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für Militärpersonen und Kinder, Sonntags- und Zeitkarten bleiben außer Betracht.

In parlamentarischen Kreisen macht sich mehrfach Wider spruch gegen die Erbschaftsstener geltend. In diesem Sinne hat sich fürzlich der Abgeordnete Graf Kanig in einer von ihm gehaltenen Rede ausgesprochen.

* In Braunschweig wurde die 20. Jahresversammlung der deutschen Baugewerksgenossenschaften in Verbindung mit dem Delegiertentag des Innungsverbandes deutscher Bau gewerksmeister abgehalten. Es wurde eine Resolution an genommen, die die Reichsregierung um baldige Wiederein­führung des Befähigungsnachweises für das Baugewerbe er. sucht. Der nächste Verbandstag findet in Stuttgart statt.

Oefterreich- Ungarn

** Entscheidungsvolle Beratungen finden am Hoflager des Kaisers Franz Josef in Wien zurzeit statt. Das Kabi­nett Fejervary plant die Einführung des allgemeinen Stimmrechts in Ungarn, um auf diese Weise die Krisis zu beendigen. Als Gegner dieser Wendung steht der öster­reichische Ministerpräsident Gautsch auf dem Plane, der eine unheilvolle Rückwirkung auf die parlamentarischen Zustände in Desterreich besorgt. Die Entscheidung des Kaisers kann für eines der beiden Kabinette verhängnisvoll werden.

Russland.

** Trotz des Friedensschlusses zwischen Armeniern und Tataren dauern die Kämpfe in Baku fort. Polizei und Mi­litär suchen den Brandstiftungen Einhalt zu tun, indessen erweisen sie sich meistens zu schwach. In Such um be­ginnen die Landarbeiter unruhig zu werden. Der Statt. halter hat angeordnet, daß bei den geringsten Ausschreitun­gen gegen die Gutsbesitzer energische Maßregeln zur An­wendung kommen sollen. Sehr beunruhigende Meldungen laufen aus dem Sangesur Distrikt ein. Viele Ar­menierdörfer sind ganz vernichtet. Viele Hunderte von Per­fonen sind ermordet. Da die Militärstationen weit entfernt find, verzögert sich die Hilfeleistung. Die gesamte tatarische Bevölkerung ist im Aufruhr, viertausend bewaffnete Kurden vom persischen Ufer des Arasflusses haben sich den Tataren angeschlossen. In Warschau sind infolge der Hinrich. tung des Sozialistenführers Kasprzak in den Fabriken die Arbeiter wieder in den Ausstand getreten. Auf einer öden Insel im Bottnischen Meerbusen sind 33 Kasten, enthaltend 660 Ravalleriefarabiner schweizerischen Ursprungs mit Ba­jonetten, und 60 Kasten mit 122 000 Patronen entdeckt wor= den. In Lodz wurden während der Vorstellung im Großen Theater Proklamationen von der Galerie herab­geworfen. Militär umzingelte das Theater und verhaftete 200 Galeriebesucher.

Balkan- Staaten.

** Ein blutiger Zwischenfall an der serbisch- türkischen Grenze wird noch zu mancherlei Weiterungen Veranlassung geben. Bewaffnete Arnauten überfielen einen serbischen Grenzposten und versuchten zwei serbische Blockhäuser zu be­setzen. Als die serbische Grenzwache Gegenwehr leistete, famen türkische Soldaten den Arnauten zu Hilfe, während serbische Grenzbewohner ihre Soldaten unterstützten. Aus Ferbischer Seite wurden durch eine Salve des türkischen Militärs vier Mann getötet und fünf Mann verwundet. Schließlich wurden die Arnauten über die Grenze zurück­geworfen, und türkische, wie serbische Soldaten zogen sich in ihre Blockhäuser zurück.

Schweden.

