legt und die Stellung eines in Qurhaven wohnenden Kom mandanten der Befestigungen an der Unterelbe geschaffen. Im April erfolgte die Formierung einer 300 Mann starken Minenkompagnie und kurze Zeit darauf die Bildung einer Minensuch- Division, der im August und September neun Torpedoboote angehörten. Jetzt ist Curhaven als Standort für den Stab und die erste Kompagnie der am 1. Oktober neuformierten Stammabteilung für die Matrosenartillerie in Siautschau bestimmt worden.
Soziales Leben.
Die Aussperrung in der Berliner Elektrizitäts- Industrie. Die Friedensaussichten haben sich verstärkt. Das Bentralstreiffomitee steht den von unparteiischer Seite eingeleiteten Einigungsvorschlägen nicht ablehnend gegenüber. Positiver Anhalt für eine Verständigung ist allerdings noch nicht vorhanden. Gestern tagte in Berlin der Beirat des Deutschen Metallarbeiterverbandes. Die Erörterungen bezogen sich auf die allgemeine Aussperrungstaktik der industriellen Verbände. Besondere Maßnahmen für die Ber. liner Aussperrung in der Elektroindustrie wurden nicht für nötig erachtet. Es scheint also nicht, als wenn man von dieser Seite der für den 14. d. M. angedrohten weiteren Aussperrung entgegentreten will. Als Folge des Ausstandes der Elektrizitätsarbeiter entstand am Sonntagabend in Charlottenburg ein teilweises Versagen der elektrischen Beleuchtung. Mehrere Straßen mit allen anliegenden Loka. Titäten waren längere Zeit in Dunkelheit gehüllt.
Bewegung im sächsisch- thüringischen Textilgewerbe. Der Lohnkampf droht größere Dimensionen anzunehmen. Der Verein der Lohnschiffchenstickmaschinen- Besitzer, welcher über etwa 2000 Maschinen verfügt und 5000 Arbeiter beschäftigt, hat beschlossen, sämtlichen Arbeitern zu fündigen und seine gesamten Betriebe am 28. Oktober zu schließen. Die Aktion der Stickmaschinenbesitzer, die als Zwischenmeister zu betrachten sind, richtet sich nicht gegen die Arbeiter, sondern gegen die Fabrikanten.
Lohnkampf in Hannover. Die Hannoversche Maschinenbau- Aktiengesellschaft vorm. Egestorff hat wegen Lohndifferenzen mit einem Teil der Arbeiter ihren Betrieb vollständig eingestellt. Es feiern rund 2000 Arbeiter.
Belagerungszustand wegen eines Streiks. In Buenos Aires ist für neunzig Tage wegen des Ausstandes der Hafenarbeiter der Belagerungszustand erklärt worden.
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sich in einem geeigneten Nährboden zu vermehren, vertoren hat, fleine tuberkulöse Knötchen erzeugt. m allgemeinen spielt sich der tuberkulose Prozeß so ab, daß sich kleine Knötchen bilden, die verkäsen" und dann zerfallen. In dem befallenen Organ entstehen somit mehr oder weniger große Hohlräume. Das Gewebe schwindet- Schwind. sucht!
Die von T. C. gebildeten Knötchen sollen aber die Eigenschaft haben, nicht zu zerfallen, sondern wieder zu normalem, gesundem Gewebe zu werden. Man hätte sich also jetzt folgendes vorzustellen: Die Tuberfelbazillen, die 3. B. in die Lunge eingedrungen sind, haben dort käsige Knötchen gemacht. Indem Behring nun sein T. C. einspritzt, das durch die weißen Blutkörperchen aufgegriffen, gefressen und verändert wird, bilden sich neben den echten tuberkulösen nötchen T. C. Snötchen. Diese führen nun das erkrankte Gewebe zur Heilung. Das sind natürlich auch theoretische enorm schwere und komplizierte Probleme. Aber was verschlägt es?! Wenn man nur ans Ziel kommt! Die Hauptsache bleibt, daß in Wirklichkeit Heilungen erreicht werden!
