Einzelbild herunterladen

Die Politik.

Wie wir aus zuverlässiger Quelle erfahren, sind die Mitteilungen über eine Zusammenkunft Kaiser Wilhelms mit König Eduard von England im Mittelländischen Meer unzutreffend.

In der Marokkofrage ist noch kein endgültiger Abschluß eingetreten. Delcassés Ankündigung, er werde den Wort­laut des Marokkoabkommens durch den Botschafter Bihours in Berlin amtlich mitteilen lassen, blieb bisher unerfüllt. Wahrscheinlich beabsichtigte der französische Minister des Auswärtigen mit der Ankündigung nur, sich die Möglichkeit zu sichern, bei der bevorstehenden Interpellation einer sach­lichen und bestimmten Antwort ausweichen zu können. Deutschland kann mit dem Verlauf der Dinge zufrie­den sein. Frankreichs Anspruch, allein die Vermittlerrolle Lei Verhandlungen anderer Mächte mit Marokko in der Hand zu behalten, ist zurückgewiesen, das Tor nach Fez ist geöffnet, und der Gedanke, eine Marokkokonferenz einzu­berufen, geht vom Sultan aus. Frankreich ist mit diesen Tatsachen ziemlich kaltgestellt und muß notgedrungen Deutschland als gleichberechtigt anerkennen. Nach einer offiziösen Mitteilung des Matin" soll übrigens ein Mei­nungsaustausch zwischen Frankreich und Deutschland be­gonnen haben. Das Blatt bemerkt weiter, Frankreich wolle feinerlei Interessen oder Rechte anderer Mächte in Marokko schädigen. Der sozialistische Deputierte Jaurès besteht in der heutigen Ausgabe der Humanité" abermals darauf, daß die marokkanische Frage erörtert werde. Er schreibt, es sei Pflicht der Kammer, von Delcassé Aufklärungen zu verlangen. Eine klare, versöhnliche, die Rechte Aller re­spektierende Politik merde die Autorität der französischen Diplomatie zur Verteidigung der Rechte Frankreichs nur vermehren.

Die Klagen der Geschäftswelt über die hohen Tele­grammgebühren nach dem Ansland haben bisher zwar noc feine Stellungnahme der Reichspostverwaltung hervor gerufen, jedoch ist Aussicht vorhanden, daß die Angelegen­heit auf dem nächsten Weltpoſtvereinskongreß zur Verhand lung gelangen wird.

In Heidelberg soll ein erstmaliger Versuch mil dem obligatorischen Fortbildungsunterricht für weibliche Handelsangestellte gemacht werden. Wie die Heidelberger städtische Handelsschule mitteilt, wird voraussichtlich mit Be­ginn des kommenden Schuljahres die im Einvernehmen mit der Handelskammer und dem Kaufm.- Verein geplante Er­richtung von Klassen für die weiblichen Handlungsgehilfen und Handlungslehrlinge unter 18 Jahren vollzogen werden. Die weibliche Jugend soll zum Besuch der Schule ver­pflichtet sein.

O Der Präsident des Reichsgerichts Wirklicher Geheimral Dr. Gutbrod ist in Leipzig am Montag infolge einer Lungen­entzündung gestorben. Dr. Gutbrod folgte als dritter Reichs­gerichtspräsident seinen Vorgängern Simson und Dehl­schläger am 30. November 1903. Er war 1844 geboren, hat also ein Alter von 61 Jahren erreicht. Der Verstorbene wirkte auch im Bundesrat seit 1897 als einer der stellver­tretenden preußischen Bundesratbevollmächtigten.

Zur Aufhebung eines großpolnischen Komitees fanden in verschiedenen Ortschaften Oberschlesiens polizeiliche Haus­juchungen statt. Eine Anzahl Schriften und Korrespondenzen wurden beschlagnahmt.

Italien.

vollkommenheit ist. Pobjedonoszew scheint trotz des gemet deten Demissionsgesuches nach wie vor der maßgebende Be rater des Zaren zu sein. In dem eigenhändigen Vermerl des Zaren wird die Unmöglichkeit betont, in der gegenwärtigen unruhigen Zeit eine so große Sache zu voll bringen. Der Zar behalte sich vor, später ein Konzil der alt­russischen Kirche zur Erörterung von Glaubensangelegen heiten und Kirchenverwaltung einzuberufen. Die schwachen fortschrittlichen Ideen in dem Pobjedonoszew nicht blind an hängenden Teil der Geistlichkeit sind also einstweilen voll. ständig zu Boden gedrückt. Das Rücktrittsgesuch des Ober­prokurators ist übrigens bisher nicht genehmigt.

