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Diden, feir Arrestlokal war geeignet, ihn aufzunehmen, und der Polizeizt legte sein Veto ein, den Mann in eine der Rellen zu stecken. Schmiedhuber ist aber auch von einer Feitieibt keit, die geradezu enorm ist. Sein Oberschenkel hat den l'infang des Rumpfes eines Kindes, und um seinen Leibesumfang zu umspannen, reichen die Arme eines wohl­ausgewachsenen Mannes nicht aus. Früh Morgens wurde er, von seiner Frau und von Kameraden unterſtüßt, auf den Rutschbock gesetzt, und auf diesem blieb er sitzen, bis er her­untergeholt wurde. Er hat stets mäßig gelebt und hatte in früheren Jahren kaum den Ansatz eines Embonpoints. Erst in den letzten Jahren wurde er so umfangreich, und seine Fettleibigkeit nimmt immer mehr zu, obwohl seine Nah­rungsaufnahme durchaus nicht größer ist, als die eines mäßig starken Essers. Auch beim Trinken ist er nicht über­mäßig. Nun hat ihm aber die Polizei doch die Fahrerlaub­nis entzogen.

= Neues Land in Italien. Im südlichen Italien gibt es einen Landstrich, der in alten Zeiten außerordentlich frucht­bar gewesen sein soll, zurzeit aber völlig öde liegt. Es ist das der Teil der Provinz Apulien, der von dem Sporn des italienischen Stiefels" am Monte Gargano bis zur Spike des Absatzes am Kap San Maria de Leyca reicht. Es fehlt dor: so gut wie ganz an Wasser. Um das Land ertragreich zu machen, muß diesem Mangel auf künstlichem Wege abge­holfen werden. Von der italienischen Regierung wird jetzt beabsichtigt, die Quellen des Flusses Sele auf der Südseite des Apenninenabhanges abzufangen und durch einen Aquä­duft durch die Apenninen hindurch nach Apulien hinzu­leiten. Auf diese Weise sollen 280 Städten und anderen Gemeinden mit einer Einwohnerzahl von fast 2 Millionen die Bedingungen zu einer besseren Ausnüßung des Landes erschlossen werden. Die Kosten des gewaltigen Planes wer­den auf 136 Millionen Lire geschätzt. Er soll bis zum Jahre 1921 vollendet sein. Die Vergebung der Arbeiten ist vor furzem bereits geschehen.

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= Verräterische Fingerabdrücke. Vor dem Gericht in Rochester in England stand jüngst ein Einbrecher. Er er­flärte, er wolle seinen richtigen Namen aus dem Grunde nicht angeben, um den Wert der polizeilich genommenen Fingerabdrücke einmal selber festzustellen. In Scotland Yord, wo die Messungen und Fingerabdrücke aller beim Ein­bruch abgefaßten englischen Verbrecher aufbewahrt werden, wurde bald ermittelt, daß der Mann ein gewisser Frank Cot­ton sei, der schon mehrere Male wegen Einbruchsdiebstahl bestraft war. Er legte sofort ein Geständnis ab und wurde zu zehn Monaten Gefängnis verurteilt.

= Ein Bankett tief unter der Erde. Die Direktion eines Kohlerbei gwerfes in Neu- Seeland hatte jüngsthin eine große Anzahl Gäste zu einem Gastmahl geladen. Wie er­steunten diese, als sie nach ihrer Ankunft alsbald eingeladen wurden, in das Bergwerf einzufahren. Dort war in einem Schadte 550 Meter unter der Erde eine reiche Tafel ge­deckt. Der sonst so finstere Raum mar auf ganz raffinierte Art zu einem prächtigen und in hellstem Lichte erstrahlen­den Bankettrcum umgestaltet. Speisen und Weine waren bon erlesenster Art, und die Stimmung wurde bald eine Höchii animierte. Die Direktion aber erreichte vollauf den Bwed, den sie mit ihrer excentrischen Idee verfolgt hatte: Die Teilnehmer an dem unterirdischen Mahl waren so ent­Büdt von der Veranstaltung, daß sie in Masse Aktien auf das Bergwerk zeichneten.

