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Lokales.

27. Januar 1904.

** Kaisers Geburtstag ist in Gießen Programm­gemäß verlaufen, trug aber im allgemeinen einen mehr militärischen Charakter. Der Kriegerverein hatte den Geburtstag des Kaisers schon, wie mitgeteilt, am Sonntag gefeiert, so daß sich die Feier gestern im wesentlichen auf das Militär beschränkte. Die Studenten feierten innerhalb der Korps und Verbindungen im Klubhaus. Offizier- Korps feierte den Geburtstag ihres obersten Kriegs­herrn und Regimentschef durch ein Festessen im Kassino, während die Mannschaft in verschiedenen Lokalen durch Theater, Unterhaltung und Ball in verschiedenen Lokalen der Stadt bis zum hellen Morgen in herkömlicher Weise feierte.

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Zu unserer gestrigen Nachricht aus der Alice- Koch­schule in Darmstadt liegt weiter vor: Außer dem 38 Jahre alten Fräulein Bernau, dessen Tod Dienstag mittag erfolgte, ist auch die Leiterin des Instituts, die 34 Jahre alte Lehrerin Fräulein Goering, gestern morgen ein Opfer der durch den Genuß verdorbener Bohnen verursach­ten Vergiftung geworden. Ferner ist gestern Mittag das Rind einer Familie Bernius gestorben. Den drei Todes­fällen gesellen sich mehrere schwere Erkrankungen zu. zwei Gemeindeschwestern Agnes und Marie sind im Diafo­nissenhause und eine Frau Gauf im städtischen Krankenhause untergebracht. Ein Fräulein Schleuning und Herr Hof­photograph Weimer sind ebenfalls nicht unbeder klich erkrankt. In mehreren Familien sollen Mitglieder an Vergiftungser­scheinungen darniederliegen. Der Umfang des ganzen Un­Der Unfang des ganzen Un­glücks ist noch nicht völlig festzustellen, da nicht nur zahl­reiche Mittagsgäste am vergangenen Samstag von der giftigen Speise genossen haben, sondern auch sich viele Fa­milien ihre Mahlzeiten in dem Institut holen zu lassen pflegen. Der Staatsanwalt ist mit der Untersuchung der Angelegenheit beschäftigt und sucht nach Ueberresten des In­halts der Konservenbüchse, aus der die Bchnen stammten. Die Alicekochschule gilt allgemein als sehr zuverlässig und sorgfältig geleitet.

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** Stadttheater Gießen. Die morgige Novität von Volkmar Böhme, das Lustspiel Fellner& Co.", geht als 13. Freitags- Abonnementsvorstellung in Szene. Das Lustspiel hat bereits in Koblenz und anderen Theatern in den letzten Wochen bei einer überaus freundlichen Aufnahme seine Feuerprobe bestanden. Der Gießener Premiere dürfte voraussichtlich der in Wiesbaden ansässige Autor beiwohnen. Das Werk ist sorgfältig vorbereitet und mit den ersten Schauspielfräften bes Bt.

h. Die hessische Landeshypothekenbank schlägt 2 pCt. Dividende sowie die Erhöhung des Aktien­fapitals von 4,600,000 auf 9 Mill. Mark vor.

** Die diejährige Aufnahmeprüfung am Seminar für Volksschulehrerinnen in Darmstadt findet am 24. und 25. März statt. Gesuche um Zulassung sind mit den vorgeschriebenen Zeugnissen und Anlagen bis zum 1. März an die Direktion der Anstalt( Hermannsstraße 47) zu richten.

** Der Sängerfranz- Gießen beabsichtigt, den am 30. Januar in der Turnhalle stattfindenden Maskenballe den Charakter einer Bauern- Kirmes der Gießener Umgegend zu geben.

** Gestern Abend gegen 9 Uhr entstand in einem Keller des Hauses Neuenbäue 5 in Gießen ein Keller­brand, welcher jedoch alsbald gelöscht wurde, so daß hier­durch ein erheblicher Schaden nicht entstand.

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Unfall. Gestern Vormittag nach der Parade des Regiments folgte der Fahnenkompanie durch die Nordanlage in Gießen eine große Schaar Kinder, wobei ein Schüler in einen offnen Schacht des durch die Nordanlage führenden Schoorgrabens, in welchem gearbeitet wurde, fiel, sich jedoch nicht erheblich verlegte. Der Schacht war abgesperrt.

