Ausgabe 
15.4.1905 Erstes Blatt
 
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oder an der Leine und mit Maulforb versehen geführt werden und insbesondere, daß auch die Katzen einge­sperrt oder getötet werden. Besonderes Personal ist beauftragt, Hunde und Kazen, welche frei umherlaufen einzu­fangen und zu töten.

gesunden Menschenverstand den schlauesten Diplomaten und den verschlagendsten Finanzmännern über" iſt. Franzöſi­sche, italienische, englische Banken hatten sich bereit erklärt, eine Bahn durch Abessynien zu bauen. Die betreffenden Staatsvertreter standen den landsmännischen Kapitaliſten zur Seite, um für diese gute Konzessionen zu erwirfen und ihrem heimischen Spezialhandel dienlich zu sein Das war ihr gutes Recht und vielleicht sogar ihre Pflicht. Deutsche Finanzmänner hatten sich an dem Wettrennen nicht be= teiligt, eine ständige diplomatische Vertretung Deutschlands in Adis- Abeba eristiert überhaupt nicht. Jetzt hat der Ne­gus einen Vertreter der Mächte in seinen Palast berufen und ihnen mitgeteilt: sie möchten über die Ausdehnung der geplanten Eisenhn zu einer Einigung kommen, die für den internationalen Charakter der Bahn und für die Auf­rechterhaltung der Unabhängigkeit Abessyniens Vorsorge treffe; sonst werde er selbst den Bau der Verlängerung der Linie von Diredauch nach Adis- Abeba ausführen lassen; das sei seine endgültige Entscheidung Damit ist allen Intriguen ein Riegel vorgeschoben. Keine List wäre im­stande gewesen, einen besseren Abschluß herbeizuführen, als diese rücksichtslose Offenheit und Derbheit getan.

Hof und Gesellschaft.

führen. Tief ergriffen dankte der allseitig Geehrte und ver­sprach dem liebgewordenen Verein ein treues Gedenken. § Laubach. 14 Arbeiter der Hohmann'schen Bigarren­fabrik dahier sind in den Ausstand getreten.

?? Nieder Gemünden, 15. April. Zu Wiesen­vorstandsmitgliedern für unsere Gemarkung wurden Georg Friedrich Kann, Karl Wittich und Philipp Söbler

ernannt.

6-7 Bip., Glen per Liter 0.80-1.00 Etid 0.80-1.8

00-00 fg. per Bfb. 62-6 Heich gefolgen Big. Sammelfle 100 M., Swieb Stid, Bentner Bentner 0,00­18. Bfg. Dau nachmittage. Beginn ber bret Stunden K Fro Man notier 5 Alles per Kir

> Marburg, 14. April. Die höhere Bildung. Einem jungen Beamten aus der hiesigen Umgegend, der mit einer Dorfschönen verlobt war, gefiel dies Verhältnis nicht länger. Er sgte sich also hin, nahm seine gesamte Bildung und sein Tattgefühl zusammen und teilte der Braut in ge­wählten Wendungen in schonender Weise mit, daß sie stoffelig", dumm und ungebildet sei und von gesellschaft­lichen Umgangsformen keine Ahnung habe. Erste Steigerung: Die Mutter nennt die Tochter ein Stoppelfalb", der Vater schickt dem Verspruchsmüden eine Rechnung über 870 M.

"

600 Mt. für angeschaffte Ausstattungsgegenstände und 270 Mt. für Mahlzeiten. Weitere Spannung: Der Beamte nennt den Vater und die Tochter eine Verschwörerbande. Konsequenz: das Schöffengericht Marburg verurteilt den Beamten zu 50 Mt. Geldstrafe wegen Beleidigung.

] Kestrich, 15. April. Mit dem 9. Stiftungsfest zu­gleich feiert unser Kriegerverein am 9. und 10. Juli sein Fahnenweihseft. Durch Spenden seitens der Vereins­mitglieder und hiesiger Einwohner im Betrage von 300 Mt. konnte dieser schnliche Wunsch unseres Kriegervereins in Er­füllung gehen.

