Auch sie wünschen den Frieden und wünschen ihn von ganzem Herzen; aber der„ Semski Sabor", die ersehnte russische Volfsvertretung, soll erst nach Kenntnis der japanischen Friedensbedingungen entscheiden, ob der Krieg beendet oder als nationaler Krieg weitergeführt werden soll.
Immerhin wäre es schon ein Fortschritt, wenn es zu einer Aufstellung der Friedensbedingungen fäme. Dann wäre wenigstens ein Gegenstand für Verhandlungen da und die Möglichkeit eines vorläufigen Waffenstillstandes rückte in Sicht.
Daß beide friegführende Teile den Frieden bitter nötig haben, ist gewiß. Ebenso gewiß, daß sie beide den Krieg noch eine gute Weile aushalten können. Wahrscheinlichkeit spricht dafür, daß die größere Ausdauer auf russischer Seite liegen würde, wenn Rußland nicht unter dem Druck ganz abnormer innerer Verhältnisse stünde. Und diese abnormen inneren Verhältnisse, die ganzen inneren Wirrnisse hängen mit dem Krieg zusammen, sind durch ihn hervorgerufen und würden in der Hauptsache mit ihm verschwinden. Die Lage des russischen Bauern ist nach seinem Gefühl nicht entfernt so schlimm, wie man bei uns annimmt. Selbst mit dem japanischen Krieg würde er sich abfinden und sogar befreunden, obwohl er ihn nicht versteht. Was den russischen Bauer Fränkt, ihn zu Ungehorsam, Empörung und Gewalttat treibt, das ist wesentlich die Art der Aushebung, die geradezu barbarisch ist und den Krieg unpopulär machen muß. Hier ist unendlich viel versehen worden, was sich so leicht und namentlich so schnell nicht gutmachen läßt. Der äußere Frieden erscheint somit als Voraussetzung für die Wiederkehr der Ruhe im Innern, namentlich auf dem flachen Lande, bei der bäuerlichen Bevölkerung.
Veranden. Wo der nötige Plaz vorhanden ist, sind an Schil derhütten und anderen Aufenthaltsräumen Blumenrabatten anzulegen. Ganz besondere Fürsorge ist der Verpflegung bes Personals zuzuwenden. Zum Einnehmen des Essens jind nötigenfalls besondere Ablösungen vorzunehmen und Räume mit Wärme- und Kocheinrichtungen bereitzuhalten. Dem Personal sollen bezüglich des Bezugs von Essen aus den Bahnhof- oder sonstigen Wirtschaften die weitmöglichsten Erleichterungen gewährt werden.
Anders steht es mit den höheren Schichten des russischen Volfes, der sogenannten Intelligenz, die nach einer Verfassung schreit, nach einer Volksvertretung, die den Frieden beraten, die Verwaltung des Landes reformieren und einen Faktor der Gesetzgebung bilden soll. Solche Verfassung ist für Rußland meit schwieriger als für irgend ein anderes Land. Es fehlt sogar die einheitliche Sprache, die Gleichheit der Bedürfnisse, Sitten, Gebräuche. Ein allgemeines Parlament würde zu dem alten ein neues Chaos schaffen. Selbstverwaltung der einzelnen Gouvernements fann allein helfen, das ungeheuere Reich gliedern. In den kleineren Bezirken ist eine Aufsicht über die Beamtenschaft möglich, die vielfach aus Mangel an Aufsicht verrottet ist.
[] Aussperrung der schwedischen Eisen- und Metallarbeiter. In Schweden ist ein großer Lohnkampf in der Eisen- und Metallindustrie im Gange. Die gesamten Arbeiter sind von den Fabrikanten ausgesperrt worden, da die herrschenden Differenzen nicht auf gütlichem Wege beigelegt werden konnten. Die Aussperrung betrifft 17 000 Arbeiter in 100 Betrieben. Die norwegischen Fachverbände haben beschlossen, ihre schwedischen Arbeitskollegen durch Geld zu unterstützen.
