Ausgabe 
2.9.1905 Zweites Blatt
 
Einzelbild herunterladen

beiten.

enflinit werden inifterialerlaffes

et

Alinit,

m Oberlichtber:

mit Robglas.

#:

3640 qm

1246 300

"

11

4956 qm

1291

300

3957

1296

300

"

==

1557 qm

auf

olj

584

44

Bementfodel mte, Wilhelm gungen( feine Borrat reicht,

J.

Bieber

aren- Fabrik

us 1. Ranges

frath

lingsn

arantie!

eschmiedet

n.

dung.

rl. Grösse

816

030

Ueber 5000 lobende

50 franko

15

11

50

ANT"

glich)

O Mark

9

es Rasier

000

oder

ges

Nr. 206.

sschreiben bestätigen Güte und Qualität unserer Waren.

be­

rück.

nden wir

nn unsern

egenstände

en enthält,

ürdige Ware

stigungen.

Zweites Blatt.

Insertionspreis: Die einspaltige Petitzeile für ganz Ober­heffen, die Kreise Wetzlar und Marburg 10 Pfg. sonst 15 Pfg. Reklamen die Petitzeile 30 resp. 40 Pfg. Redaktion u. Haupterpedition: Gießen, Selters weg 83. Fernsprechanschluk Nr. 362.

Samstag, den 2. September 1905.

Sießener

14. Jahrgang

Abonnementspreis: abgeholt monatlich 30 Pfg., in's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Post bezogen viertel jährl. Mr. 1.50. Gratisbeilagen: Oberhessische Familienzeitung( täglich) und die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Platt erfd eint an allen Werktagen nachmittags.

Neuelle Nachrichten

( Gießener Tageblatt)

Anabhängige Tageszeitung

( Gießener Zeitung)

für Oberheffen und die Kreise Marburg und Weylar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung.

Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen, des Großh. Polizeiamtes Gießen und anderer Behörden von Oberheisen.

Die Waffen ruben. [ Politische Wochenschau.]

Noch ist der Frieden zwischen Rußland und Japan icht abgeschlossen, aber der Krieg hat ein Ende, die Waffen uhen. Die Heere, die tapfer miteinander gerungen und inermeßliche Mühsal ausgestanden haben, dürfen jetzt daran Denken, für ihre Wunden Heilung zu suchen. Der Krieger, ter den männermordenden Streit überdauert hat, kann jezt den müden Leib pflegen. Freilich ist selbst die Heim­lehr für ihn eine Strapaze, denn der Weg ist weit und aud ba, wo er gebahnt ist, nicht mit Bequemlichkeiten ausge. tattet. Beide Parteien, der siegreiche wie der minder glück­liche Teil, bringen sicher keine Kriegslust nach Hause mit, sondern trotz aller Friedensentwöhnung

en

die innigste

den Krieg so frei gemacht, daß für Rußland ein ehrenvoller Friede möglich wurde. Es muß gesagt werden, daß es vor zugsweise ein Teil der englischen Presse ist, die sich an dem Verleumdungsfeldzug gegen Deutschland beteiligt, ja die führende Rolle dabei gehabt. Welches die dunklen treibenden Kräfte sind, ist schwer zu erkennen. Aber gerade diesen fort gesetzten Verhebungsversuchen gegenüber muß auch gesagt und von allen besonnenen Elementen betont werden, daß die englische Regierung selbst eine korrekte und freundliche Haltung niemals hat vermissen lassen. Man tut nur die Arbeit der Gegner Deutschlands, wenn man in den Ton jener verleumderischen Presse verfällt und ihr die unver diente Ehre erweist, sie für das zu halten, was sie wohl sein möchte, aber nicht ist: für das Sprachrohr der englischen Re­gierung. Der Besuch der englischen Kriegsflotte in Swinemünde ist unter allen Umständen ein Zeichen guter Freundnachbarlichkeit. Die englischen Gäste sind liebens­würdig aufgenommen worden und haben sich selbst liebens. würdig gezeigt, und unsere Flotte hat die englische begrüßt. Vielleicht ist es nicht ganz ohne Absicht gewesen, daß man bei diesem Anlaß bewiesen hat, wie man bei uns versteht, auch ohne Ermunterung und ohne die Zusage unbedingter Gegen­feitigkeit gutes Beispiel zu geben. König Eduard, der deut scher Großasmical ist, wird es verstanden haben.

