Spalier und schwang einen Dolch mit dem Schrei:„ Tod den Tyrannen!" Er wurde sofort verhaftet und unschädlich ge macht.
Den Verüber des mißglückten Bombenattentats dageger hat die Pariser Polizei bisher noch nicht ausfindig macher fönnen. Sie fennt ihn zwar und auch, wie bereits oben an gedeutet, die intellektuellen Urheber des Anschlags. G sind die Spanier Vallino, Navano und Palacios, sowie der Engländer Harwen, die als verdächtig bereits am 26. Ma berhaftet wurden. Ein fünfter Genosse, dem es gelang, 31 entwischen, ist nach der Ueberzeugung der mit der Unter juchung Beauftragten der Bombenwerfer. Der verhaftet Anarchist Vallino hat bereits über das Komplott ein um fassendes Geständnis abgelegt. Man mutmaßt, daß aud noch weitere Mitschuldige existieren.
König Alfons hat sich durch den Anschlag auf sein Leber in der Durchführung des Programms seines Pariser Auf enthaltes nicht stören lassen. Er wohnte am Tage nach den Attentat im Lager von Chalons kavalleristischen und artille ristischen Uebungen bei und fuhr bei seiner Rückkehr wiede an der Seite des Präsidenten im offenen Wagen durch di Stadt, von der Menge überall jubelnd begrüßt. Die groß Kaltblütigkeit des jungen Spanierkönigs geht am bester aus den Worten hervor, mit denen er das Sympathie telegramm Kaiser Wilhelms beantwortete: Ich hatte mi meine Feuertaufe anders vorgestellt!"
Der Landwirt.
rf Die Blumenfliege als Getreideschädling. Aus Gumton bei Kyritz wurden der Brandenburgischen Landwirtschafts. fammer mehrere Roggenpflänzchen, die von einer Made be fallen waren, eingeliefert mit der Angabe, daß die Made sehr schädlich in dieser Gegend auftrete. Die Roggenpflänz chen wurden der Biologischen Abteilung für Land- und Forstwirtschaft des Kaiserlichen Gesundheitsamtes in Dah lem zur Untersuchung übersandt, die folgende Auskunft er teilte: Die eingesandten Roggenpflänzchen waren von der Parven der Blumenfliege befallen, die in den letzten Jahren an Roggen- und Weizensaaten bedeutende Schäden verursacht hat. Die Fliegen legen im Herbst ihre Eier an die junge Wintersaat, aus denen noch im selben Jahre die Maden aus schlüpfen. Ein Schaden macht sich meist erst im folgender Frühjahr bemerkbar. Ende April aber oder Anfang Mai verlassen die Maden die Wirtspflanze und verpuppen sich in der Erde, um sich gegen Ende Mai in die Fliegen zu ver wandeln. Die Sommergeneration lebt wahrscheinlich auf Gräsern der Brache, ist als solche aber nur gefährlich, weil sie den Grundstein legt für die der Winterung schädliche Wintergeneration. Maßregeln zur Bekämpfung der Blumenfliege sind nicht anzugeben. Da sich die Pflanzen, wenn sie nicht zu frühzeitig von der Made angegriffen und getötet werden, leicht bestocken, ist vielfach eine rechtzeitige Kopfdüngung insofern, erfolgreich gewesen, als sie den Schaden des Larbenfraßes wieder ausgeglichen hat. Es sei demnach zu emp fehlen, die infizierten Felder mit Chilisalpeter zu düngen, um damit zu versuchen, die Pflanzen zu kräftigen, daß sie die Angriffe der Made überwinden.
Nab und Fern.
Begnadigung der Frau von Sydow. Die wegen Kin desmißhandlung zu vier Monaten Gefängnis verurteilte Gattin des Majors von Sydow ist wegen ihres leidenden Zu standes der Rest der Strafe, die sie zu zwei Dritteln ver. büßt hatte, im Gnadenwege erlassen worden.
+ Verhaftete Engelmacherinnen in Hamburg. Die Kin desmörderin Wiese ist erst kürzlich in Hamburg zum Tode berurteilt worden. Jetzt sind ähnliche Greueltaten, wie sie Frau Wiese begangen, ans Tageslicht gekommen. Zwei Schwestern, die Frauen Schroeder und Hessenburg, werden beschuldigt, sieben ihnen zur Pflege übergebene Kinder umgebracht zu haben. Die beiden Frauen wurden ver haftet.
