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Tungen zugelassen werden. Aus den Verhandlungen dürfte folgende Angabe besonders interessieren. Die Zahl der Reformsch I en beträgt heute 76, die Zahl der Re­formgymnasien hat sich in den letzten sechs Jahren von 71 auf 107 gehoben. Von den neuen Berechtigungen machen die Abiturienten fleißig Gebrauch: In der juristischen Fa­fultät waren bereits 195 Realgymnasiasten und 40 Ober­realschüler immatrikuliert, in der medizinischen 108 Real­gymnasiasten; klassische Philologie und Deutsch studierten 50 Realgymnasiasten und 15 Oberrealschüler. Durchaus be­währt haben sich die Universitätskurse im Lateinischen und Griechischen. Sehr interessant war folgende amtliche Sta­tistik. Danach sind in Preußen von 1900-1903 gestiegen: Die Zahl der Gymnasiasten von 287 auf 299, die der Pro­gymnasien von 7 auf 59, die der Realgymnasien von 78 auf 82; zurückgegangen sind die Realprogymnasien von 28 auf 26; vermehrt haben sich die Oberrealschulen von 31 auf 42, die Realschulen von 140 auf 152. Im Ganzen sind die höheren Lehranstalten von 640 auf 679 angewachsen; die Gesamtzahl der Schüler stieg von 153 685 auf 174 603. Davon entfielen auf die humanistischen Anstalten 1900 58 Prozent, 1903 56 Prozent, auf die Latein treibenden Rcalanstalten 15 Prozent in beiden Vergleichsjahren; auf die lateinlosen Realanstalten 1900 27 Prozent, 1903 29 Prozent.

Oesterreich- Ungarn.

Angesichts der Uebergriffe der Magharen gegen die deutsche Bevölkerung Ungarns beginnt sich unter dieser eine starke Auswanderungsbewegung geltend zu machen. Dieser Tage sind aus dem Dedenburger Komitat vierzig Bauern­jamilien nach Deutschland ausgewandert. Die Auswanderer, zumeist besser situierte Weinbauern, wurden von der preußi­schen Regierung in Ostdeutschland angesiedelt. Fine Propaganda zur weiteren Auswanderung der Deutschen in dieser Gegend nach der deutschen Ostmark wird vorbereitet. Spanien.

Die bevorstehende Reise des Königs Alfons nach Ka ta­Ionien bildet gegenwärtig in Spanien das Tagesgespräch. Man befürchtet feindliche Kundgebungen separatistischer Elemente, namentlich verspricht man sich von dem Aufenthalt des Königs in Barcelona wenig Gutes. 200 Gendarmen sind zur Verstärkung nach Barcelona beordert worden. Auch der Kreuzer Rio la Plata", das Kanonenboot ,, Temerario" und der Aviso Giralda" haben sich nach Barcelona begeben. 32 Verdächtige wurden in Barcelona fest genommen. Die Polizei sucht alle in Barcelona anlangenden Dampfer ab, um die Ausschiffung Verdächtiger zu verhindern. Bei der Festvorstellung im Liceo- Theater werden die oberen Galerien ausschließlich von Vertrauensleuten der Regierung besetzt sein. Es verlautet, daß die republikanischen, kata­lanistischen und karlistischen Studenten die Absicht haben, Sympathiekundgebungen monarchistischer Studenten zu Ehren des Königs zu hintertreiben. Das kann ja recht niedlich werden.

Türkei.

Sultan Abdul Hamid hat die hochweisen Diplomaten der Mächte nun doch auf den Pfropfen gesetzt: Mit seiner hartnäckigen Verschleppungstaftik in der mazedonischen Re­formfrage hat er erreicht, daß die Mächte nachgegeben haben! Statt der 60 fremden Offiziere, deren Anstellung zur Durch­führung der Reform der mazedonischen Gendarmerie von den Mächten gefordert wurde, wird die Pforte mit Zu­stimmung der Botschafter nur 30 Offiziere anstellen. Maze­donien soll in Zonen eingeteilt werden: Der Zonenchef jeder Zone würde im Einverständnis mit dem türkischen Adlatus ausschließlich die Kommandogewalt, alle übrigen fremden Offiziere nur das Recht zur Berichterstattung haben. General de Giorgis, der Oberkommandant der Gendar­merie, würde gewissermaßen der Mittelsmann oder Puffer zwischen dem Yildiz- Palais und den Botschaften sein. Eine angenehme Aufgabe!

Amerika.

