Ausgabe 
10.6.1905 Erstes Blatt
 
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Deer und flotte.

Zweijährige Dienstpflicht in Rumänien. Nach dem Vor­gange Deutschlands will jetzt auch Rumänien, das sich uns in militärischen Dingen gern zum Vorbild nimmt, statt der bisherigen dreijährigen die zweijährige Dienstpflicht ein­führen. Diese Begünstigung soll aber auf diejenigen be­schränkt werden, welche eine gewisse Bildung genossen und mindestens die Volksschulklassen mit Erfolg absolviert haben. Die Regierung hofft, in dieser Weise auch die Eltern zu ver­anlassen, ihre Söhne fleißiger in die Schule zu schicken, da heute in Rumänien troß der bestehenden allgemeinen Schul­pflicht die Zahl der Analphabeten insbesondere in den Land­gemeinden sehr groß ist.

Die Bestrafungen in Heer und Marine des Deutschen Reiches zeigen, wie eine soeben erschienene Statistik aus­weist, einen erfreulichen Rückgang gegen das Jahr 1903. Diese Verringerung hat sowohl bei den militärischen wie den bürgerlichen Deliften stattgehabt. Wegen militärischer Ver­gehen wurden im letzten Jahre 6547 Personen verurteilt ( gegen 6869 im vorangegangenen Jahre); die Zahl der Be­strafungen wegen bürgerlicher Vergehen belief sich auf 3706 ( gegen 3820 im Vorjahre). Die Abnahme der Verurteilun­gen ist besonders bemerkenswert bei den Fällen von Miß­brauch der Dienstgewalt seitens Vorgesetzter; die Verurtei­lungen wegen Soldatenmißhandlungen sind von 773 im Jahre 1903 auf 669 im Berichtsjahre zurückgegangen. Be­sonders günstig steht hinsichtlich der Vergehungen der Vor­gesetzten die Marine da, bei der insgesamt nur 38 friegs­gerichtliche Bestrafungen solcher Art erfolgten.

Soziales Leben.

[] Die Verwendung der Fran im Postdienst soll nach einer Rundgebung des Reichspostverwaltung auf die niederen Die fortschrittlichen Dienststufen beschränkt bleiben. Frauenvereine hatten sich an die Verwaltung mit dem Wunsche gewandt, die Frauen zur Sekretärsprüfung zu­zulassen und ihnen damit den Eintritt in die mittlere und höhere Postkarriere zu öffnen. In dem ablehnenden Be­scheid wird ausgeführt, daß abgesehen von der Erschwerung im Vorwärtskommen, die durch eine solche Freigabe dem männlichen Geschlecht und namentlich den Militäranwärtern bereitet würde, auch prinzipielle Vedenken entgegenständen. Für weite Zweige des körperlich anstrengenden technischen Postdienstes seien die weiblichen Beamten nicht geeignet: Früh, Spät- oder Nachtdienst könnte ihnen kaum übertragen werden.

Nab und Fern.

* Fürst Bülow als Erbe. Verschiedentlich kursierten in er letzten Zeit Gerüchte in der Presse, nach denen der Reichskanzler Fürst Bülow eine Millionenerbschaft gemacht haben sollte. Auf Grund neuer Informationen kann jetzt festgestellt werden, daß die bereits zur Auszahlung gekom­mene Erbschaft des Kanzlers sich auf rund Millionen Mark beläuft. Der Erblasser ist der Hamburger Millionär Bodefroy, dessen Hinterlassenschaft im ganzen 23½ Millionen Marf betrug. Davon erhielt der Reichskanzler, wie gesagt, Millionen, weitere 9 Millionen fielen an andere Erb­berechtigte, und 9 Millionen wurden zu einem Fonds für vohltätige Zwecke gestiftet.

Opfer der Fluten. Auf dem Rhein in der Nähe von Duisburg wurde ein mit vier Personen besettes Boot von einem Schramibendampfer überrannt und zum Kentern ge­bracht. Zwei Personen ertranken.- In Beraun in Wöhmen ertranfen beim Baden der 21jährige Beamte Karl und sein Freund Cerny. An dem gleichen Tage ertranken auf gleiche Art in Bimers drei Personen, der siebenjährige Sohn des Fenbahringen urs Plavif. der neunjährige Schüler Pet­jolo und der manierist Anton Surefid).

