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sich auch, daß er den amerikanischen Gesandten Bowen brüs­fiert und gegen diesen Ausdrücke gebraucht hat, die der Adressat als insolent" charakterisieren zu sollen geglaubt hat. Der Kriegssekretär Tast in Washington will unter sol­chen Umständen die Rückkehr des Präsidenten Roosevelt nicht abwarten, sondern selbst die erforderliche Antwort geben.

Hof und Gefellschaft.

** Der Kaiser ist in Messina eingetroffen. Bei der Abfahrt der Kaiserschiffe von Korfu, die Mittwoch Abend spät erfolgte, bereitete die Bevölkerung dem Monarchen wieder lebhafte Ovationen. Der Kaiser hat seiner Freude ber den ihm auf Korfu bereiteten Empfang und über die Naturschönheiten der Insel warmen Ausdruck verliehen. Vor der Abreise wurde u. a. noch das Schloß Achilleron be­sucht, dessen Kunstschäße der König der Hellenen selber dem Kaiser zeigte. Von dort geleitete die königliche Familie den Kaiser zur Landungsstelle, wo eine herzliche Verabschiedung stattfand.

Heer und flotte.

Massendesertionen in der amerikanischen Marine. Die Zustände in der amerikanischen Marine lassen viel zu wün­schen übrig. Ein großer Uebelstand sind die Desertionen, die in erschreckendem Maße zunehmen. Im letzten Jahr: Dienten 30 066 Mann auf der Flotte, und von ihnen sind nicht weniger als 10% v. H. fahnenflüchtig geworden. Am stärksten war die Desertion unter den Maschinisten und Hei­zern, von denen gegen 20 v. H. ihre Schiffe im Stich ließen.

Das Erdbeben in Indien. ( Nach Berichten von Augenzeugen.) Mehr als 20 000 Opfer. Der schwankende Berg.- Voa der Erde verschlungen. Das letzte Gebet. verschüttet. Kein Stein auf dem anderen. Rettung.

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Leichenverbrennung. den Ruinen.

Neues

Im Schlaf Wunderbare Leben auf

Allmählich erst läßt sich an der Hand spezialisierter Nachrichten, die aus Indien eintreffen, der ganze Umfang der furchtbaren Erdbebenkatastrophe übersehen. In Lon­doner Regierungsfreisen wird jeẞt offiziell angenommen, daß die Zahl der Opfer 20 000 weit überschreitet, während bei dem Erdbeben des Jahres 1897, das bisher immer als eines der fürchterlichsten angesehen wurde, die Indien er­lebte, nicht mehr als 2000 Menschen ihr Leben einbüßten. Dabei liegen aus vielen Distrikten noch keinerlei Nachrichten vor. Bis jetzt ist die Zahl der Europäer, die ihr Leben ver­Ioren, auf 37 gestiegen. Es fehlen aber Nachrichten von vielen Familien, die wahrscheinlich auch ihren Tod gefunden haben werden, so daß wahrscheinlich die Zahl der gestorbenen Weißen noch bedeutend größer werden wird.

Das Erdbebengebiet besteht aus zwei verschiedenen Tei­len, Hügelland und Ebene. Das erstere hatte die volle Wucht des Stoßes auszuhalten. In ihm liegt Darmsaleh, wo allein etwa 5000 Menschen ums Leben gekommen sind. Die Wirkungen des Unglücks wurden dadurch vergrößert, daß es in diesem Jahr in jener Gegend besonders kühl ist. Des­halb befanden sich um 6 Uhr morgens, als die eigentliche Katastrophe eintrat, noch viele Bewohner in ihren Häusern und die Truppen waren noch nicht ausgerückt. So kam es, daß diese in ihren Steinbauten mit am schwersten zu leiden hatten, hauptsächlich das 7. Gurkharegiment. In der Mon­tagnacht rasselten bei kaltem Sturmwind plötzlich Steine über die Bergwände, auf denen der Ort sich erhebt. In der Morgenfrühe begann der ganze Berg zu schwanken und die Baulichkeiten schienen auf und nieder zu wogen. Dann gab cs ein Tröhnen, wie von schwerer Artillerie. Es folgte gräßliches Krachen und die Erde öffnete sich. Plötzlich erhoben sich die aus schweren Steinblöcken erbauten Ka­fernen zwei Fuß hoch in die Luft und stürzten dann in sich zusammen, die Gurkhas unter sich begrabend. Furchtbares Schreien fam aus den Trümmern hervor. Bald aber war alles still. Auch die Zivilbevölkerung wurde in ganzen Scharen durch die Erde verschlungen oder durch absplitternde Felsen erschlagen. Eine große Anzahl von Eingeborenen warf sich hilfeflehend vor einem Heiligenschrein nieder. Eine Sekunde später waren Beter und Schrein von der Erde ver­schlungen.