In den Verhandlungen wegen Auflösung der skaudina­vischen Union sind wieder Schwierigkeiten entstanden. Auf schwedischer Seite besteht man mit großem Nachdruck auf voller Schleifung aller norwegischen Grenzfestungen. In Stockholm ist in allem Ernst von militärischen Vorkehrungen die Rede für den Fall, daß Norwegen in der Festungsfrage nicht nachgeben sollte.

Hlien.

flossenen Jahre mit einem Defizit von 13 439 Mark abge­schlossen, weil die Speise- und Pflegekosten erheblich ge­stiegen sind.

** Die Ruhe in Tokio wird durch zahlreiches Militär auf­recht erhalten, das überall in der Stadt verteilt ist und be­sonders die Wohnungen der Minister, die Regierungs. gebäude und die Gesandtschaften im Verein mit der Polizei schützt. Marquis Ito hat eine Bedeckung seines Hauses abgelehnt, ebenso die Generale Nogi und Nodzu. Von an­derer Seite verlautet, daß beide Heerführer ihre Entlassung aus dem aktiven Dienst erbeten und diesen Schritt mit ihrer tiefen Verstimmung über die Friedensbedingungen motiviert haben. Sichere Nachrichten über die Richtigkeit derartiger Meldungen sind angesichts der an den Auslandstelegrammen in Japan geübten Zensur schwierig. Der Polizeichef von Tokio hat sein Amt niedergelegt. Auch von der Demission des Ministers des Innern ist die Rede. Der Friedensdele­gierte Baron Komura ist in Newyork an einer Unterleibs. entzündung erkrankt. Bei den Heeren in der Mandschurei sind die beiderseitigen Bevollmächtigten zum Abschluß des Waffenstillstandes ernannt worden. Das geschah auf Ver­anlassung des Marschalls Oyama, der den General Lenewitsch in einem durch einen Parlamentär übersandten Schreiben darum ersuchte, in dem er dem russischen Heerführer Grüße und Glückwünsche aus Anlaß des Friedensschlusses und der Beendigung des Krieges sandte.

Afrika.

Die Streifunruhen in Rorschach. Infolge der Un­ruhen in Rorschach ist die dortige große Eisengießerei voll­ständig geschlossen und alle Arbeiter sind entlassen. Der Schaden, den die Streifenden an Gebäuden und Mobiliar angerichtet haben, wird auf 50 000 Francs geschätzt.

Vom Streif in Düsseldorf. Anläßlich des großen Lohn­kampfes, der im Düsseldorfer Holzgewerbe besteht, kam es wiederholt zu Bedrohungen und Mißhandlungen Arbeits­williger. Vor den Häusern, in denen diese untergebracht sind, veranlaßten die Streikposten wiederholt Auflauf.

Heer und flotte.

Das Brünieren der blanken Säbelscheiden. Die Waffen­industrie war in letzter Zeit lebhaft mit dem neuerdings für die deutsche Armee angeordneten Braunmachen der blan­ten Säbelscheiden beschäftigt. Jetzt ist die Arbeit zum Still­stand gekommen, da vom Kriegsministerium die Weisung ergangen ist, daß weitere Brünierungen nicht mehr stattfin­den sollen. Angeblich handelt es sich dabei um die Aus­probierung eines neuen Brünierungsverfahrens vor seiner weiteren Benutzung. Die bis jetzt brünierten Säbelscheiden sollen sich im Tragen nicht besonders gut bewährt haben.

** Die Kämpfe in der Umgegend von Tanger sind vor. läufig beendet. Die Anjeros nugten ihre Erfolge gegen Raisuli nicht aus, sondern zogen sich, ebenso wie dieser, zu­rück. Doch soll Raisuli inzwischen die Gegner zurückgewor­fen und ein größeres Dorf, das sich den Anjeras angeschlossen hatte, eingenommen haben. Die marokkanischen Regierungs. truppen nahmen keinen Anteil an dem Kampfe, begünstigten aber durch ihr neutrales Verhalten Raisuli. Infolge der Kämpfe wird der Zustand der Gesezlosigkeit noch länger anhalten. Darauf deutet auch der Umstand hin, daß der diplomatische Vertreter der Vereinigten Staaten und eine Anzahl Europäer, die in der Umgebung von Tanger woh­nen, auf Verlangen der marokkanischen Behörden ihre Woh. nungen verlassen haben.