A m Sumpf erstiat. rsn bi Swivelbein bütete ter elfjährige Tagelöhners hi gl'n und seine jüngere Schwester die Gänse auf einem Moor. Die Pinder verlore. ich von einander; die Schwester wurde schließlich ängstlich und rief Hilfe herbei. Die herbeieilenden Leute fanden den Anaben erstickt mit dem Kopf im Moor steckend auf.

Ein Dorf abgebrannt. Der Brand des Fischerdorfes am Hellevikstrand bei Lysekil in Schweden wurde erst nach tcgelanger Arbeit eingedämmt. 60 Häuser, darunter 40 Wohnhäuser, mehrere Brücken, einige Kohlen- und Brenn­materialienlager sind eingeäschert. 200 Menschen sind ob­bachlos; die meisten haben alles verloren, nur wenige sind versichert. Von Lysekil sind Dampfer mit Lebensmitteln abgegangen.

Die unsicherheit der Unterseeboote wieder einmal Burch ein trauriges Beispiel illustriert worden. Bei einer llebung in der Nähe von Portmouth ist das englische Unter­jeeboot A" mit dem größten Teis seiner Bemannung, 14 Mann, gesunken. Der Unfall ereignete sich fast an der= selben Stelle, wo die letzte noch frisch in aller Gedächtnis haftende Katastrophe bei einem englischen Flottenmanöver stattfand. Diesmal murde allerdings das Boot nicht ange= rannt, sondern es erfolgte cine Explosion an Bord. Auch diese wäre vielleicht nicht von so furchtbaren Folgen begleitet gewesen, wenn nicht die Luken der Beobachtungskammer ge­öffnet gewesen wären, da man von einem Torpedoboot Er­fabmannschaften übenehmen wollte. Durch die Explosion

neigte sich das Vorderteil so tief hinab, daß das Wasser in großen Mengen durch die offene Lufe einströmte und das Thrzeug zum Sinfen brachte. Nur vier auf Deck befind liche Personen konnten sich retten. Sofort waren Taucher zur Stelle, doch gelang es nicht, den mit dem Boot Ver funfenen Silfe zu bringen, da nach etwa einer Stunde eine mächtige Explosion erfolgte, die die Trümmer des Schiffe in mächtigen Wellen an die Oberfläche warf.

Kampf zwischen Arbeitern. In Memel entwickelte sic zwischen ausständigen und arbeitswilligen Bauarbeitern eir regelrechter Stampf. Mehrere der Arbeitenden wurden durc Messerstiche und Steinwürfe verletzt. Andere Arbeiter, die ihren Kameraden zu Hilfe eilten, gaben blinde Revolver: Schüsse ab. Darauf zerstreuten sich die Angreifer. Als Soupträdelsführer wurde ein Arbeiter aus Insterburg er telt und zur Haft gebracht.

Entsetzliche Tat einer Mutter. In Rirdorf bei Berlir spielte sich ein erschütterndes Familiendrama ab. Die 25jäh rige Ehefrau des Gürtlers Cibulka hing gestern ihren zwei jährigen Sohn mit einem Halstuch am Fensterhaken auf uni ei hängte sich dann selbst an einem Pfosten. Das fünfjährig ebenfalls in der verschlossenen Wohnung anwesende Löch terchen ließ fie unbebelliat. Frau Cibulka lebte mit ihren

Manne in glücklicher Ehe. Der fleine Sehn mar aber fort dauernd leidend und man vermutet, dak die Frau in Ver zweiflung darüber seinem und ihrem Leben ein Ende ge macht habe.

Ein Opfer des Berufs. An der Landwirtschaftlicher Schule in Helmstedt bereitete der Oberlehrer Dr. Barth in Laboratorium ein chemisches Erperiment vor. Dabei zo er sich eine heftige Chlorvergiftung zu, infolge deren er bali darauf verstarb.

Die unglückliche Mutter. Die junge Frau des Mecha nifers Hoffmann in Seegefeld bei Spandau vergiftete sich und ihren vierjährigen Sohn. Der Ehemann war vor kur zem durch einen Sturz verunglückt und befindet sich in einer Berliner Heilanſtalt. Die Frau erhielt von ihm einen Brief, dessen Inhalt den Anstoß zu ihrem unglücklichen Ent schluß gab.