Ob aber die Behringsche Methode zu diesem Ziele führt, bleibt noch abzuwarten. Vorläufig tut man gut, sich nicht trügerischen Hoffnungen hinzugeben. Sollten aber große Versuchsreihen ergeben, daß Behring ein Heilmittel für die Tuberkulose gefunden hat oder wenigstens ein Mittel geschaffen, das die Menschen gegen die Ansteckung mit Tuberfulose schützt, immunisierter wäre der größte Helfer der Menschheit. Werden doch fast 15 Prozent aller Menschen bon dieser entsetzlichen Krankheit in der Blüte ihrer Jahre hingerafft. Alle die großen Preise, die für den Erfinder eines Mittels gegen die Tuberkulose ausgesetzt sind, sie wären klein und erbärmlich. Ihm würde der schönste Lohn vinken: ewiger, unvergänglicher Ruhm, so lange es Menschen gibt auf Erden!
Profeffor Bebrings Botschaft. Das neueste Heilmittel gegen die Tuberkulose. Wir haben im letzten Jahrzehnt den Ruf so oft gehört, es sei endlich das Heilmittel gegen die Tuberkulose, diese furchtbarste Geißel der Menschheit, gefunden, daß sich allmählich ein gewisses Mißtrauen gegenüber jeder derartigen Ent. deckung vorwagt. Man muß die Zeit miterlebt haben, als die erste Kunde von des genialen Robert Koch Luberkulin in die Deffentlichkeit drang. Es war vielleicht die gewaltigste Erregung, die die Menschheit je aufgewühlt hat. Kochs Wohnung war von Tausenden umlagert. Jeder Forscher, dem Tuberkulin zur Prüfung übergeben war, wurde geradezu berfolgt. Aus aller Welt waren Kranke und Angehörige von Tuberkulosen auf schnellsten Wegen herbeigeeilt und lungerten wie Bettler auf den Treppen der Kliniker, alle Mittel, Ronnaissanzen ausnutend, um das die sichere Heilung enthaltende Fläschchen zu erhaschen. Man konnte Millionen für eine Dosis erhalten -Und dann die entsetzliche Enttäuschung! 3war mehren sich jetzt die Stimmen, daß Kochs Tuberkulin in seiner alten und neuen Form in einzelnen Fällen Genesung gebracht hat, und die letzte Naturforscherversammlung in Meran sah angesehene Kliniker als Verfechter des Kochschen Tuberkulins. Allein die Fälle sind sehr vereinzelt, und sie lassen noch mancherlei Deutung zu. Auch das von dem jungen Forscher Alexander Marmorek gefundene Serum hat die Erwartungen nicht erfüllt, wiewohl gewissenhafte Nachuntersucher eine Reihe gesicherter Heilungen feststellen konnten
Man ist eben sehr skeptisch geworden. Vielleicht skeptischer, als gut ist. Die Möglichkeit, auch der Tuberfulose auf bakteriologischem Wege Einhalt zu gebieten, kann nach den Erfahrungen mit der Diphtherie, dem Wundstarrkrampf und der Tollwut, darf niemand leuonen. Und darüber müssen wir uns klar sein: die Methode, die Tuberfulose ausschließlich mit diätetischen und klimatischen Mitteln, durch Kost und gute Luft, zu bekämpfen, ist nur ein Ausweg.
Dr. med. Theodor 31 ocisti- Berlin.
Nab und fern.
† Ein neuer Mord im Harz. Auf der Chaussee von RübeTand nach Elsingerode wurde der Arbeiter Liz, der als Heizer in einem Stalfofen angestellt war, ermordet aufgefunden. Er hatte sich abends nach seinem Ofen begeben wollen und war durch einen Schuß in den Rücken getötet, und außerdem war ihm der Hals durchschnitten worden.
† Selbstmord im Gefängnis. Der Stadtverordnete und Patentanwalt Meyer in Erfurt, der wegen Unterschlagung verhaftet wurde, hat sich dem irdischen Richter entzogen. Er machte seinem Leben in der Gefängniszelle durch Erhängen ein Ende.
if Landwirt, Geschäftsmann Cann mit am beften beurteilen bie Allgemeinheit ift. Die Werning abfichtigt man in nicht allzu führen. Wie wir hören, Militärvereine zu einer be Mittwoch zufammentommen in Darmstadt zu sehen; b poc ausverkauftem Haufe i P. Berhaftungen. pegen Dbbachlosigkeit un chaftet.