GH. Ein Meister am Flügel, diese Erkenntnis drängte sich gestern Abend allen auf, die in das Konzert des blinden Pianisten Albert Menn Köln geeilt waren. So sehr auch der linde Abend ins Frei lockte, so hatte sich doch eine ganze Anzahl Musitfreunde eingefunden, um sich der Kunst hinzugeben. Das Programm setzte mit der Bach Liszt'schen Fantasie und G- moll- Fuge ein. Zuerst etwas zögernd, meisterte der Künstler den Flügel im nächsten Augenblicke aber schon vollends und ließ mit Macht eine Tonflut aus den Tasten hervorbrausen, die immer höher und voller anschwoll, bis sie in langen, ruhigen Passagen dahinglitt. Durch das ganze Spiel, in dem sich eine vollendete Technikt offenbarte, ging ein warmer, lebensvoller Hauch. Die Es- dur- Sonate von Beethoven: Das Lebewohl, die Abwesenheit und das Wiedersehen, wurde ebenfalls, troz der Schwierigkeiten, die darin zu überwinden sind, glatt ge nommen. Besondere Aufmerksamkeit des Publikums rief auch Johannes Brahms hervor, dem man mit seiner ungarischen Rhapsodie op. 73, 1, dem Intermezzo in E- dur op. 116, 6 und dem ungarischen Tanz Nr. 6 einen sehr wirtungsvollen Platz gegeben hatte. Albert Menn zeigte sich auch hier als berufener Interpret. Unterliefen auch hie und da einige winzige Inforrektheiten, so wurden sie doch durch den großen, gefühlswarmen Strom lebendigen Empfindens, den der Künstler durch sein Spiel führte, überreichlich aus­geglichen. Liszt fügte sich mit seinem Liebestraum- Nocturno sehr gefällig in den Abend ein und auch Schumann und Chopin tamen würdig zur Geltung. Der Schluß gehörte mit der Moszkowsky'schen Polonaise der Modernen und zwar dürfte diese Komposition lediglich der Technik wegen, an der der Meister einen Prüfstein findet, auf das Programm gesetzt sein. was Publikum, das bis zu Ende das größte Interesse zeigte, fargte nicht mit seinem Beifall. Das Spiel des Künstlers ist um so mehr zu würdigen als die Natur ihm das Augenlicht versagt hat. Hoffentlich haben wir Gelegenheit, Albert Menn noch einmal in Gießen begrüßen zu können.

Die Fahrt des Kaisers über das Jonische Meer von Korfu nach Messina gestaltete sich bei schönstem Wetter und etwas bewegter See sehr reizvoll. Als die Kaiserschiffe am Abend den Hafen von Korfu verließen, erstrahlte auf der Hohenzollern" die Kaiserstandarte in elektrischen Glüh­perlen. Am folgenden Nachmittage zogen die schluchten­reichen Berge Calabriens wie ein wunderbares Panorama vorüber. Um 5 Uhr lag, nicht minderschön, Taormina dem Blicke da. Wegen der starken Brandung mußte die Aus­bootung unterbleiben, und um 7 Uhr abends gingen die Schiffe vor Messina vor Anker. Freitag Morgen begab sich der Kaiser auf dem Sleipner" nach Taormina.

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Der deutsche Kronprinz gedenkt, am Balm­sonntag zum Besuch am großherzoglichen Hofe in Schwerin einzutreffen. Zu derselben Zeit wird auch die Braut des Kronprinzen, die Herzogin Cäcilie, dort erwartet.-- Bei einer Ausfahrt in Potsdam erlitt der Kronprinz dieser Tage einen Unfall, der noch gut abging. Der Kronprinz lenkte sein Vierergespann selber, das so heftig gegen einen Prell­stein fuhr, daß der Wagen arg beschädigt wurde. Es mußte bom Marstall ein anderes Gespann geholt werden, mit dem der Kronprinz feine Fahrt fortsette.

Heer und flotte.

Eine Parade des freiwilligen Armeekorps findet am heu­tigen Tage auf dem Luruper Exerzierplaz vor dem kom­mandierenden General des 9. Armeekorps Bock von Polach statt. Bekanntlich hat sich bei der Automobilaus­stellung in Berlin ein freiwilliges Automobilkorps gebil­det, dem Prinz Heinrich von Preußen als Chef vorsteht. Dieses Automobilkorps unternahm Freitag eine Huldi­gungsfahrt zu Ehren seines Chefs von Berlin nach Kiel. Die Abfahrt erfolgte früh 7 Uhr von Berlin. In Bergedorf empfing und begrüßte Prinz Heinrich sein Fahrerkorps gegen 5 Uhr nachmittags und führte es zunächst nach Hamburg, wo ein Diner für die Teilnehmer stattfand. Nach der Parade am heutigen Tage erfolgt die Weiterfahrt nach Kiel unter Führung des Prinzen Heinrich von Preußen.