Der andere Teil des Erdbebengebiets erstreckt sich in der Ebene, südlich von dem Kangratal. Hier war im allge­meinen die Heftigkeit der Stöße nicht so stark, dagegen ist die Bevölkerungsdichte größer, so daß auch hier die Opfer der Katastrophe ungeheuer waren. In der Stadt Kangra selbst sind von 5000 Einwohnern kaum 400 mit dem Leben davon gekommen. Fast zu gleicher Zeit öffnete sich die Erde an verschiedenen Stellen und verschlang Hunderte von Ein­geborenen auf einmal. Die Abgründe und Schlünde, die sich öffneten, blieben für einige Minuten weit offen stehen und schlossen sich dann wieder über ihren Opfern, deren Zeichen man natürlich niemals wird wiederfinden können. Ganze Häuserreihen brachen über den schlafenden Bewoh­nern zusammen, man fand nachher in einer einzigen Straße über 300 Leichen unter den Trümmern, einige von ihnen so entstellt, daß man sie kaum wiedererkennen konnte, Mehrere waren noch am Leben, aber so furchtbar verletzt, daß an ein Durchbringen nicht zu denken sein kann. Die Ueberlebenden verließen entweder die Stadt oder irren wie wahnsinnig in den Straßen herum. Die Stadt Palampore, das Zentrum des Kangra- Teedistrikts, ist ebenfalls vom Erdboden verschwunden. Kein einziges Haus ist stehen ge­blieben.

Einer der Ueberlebenden von Kangra, Herr Homan, er­zählt sein und der Seinigen Schicksal. Er befand sich in feinem Zimmer und spürte einen Stoß; er stürzte hinaus, und gleich hinter ihm brach das Dach ein. Seine Frau, die in einem anderen Zimmer weilte, eilte nach einer Art Hütte, too eines ihrer Kinder schlief; zwischen ihr und der Hütte fiel ein Balken nieder, allein sie und das Kind litten keinen Schaden, während in einem anderen Raume zwei Kinder getötet wurden.

Nach der ersten furchtbaren Panik tritt jetzt das Leben wieder in seine Rechte. Die Toten werden neben ihren Wohnungen begraben oder verbrannt. Als Brennstoff be­nutt man die Balken und Dielen der Häuser. Erst heißt es aufräumen, dann das Zerstörte in mühsamer Arbeit wie­der aufbauen. Die Bewohner des heimgesuchten Gebiets schweben aber erklärlicherweise noch in fortwährender Angst. Die eingeborenen Schreiber stellen ein Glas Wasser auf

ihren Tisch, um durch das Zittern des Wassers gleich gewarnt zu sein, wenn Gefahr droht. Zahlreiche Europäer klagen über Schlaflosigkeit und übermäßige Anstrengung der Ner­ven. Allmählich wird aber Ruhe und Ordnung auf Schrecken und Zerstörung wieder emporblühen.

Nah und Fern.

Die Genichstarre in Oberschlesien greift ständig weiter um sich. Aus zahlreichen Ortschaften werden Neuerkrankun gen gemeldet und in den bereits von der Seuche ergriffenen hat sich der Krankenbestand beträchtlich vermehrt. Der Pro­zentsatz der Todesfälle ist andauernd sehr hoch.

× Des Findlings Ehestandsnöte. Einem Arbeiter in Gollub wird der Weg zum Standesamt recht schwer gemacht. Der Mann, der sich Josef Glogowski nennt, ist bisher nicht zur Eheschließung zugelassen worden, weil er ein Findling ist und in den standesamtlichen Geburtsregistern nicht ver­zeichnet steht. Er wurde vor 35 Jahren von einem Besitzer in Sokoligora, am Wege liegend, aufgefunden und hatte da. mals ein Alter von etwa fünf Jahren. Er hat sich schon mehrmals eine Lebensgefährtin, jedesmal eine andere, er­foren, mußte sie aber immer wieder fahren lassen, weil die Standesämter und die höheren Behörden, an welche sich G. wandte, den Erlaß des Aufgebots ablehnten. Seinen Na­men hat ihm sein Finder beigelegt. Jetzt ist ihm übrigens Hoffnung gemacht worden, daß der Minister ausnahmsweise die wieder beantragte Eheschließung genehmigen wird.