Die Eisenbahnangestellten in Italien be­absichtigen in den allgemeinen Ausstand einzutreten. Da die Eisenbahner im Vergleich zu anderen Beamtenkategorien in Italien gut bezahlt sind, kann es sich nur um politische Demonstrationen handeln, wie sie ähnlich schon im Septem­ber des vorigen und im Februar dieses Jahres unternommen wurden. Die öffentliche Meinung wendet sich deshalb gegen den Ausstand, dessen Beginn das Agitation komitee auf Montag früh 6 Uhr angesetzt hatte. Der Ausstand hat be­gonnen in Neapel, Salerno, Rimini, Foggia und Forli. Ueberall werden die Bahnhöfe und-Strecken durch Sicher. heitsorgane bewacht. Der Dienst wird durch nicht am Streit beteiligtes Personal und durch die Eisenbahnkom pagnien der Genietruppen versehen. Am Bahnhof in Rom feiert nur das Zugpersonal, fast alle anderen Arbeiter sind tätig. Montag wurde der Hauptbahnhof von Militär be setzt. Fünf Kriegsschiffe gingen von Gaëta nach Genua ab, um für Aufrechterhaltung der Ordnung zu sorgen. Der Telephondienst von Stadt zu Stadt ist auf Befehl der Re gierung vorläufig eingestellt. Auf der Strecke Porto Cebesio- Mailand verkehrte Montag fein Zug. Die Per sonenzüge auf der interrationalen Gotthardlinie gingen bis 10 Uhr vormittags regelmäßig, dagegen war der Güter­verkehr eingestellt. Der Ausstand hat sich auch auf Mai­land ausgedehnt. Da die Gewerkschaftstorstände es ableh nen, gemeinsame Sache mit den Eisenbahnangestellten zu machen, dürfte der geplante Generalstreik vereitelt sein.

Oefterreich- Ungarn.

Die wirkliche Durchführung von zeitgemäßen Reformen im: Zarenreiche wird von Tag zu Tag unwahrscheinlicher. Wie der Minister des Innern bekannt gibt, will der Zar die Mitglieder der Reformkommission selbst ernennen. Bisher hieß es, sie sollten gewählt werden. Eine beson dere Tätigkeit ist von solchen ernannten Herren wohl nicht zu erwarten. Der Militärgouverneur von Irkutsk, Gra Kutaissow, soll nach einer kaiserlichen Verfügung Vorschläge zur Einführung eines Semstwos in dem ihm unterstellten Gebiet machen und diese dem Minister des Innern ein. Inzwischen vermehren sich die Unruhen schicken. überall. In Tscheljabinsk plünderten Soldaten eine Anzahl Häuser. Judenfeindliche Aufrufe wurden verteilt. In Wassilij Ostrow fanden Zusammenstöße zwischen streikenden Arbeitern und Polizisten statt.

Aus Budapest wird uns gemeldet, daß Kaiser Franz Josef unbedingt daran festhält, jeden Kompromiß, der die Armee- Einheit beeinträchtigen könnte, zurück zuweisen. frankreich.

A Die mißlichen Vorkommnisse im französischen Offizier­forps wollen nicht aufhören. Der Kriegsminister fand sich veranlaßt, zwei Hauptleute des 125. Linienregiments mit je 30 Tagen Arrest zu bestrafen. Die beiden Offiziere hatten ihre Versetzung aus Boitiers dem General Peigné zur Last gelegt und ihn gerichtlich auf Zahlung von je 50 000 Francs Entschädigung verklagt.

Spanien.

Amerika.

In den Stahlwerken zu Pittsburg werden alljähr. lich eine Menge ausländischer Arbeiter durch Unfälle ge­tötet. An die Behörden wird aber nur gemeldet, daß die Verunglückten verschwunden sind, und der Leichenschaubeamte erhält keine Mitteilung. Der österreichisch- ungarische Gene­ralkonsul hat nun die Unterſtüßung des Staates und der Bundesregierung nachgesucht, um dieser rücksichtslosen Opfe­rung ungarischer Angestellten in den Stahlwerken Einhalt zu tun.

