Einrichtung von einstweiligen Arbeitsstätten( Wanderarbeitsstätten) in Verbindung mit Arbeitsnachweisen geregelt wird. Dies Gesetz soll aber nur für die Provinzen in Kraft treten, deren Vertretungen dies beschließen.
Nab und Fern.
† Die Ueberschwemmungen in einem großen Teile Deutschlands dauern weiter bedrohlich an. Jetzt sind auch die Fulda und die Weser aus ihren Ufern getreten und haben die Nicderungen weithin unter Wasser gesekt. Aus Oberschlefien wird ein Steigen der Oder gemeldet. In Ratibor beirung der Wasserstand heute früh 4,73 Meter. Auch die Oppa, Disc, Klodnik und Hozenplotz steigen bedenklich. Insolge des anhaltenden Regens ist auch der Obermain wieder über seine Ufer getreten.
Zu der furchtbaren Katastrophe am Huangho, dem Gelben Fluß, bei Tsinanfu, wo durch einen Dammbruch Hunderte von Menschenleben verloren gingen, bemerkt ein Kenner der einschlägigen Verhältnisse: Daß„ Chinas Kummer", der Gelbe Fluß, über die Ufer tritt, ist nichts Seltenes und mit Naturnotwendigkeit immer wieder zu erwarten. Die Fluten des Huangho führen Löß in reicher Menge, von dem sich ein großer Teil noch im Flußlauf selbst ablagert, wenn bei desien Eintritt in die Ebene sich das Gefälle verringert. Dadurch erhöht sich fortdauernd das Bett des Gelben Flusses, und während sonst ein Fluß in den Boden eingeschnitten zu sein scheint und mit seinem Wasserspiegel unter dem umliegenden Rande zu fließen pflegt, wächst das künstlich eingezwängie Bett des Huangho stetig empor. Geben die Dämine an einer Stelle nach, so stürzt die Wassermasse von oben herab mit starfem Gefälle in die dicht bevölkerte Ebene, wo sie Städte und Dörfer vernichtet und unsägliches Unheil anrichtet. Of behält der Fluß dann den neuen, bequemeren Lauf bei.
Eine Grubenkatastrophe ereignete sich bei Aldwark ( englische Grafschaft York.) Infolge Reißens eines Förder. seiles wurden 6 Mann getötet und mehrere verletzt.
Die Hinrichtung des Matrosen Köhler hat gestern in Aurich stattgefunden. Die Erekution wurde durch den Scharfrichter Engelhardt aus Magdeburg vollzogen. Mohler hatte, wie erinnerlich, in der Nacht vom 15. zum 16. Nobember 1902 an Bord des damals im Piräus liegenden Stationsschiffes Loreley" den ihm vorgesetzten Oberfeuerwerksmaaten Unteroffizier Biedriski, ermordet und die Schiffskasse beraubt.
Mord und Selbstmordversuch. In einen Berliner Gasthof tötete der aus Königsberg in Preußen zugereiste. 24 Jahre alte Kaufmann Gustav Markgraff seine Geliebte durch einen Revolverschuß. Darauf versuchte sich Markgrafi selbst zu töten; er wurde aber noch lebend in cin Krankenhaus gebracht.
Bunte Chronik. Mit einer Schuldenlast von über zwei Millionen Mark, die infolge des letzten Kurssturzes cntstanden sind, flüchtete aus Berlin der Bankier Frizz Meyer.
Durch einen Lawinensturz wurden bei Domodossola vier Arbeiter, ein Italiener und drei Schweizer, verschüttet.
Hus dem Gerichtsfaal.
§ Soldatenmißhandlungen acht Fällen wurden dem Unteroffizier Heidrich vom Inserieregiment Nr. 177 zur Last gelegt. Einer der Mißhandriten, der Rekrut Kopp, war aus dem Kasernenfenster gesprungen und schwer verlegt mit zerschlagenen Gliedern liegen geblieben, so daß es fraglich ist, ob er wieder gesund werden wird. Heidrich wurde zu drei Monaten Gefängnis verurteilt.
