad; wie vor als der strengste Herr, der keine Nachsicht kannte und um das Wohl seiner Leute keinen Pfifferling fragte. Besonders zur Weihnachtszeit schien der Ernst seines Wesens sich wenn= möglich noch zu verdoppeln. Keinen Augenblick wich die Falte zwischen den finster zusammengezogenen Brauen. Hatte er schon sonst nie ein Lob, jetzt gab er nur kurze Befehle, harten Tadel. Die Arbeiter murrten im Stillen er beachtete es nicht. Geringschätzig lächelnd wies er die Mahnungen ab, welche die erschreckte Gertrude ihm zuzuflüstern versuchte. ,, Die Bestie brüllt, aber sie schnappt nicht", sagte er kurzweg. Man muß ihr nur den Herrn zeigen. Sie kennen die Feigheit der Menschen nicht!" Frau Gertrude hatte eine andere Auffassung von dem Verhalten der Leute. Zitternden Herzens hörte sie, wie heute, am Weihnachtsmorgen, der Herr auf die schüchterne Frage eines Brauerburschen antwortete: ,, Nichts da! Keine Rede von Arbeitseinstellung vor der gewohnten Stunde. Ich will nicht daran erinnert sein, daß Weihnachtsabend ist"- dabei schlug er dem Burschen die Türe vor der Nase zu.
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Die Dämmerung war früh hereingebrochen, schon mit dem Kaffee hatte Gertrude die Lampe bringen müssen. Sie fand ihren Herrn gedankenvoll im Lehnstuhle beim Ofen sitzen. Der Schatten großer Traurigkeit lag über seinem Gesichte. Sie faßte sich ein Herz und trat dicht an ihn heran. ,, Herr Rotter, darf ich- heute, weil's heiliger Abend ist-"
Er machte eine abwehrende Bewegung. Sie wissen doch, Gertrude, daß in meinem Hause keiner gehalten wird."-" Ja, ja, aber-"„ Id vertrage auch keinen Widerspruch. Herr bin ich hier und wer sich den nicht fügen mag-"" Aber Herr Rotter!"" Nun, nun, ich weiß wohl, wenn es Ihnen heute bei mir zu einsam wird, gehen Sie nach dem Abend essen immerhin Ihrer Wege; ich halte schon allein aus."
Getrude hatte nichts darauf erwidert, denn sie war sich bewußt, auch ohne die Zustimmung des Gebieters ihre eigenen Wege gegangen zu sein aus
bester Überzeugung. Sie hatte schon so manchen einsamen Weihnachtsabend an der Seite Rotters verbracht heute durfte sie schon gar nicht fehlen, denn eine unheilverkündende Mißstimmung gährte unter den Arbeitern. Schweigend ging Gertrude aus dem Zimmer.
Es klopfte; der Oberbrauer trat ein. ,, Was wollen Sie schon wieder? ,, herrschte Rotter ihn an. ,, Herr,' s ist heiliger Abend. Alles hat seine Zeit und Jeder trachtet heim."" Immer die alte Litanei! Was kümmert mich der heilige Abend, was kümmert er Euch!? Ihr seid doch keine Kinder mehr!" ,, Aber Familienväter, Herr. Unsere Kinder-" Herr Rotter zuckte merklich zusammen., Arbeitet lieber für Eure Rangen. Ich zahle jede Stunde über den Feierabend hinaus doppelt: nun werdet Thr wohl zufrieden sein."
Das Geld ist eine gute Sache, Herr. Aber es gibt allerhand- ich weiß nicht recht, wie ich da sagen soll- etwas, was sich auch der Ärmste nicht gerne abkaufen läßt. Der Herr dürfte mich schon verstehen." ,, Ich will Sie nicht verstehen, haben Sie mich jetzt verstanden?!" entgegnete fast schreiend Erasmus Rotter; es war, als solle der laute Klang seiner Rede die erwachende Herzensstimme in seiner Brust übertönen. Der Oberbrauer erwiderte kein Wort, aber er hatte auch beim Verlassen der Stube keinen Gruß für seinen Herrn. Dieser blieb alleinund bedeckte die Augen mit der Hand.
Da legte sich ein warmes, weiches, kleinwinziges Händchen auf seinen Arm. Fast erschrocken fuhr der alte Mann auf.
,, Lieber, lieber Herr Rotter-" stotternd brachte das Kind, das vor semen erstaunten Blicken stand, diese Worte heraus; damit war aber auch die ganze Beredsamkeit der Kleinen erschöpft.
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Was willst Du?" Das klang zwar hart und rauh, aber seltsam- der gestrenge Herr mußte gerade erst geweint haben ein paar zitternde Tropfen rannen ihm die Wangen hinab- er hatte wohl vergessen sie wegzuwischen- woran er wohl gedacht haben mochte? Wie kommst Du hier herein?"
