festen Vertrauen erhebe ich mein Glas und trinke auf die Zukunft, das Blühen und Bedeihen der Stadt Hamburg, des Norddeutschen Regatta- Vereins und aller sachtklubs. Die Stadt Hamburg hurra, burra, hurra!( In ähnlicher Weise wie der Kaiser haben wir im Leitartifel unserer letzten Nummer: Olympische Spiele der Gegenwart" die Bedeutung des Sports, speziell des Wassersports, für die Annäherung der Völker gekennzeichnet. D. Nc d.)
Nab und fern.
A Hohenzollernfiege bei der Unterelbe- Regatta. Bei der rom Norddeutschen Regatta- Verein veranstalteten Unterelbe. Regatta bei Curhaven, die bei ziemlich stürmischem Wetter tattfand und zum erstenmal seewärts ging, trugen sowohl der Kaiser wie Prinz Heinrich erste Preise davon. Des Kaisers Segeljacht„ Meteor" errang den Ehrenpreis der Stadt Hamburg, Prinz Heinrich auf Orion" den Ehrenpreis des Kaisers. Der Kronprinz, der die Wettfahrt auch der Iduna" mitmachte, ging hinter Meteor"," Hamburg und ngomar" als vierter durchs Ziel.
A Gine Bismarckgesellschaft für Deutschland ist in Stendai gelegentlich einer großartigen Bismarckfeier, an der mehr als 2000 Personen teilnahmen, gegründet worden. Der Sitz der Gesellschaft ist Stendal. Ihre Ziele erstrecken sich vor allent auf Mehrung der Bestände des Bismarckarchivs und Museums zugleich mit der Schaffung eines monumentalen Prachtgebäudes in Stendal zur Unterbringung der Bismarckschätze u. s. w In den Vorstand wurden u. a. Oberbürgermeister Werner, Landgerichtspräsident Chuchul und Dr. Segelfen gewählt. Namhafte Beiträge von Korporationen wurden be reits zugesagt. Am Abend des Sonnwendtages fanden in vielen Orten Deutschlands Bismarcffeiern statt. Bei der Bismarcksäule am Hamberg in der Nähe von Friedrichsruh, die von der deutschen Studentenschaft errichtet und am 21. Juni vorigen Jahres eingeweiht wurde, wurden die Sonnwendfeuer zum erstenmal entzündet. Hamburger alte Herren" brachten einen imposanten Fackelzug.
A Französisches Kasernenschiff gesunken. Im Hafen von Toulon sank plößlich das alte hölzerne Kriegsschiff., Mars" das mit den gleichfalls veralteten Fregatten Souverain", „ Tarn“ und„ Eylau" als Kaserne für die Kolonialtruppen diente. Glücklicherweise erfolgte der Untergang am Tage, während die auf dem Mars" untergebrachten Mannschaften zu Lande übten. Man vermutet, daß die in den alten Holzschiffen massenhaft wühlenden Ratten den Mars" leck gemacht haben. Das gleiche Los hatte vor einigen Jahren die Fregatte ,, Belle- Poule", die 1840 die Leiche Napoleons von St. Helena nach Frankreich brachte, und nachher als Flaggschiff an der Einfahrt der Alten Darse zu Toulon lag.
Das Sparkassenbuch im Grabe. In Kapolnas( Ungarn) wurde ein Ehepaar Barta wegen Grabschändung und Reichenberaubung verhaftet. Vor zwei Wochen war in Kapolnas der Wirtschaftsbeamte Dionys Ambrozovics gestorben. Aus der Hinterlassenschaft war ein auf 20 000 kronen lautendes Sparkassenbuch verschwunden. Bald darauf wurde das Buch bei der Anstalt von Barta präsentiert. Die eingeLeiteten Recherchen ergaben, daß Barta gemeinsam mit seiner Frau das Grab des Verstorbenen erbrochen hatten, da ihnen allein bekannt war, daß sich das vermißte Sparkassenbuch in Salonrock befand, mit welchem man den Toten bekleidet batte.
Ein schwerer Eisenbahnnnfall ereignete sich auf der Strecke Leinefelde- Dreysa. Ein Güterzug entgleiste. Der Heizer ist tot, der Maschinenführer ist schwer verletzt. Das übrige Personal konnte sich durch Abspringen vom Zuge retten.
† Das Aufgebot eines Luftmörders. Der als mutmaßlicher Mörder der kleinen Lucie Berlin verhaftete Arbeiter Berger ist auf ein eigenartiges Mittel verfallen, sich die Hauptbelastungszeugin vom Halse zu schaffen. Er hat sich am Mittwoch, 15. Juni, mit der Friseurin Liebetrut, in deren Wohnung er verhaftet wurde und wo der Mord begangen sein soll, auf dem Berliner Standesamt aufbieten lassen. Am selben Tage, als Berger vormittags das Aufgebot bestellte, fand nachmittags die erste Haussuchung in der Wohnung der Liebetrut statt; die lettere wurde ebenfalls in Haft genommen, aber bald wieder freigelassen. Man wird in der Annahme wohl nicht fehlgehen, daß Berger durch die gerade in den kritischen Tagen der Untersuchung bewirkte Anmeldung des Aufgebots seiner Verlobten eine gesetzliche Handhabe bieten wollte, ihr Zeugnis gegen ihn verweigern zu können. Dies scheint dem Verdächtigen hinterher freilich nicht gelungen zu sein, denn bisher soll die Liebetrut ja mit ihrer Wissenschaft in keiner Weise zurückgehalten haben.