Soziales Leben.

Für kurbedürftige Militärpersonen. Das königliche Generalfommando des 5. Armeekorps zu Posen hat mit der gräflichen Badeverwaltung zu Flinsberg ein Uebereinkom­men dahin getroffen, daß fortan erholungs- und kurbedürf tige Militärpersonen vom Feldwebel abwärts, Militärinva liden und sonstige Militärfurgäste auch zur Erholung und zum Kurgebrauch überwiesen werden können. Es werden Mannschaften aus dem Garde-, sowie 2. bis 6. preußischen und auch aus dem 2. sächsischen Armeekorps nach Flinsberg gesandt werden.

Wohltätige Stiftung. Anläßlich der Silbernen Hoch­zeit des Kaiserpaares hat die Stadtverordnetenversammlung zu Köln 100 000 Mf. zum Besten der stadtkölnischen Lungen­heilanstalt zu Rosbach bewilligt. Die Anstalt hat im ver­

Kein Alkohol in den Kasernen. Seitens der deutschen Heeresverwaltung sind Erwägungen im Gange, ob es nicht angebracht sei, den Ausschank von Spirituosen in den Kar­tinen der Kasernen zu verbieten und nur den Ausschank von Bier und alkoholfreien Getränken zuzulassen. Dies Verbot soll für das ganze Heer bemessen sein. In einzelnen Ar­meekorps bestehen bereits jetzt schon ähnliche Bestimmungen.

Der Secadler" flott geworden. Der am Kent- Riff bei Singapore festgekommene Kreuzer Seeadler" ist unbeschä digt und ohne fremde Hilfe wieder losgekommen. Das Schifi setzte die Reise nach Ostafrika fort.

Nah und fern.

Von der Cholera. Aus dem infizierten Gebiet wer­den einige neue Fälle gemeldet, indessen bedeuten sie keine Erweiterung der Seuche. Wegen der Choleragefahr wurden die Jahresversammlungen der Provinzialverbände West­preußens für innere Mission und des evangelisch- kirchlichen Hilfsvereins, sowie die Jahresversammlung der Frauen­hilfe zu Elbing abgesagt. Die Befürchtung, daß im Sprec­walde ein neuer Herd entstehen könnte, hat sich zum Glück nicht bestätigt. Die dortigen verdächtigen Fälle sind amt­lich als Brechdurchfall festgestellt. Neuerdings sind in in der pfälzischen Ortschaft Jaegersburg, Bezirksamt Hom­burg in Bayern, sieben Personen unter Erscheinungen des Brechdurchfalls erkrankt, zwei hiervon( ein Knabe und ein alter Mann) sind gestorben; die übrigen, die sämtlich zur gleichen Familie, wie der verstorbene Knabe gehören, wur­den sofort in das Homburger Krankenhaus verbracht und befinden sich mit Ausnahme des Vaters bereits wieder besser. Nach den Sektionsergebnissen sind die Erkrankungen wahr­scheinlich gewöhnliche Brechdurchfälle. Die strengste so­lierung aller Beteiligten, sowie die Desinfizierung der An­wesen sind sofort angeordnet worden. Auch in den spa­nischen Häfen sind gegenüber den aus Hamburg kommenden Schiffen Vorsichtsmaßregeln angeordnet worden.

Verzweiflungstat einer Mutter. Gestern früh warf die separierte Frau Augufte Sädler in Berlin ihren fünfjährigen Sohn Kurt aus dem Fenster ihres im fünften Stockwerk belegenen Zimmers auf den asphaltierten Hof hinab, trank dann Lysol und sprang ihm nach. Beide waren sofort tot. Die Beweggründe der Tat dürften in dem ehelichen Ver­hältnis zu suchen sein.