Der pestverdächtige Hamburger Dampfer Desterro" ist zur weiteren Entlöschung unter den üblichen Vorsichts­maßregeln bereits freigegeben worden. Zugleich mit ihm wurde der Schoner Alma Elisabeth", in dem Teile der Ladung vom Desterro" bereits gelöscht waren, durch die Staatliche Desinfektionsanstalt ausgeräuchert.

Der glückliche Gewinner. Die Welt will getäuscht wer­den... Diese alte Lehre erhielt einen neuen Beleg durch einen Fall, der in Zoppot viel Leid und viel Schadenfreude hervorgerufen hat. Im vorigen Jahre geriet der ganze Ort in Erregung, als bekannt wurde, daß ein gewisser Kobel in der Königsberger Schloßfreiheitslotterie 75 000 Mark ge­wonnen haben sollte. Freund und Feind scharten sich um das Glückskind und rechneten es sich zur Ehre an, ihm nicht nur Waren und Gegenstände aller Art, sondern ihm auch Geld­summen zu borgen. Sobel lebte in Saus und Braus, Austern und tränk Champagner, kaufte eine Meierei, ver­gab auch Hypotheken und stellte Wechsel aus. Die Wechsel verfielen, zur Auflassung der Molkerei erschien Sobel nicht, sondern verduftete aus 3oppot. Der große Gewinn war eitel Schwindel und Lüge. Jetzt wurde Nobel im Dorfe Gdingen verhaftet.

chui Unster zurückgeiegrten Südwestafrikaner wird emsig gesorgt. Freie Brunnen- und Badekuren für Refon­baleszenten, Offiziere wie Mannschaften, sind vorgesehen. Zur Aufnahme Erholungsbedürftiger i in Bad Ems ein Haus gemietet und zweckentsprechend eingerichtet worden. In Loschwitz und Blasewis bei Dresden, in: Baden- Baden, Nauheim, Kreuznach. Soden, Wiesbaden, Konstanz sowie Levica( Südtirol) haben Merzte, Hotelbesitzer, Sanatorien und Badeverwaltungen großes Entgegenkommen durch Ge­währung freier Behandlung und kostenloser Bade- und Trinffuren bewiesen; auch haben sich an mehreren dieser Orte besondere Hilfsausschüsse gebildet.

Zu dem furchtbaren Kindesmord in Hannover wird weiter gemeldet, daß die sechsjährige Erna Schaer vermut­lich noch lebend zerstückelt worden ist. Die Ermittelungen haben weiter als wahrscheinlich ergeben, daß die beiden Ver­hasteten in den letzten Jahren außer der Esse Kassel noch zwei weitere Kinder haben verschwinden lassen. Der des Mordes an der kleinen Erna Schaer geständige Postschaffner Büther ist erst durch häusliche Zerwürfnisse demoralisiert und zum Trinker geworden.

× Sechs Arbeiter ertrunken. Ein schweres Unglück er­cignete sich auf der Weichsel in der Nähe von Thorn. Bei Schulik fenterten mehrere mit Kies beladene Kähne. Dabei famen 6 Arbeiter unis Leben.

Das Geständnis des sterbenden Mörders. Der Kned. Frambach von einem Gute bei Simdorf legte auf dem Ster­bebette das Geständnis ab, einen Mord begangen zu haben, wegen dessen er seinerzeit vom Schwurgericht aus Mangel an Beweisen freigesprochen war. Er hatte in einem Erb­Streite mit seinem Schwager durch einen Knaben eine Ur­fundenfälschung begehen lassen. Als der Verdacht wegen der Urkundenfälschung sich gegen ihn verdichtete, hat er dar in einer Waldesede den Jungen erschlagen.

Der Diebstahl eines wertvollen Brillantschmuckes ist den deutschen Polizeibehörden aus Paris gemeldet worden. Der im orientalischen Stil gehaltene Schmuck, der aus Diadem, Halskette und Armbändern bestand, hat einen Wert von 550 000 Francs. Als Belohnung für die Herbeischaffung der Juwelen sind 20 000 Francs ausgesetzt.