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Israel. Religionsschulwesen im Groß­herzogtum Hessen. Das Großh. Ministerium plant die definitive Anstellung ist. Religionslehrer, welche ein den Volksschullehrern gleiches Gehalt beziehen und dieselben| Rechte genießen sollen, sobald sie wöchentlich 20 Stunden Religionsunterricht erteilen. Die nötigen Mittel sollen von den Gemeinden, die zu dem betreffenden Bezirk gehören, aufgebracht werden.

** Deutschland zur See. Der Traum unserer Bäter ist Wirklichkeit geworden, es gibt ein Deutschland zur See. Freudiger Stolz läßt die Herzen höher schlagen, die unsere mächtigen Schiffe auf den grünen Wogen der Heimat­meere schauen. Tausende aber, die durch Wort und Tat und treue Gesinnung am Bau unserer Flotte mitwirkten, werden ihr Leben lang im Binnenlande festgehalten. Ihnen bietet der Rinnematograph im Dienst des Deutschen Flotten- Vereins Ersatz, indem er im lebenstreuen Bilde die prächtigen Kolosse in voller Fahrt, einzeln und in Geschwadern, nach fernen Küsten eilend oder manöverierend vorführt. Ebenso zeigt er das Leben an Bord, die Aug­bildung der Mannschaft in ernster, heißer Arbeit und ihr fröhliches Beisammensein in den Mußestunden. In der großen Aula der Universität findet, veranstaltet von der Gießener Vereinsgruppe des Flottenvereins, an den vier Zagen vom 11.- 14. Februar die Vorführung des Sinnematographen des Deutschen Flottenvereins statt und war on jedem dieser vier Tage drei Aufführungen von 2-3 Uhr, von 5-6 Uhr und von 8-9 Uhr. Die Nach mittags- Vorstellungen sind für Schüler und Schülerinnen der Lehranstalten veranstaltet. Die Abendvorstellungen für Er­wachsene bestimmt.

+ Ehringshausen( Kreis Weẞlar), 27. Jan. Hier wurde mit den Vorarbeiten zur Errichtung eines Eisen­

BOUILLON- KAPSELN

Etablissements begonnen. Mancher Arbeiter von hier, der seither im Westfälischen sein Brod verdienen mußte, wird dadurch Gelegenheit finden, in der Heimat seinem Erwerbe nachzugehen.

Wetterfeld, 27. Jan. Dieser Tage starb der älteste unserer Ortsbürger, Forstwart und Bauaufseher Wingefeld, im 87. Lebensjahre.

+ Nieder- Ofleiden, 27. Jan. Unser Bürgermeister Böckner, der schon im 74. Lebensjahre steht und sich großer Wertschäzung erfreut, wurde vor 14 Tage plötzlich schwer frant; die Amtsgeschäfte führte in seiner Vertretung der Bei­geordnete Schmidt ebenfalls mit der größten Zufriedenheit der Orteinwohner. Jetzt ist unser Ortsoberhaupt wieder auf dem Wege der Besserung und seine volle Genesung ist der Wunsch aller Einwohner.

+ Nieder- Ofleiden, 26. Jan. Die alljährliche Gene­ralversammlung unseres Krigervereins fand am verflossenen Samstag Abend im Kriegervereinslokale statt und wurde im Anschluß hieran der Geburtstag Sr. Majestät unseres Kaisers gefeiert, bei welcher Gelegenheit auf unseren Wunsch der Verbandsredner der K.-K. Hassia, Lehrer Volk von Schadenbach einen äußerst interessanten Vortrag über Friedrich den Großen von Preußen und sein ſegensreiches Wirken" hielt, welcher den ungeteilten Beifall der ganzen Versammlung fand. Am Schluß gedachte er in beredten Worten der großen Verdienste unseres Kaisers und das ge­einte Vaterland, wie derselbe namentlich rastlos bestrebt sei, und wie es ihm ein whres Herzensbedürfnis sei, sein Volk seine ganze Lebenskraft dem Wohl des Vaterlandes zu opfern glücklich machen zu dürfen. Sein Geburtstag sei ein hoher patriotischer Gedenktag geworden. In das auf den Kaiser ausg.brachte" Hoch" stimmte die Versammlung begeistert ein. Nach dem Gesang verschiedener patriotischen Lieder hielt Herr Lehrer Volt noch einen fleinen Vortrag über den ruhmvollen Anteil der hessischen Division am Kriege 70-71 und verbreitete sich besonders über ihre schwere und äußerst kritische Lage bei Verville, Orleans und Briar und zeigte, wie die Hessen hier heldenmütig gerungen und die ihnen ge= stellte Aufgabe rühmlich gelöst hätten, wobei er ganz besonders des uns allzufrüt, entrissenen Führers der Division, Groß­Herzog Ludwig IV. in treuer Anerkennung seiner großen Verdienste gedachte. Er wies schließlich auf die großen Opfer des Krieges hin und ermahnte zur Treue und Einigkeit. Hierauf gedachte der zu unserer Freude anwesende Bezirks­vorsitzende Friedrich von Bleidenrod unseres geliebten, so schwer heimgesuchten Großherzogs, des Förderers unserer Bestrebungen und brachte auf ihn ein lebhaft aufgenommenes Hoch aus. Nachdem der Herr Präsident Klein den beiden Herren für ihre große Mühe gedankt hatte, begann der ge= mütliche Teil der Versammlung, in welcher verschiedene Herren, namentlich Herr Lehrer Volk die Versammlung durch humoristische Erzählungen ergößte. Es war eine Feier wie sie nicht schöner gedacht werden kann. Möge es Herrn Lehrer Volt vergönnt sein, noch recht oft zu uns zu kommen, er wird hier stets aufmerksame Zuhörer finden.