Gegen die Anarchisten macht jetzt auch die Union schärfer als bisher Front. Im Senat soll demnächst eine Ge­setzvorlage, die für Attentate gegen den Präsidenten, gegen höchste Bundesbeamte und fremde Diplomaten die Todesstrafe festsetzt, eingebracht werden. Erfreulicher­weise zeigen die Deutschen in den Vereinigten Staaten immer mehr das Bestreben, ihr Deutschtum auch in der neuen Heimat nicht untergehen zu lassen. Im Washingtoner Repräsentan­tenhause brachte Bartholdt( Missouri) eine Bill ein, wonach der, Nationalen Deutsch- Amerikanischen Allianz", die 1 500 000 Mitglieder zählt, Korporations­rechte verliehen werden sollen.

Auf der Weltausstellung in St. Louis sollte diesmal auch eine eigene Burenkriegsausstellung vorgeführt werden. Infolge eines Einspruches des britischen Botschafters in Washington hat jetzt die Leitung der Weltausstellung in St. Louis die Konzession für die Burenfriegsausstellung zurückgezogen. Der Botschafter erhob gegen Vor­führungen aus dem Kriege Einspruch, weil seiner Ansicht nach die Wiedergabe gewisser" Schlachtszenen die britische Armee lächerlich zu machen bestimmt war. Wenn die britische Armee sich nicht selbst in Transvaal lächerlich gemacht hätte, wie sollte eine Kriegsausstellung sie lächerlich machen?

Hof und Gefellschaft.

** Der Kaiser verläßt heute an Bord der Hohen­zollern" Neapel und geht nach Gaëta meiter. Gestern vor­mittag begab er sich an Bord des Flaggschiffes Sicilia" des italienischen Vizeadmirals Morin, hierauf auf den Panzer­freuzer Varese" und endlich auf das Panzerschiff Emanuele Filiberto", besichtigte die drei Schiffe und bedachte die Kom­mandanten und die ersten Offiziere mit Ordensauszeichnungen. Zur Begleitung des Kaisers hat sich auf der Hohenzollern" bis auf weiteres Geheimrat Professor Kehr eingeschifft. Inzwischen sind die Prinzen Eitel Friedrich, August Wilhelm und Oskar in strengstem Inkognito nach Neapel abgereist, um dort an Bord der Hohenzollern" zu gehen und ge­meinsam mit ihrem kaiserlichen Vater das Osterfest zu ver­leben. Ueber den weiteren Verlauf der Kaiserreise verlautet, daß der Kaiser Malta, Katania, Messina, Brindisi und Bari besuchen und dann nach Abbazia reisen werde, wo ein zwei­tägiger Aufenthalt vorgesehen ist und wo Kaiser Wilhelm und Kaiser Franz Josef zusammentreffen werden. Am 2. Mai d. J. wird die Rückkehr des Kaisers erfolgen. An diesem Tage, als am Tage der Schlacht von Groß- Görschen, wird einer alten Tradition gemäß, die Besichtigung der Bataillone des ersten Garde- Regiments zu Fuß in Potsdam durch den Monarchen stattfinden.

*** Der Großherzog von Oldenburg, der auf ber Rückreise von New York in Plymouth den Lloyddampfer Kaiser Wilhelm II." verlassen hatte und an Bord des von

der Auslandsreise Heimkehrenden Schulschiffes Großherzogin Elisabeth des deutschen Schulschiffsvereins gegangen war, um dasselbe als Protektor des Schulschiffsvereins auf der Fahrt nach der Weser zu besichtigen, ist gestern in bestem Wohlsein in Bremerhaven eingetroffen.

Aus dem Gerichtsfaal.

§ Der Bock als Gärtner. Vor dem Kriegsgericht der 9. Division in Glogan hatte sich ferner der Unteroffizier Wilhelm F. von der 2. Kompagnie des Infanterieregiments Str. 58 wegen einer ganzen Blumenlese von Strafdelikten zu verantworten. Es wurden ihn zur Last gelegt: Unter­schlagungen in 20 Fällen, Anborgen von Untergebenen in 30 Fällen, Mißbrauch der Dunstgewalt in 25 Fällen und Beleidigung eines Untergebenen und Betruges in je einem Halle. Der Angeflagte war gestandig. Er wurde wegen Be­muges in 16. Unterschlagung in 5, Mißbrauchs der Dienst­gewalt in mindestens 85 Fallen, sowie Beleidigung eines Untergebenen zu insgesamt mein Jahr Gefängnis, Degra­dation und Versetung in die zweite Klasse des Soldaten­standes verurteilt. F. ist nach Ansicht des Gerichts auch noch dringend verdächtig, einen seiner Kompagnie angehörenden Musketier S. zu einem Einbruchsdiebstahl in die Kantine an­gestiftet zu haben.