Im Jahre 1835 würde das Grundstück für 78 000 Mark verkauft, im Jahre 1843 erzielte es bereits einen Preis bon 192 000 Mark, und jetzt hat es das Fünffache dieses Preises erbracht, ein Beweis, wie sehr sich der Grundstückswert in bevorzugten Stadtgegenden Berlins gesteigert hat. = Aufgelöste Pückler- Versammlung. In Berlin wurde von der Polizei eine Versammlung aufgelöst, in der Graf Pückler- Kl.- Tschirne zum letzten entscheidenden Kampf gegen das Judentum" aufforderte. Als der überwachende Polizeileutnant die Auflösung der Versammlung anordnete, geriet Graf Pückler in große Erregung. Er schlug mit der Faust auf den Tisch und rief dem Polizeibeamten zu, er„, verbitte sich diese fortwährenden Auflösungen!" Durch die Auflösung seien wieder 6000 Sozialdemokraten mehr geschaffen worden. Er werde Berlin eventuell ganz seinem Schicksal überlassen".
† Von Berlin nach Aegypten in 4½ Tagen. Durch Vereinbarungen zwischen dem Norddeutschen Lloyd und der rumänischen Regierung wird ein direkter Anschluß an die rumänischen Postdampfer in Constanza hergestellt und deren Fahrt bis nach Aegypten ausgedehnt. Dadurch wird die Verbindung von Berlin nach dem Nillande auf 4½ Tage abgekürzt. Von dort wird eine neue schnelle Anschluß- Verbindung an die Reichspostdampfer- Linien des Norddeutschen Lloyd über Port Said nach Ostasien und Port Said hergestellt.
† Gin jugendlicher Selbstmörder. Ein dreizehnjähriger Zögling des Heinrichshauses zu Großpaschleben warf sich auf der Strecke Biendorf- Göthen vor einen Eisenbahnzug. Er wurde von den Rädern getötet.
† Um eine Katze in den Tod. Der englische Dampfer Cito" sichtete in der Nordsee ein sinkendes Wrack. Ein Boot des Dampfers barg einen Mann und eine Kaze, die sich auf dem Wrack befanden. Die Katze sprang an Bord zurück, der schon gerettete Mann sprang ihr nach, und in diesem Augenblick ging das Wrack mit ihm unter.
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Bier und Fleisch in München. Nach den statistischen Aufmachungen hat sich in München eine merkliche Abnahme in dem Konsum an Bier und an Fleisch bemerklich gemacht. Im Jahre 1896 kamen auf den Kopf der Bevölkerung 401 Liter Bier jährlich. Dieser Konsum war im Jahre 1904 auf 315 Liter gesunken, wobei noch das von den Fremden verkonsumierte Quantum in Abrechnung zu bringen ist. Auch der Fleisch- Verbrauch ist seit dem Jahre 1896 gesunken, obwohl die Bevölkerung seither um 100 000 Personen zugenommen hat.
† Verhaftete Wechselfälscher. Der Direktor Silfverling und der Buchhalter Brynolt von der Meierei- Aktiengesell schaft Victoria in Stockholm sind unter der Anschuldigung verhaftet worden, Wechsel- und Hypothekenfälschungen im Betrage von angeblich 400 000 kronen begangen zu haben.