Zwölf Personen ertrunken. Der Dampfer Venizia" aus Bergen ist bei der Insel Farö gestrandet. Der Kapitän seine Frau und zehn Mann ertranfen, nur ein Matrose und ein Heizer wurden durch einen Esbjerger Lotsenkutter ge­rettet.

Unfall oder Verbrechen? Aus Paris wird gemeldet. daß während einer Uebung des 58. Infanterie- Regiments gegen den Obersten Saint James zwei scharfe Schüsse ab­gegeben wurden. Es ist noch nicht ermittelt, ob es sich hier um eine Unvorsichtigkeit oder ein Verbrechen handelt.

Feuer! In Chicago ist ein Getreidespeicher, in dem 1 500 000 Bushels Getreide lagerten, durch Feuer zerstört worden. Der Schaden wird auf vier Millionen Marf geschäßt.

ohne Kündigung entlassener höherbesoldeter Angestellter gegen seinen früheren Chef angestrengt hatte.

§ Eine mißratene Tochter. Wegen falscher Beschuldigung des eigenen Vaters hatte sich die 18jährige Tochter Emma des Tischlers Diller in Nürnberg vor der dortigen Straf­fammer zu verantworten. Die Angeklagte, welche von ihrem Vater mit Recht etwas strenge gehalten wurde, entblödete sich nicht, ihn eines schweren Verbrechens, das er an ihr be­gangen habe, zu beschuldigen. Der Beschuldigte wurde ver­haftet, nach furzer Zeit aber wieder auf freien Fuß gesetzt, nachdem sich die völlige unwahrheit der Erzählung des Mäd­chens herausgestellt hatte. Nun wurde der Spieß umge­dreht und das Mädchen wegen wissentlich falscher Anschuldi­gung vor Gericht gestellt; das Urteil lautete auf vier Monata Gefängnis.

Auf dem Dominium Neuruda, das dem Reichstags­präsidenten Grafen Ballestrem gehört, ist eine gefüllte Scheune von unbekannter Hand in Brand gesteckt worden. Der entstandene Schaden ist bedeutend.

Staaten, wo sie zu d Keine Vergünstigunge fonen und Einjährig fendungen an Militä bestellbezirk des Aufg Ausgefchloffen find f liche Angelegenheit dungen, die in ausse des Absenders an Bergünstigungen ge daten usw., für Sen Borto zu zahlen. Wie fich die Po ors 101 Theater, S Es befinden sich de andere Theater un und Tingeltangel gnügungshäuser b Millionen; vier M die Assistance publ hung, ab

§ Anarchisten vor Gericht. Die wegen des Bombenan­schlags bei dem Besuche des Königs von Spanien in Paris berhafteten Anarchisten sind jetzt vor das Schwurgericht ver­wiesen worden. Die Anklage lautet auf Mordversuch gegen den König von Spanien, den Präsidenten Loubet und 18 Kürassiere ihres Gefolges, auf Verlegung eines Gesetzes über Herstellung und Besitz von Sprengstoffen und auf Zu­gehörigkeit zu einer verbrecherischen Vereinigung.

Ein wachsender Berg. Das meteorologische Departe­ment von Meriko wurde von bemerkenswerten seismischen Störungen im Staate Guerrero benachrichtigt. Die ganze Seite eines Berges schob sich in die Höhe, wobei viel Geröll abstürzte. Die Einwohner des Tales am Fuße des Berges flohen, von Furcht ergriffen. Die merkwürdige Bewegung wurde 15 Tage hindurch beobachtet und soll immer noch nicht aufgehört haben.