* Im Tode vereint. Die Frau eines Goldarbeiter gehilfen in Wien war in einer rrenanstalt interniert wor den. Aus Gram darüber brachte der Mann ihr bei einem Besuche in der Anstalt Blausäure bei und vergiftete sich so dann selbst.

Lokales.

10. Jnut 1905.

** Parlamentarisches. Für die 109. Sigung der Zweiten Kammer am Mittwoch, 14. Juni, sind u. a. folgende Gegenstände auf die Tagesordnung gestellt: Antrag des Abgeordneten Müller, Revision der allgemeinen Bau­ordnung betreffend. Regierungsvorlage, Gefeßentwurf über den Txt der Geseze: 1. die Gehalte der Volksschul. lehrer, 2. die Pensionierung der Volksschullehrer, 3. die Witwen- und Waisenkasse der Volksschullehrer betreffend. Regierungsvorlage, Gesezentwurf die Gemeindeüm­lagen betreffend.

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*** Die Regierung hat dem Oberhessischen Bienen­züchterverein die Erlaubnis erteilt, mit seiner am 31. Juli zu Hungen stattfindenden Wanderversammlung eine Ver losung von Honig, Bienenvölkern und sonstigen Gegen­ständen zu verbinden und zugleich den Vertrieb der Lose, à 50 Pfg., in der Provinz Oberhessen gestattet.

*** Denkmalsschuh. Prof. J. Haller- Gießen ist als Mitglied des Denkmalsrechts bestellt worden.

* Der neunte( Frankfurter) Sau des Deutschen Rad­fahrerbundes, zu dem auch unser Bezirk gehört, wird am 11, 12. und 13. Juni durch Rheinhessen und die Pfalz eine Pfingst- Goufahrt veranstalten.

*** Großer Preis von Gießen. Man schreibt ung von gut unterrichteter Seite: Prachtvolle Kämpfe werden sich am Pfingst- Montag auf dem herrlichen Sportplatz an der Hardt abspielen, stehen sich doch 22 Berufsfahrer in dem Fliegerrennen gegenüber, darunter der Meisterfahrer von Süddeutschland, Julius Bettinger- Ludwigshafen, die rheinischen Meister Thiel Odendal und Heck Köln, Reimer­Ludwigshafen, Moeser, Schaffner- Frankfurt, Röß, Kirchhofer, Snapp und Wallau- Mainz, Beese- Leipzig u. a. m. Im Rennen um den Großen Preis von Gießen ist der Start des Negers leider fraglich geworden, da derselbe gestern in Magdeburg beim Training gestürzt ift. Trotz eifrigen Depeschenwechsels fonnte der Schwarze feine bestimmte Nachricht geben. Als Ersatz für den Amerikaner ist sofort der alte Dauerfahrer Andreas Gröf- Frankfurt verpflichtet worden, der mit dem Münchener Haffler, Seidenspinner­Mainz und Fröhlich- Frankfurt um den Großen Preis von Gießen streiten wird. Die Direktion fühlte sich verpflichtet, dem Publikum von der Sachlage Kenntnis zu geben, sie hofft jedoch bestimmt, daß der Neger bis zum Montag soweit hergestellt ist, um ebenfalls das Stundenrennen bestreiten zu fönnen. Die Rennen beginnen nachmittags, präzise 31/2 Uhr, bei jeder Witterung.

§ Grünberg. Das Terrain zur Aufnahme der Jdioten­Anstalt wird in kommender Woche durch eine Regierungs­tommission einer nochmaligen Besichtigung unterzogen werden.

? Grünberg, 9. Juni. Der Eisenbahner- Verein Grünberg Mücke unternimmt an den beiden ersten Sonntagen nach Pfingsten Ausflüge nach Fulda.

Erda, 9. Juni. Es scheint, daß die Typhus. Epidemie in unserem Orte erloschen ist.

+ Kinzenbach, 9. Juni. Kaninchen- Ausstellung. Der hiesige Kaninchenzuchtverein hält, um die edle Klein­tierzucht immer mehr zur Einführung zu bringen, in den Pfingstfeiertagen hierselbst die erste Kreis- Ausstellung mit Prämierung ab. Angemeldet sind weit über 100 Tiere der verschiedensten Rassen.

um in 11tägigem Marsch seine neue Garnison, Diedenhofen in Lothringen, zu erreichen.