A Naubmord an einem Soldaten. Einem Raubmord zam Opfer gefallen ist der Soldat Born aus Lindenberg be: Seustadt a. H. Born, welcher einen kurzen Urlaub in sciner Heimat verbracht hatte, kehrte mit einer größeren Barsumme bersehen nach der Garnison Saargemünd zurück, wo er noch an demselben Abend an einem Tanzvergnügen teilnahm. Am anderen Morgen wurde seine Leiche in der Saar treibend bemerkt und bald darauf geborgen. Nachdem ursprünglich behördlicherseits ein Selbstmord als vorliegend erachtet wurde, sind jetzt zwei übelbeleumdete Mädchen und deren Buhälter unter dem dringenden Verdacht verhaftet worden, den Soldaten ermordet und beraubt zu haben.
8 wegen Makhandlr g des Leutnants Bruns wurde in Köln der Kaufmann Theodor Steiner zu 200, der Kaufmann Alphons Dahlhausen zu 80 Mark Geldstrafe verurteilt. Der Reedereibesizer Drescher wurde freigesprochen. Es handelt sich dabei um eine Prügelszene in Monopolhotel, bei welcher Leutnant Bruns hart mitgenommen wurde.
Vermilchtes.
A[ Papst Pius als Erbe] Eine in Mailand verstorbenc Frau Giuseppina Reina hat dem Papst ihr Landgut vermacht, das einen Wert von 250 000 Lire repräsentiert.
[ Die Somnambule als Tänzerin.] In München macht gegenwärtig die Schlaftänzerin Frau Madeleine G. Sensation, eine Somnambule, die im Zustande des magnetischen Schlafwachens die Fähigkeit erhält, musikalische Eindrücke und dramatische oder andere Suggestionen in erstaunlich lebensvolle und reiche Geberdensprache unzusehen. In ihrer ſtreng- rhythmischen Tanzinterpretation der Musik tritt sie in unmittelbare Konkurrenz mit der Duncan, was or auch einen aktuellen Erfolg sichert. Frau G. ist eine aus Tiflis gebürtige Russin, die mit Mann und Kindern in guten Verhältnissen lcbt und mit ihren Darstellunge:-nigstens vorläufig - kein Geld verdienen, sondern nur fünstlerisch erfreuen und anregen will. Ihre merkwürdige Veranlagung wurde von dem Pariser Magnetopathen Magrın anlaßlich einer Behandlung entdeckt. Sie tritt nur in geschlossenen Gesellschaften auf.
Das Neueste aus den Witzblättern. Angst. Ich möchte deinem Bräutigam auch einmal ein paar Zeilen schreiben, Rosa!"- Um Gottes winen nicht, liebe Mamader ist Graphologe!"
Er kann nicht genug kriegen. Tourist( auf dem Gipfel eines 4000 Meter hohen Berges, zum Führer):„ So, nun gestatten Sie, daß ich mich ein bißchen auf Ihre Achseln Stelle?"
Auf der Lokalbahn. Passagier( ungeduldig): " Ja, zum Teufel, geht der Zug bald ab oder bleiben wir über Nacht da?" Schaffner( gemütlich):„ Mir is gleich!"
Auch eine Begleitung. Richter:" Haben Sie damals den Angeklagten allein oder in Begeitung gesehen?" Beuge( Bauer): Ja, sein' groß'n Stecka hat er bei eahm B'habt!"
Hessischer Landtag.
Darmstadt, 23. Februar 1903. Erster Präsident Haas eröffnet die Sigung um 10 Uhr
15 Min.
Finanzminister Gnauth beantwortet zunächst die Anfrage der Abg. Reinhart und Gen., die Bahn Buzbach- Lich betreffend, dahin, daß nach Lage der Sache eine Kürzung des Staatszuschusses nicht in Frage fomme. Er bestätigt, daß der Abg. Jouß von der Firma Lenz u. Co. für Unterbringung der Bahnaftien tatsächlich eine Provision von 33000 Mark erhalten hat und zwar vor der Verwilligung des Staatszuschusses. Abg. Jouz stellt fest, daß er nichts getan habe, was er als Geschäftsmann nicht hätte tun dürfen. Die Interpellation sei sensationell aufgebauscht. Durch den Bahnbau Buzzbach- Lich habe er sein Vermögen aufs Spiel gesetzt, um Tausenden von Menschen zu helfen. Auch andere Abgeordnete hätten Einnahmen aus der Landwirtschaft bezogen. Auf Antrag des Abg. Reinhart wird die Besprechung der Interpellation ausgesetzt, bis die Antwort der Regierung gedruckt vorliegt.