Worin nun die neue Methode v. Behrings besteht, ist schwer zu sagen. Behring hat sich wohl absichtlich etwas dunkel ausgedrückt. In den Leibern der Tuberkelbazillen soll das neue Heilprinzip liegen. Behring nennt es T. C. Der Name ist nicht weniger mystisch, als der Charafter dieses Prinzipes. Gewonnen wird es durch ein Verfahren, das scho Pasteur in die Medizin eingeführt hat. Er hat Bakterien durch Vorbehandlung mit verschiedenen Substanzen in ihrer Wirksamkeit abgeschwächt; dann dem Erkrankten eingespritzt, und auf diese Weise eine gewisse Immunität gegen die Schädigungen des betr. Bakteriums erreicht. Aus der Beobachtung nämlich, daß Menschen, die von einer ansteckenden Krankheit befallen wurden. für gewisse Zeit oder für das ganze Leben nicht mehr an derselben Krankheit erfranken, hat man richtig geschlossen: daß der Uebersteher der betr. infektiösen Erkrankung die natürlichen Schutzkräfte im Organismus so gestärkt hat, daß eine neue Infektion wirkungslos abprallt. Auf diesem Gedanken weiterbauend, hat man gesunden Körpern abgeschwächte Bak. terien oder deren Produkte eingespritzt, dadurch die Abwehr. kräfte des Körpers ins Leben gerufen aktive Immunisie rung! Der Körper ist also gefeit gegen das Gift. Nimmt man nun eines so vorbehandelten Tieres Blutserum, das also die Schutzkräfte enthalten muß, und sprißt es einem an. deren Tiere ein, so wird dieses Tier, wenn die betreffende Krankheit es befallen hat, nicht nur über seine eigenen natürlichen Abwehrkräfte verfügen, sondern sie in größerer Menge besitzen und daher die Wahrscheinlichkeit haben, die Krankheit zu überstehen. Es scheint, daß diese Tatsachen auch in dem Behringschen Verfahren eine Rolle spielen. Das Neue dürfte aber sein, daß das T. C.- also eine Sub. sich mit den stanz des abaeschwächten Tuberkelbazillus weißen Blutkörperchen verbinden soll. Metschnikow, ein Assistent von Pasteur, hat nämlich gezeigt, daß diese weißen Blutkörperchen die in ihre Nähe kommenden Fremd. förper auffressen und unschädlich machen. Behring meint nun, daß das T. C., das die Fähigkeit der Bakterien.
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P. Die Schlacht an ben b entstand bei einer eine größere Schlägerei Arbeitern, die fich bis zur ling fich tapfer mit Stil tady mit dem Meffer. Die metge gebracht worden. amberen Wirtschaft, am Marli anainanber, wobei ebenfalls Biargläfern geworfen wurde. da fogar Lampen flirrend
Ein Zahn in der Nase. In der Universitätsklinik zu Wien wurde ein 29jähriger Mann behandelt, dem ein Zahn, anstatt nach unten, vom Oberkiefer aus in die Nase gewachsen war und, vollständig ausgebildet, derartig in der Nasenhöhle saß, daß der Mann durch die Nase keine Luft bekommen fonnte. Die Herausnahme des Zahnes gestaltete sich sehr schwierig, da mit der Zange nicht operiert werden fonnte; sie gelang aber schließlich vollkommen und der Patient war nun von seinem Leiden vollständig erlöst.
† Die spanischen Schatzgräber festgenommen. In einer der vornehmsten Straßen Madrids verhaftete die Polizei den Leiter der Schwindler- Banden, die seit acht Jahren Deutschland mit den bekannten„ Schaßgräber"-Briefen überschwemmt hatten. In der vornehm eingerichteten Wohnung des Gauners fanden die Polizisten vier Schreiber und einen Bureauchef und Papiere, aus denen zu ersehen war, daß rund 80 000 Personen mit den Schwindelbriefen bedacht worden sind.
† Schmuggler und Grenzer. Auf dem Monte Baldo am Garda- See wurden Tiroler Schmuggler von italienischen Grenzwächtern abgefaßt. Es kam zu einem Kampfe, in dem ein Grenzer verwundet wurde. Schließlich gelang es, einen der Schmuggler festzunehmen.
Aus dem Gerichtsfaat.
aftung weier Kampfhähne f ** Der Gewerbever Beffen, der gegenwärtig 11 Sonntag unter Borfiz des Seine Hauptversammlung ab. Cherregierungsrat Wagner b fehr wichtigen Bunft in gewerbliche Unterrichtswesen, unter der Oberleitung der Unterrichtsanstalten ferner gewerbliche Fachschulen, 11 Sonntags- Beichenschulen, 4 Abendschulen. Der Schu 4788 373 Mt. erfordert, gegenüber fleben. Der beträgt 200 000 Mt.- 9 Mustellung von Schülerarb
Einer, der sich selber den Totenschein ausstellt. In dem Städtchen Rhein in Ostpreußen erhielt der Polizeisergant vom Staatsanwalt eine Anklage zugestellt. Um dieser zu entgehen, stellte sich der Beamte selber einen Totenschein aus und sandte ihn dem Gericht ein, worauf natürlich die Einstellung des Verfahrens erfolgte. Man erkannte aber bald darauf die Handschrift des Toten" auf dem Schein, und es wurde die Ausgrabung der Leiche" angeordnet, die nunmehr lebendig hinter schwedischen Gardinen sitzt.