Das Kind faltete die Hände.- ,, Ich möcht' den Vater holen. So lange der Vater ausbleibt, kommt auch' s Christkindl net zu uns." ,, Christkind, Christkind! Das kommt zu gar manchem nicht." Erregt war Rotter aufgestanden.„ Geh' heim, lernt warten. Der Vater wird schon kommen. Seid froh, wenn er überhaupt wieder heimkommt. All' den anderen Firlefanz braucht es nicht, um zufrieden und glücklich zu sein." Das kleine Mädchen verstand diese Worte nicht, seine Augen aber füllten sich mit Thränen. ,, Darf der Vater net mit mir geh'n?" Nunriß dem Braumeister die Geduld.- ,, Bum Kuckuck noch einmal! Kann ich denn nicht in meiner eigenen Stube Ruhe haben?" Er stieß das Kind vor die Türe und sah sich nach der Klingel um. ,, Gertrude! Gertrude!- Warum habe ich die Alte selber weggeschickt." Aber Gertrude war nicht fortgegangen, bestürzt erschien sie sofort auf der Schwelle des Nebenzimmers. Schon stand sie an seiner Seite und beugte sich fragend über den Stöh= nenden.
Er hatte sich bereits schnell gefaßt wieder aufgerichtet und fuhr mit der Hand über die Augen.
,, Nichts, nichts! Nur das schreckliche Bild-"
Es muß wohl etwas Schreckliches gewesen sein, was Ihnen so gründ lich alle Freude am Leben verdorben hat, Sie selber so tief verbitterte, Sie armer, armer Marn!"
Er drückte ihre Hand gegen seine Stirne, eine, zwei Sekunden lang. Dann lehnte er das Haupt an die Brust Gertrudens und weinte wie ein Kind. Die alte Frau ließ ihn meinen, 30g ruhig einen Stuhl heran und setzte sich neben ihn, ohne zu reden. Sie kannte die Wohltat ungestörter Tränen. Feierliche Stille herise te im Zimmer. Endlich hob er den Kopf und flüsternd, in abgebred( ren Sätzen erzählte er:
Wir hatten ihn mit in Jachmittags- Postzuge erwartet. Er war unser Cinziger, unser Stolz, inger canzes Elück. In Ferlin vertrat er meine
Waldmanns Wiederkehr.
Eine Christnachtserzählung von Philipp Bogler.
aldmann war der Spielgefährte und Liebling der Kinder. Vater hatte ihn, als das Hündchen noch keine sechs Wochen zählte, von dem gräflichen Förster geschenkt bekommen und eines Abends, in seine Jacke gewickelt, mit nach Hause gebracht. Der Jubel war groß gewesen. Unter mancherlei Entbehrungen und Beschwerlichkeiten wurde das Tierchen aufgezogen, und treulich hatten seit diesen vier Jahren Hund und Kinder jede Stunde in Leid und Freud miteinander geteilt. Viel Leid und Kummer kehrte in die kleine Waldhütte ein. Den Vater erschlug eines Tages beim Holzfällen ein jählings niederbrechender Baum; die Mutter schleppte sich mit ihren Sorgen und ihrer Trauer noch anderthalb Jahr herum, dann mußte ihre Schwester, die älter und unverheiratet war, zur Pflege berufen werden, bis auch diese nicht mehr ausreichte und die Kranke ins Spital kam, hinein in die Stadt, welche sie alle nur vom Hörensagen kannten und die ihnen wie ein großmächtiges Gefängnis erschien. Aber da half kein Wehren. Mutter mußte fort und kam auch nicht wieder, wie jedes vorausgesehen. Die Kinder, der Bube, der Hans und die kleineren Schwestern, Mizi und Nannerle, freilich wollten es lange nicht glauben. Ihnen blieb die Tante als zweite Mutter, welche Tag und Nacht für sie sorgte, und endlich war ja auch Waldmann noch da, der Vierte im Bunde. Und er hörte auf jeden dieser Namen, auf jeden Ruf, obschon er längst den kleinen über den Kopf gewachsen war. Nicht bald hätte es einen schöneren Vorstehhund gegeben, als Waldmann, der geradezu Menschenverstand zu besitzen schien. Das fand auch der Förster, der öfter einmal nachschauen kam.
Der Hund braucht nur' n bissel Dressur", meinte er wiederholt, gebt ihn mir mit. Ich richt' ihn ab, dann könnt Ihr ihn noch' mal für teures Beld verkaufen."
Aber so oft er den Antrag aussprach, jedesmal gab es Tränen, Beschrei und Widerspruch.