Friedensliebe. Und wie den Heeren, so geht es den Län­dern. Sie werden lange Zeit brauchen, ehe sie die Erinne rungen an die Schrecken des Krieges verwunden haben. Wa ihnen helfen mag bei der erneuten Hinwendig zur Frie. densarbeit, das ist in erster Reihe die unabweisbare Not­wendigkeit dieser Arbeit. Russen wie Japaner finden da heim neue Not, die überwunden sein will und nur in harter Arbeit überwunden werden kann. Ihre Abwesenheit ha: die berfügbaren Kräfte für den Landbau unter das unert­behrliche Maß gedrückt, so daß der ungenügenden Aussaat jezt die ungenügende Ernte folgt. Mangel bis an die Grenzen der Hungersnot herrscht in weiten Gebieten Nuß lands, weil es an Korn fehlt, und in Japan be flagt man einen drückenden Rückgang des Feld ertrages an Reis. Doch die Völker, die so Schweres ertragen haben um des Krieges willen und unter den schlimmsten Fährnissen den männlichen Mut nicht ver loren, werden vor den lebenspendenden Friedensaufgaben nicht verzagen. Ueber anderthalb Jahre war ihr Sinn auf Zerstörung gerichtet die schaffende Tätigkeit, die ihnen jegt bergönnt ist, wird ihre Kraft steigern. Eine leise Be forgnis wird man in Rußland vielleicht hegen, daß die ent laffenen Soldaten sich zu dem Heer der Unzufriedener schlagen, deren Zahl ohnehin übergroß ist. Hier wird eine weitschauende Staatsfunst sich zeigen können, die vagieren den Kräften eine feste und heilvolle Richtung zu geben ver­mag. Man spricht von Witte als fünftigen Reichsfanzler Rußlands, dieses Amt existiert seit des Fürsten Gortscha few Tode nicht mehr und verspricht sich viel von ihm. Auf ihn ist die Aufmerksamkeit gelenkt, weil er die Friedens verhandlungen in Portsmouth mit glücklichem Gelingen ge leitet hat und weil dem Anschein nach Rußland seiner großen Finanzkunst jetzt weniger denn je entraten kann. Besäße er die Neigung des Zaren in dem Grade, wie er das Ver­trauen der europäischen Finanzweli besitzt, so wäre seine Ernennung außer Zweifel.

Japan hat mit England einen neuen Vertrag ge­schlossen. Beide Staaten haben sich als asiatische Mächte miteinander auf der Grundlage der gegenseitigen Bürg­schaft ihres Besizes verbündet. Daß sie dabei die Aner­fennung und Festhaltung des gegenwärtigen status quo in Waiheiwai und Kiautschou ausgesprochen haben, ist für uns von besonderem Interesse.

In eine nicht ganz bequeme Lage ist Frankreich durch die neueste Gestaltung der Verhältnisse geraten. Mit Ruß­land ist es verbündet, mit England durch jüngere Freund­schaftsbeziehungen vereinigt, und so ist sein Herz zwischen zwei stillen Widersachern geteilt. So lange noch zwischen Krieg und Frieden die Schale schwankte, wagte es nicht, der verbehaltlose Freund Rußlands zu sein, um bei England, dem Freunde Japans nicht anzustoßen.

