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haften Wirtshause. Auch manche Fabrikbesizer in England geben ihren Arbeitern am Neujahrstage ein Essen oder geben ihnen in Anerkennung ihrer im vergangenen Jahre geleisteten Dienste eine besondere Geldgratifitation. Ein menschen­freundlicher Londoner Fabrikherr tut beides. Er ladet seine Arbeiter zum Essen ein und legt auf den Platz eines jeden ein Kuvert mit einem Geldgeschenk, dessen Größe sich nach der Tüchtigkeit und dem Alter des Arbeiters richtet. Seit fiebzehn Jahren hat er diese schöne Einrichtung durchgeführt, und sie ist seinem Geschäft wahrlich nicht zum Schaden ge­worden. Besonders bei den Soldaten ist die Neujahrsfeier ein ausgelassenes, an lustigen Einfällen reiches Fest. Bei den schottischen Regimentern findet ein Umzug mit Sadpfeifen und Trommeln statt. Voran zieht der Vater Zeit", ein alter Veteran, der sich sonderbar herausstaffiert hat und Stundenglas und Hippe in der Hand hält. Die schrillen Töne der Pfeifen gellen durch die Mitternacht und rufen dem scheidenden Jahre ein fröhliches Lebewohl zu. Da schlägt die Glocke zwölf, es pocht am Tore der Kaserne, und die Schildwache tritt vor und ruft: Wer da?"- Das neue Jahr!" tönt es zurück. Vorwärts, neues Jahr, immer herein!" ist die Antwort, und die Pforte wird weit aufgetan. Das neue Jahr tritt ein; es wird dargestellt durch den jüng­sten Trommlerbuben, der ein vollständiges Hochlandskostüm trägt. Er wird auf die Schultern gehoben, und unter dem Schrillen der Pfeifen, dem Jubel der Mannschaft wird er feierlich herumgetragen. In Holmes Chapel, Middlewich und Cheshire besteht noch heute die Sitte, die ganze Neu­jahrsnacht hindurch die Glocken zu läuten; die läutenden Burschen werden dann von den Gutsbesitzern und Behörden bewirtet.

Die Hygiene des Haushofs. ( Von unserem medizinischen Mitarbeiter.)

Es ist ganz selbstverständlich und wird durch die tägliche Beobachtung bewiesen, daß der Hof eines Wohnhauses, na­mentlich in größeren Städten, eine sehr erhebliche Bedeu­tung für das Wohlbehagen und für den gesundheitlichen Zustand der Hausbewohner besiẞt. Auf diesen Punkt, der in den deutschen Städten bisher viel zu wenig berücksichtigt worden ist, lenkt Professor Nußbaum aus Hannover die öffentliche Aufmerksamkeit in einem längeren Aufsatz. In den romanischen Ländern und im Orient hat der Hof seit dem Altertum eine große Rolle gespielt und ist dort viel­fach bis auf den heutigen Tag eigentlich die Perle des Hauses, so daß alle wichtigen Räume der Wohnung nach dem Hof berlegt werden und nur die Neben- und Geschäftsräume nach der Straße zu. In Deutschland ist das Gegenteil die Regel, und damit steht sicherlich die augenscheinliche Vernachlässigung des Hofs in Größe, Gestalt und Bauart in Zusammenhang. Mit Ausnahme der gedeckten Lichthöfe in öffentlichen Ge­bäuden, die eben doch nicht als Höfe in eigentlichem Sinne zu betrachten sind, hält man es nur selten für nötig, auf die Ausgestaltung des Hofs irgendwelche größeren Kosten zu verwenden, um ihm ein mehr cnziehendes Aeußere zu ver­Teihen.