§ Ein jugendlicher Totschläger katte sich in der Person des kaum 17jährigen Handarbeiters Rose aus Kröstau vor der Strafkammer in Plauen i. V. zu verantworten. Der Angeklagte wurde beschuldigt, im Dezember v. Is. eine 62jährige Semmelausträgerin in der Nähe von Kröstau in räuberischer Absicht überfallen zu haben, indem er ihr zurief: Das Geld her, oder ich schlage dich Luder tot!" Als die alte Frau Hilferufe ausstieß, schlug sie der Unhold mit einem starken Eichenfnüttel zu Boden und schnitt der Bewußtlosen die Geldtasche ab. Einige Tage später verstarb die Ueber­fallene an den Folgen der erlittenen Hiebverlegungen. Der Nebeltäter, der bald darauf verhaftet wurde und ein offenes Geständnis ablegte, konnte wegen seines jugendlichen Alters nicht dem Schwurgericht überwiesen werden. Die Straf­fammer verurteilte ihn zu insgesamt zehn Jahren Ge­fängnis.

Nab und form,

Zu den Lütticher Bombenattentaten wird weiter ge meldet: Der nach dem ersten Bombenanschlag von Lüttich Jer schwundene französische Anarchist Albert Philippe wurde bel seiner Muter in der Passage Rodier zu Paris verhaftet. In einer ihm vorgelegten Photographie Lambins erkannte er sofort seinen Lütticher Genossen wieder. Es ist fast zweifel. los, daß Philippe an der Herstellung der Bombe für das Laurentsche Haus teilgenommen hat; da er jedoch fran zösischer Untertan ist, wird seine Auslieferung nach Belgien nicht erfolgen. Lambion, Gudefin, Boutet und Thomar wur­den genauen anthropometrischen Aufnahmen unterworfen. Die Vergangenheit Gudesins ist noch nicht ganz klar. Er wohnte früher in Clichy, und zwar angeblich als Färber, wurde im vorigen Jahr bei den französischen reitenden Jä­gern eingestellt, desertierte aber schon nach acht Tagen und erhielt von seinen anarchistischen Genossen Geld zur Flucht nach England. Er wandte sich jedoch nach Belgien. Lambin war seinerzeit Gehilfe bei einem Drogisten. Der bisherige Verlauf der Untersuchung hat wieder einmal bewiesen, von welcher Bedeutung es für die allgemeine Sicherheit ist, daß die Vorschriften über die An- und Abmeldung auch nur vor­übergehend an einem Orte sich aufhaltender Fremden streng gehandhabt wird.

Königinnen in der Volksküche. Königin Alexandra von England und Prinzessin Viktoria mit Suite erschienen dieser Tage unangemeldet in einer Volksküche in Ostend und dejeunierten für je vierzig Heller. Gleichzeitig meldet man aus Rom: Königin Elena und Prinzessin Viktoria nahmen infognito in der Volksküche einen Imbiß. Die hohen Göste berausgabten zusammen 45 Centesimi und, nachdem sie ihr frugales Mahl mit sichtlichem Appetit verzehrt hatten, ließen sie den Leiter der Anstalt zu sich berufen, gaben sich zu er­kennen und drückten ihm ihre besondere Zufriedenheit über die schmackhafte und reinliche Zubereitung der Speisen ars.

Erdbeben in Mexiko. Wie über New York gemeldet wird, haben in Mexiko zweitägige starke Erdbeben stattge= funden, anscheinend infolge der Tätigkeit des Vulkars Tolima, unweit dessen der Eigentumsschaden erheblich ist. § Ein sensationeller Mordprozeß nahm in Paris seinen Anfang. Ein gewisser Fred Greuling ist angeklagt, im Hotel­zimmer die Schauspielerin Popesco erschossen zu haben, nach­dem diese vermutlich den Entschluß fundgegeben hatte, das kurze Verhältnis zwischen ihr und Greuling zu lösen und den gemeinsamen Bekannten über Greulings Hochstapler­manieren die Augen zu öffnen. Auf der Zeugenbank sitt unter anderen Gregoriya Popesco, die Schwester der Er­mordeten, welche, furchtbar erregt, gegen den Angeklagten als erste Belastungszeugin vernommen wurde. Greulings Angabe, Fräulein Popesco habe Selbstmord begangen, wird bornehmlich durch die Tatsache entkräftet, daß eine Nagelfeile in ihrer rechten Hand aufgefunden wurde. Sie ist aber nach­weisbar nicht linkshändig gewesen. Greuling iſt ſorgfältig Jefleidet. Sein Verteidiger ist Henri Robert.

