Schweden.
** Der Regierungsvorschlag über die Aufhebung der Union mit Norwegen wurde von der zweiten Kammer ohne De batte angenommen. Die Anerkennung Norwegens als selbständiger Staat ist in der Vorlage einbegriffen.
Türkei.
** Die Pforte hat eine neue Note an die Mächte gerich tet, in welcher sie mitteilt, bei der Ablehnung der mazedonis Ichen Finanzkommission begarren zu wollen. Die türrische Note verweist auf das, was bisher in Mazedonien geleistet wurde. Das Reglement der Finanzen sei in Anwendung, das Resultat sei Pünktlichkeit und Sicherung der Zah lungen. Die Einführung neuer Elemente wäre eine Abänderung des Werkes und eine direkte Ingerenz in die Souveränitätsrechte des Sultans. Die Pforte sehe mil Bedauern die Erweiterung der Grenzen des ursprünglichen Programms, welche das Werk kompromittieren und zu Unzuträglichkeiten führen würde; sie müsse daher auf ihrem Widerstand beharren und hoffe, daß die Mächte die AngeTegenheit definitiv aufgeben würden. Die Stellungnahme der Pforte hat in diplomatischen Kreisen sehr überrascht, da man ein Nachgeben erhofft hatte. Man spricht sogar von einer gemeinsamen Flottendemonstration vor Saloniki. Wahrscheinlich wird es aber zu diesem äußersten Mittel nicht kommen
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Alien.
Zwischen den in Ostasien an den Grenzen der Demarfationslinie sich gegenüberstehenden japanischen und russischen Truppen kommt es noch zu einzelnen Reibungen. Nach Petersburger Berichten werden in der neutralen Zone von den Japanern Fouragierungen für die Armee in Korea borgenommen. Einer Fouragierkompagnie wurden von russischen Truppen 10 000 Kilogramm Fourage sowie eine Anzahl Vieh abgenommen, die bewaffneten japanischen Soldaten wurden festgenommen. Der nach Wladimostok bestimmte amerikanische Dampfer„ Centennial" wurde in der Soyastraße von den Japanern beschlagnahmt.
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Rufsland,
Der Bar hat jetzt die Streichung des Großfürsten Kyrill aus den Armeelisten verfügt. Ein Tagesbefehl gibt bekannt, daß der Flügeladjutant Großfürst Kyrill Wladi. mirowitsch aus dem Dienste ausgeschlossen ist". Man nimmt allgemein an, daß dieses Zeichen der Ungnade auf die ohne den Willen des Zaren vollzogene Hochzeit des Großfürsten mit der geschiedenen Großherzogin Melitta von Hessen zurückzuführen ist. Der Großfürst will sich, wie es heist, in der Nähe von Koburg ankaufen.
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Anläßlich der Ueberführung der Leiche des plötzlich verstorbenen Fürsten Trubeßkoi, eines Führers der Libe ralen, nach dem Bahnhofe kam es in Petersburg zu blutigen Zusammenstößen der Volksmenge und der Polizei und des Militärs. Als dieses auf die Menge einritt, entstand eine Banik, bei der mehrere Menschen erdrückt wurden und viele gerbrochene Gliedmaßen davontrugen.
Hof und Gesellschaft.
*** Zur silbernen Hochzeit des Kaiserpaares übersendet der Zentralverband der deutschen rieger- und Veteranen- Vereine von Nordamerika eine si!- berne Punschbowle nebst Begleitschreiben.
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Beilegung des Streiks in Reichenbach i. Schl. Die ausständigen Tertilarbeiter des Reichenbacher Bezirks haben gestern die Arbeit wieder aufgenommen.
* Aus Anlaß des auf der Germaniawerst in Kiel vorgenommenen Stapellaufes des großen, für die Fahrt nach Meriko bestimmten Passagierdampfers Kronprinzessin Cäcilie" sandte die deutsche Kronprinzessin ein Telegramm an die Hamburg- Amerika- Linie, in dem sie dem Wunsche Ausdruck gibt, daß das Chiff auf seiner Fahrt der Welt verkünden möge, was deutsche Tüchtigkeit und RührigLeit zu leisten vermag.
