Ausgabe 
14.10.1905 Erstes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

atteris

d, Ihnen abschlagen zu

helhaft, für Ihr Birt Mr. 242

rter Wittenberger Ma

Erstes Blatt.

eunden aus den Linien asertionspreis: Die einspaltige Petitzeile für ganz Ober­

s besuchte er einen Wit

mit dem jüngsten Kinde

B doch sehen, was aus

beffen, die Kreise Wezlar und Marburg 10 Bfg. sonft 15 Pfg.

Reklamen die Petitzeile 30 resp. 40 Pfg.

ergriff das Händchen Rebattion u. Haupterpedition: Gießen, Seltersweg 83.

agten Vater und Mutter

einst ein großer Theo­

nicht sein, ehrwürdiger

Doch, meine Freunde,

Sit gar fein Junge," Das Wort, sondern ein

schöne junge Bariserin auch jüngst die, daß sie unigst ihren Arzt. Der. de, was ihr denn fehle. e die Dame.- Der Arzt und fühlte den Puls. Gnädige, ist alles, was

ie? Sonst nichts? Und

Sie nur meine Zunge

Fn, welches in dem

stand. Auch da

Nur braucht

troden. wie Sie felbit!"

םםם

Fernsprechanschluß Nr. 362.

Samstag, den 14. Oftober 1905.

Gießener

14. Jahrgang

Abonnementspreis: abgeholt monatlich 30 Vf. in's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Post bezogen vierteljährl. Inf 1.50. Gratisbeilagen: Oberhessische Famillenzeitung( tig ich) und die Gießener Seifenblein( wöchen fi.5) Tas attendent an allen Weiltagen nachmittags.

Neuelle Nachrichten

( Gießener Tageblatt)

Anabhängige Tageszeitung

( Gießener Zeitung)

für Oberheffen und die Kreise Marburg und Weklar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung.

Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen, des Großh. Polizeiamtes Gießen und anderer Behörden von Oberheisen.

frankreich dementiert!

Celler Die Debatte über die Enthüllungen Delcassés hat jetzt ein indirektes Dementi der französischen Regierung hervor­rjonen. 1 Stunde. ir gerufen, über das man lächeln könnte, wenn man nicht abgetropfter Blumenkohl darüber lachen müßte. Stielen in einen Napf ge­und mit einer didlic Löffeln Mehl, ebenjob Viertel Liter Sahne ver medt, mit einem halben gefräftigt, mit zwei Ei eriebener Semmel und ener Butter übergossen, und wird so, ohne Bei

Während die Enthüllungen zeigen, daß die löbliche Ab­

he Art. Die hübsch vor

ſicht bestanden hat, Deutschland in eine Falle zu locken, uns meuchlings überfallen zu lassen, läßt die französische Stegie­rung erklären, daß

die in den Blättern erschienenen Erzählungen über die Zwischenfälle, die den Rücktritt Delcassés begleiteten, und besonders über die Einzelheiten bezüglich der Sigung des Ministerrates, die dem Rücktritt Delcassés voranging, un­zutreffend sind."

Als ob sich die Diskussion um die Frage drehte, wie sich n mit Salz und weißem das letzte Stündlein der Delcasséschen Ministerschaft ge= euer in geflärter Butter, staltet habe! Und wie wenig wert dieses Dementi ist, be­fotwein, dünstet sie weich weist selbst dem Naivsten eine erneute Erklärung endet man sie in ge Jaurès in der gestrigen Nummer seiner Zeitung, es sei mmel, bäckt sie in heißem fein Zweifel möglich, daß Delcassé im Ministerrat, um orstehenden Rippchen mit seine Kollegen zur Ablehnung von Verhandlungen über d serviert sie. die Marokko- Angelegenheit zu bewegen, behauptet habe, England wäre bereit, Frankreich mit seiner Flotte durch Landung von 100 000 Mann zu unterstützen.

цеп

Damen opfern. Hand und Herz, sie opfern Stellung, wenn es sein cht ihren Platz in der

nicht können.

