bezeichnet die Aussichten auf das Rechnungsergebnis des laufenden Jahres als befriedigende. Auch das nächste Finanzjahr zeigt in: Ausgaben und Einnahmen Gleichgewicht, obwohl fast für alle Zweige der Staatsverwaltung Mehraufwendungen größeren Umfangs in Anschlag gebracht worden sind. Die 50,0 entige Ausbesserung der Wohnungsgeldzuschüsse fite die Unterbeamten, die Zuschüsse für die unzulänglichen Bezüge der Tollsschullehrer in leistungsschwachen Schulverbänden, die Vermehrung der Eisenbahnbetriebsmittel, die erhöhten Beistenern für Kleinbahnunternehmungen, ein Gesezentivurs zur Bereitstellung von Mitteln für die Verbesserung der Wohnungsverhältnisse der Arbeiter in Staatsbetrieben und der gering besoldeten Beamten, werden befenders aufgeführt. Ebenso die Novelle zum Einkommensteuergesez, das die Gesellschaften mit beschränkter Haftung zur Steuer bezensieben, dafür finderreiche Familien mehr als bisher von der Abgabe entlasten will. Die weitere Aufzählung gilt Svezialgesehentwürfen von örtlich beschränkter Geltung. Ant weitesten geht noch der Entwurf eines Gesetzes, das den Eigentümern land- oder forstwirtschaftlich ge= mußter Grundstücke die Befugnis zur Festsetzung einer Verschuldungsgrenze gibt. Ein anderer Entwurf will der zunehmenden Verwisung von Privatwaidungen vorbeugen und zu dem Ende die Wiederausforsiung entwaldeter Flächen im Osten me Westen der Monarchic vossehen. Ferner wird eine Neuregelung des Knappschaftswesen angekündigt, ebenso ein Kreis- und Provinzialabgatengesetz, das eine Ausdehnung der Reform des Kommunalabgabenwesens bildet. Eine Novelle zu dem Gesetz über die Besängung zum höheren Verwaltungsdienst soll wiederkehren, wie sie im Jahre 1903 bereits eingebracht war; einzelne übergroße Wahlkreise sollen zerlegt, gewisse Vorschriften des Wahlverfahrens gemäß den Wünschen des Landtags abgeändert werden. Am Ende der Anfündigungen und gewissermaßen als ihr Gipfelpunkt wird das Volksschullastengefeß erwähnt, von dem ausdrücklich gesagt ist, daß es sich im Rahmen des Beschlusses hält, durch den das Haus der Abgeordneten am 13. Mai 1904„ fast einstamig" die Staatsregierung zur Vorlegung eines Schulunterhaltungsgesezes aufgefordert hat.
Zum Schluß erwähnt die Thronrede, daß in letzter Zeit verschiedene Gutsverkäufe in der Ostmark berechtigtes Aufsehen" erregt haben. Die Festigung des deutschen Besiges in Verbindung mit einer sachgemäßen inneren Kolonisation bilde eine der ernstesten Aufgaben der Staatsregierung, tönne aber nur erfüllt werden, wenn sich die deutschen Besizer im höheren Grade als bisher ihrer nationalen Pflicht bewußt werden, ihren Besitz treu und zäh zu verteidigen und dem deutschen Volkstum zu erhalten." Zustimmendes Raunen
ging nach diesen Worten durch die Reihen der Landboten und frästig erklang das dreifache Hoch auf den Kaiser und König.
Zur Zentenarseier des Großherzogtums.
Cokales.
6. Dezember 1905. * Der Zweiten Kammer gehören nach den Neuwahlen an: 13 Landwirte, 6 Beamte( 3 Staats, 2 Gemeinde-, 1 Kreisbeamter), 5 Rechtsanwälte, je 3 Fabrikanten und Kaufleute, je 2 Buchdruckereib siger, Rentner, Brauereibesizer, Genossenschaftsbeamte und Müller, je 1 Architekt, Parteisekretär, Redakteur, Kassenbeamter, Buchhändler, Verleger, Fabritarbeiter und Weinhändler. Im übrigen sind ein volles Fünftel der Abgeordneten Bürgermeister von Landgemeinden; nur ein städtischer Berufsbürgermeister gehört der Kammer an.