Wenig erfreulich haben sich die Verhältnisse in unsern afrikanischen Kolonien gestaltet. Im Südwesten und im Osten dauert der Aufruhr fort, der Opfer an Blui und Geld fordert. Das ist bedauerlich, aber es muß ertragen und durchgehalten werden. Solche Erfahrungen sind keiner Kolonialmacht erspart geblieben. England und die Nieder­lande, Frankreich und Rußland können davon erzählen. Wir haben keinen Anspruch darauf, vom allgemeinen Geschick aus­genommen zu werden, und kein Recht auf Ungeduld. Auch in Afrika wird die Zeit kommen, in der die Waffen ruhen dürfen und die Friedensarbeit und Ernte verspricht.

-

Im Palaft des Schabs.

1

Erinnerungen an einen Besuch in Teheran. Der Schah von Persien weilt augenblicklich in Europa. Nachdem er seine Gesundheit in südfranzösischen Bädern her. zustellen versucht hat, reiste er nach Paris. Von dort ist ei gestern nach Petersburg gefahren. Er kommt gerade zurecht unt vom Baren zu hören, wie dieser über den abgeschlossenen Frieden mit Japan denkt. Während nun der großmächtige Herrscher des persischen Reiches seine sprichwörtlichen Dia. manten an den europäischen Fürstenhöfen spazieren führt, hat ein französischer Forschungsreisender, Herr Claude Anct, den Palast des Schahs in Teheran einer gründlichen Besich tigung unterzogen. Der Reisende ist nicht entzückt von der Wohnung des Schahs. Er erzählt:

Desto geradliniger und aufrichtiger zeigte sich Deutsch­lands Politik, überall den Frieden pflegend und fichernd, unbeirrt durch böswillige Ausstreuungen von ge­heimen, auf die Verfolgung von Sonderinteressen gerichte­ten Plänen. Sogar in Frankreich mußte man schließlich erkennen und anerkennen, daß es Verleumdung gewesen, Deutschland habe in Marokko den Hochmut des Sultans und seine Europäerfeindlichkeit gestärkt, indem es sich den! englisch- französischen Marokko- Abkommen widersetzte und auf Berufung einer Maroffofonferenz zu gemeinsamer Regelung gemeinsamer Interessen bestand. Die Verhaftung eines Al­geriers in Marokko, die im Widerspruch zu dem Recht der Konsulargerichte stehen sollte, wurde auf Rechnung der deut­fchen Politik gestellt. Nachdem gerade die Intervention des deutschen Gesandten Grafen Tattenbach den Sultan zur Frei­Tassung des Algerier bestimmt hat, war es nicht mehr mög­lich, von der deutschen Politik als von einem das europäische Gemeininte störenden Element zu sprechen. Hartnäckige berleumde Nachrede war es auch gewesen, daß Kaiser Wilhelt. Den Zaren in seiner Innachgiebigkeit gegenüber den japanischen Forderungen bestärkt und dem Friedensabschluß entgegengearbeitet habe. Präsident Roosevelt hat öffentlich Zeugnis abgelegt, daß gerade Kaiser Wilhelm und dieser allein seine Bemühungen um Herstellung des Friedens nach­haltig, unausgefeßt und wirksam unterstützt habe. Die auf­richtige Freundschaft Kaiser Wilhelms für den Zaren und Rutland hat sich glänzend bewährt. Deutschland hat gute und treue Nachbarschaft gehalten und Rußlands Kräfte für

Himmelsleiter", auf zwei Kissen liegt, die einfach auf die Erde geworfen werden. Ueber diesem primitiven Bett" befindet sich eine Etagère, auf der ich fünf Photographien entdeckte: rechts und links von dem Bilde des Schahs stehen König Eduard VII. und seine hohe Gemahlin und rechts und links von diesen beiden Bar Nikolaus nebst Frau. Das sind also die Schußengel, die den Schlummer des Königs der Könige bewachen."

Wie die Märchen aus Tausend und eine Nacht" schwin den also beim Näherkommen die fabelhaften Erzählungen von der Pracht im Palast des Schahs in das Nichts. Es ist eben alles eitel auf dieser Welt.

Vermischtes.