Einstweilen sind die Aussichten auf den Frieden, so ungewiß sie sind, noch ungleich besser, als die Aussichten auf eine Verfassung. Es ist sogar die Vermutung gestattet, daß der Beginn des Friedens den Verfassungshoffnungen ein Ende bereiten würde. Denn das Land revoltiert nur gegen den Krieg, nicht gegen die selbstherrscherliche Regierung, und die Intelligenz" ist gegenüber der Regierungsgewalt ohn mächtig. Das bischen Verfassung, das der Minister des Innern Bulygin auf Befehl des Baren ausgearbeitet hat, kann auch die bescheidensten Anforderungen nicht befriedigen, ist nicht mehr als eine bloße Dekoration, die im Grunde alles beim alten läßt. Aber auch die Scheinberfassung Bulygine findet nicht die Zustimmung der übrigen Regierungsgewal. ligen. Der Ministerrat lehnte die Wahlen auf ständischer Grundlage ab, sprach sich gegen das allgemeine Stimmrecht und für Wahlen auf Grund des Landschaftsgesetzes von 1864 aus. AIs Wähler sollen zugelassen werden die Großgrundbesizer, die Stadtbewohner und die Landbevölkerung. Kommt aber der Friede schnell genug, so sind auch diese Versprechungen bald vergessen bis neue Not, die keine Kriegsnot zu sein braucht, sie wieder in Erinnerung bringi und die Erfüllung der Verheißungen erzwingt,
Hof und Gesellschaft.
Nab und fern.
* Wetterschäden in Schlesien. Das Unwetter hat in Schlesien schlimmer gehaust, als wie es nach den ersten Meldungen den Anschein hatte. Im ganzen sind 106 Ortschaf ten von Wetterschäden betroffen worden. Zehn Menschen wurden vom Blizz erschlagen, 48 Gebäude und zwei Kirchen durch Brand vernichtet. 31 Ortschaften erlitten Hagelschlag und Ueberflutung.
Der Kaiser hat dem Sultan ein Eremplar des in Berlin hergestellten künstlerischen Prachtwerkes Persische Gedichte Selims des Ersten" gesandt. Der deutsche Geschäftsträger in Konstantinopel, Freiherr von Bodmann, überreichte das Werk dem Sultan.
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Opfer des Berufs. Auf dem Thomaswerk der Kruppschen Friedrich- Albert- Hütte in Essen berunglückten sieben Arbeiter. Bei einer verkehrten Drehung der Schmelzpfanne ergoẞ sich der glühende Inhalt über die Unglücklichen. Vier wurden sofort getötet, die übrigen liegen schwer darnieder.
† Seemannslos.. Vor Wittenberge strandete in der Ostsee infolge eines Nordoststurmes das in Pommern beheimatete Segelschiff„ Neptun". Es war auf der Fahrt von Riga nach Hamburg. Die ganze Besatzung einschließlich des Kapitäns Köpenick verschwand in den Wellen.
Die Reise des Kaisers in der Ostsee beginnt am 30. Juni. Die Kaiserjacht Hohenzollern" geht von Kiel zunächst über Lübeck nach Rügen und von dort nach Swinemünde. Dann sollen Kreuzfahrten nach den dänischen Inseln und der nordschleswigschen Küste unternommen werden. Später soll die Jacht„ Hohenzollern" dem deutschen Kronprinzenpaar zu einer Auslandsreise zur Verfügung gestellt werden.
KL Gine nene Nordpolfahrt. Am 4. Juli wird Leutnant Peary von Newyork mit dem Schiff„ Roosevelt" eine neue Reise zur Erforschung des Nordpols antreten. An Bord der„ Roosevelt", die 1500 Tonnen groß ist und Maschinen von 1500 Pferdefräften besißt, sind außer Leutnant Beary 70 Matrosen und seine Gattin mit seiner 12jährigen Tochter, Leutnant Peary beabsichtigt, mit seinem Schiff die Küste von Grantland entlang am südlichen Ende der nördlichen Polarsee so weit wie möglich nordwärts vorzudringen, dort eine Station zu errichten und die Weiterreise in Schlitten über das große Polareis fortzusezen. Er führt Vorräte auf zwei Jahre mit und meint, sein Schiff sei stark genug, um sich durch die Eisflöße einen Weg zu bahnen und Hindernisse zu überwinden, denen frühere Unternehmungen erlegen sind. Bei Eintritt der helleren Jahreszeit will er mit Eskimos nordwärts aufbrechen, um die legten 490 engl. Meilen zurückzulegen, die zwischen der nördlichen Küste von Grantland und dem Nordpol über unbekanntes Land und die zugefrorene See führen.
