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hat, hier kommt es lediglich darauf an, wie der Bund sich auf seinem eigentlichen Gebiete in Wirklichkeit betätigt und welche Folgen davon zu erwarten sind. Die Unteroffiziere des aktiven Dienststandes dürfen unter feinen Umständen in eine Bewegung hineingezogen werden, die das politische Gebiet berührt. Es war also ein einfaches Gebot der Not. wendigkeit, die Kommandobehörden zu warnen, damit recht­zeitig verhindert werden konnte, daß aktive Unteroffiziere zu den Militäranwärtervereinen in andere als rein gesellige Beziehungen traten. Etwas Weiteres bezweckte der Erlaß nicht."

* Vom 1. Oktober ab werden bei den deutschen Post­anstalten in der Türkei, in Marokko und in China anstelle der Postwertzeichen mit der Inschrift Reichspost" Postwert zeichen mit der Inschrift Deutsches Reich", die den Auf­druck der fremden Währung oder des Landesnamens tragen, verwandt. Die bisherigen Marken sind noch bis Ende De zember verwendbar.

Oesterreich- Ungarn.

** Das österreichische Abgeordnetenhaus verhält sich der angeregten Einführung des allgemeinen Wahlrechts gegen über zieulich fühl. Es lehnte alle Dringlichkeitsanträge in dieser Richtung ab.

Dänemark.

** Ein neuer Zolltarif- Entwurf soll in der bevorstehen. den Session dem Parlament zugehen. Ueber den Entwur wird strengste Verschwiegenheit beobachtet. Aus einer Aeußerung des Generalzolldirektors Markus Rubin ist aber zu schließen, daß vornehmlich die Zuckerindustrie und die Papierfabrikation ihre Interessen geltend zu machen ge­wußt haben. Für Zucker und Papier sollen wesentliche Zolländerungen in Vorschlag gebracht werden.

Alien.

** Zur Belebung von Handel, Industrie und Finanz­mesen in Japan beschlossen die Handelskammern in Tokio, eine Denkschrift an die Regierung zu richten, in der staat­liche Handelsagenten, Schaffung von schwimmenden Aus­stellungen mit Mustern und einem Museum zum Besuch fremder Häfen, Zollvereinigung von Korea und Japan, Einschränkung der Verwaltungskosten, Verbesserung und rascher Ausbau des Eisenbahnnetzes und Errichtung einer japanisch- chinesischen Bank empfohlen werden.- Der japa­nische Finanzdelegierte Takahaschi in London bestritt die Richtigkeit der angeblich von dem Grafen Okuma gemachten Angaben über die Finanzlage Japans. Die gesamte Schuld Japans, innere sowohl wie äußere, belaufe sich zurzeit nur auf 192 Millionen Pfund Sterling, und die Zinsen dieser Ein­Schuld betragen nur wenig über zehn Millionen. schließlich aller Kriegssteuern belaufe sich der Steuerbetrag auf den Kopf der Bevölkerung nur auf etwas über zehn Schilling jährlich.

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Hof und Gesellschaft.

Nab und Fern.

Sturmschaden in Dresden. Ein orfanartiger Sturm richtete in Dresden vielen Schaden in den Straßen und den Anlagen an. Namentlich die Telephonleitungen haben ge­litten. Auch einige Personen trugen Verlegungen davon. Die Schiffahrt auf der Elbe mußte eingestellt werden.

Der Kaiser reiste in Begleitung der Kaiserin, des Prinzen August Wilhelm und der Prinzessin Victoria Luise bon Rominten nach Königsberg i. Pr. ab, wo der Kaiser mit dem Prinzen August Wilhelm sofort mittelst Automobils nach der Kaserne des Grenadier- Regiments König Friedrich Wilhelm I." Nr. 3 fuhr. Dort wurde das Frühstück ein­genommen. Die Kaiserin begab sich mit der Prinzessin direkt nach dem Schlosse. Demnächst beabsichtigt der Kai­ser, wie es heißt, in Begleitung des Staatssekretärs von Tir. pit eine Probefahrt auf dem Turbinendampfer Kaiser" zu unternehmen.

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Um ein paar Weintrauben in den Tod. In Dresden waren zwei Kaufmannslehrlinge von ihrem Prinzipal megen Entwendung von Weintrauben zur Anzeige gebracht worden. Die jungen Leute hatten sich ihr Schicksal so zu Herzen genommen, daß sie gemeinsam den Tod suchten. Der eine schcß sich eine Kugel durch den Kopf, der andere schnitt sich die Bulsadern durch. In Abschiedsbriefen an ihre An­gehörigen gaben die beiden Selbstmörder die Furcht vor der entehrenden Strafe als Ursache ihrer Tat an.