Eisenbahnunglück in Thüringen. Am 1. Juni vor mittags 11 Uhr entgleisten bei Einfahrt des Personenzuges 366 in den Bahnhof Köniz durch vorzeitige Weichenumstellung vier Personenwagen. Ein Schaffner wurde getötet. Der Verkehr war ein und eine halbe Stunde unterbrochen. Hinrichtungen. Am Mittwoch ist in Kolmar i. E. der Raubmörder Böhm hingerichtet worden. Er hatte einen Geldbriefträger in Schlettstadt in seine Wohnung gelocki und ermordet.- Der Straßenräuber opp ist Freitag früh in Berlin enthauptet worden. Am 14. Mai 1904 er. mordete er den Kutscher Schemel bei Spandau.
Eine Familientragödie vor Gericht. Vor dem Schwur. gericht in Baußen fam eine ergreifende Mordtat zur Verhandlung. Durch Not und Elend war die Familie des Arbeiters Gürth zur Verzweiflung getrieben. Jahrelange Krankheit der Frau ließen den fleißigen Mann nicht auf einen grünen Zweig kommen, und als Arbeitslosigkeit eintrat, fehlte es schließlich am Notwendigsten. Da beschloß die Familie, in den Tod zu gehen. Mit Einwilligung der Seinen tötete Gürth erst seine franke Frau, dann seine beiden Töchter und machte schließlich einen Selbstmordversuch. Nach seiner Wiederherstellung wurde er vor Gericht gesteut. Dort schilderte er in rührender Weise die Schicksalsschläge, die ihn betroffen hatten. Das Urteil lautete wegen Lotschlags auf fünf Jahre Gefängnis und fünf Jahre Ehrverlust.
O Ein Greis verbrannt. In Grottau in Böhmen kam ein 85jähriger Greis auf schreckliche Weise ums Leben. In seiner Unbeholfenheit hatte er einen Zimmerbrand veranlaßt. Er vermochte sich nicht allein vor den Flammen zu reiten. Man fand den verkohlten Leichnam vor.
Cokales.
Der Großherzog und die Großherzogin haben sich gestern nach Berlin begeben.
*** Feuerwehr- Jubiläum. An den Gesamtdören der vereinigten Gesangvereine, beteiligen fich: Bauer'scher Gesangverein, Bürgergesellschaft, Gemütlichkeit, Harmonie, Heiterfeit, Konkordia, Liederkranz, Maschinenbauer, Sänger chor des Turnvereins, Sängerfranz. Nur ein Verein steht uoch mit seiner Zusage aus. Wie aus dem Inseratenteil ersichtlich, beginnen bereits die Proben nächsten Montag und Mittwoch und es steht außer Zweifel, das aus allen Vereinen eine starke Beteiligung zu verzeichnen sein wird. Auch Freunde des Gesanges, wenn selbige auch feinem Gesangverein als Mitglied argehören, aber das Unternehmen durch ihre Gesangeslust und Kraft zu fördern geneigt sind, werden gerne willkommen geheißen.
Unglückliche Liebe hat die 19jährige Tochter eines Gutsbesitzers in Oberplan in Böhmen in den Tod getrieben. Sie verschaffte sich das Jagdgewehr ihres Vaters und feuerte es mittelst eines Schirmes auf sich ab. Der Tod trat sofort ein.
Familienzwist und Vatermord. In Dossenheim bei Heidelberg geriet der Gastwirt Waymann mit seiner Frau in Streit und ging mit einem Messer auf diese los. Da sprang der Sohn der Mutter zu Hilfe und schoß in der Erregung den eigenen Vater nieder.
*** Der große Preis von Gießen. Der Süddeutsche Rennfahrer- Verband veranstaltet am Pfingst- Montag auf dem Sportplaz a. d. Hardt ein internationales Berufe fahrer- Rennen. Als Hauptnummer gelangt ein internationales Stundenrennen mit Motorschrittmachern als Großer Preis von Gießen mit 600 Mt. dotiert( 300, 200 und 100 mt.) zum Austrag. Das Rennprogramm umfaßt ferner noch ein Motorrennen über 10 km, sowie 3 Fliegerrennen. Sämt liche Rennen sind nur für Berufsfahrer offen. Der Vorstand fteht mit einigen Dauerfahrern in Unterhandlung, sodaß die Radrennen am Pfingst- Montag sich zu einem sportlichen Ereignis für Gießen gestalten dürften.