Da Jaurès nicht bloß zu den Eingeweihten, sondern auch zu den Ehrlichsten in diesem Handel zählt, so weiß man, was von dem offiziösen Dementi zu halten sei.

Eine neue Lesart.

In seiner gestrigen Nummer gibt der Figaro" eine von der früheren etwas abweichende Darstellung der Umstände, unter denen die Demission Delcassés sich vollzogen habe. Die englische Regierung habe vor der Marokkoangelegenheit Stämmen ein Haus bauen, dreimal die französische Diplomatie ausgehorcht, um zu er­Löwen zu töten, von Wien fahren, ob Frankreich bereit wäre, einen endgültigen Allianz­er fann Eisenbahnen bauen bertrag abzuschließen. Die französische Regierung habe je­aber er kann sich keinen dach, zweifellos aus Rücksicht auf Rußland, sich geweigert,

nicht können. Iben Fleisch Suppe und, us einer alten Hose einen Sie bringt aus einer Toilette

diese Frage in Erwägung zu ziehen. Als jedoch der fran­zösisch- deutsche Konflikt einen akuten Charakter annahm, sei es die französische Diplomatie gewesen, welche diese Frage wieder aufnahm, und der französische Botschafter Cambon habe von Lord Lansdowne die mündliche Zusicherung eines effektiven englischen Beistandes für den Fall eines Krieges

was Tüll fünf verschiedene erhalten. Cambon habe Delcassé mitgeteilt, daß, sobald der

hdas Baby beruhigen, die

casus foederis eintreten würde, England seine Zusicherung

auszanten, aus einer rohen schriftlich wiederholen werde. Deutschland, welches durch den einen herrlichen Toiletteti Botschafter Grafen Wolff- Metternich hiervon unterrichtet Ilter nicht richtig angeben, worden sei, habe die italienische Regierung wissen lassen,

manuja

daß es den Abschluß einer derartigen englisch- französischen Allianz als einen casus belli ansehen würde. Die italie­hische Regierung teilte dies am 4. Juli dem französischen Botschafter Barrère mit, welcher sofort nach Paris telegra­hiert habe. Am 5. Juli war die Demission Delcassés ent­hieden. Im Laufe des am 6. Juli stattgehabten Minister­rats wollte Delcassé unter der Erklärung, ich habe über­dies die formelle Zusicherung des englischen Beistandes", ihm Rouvier sofort ins Wort und sagte: Ich habe die De­herbeiführen wird," und alle Minister sprachen sich ein­timmig gegen Delcassé aus.

hat abzugeben ein Dokument aus seinem Portefeuille nehmen. Doch fiel Expedition d. Bla

Heinrich Wall

Gießen, Bismardstraße Agentur- und Kommissionsgesch

empfiehlt fidh zum

An- und Verkauf

Vielleicht läßt die französische Regierung ihr erstes. De­menti heftographieren und verschickt es jetzt von neuem...

Politische Rundschau.

Deutsches Reich.

In der Presse war mehrfach die Rede von einer Eingabe ingeborener Häuptlinge aus Kamerun an die Reichsbehör­Sie sollten sich über die Geschäftshandhabung des Gouverneurs von Buttkamer beschwert haben. Dazu wird

en.

Immobilien jeder balbamtlich geschrieben, daß wirklich ein hoher Grad von Wohnungs- Nachweisaivetät und Unkenntnis des Kulturzustandes der Kamerun­Brompte, bistrete Bebienume ger notwendig sei, um die Nachricht für möglich zu hal­fowie zum Krantliefern empnd Häuptlinge in Kamerun eine Beschwerdeschrift gegen Jakob Schmidt, Gießer und den Reichstag gerichtet hätten. Dieser bombastischen

ten und weiter zu verbreiten, daß sämtliche Oberhäuptlinge

Zum Krautschneide

fid

Tiefenweg 18.

as Regierungssystem des Gouverneurs an den Reichskanz­

achricht liegt ein recht geringfügiger Vorgang zugrunde. ing Aqua Bell hat allerdings eine Beschwerdeschrift mit Ingriffen gegen die Verwaltung in Kamerun an den Reichs­anzler und den Reichstag gerichtet, unterschrieben von ihm ind unterkreuzt von seinen Unterhäuptlingen, und man hat

Hausbursch

der stadtkundig und geich auch amtlich die Mühe gegeben, diese Beschwerdeschrift

ift, fofort gesucht.