Anläßlich der Silbernen Hochzeit des Kaiser­paares wird in städtischen Kreisen Berlins beabsichtigt, für die Kaiser Wilhelm- und Kaiserin Augusta- Stiftung 500 000 Mark neu zu bewilligen. Diese Stiftung ist anläßlich der Goldenen Hochzeit Kaiser Wilhelms I. im Jahre 1879 ins Leben gerufen; sie ist eine Altersversorgungs- Anstalt, in der Bürger und Bürgerinnen Berlins ohne Ansehung der Konfession Aufnahme finden.

Einbruchs- Diebstahl. In Unna in Westfalen wurde während der Nacht in einem Goldwarenladen eingebrochen. Den Dieben fielen Waren im Werte von 6000 Mark in die Hände.

*** Herzog Karl Eduard von Sachsen- Koburg und Gotha ist auf Schloß Glücksburg eingetroffen, wo am 11. d. M. seine Hochzeit mit der Prinzessin Adelheid von Schles­wig- Holstein- Sonderburg- Glücksburg in Gegenwart des Kai­serpaares und vieler fürstlicher Gäste stattfindet.

Heer und flotte.

Aus Liebe in den Tod. Bei Gera wurden zwei junge Leute in der Elster aufgefunden. Es handelt sich um ein Liebespaar im Alter von 17 bezw. 19 Jahren, das zu­sammen den Tod gesucht hatte. Die Lebensmüden hatten fich zusammengebunden und mit Steinen beschwert, schneller unterzusinken.

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Gattenmord auf der Hochzeit. Bei einer Hochzeitsfeier in Styrum bei Mülheim a. d. R. gerieten die Eltern der jungen Frau in Streit mit einander. In der Erregung ergriff die Frau ein Messer und stieß es ihrem Ehemann zweimal in die Brust, so daß der Tod alsbald eintrat. Die Frau wurde verhaftet.

Das neue Gewehr. Die Ausrüstung der deutschen Armee mit dem Gewehr M 98 nähert sich allmählich ihrem Ende. Gegenwärtig erhalten sämtliche Infanterieregimenter des 10. Armeekorps diese Waffe, welche in bezug auf das Gewehr M 8S einen verbesserten Schloßmechanismus besitzt und sich sehr gut bewähren soll.

Liebesaffäre uit blutigem Ausgang. Ein in einem Hotel in Prag angestellter Zuckerbäcker verliebte sich in die Schwägerin des Hotelbesitzers, ein vierzehnjähriges, aber schon recht stattliches Mädchen. Da dieses von ihm nichts wissen wollte, lauerte der Verliebte dem Mädchen auf dem Korridor auf und verwundete es durch zwei Revolverschüsse derartig, daß es bald darauf den Verlegungen erlag. Dann schoß er sich selber eine Kugel durch den Kopf.

Die deutsche Flotte. Mit Beginn des Winterhalbjahres werden 12 Kriegsschiffe und Kriegsfahrzeuge als vollendet aus dem Werftdienste ausscheiden, um in den Außendienst einzutreten. Außerdem sind die Reichs- und Privatwerften noch mit dem Bau von 23 Kriegsschiffen beschäftigt, von denen nur 5 auf die Staatswerften entfallen. Es befinden sich im Ausbau 6 Linienschiffe, 2 große Kreuzer, 6 kleine Kreuzer, 3 Spezialschiffe und 6 Hochseetorpedoboote.

Soziales Leben.

Die Pest in Ostasien. In der Mongolei breitet sich die Pest immer mehr aus. In Mandschuria ist von den Russen ein Pest- Lazarett eingerichtet worden, auf mehreren Sta tionen der russischen Eisenbahn wurden Beobachtungs stationen eingerichtet. Die Ein- und Ausfuhr von Murmel tierfellen ist verboten. Diese Felle gingen sämtlich nach Leipzig, wo jährlich an 1,5 Millionen Stück Murmelfelle aus der Mongolei zum Verkauf gelangten.

Cas Coonet gerettet. Die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger hat wieder eine erfolgreiche Tat zu verzeichnen. Die Station Norddeich barg durch ihr Ret­tungsboot drei Personen von der gestrandeten holländischen Tjolt Hoop op Zegen". Durch das Rettungsboot Walter Wolfgang Ernst" der Station Labö wurden von dem auf dem Auhaken gestrandeten deutschen Ewer Wega" zwei Personen gerettet.