Hierauf wird die Spezialberatung des Staatsvoranschlags bei Kapitel 41, Volksschulen, fortgesetzt. Abg. Dr. David begründet in längeren Ausführungen die Forderung, die Volksschullaften auf den Staat zu übernehmen und die Lehrmittel kostenlos zu liefern. Ministerialrat Dr. Eisenhuth bezeichnet die Forderungen des Abg. Dr. David als undurchführbar. Abg. Wolf ist ebenfalls dieser Ansicht und bekennt sich als Gegner eines übertriebenen Nebenverdienstes der Lehrer.
Abg. Schlenger regt die Verwendung der geprüften Handarbeitslehrerinnen auf dem Lande an, während Abg. Reinhart die Gehaltsverhältnisse der israelitischen ReligionsMinisterialrat Dr. Eisenhut erwiedert lehrer bespricht. beiden Rednern, daß die Regierung in beiden Richtungen Versuche angestellt hätte. Nach weiteren Ausführungen des Abg. Dr. David und Ministerialrats Dr. Eisenhuth wird das Kapitel bewilligt. Weiter werden genehmigt Rapitel 56, Landes- Hospital Hofheim, 57, Landes- Frrenanstalt, 58, Anstalt für Blödsinnige„ Alicestift" in Darmstadt, 58a, Provinzialsichenanstalten, 59, Heil und Pflegeanstalten für epileptische Kinder und Jugendliche in Nieder- Ramstadt, 59a, zur Förderung der Wohnungsfürsorge für Minderbemittelte, 60, Abwehr und Unterdrückung von Viehseuchen, 61, Sterbequartale, 62, Invaliden- Versorgung, 63, Armenpflege, 64, Staatsunterstüßungsfasse, 65, Fonds für öffentliche und gemeinnüßige Becke, 66, Bankbesoldungsfonds, 67, Organe für Unfall- und Invaliden- Versicherung und 68, Arbeiter- Kolonie und Arbeitsnachweis, zumeist ohne Debatte. Hierauf tritt Vertagung auf Mittwoch ein.
Lokales.
24. Februar 1904.
** Zweite Kammer. Die Abgg. Weidner und Gen. beantragen:" Hohe Kammer wolle beschließen, Großherzogliche Regierung zu ersuchen, den Großherzoglichen Förstern und Forstwarten die Ausübung und Teilnahme an Privatjagden jeglicher Act, unter Benußung der denselben zu ihrem Dienstgebrauch zustehenden abgabenfreien Waffenpässe zu versagen". Der Abg. Leun schlägt Herabsehung der Stemgelgebühren für die Ortsgerichte vor.
*** Der Ausschuß für die diesjährigen Gesellenprüfungen tagte gestern Nachmittag in Gießen und haben die Mitglieder von den einzelnen Gewerben passende und der Zeit entsprechende Gesellenstücke in Vorschlag gebracht. Der engere Ausschuß hat dadurch eine Direktive bekommen, was er den einzelnen Prüflingen zur Aufgabe stellen tann. Die Versammlung unter dem Vorsiz des Herrn Baumeister Traber, verlief sehr anregend.
** Die Zahl der sich zum Finanzexamen 1. Rate gorie vorbereitenden Kandidaten ist in den lezten Jahren bedeutend gestiegen. Die Folge davon ist, daß die Stellen für Finanzaspiranten immen rarer werden, sodaß leßteren nichts anders übrig bleibt, als Stellen der 2. Kategorie oder sogar Schreibgehülfenstellen an Steuerkommissariaten anzunehmen, wenn sie nicht außer Verwendung monatelang zu Hause sizen wollen. Es ist daher allen, welche beabsichtigen sich zum Finanzexamen 1. Kategorie vorzubereiten, geraten, sich vorher an zuständiger Stelle über den Stand der Berhältnisse zu erfundigen.
** Verkehrsverein Gießen, E. V. Auch an dieser Stelle sei nochmals darauf hingewiesen, daß die ordentliche Generalversammlung heute, Mittwoch, Abend 8% Uhr im Café Ebel stattfindet. Zahlreicher Besuch der Mitglieder ist sehr erwünscht.