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Gelnhausen, 27. Jan. Hier starb im Alter von 46 Jahren der Bauunternehmer Johannes Megler, der Er­bohrer des Soolsprudels und Errichter des provisorischen Soolbades Gelnhausen.

< Schlüchtern. Der Landwirt Falf in Herolz glitt, als er an einem mit Stämmen beladenen Wagen an der vorderen Bremse schrauben wollte, so unglücklich aus, daß er unter den Wagen fiel und ein Rad über seinen Leib ging. Wie verlautet, soll die Verlegung lebensgefährlich sein.

Friedberg, 25. Jan. Gestern nacht spielte sich hier eine wüste Szene ab und nur durch die schnell zu Hilfe tommende Polizei wurde ein größeres Unglück verhütet. Zwei Burschen famen aus einem Tanzlokal, in welchem sie einen Streit provoziert hatten, der sich bis auf die Straße fortsette. Im Anschluß hieran tamen sie nach dem Bahnhof, wo sie einen jungen Mann mißhandelten und mit Totstechen und Totschießen bedrohten. Die beiden Erzedenten sind aus Obermörlen und aus Bad- Nauheim.

Marburg, 27. Jan. Heute Nachmittag starb hier der Geh. Rat Professor Dr. Heinrich Lehmann, einer der namhaftesten deutschen Juristen der Gegenwart. Sein Tod bedeutet ein schwerer Verluft für unsere Universität. Geboren wurde er im Jahre 1852 in Kiel als Sohn des aus der Erhebungszeit Schleswig- Holstein bekannten Advo­katen Theodor Lehmann. Nachdem er in Greifswald, Heidel­berg und Berlin studiert hatte, habilitirte er sich im Jahre 1882 in Göttingen als Privatdozent. Er folgte cann im Jahre 1888 einen Ruf als außerord. Professor nach Gießen, von wo er im Jahre 1879 einen Ruf als ord. Professor nach Marburg folgte.

§§ Kastel, 26. Jan. Bei einer hier vorgenommenen Milchrevision wurde Milch mit Beschlag gelegt, die fast aus vollständig reinem Wasser bestand.(!)

× Frankfurt a. M., 27. Jan. Auf einer hiesigen Brauerei, wo er mit Eisabladen beschäftigt war, wurde der Maurer Leonhard Daum aus Walldorf verhaftet, der im Verdacht steht, den Schlosser Stein im hiesigen Stadtwald ermordet und beraubt zu haben.

§ Frankfurt a. M., 27. Jan. Polizeipräsident Frhr. v. Müffting hat seinen erbetenen Abschied zum 1. Februar bewilligt erhalten. Zugleich hat ihm der Kaiser den Roten Adlerorden 2. Klasse mit Eichenlaub verliehen. Ueber die Person seines Nachfolgers weiß man noch nichts Bestimmtes. Die Entscheidung liegt beim Katser.

Frankfurt, 27. Jan. Heute vormittag 8 Uhr fand man den 20jährigen Konfektionszeichner Emil Palitis aus Berlin, der im Hause Hafenstraße 40 wohnte, in seinem Bette tot auf. Das Aussehen der Leiche läßt auf Tod durch Vergiftung schließen. Ob Selbstmord oder Unfall vorliegt. wurde bisher nicht festgestellt.