Der Streik in der Berliner Elektrizitäts- Industrie. Während sich die Aussichten für die Arbeitnehmer dadurch verschlechtert haben, daß eine größere Anzahl älterer Ar­beiter, namentlich Maschinisten und Heizer der Berliner Elektrizitäts- Gesellschaft, der Aufforderung, die Arbeit auf­zunehmen, nachgekommen ist, rechnet man in Arbeiterkreisen start darauf, daß mehrere Firmen wenig Lust haben sollen, den Beschluß des Verbandes der Metallindustriellen auf Aussperrung Folge zu geben, und daß an diese Tatsache sich eine Einigung ansezen werde. Eine schwere Ver­schuldung ist im Berliner Theater vorgekommen. Dort er­losch abends bei einer Generalprobe plötzlich die elektrische Beleuchtung. Es stellte sich heraus, daß die Kabelleitungen vorsätzlich durchschnitten waren. Auch hatte eine verbreche­rische Hand einen Flugapparat beschädigt, so daß der Schat­spieler Schmasow herabstürzte, zum Glück auf einen dicken Teppich, so daß er ohne Schaden davonkam.

Geraubte Schiffskasse. Auf dem im Kieler Hafen lie­genden Linienschiff Elsaß" wurde während der Nacht die Schiffskasse erbrochen und beraubt.

Vermischtes.

= Herr Delcaffé, der Pechvogel. Nicht nur in der Lei­tung des Staats. agens hat Herr Delcassé, der verabschiedete französische Minister des Auswärtigen, Pech. Auch das Automobil, das er jetzt in seiner unfreiwilligen Mußezeit mit Vorliebe lenkt, versieht er nicht zu führen. So rannte er kürzlich mit seinem Kraftwagen gegen einen Baum, wurde herausgeschleudert und fiel in einen mit Schlamm gefüllten Straßengraben, aus dem er in sehr unappetitlichem Zu­stande herausbefördert wurde. Das Automobil des Mi­nisters mußte von Ochsen nach der nächsten Stadt geschleppt werden.

Großfeuer durch Brandstiftung. Im Dorfe Bürden im Koburgischen wurden sieben Wohnhäuser, die Schule und acht Scheunen durch Feuer zerstört. Als Ursache ist Brand­stiftung anzunehmen. Das Feuer war gleichzeitig an drei verschiedenen Stellen zum Ausbruch gelangt, und alle Brunnen waren verstopft.

Streif an der deutsch- französischen Grenze. In den an der elsässischen Grenze gelegenen französischen Dörfern Fraize und Plainfing ist ein allgemeiner Streik ausge­brochen, an dem 3200 Arbeiter beteiligt sind. Infolge von Ausschreitungen wurden 60 Gendarmen und 400 Soldaten aufgeboten. Es handelt sich um Lohndifferenzen.

Ein ingendlicher Mörder. In Mosbach in Baden war ein Dienstmädchen ermordet aufgefunden. Der Täter ist jetzt in der Person eines siebzehnjährigen jungen Burschen, dem Sohne eines Gastwirts, entdeckt worden. Ein blutiges Taschentuch und eine Verwundung an der Hand verrieten den Mörder.

Tödliche Messer- Affären. In einer Restauration In Oberschöneweide gerieten zwei Brüder mit dem Wirt in Streit, in dessen Verlauf dem legteren ein Messer tief in den Unterleib gestoßen wurde. Der Getroffene gab bald darauf seinen Geist auf. Die Täter entflohen, wurden aber verhaf­tet. Zu der gleichen Zeit wurde ein eben erst vom Militär entlassener junger Mann in Charlottenburg auf der Straße ohne jede Veranlassung von Rowdies angerempelt und mit cinem Messer derartig verwundet, daß der Tod bald darauf eintrat..

Großfener in einer Fabrik. In der Wiener Gummi­Waren- Fabrik in Harburg brach Feuer aus, das sich von dem Trockenraum schnell verbreitete und das alte Hauptge­bäude mit der Schuhabteilung, sowie die Pneumatifabtei lung vernichtete. Den angestrengten Arbeiten der Feuer­wehr gelang es, die Ballabteilung und die Abteilung für technische Artifel zu retten.

Großzes Eisenbahn- Unglück. Ein nach Wladikawkas von Rostow amt Don gehender Personenzug entgleiste. Hier­bei wurden 27 Personen getötet und 35 verwundet.