Nah und Fern.

§ Darmstadt, 14. April. Geheime Stadtver­ordneten- Situngen. Eine in letzter Zeit brennend ge­wordene Frage schnitt gestern der Stadtverordnete Schupp an, indem er den Wunsch aussprach, daß Punkte, die ihrem Gegenstand nach nicht unbedingt in die geheimen Sigungen gehören, z. B. die Beratung der Vorbereitungen zur Schiller­feier, fünftighin in der öffentlichen Sizung verhandelt werden möchten. Stadtv. Säng regt auf Grund mancher unlieb­samen Erfahrung, die man in letter Zeit mit den zum Teil recht veralteten und unpraktischen Bestimmungen des Drts­baustatuts gemacht habe, eine baldige gründliche Revision dieser Materie an.

Zur Erinnerung an die Großherzogliche Vermählung wird eine ueue Dekoration an hohe Staats­und Gemeindebeamte verliehen. Die Auszeichnung hat die Form einer länglichen Agraffe, ist in Silber ausgeführt und wird an weiß rotem Band wie ein Orden getragen. In der Prägung erblickt man die verschlungenen Initialen des Großherzoglichen Paares.

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A

Buß- und 1. vormittage Text

K Hersfeld, 14. April. Sträflicher Leichtsinn. Aus dem Fenster eines Wohnhauses wurde leichsinniger Weise fochendes Wasser ausgegossen. Ein auf der Straße spielendes Kind wurde von dem Wasser getroffen und so verbrannt, daß es alsbald starb.

** Die Milch wird teurer! Wegen der in den lezten Jahren sehr gestiegenen Preise für Milchkühe und Kraftfutermittel fand am letzten Mittwoch in Gießen im Hotel Viktoria eine Versammlung von Landwirten und Milchhändlern statt. Es wurde ein Preisaufschlag der Milch beschlossen und die folgenden Pretse festgesetzt: 1 Liter Milch 20 Pfg.; 1 Liter Milch in Flaschen 22 Pfg.; 1 Liter Kinder­milch 40 Pfg.; 1 Liter Bäckermilch 17 Pfg.

Prinz Heinrich von Preußen und der Straßenbahner. Als Prinz Heinrich jüngsthin die Elbbrücke bei Harburg passierte und um das Brückengeld zu zahlen, vor dem Wärterhause hielt, wurden ihm von dem Fahrer eines Straßenbahnwagens, der dadurch in der Weiterfahrt aufge­halten wurde, in grobem Tone Schimpfworte zugerufen. Als der Straßenbahner erfuhr, daß der Prinz ihn wegen Beleidigung belangen wollte, bat er schriftlich um Ver­zeihung, worauf der Prinz die Sache für erledigt erklärte. Es ist aber amtlich eine Untersuchung gegen den groben Straßenbahner eingeleitet, und zwar wegen Beleidigung eines Mitgliedes des landesherrlichen Hauses.

2. nachmittag

Gottest

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evangelier überwiegend Arbeite Gar

K Vom Taunus, 14. April. Titel- Jagd. Ein Bauersmann, so erzählt das Höchster Kreisblatt, liest seiner Familie aus dem Kreisblatt vor:.. alsdann fam im Gemeinderat die Anstellung eines Gasdirektors zur Beratung. Was, unterbrach ihn die Großmutter, Gasdir. ftor? Do sag ich awer nix mehr! For was braucht der Gassert den gruße Titel? Ja, ja, heitzutag will halt jeder den Fürnemsten spiele! Macht nor su faans!

K Eltville, 14. April. Gestern Mittag ist der Regent von Braunschweig, Prinz Albrecht von Preußen, auf seiner Befizung Reinhardshausen in Erbach( Rheingau) eingetroffen.

** Hebung der Schafzucht. Vor einigen Tagen brachten wir die Mitteilung, daß die Schafzucht in Hessen in den letzten Jahren zurückgegangen sei. Besonders ist dies in Oberhessen der Fall und man ist daher in maßgebenden Kreisen zu dem Entschluß gekommen, die Schafzucht in Ober­Hessen mit allen Mitteln nachdrücklichst zu fördern. Besonders der Vogelsberg liefert auf großen Strecken einem genügsamen Schaf recht gutes und auch ausreichendes Futter. Das jezige Landschaf soll durch Zuchtwahl zu einem maftigeren Fleischtier umgewandelt und damit die ganze Schafhaltung rentabler gestaltet werden. Zu dem Zwecke plant man mit Hilfe des landwirtschaftlichen Provinzial- Vereins, englische Böcke zur Kreuzung einzuführen.