Näheres in ber

Blattes

dem Gouverneur in Kamerun zur Berichterstattung zu über­Speisen. Aber Aqua Bell hat unter sich, Weiber und Kinder ingerechnet, nur etwa 2000 Duallaneger stehen. Der alte, vas zu trunkfreudige Herr hat bei den Dualla nur noch ie Manga Bell, stehen der Schrift gänzlich fern. Die trei­

Rieine Wohnung fof. geringen Einfluß; die führenden Häuptlinge der Dualla,

Gießen, Tiefenwe

bende Kraft der Beschwerdebewegung ist der in Deutschland sich aufhaltende Bundo Bell, der zurzeit in Hamburg wegen Betruges und Zechprellerei verfolgt wird. Damit ist der Wert der Beschwerdeschrist wohl zur Genüge charakterisiert.

*

* Aus dem südwestafrikanischen Aufstandsgebiet wird amtlich gemeldet, daß stärkere feindliche Kräfte anscheinend unter Hendrik Witboi und Simon Kopper östlich von Aubes stchen. Major von Estorff geht gegen sie zum Angriff vor. Morenga und Morris sind aus den Gr. Karras- Bergen nach Süden abgezogen. Ersterer hatte früher verschiedentlich Verhandlungen wegen seiner Unterwerfung angeknüpft. Jetzt soll er aber erklärt haben, daß er bis zum letzten Mann fämpfen werde. Weiber und Kinder will er auf englisches Gebiet nach Bella, etwa 75 Kilometer südöstlich Warmbad, bringen. Zum Angriff gegen Morenga und Morris ist Oberstleutnant van Semmern im Vormarsch begriffen. Cor­nelius hat sich von Morenga und Morris getrennt und ist aus den Gr. Karras- Bergen in nordwestlicher Richtung an Keetmannshoop vorbei abgezogen. Er wird durch eine Ab­teilung von 70 Mann und 1 Geschütz unter Hauptmann von Lettow von Keetmannshoop aus verfolgt.

Reichskanzler Fürst Bülow hat sich bereit erklärt, die Deputation der deutschen Städte in Sachen der Fleischteue­rung zu empfangen. Die Deputation wurde bei der Vor­konferenz zu der beabsichtigten außerordentlichen Zusammen­berufung des Städtetages gewählt. Ort und Tag des Emp fanges stehen noch nicht fest. Die Deputation besteht aus den ersten Bürgermeistern von Berlin, Dresden, Frankfurt a. M., Karlsruhe, München und Stuttgart. Eine über­aus bedauerliche Erscheinung hat die Fleischteuerung in Berlin gezeitigt. Der Lieferant, der die Volksküchen seil ihrer Begründung im Jahre 1866 mit Fleisch versorgt, sieht sich in Anbetracht der Einbuße, die er durch die Steigerung der Vichpreise erlitten, und um sich nicht noch weiter zu schä­digen, in die Notwendigkeit versezt, auch für den Verein der Volksküchen eine Erhöhung der Fleischpreise von durch­schnittlich 20 Pfennig pro Pfund eintreten zu lassen. Diese Erhöhung würde für die Volfsfüchen, bei einem Konsum wie dem des Vorjahres ein Defizit von 4-5000 Mark im Jahre ergeben. Der Verein wird deshalb wahrscheinlich ge­zwungen sein, seine Preise ebenfalls zu erhöhen. Das ist Die doppelt schlimm bei dem hereinbrechenden Winter. Volksküchen erfreuen sich großer Frequenz bei den wenigs zahlungsfähigen Volksklassen.