A In Barcelona wurden zwei Hauptleute unter dem Verdacht verhaftet, ein Komplott gegen den Staat organisiert zu haben. Mehrere Generäle sollen stark kompromittiert sein. Von den Behörden wird strengstes Schweigen über die Angelegenheit bewahrt.

Rufeland.

Hof und Gesellschaft.

Der Kaiser hielt an Bord der Hohenzollern" vor Taormina am Palmsonntag vormittag selber Gottesdienst ab, dem auch die Kaiserin und die Prinzen, sowie Deputatio­nen der Offiziere und Mannschaften der drei deutschen Schiffe beiwohnten. Darauf fand an Bord der Jacht Früh­stückstafel statt. Die Kaiserin blieb nachmittags auf der Hohenzollern" und nahm auch an der Abendtafel teil. Die Prinzen benutten das schöne Wetter, um einen Ausflug nach dem griechischen Theater in Taormina zu machen.

A Das russische Kirchenkonzil ist durch einen Entscheid de Baren auf unbestimmte Zeit vertagt worden. Damit sind die schüchternen Ansäte zu einer Reform der Kirchen­verwaltung, die in letzter Zeit an die Oberfläche traten, in nichts zerfallen. Der mächtige Oberprokurator des heiligen Synods hat aezeiat. daß er noch im Besiz der alten Macht­

**

* Der deutsche Kronprinz weilte am Sonntag am Schweriner Hof, um dort seine Braut, die Herzogin Cecilie, zu begrüßen, die von Cannes dort eingetroffen war. Der Kronprinz war Gast der verwitweten Großherzogin Marie auf deren Landsiz Rabensteinfeld am Schweriner See. Von dort fuhr der Kronprinz mit dem Großherzog, der ihn abgeholt hatte, nach Schwerin, wo die sämtlichen Fürstlichkeiten nach eingenommenem Frühstück den Gottes­dienst besuchten. Abends reiste der Kronprinz nach dem Truppenübungsplatz Döberitz ab.

* **

Der König von England ist in Begleitung der Königin auf der Jacht Victoria and Albert" in Begleitung von englischen Kreuzern und Torpedobooten in Algier ein­getroffen.

Nah und Fern.

Die epidemische Genickstarre vergrößert ihr Ausbrei­tungsgebiet in Deutschland von Tag zu Tag. Außer in Nord- und Mitteldeutschland hat jetzt auch Bayern unter der Seuche zu leiden. Nachdem ihr Auftreten aus Würzburg bereits gemeldet wurde, sind jetzt auch in der Augsburger Gegend Fälle vorgekommen, darunter einer mit tödlichem Verlauf.

Schweninger bleibt, so heißt es jetzt, nachdem kurz vor­her aus Lichterfelde berichtet wurde, daß der bekannte frühere Leibarzt Bismarcks die Leitung des dortigen Kreis- Kranken­hauses niederlegen würde. Die Fahrt des ersten Sanato­riumschiffes der Hamburg- Amerika- Linie, die an der Insel Wight, der schottischen und irischen Küste vorbeiführen und an der Schweninger als dirigierender Arzt teilnehmen wird, wird nur vier Wochen in Anspruch nehmen. Dann kehrt Professor Schweninger auf seinen Posten zurück.

gesuchte Insel Martinique. Seit einigen Tagen steigt star­fer Rauch aus dem Krater und strömen beträchtliche Lava­massen den Berg herab. Der Bewohner der bedrohten Ort. schaften hat sich große Erregung bemächtigt. non r. Ein furchtbarer Mord

A Einjährig- Freiwillige durch Kraftfertigkeit. Immer häufiger wird über Fälle berichtet, in denen es strebsamen jungen Künstlern oder Handwerkern gelingt, sich auf Grund ihrer Fähigkeiten die Berechtigung zum einjährig- freiwilligen Dienst zu erwerben. Dem Opernsänger, der sich auf der Bühne die Schnüre" ersungen, dem Schlosserlehrling, der sie sich erfeilt hatte, reiht sich jetzt der Maler und Zeichner Baul Goldstein in Aschersleben an, dem auf Befürwortung der herzoglich anhaltischen Kunstgewerbeschule für hervor­ragende Leistungen der Berechtigungsschein verliehen wurde.

Die drei Leichen im Koffer. wurde in London entdeckt. In einer Möbelaufbewahrungs­anstalt fand man einen geschlossenen Koffer, welcher die Leichen einer Frau und zweier Kinder enthielt. Der Koffer war mit Leim gefüllt, um den Geruch zu verhindern. Es gelang der Polizei, den Ehemann der ermordeten Frau, Devereux in Coventry, zu verhaften. Ein drittes Kind des Ehepaares wird ebenfalls vermißt. Man glaubt, daß es Devereur gleichfalls gemordet hat.