Todessturz aus 300 Meter Höhe. In Baltimore produ­zierte sich der Trapezfünstler August an einem Fesselluft­ballon in einer Höhe von 300 Meter. Während eine gewal= tige Menge den Uebungen in der Höhe zusah, stürzte er plötzlich herab. Der Unglückliche schlug laut auf und war zu einer formlosen Masse zerschmettert.

Aus dem Gerichtsfaal.

Kunft unliffenfchaft.

RB Neue Schulreformen. In der preußischen Schulver­waltung werden neue Versuche mit Reformen in den höheren Lehranstalten angestellt. Sie betreffen den mathematischen Unterricht. Man will alles, was als sogen. angewandte Mathematik in der Physik usw. getrieben wurde, in die Mathematik selbst übernehmen. Die verschiedenen Spezial­arten des Rechnens und des mathematischen Wissens sollen nicht mehr so breit wie bisher behandelt werden. Man will aber den Funktionsbegriff schon in der Tertia dem Ver­ständnis der Schüler näher bringen und sie zum räumlichen Denken anregen. Diese Reformpläne werden zurzeit bei fünf Lehranstalten, Gymnasium und Realgymnasium, er. probt. Ferner wird die Frage erwogen, ob nicht schon aus der Schule eine Differenzierung der Schüler durchführbar ist. Es soll in der Oberprima dem Schüler freistehen, seine Anlage, Befähigung und Neigung entsprechend, gewisse Fächer in größerem Umfange zu treiben, auf andere dagegen zu verzichten.

§ Ist ein Liebesverhältnis ein Kündigungsgrund? Ein Liebesverhältnis zwischen zwei im selben Geschäft angestell­ten Personen ist kein Grund zu sofortiger Entlassung. So entschied das Landgericht Berlin in einem Prozesse, den ein

KA Dorftheater. Auf Anregung des Deutschen Verein? für ländliche Wohlfahrt- und Heimatspflege hat sich eine Theaterkommission für das Land gebildet, die das Ziel ver­folgt, die kleinen Schmieren" durch gut geleitete Wander­theater zu ersetzen.

LM Höhlenforschungen. In der Adelsberger Grotte sind von einer Anzahl österreichischer Grottenforscher, zwei Leut nants und einem Lehrer, neue Expeditionen unternommen worden. Vom Magdalen- Schachte wurde ein Vorstoß in der Richtung gegen Planina längs des unterirdischen Poik Lauses unternommen. Unter großen Schwierigkeiten ge lang es, 600 Meter weiter, als die bisherigen Forscher, vor zudringen. Große Müdigkeit und das Eintreffen von Regen wasser zwangen zur Umkehr. Bei der Ueberfahrt über der legten See zerschellte den Forschern der Kahn, sie retteter sich durch Schwimmen. Zahlreiche interessante Daten wur den gesammelt, und auch eine große Brutstätte von Grotten olmen entdeckt. Der Lauf der Boit nimmt im letztaufgedeck ten Teile die Richtung zwischen dem Unzausflusse und de Pivka- jama.

Vermischtes.

F= Die Reichshauptstadt als Schweinezüchterin. Nur wenigen dürfte es bekannt sein, daß die Stadt Berlin sich mit der Mästung von Schweinen befaßt. Die Mästung er folgt seit mehreren Jahren in den städtischen Frrenanstalten, Dalldorf, Wuhlgarten und Herzberge mit den Küchenabfällen. Der Verkauf der Mastschweine ergibt cinen jährlichen Ge minn von rund 9000 Mart.

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Ein vierfüßiger Lebensretter. Das Töchterchen eines Schiffers aus Neu- Zittau bei Erkner war beim Spielen bom Kahn ins Wasser gefallen. Erst durch das ungestüme Bellen und Winseln des Hundes wurde der Vater, der in der Kajüte beschäftigt war, auf das Unglück aufmerksam. Er sprang sofort in den Kanal und holte sein Kind heraus. Die Kleine war schon bewußtlos, kam aber nach langen Wieder belebungsversuchen eines herbeigerufenen Arztes allmählich zum Leben.