Neue Einrichtungen am Telephon. Im Berliner Fern­sprechnet wird demnächst ein neues System, das der sog. Zentral- Batterie zur Anwendung gelangen. Die bemer­fenswerteste Neuerung ist, daß dabei die Kurbel fehlt; man nimmt lediglich den Hörer vom Hafen. Dadurch wird ein Strom eingeschaltet, der beim Amt eine kleine Glühlampe in Tätigkeit setzt. Durch Auf- und Abbewegung des Hakens fann man bei dem Amt Flacker signale hervorrufen. Die Gehilfin hat fortwährend vor Augen, welche Stellen noch sprechen. Das lästige Abfragen: Sprechen Sie noch?" fällt ganz weg. Auch das Rufen der anderen Aemter und der Teilnehmer erfolgt vom Amte aus mit einem dort ge­meinsam zur Verfügung stehenden Strom. Die Batterien, welche die Spredtellen heute noch haben, fallen ganz weg. Eine weitere Quelle des Versagens ist damit ausgeschaltet. = Eigenartige Gasthäuser. In London machte cin unte:- nehmender Mann ein Wirtshaus auf, in dem keine Ge­tränke ohne Speisen verabfolgt werden; für einen Halfpenny ( rier Pfennig) bekommt man cin belegtes Butterbrot und für weitere vier Pfennig ein Glas Bier, doch besteht für die Entnahme von legterem fein Zwang. Sofort nach Er­öffnung des Lokals kamen eine Menge Kinder und kauften Butterbrot; in der Nähe liegen viele Straßen, wo die Eltern die Kinder sich Tags über selber überlassen müssen, die dann ben den wenigen erbettelten Pfennigen leben. Der Wirt eröffnete jetzt ein Wirtshaus für Kinder, wo auch kleine appetitliche Butterbrote für zwei Pfennig verabreicht wer­den. Der Erfolg war mit beiden Arten Gasthäuser cin der­artiger. daß der Unternehmer in verschiedenen Teilen Eng­Icnds 350 Häuser aufzumachen gedenkt.

Man darf sich nicht vorstellen, daß der orientalische König der Könige in einem üppigen Schlosse orientalischen Stils wohnt; sein Palast ist vielmehr ganz nach europäischem Geschmack eingerichtet, und zwar nach allerschlechtestem Ge schmack. Man fennt die wunderbaren Erzeugnisse der per sischen Kunst. in Europa und Amerika reißt man sich um persische Teppiche, Miniaturen u. s. w. Beim Schah aber sieht man nichts von der alten persischen Kunst; in seinem vielgerühmten Museum liegen unter Glas Papierfächer Pariser Herkunft, und damit keiner über den Preis im un flaren sei, flebt er gleich dran: 0 Francs 65! Neben den Papierfächern liegt ein Handspiegel für 3 Francs 35. Es ist ja wahr, der berühmte Pfauenthron ist auch da, aber dieser Thron ist nie in Delhi gewesen und es saß nie ein Groß­mogul drauf; der Thron ist vielmehr im 19. Jahrhundert in Ispahan angefertigt worden, und die echten Edelsteine, die ihn einst geschmückt haben sollen, sind längst ausgebrochen worden und durch falsche ersetzt worden. In dem Museum findet man auch Gegenstände aus Sèvres und aus anderen Manufakturen, derer sich europäische Monarchen flugerweise zugunsten ihres persischen Kollegen entledigt haben.

Stundenlang schleppte man uns durch die Säle, die mit den abscheulichsten Sachen vollgestopft sind. Da hängen Bil­der an der Wand, aber toas für Bilder! Mitten in eine jenst ausgezeichnete Photographie einer Baumlandschaft hat man das folorierte Reliefbild einer träumenden Dame hin­eingeklebt. Da stehen Schränke mit Gegenständen зи

Nachgemächte Moselweide. Der Untersuchungsrichter des Landgerichts in Frankenthal hat anläßlich der wegen Beihilfe zur Weinfälschung erfolgten Verhaftung des Chemikers Dr. Möslinger bei einer Anzahl Firmen Er­hebungen anstellen lassen. Diese ergaben das überraschende Resultat, daß die Firmen aus Neustadt a. H., dem Wohn­size des Dr. Möslinger, sogenannte Weine, die mit Chemifa­lien hergestellt waren, zum Preise von 95 Mark für das Fuder bezogen und als Moselweine verkauften.