Aus dem Gerichtssaal.

Straffammer.

Gießen, den 9. Juni 1905. Gegen ein Urteil des Schöffengerichts Gießen hatte der Händler Wilhelm Kräger von da, Berufung eingelegt. Er war wegen Körperverlegung zu 4 Wochen Gefängnis verurteilt worden, weil er einem Agenten mit einem Meisel blutende Verlegungen am Kopfe beigebracht hatte. Er zog, um Schlimmeres zu verhüten, während der Verhandlung seine Berufung zurück, welchem Beispiel die Staatsanwalt­schaft nachtam, womit es bei dem untergerichtlichen Erkennt­nig blieb. Wegen Diebstahls wurde der Taglöhner Johannes Well von Ober- Breidenbach durch das Alsfelder Schöffengericht zu 2 Monaten Gefängnis verurteilt. Seine Berufung wurde fostenpfl chtig zurückgewiesen, da die Straffammer mit dem Schöffengericht annahm, daß er einem Maurergesellen ein Portemonnaie mit über 20 Mt. Inhalt gestohlen hat.- Der Dienstknecht Ludwig Groth von Wallenrod entwendete seinem Mitknecht eine Tabats­pfeife und einer Diengstmagd verschiedene Gegenstände, in­dem er einen Behälter aufbrach. Es liegt schwerer Diebstahl im Rückfall vor. Urteil: 1 Jahr und 8 Monate Gefäng­nis. Taglöhner Heinrich Faulstich von Rüddings­hausen hat in ongetrundenem Zustande einem Kameraden aus geringem Anlaß ein Messer mehrfach in die Brust ge­fteßen, sodaß er längere Zeit zwischen Leben und Tod schwebte. Trunkenheit und Jugend strafmildernd berücksich tigend, wurde auf 2 Jahre Gefängnis erfannt. Ebenfalls in truntenem Zustande bearbeitete der Bergmann Nikolaus Szymzy! aus Bigota( Russisch- Polen) zu Treis- Horloff einen Rameraden mit dem Messer, sodaß eine 3wöchige Arbeitsunfähigkeit eintrat. Urteil: 10 Monate Gefängnis.

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Geschäftliches.

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> Großes Aufsehen erregt eine Samen­mischung, die seit einiger Zeit dem Handel übergeben worden ist, japanischer Baltonschmuck von blühenden Kletter­und Schlingpflanzen, japanische Blizmischung, die nach wenigen Tagen aufgeht und Fenster, Balton, Lauben, tahle Wände schnell mit anmutigen Grün und Blumen bekleidet, zauberhaft rasch wachsende alles über und über mit an­mutigen Grün schmückende Kletterpflanzen 2c., die ein farben­prächtig blumiges Kleid über alles Unansehnliche am Hous und im Garten werfen und süßen Wohlgeruch über die Um­gebung ausbreiten. Die Blizmischung enthält: japanischen Hopfen, Cardiospermun, Tropaeolum, Cyclanthera, Lathyrus, Impomoea, Cucurbita, Eccremocarpus, Phaseolus. Alte Blumentöpfe, Kübel, freies Land, auch schlechter Boden ist verwendbar, nach drei Tagen gehen die Samen auf, man hat später nichts weiter zu tun, als die Zweige hoch zu binden.

Siebener landwirti@ eftlicher Wetterbienft. Boraussichtliche Bitterung in Hessen für Sonntag, ben 11. Juni. den 11. Juni. Aufheiterndes, trockenes, und wärmeres Wetter für Sonstag und Montag in Aussicht. etter für Sonstag und Montag in Aussicht. ( Näberes durch die Gießener Wetterfarte.) Warttberigte.