*

Das in Bremen tagende Nationalfomitee zur inter­nationalen Bekämpfung des Mädchenhandels beschloß seine Umwandlung in einen eingetragenen Verein unter Bei­behaltung seines bisherigen Namens, um wirksamer Per­sonen und Mittel zur Bekämpfung des Mädchenhandels her­anzuziehen. Als Vereinssiz wurde Berlin gewählt. Im Jahre 1907 soll die Tagung in Breslau oder Danzig statt­finden.

* Die Reichstags- Ersatzwahl im Wahlkreise Kattowi­Zabrze ergab die Wiederwahl des Polen Korfanty. Er er­hielt 23 208 Stimmen und damit die absolute Majo­rität über die entgegenstehenden Kandidaten des Zentrum?. der Nationalliberalen und der Sozialdemokraten.

* Abermals ist ein deutscher Dampfer von den Japanern beschlagnahmt worden. Der Altonaer Dampfer Hans Wagner" ist am Mittwoch wegen angeblicher Führung von Kriegskonterbande beschlagnahmt und in Nagasaki aufge­bracht worden. Der auf der Reise von Hongkong nach Wla­diwostok begriffene Dampfer hat lediglich Kaufmannsgüter an Bord. Die Reederei wird sich beschwerdeführend an das Auswärtige Amt wenden.

Schweden.

** Beide Kammern des Parlaments haben den Regie­rungsantrag über die Unionstrennung auf Grund ves Karlstader Uebereinkommens angenommen. Falls in Stor­wegen die Zustimmung des reueröffneten Storthings eben­falls erfolgt, ist die Unionskrise beendigt und die Trennung endgültig erfolgt.

Cokales.

14. Oftober 1905.

** In den Ruhestand versetzt wurden die Bahn­wärter in der Hssisch Preußischen Esenbahngemeinschaft Ernst Bischoff zu Lieblos und Anton Wilhelm Jäger zu Treis- Horloff mit Wirkung vom 1. Januar 1906, bezw. 1. Dezember 1905.

"

tt. Stadttheater Gießen. Die erste Fremdenvor­stellung der Saison bringt am nächsten Sonntag Nachmittag 312 Uhr Shakespeares Kaufmann von Venedig" in gänzlich neuer Ausstattung. Das Wert hat bekanntlich als Eröffnungsaufführung schon sich durch Ausstattung und Darstellung lebhaften Beifalls zu erfreuen gehabt und wird in dieser Fremdenvorstellung in derselben Gestalt ohne Abends 8 Uhr findet eine Kürzung wieder gegeben.

Aufführung des unterhaltenden Volksstückes Die Herren Söhne" stalt, in dem die Balletmeisterin Lina Oldini früher Bolletmeisterin am Straßburger Stadtheater- sich im ersten Zwischenaft des Stückes in einem graziösen spanischen Tanz" dem Publikum vorstellen wird.

И

P. Schwerer Unfall. Am Donnerstag Nachmittag wollte an der neuen chirurgischen Klinik zu Gießen der Spenglergeselle Gustav Stehr ein Gerüst herrichter, um Abfallrohre anzulegen. Dabei gab ein Hebel nach und Stehr stürzte mit einer solchen Wugt in die Tiefe, daß der erft 21jährige Mann die Wirbelsäule brach. Er wurde in die chirurgische Klinik verbracht.

P Einbruchsdiebstahl. Heute Nacht wurde in einer Wirtschaft in der Grünbergerstraße zu Gießer, ein­steigend durch ein Fenster, eine silberne 8ylinder- Uhr, das Nickelgeld aus dem Musitautomat und verschiedene Eßwaren. entwendet.

* Bad Nauheim, 12. Oftober. Zur Landtagswahl. Im Wahlkreise Vilbel ist neben dem seitherigen Landtags­abgeordneten Bürgermeister II mann, welcher vergangenes Jahr gewählt wurde, Sch. Busold in Friedberg aufgestellt worden. Ersterer gehört der nationall beralen, letterer der sozialistischen Partei an. Bei der sehr stark sozialistischen Bevölkerung im Wahlkreise Vilbel ist es nicht vorauszusehen, wer von beiden Herren gewählt wird.