A Wieder eine anonyme Brief- Affäre. Die Lemgoer Brief­Geschichte hat offenbar eine ansteckende Wirkung ausgeübt. In Elbing sind seit einiger Zeit eine große Reihe Personen, Beamte, Kaufleute, Industrielle, mit Briefschaften bedacht worden. Das neue Moment, das in der Elbinger Affäre auftaucht, ist die von der geheimnisvollen Briefschreiberin ( denn die Handschrift trägt weibliche Züge) aufgestellte For­rung eines entsprechenden Entgelts, meistensteils 50 ark, gegen dessen Erlegung man schweigen und den ehe­Ien nicht stören resp. dieg nicht rück­Cngig machen wolle. Als die Polizei den Postschalter über­wachen ließ, wurde die Witwe eines Rentiers abgefaßt. Sie und ihre Tochter stehen in dringendem Verdacht, die Ur­heberinnen des standalösen Treibens zu sein.

Ins Irrenhaus gebracht wurde die in München lebend Schriftstellerin Frau Laura Marheim. Sie wurde zur Po­fizei zitiert und von dort wegen Cemcingefährlichkeit in die Streisirrenans.lt überführt. Sem Ehemann der Frau Mar­holm, Lla Hansson, verweigerte die Polizei die Mitteilung weiterer Gründe für diese Laßregel.

Die Schläferin von San Remo. Ein sünfzehnjähriges Mädchen namens Argentina Quaranta, das in der Nähe von San Remo wohnt, litt seit längerer Zeit an Lethargie. In der ersten Zeit dauerten die Schlafperioden drei bis sechs Tage, jetzt verlängern sie sich aber in geradezu beunruhigen­der Weise. Beim Erwachen empfindet das junge Mädchen eine große Mattigkeit und heftige Nervenschmerzen. Ver elwa zehn Tagen verfiel es wieder in Schlaf und ist bis jetzt noch nicht aufgewacht.

Pest und Pocken in Japan. In den Militär- Kranken­häusern von Hiroshima ist ein Todesfall an Pest festgestellt. An anderen Orten Japans sind Pockenfälle vorgekommen.

In Tokio sind alle Personen unter 50 Jahren der Schutz. pocken- Impfung unterzogen.

Tages- Chronik. In den Porzellanfabriken von Limoges I t ein Streit, der in seinem Fortgange 20 000 Arbeiter beju, äftigungslos machen würde.

- Nach amtlichen Meldungen ist die Cholera in Rußland urückgegangen, so daß seit dem 24. Februar kein neuer Fall 1.rgekommen ist.

-In Berlin vergiftete sich ein 16jähriges Dienstmäd­chen mit Lysol, weil sie ihren Wunsch, Chauspielerin zu wer den, nicht erfüllt ſehen konnte.

- In Bunzlau wurde die Banfier Georg und May Schüller wegen betrjerische Bankerotts und Depositunter schlagung in Untersuchungshaft genommen.

Der Landwirt.

ar. Wieviel Vich gibt es in Preußen? Nach den nunmehr beröffentlichten Ergebnissen der am 1. Dezember 1904 cor­genommenen Viehzählung gibt es in Preußen 2 706 945 Stick Vieh. Bei dieser Gelegenheit ist auch eine Zählung der Gehöfte und Häuser vorgenommen. Sie ergibt die Zahl 3 594 545,

Vermischtes.

[ Der Bauplan für das königliche Schloß in Posen] ist fertiggestellt und bereits genehmigt worden. Das Schloß wird auf einem Viereck erbaut, das nicht weniger als 8000 Geviertmeter Bodenfläche einnimmt. An der linken Seite erhebt sich vorspringend ein gewaltiger, 70 Meter hoher Turm, der in seinem unteren Teile eine offene Wölbung zeigt, die als Einfahrt dient. Im ersten Stock liegt der große Festsaal, der einen Flächenraum von 540 Geviert­metern einninumt. Im ganzen wird die neue Kaiserpfalz 250 Zimmer und Säle erhalten. Zwei Lichthöfe geben den inneren Räumen Ruft und Licht. Außer dem großen Turme ragen noch) zwei kleinere Türme über das Dach empor. Das Schloß wird im Wartburgstil ens Sandstein erbaut. Hinter dem Schlosse wird ein etwa 10 000 Gepicrtmeter großer Part angelegt; dort findet auch das große Marstallgebäude seinen Blaz.