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Vorlage in ihrem gru Regierung eine Umgeftaltung in überhaupt weiter bistatie mit angezeigt erscheinen, b baten Staaten afzeptiert der Besteuerung nach dem da nirgends erprobte Prin Grand- und Erwerbsvermög zu billigen. Der Ausschu gefährlicher, als bie Umgefta esses mit der ausdrüdlic Finanzminifter Rüchler Forel'chen Grundfäge tody auf lange Beit hinaus Ausschuß weift auf die viel and Protefte gegen die Bo fäß, die von der Regier bem Gewerbesteuer, die Rapitalfie feuer und kommt zu Umarbeitung des Gefeßent entfachieb der Ausschuß, die dent vorliegenden Gefeßentwurf der in diesem Bericht enthalte wird beantragt, b Ferner Die Erfte Rammer gerichte edlaren. tt. Stadttheater Gie folg der erften Borstellungen Abonnenten nachträglich geme Selle darauf hingewiesen, da Abonnenten für die ausgef einen Gutschein erhalten, b gegen ein Tagesbillet un Sonntagsabonnement hat niffe gehabt, es ist daher Direktion in dieser schwier Teilnahme der Theaterinter A Rommersien Recember fein 25jähriges israelitischen Religionsgeme ihan von seiner Gemeinde Für die Wohltätigkeit hat e it begonnenen Theaterneu Summme geftiftet.

Ein Elefant im Restaurant. Als auf dem Bahnhofe in Lissabon drei Zirkus- Elefanten aus Frankreich_anlang­ten, wurde eines der Tiere durch die zahlreich versammelte Menschenmenge wild gemacht und stürzte auf einen kleinen Knaben, der in ein Restaurant flüchtete. Dorthin folgte ihm das aufgeregte Tier und richtete eine heillose Ver­wirrung an. Zum Glück gelang es den Gästen, sich in Sicherheit zu bringen Dagegen fiel ein Papagei dem Ele­fanten zum Opfer, der den schreienden Vogel mit seinem Rüssel zerquetschte. Schließlich brachten die Wärter das Tier in Gewahrsam.

Unwetter an der italienischen Küste. Ueber die Stadt Livorno und deren Hafen entlud fich ein furchtbares Un­wetter. Im Hafen fenterte ein Schiff, ein anderes fand aus der See das gleiche Schicksal. Eine Badeanstalt wurde fort­geschwemmt.

Tages- Chronik. In Leipzig fand in Gegenwart des Königs die feierliche Weihe des neuen Rathauses statt.

In Trier und auf der Eifel ist Schneefall eingetreten. Auf einen Eisenbahnzug hinter Höntrop wurden Re. bolverschüsse abgegeben, durch die eine Dame verletzt wurde.

Hus dem Gerichtsfaal.

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Die Millionen- Erbin als Dienstmädchen. Einem in Kopenhagen in Stellung befindlichen Dienstmädchen aus Schweden fiel ganz unvermutet eine Erbschaft von drei Mil­lionen Kronen zu. Das gewissenhafte Mädchen erklärte so­fert, daß es seinen Dienst nicht eher verlassen werde, bis der Dienstkontrakt abgelaufen sei. Trotz des Reichtums, der ihm plötzlich in den Schoß gefallen war, hielt das Mäd­chen es für ganz selbstverständlich, daß es nicht ohne weiteres die einmal übernommenen Verpflichtungen aufgebe.

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Søndervares Vermächtnis. Der unlängst in Phila­delphia im Alter von 78 Jahren verstorbene amerikanische General Wistow hat dem anatomisch- biologischen Institut der dortigen Universität, das er seinerzeit aus seinem Ver­mögen begründet hatte, einen Teil seines Körpers legt­willig vermacht. Der Erblasser hatte sich im nordamerika­nischen Bürgerkriege als Freiwilligen- Offizier ausgezeich net und eine gefährliche Schußwunde in den Arm erhalten, der durch eine geschickte Operation gerettet wurde. Nun soll dieser Arm von seinem Körper abgetrennt und dem genannten Institut überwiesen werden gleichzeitig mit seinem Gehirn und zwei Millionen Dollars,

§ Dreimal zun Tode verurteilt. Der Bäckergeselle Ernst Mogler, ermordete in der Nacht vom 12. auf den 13. Juni in Neckargartach die Eheleute Bullinger und ihr vierjähriges Kind. Für die Untat wurde Mogler vom Schwurgericht Heilbronn in allen drei Fällen zum Tode verurteilt.

Der Landwirt.

Kunft und Wiffenfchaft.

KB Professor von Richthofen. Der berühmte Geograph Professor von Richthofen, ein Bruder des Staatssekretärs von Richthofen, ist im Alter von 72 Jahren einem Schlag­anfalle erlegen. Er hat der geographischen Forschung durch die Lehre von den Veränderungen der Formen der Erdrinde, der Geomorphologie, neue Bahnen erschlossen. Durch große Forschungsreisen in Ostasien und besonders in China brachte Richthofen Kunde von bisher unbekannten Ländern. Seit 1875 lehrte er an der Universität Bonn, von 1883 bis 1886 in Leipzig, seit 1886 an der Universität Berlin.