§ Mainz, 27. Jan. Im hiesigen Krematorium wurden von den 95 Nischen der Urnenwand 28 im Jahre 1903 verkauft, ebenso wurden an Begräbnisstätten im Urnenhain 10 in Anspruch genommen.

(!) Darmstadt. 27. Jan. Das Befinden des Prinzen Franz Ludwig von Battenberg, der schon längere Zeit an den Folgen eines Magenleidens und einer Operation litt, hat sich in der vergangenen Nacht wesentlich verschlimmert. Heute wurde ein Professor von Heidelberg telegraphisch herbeigerufen.

Aus dem Gerichtssaal.

Straffammer.

Gießen, 26. Januar 1904. Der Dienstknecht Wilhelm Heimpel von Liederbach hat in angetrunkenem Zustande beleidigende Aeußerungen gegen den Kaiser und Großherzog ausgestoßen. Er wird dafür zu einer Gefängnisstrafe von 2 Monaten verurteilt.- Der vielfach vorbestrafte Taglöhner Heinrich Frey von Dau­bringen erschwindelte sich von mehreren hiesigen und auch auswärtigen Leuten kleinere Geldbeträge. Bei seiner Ver­haftung gab er einen falschen Namen an; auch wird ihm nachgewiesen, daß er gebettelt hat. Urteil: 4 Monate Ge­fängnis sowic 1 Woche und 14 Tage Haft. Der Lehrer Wilhelm Bechthold von Glauberg ist angeklagt bei einem Schüler das Züchtigungsrecht überschritten zu haben. Er wird zu einer Geldstrafe von 50 Mt. verurteilt. Der in Darmstadt als Hausbursche beschäftigte Heinrich Eichenauer von Stockhausen hat in der Wohnung seines Vaters, ein dem Dienstmädchen Helene Schwarz gehörigen Geldbe­Lauterbach zu 2 Tagen Gefängnis verurteilte. Auf seine trag von 70 Mf. entwendet, wofür ihn das Schöffengericht Berufung wird dieses Urteil aufgehoben und der Angeklagte freigesprochen, da nicht nachgewiesen ist, daß der Angeklagte bewußt rechtswiedrig gehandelt hat.- Zum Schlusse nimmt

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der Fellhändler Israel Klebe von Gießen, seine Berufung, die gegen ein Eifenntnis des hiesigen Schöffengerichts ge­richtet ist, das ihn wegen Uebertretung einer Polizeiverord­nung zu drei Mark Geldstrafe verurteilte, vor Eintritt in die Hauptverhandlung zurück.

Hotz Versteigerungen.

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Grünberg. Diontag den 1. Februar werden aus den Distriften Koppe, Klösgesrod, Niederholz, Bettenwald, Pfaffen­loch, Buhaag und Krummstrauch der Forstwartet Harbach bersteigert: Stämme: 36 Eichen 7 Fm., 2 Buchen= 0,09 Fm.,( Wasserwüchse zu Steinhauerttöpfel geeignet), 224 Ficht. gleich 131 Fm., 56 Kiefern 27 Fm., 2 Lärchen= 0,7 Fm. Derbstangen: 31 Eichen= 0,87 Fm., 1 Buche= 0,03 Fm., 12 Fichten 0,29 Fm. Zusammenkunft vorm. halb zehn Uhr im Distrikt Koppe bei Göbelnrod bei Stamm 62. Dienstag den 2. Februar bei Wirt Max Becker in Belters­hain vorm. 9 Uhr aus den Distriften Steinweg, Beltershainer Wald, Steinkaute, Kaulhain, Vörninger Berg, Ochsenstall, Hoherod, Laubachskopf, Grauer Berg und Espe der Forst­wartei Reinhardshain Scheiter Rm.: 361 Buche, 32 Birfe, 59 Eiche, 35 Fichte, 87 Kiefer, 14 Aspe, 8 Erle; Knüppel Rm.: 144 Buche, 4 Birke, 84 Eiche, 75 Fichte, 93 Kiefer, 4 Lärche, 17 Aspe; Reisig Rm.: 775 Buche, 38 Birke, 522 Eiche, 146 Fichte( hierunter 34 Rm. in ganzer Länge), 36 Kiefer, 70 Aspe; Stöcke Rm.: 73 Buche( hierunter 2 Rm. brennklein), 6 Burke, 31 Eiche, 127 Fichte, 25 Kiefer. Die Nummern des zur Versteigerung kommenden Holzes sind blau unterstrichen.