Soziales Leben
Der Cheftreit im Haufe Koburg. Gotha, 16. Oktober. ( Eig. Bericht
Vor dem hiesigen Landgericht gelangte heute der Ehe roman zur Verhandlung, den die Prinzessin Luise von Ko burg den Ihrigen beschert hat.
Die
Die Vorgeschichte des Prozesses hat vielfach die Deffent lichkeit beschäftigt. Die Prinzessin Luise ist am 18. Februar 1858 als Tochter des Königs Leopold der Belgier geboren; sie ist eine Schwester der schwer geprüften Kronprinzessin Stephanie von Desterreich, der jeßigen Gräfin Lonyay, und die Schwiegermutter des Bruders der deutschen Kaiserit, des Herzogs Ernst Günther von Schleswig- Holstein. Prinzessin Luise hat eine recht trostlose Jugend verlebt; im belgischen Königshause herrschten trübe Zustände. Am 4. Februar 1875 heiratete sie auf Geheiß ihres Vaters den Prinzen Philipp von Koburg. Die Ehe war von Anfang an feine glückliche, und die Prinzessin Luise lag fortgesetzt ihren Vater an, er solle ihr zur Scheidung verhelfen, ein Verlangen, das bei König Leopold auf entschiedenen Widerstand stieß. Nun begann der Verkehr der Prinzessin mit dem österreichischen Ulanen- Leutnant Geza von Mattachsich. Dieser wurde in Agram durch friegsgerichtliches Urteil zu mehrjähriger Zuchthausstrafe verurteilt, weil er Wechselfälschungen auf den Namen der Prinzessin begangen haben sollte. Die Prinzessin wurde entmündigt und zunächst in der Heilanstalt Lindenhof in Sachsen, dann im Hotel ,, Wettiner Hof" in Bad Elster interniert. Von dort gelang es ihr, mit Hilfe Mattachsichs, der aus dem Zuchthause entlassen war, zu entfliehen und über Berlin, wo ihr der sozialdemokratische Reichstagsabgeordnete Dr. Südefum Hilfe leistete, nach Paris zu entkommen. Dort ließ sie sich von Gerichtsärzten auf ihren geistigen Zustand untersuchen und wurde von ihnen- entgegen dem Gutachten der Wiener Aerzte für geistig zurechnungsfähig erklärt, worauf die über die Prinzessin verhängte Kuratel vom österreichischen Obersthofmarschallamte aufgehoben wurde.
Der Frieden im Elektrizitätsgewerbe zu Berlin. Con einem großen Teil der ausgesperrten und streikenden Arbeiter wurde gestern die regelmäßige Tätigkeit bereits wieder aufgenommen. Bis jetzt ist zirka die Hälfte der an der AusSperrung beteiligten 40 000 ann bereits wieder untergebracht. 1450 Schraubendreher und Lagerarbeiter haben ihre Pläge, geringe Ausnahmen abgerechnet, wieder eingenommen. Arbeiter, die nicht sofort wieder eingestellt wer= den, erhalten von der Zentralstrei commission, die vorläufig in Permanenz tagt, nähere Mitteilung, wann sie sich in den Fabriken einstellen sollen. Man hofft, daß bis Mittwoch abend der überwiegende Teil der Ausständigen wieder im Betriebe ist. Es werden sicherlich noch Wochen vergehen, ehe die Letzten wieder Beschäftigung erlangen. Ein kleiner Teil muß überhaupt verzichten, wieder in den Elektrizitätswerfen Arbeit zu bekommen, da einige Stellen von Arbeitswilligen, dauernd besetzt sind. Die Gesamtsumme der quf Sammellisten eingegangenen Gelder wird nach vorlänfiger Schäßung zirka 80 000 Mark betragen. Die Berliner Gewerkschaftskommission quittiert über eine Summe von 56 431 Mark, während das Berliner Gewerkschaftskartell, die Vertretung der Lokalisten, etwa 4000 Mark gesammelt hat. Außerdem haben die Gewerkschaftsverbände größere Summen zum Streiffonds zur Verfügung gestellt.