Lokales.

9. Oftober 1905.

** Das Ehrenzeichen für Mitglieder freiwilliger Feuerwehren wurde vom Großherzog den Mitgliedern der freiwilligen Feuerwehr zu Hungen Heinrich Seibert 7. und Wilhelm Pletsch, den Mitgliedern der freiwilligen Feuerwehr zu Grünberg Heinrich Schönhals, Kasper Großhaus und Wilhelm Vaupel, sowie dem Mitglied der freiwilligen Feuerwehr zu Lollar Franz Taubert verliehen.

gd Obst- Aufbewahrung. Nach vielseitigen Erfahrungen ist folgendes zu empfehlen: Man bringe das stets nur bei trocke­nem Wetter geerntete Obst zuerst auf die Bühne oder sonst in ein Gelaß, welches gut gelüftet und nach Bedürfnis voll­ständig dunkel gehalten werden kann, breite das Obst sorg­fältig aus und lüfte es einige Tage gehörig ab, damit es bollständig abtrocknet und, wie man sagt, abschwitzt. Nach diesem ist der Raum vollständig dunkel zu halten und das Obst des öfteren nachzusehen; reifes und etwa angefaultes Obst ist sofort zu entfernen. Erst wenn starke Fröste ein­treten, ist das Obst sorgfältig in den Keller oder Souterrain oder sonst ein Gelaß zu bringen, welches eine gleichmäßig fühle Temperatur hat und wo jede Frostgefahr ausgeschlossen ist. Auch hier ist das Licht vollständig abzuhalten. Dieses letztere iſt mit einer gleichmäßigen fühlen Temperatur das wesentlichste Mittel, das Obst möglichst lanae aufzube­

wahren.

** Zur Landtagswahl für Gießen- Land. Gestern fanden zwei Vertrauensmänner Versammlungen für die Kanditatur Leun statt. Bürgermeister Leun, der seitherige Landtagsabgeordnete, war in beiden Versammlungen an­wesend. In der zuletzt stattgefundenen Versammlung erflärte Leun auf eine Anfrage aus der Versammlung, daß er für die Einführung der direkten Wahlen zum hess. Landtage ganz entschieden eintreten Daraufhin wurde Leun einstimmig als bürgerlicher Randitat für den Landtagswahlkreis Gießen Land wieder aufgestellt.

* Zur Landtagswahl. Die Vertrauensmänner des Bundes der Landwirte tonferierten in einer Versammlung über die Ausstellung eines Kandidaten zur Landtagswahl für den 12. Wahlbezirk der Provinz Oberhessen, Ridda Ortenberg. Landtagsabg. Ert- Nidda, der seit 1887 dem Landtage und 1890 dem dritten Ausschusse angehört, wurde als Randitat einstimmig aufgestellt. Für den Landtagswahlkreis Vilbel wurde als Kanditat des Bundes

der

** Die Freiwillige gefvern Rachmittag 3 Uhr dem die Mannschaften am D ausgeführt hatten, rüdten in Brandangriff ftattfanb Brovinzialrat Geheimrat amt mann Herberg bei, Borführungen äußerten. S Raameraben noch längere Zei beinammen.

Lotterie. Der Sämtlichen Hauptfollefteure ist die Bedingungen über lafenlofe zugegangen. We

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Landwirte einstimmig Bürgermeister Ullmann mit oder ohne Pension zu b

Nieder- Erlenbach wieder aufgestellt.

Der Finanz­

* Die Gemeindesteuerreform. ausschuß der Ersten Kammer hat den von der Zweiten Rammer abgeänderten Gesezentwurf mit großer Mehrheit abgelehnt und an die Regierung zurückgegeben. Der Aus schuß- Berichterstatter, Freiherr v. Hey, hat über bie Verhandlungen im Ausschuß einen sehr umfangreichen Bericht erstattet, der soeben den Rammermitgliedern zugestellt worden ist. Der Ausschuß beklagt darin, daß es in der Zweiten Rammer zur Gewohnheit geworden sei, wichtige Gesezentwürfe der Ersten Kammer erst im letzten Monat zu überweisen, sodaß eine gründliche Beratung derselben nicht mehr möglich sei. Der Ausschuß sei nach eingehender Beratung und Aus­sprache mit der Regierung zu dem Ergebnis gelangt, daß

Gießen, Bismarckstraße 1

KAK