Die Gefahr der Hypnose. In einer Ortschaft in der Nähe von Budapest lebte ein junger Jurist als Hauslehrer in der Familie einer reichen Witwe. Diese war eine schwär­merische Anhängerin hypnotischer Erperimente. Der junge Mann war ein vorzügliches Medium, und die Witwe benutte diese Eigenschaft, um ihm eine heftige Liebe zu ihr zu surge­rieren. Sie trieb die Sache derartig, daß der junge Mann oft tagelang in hypnotischen Schlaf versunken lag. Dadurch famen seine körperlichen und geistigen Kräfte derartig her­unter, daß er schließlich an den Rand des Wahnsinns ge= bracht wurde. In einem Augenblick des Erwachens ergrifi der Jüngling die Flucht und entkam zu seinen Eltern nach Budapest. Dort liegt er nun im Krankenhaus unter voll­kommenem Nerven- Zusammenbruch und in der Gefahr dauernder geistiger Störung darnieder. Gegen die Witwe ist ein gerichtliches Strafverfahren eingeleitet.

+ Dynamitexplosion. Ein schweres Unglück ereignete sich an der Bahnbaustrecke Mez- Bolchen. Bei der lezieren Station geriet die Arbeiterbude, in welcher gewöhnlich mit behördlicher Erlaubnis 25 Kilogramm Dynamit aufbewahrt werden, in Brand, anscheinend durch das Umfallen einer Petroleumlampe. Die Arbeiter konnten sich auf die Warn­rufe des Schachtmeisters noch durch eilige Flucht retten, dieser selbst aber wurde bei der Explosion der Bude durch einen Pfosten derart an der Brust getroffen, daß sofort der Tod eintrat.

99 Jahre, 99 Nachkommen. In Wien beging die Leh­rerswitwe Eva Jehoda ihren 99. Geburtstag. An dem­selben Tage wurde der Greisin ein Urenkelchen geboren, das das 99. Familienmitglied des hochbetagten Geburtstags­findes in diretter Nachkommenschaft ist.

** 9

Stabive ben 20. des Joh.

2. Bauge

Dipens.

hofftraße

für die Grabber

6.

Selter

Bran

Plat Stadt.

der Pfl lieferun bie ifra

im New

bon R

das E

Garter

nunge

-

-17

Berb fuch de Wirtscha des Emi gleichen Blag 9.

**

*

heutiger gezogen 5000 10 329

66 88

häufu

Bolize

Woche

Verschwundene Forscher. Aus San Francisco wird Jemeldet, daß zwei Amerikaner, Harry E. Miller und Kapt. Olender, von einer abenteuerlichen Reise zur Erforschung der von feindlichen Indianern bewohnten Insel Tiburon m falifornischen Golf nicht mehr zurückgekehrt sind und hr Wagnis, aller Wahrscheinlichkeit nach, mit dem Leben bezahlt haben. Die Insel wird von dem wilden Stamme Der Zeri- Indianer bewohnt, denen nachgesagt wird, daß sie ihre Gefangenn zu töten und zu verspeisen pflegen. Tibu. con soll reich an mineralischen Schäßen sein, und wiederholt jaben weiße Abenteurer den Versuch gemacht, dort zu lan­doch keinen sah man wiederkehren. Nominell gehört die Insel zum Gebiete der Republik Meriko, doch haben die merikanischen Behörden vergebliche Anstrengungen gemacht, die wilden Indianer zu unterjochen. In welcher Weise die beiden Amerikaner ihr Leben eingebüßt haben, das wird wohl immer ein dunkles Geheimnis bleiben. Miller war früher Schullehrer in Los Angeles, und nur die Abenteuer­lust bewog ihn dazu, die Erpedition nach Tiburon Island zu unternehmen.

Die Streifbewegung in Limoges hat zu weiteren Un­ruhen geführt. Die Streifenden versuchten, das Tor des Gefängnisses zu erbrechen und die inhaftierten Genossen zu befreien. Der Präfekt sandte eine Schwadron Jäger. Man befürchtet Zusammenstöße, da die Ausständischen sich in den Besitz von Waffen gesetzt haben.