Londorf. Freitag den 29. Februar werden versteigert aus Distrikt Noll u. Märzacker: Scheiter Rm.: Buche 246 I klosse( worunt. 14 Km. Wertholz), 14 II. AI., Eiche 2, Nadel- Rundscheit 1, Aepe 2; Knüppel Rm.: Buche 57 I. Al., 1 II. AI., Eiche 19, Nadel 2, Aspe 1 II. Kl.; Reiser Rm.: Buche 386, Eiche 84, Aspe 2; Stöcke Rm.: Buche 71, Eiche 17, Lärche 1. Zusammenfunft vorm. 114 Uhr auf der Straße Appenborn- Weitershain an der Abfahrt in den Distrikt Noll. Näh. Auskunft erteilt Forstwart Leyerer, Odenhauſen.

Marktberichte.

Gießen, 28. Januar. Auf dem heutigen Wochenmarkt fofteten Butter per Pfd. 0.90-1.00 Met., Hühnereter 2 Stüd 16-20 Pfg., Enteneter St. 8 Pfg., Käse per St. 6-8 Pfg.. Käsematte 2 St. 5-6 Bfg., Erbsen per Liter 21 Pfg., Linien per Liter 32 Big., Tauben per Paar

. 0.80-1.00, Hühner per Stüd Mt. 1.30-1.40, Hahnen, per Stüd 0.80-1.70, Enten per Stüd 1.70-2.20, Gänje per Pid. 65-70 Pfg., Ochsenfleisch per Bfd. 68-78 fg., Rindfleisch per Pfd. 62-66 Bfg. Schweinefleisch per Pfd. 66-76 fp. Schweine­fleisch gesalzen per Pfund 0.80 Bfg., Kalbfleisch per Pfd. 70-70 Bfg., Hammelfleisch per Pfd. 56-74 Pfg., Kartoffeln pro 100 Kilo 5.5 0-6.00 it., Zwiebeln per 3t. Mt. 4.50-5.00, Aepfel per Ce ntner 16-20 Mt. Milch der Liter 18 Pfa. Dauer der Marktzeit bo n 8 Uhr morgens bis 2 Uhr Nachmittags. Gegenstände des Wochenmarktverfebre dürsen vor Beginn der Marktzeit übeerhanp ni dt, und während der ersten drei Stunden der Marktzeit im Um­he rziehen seilgeboten werden.

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* Frankfurter Hen- und Strohmarkt vom 26. Januar.( Amtliche Notierungen.) Heu per Ztr. 3.00-3.60 Mt., Stroh per 3tr. 1.70-2 25 Mt.

Verantwortlich: für den politischen und Inseratenteil: Albin Klein für das Lokale, den Gerichts" und" Oeffentlichen Sprechical": Fr. Oppermann

Arbeitsnachweis der Stadt Gießen. Gartenstraße Nr 2( Bürgermeisterei­gebäude) Zimmer Nr. 14.

Es können eingestellt werden:

1 landwirtschaftlicher Knecht, 1 landwirtschaftliche Magd, 1 Schmied, 1 Küfer, 1 Metzger, 1 Friseur, 1 Buffets fräulein, 1 Küchenmädchen, 2 Köchinnen, 10 Dienstmäd­chen gegen hohen Lohn für hier und auswärts.

Lehrlinge: 1 Schlosser, 1 Spengler, 1 Fein­mechaniker, 1 Mechaniker, 1 Kaufmann, 1 Bäcker. Es suchen Arbeit:

1 Schmied, 1 Spengler, 2 Buchbinder, 3 Schreiner, 1 Metzger, 1 Schneider, 2 Lackierer, 1 Schriftsezer, 1 Kassierer, 4 Fahrburschen, 6 Hausburschen, 1 Dienst­mädchen( Aushilfe), 3 Lauffrauen, 3 Bureaugehilfen. Lehrlinge: 1 Schreiner.

á 10 und 15 Pfg, jede 2 Einzelportionen enthaltend, sind besonders praktisch, weil stets gebrauchsfertig und geben eine bessere

MAGGI'S BOUILLON KAPSELN Fleisch- oder Kraftbrühe, als andere ähnliche Präparate. Stets zu haben bei Gustav Walter, Mäusburg 13.