Angesichts dieser Wendung blieb dem Gatten nichts übrig, als die Klage auf Scheidung der Ehe einzuleiten, die er, so lange die Prinzessin als für ihre Handlungen nicht verantwortlich betrachtet wurde, nicht nachgesucht hatte.
Ausstand in der Berliner Wäsche- Industrie. In den Streif getreten sind gestern etwa 1300 Näherinnen und 2000 Zuschneider Berliner Wäschefabriken. Die Zuschneider berlangen 10 Prozent Lohnerhöhung, die Näherinnen ebensoviel und außerdem Lieferung des Garnes und der Nadeln durch die Arbeitgeber. Beides müssen sich die Näherinnen jezt aus ihrer eigenen Tasche kaufen.
Dieser Prozeß gelangte vor dem Landgericht in Gotha zur Verhandlung, weil Prinz Philipp, als Mitglied der regierenden Linie des herzoglichen Hauses von Sachsen- Koburg und Gotha, das Hausgesetz und den darin vorgesehenen Gerichtsstand vor dem Landgericht in Gotha in Anspruch nimmt. Dieser ist indessen nicht unbestritten, denn der Anwalt der Brinzessin verlangt die Durchführung des Prozesses vor den ungarischen Gerichten, da sowohl der Prinz wie die Prinzessin ungarische Staatsangehörige feien.
Zehnstündiger Arbeitstag für weibliche Arbeiter. Der Bentralverband deutscher Industrieller beruft seinen Ausschuß auf den 3. November nach Berlin zu einer Sigung, die über die Einführung des zehnstündigen Arbeitstages für meibliche Arbeiter beraten soll. Den Anlaß dazu gibt der Umstand, daß voraussichtlich nach dem Vorgang der AugsFurger Betriebe im Januar 1906 die süddeutschen Baumwollspinner und Weber diese Arbeitszeit einführen und zu= gleich die Löhne um 10 Prozent erhöhen werden.
Nab und fern.
+ Schiffeunglüd. Aus schwere Sturzfee, die am nia" traf, fünf Swifchen ertranten, und dreißig Tages- Chronit. Bei Hagenau ist die Genidita Auch in Thüringen die Höhen des Thüringer Auf einem Neubau durch den Einsturz eines
† Die Seefische werden teurer. Infolge des Vorgehens vieler Stadtgemeinden und Korporationen, für ihre Ein wohner oder Angestellten als Ersatz der teuren Fleisch.ah. rung Seefische kommen zu lassen, fönnen die Fischgroßhandlungen die Nachfrage nicht befriedigen. Es ist daher eine Steigerung der Fischpreise im Gange, so daß bald auch dieser Notbehelf für die Fleischteuerung versagen wird. In der Stadt Herne hat man schon von der Absicht, Seefische von Stadt wegen zu beziehen und zum Selbstkostenpreise an die Bürger abzugeben, wegen der hohen Einkaufspreise Ab. stand nehmen müssen.
† Zum Gedächtnis der Gefallenen von Hochkirch. Für die bei dem Ueberfall von Hochkirch am 14. Oftober 1758 gefallenen Preußen und Desterreicher wurde ein Den.mal enthüllt. An der Feier nahmen Deputationen deutscher und österreichischer Regimenter, sowie Militärvereine beider Nationen teil.
Barg schon von vornherein der ganze Rechtshandel einen stark sensationellen Charakter in sich, so erhielt dieser Zug noch eine außerordentliche Verstärkung. Der Vertreter der Prinzessin, der ungarische Advokat und Reichstagsabgeordnete Dr. Visontai hatte während seines Aufenthaltes in Paris dem Redakteur eines dortigen Blattes seine Absicht kundgegeben, den Prozeß auf eine große Sensation hinauszuspielen. Lassen wir den Dr. Visontai selber reden:„ Wenn man mich dazu zwingt," so sagte er, so werde ich genötigt sein, einen sensationellen Prozeß zu führen, in dem es sich vor allem um Ruf und Moralität der Beteiligten handeln wird. Ich werde dann schildern müssen, in welcher Lage das sechzehnjährige Kind sich am Hofe von Wien befand, wo seine Schönheit es allen Verführungen aussetzte. Ich werde hunderte von Zeugen zitieren lassen, die deer höchsten Aristokratie Europas angehören, regierende Fürsten, wie den Fürsten von Bulgarien, den leiblichen Bruder Philipps von Koburg, Könige, wie Eduard VII. Ich habe in meinen Akten Hun= derte von authentischen Briefen, sie alle sollen, wenn nötig, vor dem Gericht verlesen werden. Ich will nicht auf Einschüchterung hinarbeiten und werde um der Ehre der Prinzessin selbst willen alles zurückhalten, was zurückzuhalten möglich ist. Aber niemals werde ich gestatten, daß die Unschuld belastet wird, und wenn man endgültig volles Licht verlangt, so werde ich es über den Hof von Wien verbreiten, der noch ganz im Bann des Schmerzes über entseßliche Tragödien steht, wie es jene des unglücklichen Kronprinzen Rudolf ist."