*** Donnerstag, den 14. Dezember, hält der Ausschuß des Landesgewerbevereins im Dienstgebäude зи Darmstadt eine Sigung mit folgender Tagesorgnang ab: Geschäftliche Mitteilungen; Uebergang von Schülern der Gewerbeschulen zu den Baugewerfschulen in Hessen; Ergänzungswahlen zur Handwerkerschulkommission; Wahl von den Baugewerksmeistern des Landesgewerbevereins zu Prüfungstommiffionen der Baugewertschulen in Darmstadt und Bingen; Anträge verschiedener Unterrichtsanstalten für Bewilligung besonderer Unterstützungen: Hessische Landesausstellung für freie und angewandte Kunst zu Darmstadt 1907; die Veranstaltung von Meisterkursen.
*
Die philosophische Fakultät der Landesuniversität beabsichtigt, wie die" Frfstr. 8tg." hört, in ihren Doktordiplomen die lateinische Sprache durch die deutsche zu ers' n.
tt. Stadttheater in Gießen. Am nächsten Freitag geht als 7. Freitags- Abonnements- Voist lung Ecribes„ Glas Wasser" nach mehrjähriger Pause wieder in Szene. Die Hauptrollen sind mit den Heiren Wittmann und Lüttjohann, sowie den Damen Maur c', Bayrhammer und Donecker besetzt.
? Freidenker- Vereinigung. In der in Gießen erst vor furzem gegründeten Freidenfer Vereinigung wird Prediger W. Klaufe von der freireligiösen Gemeinde in Frankfurt a. M. morgen Abend im Hotel Enhorn" einen öffentlichen Vortrag mit Diskussion über das Thema: öffentlichen Vortrag mit Diskussion über das Thema: „ Rann die moderne Bolksschule noch konfessionelt sein?" halten.( S. Anzeigeteil.) Diesem Vortrag wirb am 13. Dezember uoch ein zweiter über das gleiche Thema folgen, doch bildet jeder Vortrag ein in sich abgeschlossenes Ganze. Dieselben Vorträge hielt Prediger Klauke erst vor furzem in Frankfurt a. M., wo sie mit großem Beifall aufgenommen wurden. Die Vorträge werden später im Druck erscheinen.
* Der Vorstand des preuß. Eisenbahn Fahrbeamten Vereins hat an den Minister etne Eingabe um Bewilligung von Teuerungszulagen gerichtet. Ebenso haben die Arbeiterausschüsse das gleiche Ersuchen an die Eisenbahndirektion gelangen lassen.
Bum 100jährigen Bestehen des Großherzums Hessen sind, wie wir schon furz mitteilten, verschiedene Festlichkeiten geplant. Seitens des Großherzogs und auch einer Anzahl Darmstädter Vereine wird der Tag in würdigster Weise begangen werden. Die Einzelheiten stehen heute noch nicht fest. Historisch interessant ist ein Rückblick auf jene Beit, die Deutschland die tiefste Erniedrigung brachte und wo es gerade tein besonderes Vergnügen war, Deutscher zu sein. In der gegenwärtigen frieblichen Zeit ist es schwer, sich vorzustellen, wie damals das ganze Interesse der Landesfürsten und auch der Bevölkerung auf das Kriegsführen gerichtet war. Landgraf Ludwig, der Zehnte, dem es beschieden war, aus Hess n ein Großherzogtum zu machen, unterschied sich in dieser Beziehung sicht von den übrigen deutschen Fürsten, sondern er war bemüht, sein Heer auf eine möglichst hohe Stufe zu bringen. Darmstadt, Pirmasens und Gießen waren zu jener Zeit hessische Garnisonen. Das Jahr 1806 brachte erneute Versuche Napoleons, die größeren süddeutschen Fürsten zum Beitritt zum rhenischen Bund zu veranlassen. Im Auftrage des Landgrafen Ludwig begab sich der Gesandte Freiherr von Pappenheim nach Paris, wo unter Beitung Talleyrands