RB. Wechsel auf Leitelshain und Neukirchen a. d. Pleiße( Nachbarorten von Crimmitschau) werden von jeßt ab von der Reichsbank angekauft oder zum Einzug übernommen. Sie sind an die Reichsbanknebenstelle zu Crimmitschau zu gerieren.
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Ueberblick über die Gemeindesteuergesetzgebung der Nachbar
staaten, namentlich von Preußen, Bayern, Sachsen und verwies auf die Notwendigkeit, in Hessen unter Rücksichtnahme auf die Verhältnisse der Nachbarstaaten vorzugehen, um nicht den Wegzug von Gewerbetreibenden und Kapitalisten aus hessischen Gemeinden nach den Nachbarstaaten zu fördern. Sodann ging Redner zu einer kurzen Darstellung des neuen Gesezentwurfes über und bemerkt, daß bei aller Anerkennung der klaren und einfachen Gliederung des Entwurfs doch eine Reihe von Bedenken aufzuwerfen seien, namentlich be= züglich der Gewerbe und der Kapitalsteuer. Es wird nunmehr in die Beratung des Geseßentwurfes eingetreten. Der Entwurf des Grundsteuergesetzes wurde unter Verwerfung von Offenbacher und Darmstädter Anträgen gut geheißen. Ueber den Entwurf:„ Gewerbliche Besteuerung" referierte Feiſtmann Offenbach, der den Entwurf im allgemeinen gutheist, doch will er die Schulden bei der Steuerveranlagung in Abzug gebracht wissen. Ministerialrat Braun bemerkte, daß von einem Abzug der Schulden bei der Gewerbesteuer nicht die Rede sein könne. Nachdem sich eine große Anzahl Redner an der Debatte beteiligt, wurde dem Entwurf in Bezug auf Besteuerung der Betriebsschulden zugestimmt. Ein Antrag, die Hälfte der Steuern für Gewerbebetriebe im Umherziehen, Wanderlager 2c. den Ge= meinden zuzuweisen, wurde angenommen. Auch die Konsumvereine, Offiziers- Konsumvereine 2c. Einkaufsgenossenschaften und Winzervereine sollen, wie ron den Regierungsvertretern bemerkt wurde, zur Besteuerung herangezogen werden. Aerzte die einen Gewerbebetrieb( linit 2c.), Zahnärzte mit großem Personal, Rechtsanwälte mit Bureaubetrieb sollen ebenfalls zur Gewerbesteuer herangezogen werden. Ueber Referent beKapitalsteuer" referierte Fröhlich- Worms. fürchtet, daß durch die stärkere Heranziehung und Mehrbelastung des Kapitals die nicht an Hessen gebundenen Besiger ihren Wohnsiz in Preußen aufsuchen würden, da dort eine Kapitalsteuer nicht existiere. Es sei äußerst gefahrvoll, die Kapitalrentensteuer in eine Kapitalsteuer umzuwandeln. In gleicher Weise sprachen sich Ministerialrat Becker und Geheimrat Michel gegen den Entwurf aus. Damit wurden die Beratungen abgebrochen und die Weiterverhandlung auf Sonntag, 6. März, vertagt. Zum Vorort wurde wieder Mainz gewählt.
H
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* Der Oberhessische Viehhändler- Verein hielt am Montag in der Kaiserfrone" eine von ca. 300 Personen besuchte allgemeine Versammlung ab. Der Vorsigende, J. Lorsch Alsfeld, forderte zum Beitritt zu dem Verein auf, unter Hinweis auf Zweck und Ziel desselben. In längerer Ausführung behandelte sodann der Vorsißende des Verbandes der Viehhändler in Deutschland, H. DanielDierdorf, die Lage des Viehhandels und der Viehhändler im allgemeinen und zog auch das Reichsviehseuchengesetz in das Bereich seiner Erörterungen. Redner weist auf staatliche Anstellung der Kreistierärzte mit festem Gehalt hin und bemängelt die jeßige Handhabung der Veterinärmaßregeln, wodurch die Existenz der Viehhändler ruiniert werde. Weiter wurden von der Versammlung die Zustände auf dem Gießener Viehmarkt besprochen und kritisiert und wiederholt auf die zeitraubende tierärztliche Kontrolle hingewiesen, insbesondere wurde die Verordnung bezüglich des Auftreibens von Milchvieh mit leerem Euter behandelt. Beschlossen wurde, bei wiederholten Anzeigen wegen Verlegung der Polizeiverordnung, richterlichen Entscheid bis in die höchste Instanz herbeizuführen.