Abgelehntes Gnadengesuch. Der Hauptmann Falk von Schröter vom 107. Infanterieregiment in Reipzig, der im Beisigwalde bei Chemnitz den Leutnant Schubert aus Dresden im Duell durch einen Schuß in die Brust tötete und vom Kriegsgericht zu zwei Jahren Festungshaft verurteilt worden war, sollte vom Könige von Sachsen begnadigt worden sein. Wie jetzt bekannt wird, ist diese Nachricht unzutreffend. Der Verurteilte hatte zwar ein Gnadengesuch eingereicht, dieses ist jedoch vom König abschläglich beschieden worden.

Eifersuchtsorama. In Wolfenbüttel hat sich eine blutige Tragödie abgespielt. Der dortige Lehrer Grimm schoß aus den Kreiserefutor Kutschenreuter, der gerade von der Hoch­zeit seiner Tochter zurückkehrte, und verwundete ihn tödlich. Die Tat erfolgte aus Eifersucht gegen Kutschenreuter. Grimm beging gleich darauf Selbstmord.

Die Bestepidemic in Indien nimmt wahrhaft furcht­bare Dimensionen an. Wie aus Bombay gemeldet wird, raffte die Seuche in dieser Provinz in der letzten Woche vierzigtausend Menschen fort, 10 000 mehr als in der Woche vorher. Die Scheiterhaufen brennen Tag und Nacht. In Bombay selbst nahm die Sterblichkeit ab. Das heiße Wetter, vor dem die Pest zurückgeht, hat jedoch jetzt ein­gesetzt. Die Bevölkerung nimmt die Situation mit orien­talischer Gleichgültigkeit auf.

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Kunft und Wiffenfchaft. FD. Henrik Ibsen erhielt anläßlich seines 76. Gebur tages Gratulationen aus allen Gegenden der Welt. alte Dichter befindet sich auf dem Wege der Besserung, ab jede fernere Produktion Ibsens muß jetzt als definitiv ob schlossen betrachtet werden. Sein Zustand erlaubte ihm, be sönlich einige Gratulanten zu empfangen.

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RB. Ein Dichtergrab als Nationaleigentum. Infolge w Gerüchten, daß das Grab Heinrich v. Kleists, das sich Wannsee an der Stelle erhebt, wo er sich selbst den Tod' infolge von Parzellierungen zerstört werden sollte, erfar jetzt der Besitzer des Terrains, Prinz Friedrich Leopold Preußen, daß er die Grabstätte dem deutschen Volk Geschenk mache.

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OL. Ghrung deutscher Wissenschaft in Amerika. In Chico fand zu Ehren der dort zum Besuch eingetroffenen deuti Professoren Ehrlich, Kohler, Meyer, Delbrück und Herman welche Ehrengäste der Chicagoer Universität sind, im größt Auditorium ein Empfang statt, dem alle bekannten Deutsc von Chicago und Milwaukee beiwohnten. 600 Sänger und 100 auserlesene Turner wirkten mit. Der Lehrkörper r Universität geleitete die Ehrengäste auf die Bühne. Pr Lutting hielt die Eröffnungsrede. Der Festpräsident Rube betonte, die amerikanischen Hochschulen erkennten freudig Führerschaft Deutschlands auf dem Gebiete der frei Forschung an. Die für ihre Ideale kämpfenden Deuts Amerikaner jubeln denn auch heute dem Genius der deutschen Forschung zu, dem der Lorbeer der amerikanischen An fennung aufs Haupt gedrückt werde. Professor Hohlfeldt bon der Wiskonsiner Staatsuniversität erblickte in den da Ehrengästen von der Chicagoer Universität dargebrachta Huldigungen ein verheißungsvolles Anzeichen der kräftiga Entwickelung des höheren geistigen Lebens in Amerika.

Lokales.

29. März 1904. Nationaler Gesangswettstreit. Königl. Hoheit der Großherzog haben allergnädigst ge ruht, dem Maschinenbauer- Gesangberein zu Gießen für den von ihm veranstalteten Nationalen Gesangswett streit einen Ehrenpreis zu stiften.

*

** Standgericht. Der Musketier Zags der 2. Komp Inf. Regts. Kaiser Wilhelm" Nr. 116 wurde wegen Achtungsverletzung, Gehorsamsverweigerung zu 21 Lagen strengen Arreft verurteilt.

** Die von dem Eisenbahnfiskus im Stadtwalde bei Melsungen für den Aufenthalt von Eisenbahn­beamten bestimmte große Lungenheilstätte wird im Laufe des nächsten Monats fertiggestellt werden. Die Bau­zeit hat nahezu zwei Jahre betragen. Die Einweihung des Gebäudes wird voraussichtlich noch im Monat April ge schehen können.