=[ Die ersten deutschen 100 Kilometer- Schnellzüge] wer­den auf den Strecken Berlin- Hamburg und Berlin­Hamm voraussichtlich noch in diesem Sommer verkehren. Diese Schnellzüge werden mit den gewaltigen neuen Loko­motiven, die auf der Weltausstellung in St. Louis zu sehen waren, ausgestattet werden.

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Lokales.

Aus dem Gerichtssaal.

Straffammer.

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Im verflossenen Herbst entwendete der Landwirt Johann Konrad Thorn von Groß: Karben, nächtlicherweile von einem Acker des Pächters Kaz von Ofarben, in Gemein­schaft mit seinem 13jährigen Sohn, etwa 15 8tr. Kartoffeln. Auf Anzeige verurteilte ihn das Schöffengericht Vilbel zu 2 Wochen Gefängnis; sein Junge fam mit einem gericht­lichen Verweis durch. Dieses Erkenntnis wurde von der Staatsanwaltschaft wegen des niederen Strafmaßes ange­fochten. Das Gericht erhöhte heute die Strafe des Thorn auf 3 Monate, indem es strafschärfend die große Frechheit * Homberg a. d. O. Hier sind ebenfalls Bestrebungen des Angeklagten und die Tatsache, daß er seinen kaum ftraf­im Gange, die auf Gründung einer gemeinnügigen mündige Jungen zum Diebstahl anhielt, hervorhob. Baugenossenschaft abzielen. Die Beteiligung aus den verflossenen Winter erhielten zwei Lederhändler in Gießen Kreisen der Bürgerschaft ist bereits eine recht erhebliche. Postkarten aus Großen- Linden, nach welchen sie je eine Am 11 d. Mts. fand nunmehr unter dem Vorsitze des Sohllederhaut und sonstiges Zubehör zurechtlegen sollten, Steuerkommissärs Köhler eine öffentliche Versammlung zu damit dies die Schuhmacher Kloß und Stoll könnten ab­weiterer Erörterung der Angelegenheit statt. Landeswohnungs- holen lassen. Bei dem einen erschien auch eines Abends inspektor reßschel hielt einen eingehenden Vortrag, ein Mann, der das Bestellte mitnahm. Es stellte sich als­welcher alle nötigen Aufklärungen gab. Der Gründung der bald heraus, daß der Schuhmacher Heinrich Engel von Krtorf der Besteller und auch der Abholer war. Es wurde Baugenossenschaft wurde deshalb allseitig zugestimmt und ein Komitee zur Vorberatung der Statuten gewählt. Die gegen ihn Anklage wegen Betrugs und Urkundenfälschung Ronstituierung der Genossenschaft sell in nächster Zeit er­erhoben, die zur Bestrafung des Angeklagten zu 1 Jahr følgen. 2 Monaten Buchthaus nebst Aberkennung der bürgerlichen Sanntag fand im Hotel Ehrenrechte auf 5 Jahre führte. * Homberg, 14. April. Ein italienischer Erd­Zum hessischen Hof" die diesjährige Hauptversammlung des arbeiter Stefano Basilio aus Barberino wurde wegen eines Da der Vor­an einem Schulkinde in Gießen verübten Sittlichkeitsver­Ortsgewerbevereins Homberg statt. sigende Dr. Krausmüller, mit dem 1. Mai nach Gießen brechens mit einer Gefängnisstrafe von 4 Monaten belegt. berfest ist, so wurde Bürgermeister Repp durch Zuruf an Wegen zwei weiterer unter Antlage gestellte Fälle erfolgte seine Stelle gewählt. Die zahlreich besuchte Versammlung Freispruch.- Zum Schlusse wurde ein Urteil des Schöffen­wählte sodann noch Dr. Nennstiel, Strauch, Geibel, gerichts Schotten, das den Landwirt Johannes Schäfer A. Schweißguth und Kuhl in den Vorstand. In feierlicher 16 wegen Feldfrevels in Strafe genommen hatte, aufge­Weise wurden sodann von Dr. Krausmüller die Gesellen hoben und der Ungeflagte freigesprochen. Er sollte über briefe überreicht. Er gab in seiner Ansprache eine Ueber­einen fremden Acker gefahren sein, was das Gericht aber sicht über die Art und Weise der Prüfung und betonte be­nicht als erwiesen ansehen konnte. sonders, daß in den letzten Jahren im Gewerbeverein Homberg alle Gesellenstücke in fremden Werkstätten ange­fertigt worden seien. Die Prüfungskommission sei sich darin einig, daß man mit diesem Verfahren recht zufrieden sein müsse. Von den 14 Prüflingen erhielten 2 die Gesamtnote sehr gut". Die Leistungen von 8 Examinanden wurden mit, gut" bemerkt und 4 Junggesellen bekamen die Note ge­nügend". Alsbald nach Aushändigung der Gesellenbriefe sprach Bürgermeister Repp dem scheidenden Dr. Krausmüller den Dank des Vereins für seine unermüdliche Tätigkeit aus und ernannte ihn im Namen der Hauptversammlung mit Ueberreichung einer schön ausgestatteten Urkunde zum Ehren­mitglied. Bimmermeister Strauch zeigte in fernigen Worten wie es gerade Dr. Krausmüller in seiner langjährigen Birk­samkeit gelungen sei, den Verein zu schönen Erfolgen zu