Erdbeben in Dalmatien. Aus den südösterreichischen Provinzen kommen Nachrichten über ein starkes Erdbeben am Himmelfahrtstage. Früh 5 Uhr 40 Min. wurde ein 25 Sefunden anhaltendes starkes Erdbeben verspürt, zahlreiche Häuser wurden beschädigt; aus den zahlreichen Orten treffen Nachrichten ein, die über Schäden Mitteilungen machen.
*** Bismarcksäule. Der Grundstein zu der von der Gießener Studentenschaft auf der Hardt zu errichtenden Bismarcksäule soll dem Vernehmen nach am 29. Juli gelegt werden.
A Die Hauptversammlung des Vogelsberger Höhen Klubs tagte Donnerstag im Café Royal in Gießen unter dem Vorsitz des Forstmeisters Diefenbach- Schotten. Aus 16 Zweigvereinen waren Vertreter erschienen. Im verflossenen Vereinsjahr stieg die Mitgliederzahl von 889 auf 902. Die Gesamteinnahmen betrugen 1534 Mt., die Ausgaben 1336 Mt., der Ueberschuß 197 Mt. Zu dem seit Jahren nach dem Entwurf des Architekten Hofmann- Herborn geplanten Bismarcksturm auf dem Taufstein stehen bis jetzt 8529 Mt. zur Verfügung. Ein Antrag des Zweigvereins Gießen, der sich bereit erklärt, auf eigne Roften weitere Unterkunftsräume auf dem Klubhaus Hoherodskopf bauen, wird angenommen. Für den hölzernen Aussichtsturm auf der Herchenheiner Höhe stehen 762 Mt., für den Hainigturm bei Lauterbach 700 Mt. zur Verfügung.
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er
von Wiesbaden, Mainz, Darmstadt, Gießen und Hanau nach Homburg v. d. H. resp. Bonames. Bemerkt sei noch, daß das Paradegelände dasselbe ist, wie im Jahre 1897, je 41/2 km vom Bahnhof Homburg resp. Bonames entfernt.
abier mit Sophie Biafterer in Selig Ям 30. 5 Bementarbeiters& geb. Gleis, 74 3 Sahier. Luise Gi Am 2. Juni. Bitwe des Satt Kirgli Am
*-* Grünberg, 2. Jun!. Der hiesige Gemeinderat verhandelte in seiner legten Sigung zunächst über die Errichtung einer Landwirtschafts- und einer Wander- Kochund Haushaltungsschule. Die Versammlung, die durch Bürgermeister Zimmer von den Bedingungen Kenntnis nahm, unter denen die Landwirtschaftsschule als Kreis- Anstalt errichtet werden soll, hatte dagegen nichts einzuwenden, da sie deren Erfüllung größtenteils schon früher zugesichert hat.- Der Punkt betr. Errichtung einer Müllgrube wurde zurückgestellt. Sodann wurde die Anbringung von neuen Waschbrettern und Baschpfählen am Washhause beschlossen. Für die Anlegung von Abzugsgräben in den Fluren 25, 26, 27 wurde eine Beihülfe von 20 Mt. bereitgestellt. Der Kirchengesangverein dahier war um eine jährliche Unterstüßung eingefommen. Nach kurzer Debatte beschloß der Gemeinderat den Wunsch zu erfüllen und dem Verein jährlich 50 Mt. zuzuwenden.