* Die Einweihung und Eröffnung der Bahn­strecke Buzbach- Lich hat gestern am 28. März in ent sprechend feierlicher Weise stattgefunden. Der nachmittags 3.20 Uhr von Lich abgehende fahrplanmäßige Zug, als Sr öffnungszug bestimmt, wurde auf den Stationen von den aufgestellten Vereinen, der Schuljugend und der Ortsbevöl ferung begrüßt. Die im Zug mitgeführte Hanauer Ulanen­kapelle spielte. Außerdem haben die einzelnen Gemeinden an den Bahnhöfen Brezein an die Schuljugend verteilen lassen. Nach Ankunft des Zuges in Buzbach fand Festessen statt.

*** Der Schießplaz für das 18. Armeekorps zwischen dem Dhm- und dem Lumdatal in der Gegend von Homberg tam im Marburger Kreistage auch zur Sprache. Kreistagsmitglied Forstmeister Wolff gab an, daß die Ver­wirklichung des Projekts an den hohen Kosten scheitern könne, da bei der Anlage des Schließplag- s die beiden Ort schaften Wermertshausen auf der preußischen Sette und Rüddingshausen auf der Darmstädter Seite verschwinden müssen.

** Die Land poftfahrt Grüningen- Gießen wird vom 1. April ab wie folgt verkehren: 600 ab Grüningen, an 1020, 635 ab Steinberg, an 945, 735 an Gießen, ab 84. ** Der deutsche Feuerwehrtag, der bereits in vorigen Jahre in Mainz stattfinden sollte, aber vertagt werden mußte, wird nunmehr in den Tagen des 11.- 13. Septemb dort abgehalten werden.

* Zur Beachtung für Gewerbetreibend Das Verwaltungs-( Etats, Rechnungs-) Jahr der Staats­und Kommunal- Behörden schließt mit dem 31. März d. I. Es müssen eshalb die Rechnungen jetzt eingereicht werden, worauf wir die Gewerbe- und Handelstreibenden aufmert­sam machen.

*** In der ersten Sißung des Denkmalrates für das Großherzogtum Hessen, welche fürzlich in Darmstadt stattfand, wurden 3 ständige Ausschüsse, für jede Provinz ein Ausschuß, gewählt, welche die Beschlüsse des Denkmalrates vorzubereiten oder eventuell die an sie überwiesenen Angelegenheiten endgültig zu erledigen haben. In den Ausschuß für Oberhessen wurden gewählt die Herren Prof. Sauer- Gießen, Prof. Walbe, Prof. Kaußsch, Seh. Oberbaurat Hoffmann und Graf von Schlitz gen. Goerg. Etwa 120-150 Bauwerfe, welche in Privatbesiz sind, sollen in allernächster Zeit unter das Denkmalschutz­gefeß gestellt werden.

** Die unter dem Protektorate des Prinzregenten Luit­pold von Bayern in diesem Jahre stattfindenden Bühnen­festspiele in Bayreuth umfassen: Parsifal, der Ring des Nibelungen und Tannhäuser. Die Spielzeit dau ert vom 22. Jult bis 20 August.

** Bei der in Kürze erfolgenden Austeilung der Steuerzettel fommt es wieder vor, daß Personen, denen der Steuerbetrag zu hoch erscheint, einfach die Annahme des Zettels verweigern, oder letzteren in einem Umschlage an das Großh. Steuerfommissariat senden in dem guten Glanben, daß dadurch eine Herabseßung des Steuerbetrags bewirkt

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5033 21 7048 538 616 [ 1000] 9088 10221 5

97 775 815 1 13403 59 66 65 15042 48

[ 400] 678 725 18023 211 303 20027 84 [ 400] 996 220 809 925 24183 25074 3

73( 409) 78 93 96 29203 59 30077 32123 208 52 643 57 792 93

35048

547 767[ 400

[ 3000] 43 45 40221

14[ 400] 661

121 770 441 45123 [ 400] 47031 91 594 885 9 50056 [ 1000] 779 8 53063 72 314

704 65[ 400] 55312 57305 416[ 10 526 44 78 829

60084 2

65004 31

116 246[ 1000 354 400] 57 82 400 6407 878 79 935 67 852 69086 103 70410 568 442 76[ 400] 80 75079 25 400 995 7710 98( 1000) 578 68 21( 1000)

80061 24 [ 400] 82153 2

499 505[ 1000] 350 77 91

85105 7

608 52 87063 71[ 400] 893

90118( 1 92035 155 277 986 94034 14

97861 953 140

95052 3