der Rheinbund geschlossen wurde, nachdem sich Napoleon als dessen Pot ftor erklärt hatte. Das war am 12. Juli 1806. Am 13. August machte der Landgraf öffentlich den Abschluß des erwähnten Vertrages befannt. Dieser Bekanntmachung entnimmt das " Worms. Tgbl." folgendes: Wir Ludwig von Gottes Gnaden, Großherzog von Hessen, Herzog in Westfalen usw. tun fund und fügen hiermit zu wissen: Bufolge des am 12. Juli d. J. zu Paris zwischen Sr. Majestät dem Kaiser der Franzosen, König von Italien und uns, in Bereinigung mit mehreren bisherigen höchsten und hohen deutschen Reichs. Ständen, abgeschlossenen Bundesvertrages, ist uns die völlige Souveränität sowohl über unsere angestammte und durch den Isten Reichsdeputationsbeschluß erworbene, als auch benannte Lande und Besitzungen beigelegt worden: Uber das Burggraftum Friedberg, mit allen Bubehörungen, die Herrschaften Breub rg, Heubach und Habizheim, bie Grasshaft Erbach, die Herrschaft Flbenstadt, dem Stollberg Gederischen Anteil an der Grafschaft Königstein, die Besizungen der Fürst und Gräflichen Solmsischen Häuser in der Wetterau, mit Ausschluß der Aemter Hohensolms, Braunfels und Greifenstein, über die Grafschaften Wittgenstein und Wittgenstein- Berleburg, das Amt Homburg v. d. Höhe, die bisherigen unmittelbaren von Riedeselischen, nebst mehreren reichsritters schaftlichen Besitzungen. Die Oberhoheit über legtgeachte Lande und Besigungen begreift die Gesetzgebung, Obergerichtsbarkeit, die Ortspolizei, die Militärhoheit und das Recht der Auflagen. Vermöge desselben Staatsvertrags und nach der nun förmlich erfolgten Auflösung des deutschen Reichsverbandes haben wir den Großherzoglichen Titel mit allen von der Königlichen Würde abhängenden Rechten, Ehren und Vorzügen für uns und unsere Nihtommen angenommen. Dieser Erlaß rief damals in Hess n allgemeine Freude hervor und es wurden anläßlich dieses wichtigen Ereignisses große Festlichkeiten der verschiedensten Art veranstaltet. Verschiedene Leute sahen auch die Erflärung des Großherzogs mit scheelen Augen an. Ste hätten lieber gesehen, wenn sein Reich die kleine Landgrafshaft geblieben wäre.
den Handel mit Silten" in caft getreten. P. am 15. November 1905 ist das neue Gesetz über Das Gesez besagt in der Hauptsache:" Bum Handel mit Giften ist, soweit derselbe nicht in Verbindung mit dem Apothekergewerbe betrieben wird, eine Genehmigung erforderlich. Die ift, soweit derselbe nicht in Verbindung mit dem Apothekerwelche die Unzuverlässigkeit der Nachsuchenden in Bezug auf Genehmigung ist zu versagen, wenn Tatsachen vorliegen, den beabsichtigten Gewerbebetrieb dartun. Die Genehmigung Beschränkung auf bestimmte Gifte oder giftige Farben erteilt fann unbedingt oder bedingungsweise, insbesondere auch in
werden."
Anträge auf Erteilung der Genehmigung zum zureichen. Das nähere ist aus der heutigen Bekanntmachung Handel mit Giften sind bei den Kreisäntern schriftlich einGroßh. Polizeiamts zu ersehen.
* Landtagsabgeordneter Röhler Langsdorf richtete folgenden Dank an seine Wähler:
Trace führt von der Hauptstraße dort, wo die N benbahn Londorf Grünberg die ligtere überschneidet nach der Villa Deibel.
Diebfiable zu und Die noch jugenblic buch.- Dienfila bat fich bei einem Dienftherrn, eine bann verkaufte.