I. Hessische Landes- Geflügel und VogelAusstellung in Offenbach a. M. vom 11.- 14. März 1904. Der Ausstellungsausschuß ist mit den Vorarbeiten in voller Tätigkeit. Eine große Anzahl von Ehrenpreisen sind bereits angekommen, darunter sind vertreten ein solcher von dem Großherzog Ernst Ludwig, dem Fürsten Solms- Lich, dem Fürsten Loewenstein- Wertheim, den Grafen von Solms- Laubach, Oriola- Büdesheim und Erbach- Erbach, den 3 landwirtschaftlichen Provinzialvereinen, den Geflügelzuchtverbänden und zahlreichen Einzelvereinen und Privatpersonen, der Stadt Offenbach, Geflügelzuchtverein Gießen, Vogelsberger Beflügelzuchtverien Grünberg und Umgegend und viele andere; die Zahl 100 wird, da noch eine Anzahl angemeldet sind, überschritten werden. Die Anmeldungen zur Ausstellung laufen gleichfalls zahlreich ein, es ist daher mit einer umfangreichen Ausstellung zu rechnen. Während nur in Hessen wohnende Geflügelzüchter zugelassen werden, fönnen sich an der Ausstellung von Litteratur, Geräten, Futtermitteln usw. auch außerhalb Hessen in Deutschland wohnerde Interessenten beteiligen.
† Wieseck, 23. Febr. Vom Heuboden seiner Scheuer stürzte gestern der Landwirt Becker und erlitt mehrere Verleßungen, sodaß seine Ueberführung in die Gießener Klinik notwendig wurde.
-- Großen- Buseck, 24. Febr. Unser Gesangverein „ Eintracht" plant die Anschaffung einer Vereinsfahne. Da die Mittel zu derselben schon zum größten Teil beschafft Der seit sind, soll in diesem Sommer noch die Weihe verbunden mit einem größeren Sängerfest abgehalten werden. her bei der Firma Klingspor angestellte Werkmeister Schmidt wird in Kürze eine Zigarrenfabrik hier errichten. Das Gelände hierzu ist schon fertiggestellt.
< Weylar, 23. Febr. Gestern ist hier der Geheime Bergrat Riemann gestorben.
** Postalisches. Die bereits auf dem Wege über Sibirien abgesandte und noch im Bereiche der russischen Postverwaltung befindliche Poſt nach Peking und Tientsin und vermutlich auch nach Tschinwangtau, Tschifu, Tsingtau und Shanghai wird auf die deutsche Grenzbahnpost zurückgegangenen Fluten der Nidda, Wetter und Horloff beginnen gesandt werden. Diese wird sofort nach Rückkunft auf dem Wege über Suez weitersenden.
** Hessischer Handelskammertag. Der in Mainz im großen Stadthaussaale unter dem Vorsiz des Geheimrats Michel am Montag tagende Handelskammertag war von 44 Handelskammermitgliedern aus dem Groß herzogtum und seitens der Regierung von den Ministerialräten Braun, Becker und Best besucht. Zur Beratung stand der Entwurf eines Gesetzes, die Gemeindeumlagen betreffend. Handelskammersekretär Meesmann- Mainz gab zunächst einen
+ Aus der Wetterau, 22 Febr. Die faum zurück
wieder zu steigen, da seit Freitag Regenwetter herrscht.
▷ Hungen, 23. Febr. Die von Forstwart Büttner in Langd konstruierte Baumfällmaschine wurde dieser Tage in Gegenwart höherer Forstbeamten erprobt, wobei die Maschine aufs beste funktionierte und selbst die stärksten Buchen mit Leichtigkeit und ohne jegliche Gefahr für die Arbeiter fällte.
× Grebenhain, 22. Febr. Infolge des Schneesturms am Samstag war der Verkehr auf der Nebenbahn Lauterbach- Grebenhain erschwert. Zwischen Nörberts und Greben
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