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Ein moderner Simson. Daß auch heute noch die Stärke eines Menschenfindes in der Länge der Haare liegt, das beweist die Geschichte des amerikanischen Wunderkindes Maurice Warner, die demnächst die dortigen Gerichte be­schäftigen wird. Der kleine Maurice ist Violinvirtuose. Was die Zuhörerschaft, und besonders die weibliche, aber beson­ders an ihm in Ekstase versetzt, das sind seine langen gold­blonden Locken. Sie werden von seiner Mutter und seinem Impresario genau auf 8 Zoll Länge erhalten. Als der fleine Maurice jüngst bei einem Haarfünstler weilte, der ihm seinen Haarschmuck in die vorschriftsmäßige Form brin­gen sollte, benußte der Impresario die Zeit des Haarschnei­dens zu geschäftlichen Gängen. Das benußte Maurice dazu, um den Herrn Friseur anzuflehen, er solle ihn von dem lästigen Kopfschmuck befreien, der ihn, den auf seine Man­neswürde stolzen Wunderknaben, gar oft für ein verkapptes Mägdelein ansehen ließ. Wer beschreibt das Entsetzen des Impresario, als er bei seiner Rückkehr statt des blonden Lockenkopfes ein fahlgeschorenes Lürschchen fand, in dem feine schwärmerische Amerikanerin den Wunderknaben Mau­rice wiedererkennen würde. Kein Konzertdirektor wollte noch etwas von dem Kahlkopf wissen, alle Kontrakte im Werte von 24 000 Dollars wurden rückgängig gemacht, bis dem kleinen Maurice die Locken wieder gewachsen sind. Das aber dauert mindestens ein Jahr, und in einer solchen Zeit hat der Wunderknabe an Marktwert bedeutend gelitten. Kein Wunder also, wenn Mutter und Impresario den Haar­fünstler vor Gericht ziehen, der diesem winzigen Simson mit den Locken auch seiner Wunderkraft beraubt hat!

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Die größte Versicherung. In Wien ist in den letzten Tagen die größte Versicherung abgeschlossen, die bislang in Europa zu verzeichnen steht. Ein reicher österreichischer In­duſtrieller hat zugunsten seiner Frau folgende Versicherung getroffen: Nach dem Ableben des Versicherten erhält die Frau 1 Million Kronen bar, und eine lebenslängliche Leibrente von 400 000 Stronen. Die Einzahlungen, die der Industrielle zu leisten hat, betragen jährlich 336 000 kronen, also täglich faſt 1000 kronen. An dieser Versicherungstransaktion find fünf Versicherungsgesellschaften beteiliat.

Das Jubiläumsfest der Gießener Freiwilligen Feuerwehren. Montag, 17. Juli.

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noch außerhalb weitere Siggelegenheiten schaffen mußten. In harmonischer Weise flogen die Stunden dahin. Eine sehr erwünschte Abwechslung bot auch der Gailsche Garten mit seinen schattigen Baumgängen. Wer sich ein wenig sammeln wollte, zog sich dahin zurück, um sich dort eine Beit lang in Ruhe zu ergehen. Das Entgegenkommen des Kommerzienrate Gail verdient die größte Anerkennung. Abends verlas Ober- Bürgermeister Mecum ein vom Groß­herzog eingelaufenes Telegramm, das mit einem drei­fachen Hoch auf den Großherzog, den hohen Protektor der hessischen Freiw. Feuerwehren, aufgenommen wurde.