Gatten- und Selbstmord. In Teichwolframsdorf in Sachsen schoß im Verlauf ehelicher Auseinandersetzungen der Handelsmann Laessig seiner Frau eine Kugel in den Kopf. Das Geschoß kam an der linken Wange wieder heraus. Als die Frau zusammengebrochen war, ging Laessig in eine anstoßende Kammer, legte sich einen Strid um den Hals und schoß sich über den Haufen. Entseelt wurde der Mann aufgefunden. Die Familie hinterläßt sechs Kinder.
Die Grundsteinlegung zum Neubau der Kaiser Wilhelm Akademie( der neuen Pepinière) in der Invalidenstraße in Berlin hat in Gegenwart des Kaiserpaares stattgefunden. Militäroberpfarrer Göns hielt die Weiherede, Kriegsminister von Einem verlas die vom Kaiser vollzogene Urkunde. Darauf vollzogen der Kaiser, die Kaiserin und die Prinzen die üblichen Hammerschläge.
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Ein Diebstahl von 100 000 Rubeln wurde in der Gerid; tskanzlei zu Lomga vollführt. Die eiserne Kasse wurde nachts erbrochen und ihres ganzen Inhaltes beraubt. Der Verdacht richtet sich auf einen Schlosser Stanislaus Sobolewski, der von Lomga angeblich zu Verwandten nach Johannisburg in Ostpreußen abgereist ist.
König Alfons von Spanien hat seinen Aufenthalt in England beendet und ist von London in die Heimat zurückgereist.
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Hungersnot in Rußland. Im Zarenreiche breitet sich das Elend unter der Bevölkerung, besonders der ländlichen, immer mehr aus. In weiten Strecken herrscht bereits eine wirkliche Hungersnot. Sie hat derartige Dimensionen angenommen, daß die Regierung sich mit der Kalaniität hat beschäftigen müssen. Es ist eine Kommission ernannt mit der Aufgabe, Maßnahmen zur Behebung der Not zu beraten.
Die französische Sondergesandtschaft zur Hochzeit des deutschen Kronprinzen ist von Berlin in die Heimat zurückgekehrt. Die Mitglieder der Gesandschaft rühmen sämtlich die Aufmerksamkeit und Herzlichkeit, deren Gegenstand sie in Berlin gewesen sind.
Soziales Leben.
Aus dem Gerichtsfaal.
§ Erstklassige Menschen. Die Revision des Grafen Baudissin und des Verlagsbuchhändlers Janke, die vom Landgericht in Berlin wegen Beleidigung des preußischen Offizierkorps in dem Roman„ Erstklassige Menschen" zu Geldstrafen verurteilt wurden, verwarf das Reichsgericht, ebenso die Revision des Staatsanwalts.
A Glückliches Eheleben. In dem holländischen Orte Oldenzaal war ein Ehemann des Lebens müde geworden und fnüpfte sich an einem Balken seines Hauses auf. Die Ehefrau kam rechtzeitig herzu, schnitt den Mann ab und brachte ihn wieder zum Leben. Darob ergrimmte der des Lebens überdrüssige Mann derart, daß er in seiner Wut nach einem Messer griff und die Frau damit durchbohrte. Wahrlich eine Ehe, wie sie nicht sein soll!
[] Anzeichen einer neuen Gärung im Ruhrrevier sollen in letzter Zeit zutage getreten sein. Man befürchtet in Unter. nehmerkreisen, daß eine rege Agitationsarbeit, die von den Arbeiterverbänden wieder aufgenommen ist, einen General. ausstand herbeiführen wolle. Ob diese Befürchtungen be gründet sind, muß die nächste Zukunft erweisen.
** Donnerstag
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§ Der Prozeß gegen die Gebrüder Liebel in Wien, die der Fälschung von Hundertfronen- Banknoten angeklagt waren, wurde teilweise dadurch beendet, daß der Gerichtshof Leo. pold Liebe I zu fünf Jahren schweren Kerkers verurteilte. Die Angelegenheit ist damit nicht ganz beendigt, und zwei Angeklagte harren noch der Aburteilung. Die Mitschuldige, Marie Zlamal, liegt schtrer frank im Allgemeinen Krankenhause, und gegen Hermann Liebel, der infolge der Selbit. mordversuche und hysterischen Anfälle verhandlungsunfähig wurde, mußte das Verfahren vorläufig vertagt werden.
Tages- Chronik. Der Glockenturm San Nicolo al Lido in Venedig ist durch einen Blitzstrahl getroffen, so daß der Einsturz des Kunstbauwerkes zu befürchten steht.
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In Skutari sind wieder Erdstöße verspürt worden.