Stebes, 10. Mai. Auf dem Beutigen Wochenmart: testeter Butter per fb. 09.0-1.05 t., Dubnere e per Stüd 5-6 Pfg., Enteneier. St. 6-7 Bfa., Käie ver St. 6-8 Pfg., Käsematte 2 St. 5-6 fg. Erbsen per Liter 21 Pfg., Linten per Liter 62 Pig., Tauben per Paar 20. 0.80-1.00, Hübner per Stüd R. 1.00-1.60, Hahnen, per Stud 0.80-1.80, Enten per Stüd 1.80-2.20. Gänse per Bfb. 00-00 fg., Cohsenfleisch per fb. 70-80 Ef, Rindfleisch per fb. 62-68 Pfg. per Pfd. Schweinefleisd 80 84 g. Schweine fletsch gesalzen per fund 0.80 fg., stalbfleisco per fb. 70-74 Bfg. Sammelfleisch per Pfd. 50-76 Bfg., Kartoffeln pro 100 kilo 6.50 b. 700 Mr., Zwiebeln per 3t. Mt. 8.00-10.00, Meistraut 10-15 Bf. per Stüd, Zentner 3-4 Mr. Aepfel per Zentner 6-10 mt. Zwetschen per Bentner 0,00-0.00 Nüsse 100 St. 00-00 Pfg. Milch per Liter 20. Pfg. Dauer der Marktzeit von 7 Uhr morgens bis 1 Uhr nachmittags. Gegenstände des Wochenmarktverkehrs dürfen vor Beginn der Markizets überhaupt nicht, und während der ersten bret Stunden der Marktzeit im Umherziehen fetlgeboten werden.

Arbeitsnachweis der Stadt Gießen. Gartenstraße Nr 2( Bürgermeisterei­gebäude) Zimmer Nr. 14.

Es können eingestellt werden: 2 Spengler, 1 Eisendreher, 1 Schmied, 1 Möbel­schreiner, 2 Schlosser, 5 Lackierer( auswärts), 8 Schreiner, 1 Schuhmacher, 6 Schneider, Erdarbeiter, 2 Jnftallateure, 1 Blaser, einige jüngere Fabritarbeiter, 1 Verkäuferin, 5 Dienstmädchen, 3 Lauffrauen der Mädchen, 1 Rutscher.

Lehrlinge: 1 Spengler, 1 Wagenlackierer, 1 Mechaniker, 1 Buchbinder, 1 Schreiner, 1 Lackierer, 1 Schneider, 1 Schuhmacher, 1 Friseur, 1 Buchhändler. Es suchen Arbeit:

?? Langsdorf, 8. Juni. Der von den beteiligten Kreisen mit einer gewissen Spannung erwartete erste Geismarkt dahier ist Montag abgehalten worden. Das Ergebnis ist ein überaus günstiges, der Markt war gut be­schickt und die Tiere gingen in flottem Handel bei guten Preisen ab. Verschiedentlich erfolgten Raufabschlüsse zu 70 Mr. Mit dem Markt war eine Anförung für das ober­hessische Herdbuch durch den Beauftragten der Tierzucht­1 Gärtner, 1 Feld- oder Gartenarbeiterin, 1 landw. inspektion für die Provinz Oberhessen den Kreisziegenzucht- Arbeiter, 1 Spengler, 1 Eisendreher, 1 Schreiner, 1 vereinsdirektor Nöbing von Gießen verbunden, die einen sehr günstigen und alle Erwartung übertreffenden Verlauf Wäscherin, 1 Installateur, 1 Fabritarbeiterin, Hausburschen, 1 Hause oder Bureaudiener, 1 Kassier, 1 Portier.

nahm.

Großfelda, 8. Juni Das gestörte Picknit. Letzten Sonntag machten mehrere hiesige junge Leute einen Sparziergang auf Ermenrod zu. Als sie sich unterwegs auf einer Biese an der Landstraße lagerten, fiel plöglich ein Schuß und mehrere der Lagernden wurden von Schrot. förnern getroffen, glücklicherweise ohne verlegt zu werden. Man nimmt an, daß der Meisterschuß von einem Sonntag­jäger abgegeben worden ist.

§ Schlitz. Die Vermessungsarbeiten für die Strecke Niederaula- Schlik sind in Angriff genommen worden. ** Büdingen, 9. Juni. Eine rege Bantätigkeit herrscht seit vorigem Jahre hier. In den letzten 2 Jahren find allein 30 Brivatneubauten entstanden.

× Mainz, 9. Juni. Die nene Garnison. Am 20. Juni verläßt das 13. Husaren Regiment unsere Stadt

erantwortlich: für die Politik und den Juferatentell: Albin Klein, für den übrigen Jubalt: Georg Horn, betbr in Gieker

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