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Weiter und weiter schritt die Dunkelheit vor, auf dem Festplatz flammten die Bogenlampen auf und um die große Ehrenpforte an der Neustadt, durch die ganze Scharen herein­zogen, schlangen sich bunte Lichtschnüre und schufen einen malerischen Anblick. Ununterbrochen flingen die Weisen der Festkapellen in das Gewühl hinein, das von Minute zu Minute anwuchs. Um 10 Uhr, furz vor dem Beginn der Aufführungen der Gießener Turnerschaft, war die Feft­halle bis auf den legten Plaz gefüllt. Unter den Klängen eines flotten Marsches rückten die Turner im strammen Auf­marsch auf die Tribüne und führten exakte Stabwindeübungen Den Glanzpunkt aber bildeten die Pyramiden, die wohl von 50 bis 60 Turnern gestellt wurden. Siebenmal veränderte sich das Bild und ebensoviele Male durchbrauste der Beifallssturm die Halle, in dem jedes andere Geräusch unterging. Draußen hatte sich unterdessen ein festgeschlossener Ring um den Feuerwerks Platz gebildet. Bald nach Be­endigung der turnerischen Aufführung zischte die erste Rakete in die Höhe, der sofort mehrere rote, blaue, gelbe und grüne folgten und in bunte Leuchttugeln zerplazen, während unten die Feuerräder mit ihren blendenden Schweifen herumsausen. Ein Knall und eine riesenhafte Fontäne steigt in den Himmel und fällt als Goldregen zurück, der durch zartgrünen Licht­staub rieselt. Immer schneller sausen die Raketen in die Höhe und die ganze Luft scheint von Gefnatter und Praffeln erfüllt. Da glüht auch der Feuerwehrmann auf und schickt einen feurigen Strahl von sich, während das Getöse in der Luft wie Schnellfeuer fnattert und im Hintergrunde die Kapelle spielt. Langsam verschwand das Bild, das Bublifum zerstreute sich wieder und gab sich den letzten Feststunden mit ganzer Kraft hin. Namentlich wurde auch der Juxplaß vielfach auf­gesucht. Erst am angebrochenen Morgen erloschen die bunten Lichter und schwiegen die Kapellen. G. H.

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Gewitter­

Heute, Dienstag, lenkt der Strom allgemach wieder in die Alltäglichkeit ein und nur einige herausgesteckte Fahnen und der Festplatz gemahnen daran, daß Momente lang andere Triebfedern das Leben durch die Stadt pulften. Ziehen wir das Facit, so ergibt sich, daß das Feuerwehr- Jubiläums­fest zufriedenstellend verlaufen ist, bis auf den regen, der am Sonntag Nachmittag in wahren Sturzbächen herniederging. Doch ist das ein Faltor, der außer mensch licher Macht liegt. Der ganze große Feft- Apparat arbeitete auf das präziseste und zeigte in jedem Programmpunkte die flare, wohldurchdachte Tätigkeit der Fest- Ansschüsse, denen auch hier die Anerkennung nicht vorenthalten werden soll. Besonders verdienen aber die Arbeiten des Stadtrats Helm hervorgehoben zu werden, der an der Spike der Ausschüsse

stand und das Ganze dirigierte.

Lokales.

18. Juli 1905.

mäßig begründetes Gesamtbild von dem derzeitigen Gießener Wohnungswesen zu gewinnen. Es wäre zu begrüßen, wenn sich zu den Helfern aus der Studentenschaft und der Arbeiterschaft, die bereits mit Eifer in der Arbeit stehen, noch Herren aus anderen Kreisen der Bürgerschaft mit gleich freudiger Hingabe hinzufänden. Weitere Meldungen, die möglichst bald zu erfolgen hätten, nimmt Dr. Roch, Schiffen­bergerweg 66, entgegen.

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A Das Unwetter am Sonntag hat in der Um­Hausen zündete ein Blitzschlag eine Scheuer und äscherte gegend allerlei Unheil angerichtet. In Münchholz­sie ein, in Reiskirchen standen die Straßen voll Wasser. In Großen Bused traf ein falter Schlag eine Scheune und zerspitterte mehrere Balken. In Waldgirmes wurde eine Scheune nebst Stallung eingeäschert, das Vieh konnte man retten. An der Lahn wurde eine hohe Pappel ge­troffen. In der Gegend von Bersrod, Großen­Buseck und Beuern ging auch ein Hagelwetter nieder, das an der Sommerfrucht einigen Schaden anrichtete. In Lang- Göns ging ein wolfenbruchartiger Regen nieber. Sämtliche Bäche der Umgegend und auch die Lahn sind sehr angeschwollen. Bei dem Kriegerfest in Ettingshausen und beim Kirchweihfest in Rainhardshain wurden die Festhallen vom Sturm umgeworfen. In Saasen schlug der Blig ins neue Schulhaus. In Harbach ging ein Wolkenbruch nieder, das Wasser drang in Ställe, Keller und Scheuern, viele Obstbäume wurden vom Sturm abge­brochen. Auf den Aeckern die Kartoffeln, Didwurz 2c. herausgewühlt, das Getreide hat schwer gelitten. In Geils­hausen schlug der Bliz mehrmals falt ein.