So ist es gekommen, daß fast alles, was mit dem Hof in Berührung steht, einen nachteiligen Beigeschmack in unserm Sprachgebrauch behalten hat, insbesondere der Begriff der Hofwohnung und auch der Hinterzimmer. Diesbezüglich sagt Professor Nußbaum höchst treffend: Allerdings sieht der Vorübergehende den Hof nicht, aber schaffen wir das Wohnhaus für diesen? oder ist der Hof etwas so Nebensäch­liches?" In kleineren Städten wird der Hof allerdings im Interesse der Hausbewohner gegenüber der Straße zurück­gesetzt. In den Großstädten aber spielt sich ein gutes Teil des häuslichen Lebens in den Höfen ab, wohl auch des­halb, weil man sich nicht dauernd dem Geräusch des Verkehrs und dem Straßenstaub aussehen will, eine Anforderung, die geradezu gebieterisch wird, wenn es sich um geistige Haus­arbeit handelt. Da wäre es dann sehr zu wünschen, daß man auch von den für die Arbeit besonders geeigneten Hin­terzimmern eine angenehme Aussicht genießen könnte, wie fie ein mit Veranden, Balkons, Terrassen und Gartenplägen ausgestatteter Hof geben würde. Von noch größerer hygie­nischer Wichtigkeit ist die Forderung, daß bei dem notwen­digen Lüften der Hinterzimmer auch wirklich einigermaßen gute und staubfreie Luft aus dem Hof eindringt. In letter Zeit ist wohl schon eine kleine Besserung bezüglich der Ge­staltung des Hofs hier und da zu erkennen, aber doch nur in den Vororten von Großstädten, wo noch nicht die Höhe der Grundstückspreise die äußerste Sparsamkeit beim Bau und die größtmögliche Ausnutzung naheliegt.

Professor Nußbaum hat sich besonders ein Verdienst da­durch erworben, daß er nicht nur die Aufmerksamkeit auf die genannten Mißstände gelenkt, sondern auch Vorschläge zur Abhilfe macht. Er stellt gewisse Gesetze dafür auf, wie der Hof eines großen Wohnhauses mit Bezug auf die Gefällig­feit der Form und gesundheitlichem Einfluß beschaffen sein muß. Das größte Gewicht legt er auf die Anlage von gärt­nerischem Schmuck, der nicht allein für das Auge wohltuend sein, sondern auch zur Kühlung und Staubbefreiung der Luft beitragen soll. Beiläufig sei noch erwähnt, daß Pro­fessor Nußbaum überhaupt alle Räume, deren Benubung eine Verschlechterung der Luft oder Lärm mit sich bringt, nach der Straße verlegt wissen will, einerseits also die Küchen und andererseits die Musikzimmer(!), weil von diesen bei­den Gruppen von Räumen die ärgsten Ruhestörungen aus­zugehen pflegen, und zwar gerade in der Zeit, wo sich andere der Erholung hingeben wollen.

Lokales.

3. Januar 1905

Der Nachdruck unserer mit besonderen Beichen versehenen Original- Artikel ist nur mit der genauen Quellen- Angabe gestattet.)

wollen wir doch nicht fürchten, daß sie uns eine solche Dürre 1 Gutachten des Herrn Obstbautechn.fers Wisner in Friedberg wie der verflossene Sommer bringen.

Der Erinnerung wird in erster Linie die hunderfte Wiederkehr des Todestages unseres Dichterfürsten Schiller, der 9. Mai, gewidmet sein; dann aber auch die Spuren, die das dem Zenith zustrebende Gestirn des Ersten Napoleon hinterließ. 100 Jahre sind verflossen seit der Schlacht bei Kap Finisterre und dem Sieg der Engländer über Frankreich und Spanien( 22. Juli), seit der Kriegserklärung Frankreichs an Desterreich( 23. September), feit der Schlacht von Trafalgar und Nelsons Tod( 21. Oktober), seit dem Einzug Napoleons in Wien( 13. November), seit der Schlacht von Austerlit ( 2. Dezember) und dem Frieden zu Preßburg( 26. Dezbr.)

** Mit dem neuen Jahre zugleich hat auch die Kälte bei uns Einzug gehalten. Das Thermometer zeigte heute Morgen in geschüßten Lagen-14° C, sodaß im Freien noch einige Grad hinzutreten. Da der andauernde Frost alle stehenden Gemässer mit einer starken Eisdecke belegt hat, so ist heute zur Freude aller Anhänger des Eissports die Eisbahn des Gießener Eisvereins an der Moltkestraße er­öffnet worden.

*** Gestern Nachmittag traf der Großherzog von Lich tommend in Begleitung seiner hohen Braut und dem Fürsten von Solms- Hohensolms- Lich per Automobil in Gießen ein. Während der Großherzog von Gießen aus mittelst Buges sich nach Darmstadt begab durchfuhren die übrigen hohen Herrschaften, freundlich grüßend unsere Stadt, um nach Lich zurückzukehren.

S. Um 7 Uhr fand im Residenzschlosse zu Darmstadt Neujahrstafel statt, mit welcher gleichzeitig die Neujahrs­gratulation verbunden war. Es waren 72 Gebede aufgelegt, u.. waren mit geladen: Provinzialdirektor Dr. Breidert­Gießen und der Rektor der Landesuniversität Professor Vossius Gießen und die Kommandeure sämtlicher hessischen Regimenter. Der Landesfürst unterhielt sich mit den Gästen in leutseeligfter Weise und nahm deren Glück­wünsche entgegen.