Gärung im Ruhrkohlengebiet. Fortgesetzt finden im Ruhrgebiet Bergarbeiterversammlungen statt, in denen mit großer Erregung gegen die von den Zechenverwaltungen berhängte Sperre als eine Beeinträchtigung der Freizügigfcit protestiert und auch die Fleischnot behandelt wird. Man befürchtet, daß es unter Umständen zu einem neuen Kampf fommen fönne.
† In drei Jahrhunderten gelebt hat ein Rentier in Rehden in Westpreußen, der vor kurzem im Alter von 110 Jahren gestorben ist. Der alte Herr, namens Johann Jesionowski, ist im Jahre 1795 geboren, hat also das Alter von 110 Jahren erlebt. Als er 100 Jahre alt war, hat er sich zum drittenmal verheiratet.
Das war ein sehr starker Schachzug des Anwaltes der Prinzessin, und seiner Wucht hat sich auch die andere Seite nicht zu entziehen vermocht. Durch diesen unverhüllten Hinweis auf die Absicht, die ganze Ehe- Tragödie in allen ihren Einzelheiten zu entrollen, und den Rahmen des düsteren Bildes möglichst weit zu spannen, sah sich der schwer geprüfte Gatte der Prinzessin veranlaßt, weitere Vergleichsverhandlungen nicht von der Hand zu weisen.
† Im Schlaf ertrunken. Die letten schweren Stürme in der Ostsee brachten bei Ahrenshoop das Segelschiff ,, Merkur" zum Stranden, das mit einer Ladung Eisen von Schweden nach Stettin unterwegs war. Es gelang, die Mannschaft zu retten. Nur ein Schiffsjunge, der in der Kajüte schlief, wurde dort vergessen und fand seinen Tod durch Ertrinken.
† Ein Zirkus durch Sturm zerstört. Der Zirkus Sarrasati, der in Allenstein Vorstellungen gab, ist durch einen Orfan total zusammengebrochen. Das gesamte Personal ist brotlos. Der Schaden allein an Material beträgt 50000 Mark. Bei der Katastrophe leisteten Mannschaften des Infanterie- Regiments Nr. 150 Hilfe.
Kunft un
RB Sir Henry Irving pieler der Gegenwart if hat sich besonders durch einen Namen gemacht. G erlangt. Er war am e fehener Gaft und wurde Krönung zum Sir erna in einem Dorfe in Somm geboren und war urspr Stimmt
† Felssturz in Karlsbad. Im Zentrum der Stadt Karlsbad, in der Sprudelgasse, stürzte von der Berglehne ein Felsblock während der Nacht mit furchtbarem Krachen ab. Er war durch den anhaltenden Regen unterwaschen und losgelöst Der Fels durchschlug das Dach der in dem„ Schwedischen Hause" befindlichen Gasthausküche. Zwei Mädchen wurden unter den Trümmern begraben. Eine wurde gräßlich verstümmelt tot aufgefunden, die andere hat schwere Verlegungen erlitten:
† Unfall auf einem Neubau. Auf dem Schlacht- und Viehhofe in Chemnitz wurden durch einen Bauunfall sechs Arbeiter verschüttet. Einer war sofort tot, zwei waren schwer, zwei leichter verlegt. Der sechste blieb ohne Verlegung.