*** Wohnungsuntersuchung. Mit einer von etwa 70 Personen, meist Studenten und Arbeitern, besuchten Helfer­versammlung wurde am Freitag Abend im Posikeller" die allgemeine Gießener Wohnungsuntersuchung eröffnet. Besonders start war die Beteiligung der Studierenden; einzelne Koporationen hatten eine stattliche Zahl ihrer Mit glieder zur Verfügung gestellt. Eingeleitet durch einen furzen Bericht über die Vorgeschichte der Erhebung gipfelte der erste Teil des Abends in dem Vortrage des Privatdozenten Dr. med. ißtolt über die Bedeutung der Wohnungs­untersuchung und der Fragen des der Arbeit zugrunde gelegten Fragebogens. Es folgte eine lebhafte Erörterung ber bei der Erhebung zu befolgende Grundsäße, wobei besonders Wohnungsinspektor Grode und Medizinalrat Dr. Haber­forn aus ihrer Erfahrung wertvolle Anweisungen gaben. Der Schluß des Abends galt der äußeren Organisation des Unternehmens. Im Anschluß an die sechs Armenbezirke wurde die Stadt in zwölf Erhebungsbezirke geteilt, deren jeder von einer geschlossenen Helfergruppe unter Leitung eines Obmanns in Angriff genommen wird. Je zwei Erhebungs­bezirke, die zusammen einen städtischen Armenbezirk bilden, unterstehen wieder der Oberleitung älterer Herren, die als städtische Armenpfleger oder alte Ortsangesessene mit den Verhältnissen der Gegend vertraut sind. Durch die ge­samten Verhandlungen des Abends zog sich ein frischen, arbeits- und opferwilliger Geift, der an dem Gelingen des Wertes nicht zweifeln läßt. Die Bürgerschaft wird dem ge­meinnüßigen Unternehmen gewiß verständnisvolle Förderung zu teil werden lassen durch willige Aufnahme und Beant­wortung der Fragebogen sowie durch gelegentliche Aufklärung weiterer Kreise über die Bedeutung der Wohnungserhebung. Sie ist ein von allen Behörden unabhängiges, rein privates Unter­nehmen mit dem Zweck, für die Beurteilung der Gießener damit der fünftigen städtischen Wohnungspolitik eine wissenschaft­

Heute herrscht Festwetter, nicht zu heiß und vor allen Wohnungsverhältnisse das statistische Material zu zusammeln und Dingen trocken! Das Programm tann sich deshalb un­gestört abwickeln. Am Morgen unternahmen die Kameraden lich gegründete Unterlage zu schaffen. Die Erhebung erstreckt Spaziergänge in die reizende Umgebung Gießen, die mit sich auf alle Wohnungen, große und kleine, und schenkt dabei einem Frühschoppen auf dem Fefiplat endeten.

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besondere Beachtung den hygienischen Verhältnissen der

Feftzug gestern infolge des Gewitterregens fo jählings abge Kleinwohnungen. Privatintereffen der einzelnen Hausbefizer brochen werden mußte, sa fand er heute noch einmal statt. Dbwohl oder Mieter werden dabei in feiner Weise berührt, was er nicht im Programm stand, hatte ihn das Publitum dennoch sich schon darin ausdrückt, daß die Fragebogen nur den erwartet und begrüßte ihn durch zahlreiches Erscheinen. Berus, nicht aber den der Statistik gleichgiltigen Namen der wo sogleich Bewohner aufnehmen sollen. Jede einzelne Frage, jede das Konzert und das Volksfest begannen. Im Augenblic einzelne Messung soll nur dem Hauptzwecke dienen, ein zahlen­

P Ruheftörung, Sachbeschädigung und Ber­haftung. Nachdem Sonntag früh um 3 Uhr die Be­leuchtung auf dem Festplatz gelöscht worden war, saßen ungefähr noch 6 junge Leute in einer Wirtschaftshalle. Einer von diesen zerschlug einige Gläser, worauf die Halle polizeilich geräumt und die betr. Personen von dem Feſtplage entfernt wurden. In der rohesten und grobsten Weise skandalierten die Helden" bis zum Seltersweg fort, bis schließlich die beiden Rädelsführer, um die Ruhe wieder herzustellen, verhaftet wurden. Anzeige ist erhoben.