** Der Großhe bas Romt Lub bem Generalmajor Großherzogs; bas Romturtreu ordens Phil dem Generalm 25. Rav. Brigade( Freiherrn v. Lebeb ( Großh. Seff.); das Komturfre

,, Einsteigen....!" Der Bahnhofsportier Franz Freund in Großheringen bei Apolda ist dieser Tage zur letzten Ruhe bestattet worden. Der Tod des Wackeren bringt fol gendes Geschichtchen, das den Vorzug hat, wahr zu sein. wieder in Erinnerung: Freund war, troß seines unmusika. lischen Beruses, ein guter Orgelspieler. Eines Sonntag bertrat er den erfrankien Organisten beim Morgengottes dienst. Tags zuvor hatte er anstrengenden Dienst und wai während der Predigt eingeschlafen. Alles wartet auf das Einsetzen der Orgel, aber diese schweigt. Da gibt ein Be kannter dem Organisten einen Rippenstoß, und unser Freund aus dem Schlafe erwachend, in der Meinung, er müsse den Zug abrufen, ruft mit aller Kraft seiner Stentorstimme Einsteigen in der Richtung Sulza, Apolda, Weimar, Er furt, Gotha, Eisenach, Abfahrt in drei Minuten!"

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= Breslan braucht Geld. Der Magistrat von Breslau be antragte die Aufnahme einer neuen Anleihe von zwei und vierzig Millionen Mark für hygienische Wohlfahrts- und Schulzwecke.

+ Postsendungen für die Soldaten. Anläßlich der jetzt begonnenen Manöver mehren sich wieder die Sendungen, die der Post für die Truppen übergeben werden. Sie werden nur dann portofrei befördert, wenn sie die Aufschrift ent­halten: Soldatenbrief. Eigene Angelegenheit des Em­pfängers." Bei Paketen muß dieser Vermerk sowohl auf dem Paket selber, wie auf der Begleitadresse stehen. Porto­freiheit genießen: Alle gewöhnlichen Briefe, auch Glück­wünsche, Danksagungen, Beileidsbezeugungen, Verlobungs­anzeigen usw., bis 60 Gramm und Postkarten. Für Bostanweisungen bis 15 Mart beträgt das Porto 10 Pf. und für Pakete in allen Zonen bis 3 Kilogramm 20 Pf. Diese Portovergünstigungen werden indessen lediglich für ihre Person gewährt: den in Reih und Glied stehenden Per sonen des Landheeres bis zum Feldwebel einschließlich auf wärts; hierzu gehören auch Fahnenjunker, Fähnriche, Kriegs Inva schüler, Unteroffizierschüler nicht Vorschüler liden in den Invalidenhäusern, Eleven der Militär- Roßarzt schule in Berlin, Militär- Büchsenmacher, Gendarmen in den

dem Oberften Buf Regts.( Bring Deinhard, Komman r. 61:

bas Ehrent bem Oberstleut Landwehrbegirls Fri mann, Rommandeu Diberfileutnant 3. D. we hrbezirts Gieße we in, Divisionsarzt bas Ritterfreu

dem Major Lang Felbart. Regt, Nr. 6 Bezirkeoffizier beim ** Vom Kai angebrochen, die Paral genommen, die Raiser waltigen Märschen bew zu sobaß heute Nachm poftengefechten berühre dann die Schlacht auf Die Bewegungen zum Smfanterie- Regimenter

mit dem 68. Artiller preußischen und bad Taunus rückten. Ar den Marsch auf Rob Limburg Hahnflätten chwalbach ein. Das

Reblenz abgehaltenen Lahn und Rhein oft bimatieren beide Ro

Wieblen Rogenelnboge wurde gestern nach Rat gefecht am Mittwoch

Rorps zum gemeinsam Ehrenbreitstein. Den

Raiser. Die Leitung gefieht vorwiegend d Telegraphen Abteilunge gegeben find.

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