Kunft und Wissenschaft.
§ In dem Breslauer Bankprozeß gegen die Mitglieder der Banca Ludowy wegen Bilanzverschleierung wurde der Bankdirektor Szafflik zu sechs Wochen Gefängnis und 300 Mark Geldstrafe, der Bankkassierer Skowschonski zu 300 M. Geldstrafe, Bankbuchhalter Replaff zu 1000 Mark Geldstrafe, von den Aufsichtsratsmitgliedern Nagiepaksti zu 1200 Mt., Dr. Hanke zu 500 Mark und Rechtsanwalt Szapla zu 1100 Mark Geldstrafe verurteilt.
CB Falf- Denkmal. Am Pfingstvorabend wurde in Hamm i. W. ein Denkmal für den ehemaligen preußischen Kultus. minister Adalbert Falk enthüllt. Der Feier wohnte Kultus. minister Studt, Oberpräsident Freiherr von der Recke, zahl. reiche höhere Beamte und die Verwandten des verstorbenen Ministers bei. Falk übernahm das Kultusministerium am 22. Januar 1872 an Stelle Mühlers und legte das Ami 1879 nieder. 1882 übernahm Falk das Oberlandesgerichtspräsidium in Hamm. Er starb am 7. Juli 1900. Da Denkmal ist von dem Bildhauer Wandschneider in Char lottenburg geschaffen und zeigt die in Erz gegossene Figur Falks auf einem Granitsockel.
[] Die Generalversammlung des deutschen Bergarbeiter berbandes hat in Berlin stattgefunden. Den Hauptpunk der Verhandlungen bildete die preußische Berggesegnovelle bie im allgemeinen einer scharfen Kritik unterzogen wurde [] Umfassende Fürsorge für die württembergischen Staatsbahn- Unterbeamten, Hilfsbediensteten und Arbeiter wird in einem von der Generaldirektion beröffentlichten Erlaß vorgesehen. Danach muß dem Dienstpersonal auch in Dienstpausen, die nicht zu Hause zugebracht werden kön Gelegenheit gegeben werden zum Ausruhen, zum Einnehm oon Essen, Trocknen der Kleider, zum Waschen und zum Kochen und Wärmen von Speisen usw. Auch enthalt im Freien ist Gelegenheit zu schaffen durch)... orinaen von Siben und Bänken, einfach gehaltenen Lauben und
§ Der Mörder Ramm stand in Berlin vor den Schranken des Gerichts, um sich wegen eines Sittlichkeitsverbrechens zu verantworten. Er erhielt zwei Jahre Zuchthaus. Ramm hat das Berbrechen einige Wochen vor dem entsetzlichen Morde begangen, den er an den Kindern des Gastwirts Brabow in Berlin verübte. Die Mordtat, bei der von den zwei Kindern der Knabe getötet und das Mädchen schwer verlegt wurde, wird Ramm demnächst zu verantworten haben.
BF Radiotherapie der Tollwut. Eine sensationelle Mel. dung kommt aus der alten italienischen Universitätsstadt Bologna. Der dortige Professor Guido Tizzoni veröffentlicht eine Reihe von Versuchen zur Heilung der Tollwut, die er gemeinsam mit dem Studenten Bongiovanni angestellt hat. Danach ist es ihnen gelungen, die Tollwut, die er bei seinen Versuchtstieren durch Impfung erzeugt hatte, völlig zu heilen und zwar durch Anwendung von Radium.
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Vermischtes.
[ König Eduard von England führt eine neue Hut. mode ein.] Auf dem Rennen zu Epsom erschien der König für einen Tag in einem hohen Seidenhut. Der Hut zeigte Buderbutform mit breitem, flachen Rand. Den Einfluß verschiedener Zeitalter will... n in dieser neuartigen Kopf. bedeckung erkennen und bei der Nachahmungssucht, die au die Männerwelt in Modesachen beseelt, werden die Hutmacher nun bald angestrengte Tage haben.
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[ Rekord im Bruch des Eheversprechens.] Kürzlich stand bor einem Londoner Gerichtshof John Kemp, der von seiner Geliebten auf Zahlung einer Entschädigung verklagt word n war. Bei der Verhandlung stellte sich heraus, daß Kemp bereits zweimal je 10 000 Mark wegen Bruch des Eheversprechens hatte zahlen müssen. Auch dieses Mal wurde auf Zahlung der gleichen Summe erkannt. Benn Herr Kemp so fortfährt, wird er fleißig erwerben müssen, um die Kosten jedesmal deden zu können.