Kaiser- Parade bei Homburg v. d. H. Man schreibt uns: Am Freitag, den 8. September, wird sich unterhalb von Homburg v. b. H. ein großartiges und seltenes militärisches Schauspiel entfalten. Der Kaiser nimmt an diesem Tage früh 10 Uhr zum erstenmal eine Parade über das auf dem Hochplateau bei Niedereschbach aufgestellte 18. Armeekorps ab. Die Parade befehligt der tommandierende General des 18. Armeekorps, Exzellenz von Eichhorn. Außer dem 18. Armeekorps stehen noch in Parade die 28. Division( Karlsruhe) von 14.( Badischen) Armeekorps mit dem Bad. Leib- Bren. Reg. 109( Karls ruhe), Gren.- Reg. Kaiser Wilhelm Nr. 110( Mannheim und Heidelberg), die Inf. Reg. 25 und 111( Rastatt), sowie das Bad. Leib- Drag- Reg. Nr. 20( Karlsruhe) und das Bad. Drag. Reg. Nr. 21( Bruchsal). Ferner die 20. Feld Art.- Brigade mit den Regimentern 14 und 50( Karlsruhe) und reitende Abteilung vom Feld Art. Reg. Nr. 11( Frißlar) vom 11 Armeekorps( Rassel), sowie die Maschinen- Gewehr Abteilungen 2 und 3( Bitsch) und das Drag. Reg. Nr. 15, sowie das Hus. Reg. aus Hagenau resp. Stroßburg vom 15. Armeekorps( Straßburg). Außerdem nimmt noch an der Parade til die 4. Bayrische Kavallerie- Brigade mit dem 1. Ülanen- Reg. Kaiser Wilhelm II. König von Preußen ( Bamberg), und dem 2. Ulanen- Reg.( Garnison Ansbach). In Begleitung des Kaisers werden sich befinden die Raiserin, der Großherzog und die Großherzogin von Hessen, der Kronprinz und die Kronprinzessiu, Prinz Heinrich von Breußen, sowie die Kaiserlichen Prinzen Eitel Friedrich und Waldemar, General- Feldmarschall Prinz Albrecht bon Breußen, Regent von Braunschweig. In der Suite des Raisers befinden sich u. a. noch der Reichskanzler Graf v. Bülow, der Gen. Inspekteur der 3. Armee- Inspektion, General von Lindequist, der Chef des großen Generalstabes Graf von Schlieffen, der Kriegsminister von Einem, der Landwirtschaftsminister von Podbieleki, die Generale von Hülsen- Häfeler, von Plessen, von Scholl, die Admirale von Senden und Tirpitz. Auf Anordnung des Königl. Generaltommandos wird auf dem Paradefeld eine offizielle Zuschauertribüne erbaut, auf welcher auch die Spigen der Zivilbehörden, sowie die Damen der in Parade stehenden Offiziere ihre Pläge einnehmen. Unmittelbar vor der Tribüne nehmen die Majestäten, die fürstlichen Gäste und die glänzende Suite Aufstellung. Der Parademarsch der Truppen erfolgt vor der Tribüne in der Nichtung von Weft nach Ost. Die Parade steht in 2 Treffen, im ersten bie Infanterie, im zweiten bie Kavallerie und Train, 3 Divifionen in Kriegsstärke, zusammen etwa 40 000 Mann. Das Paradefeld wird durch Drahtzaun und Postenkette ab= gesperrt, welche nur Inhaber von Tribünenkarten passieren fönnen. Ueber Anmarschwege für das Publikum, Lage der Tribüne, Aufstellung der Truppen uso. geben ParadePläne Aufschluß, welche demnächst bei J. Schottenfels& Co. Frankfurt a. M., Bethmannstraße, zu haben sind. Dieser Firma ist der Verkauf der gesamten Tribünenfarten übertragen.( Vergl. heutigen Anzeigeteil.)- Daß das glänzende und imposante militärische Ereignis vor allem auch die Mitglieder der Gesellschaft auf der Tribüne versammelt und daher die Nachfrage eine sehr große sein wird, erfolgt die Kartenausgabe schon von heute ab nach nummeriertem Sißplan, damit Jedermann Gelegenheit hat, sich bei Zeiten einen Platz nach Wunsch zu sichern. Ueber Ausgabe von Stepplagfarten find noch feine Bestimmungen getroffen und wird noch bekannt gemacht, ebenfalls wegen der Sonderzüge
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? Laubach, 2. Juni. Am Pfingst- Donnerstag wird unser Ort mit Einquartierung und zwar mit 3 Battr. des Feldartillerie- Regiments Nr. 61 belegt werden. Hungen, 3 Juni. Seine Goldene Hochzeit feiert heute das Philipp 8immersche Ehepaar.
Wendelsheim, 2. Juni. Granfiger Mord. Die 9jährige Lina Schüler ist am Himmelfahrtstage von einem fremden Manne, nachdem er fie vergewaltigt, ermordet worden. Der Unhold hat die fleine Leiche in der schändlichsten Weise zerstückelt.
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* Alsfeld, 2. Juni. Bezirtstag des Haffiabezirks Alsfeld. Der gestern hier abgehaltene Bezirkstag wählte als Bezirksvertreter zu dem nächsten Sonntag in Laubach stattfindenden Delegiertentag der Kriegerkameradschaft Hassia Lehrer Kremm- Romrod und Gutsbesizer Ed. HaberkornWindhausen. Kamerad Seng Arnshain lud die Vereine zu dem am 15., 16. und 17. Juli in Arnshain stattfindenden Bezirkskriegerfest ein.( Für das Bezirksfest 1906 hat sich der Verein Hopfgarten gemeldet.) Die Kosten der Dvation des Bezirks gelegentlich des Besuchs des Großherzoglichen Paares in Romrod werden auf die einzelnen Vereine aus geschlagen. Ueber die Verwendung der von dem Groß herzog dem Bezirk überwiesenen Spende von 500 mt. soll der nächste Bezirkstag Beschluß fassen. Der Bezirksvorstand empfiehlt, in den Vereinen zu befürworten, daß die Summe für einen idealen Zweck bestimmt wird.