*

"

Friedberg, 13. Oftober. Der Schüler als Er­finder. Der Besucher der hiesigen Gewerbe Akademie, Gustav pel, der Akademie- Turnerschaft Suevia" ange­hörig, verkaufte die Zeichnungen zu einer von ihm erfundenen Universalholzarbeitungsmaschine für achtzehntausend Mark an eine Düsseldorfer Maschinenfabrik.

Stadttheater in Gießen.

Monna Vanna.

Schauspiel in 3 Aufzügen von Maurice Maeterlinc. Maeterlincks Name ist von gutem Klange und seine Monna Vann a hat sich einen bleibenden Platz im Repertoir der deutschen und ausländischen Bühnen erworben. Das Stück in all seinen psychologischen Feinheiten zu würdigen und Maeterlir& bis in die geheimnisvollsten Gänge der Seele zu folgen, würde weit über den engen Rahmen einer Zeitungsfcitit hinausgreifen und ist auch garnicht nötig. Monna Vanna hat schon zahlreiche berufene Federn in Be­wegung gefeßt, die Licht und Schatten in den verschiedensten Abtörungen aufgefangen haben. So fönnen wir uns an dieser Stelle auf das notwendigste beschränken.

-

Durch eine langwierige Belagerung ist die Kraft der Republik Pisa gebrochen. Ihre Proviant- und Munitions­Lager sind erschöpft und der nächste Sturm der florentinischen Scharen unter Brinzivallis Befehl muß die Stadt zu Fall bringen. Der Kommandant Pisas, Guido Colonna, schickt Boten auf Boten, zuletzt auch den eigenen Vater, zu dem Belagerer, um ihm annehmbare Rapitulationsbedingungen vorzuschlagen. Doch vergebens, die Boten kehren nicht einmal wieder zurück, sie werden als Geifeln festgehalten. Die Not Bisas steigt aufs höchfte. Plöglich kommt der alte Vater des Kommandanten zurück und meldet diesem, daß Prinzivalli bie Stadt mit Proviant und Munition versehen will, wenn Guido Colonna als Preis dafür ihm sein Weib auf eine Nacht überläßt. Mit echt männlicher Entrüstung weist Guido Colonna den Vorschlag zurück, doch sein Weib, Giovanna, will sich opfern, um den 30000 darbenden Menschen Erlösung zu bringen. Sie geht zu dem Sieger, den sie als Jugendfreund erkennt, der sie von Kindheit auf heiß geliebt, ohne daß sie darum gewußt. Prinzivallis Gefühle sind so lauter, daß er den Mantel nicht abstreifen fann, der bedingungsgemäß nur ihren per einhüllt. Der Dialog zwischen beiden ist außerordentlich feinsinnig geführt. Die Nacht verfliegt und der Morgen dämmert herauf, da tritt Bedio, der treue Sekretär Prinzivallis, ins Zelt und flüstert seinem Herrn zu, daß 600 Mann aus Florenz ein­getroffen sind, ihn gefangen zu sehen, weil die Regierung seinen wachsenden Einfluß fürchtet. Monna Vanna sch ägt darob Prinzivalli den Schuß und die Gastfreundschaft Bisas vor, die er denn auch annimmt. Als Monna Vanna mit ihm hinaustritt, flammen ihnen die Freudenfeuer vom Campanile und von den Wällen Pisas entgegen und von den Türmen dringt Glockengeläute herüber- Bisa dankt Monna Vanna für die opfermutige Tat. Ein wirkungsvoller Abschluß des zweiten Afte. Im dritten Aft folgen die Aus­einandersetzungen zwischen Guido Colonna nnd seinem Vater einerseits und seinem Weibe andererseits. Der starte, männ­liche Guido Colonna bricht in wilden bitteren Hohn aus, als die hochgeartete Monna Banna ihn beschwört, bei seiner