Heute Morgen hat sich Professor Pflug- Gießen erschossen, wie man annimmt, infolge eines förperlichen Leidens. Der frühere langjährige Kreisschulinspektor des Kreises Bingen, Schulrat i. P. Philipp Seib, wurde gestern zu Gießen im Alter von 64 Jahren beerdigt. Viele Lehrer gaben ihm das letzte Geleite. 1860 absolvierte er das Lehrerseminar zu Bensheim, 1903 trat er in den wohl verdienten Knheftand.

** Jubiläum. Einer unserer beliebten Unterbeamten am Postamt Gießen, der Oberbriefträger Karl Kramer feiert morgen an 4. Januar sein 25jähriges Dienstjubiläum Möge es dem Jubilar vergönnt sein, noch lange seines Amtes zu walten.

*

§ Laut Mitteilungen einiger Engros- Firmen sind die Zucker- und Kaffeepreise bedeutend aufgeschlagen worden. ** Gewisse Stellen der Lahn werden jeßt, da der scharfe Frost alle stehenden Gewässer mit einer Eisdecke be­legt hat, von zahlreichen wilden Enten bevölkert die den Jägern eine willkommene Jagdbeute in Aussicht stellen. Die Jagd auf die Enten ist eine sehr schwierige, da die Tiere äußerst ängstlich und wachsam sind.

* Das Bezirksfeldwebelwesen hat eine Neu­regelung erfahren, die vom 1. Januar ab in Kraft tritt. Bisher avancierten bei den Landwehr bezirkskommandos die als Bezirksfeldwebel vernotierten Sergeanten und Unteroffi­ziere nur innerhalb des Brigadeverbandes. Fortan erfolgt das Avancement innerhalb des Armeekorps, so daß also beispielsweise die Bezirksfeldwebelstellen in der Provinz Brandenburg auch mit Kapitulanten des Berliner Bezirks­fommandos beset werden können. Wer in Zukunft Bezirks­feldwebel werden will, fann sich für diesen Posten erst dann notieren lassen, wenn er sechs Jahre aktiv gedient hat und muß acht Wochen, früher nur sechs bis acht Wochen, bei einem Regiment in der Front Feldwebeldienste tun.

Landwirtschaftliche Haushaltungsschule zu Lindheim. Der I. Rursus pro 1905 beginnt heute, Dienstag, 3. Januar und wird Mittwoch, 31. Mai ge schlossen werden. Die Meldungen hierzu sind bei Herrn Kreisrat Boeckmann, Vorsitzenden des landw. Bezirksvereins Büdingen unter gleichzeitiger Angabe des Vor- und Zu­namens, des Tags, Monats und Jahres der Geburt und des Wohnorts der Schülerin und des Namens der Eltern oder der Vormundes schriftlich einzureichen. Beim Eintritt in die Anstalt hat eine jede Schülerin ein ärztliches Zeugnis vorzulegen, das sich über ihren Gesundheitszustand, sowie weiter darüber aussprechen muß, daß gegenwärtig keine an­ftidende Krankheit in ihrer Familie und bei deren Hausbe­wohnern bestehe. Der nächste Kursus beginnt Samstag, 1. Juli 1905.

Gießener Volts bad. Im Dezember wurden berabreicht 8349 Bäder gegen 8875 im November 1904 und 6737 im Dezember 1903 oder pro Tag 269 Bäder gegen 296 im November 1904 und 250 im Dezember 1903. Der Besuch hat sich wie folgt verteilt:

Schwimmbad: 4472 Männer, darunter 693 zu 10 Pfg. 805 Frauen, 92, 10 Wannenbäder: 1. RI. 243 Männer," 94 Frauen 2. I. 619 434

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Dampf- und Heißluftbäder, sowie Massage zusammen 154 Männer, 22 Frauen.

wird zur Kenntnis genommen und beschlossen, tessen Rat und Anweisungen zu befolgen. Abschaffung eines bösartigen - und Ankauf eines neuen Bullen findet Genehmigung. Schäfer Schmitt erhält eine Renumeration von 30 Mark pro 1904. Zur Vertilgung der Blutlaus wird eine be­sondere Komm ssion gebildet. Die Liererung des Petro­leums wird Herrn Karl Schmierer für 1905 zur Straßen­beleuchtung zugesprochen.

r Grünberg, 2. Januar. Das am Neujahrstage ver­anstaltete Konzert des Männer- Gesang- Vereins gestaltete sich zu einer recht schönen Unterhaltung. Besonderen Beifall fanden die einzelnen und Dippel- Quartets, die einzelnen Chöre waren sehr gut, ebenfalls im zweiten Teile das komische Quintett. Nachdem Herz und Dhren sich er­quickt, fand die Veranstaltung ihren Abschluß mit einem bis etwa fünf Uhr früh dauernden Ball.