K Frankfurt, 2. Juni. Sittlichkeitsverbrechen und selbstmord. Der hier in der Dorteweilerstraße wohnende 49 Jahre alte Fuhrunternehmer Jakob May machte seinem Leben durch Echängen ein Ende, nachdem ihn der Bater eines 10jährigen Mädchen, an dem May ein Sittlichkeitsverbrechen begangen, zur Anzeige gebracht hatte. May hatte dem Manne 1000 Mt. Echweigegeld geboten.
Eingesandt.
** Himmelfahrt bei der dicken Eiche! Wie alljährlich wurde auch dieses Jahr ein Missionsfest abgehalten. Hunderte, man fönnte sagen, Tausende von Menschen waren herbeigeftrömt, um an diesem Orte im lieblichen Dome des Waldes Gottes Wort zu hören und den Almächtigen zu preisen. Leider mischte sich in die glückliche Stimmung welche alle Anwesenden beseelte, auch ein Wermuthtropfen. Pfarrer Waldmann von Dorlar nahm Abschied, um fünftig im Rheinlande der Mission zu dienen. Wer je diesen Mann reden gehört hat, muß ihn lieb ge wonnen haben und sein Abschied aus dieser Gegend ihm leid tun. Er erzählte, wie er vor Jahren mit einigen Sonntagsschülern am Himmelfahrtstage einen Spaziergang nach der dicken Eiche gemacht, er dort ein paar freundliche Worte an seine Schüler gerichtet und sie einige Gotteslieber zusammen gesungen hätten. Von Jahr zu Jahr gesellten sich immer mehr Leute hinzu daraus habe sich nun mit Gottes Hilfe dieses große Missionsfest entwickelt- Tatsache wer einmal dagewesen, freut sich schon wieder auf den nächsten Himmelfahrtstag, zumal der Weg da er fortwährend durch Wald oder an blumigen Wiesen vorbei. führt, ein äußerst angenehmer ist. Ferner ist auch die dicke Eiche, welche ja bekanntlich im Walde in der Nähe des Hofes von Bubenrod ficht, an sich eine Sehenswürdigkeit, da sie jedenfalls noch aus der Heidenzeit stammt. Wer sich einen interessanten, föftlichen, von Gott gesegneten Himmelfahrtstag machen will, gebe nächstes Jahr selbst hin sehe und höre. Dies wünscht von Herzen
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Rodheim.
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Jemand, der dabei war.
und
Standesamt- Nachrichten der Stadt Gießen.
Geborene.
Am 21. Mai. Dem Tapezier Wilhelm Scheumeister ein Sohn, Ludwig Heinrich; 23. Kellner Heinrich Saß mannshausen ein Sohn, Heinrich; 24. Kaufmann Louis Rosenthal eine Tochter, Räthe; 25 Fabritarbeiter Karl Schäfer ein Sohn; 27. Geschäftsreisenden Heinrich Schott ein Sohn, Adolf Friedrich; Gärtner Karl Mar Tippmann eine Tochter; 28. Schreiner Heinrich Flach ein Sohn, Willy Heinrich; Schuhmacher Johannes Schlund eine Tochter, Martha Elisabeth.
Aufgebote.
Am 26. Mai. Christoph Leyerer, Bergmann in Climbach mit Lina Elisabethe Schweizer dahier. Morig Rosenbaum, Megger dahier mit Elise Reinheimer in Eberstadt. Max Hammerschlag, Kaufmann dahier mit Raun Stern in Medebach. 30. August Coßmann, Tag ch i duhier mit Am 2. J. Elise Orth hierselbst. Fuedrich Weber, Werkmeister dahier mit Meta Wanborn in Hamburg. Eheschliek nuts.
1. vormittags: Text: 2. nachmittags: Text: Gottesdier mittags 9 Uhr
Am 27. Mai. Wilhelm t, sauschlosser dahier mit Johanna Schmidt hierselbst. Whelm Klein, Heizer dahier mit Henriette Tröller hierselbst. Karl Reuter, Schlosser
das All Feier des Freiw.
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