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=[ Die älteste Ostpreußin] ist gestorben, Barbe Jacks im Kirchspiel Dt. Krottingen. Da sie stets erzählte, sie wäre so alt als Kaiser Wilhelm, müßte sie 108 Jahre geworden sein. Genaueres ließ sich darüber nicht feststellen, weil Barbe Jacks in Rußland geboren ist. Aber von Schmelz aus, wohin ihr Vater als Brettschneider übergesiedelt mar, will sie zur Zeit, als die Franzosen aus Rußland zurückkehr­ten, in der Landkirche den Konfirmationsunterricht genos­sen haben. In einer Hütte auf der Jagutter Feldmark lebte sie, bis sie, fast hundertjährig und hilflos geworden, in das Dorf Klauspußen in Pflege fam, wo sie nun gestorben ist.

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[ Ein gewaltiger Zecher] ist der tchechische Landwirt C. Im Gasthause zu Klein- Weißl bei Münchengräß wettete er mit dem Landwirt K. um einen Eimer Bier, daß er inner. halb fünfzehn Minuten fünfzehn halbe Liter Bier austrin­fen werde. Die Wette wurde abgeschlossen und C. ließ fünf­zehn halbe Litergläser mit Bier auf den Tisch vor sich hin­stellen. Auf ein gegebenes Zeichen begann er zu trinken und ehe die vierzehnte Minute verflossen war, hatte er die fünfzehn Glas Bier ausgetrunken. Zwei Wochen daraus wettete C. in demselben Gasthause mit dem Bruder des oben­erwähnten St. ebenfalls um einen Eimer Bier, daß er inner­halb fünfzehn Minuten sogar zwanzig halbe Liter Bier ver tilgen werde. Auch diesmal gewann er die Wette glänzend, denn schon nach dreizehn Minuten hatte er die zwanzig hal. ben Liter ausgetrunken. Als K. bemerkte, daß C. das letzte Glas Bier trinke und somit die Wette gewinnen werde, verschwand er, und C. sucht nun auf gerichtlichem Wege zu dem gewonnenen Biere zu gelangen.

[ Ein Korsettverbot für Schülerinnen] hat der bul garische Unterrichtsminister Schischmanow erlassen. Allen Schülerinnen wird das Tragen von Korsetts nicht nur in, sondern auch außer der Schule strenge untersagt. Die Zu widerhandelnden sollen das erste Mal eine Rüge, im Wie derholungsfalle eine Strafe erhalten, das dritte Mal aber mit dem zeitweiligen oder vollständigen Ausschluß aus der Anstalt, beziehungsweise sämtlicher Schulen Bulgariens be­straft werden. Einen ähnlichen Ukas hatte auch der ru­mänische Unterrichtsminister Spiro Haret für alle Lyceen und höheren Töchterschulen Rumäniens ausgearbeitet. Nur der Umstand, daß das Kabinett Sturdza fiel, verhinderte die Herausgabe der ministeriellen Verordnung.

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[ Ein neuer Vulkan] hat sich in Mittelasien gebildet. Im Staate Bahschar, an der Grenze von Tibet, haben Hand­ler, die von dort zum Himalaya zogen, einen Berg beobachtet, der, wie sie erzählen, ganz in Flammen gehüllt war. Auch sind in Simla neue Erdstöße verspürt.

Lokales.

Gießen, den 14. April 1905.

** Der Großherzog hat den Oberlehrer an der Real- und Landwirtschaftsschule zu Groß- Umstadt Friedrich Franz zum Oberlehrer an dem Gymnasium Fridericianum zu Laubach mit Wirkung vom 1. Mai 1905 ernannt.

** Am Dienstag Vormittag wird Prinz Heinrich von Preußen zum Besuch am Großherzoglichen Hofe

erwartet.

** Ernannt wurde Pfarrverwalter Sattler zu Rüsselsheim zum Pfarrassistenten in Gießen.( Siege auch unter Kirchl. Nachrichten".)

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Bei der

** Landeslotterie.( Privattelegramm.) heutigen Ziehung der 6. Hess. Thür. Landeslotterie wurden gezogen ein Hauptgewinn von 150000 Mt. auf 62 489, 5000 Mt. auf 18 339, 38 840, 41 850, 44498 und 51067.

** Lotterie. Die Großh. Regierung hat die Erlaub­nis erteilt, die Lose einer mit der in den Monaten Juli und August in Kassel stattfindenden Ausstellung von ge­werblichen und funstgewerblichen Erzeugnissen sowie von Maschinen, Rohstoffen und Halbfabrikaten zu verbindenden Verlosung von Bimmereinrichtungen Gebrauchs- und Haus­haltungsgegenständen, Werkzeugen 2c. innerhalb der Provinz Oberhessen zum Preise von 1 Mt. zu vertreiben.

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