*** Das eingebläute siebente Gebot. Das ein so schönes Fest wie das unserer Feuerwehren auch seine Nachtseiten hat ist nur zu begreiflich. Eine der unange­nehmsten aber bilden die Taschendiebe, die auch in Gießen an den Festtagen wiederholt in Tätigkeit getreten sind. Einer Frau wurde das Portemonnaie abgenommen und ein anderer Taschendieb auf frischer Tat abgefaßt. Acht fräftige Feuerwehrmannsläufte verabreichten Sem Gauner eine wohlverdiente Tracht Prügel und übergaben ihn alsdann der Polizei, die ihn in Numero Sicher abführte.

w Großen- Linden, 18. Juli. Ertrunken. Ein Biegeleibefizer hatte vorige Woche zur Gewinnung von Ziegelerde in seinem in nächster Nähe des Dorfes ge­legenen Acker ein Loch gegraben. Durch das Regen­wetter am Sonntag Abend füllte sich dasselbe bis zu 1/2 Meter mit Wasser. Hierin ist gestern das 2jährige Kind eines hiesigen Einwohners ertrunken.

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Renovierung der hiesigen Kirche wird ein Teil des Schiffes erweitert. Der umgebende Raum war früher Begräbnis­stätte und darum findet man auch bei den jezt vorgenommenen Ausgrabungen eine Menge noch erhaltener Stelette.

Dutenhofen, 17. Juli. Stelettfunde. Bei

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Lauter, 17. Juli. Kirschenerate. Die von dem früheren Bürgermeister Feldmann angelegten Kirschen­pflanzungen haben dieses Jahr wieder einer reichen Ertrag geliefert.

= Quedborn, 17. Juli. Jugendlicher Sünder. Ein 15jähriger Junge, der schon mehrmals Diebereien be= gan gen hatte, wurde wegen wiederholten Diebstahl und Baumfrevel zur Anzeige gebracht.

Martiberigte.

Sickes, 18. Juli. Auf dem heutigen Wochenmarkt lofteten Buttes per fb. 110-1.20 M., Hühnereier per Stüd 6-7 Pfs, Enteneter St. 6-7 Pfa., Käse per St. 6-8 Pfg., Käsematte 2 St. 5-6 Bfg. Erbsen per Liter 21$ fg., Linsen per Liter 32 fg., Tauben per Paar 1. 0.80-1.00, Hühner per Stid Mt. 1.00-1.60, Sahnen, per Stüd 0.80-1.80, Enten per Stüd 1.80-2.20, Gänse per Pfd 00-00 Pfg., Ochsenfleisch per fo. 70-80 f., Rindfletsch per fb. 70-72 Pig. per Pfd. Schweinefleisch 70-80 Big. Schweine fleisch gesalzen per Pfund 0.84 Big., Ralbfleisch per Pfb. 70-80 Pfg. Hammelfleisch per Pfb. 50-76 Pfg., Kartoffeln pro 100 kilo 7.50 b 800 Mr., Zwiebeln per 3t. Mr. 8.00-10.00, Weiskraut 10-15 Bf. pe Stud, Zentner 3-4 Mt. Aepfel per Zentner 6-10 Mr. Swetschen per Sentner 0,00.- 0.00, Kirschen per Pfd. 20-25 Pfg. Milch per Liter 20 Pfg. Dauer der Marttzen von 7 Uhr morgens bis 1 Uhr nachmittags. Gegenstände des Wochenmarktverkehrs dürfen vor Beginn der Markizeit überhaupt nicht, und während der erfter drei Stunden der Marktzeit im Umberziehen feilaeboten werden.

Siepener landwirtschaftlicher Wetterotemp. Voraussichtliche Witterung in Hessen für Mittwoch, den 19. Juli. Bunächst Trübung und Gewitterregen, be­sonders Oberhessen, später aufheiternd fühler.

( Näheres durch die Gießener Wetterkarte.

Verantwortlich: für die Politik und den Inseratentell: Ibin Klein, für den übrigen Inhalt: Georg Horn, beib in Bieten.

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