§ Laubach. Kommt heute ein Hundsgefährt von außerhalb, dessen Führer ein 13 jähriger Junge war. Junge und Hand waren marode. Ein zufällig bes gegnender Reisender erquickte Beide beim Wirt Ch. S., dann trabten sie den Heimweg entlang. Könnte diese Sitte" nicht endlich abgestellt werden?

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-d- Lauter, 3. Januar. Die fürzlich von mehreren Beitungen gebrachte Mitteilung, daß hier ein Handwerks­bursche erfroren sei, bedarf einer Berichtigung. Der an Krämpfen leidende Mann ist nicht erfroren, sondern durch einen Schlaganfall verschieden.

+ Lollar, 2. Januar. Die Sylvesternacht hindurch herrschte hier ein tolles Treiben, fortgesetzt fnatterten die Frösche und Kanonenschläge. Eine Person mußte verhaftet

werden.

§ Bad Nauheim, 2. Januar. König Eduard von England wird hier in kommenden Sommer zur Kur weilen. ** Erfurt. Handelsminister Möller hat in einem Schreiben Peterseim's Blumengärtnereien seine Anerkennung ausgesprochen anfäßlich der 200 tausendsten Sendung im letzten Jahre.

K Schlüchtern, 2. Januar. In der Eylvester nacht wurde hier einer Anzahl israelitischer Kaufleute in den be­lebtesten Straßen mit Pflastersteinen die Schaufenster 3ertrümmert.

** Frankfurt a. M., 3. Januar. Die durch die seitens der hiesigen Megger gegründete V teh markts­bank zwischen diesen und den Viehhändlern aus­gebrochenen Differenzen spitzen sich weiter zu. In einer Versammlung des Mitteldeutschen Viehhändler- Vereins wurde beschlossen, die Verhandlungen mit dem Auf­fsichtsrat der Viehmarktsbank abzubrechen und eine eigene Viehversicherung zu gründen. Mit dem hessischen Vieh­händlerverein sind Unterhandlungen wegen Ver­schmelzung der beiden Vereine im Gange. Weiter haben sich die Mitglieder durch Namensunterschrift verpflichtet, gegen eine Konventionalstrafe von 500 Mt. für jeden Fall, von Montag ab, ohne jede Garantie zu verkaufen. Die Metzger ihrerseits entfalten eine lebhafte Agitation, um alle Angehörigen ihres Berufes für die Viehmarkts­bank zu gewinnen. Das Grundkapital der Bank be­trägt 300 000 Mr.

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Gießener landwirtsßaftlicher Wetterviens. Voraussichtliche Wuterung in Hessen für Mittwoch, stürmisch, Niederschläge: Schnee in Regen übergehend. Januar. Trüb, erheblich milder, staikwindig bis Tauwetter in Aussicht.

Marktberigte.

Stekes 3. Januar. Auf dem heutigen Wochenmarkt kopeten Butter ter Pfd. 0 85-0.95 Ml., Hühnereter per Stück 8-10ẞfg., Enteneier St. 7 Bfs, Raje per St. 6-8 Pfg., Kasematte 2 St. 5-6 Pfg­Erbsen per Liter 21 Bfg., Linjen per Viter 32* fa., Tauben per Paar Dt. 0.80-1.00, Hühner per Stüd Mt. 1.00-1.60, Hahnen, per Stid 0.80-1.80, Enten pez Grid 1.80-2.20, Gänse per Pfd. 55-65 Bfg., Ochsenfleisch per Pfd. 70-80 Pfg., Rindfleisch per fb. 62-68 Pfg. per ft. Schweineflet 60-72 big. Sowetne fletsch gesalzen per fund 0.76 18, albfleisch per fd. 70-74 Pfg. Hammelfleisch per Pfd. 50-74 fg., Kartoffeln pro 100 Kils 6.00 5. 650 Wit., Zwiebeln per 3t. Wtt. 8.00-10.00, Weistraut 10-15 Pf. pei Stüd, Zentner 3-4 Mt. Aepfel per Zentner 6-10 Mr. Zwetschen per Zentner 0,00-0.00 Nüsse 100 St. 25-30 Pfg. Milch per Liter 18. Pfg. Dauer der Marktzeit von 8 Uhr morgens bis 2 Uhr nachmittags. Gegenflände des Wochenmarktverkehrs dürfen vor Beginn der Marktzeit überhaupt nicht, und während der ersten drei Stunden der Marktzeit im Umberziehen feilgeboten werden.