Ein neuer Ausbruch des Mont Pelée bedroht die erst vor kurzer Zeit so schwer durch die Wut dieses Vulfans heim.

Den

Hus dem Gerichtslaal

§ Den Schutz der Ehe hat sich das Bamberger Schöff.n gericht in einer seiner letzten Verhandlungen angelegen sein lassen. In der Verhandlung gab ein Kaufmann auf die Frage des Vorsitzenden, ob er verheiratet sei, die Antwort: Leider!" Der Amtsanwalt beantragte für diese bihr sofort zu vollstreckende drei Tage Haft, das Gericht beließ es aber bei 10 Mark Geldstrafe.

ge

§ Inwürdiges Benehmen bei einem Begräbnisse trug zwei Ta öhnern in Köln je 6 Monate Gefängnis ein. Die Leute hatten die Gebete der amtierenden Geistlichkeit nachgeäfft und den Gesängen gemeine Terte untergelegt. Im Urteil wurde hervorgehoben, daß das Gericht zwar nicht befugt sei, den Leuten die Religion beizubringen, aber verpflichtet sei, die religiösen Gefühle Andersdenkender zu schützen.

Lokales.

18. April 1905.

-e Die Vorbereitungen zu den im Herbste statt findenden Landtagswahlen in Hessen werden schon in verschiedenen Wahlkreisen getroffen. So haben, wie bereits gemeldet wurde, die Sozialdemokraten im Wahlkreis Sprend­lingen fenburg- Langen an Stelle des bisherigen Abgeordneten Kramer den Rechtsanwalt Dr. Fuida in Darmstadt als Randidaten aufgestellt. Auch in Rheinhessen hat bereits mit einigen Versammlungen im Wahlkreise Wörrstadt der Wahl­fampf begonnen. Voraussichtlich wird die von der Zweiten Kammer beschlossene direkte Wahl diesmal noch nicht zur Anwendung kommen, da in der Ersten Kammer, wie uns von informierter Seite mitgeteilt wird, der Gesez In Ober entwurf nicht angenommen werden wird. hessen kommen die Abgeordneten Bähr, Brauer, Er!, zur Neuwahl Köhler, Korell, Leun und Windecker

-

-

-

Im Wahlkreis Reichelsheim i. Odenwald wird der bisherige Abgeordnete Ripper nicht mehr fandidieren und war, wie uns von antisemitischer Seite mitgeteilt wird, die Kandidatur eines andern einflußreichen Landwirts des Wahl. kreises in Aussicht genommen. Wie nun verlautet, will der Kammerpräsident Haas, der Rammerpräsident Haas, der bekanntlich Reichstags. abgeordneter für diesen Wahlkreis ist, daselbst fandidieren, da sein bisheriger Wahlfreis Griesheim- Eberstadt- Pfungstadt Gernsheim starf von der Sozialdemokratie gefährdet erscheint. Wie die Antisemiten sich dazu stellen werden, ist bis jetzt noch nicht bekannt, wahrscheinlich werden sie, wie bei der Reichstagswahl auch bei dieser Wahl auf einen eigenen Kandidaten verzichten.

Der eifrigste Abgeordnete im Landtage war nach dem vor liegenden Verzeichnis der Abgeordnete Wolf- Stadecken, welcher in den 6 Jahren seiner Mandats- Ausübung weder in einer Rommissions noch in einer Plenar- Sigung gefehlt hat, was gewiß als eine Seltenheit verzeichnet zu werden verdient.

** Der Großherzog hat den Vorstand der Berg werksdirektion des Braunfohlenbergwerks Ludwigshoffnung, Bergrat Erst Hentschel zu Bad Nauheim auf sein Nachsuchen aus dem Staatsdienfte zu entlassen.

** Ernannt wurde der B hrer Friedrich Wilhelm Haber zu Rüddingshausen, zum Lehrer an der höheren und erweiterten Mädchenschule zu Gießen, unter Belaffung in der Kategorie der Boltsschullehrer, mit Wirkung vom 1. Mai 1905.

6 Uhr

Atraße

r

Dom 2

die I

fteigen

r

zahlre Lehre Stau

23:31

Schare

Vich)

den 2

του,

Aleir

212

10 1

mitta

hause

1/21

mittag

5. 99

Gemü

1/2 1

mittags

am

19

mittags nachmi

der D

der S

öffentl

Dienfi

dafelbf

an un

kec

Bur

beft ne em

Dachpap Sammitr