Der Förster sah endlich, daß da nichts zu machen sei und begnügte sich, Waldmann gelegentlich apportieren zu lassen, ihm am Ohr zu krauen und auf den schlanken Rücken zu klopfen. So vergingen ein paar Jahre, und wieder einmal kam Weihnachten ins Land.
Es war ein strenger Winter, der mit den zunehmenden Tagen noch härter zu werden versprach. Die Tante hatte mehr wie je mit ihrem alten Leiden zu kämpfen und so sah es denn schlecht aus, was den täglichen Verdienst betraf. Nirgends wollte es langen.
Das Gesicht der Alten wurde immer faltenreicher und sorgenvoller, je näher Weihnachten rückte. Wenige Tage vorher gab es eine große Jagd in den umliegenden Wäldern. Hans hätte gerne etwas davon ge= sehen, aber er mußte zur Schule, von der er erst bei anbrechender Dunkelheit nach Hause kam. Kaum hatte er die Schwelle überschritten, so stürz
ten ihm die kleinen Schwestern mit der in atemloser Hast vorgebrachten Neuigkeit entgegen, der Förster sei heute mit dem Herrn Grafen vorübergegangen und der Herr Graf, der Förster und der Waldel-" Aber der Bub hörte nur mit halbem Dhre hin. Seine Blicke suchten den Hund, den er noch nicht begrüßt hatte. Die Tante begann:„ Der Waldmann is net daham; siehst, Bub, dem Herrn Grafen hat er so viel gefallen.
Hans riß sich los; das Gesicht des Knaben zeigte die Angst des Kinderherzens. Er hat ihn mitgenommen?!" Die Alte nickte, griff wieder nach der Hand des Buben und sagte, ihn an sich ziehend: Schau Hans, was i da hab':' nen funkelnagelneuen Zehnerbanknoten. Rechn' amal, was i alles dafür kaufen kann. Die Feiertäg' sind vor der Tür- Ihr Kinder möchtet doch auch ein Christkindel haben mir fehlt's am Geld. Und schau, Hans, der Waldel hat nir Gut's mehr gehabt, kaum's trockne Brodrindel und i kann net amal Euch so recht füttern
Sie sprach noch lange so fort, aber Hans hörte nicht was sie sagte. Längst schon hatte er sich niedergekniet, den Kopf in ihren Schoß gedrückt und unaufhaltsam flossen seine Tränen.
Christabend wars. Die Lichter auf dem Fichtenbaum in der Stube der Holzhackerhütte begannen eines um das andere zu erlöschen. Die Kinder saßen, Kopf an Kopf gelehnt. Auf ihren Knien lagen die ersehnten Weihnachtsgaben: Strümpfe, eine Wollkappe, ein Schultornister, eine handvoll Lebkuchen mit Zuckerguß, Apfel und Nüsse.
Das waren Schätze, Herrlichkeiten, wie sie solche kaum zu erträumen gewagt. Und doch waren sie nicht fröhlich, nicht laut, trotz der Reichtümer ringsum. Still saßen sie beieinander. Wo mochte Waldmann jetzt sein? So eßt's doch, Kinder!"
Aber da lagen schon die Köpfe auf den. über den Tisch ausgestreckten Händen; ein braunes, ein blondes und ein flachsfarbiges Kinderköpfchen dicht nebeneinander und die gedrückten Herzen machten sich in lautem Weinen Luft. Waldmann- das war der einzige Gedanke bei allen dreien. Und horch! Klang nicht von draußen her ein klagendes Winseln? Die Tante war zur Tür gehumpelt und blieb dort wie festgenagelt ſte= hen, die Hand auf den Drüker gelegt. Und wieder klangs durch die Stille der Christnacht- ein langgezogener Klageton- und noch hastiger kratzte es an der Tür.
Die Tür flog auf- mit einem einzigen Sage stand Waldmann in der Stube, ein abgerissenes Kettlein schleifte auf dem Boden nach; was lag daran, daß er im Sprunge das Lichterbäumchen niedergeworfen hatte? Er trat auf Kappe und Tornister, zerstampfte Lebkuchen und Zuckerwerk die Kinder achteten es nicht. Sie saßen im Kreise auf dem Boden, umhalsten ihn- Waldmann war wieder bei ihnen!
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Da erhob sich plötzlich Hans, stellte sich in strammer Haltung auf, faltete die Hände und begann mit schwankender Stimme das Weihnachtslied: ,, Christkindlein ist gekommen, mein Herz, nun wache auf"
Glaubt ihr nicht auch, die ihr dies Geschichtchen laset, daß der Graf, von der bewiesenen Treue gerührt, das Tier als Weihnachtsgeschenk den Waisen ließ?-
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Majestät der Königin- Mu
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