19 Sous und gegenüber Schränke mit Gegenständen zu 45 Sous- lauter Geschenke! Ich wußte gar nicht, daß es unter den europäischen Herrschern Herren gibt, die sich mit einem von ihrer Art derartige Scherze erlauben; denn diese Geschenke sind wirklich nur als Scherzartikel aufzufassen. Ganz prächtig sind die Gärten des Palastes mit ihren nephritfarbenen Wassern; da sieht man große Spring­brunnen und Gartenflächen mit Lilien, die in allen Farben glänzen, starfe Platanen und kleine Kanäle, deren Grund mit blauen Kacheln ausgelegt ist. In den Gemächern des Schahs aber ist es fürchterlich! Die Möbel sind mit ordi­närstem Pariser Samt und Plüsch bekleidet, und an allen Ecken und Enden stehen und liegen Musikschachteln"; es ist eine wahre Orgie von automatischen Pianos, Leierkasten, Harmoniums. Im Schlafzimmer des Schahs suchte ich unter den vielen Musikinstrumenten das Bett und fand es nicht; das kommt daher, daß der Nabel der Welt". die

-

Wieder ein amerikanischer Blaubart. In Newyork er­schien vor Gericht ein Deutscher, Dr. Georg Withoff, dessen Leistungen im Heiraten noch die des zum Tode verurteilten Frauenmörders Hoch übertreffen; freilich hat der neue Blau­bart es beim Betrug seiner Frauen belassen und ist nicht bis zum Mord gegangen. Immerhin hat Withoff, der sehr distinguiert auftrat, mehr als 50 Frauen geheiratet. Ein­mal brachte er es in einer Woche zu sicben Hochzeiten. Alle Frauen ließ er im Stich, nachdem er ihre Wertsac; en an sich gebracht hatte. Der Mensch hat tatsächlich die legten fünf Schre von seinen Heirats- Betrügereien aelebt.

==

Die Hinrichtung des Mörders. Im Gefängnisse zu Gabelheim bei München erfolgte die Hinrichtung des Naub­mörders Johann Huber genau an dem Tage, da er vor einem Jahre das Dienstmädchen Centa Falch ermordet hatte. Der Mörder hatte die Nacht im Schlaf verbracht und gegen Morgen Bier und Zigarren verlangt. Geistlichen Zuspruch hatte er zurückgewiesen. Als man ihm die Binde vor die Augen legte, sagte er ganz gelassen: Ich wäre auch so hin­gegangen!"

Das Duell auf dem Meeresgrunde. Vor dem Polizei­gericht in Palermo hatten sich zwei Taucher wegen eines un­Einer von gewöhnlichen Zweikampfes zu verantworten. ihnen war auf den Meeresgrund hinabgestiegen, um einen gefundenen Kohlenkahn zu untersuchen. Als ihm sein Kol­lege dorthin folgte, erblickte der erste darin eine Verletzung des alten Taucherrechtes, demzufolge dem ersten, der am Meeresgrunde anlangt, alles zusteht, was er im Umkreise bon 30 Metern findet. Es entstand tief unten ein hiziger Streit. Als man den zuerst hinabgestiegenen Taucher auf sein Zeichen heraufholte, war er dicht am Ersticken, da sein Luftschlauch durchschnitten war. Er gab an, daß sein Kon­furrent das getan habe, während dieser behauptete, sein Geg­ner habe im Eifer des Gefechts selber den Schlauch mit seinem Messer verletzt. Da das Duell ohne Zeugen stattgefunden hatte, konnte die Wahrheit nicht festgestellt werden. Schließ­lich wurden beide Duellanten zu je 100 Lire Geldstrafe ver­urteilt,