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Das Ende der Buren- Schaustellung. Ein recht klägliches Schicksal haben die Buren und Engländer erfahren, die in der Ausstellung von St. Louis Szenen aus dem Burenkriege zur Darstellung brachten. Die meisten leben bon milden Gaben der Bevölkerung. General Ven Viljoen hat sich der Kolonie des Generals Snyman in Meriko angeschlossen, während der englische Hauptmann Chaplin mit anderen Teilnehmern nach Guatemala gegangen ist. General Cronje befindet sich in Newyork, wo er auf den Ausgang eines Prozesses wartet, den er um rückständiges Honorar führt.
Nene Briefmarken. Die Marken unterscheiden sich von den bisherigen dadurch, daß zu ihrer Herstellung Papier mit Wasserzeichen verwendet wird. Für den Druck der Mar. fen werden dieselben Stempel wie bisher angewandt. An der einzelnen Marke ist der Unterschied auch einem scharfen Auge erkenntlich. Deutlicher tritt er an dem weißen Rande der Markenbogen zutage. Das Wasserzeichen bildet rautenförmige Verzierungen von etwa 1 Zentimeter Höhe, die dicht beieinander stehen. Das Papier mit dem Wasserzeichen wird nach einem besonderen Tropfverfahren herge. stellt. Das Wasserzeichenpapier kommt bei sämtlichen deut schen Briefmarken für das Inland wie für die Kolonien zur Verwendung. Die Marken gelangen allmählich bei den Postämtern zur Ausgabe.
§ Soldatenmißhandlungen. Das Kriegsgericht zu Berlin berhandelte gegen die Sergeanten Angermann, Schiller, Obot, Banach und den Feldwebel Warnke von der 12. Komp. des 129. Infanterie- Regiments. Einige der Zeugen gaben an, daß stets geschlagen worden sei. Der Sergeant Schiller habe fast in jeder Instruktionsstunde geohrfeigt. Der Ser geant Angermann hatte dem Grenadier Kurz, als dieser sich beim Mittagessen befand, einen Stoß versezt, daß sich die Suppe über den Geschlagenen ergoß. Hierauf warf der Angeklagte den Soldaten zu Boden, trat ihn mit den Füßen und schlug ihn mit dem Seitengewehr. Die Sergeanten Banach und Obot, sowie der Feldwebel Warnke wurden frei. gesprochen, Angermann und Schiller zu vier Wochen Mittelarrest verurteilt.
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Lokales.
10. Oftober 1905.
Der Großherzog hat am 7. Oftober den Bureaugehilfen Ludwig Lenz zu Gießen zum Kreisamtsgehilfen ernannt.
§ Verurteilte Falschmünzer. Das Schwurgericht in Bochum berhandelte gegen eine aus Italienern bestehende Falsch münzerbande, die Nickel- und Silbergeld nachgemacht und die Falsifikate in Verkehr gesetzt hatte. Das Urteil lautete gegen den Angeklagten Garoni auf zwei Jahre zwei Monate, gegen die beiden anderen Beschuldigten Munzi und Domi niko auf je zwei Jahre Zuchthaus. Alle drei wurden unter Polizeiaufsicht gestellt.
Vermilcbtes.
= Grundstücks- Preise in Berlin. Das Haus Unter den Linden in Berlin, in dem sich das Dresselsche Restaurant befindet, ist jüngst für den Preis von 900 000 Mark an den gegenwärtigen Besitzer des Restaurants verkauft worden.