Frankfurt a. M., 2. Januar. Fruchtmarkt. Es notierten nach Qualität: An Weizen, hiesiger und Wetterauer Mr. 18.30-18.40, furhessischer Mr. 18.30-18.40 Roggen, hiesiger Mt. 14.50-14.65, russischer Mr. 14.75-15.00 Gerste, hiesiger Mr. 18.00 bis 18 25, Pfälzer Mt. 18.00 bis 18.50, fränkische Vik. 18 00-18.50, Riedgerfte Mt. 18.20 bis 18.70 Hafer, hiesiger und Wetterauer Mt. 14.50-15.00, furhessischer Wit. 14.50-15 00, bay­richer Ver. 14.50-15.00, Mais, Wired Mr. 12.70-12.85. Alles pro 100 Kilo ab hier. Mehl wesentlich höher. Es notterten nach Qualität: Weizenmeht hief. 6, Mt. 26.75-27.25, feinere Marken wet. 29.00-29.50, hiesiges Nr. 1, Mr. 24.75 bis 25.25, feinere Marken Mt 26.00-26 50, hiesiges Nr. 2, Mr. 23.75-24.25, feinere Marken Mr. 24.75-25.25, hiesiges Nr. 4, Mt. 19.75-20.25 feinere Marken 20.75-21.25, Roggenmehl, hiesiges, 0, Mt. 22.- 23.25 b. 1 19.00-20.75, do. 2 Mr. 16-16.50. Weizenschalen 4.90 bis 5.10, Weizenkleie Mt. 4.95-5.15, Roggenkleie Mt. 5.70-5.80, Weizenfuttermehl Mr. 6.50 bis 7.50.

Die Martipreise für Vich und Frucht und die Gießener Fleisch- und Brotpreise am 2. Januar 1905.

Höchste Schlachtviehpreise

in Frank, urt a. M.

Fleischpreise

in Gießen

50 kg Schlachtgewicht 74-77 M. 1/2 kg 70-80 Pf. 81-83 Pf do. 70-74

Brausebäder 1309 Männer, 187 Frauen.

Die Personenwage wurde von 180 Personen benutzt, das Bad von 2 Personen besichtigt.

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Getreidepreise in Mannheim

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Weizen 100 kg

18.85 M. 14,70

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Weiß brot 2 kg 52 f Schwarzbr. do. 48 M

** Ausblicke. Licht, Schatten, Erinnerungen und zu Anfang sahneidende Kälte, das ist alles, was sich von 1905 bis jetzt Schweine r Grünberg, 2. Jan. Gemeinderats- Sizung. fagen läßt. 1905 ist ein an Finsternissen reiches Jahr, Bunkt 7 Uhr eröffnete der Bürgermeister die Sigung. An es finden zwei Mond- und zwei Sonnenfinsternisse, die wefend waren Beigeordneter Reil und die Gereinderäte Moll, Mondfinfterniffe am 19. Februar und 15. Auguft und die Sehrt, Trinkaus, Möller, Frank, Ranft. Letzterer wurde Sonn.nfinsternisse am 6. März und 30. August statt, von denen die letztere eine Total- Berfinsterung ist. Diesen Schattenseiten steht aber auch viel Licht gegenüber, da nach dem hundertjährigen Kalender die Sonne dieses Jahr regiert. So sehr wir die sonnigen Tage nun auch heransehnen, so

als wiedergewähltes Mitglied mit Handschlag verpflichtet. Dagegen die Neugewählten H. K. Zimmer und H. Spamer durch den Bürgermeister beeidigt. Dem Herrn Emil Ries wird für seine Zuwendung zum städtischen Museum der Dant des Gemeinderates schriftlich zugesandt werden. Ein

Roggen do.

Verantwortlich: für die Politik und den Inseratenteil: Albin Klein, für den übrigen Inhalt: Georg Horn, beide zu Gießen.