Mit einem Vergleichsvorschlag leitete der Vorsitzende des Gerichtshofes zu Gotha, Landgerichtspräsident Immler, den gesetzlichen Vorschriften gemäß, die Verhandlungen heute ein, die unter kolossalem Andrang des Publikums stattfanden. Er regte an, daß die beiden Ehegatten sich über die Vermögensverhältnisse einigen möchten. Die Herbeiführung eines solchen Abkommens sei ja eigentlich nicht der Zwed eines Sühneversuches. Aber im vorliegenden Falle lägen die Verhältnisse doch anders, insofern erstens beide Eheaatten katholisch seien, die katholische Kirche aber bekanntlich die Scheidung der Ehe nicht anerkenne, und zweitens möglicherweise die ungarischen Gesetze in Frage kämen, die nur eine Scheidung von Tisch und Bett, nicht aber die vom Prinzen Philipp beantragte Trennung der Ehegatten nach dem Bande kennen. Der Vertreter des Prinzen, Gerichtsrat Dr. Bachrach- Wien hielt nunmehr das Angebot seines Klienten aufrecht, demzufolge der Prinz sich zur Zahlung von 72 000 kronen jährlich ohne einschränkende Verpflich tung bereit erklärt, ferner zur Zahlung von 120 000 ronen als Heiratsgabe des eingebrachten Heiratsgutes, obwohl er schon reichlich dessen Betrag herausgezahlt habe, wofür die Prinzessin die hohen Kosten ihrer Flucht aus Elster selber zahlen solle.
† Eine Diphtherie- Epidemie ist in Möhringen bei Stettin ausgebrochen. Eine größere Anzahl Personen sind erkrankt, mehrere sind gestorben.
† Der Fürst von Monaco durch den Kaiser ausgezeichnet. Fürst Albert von Monaco wurde gestern vom Kaiser in bemerkenswerter Weise ausgezeichnet. In Lindenberg( Kreis Beeskow- Storkow) wurde das neue Aeronautische Observatorium eingeweiht. Zu der Feier war der Kaiser mit dem Fürsten von Monaco eingetroffen. Auf eine Ansprache des Kultusministers Dr. Studt erwiderte der Kaiser, er gedenke in dieser Stunde dankbar des Fürsten von Monaco, der sein ganzes Wissen und Können in den Dienst der aeronautischen Wissenschaft gestellt und in bezug auf die Erforschung des Luftmeeres dem Kaiser mannigfache Anregung gegeben habe. " Ich glaube darum," so schloß der Monarch, in Ihrer aller Sinne zu handeln, wenn ich diese Gelegenheit ergreife, um dem Fürsten als ein Zeichen besonderer Anerkennung die große goldene Medaille für Wissenschaft zu verleihen. Ich freue mich, dies in Gegenwart so großer Gelehrter tun zu können."
Es kam zu einer teilweise recht gereizten Auseinandersetzung zwischen dem Dr. Visontai und dem Dr. Bachrach insbesondere über die Frage, wer die Schuld daran trage, daß die Prinzessin zeitweise in prefäre Lage geraten fei, morauf sich die beiderseitigen Vertreter den österreichischen und ungarischen Advokaten stehen noch deutsche Anwälte zur Seite, um die Sache vor dem deutschen Gerichte zu führen zu den Vergleichsverhandlungen zurückzogen, die allem Anschein nach zu einem Resultat führen.
† Nenes Grdbeben in Italien. In verschiedenen Teilen Italiens wurden neue Erdstöße wahrgenommen. Besonders in Calabrien wurde die Bevölkerung in große Bestürzung versezt. Auch in Messina im Süden und im Rumo- Tal in Storden wurde die Bewegung wahrgenommen.
† Typhus- Epidemie. Seit 14 Tagen find in Hirschberg 16 Typhusfälle vorgekommen. Kreisarzt Dr. Steinberg führt die Erkrankungen auf den Genuß von Obst, Gemüse und Milch zurück, da das Hirschberger Leitungswasser ein. wandsfrei ist. Die Erkrankungen sind leichter Natur, jedoch ist auch schon ein Todesfall eingetreten. Zwei Schulen sind bis auf weiteres geschlossen worden. Auch aus einigen Dörfern der Umgegend werden Typhuserkrankungen ge meldet.