Die von Professor Tizzoni vorgenommenen Versuche bestehen furz in folgendem: Er infiziert seine Versuchstiere, Kaninchen, zuerst mit dem spezifischen Tollwuterreger, dann sezt er sie zur Heilung periodisch mehrere Tage lang der Wirkung von Radiumstrahlen aus. Tiere, die infiziert, aber nicht mit Radium behandelt werden, sterben unweigerlich innerhalb von 6 Tagen in voller Tollwut. Alle diejenigen dagegen, welche der Radiumkur unterzogen werden, genesen, selbst wenn die Behandlung erst auf der Höhe der Krankheitsentwickelung beginnt. Diese Resultate sind wahrhaft berblüffend. Weder mit dem System Pasteur- das mehr prophylaktisch als heilend wirkt- noch mit der Serumtherapie ist bisher annähernd ähnliches erreicht worden.
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[ Der weibliche Mönch.] In einem griechischen Kloster in der Nähe von Bukarest starb dieser Tage der Mönch Baul Vazul Popovics im Alter von 90 Jahren. Das ganze Dori betrauerte den Bruder, der 30 Jahre lang im Kloster zu gebracht hatte. Erstaunt aber war alles, als es sich heraus stellte, daß der verstorbene Mönch eine Frau gewesen war Die Bewohner des Klosters erklären, daß der Verstorbenen gegenüber niemals auch nur der leiseste Verdacht aufgetaucht wäre, daß sie eine Frau in Mönchskleidern sei.
Tizzoni will sein Verfahren jetzt an tollwuterkrankte prüfen. Er hat in Rom dieserhalb Konferenzen mehreren wissenschaftlichen Größen. Bei der weitragenden Bedeutung der Entdeckung, die, wenn sie sich bewährt, ein wahrer Segen für die Menschheit werden würde, kann es nicht wunder nehmen, daß die italienische Regierung sich eifrig mit der Angelegenheit beschäftigt und Professor Tizzoni von König Viktor Emanuel in Audienz empfangen werden wird.
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[ Othello im Offiziersrod.] In der italienischen Garnison Alessandria glaubte der Hauptmann im Generalsts Durando Grund zu haben, auf seine Frau eifersüchtig zu sein. Als sie eine angebliche Reise nach Florenz unter nahm, folgte er ihr und fand sie in einem Hotel in Novi Ligure in Erwartung ihres Geliebten, eines anderen Offi ziers. In seiner Erregung gab der Ehegatte einen Revolver. schuß auf die Treulose ab und verletzte sie tödlich.
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=[ Zeitungsreporter in Amerika.] In einer englischen Zeitschrift findet sich eine Zusammenstellung von Stilblüter amerikanischer Reporter, denen man jedenfalls die Origina lität nicht absprechen kann, obwohl die Ausdrudsweise für em opäischen Geschmack zum mindesten etwas befremdliches hat. Wir geben nachstehend einige Proben:
In Maryland wettete dieser Tage ein Mann, daß er fünfzehn Dugend Austern ohne Pause essen fönne. Er tal es und gewann seine Wette. Der Silberbeschlag an seinem Sarge kostete zwölf Dollars und fünfunddreißig Cent." Ein junger Mann in Louisville wollte versuchen, ob ein Faß Pulver, das lange der Witterung ausgesezt geweje. war, noch brauchbar sei. Er berührte das Bulver mit einer glühenden Eisenstange. Man erzählte seinen Verwandten, er sei plötzlich nach Europa abgereist, aber es ist einiger maßen auffällig, daß man mehrere seiner Knochen und Ueber. reste seiner Kleider in einiger Entfernung von der Stelle fand, wo das Faß gestanden hatte."
John Smith junior aus Nebraska behauptete, er könne mit einer Klapperschlange umgehen wie ein Schlangen. zauberer und er versuchte es auch. Da die Begräbnisanſtall die Zahlung der Kosten im voraus verlangte, mußte seine Beerdigung vier Tage später stattfinden, als sie ursprüng. lich angesetzt worden war."
offn den 3 Borlä Moefer, der d Endlauf teilzu
Ein Mann in Chicago warnte seine Frau davor, Feuer mit Karosen anzumachen, sie tat es aber doch wieder. Glück licherweise passen die Kleider der ersten Frau der zweiten ganz gut."
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