K. Burg- Solms, 5. Dezember. Zu Tode gedrüdt. Montag Mittag gegen 3 Uhr geriet der von Kleins Linden gebürtige Ludwig Jung beim Ausladen des Erzes auf der Georgs- Hütte zu nahe an die Drehscheibe und wurde von ihr zerdrückt. Der Verunglückte bekleidete über 20 Jahre diefelbe Stelle auf der Magaretenhütte zu Gießen und wurde 1898 bei Einstellung dieses Werkes nach BurgSolms verseßt. Jung erreichte ein Alter von 52 Jahren. i. Herborn( Dill), 4. Dezember. Auf dem heute ab gehaltenen 13. diesjährigen Markt waren aufgetrieben 265 Stück Rindvich und 471 Schweine. Es wurden bezahlt für Fettvieh und zwar Ochsen I. Dial. 74-76 Mt., II Qual. 70-73 Mt., Kühe und Rinder I. Qual. 68 bis 70 Mt., II. Qual. 60-65 mt pr 50 Kilo Schlachtgewicht. Auf dem Schweinemarkt fofteten Ferkel 48-70 Läufer 75-90 Mt. und Einlegschweine 100-125 Mr. das Paar.
t.,
Rüsselshe'm, 5. Dezember. Die von den Opelschen Werken angefündigte Aussperrung der Arbeiter ift glücklich abgewandt worden, da zwischen der Litung und den Streifenden eine Einigung erzielt wurde. Die Arbeiter haben die Arbeit wieder aufgenommen.
Troß alledem und alledem! Meinen herzlichsten Dank allen meinen Wählern und meinea Wahlmännern, die mir durch ihre völlige Einstimmigteit bezeugt haben, daß ich im Berein mit treuen und tapferen Freunden fünfzehn Jahre unablässigen und schweren Kampf nicht vergeblich und nicht ohne Anerkennung der Bsten habe fämpfen helfen für unseres deutschen Volkes Wohlfahrt! Herzlichsten Dant! insonderheit auch den Wählern meiner Heimatgemeinde Langsdorf und von Eberstadi! Ihre Einstimmigkeit gilt mir als eine Aufforderung und verleiht mir den Mut, nimmermehr zurückzuweichen. und seien die Zeiten und die Kämpfe auch noch so schwer Herzlichen Dank! aber auch allen, die mic ihre innige Anteilnahme bezeugten anfüßlich des harten Schicksals, das mich betroffen.- Sie mögen die Versicherung haben, daß auch für uns die Worte gelten des Volksliedes aus größerer Beit:
Und sperrt man uns ein in den fifteren Kerker, So sind das ja alles nur vergebliche Werke, Denn unsere Gedanken Durchbrechen die Schranken, Retten und Mauern entzwei,
Die Gedanken sein frei.
Also: fämpfen wir weiter den tausendjährigen Kampf! Denn, im Grunde betrachtet, so ist der unsere auch kein anderer, als der alte und mörderische Streit der Volksseele mit Pharifäern und Schriftgelehrten!!!
Mit treudeutschem Bundes- und Brudergruß! Röhler Langsdorf.
Fus dem Gerichtssaal.
Schwurgericht.
Gießen, 4. Dezember.
Das heute unter Vorsiz des Landgerichtsrats Schmeckenbecher zusammengetretene Schwurgericht des 4. Duartals verhandelte gegen den Taglöhner Heinrich Berg zu Buzbach wegen Raubes. Der Angeklagte hat in der Nacht zum 3. Oftober den Schlosser Schmidt, jeßigen Dragoner in Darmstadt, mit dem er vorher in einer Bußbacher Wirtschaft gesesser, auf dem Nachhausewege zu Boden geworfen und ihm gewaltsam 15 Mt. abgenommen. Er wurde von seinem Schwager Müller unterstüßt, der Schmidt zuerst arfil und mißhandelte, dann aber Fersengelb gab. Wahrscheinlich waren alle an der Affäre Beteiligten etwas angetrunken. Die Ge schworenen bejahten die Schuldfrage wegen Raubes unter Zubilligung mildernder Umstände, das Gericht verurteilte Berg zu 1 Jahr 2 Monaten Gefängnis.
urteilt.
Straffammer.