** Der Großherzo affiftenten Wilhelm L Bierfelle zu Münzer * Uebertragen rid Göllner zu Ul Gemeindeshule zu Grole
† Ein Raubmord inmitten der Stadt wurde in Uffenheim an einer Bäuerin verübt. Der Tat verdächtig ist ein Soldat aus Metz, der im Vorjahr bei der Bäuerin in Quartier lag und vor wenigen Tagen in Uffenheim wieder aufge taucht war.
† Städtischer Fischmarkt in Posen. Der Verkauf von See. fischen, den die städtische Verwaltung als Ersatz für das teure Fleisch auf ihre Rechnung vornehmen läßt, hat auf dem Wronkerplatz zum erstenmale stattgefunden. Bereits eine Viertelstunde nach 9 Uhr vormittags war der Andrang von Käufern zu dem Fischmarkt so groß, daß viele, die später famen, unverrichteter Sache wieder fortgehen mußten. Der Verkauf von Seefischen soll einstweilen an jedem Dienstag, Donnerstag und Sonnabend stattfinden.
† Japanische Bestellungen in Deutschland. Die Firma Krupp erhielt von der japanischen Regierung bedeutende Aufträge auf Schiffsgeschosse und Munition angeblich im Werte von 30 Millionen Mark.
Der Befnd in Tätigkeit. Am Vesuv zeigten sich wieder zahlreiche heftige Ausbrüche unter merklichen Erschütterungen. Von Neapel bot der speiende Berg einen großartigen Anblick dar. Ein starker Lavastrom ergoß sich in der Richtung der Zahnradbahn.
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Donnerstag, de findet eine Sigung der Sta mit folgender Tagesordnu Dr. Boppert für die i Karl Gerbode für After 5. Winn für die Rap pflasterten Weberganges 5. Kreuzung des Wif
Ein Lloyddampfer beschädigt. Auf der Fahrt von Triest nach Durban begriffen, stieß der Lloyddampfer„ Afrika“ mit einem englischen Dampfer zusammen. Der der„ Afrika" zugefügte Schaden ist bedeutend. Beide Dampfer konnten die Reise fortseßen. † Geheimer Kommerzienrat Hahn aus Dresden, der befanntlich eine mehrjährige Gefängnisstrafe in der Landes. strafanstalt zu Bauzen abbüßt, hatte beim sächsischen Ministerium ein Gesuch um Beurlaubung eingereicht; er wollte seine franke 80jährige Mutter besuchen. Das Gesuch wurde abschlägig beschieden, und nun ist die alte Frau gestorben, ohne ihren Sohn wiedergesehen zu haben.
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6. Anbringung einer 7. Bertauf von Ranzleiberg.- 8. Licher ftraße. dem veterinärmedizin unfähigkeit de 11. Bergrößerung b abschluß des Gas u gleichen des Elektri Quellfaffung in D Hubertusbrunnen. raumes für die Wohnung des Auffe wafferungsanlagen du
18. Gefuche um Ecla Jakob Aung für La Chr. Riegelmann für Belloff 3. Witwe fi Medenbad für Bleid für Dammstraße 39 Schüßenftraße 15.
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Freitag, den 20
malig der von der Babtische Seefischma zum Selbfitoftenpre Bwrdmäßigkeit des Martt regelmäßig i P. Die Beftim 20. Rary 1903,
Rindern teils ganz dingungen geftattet
faffung geführt, daß werblichen Arbeiten Milch oder Zeitun
hingewiesen, daß Rinder nicht schon
die im heutigen Verordnungen Bla
bon abends 8 Ub bon Badwaren,
flanden überhaup Schulpflichtige Air
Bertauss an offer
Etern, Bormin fchäftigungen a Wirtschaften, Kindern ohne dulden und da
pfl chtige Rinder lichen Vorschriften
hingewiesen.
** Komment Darmstadt der He famifizung ab, die Bittelungen. Alge Stlungnahme des günftigerer Bedingung Lande. Die Abänder Antrag betreffend tie
der Fleischt uerung.
menbung von Surrog ein Berein zur Erfor Bilege belfi arten gegründet. D
1. Erforschung und arten. 2. Fortbildu Bialettiger gory bund