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** Parlamentarisches. Am 19. Oktober tritt die 8weite Rammer zu ihrer 119. Sigung zusammen. Auf der Tagesordnung stehen u. a. folgende Bunkte: Borstellung des Landesverbandes der Bürgermeister im Groß Herzogtum Hessen, Gebührenordnung für die Großherzoglichen Ortsgerichte betreffend. Vorstellung des Gemeindevor Ortsgerichte betreffend. standes zu Heppenheim, Errichtung eines Amtsgerichtes in Heppenheim betreffend. Borstellung des Vereins Großherzoglich Hessischer Dammwärter, Gehaltzerhöhung und Mietsentschädigung betreffend. Antrag der Abgg. Müller und Dr. Buff, die Beiträge zur Kranken- und Unfallversicherung feitens der Arbeitgeber betreffend. Vorstellung der Großherzoglichen Bürgermeisterei Buzzbach, die Umwandlung der Realschule Buzzbach in eine Oberrealschule betreffend. Vorstellung des Vorsitzenden des Landesver bandes der Bürgermeister im Großherzogtum Hessen, die Protokollierung von Immobiliarveräußerungsverträgen betreffend. Antrag des Abgeordneten Leun, die Beurkundung von Immobiliarlaufverträgen durch die Großherzoglichen Drtsgerichte betreffend. Endlich liegen noch die Rückäußerungen der Erften Kammer vor.
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Zum Rüdeshei fuchungsrichter in Wiesbade freiben bekannt, daß in d Gorg Erb aus Niede ei. Bie jest aus Frantf Bolizei feftgestellt, daß der dem Mordtage in Frankfur das über der Bluttat liegt, bor. Georg Erb folli be fäftigt sein.
* Lotterie und Br prinzipiellen Gründen wicht
Bericht. In einer furzen Tageblatt" vor einigen M Los der hessisch thüringische einer Viertelmillion Mart gegebene Rummer gefallen berantwortliche Redakterr Baragraphen 6 des Gefehe der die Veröffentlichung Breußen nicht zugelassenen genicht zu 10 Mt. Gelbftraf fra flammer beantragte des ersten Urteils und F führte aus, daß die Bel rgebnisse eine Lotteriep dem der Paragraph 6 de Betan
Zur Laudtagswahl im Kreise Gießen- Land erhalten wir in Ergänzung unserer geftrigen Notiz folgenden Bericht: Am Sonntag gegen 3 Uhr tagte im Hotel Schüß" in Gießen eine von den meisten Orten des Wahlbezirks bea suchte Versammlung zwecks Aufstellung eines Randidaten für die Landtagswahl im Kreise Gießen- Land. Die Versammlung stellte einhellig ben bisherigen Abgeordneten Bürgermeister Leun Großen- Linden auf und beschloß, mit aller Kraft für die Wiederwahl ihres bewährten Kandidaten einzutreten. Die Versammlung glaubte sich auf die Kandidatur des Bürgermeisters Leun umsomehr einigen zu fönnen, als er erklärte, auf dem Boden der bürgerlichen Barteien zu stehen und im Falle seiner Wahl die Interessen aller bürgerlichen Kreise nach besten Kräften wahrnehmen zu wollen. -Man kann diese einstimmige und allseitige Aufstellung des seitherigen Abgeordneten Leun nur mit Freuden begrüßen, hat er doch erklärt, tonsequent für das allgemeine Wahlrecht für unsere hessischen Landtagswahlen einzutreten. Bürgermeister Leun tennt auch die lokalen Interessen des Wahlfreises, er ist in ihm seßhaft und bekannt bei jedermann; er
Betr.: Feldbereinigung
der Lahn; hier plan von den Gießen, sowie martungen Wi
Die nachstehende B
mit zur öffentlichen Sten
Gießen, den 9.
Großh. Bü
Beta
Betr.: Wie oben. In der Zeit
223. Oftober d. J. I Bürgermeisterei Bie
der allg Fluren 1 sowie den Wigmar
bericht un
zur Einsicht der Bet Tagfahrt zur Gergegen findet ftatt
Dienstag, vormittage
auf dem Bureau der Gießen, wozu ich die anlade, daß die Nich
geflossen find. G fen, zu begründen ( mindestens Bogen) Friedberg, den
Der Großherzogliche
gez.: Span