-
Gießen, 5. Dezember 1905. Der Kaufmann Louis Kahl in Gießen erhielt wegen unterlassener Anmeldung eines Knechts einen Strafbefehl über 2 Mt. Sein dagegen erhobener Einspruch wurde vom Schöffengericht zurückgewiesen und er legte Berufung ein. Als er zum Termin verspätet erschien, war seine Berufung bereits verworfen. Wegen Rückfalldiebstahl wurde der Knecht Josef Arnold von Assamstadt zu 1 Jahr 3 Monaten Buthaus, 5jährigem Ehrverlust und Polizeiaussicht verEr war auf dem Hofgut Friedelhausen bedienstet nnd verschwand nachts unter Mitnahme der Kleider und des Bargeldes feiner drei Mitknechte. Der 17jährige Tüncher Heinrich Adam Schmidt von Nieder- Eschbach hat einem betrunkenen Kameraden während er schlief das Portemonnaie gestohlen. Urteil: 6 Monate Gefängnis. Der Molterei befizer Grieb zu Dorf Süll merkte, daß ihm längere Zeit hindurch Geld aus der Kasse tam. Seine Dienstmagd Ratharine Nietal aus Rohrbach machte sich durch Ausgeben größerer Geldbeträge verdächtig. Nachdem die Untersuchung eingeleitet war, gab sie zu, mehrfach Geld aus der Kaff genommen zu haben. In der Verhandlung gab sie weitere
*** Lollar. Bei der am 1. Dezember stattgefundenen Bolkszählung wurden in unseren Date gezählt: 231 Ge bäude, 394 Familien und 2031 Seelen. Im Jahre 1895 betrug die Seelenzahl nur 1578. Wären infolge der Ver änderungen auf dem Eisenwert am 1. Oftober nicht so viele Beamte von hier nach Wezlar verzogen, so hätte sich ein Zuwachs im Verhältnis zur legen Zählung um volle 500 Seelen fonstatieren lassen fönnen.
*** Lollar. Mit der demnächst wohl erfolgenden Bonitierung der Feldbereinigungspläne wird auch eine neue Bauflachtlinie für die projektiert: Verbindungsstraße zwischen Hauptstraße und Wiesenweg augelegt werden. Die
Für
-
Hals- u. Lungenleidende
von größter Wichtigkeit!
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Blatt, biene zur R demofroten und shae fein en 12. November abge
Die Firma Brockhand& Co. is Berlin- Halensee offertert allen Hals-, Brust oder Langenleidenden in Gießen und Umgegend ein tausendfach bewährtes Mittel zur Probe völlig kostenlos.
Fünftausend Patienten haben in einem Zeitraum von knapp 3 Jahren aus freiem Antriebe in mitunter begeisterten Worten der Firma Brockhaus& Co. in Berlin- Halensee mitgeteilt, diß ihr ebenso einfaches wie billiges Mittel, welches nur aus den Blättern und Blüten der Galeopsis ochroleuca hergestellt wird, vortrefflich gewirkt habe. In zahlreichen Fällen war der Erfolg geradezu verblüffend und übertraf sogar die höchsten Erwartungen. Wenn fünftausend Menschen aus eigenem Antriebe, geleitet lediglich von dem Gefühl der Freude über den gehabten Erfolg, die Vortrefflichkeit eines Mittels bezeugen, so dürfte damit der Beweis für dessen Güte vollauf erbracht sein. Troßdem wünscht die obengenannte Firma, daß jeder Patient sich selbst davon überzeugen möge, ob das Mittel, das ihm von so vielen Leuten gespende Lob auch wirklich verdient und ladet sie daher zu einem to stenlosen Versuche ein. Sie bietet jedem eine to tenfreie Probe an, der seine Adresse einschickt und seinem Brief 20 Bfg. für Porto 2c. bei fügt. Die Zusendung erfolgt alsdann postwendet franto. Jeder Brobe wird absolut unentgeltlich die umfangreiche von dem Kreisphysikus a. D. Dr. med. A. Kühner in Koburg herausgegebene Broschüre Frohe Botschaft für Lungenleidende" beigelegt, in der zahlreiche notariell beglaubigte Heilberichte abgedruckt sind.
Möge jeder, der an einem chronischen Katarrh, altem Husten, chron. Helserkeit, Verschleimung, Athma, chron. Bronchitis oder der Luagenschwindsucht erkrankt ist, in seinem eigenem Interesse von diesem Angebot Gebrauch machen! Er wird den kleinen Versuch, der ihm dazu noch kostenlos angeboten wird, nie bereuen.
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