Gießen, den 15. April 1905. Landeslotterie.( Privattelegramm.) Bei der heutigen Ziehung der 6. Hess.- Thür. Landeslotterie wurden gezogen ein Hauptgewinn von 30 000 Wt. auf 34 298, 10 000 mt. auf 74 918 und 89 647, 5000 mt. auf 29 854 und 73 781.

** Ernannt wurden der Aktuariatsassistent bei der Staatsanwaltschaft am Landgericht der Provinz Oberhessen Valentin Döring zum Aftuariatsassistenten bei dem Amtsge richt Buzzbach, der Aftuariatsassistent bei dem Amtsgericht Groß- Umstadt Ludwig Scharmann zum Aktuariats assistenten bei der Staatsanwaltschaft am Landgericht der Provinz Oberheffen und der Aktuariatsassistent bei dem Amts­gericht Gießen Ernst Weisel zum Aftuariatsassistenten bei dem Amtsgericht Groß- Umstadt.

X Die diesjährigen Osterferien für unsere Schulen beginnen am Montag, den 17. April und dauern 14 Tage. Der Unterricht an den höheren Schulen wird am Dienstag, den 2. Mai und der an den Volksschulen bereits einen Tag früher, am Montag, den 1. Mai, wieder aufgenommen.

P. Hunde- und Kazensperre. Um einer Weiter­verbreitung der in größerem Umfang auftretenden Tollwut vorzubeugen ist seitens des Polizeiamts nicht allein die Hundesperre angeordnet worden, sondern es hat sich auch für nötig erwiesen die angeordneten Maßregeln sinngemäß auf die Kazen auszudehnen, weil auch diese Tiere Träger der Tollwut sein fönnen. Es darf die Erwartung ausge­sprochen werden, daß seitens des Publikums den Behörden die nötige Unterstüßung zu teil wird, daß Hunde eingesperrt

-

Brief- und Fragetaften der Redaktion. Alter Abonnent in der Neustadt. Die Geschwindigkeit des Post- und Passagier- Dampfers Graf Waldersee" der Hamburg- Amerifa- Linie beträgt 12,30 Knoten; im Verhältnis

fl

zu den neueren Typs der Gesellschaft ist sie also eine mäßige. Siegener landwirts& aftlicher Wetterdienst. Voraussichtliche Bitterung in Hessen für Sonntag, den 16. April. Trüb und vielerorts Regen, nach milderer Nacht tagsüber etwas fühler.

( Näheres durch die Gießener Wetterkarte.) Marttberigte.

Siekes. 15. April. Auf dem heutigen Wochenmarkt lofteten Butter per Bfb. 1.10-1.20 Mt., Sithnereler per Stück 5-6 Bfg., Enteneter

712 47 801

383[ 400] 93

58( 400) 73

77 13081

1405881 800 1000 151

47( 1000)

411 568 60

50 339( 500

400] 37 44 2001

73 700 43

648 701 38

89 92 99 2

23123 140 ( 1000) 2

2

822 261

36 44 7

28005

[ 400] 11

3

[ 2000]

94 785

54 60 80

79 87 428

299 409 9

350

804[ 400]

12 710 61

292[ 400] 5

302 16 44 5

40035

932 48 62 8

805 59 5000 348[ 400] 78

46 526 91 64

400] 64 447

45013 91400 815

4702 12000

620 32 36 49