Zum Charlottenburger Leichenfund wird weiter gemeldet, es bestehe Grund zu der Annahme, daß der verhaftete Masseur Köhler unter der Wucht der Nachwirkungen seines Verbrechens und seiner unheimlichen Umstände in Verfol gungswahnsinn verfällt. Die gesetzliche Strafe, die Köhler erwartet, wird verhältnismäßig sehr gering sein. Er wird wegen Beihilfe zum Verbrechen gegen das feimende Leben, eventuell auch wegen fahrlässiger Körperverletzung mit tödlichem Ausgang bestraft werden.
Zu dem Raubmord in Crottendorf, dem der 26jährige Gemeindekassierer Dietze zum Opfer fiel, wird weiter berichtet, daß der Raubmörder, Polizeiwachtmeister Schramm, den größten Teil des geraubten Geldes in Höhe von 5579 Mark auf dem dortigen Friedhofe vergraben hat. Man entdeckte den wertvollen Fund in einer leicht mit Erde bedeckien Bigarrenfiste verborgen unter einem Blumenstock im Grabhügel seines Vaters. Es fehlen demnach nur 740 Mark, die Schramm offenbar mit sich genommen hat. Zuerst hatte er die Absicht, das Geld unter dem Grabhügel seiner verſtorbenen ersten Frau zu vergrafen, doch wurde er hieran durch das Hinzukommen von Kirchhofsbesuchern gestört. Jedenfalls hat der Verbrecher den Friedhof nur als vorübergehenden Aufbewahrungsort seines Raubes benutzen wollen; der Kirchhof wird daher polizeilich bewacht. Von dem flüchtigen Raubmörder fehlt noch immer jede Spur. Man vermutet, daß er sich inzwischen durch Selbstmord der irdischen Gerechtigkeit entzogen hat.
Die Schreckenstat eines Jrrsinnigen kostete in Bordighera vier ahnungslosen Menschen das Leben. In der dortigen Kaserne erschoß ein plötzlich wahnsinnig gewordener Karabiniere einen Kameraden, richtete darauf das Gewehr aus dem Fenster auf den Vorplatz und tötete zwei Zivilisten und ein fünfzehnjähriges Mädchen. Hierauf verbarrikadierte der Rasende sich im Zimmer und konnte nur mit größter Mühe unschädlich gemacht werden.
○ Drei Kinder verbrannt. In Bretthau, Kreis Zwickau, fanden die drei kleinen Kinder des Müllers Hähnel auf furchtbare Weise ihren Tod. Die Eltern waren ausgegangen und hatten die Kleinen, die im Alter von 6, 3 und 1½ Jahren standen, allein gelassen. Das älteste Kind zündete nun, wie es das wahrscheinlich öfter von der Mutter gesehen hatte, unter Benußung von Petroleum Feuer an und im Nu stand es selber und seine Geschwister in Flammen. Hilfe kam zu spät.
Ein Polizeiwachtmeister als- Raubmörder. Eine furchtbare Bluttat ist in der Landgemeinde Crottendorf im Erzgebirge verübt worden. Der 43jährige verheiratete Polizeiwachtmeister Schramm, der mit seiner Familie das dortige Gemeindeamt allein bewohnt, hat den 26jährigen Gemeindefassierer Dieße mit einem Beil erschlagen und dann den Kassenschrank beraubt. Diete sollte einer Sitzung des Sparkassen- Ausschusses beiwohnen. Als er nicht erschien, begab sich der Gemeindevorsteher persönlich nach dem Gemeindeamt, um nach dem Verbleib des pflichttreuen Beamten zu forschen. Das Amtsgebäude war jedoch verschlossen. Nunmehr holte der Gemeindevorsteher noch einige AusschußmitTinder berbei und man mar chen im Begriff, durch ein Fenster einzusteigen, als Wachtmeister Schramm erschien und die Haustür öffnete. Die Eintretenden bemerkten nun, daß der Kassenschrank wohl geschlossen, nicht aber verriegelt war. Auf eine Bemerkung hierüber entfernte sich der Wachtmeister, und verschloß von neuem die Haustür, so daß der Gemeindevorsteher und seine Begleiter eingeschlossen waren. Es wurde mun eine Durchsuchung des Amtsgebäudes vorgenommen. Sierbei wurden verschiedentlich Blutspuren entdeckt, schließlich fand man im verschlossenen Abort die schrecklich zugerichtete Reiche des Kassierers. Dem Mörder sind über 6000 Mark in die Hände gefallen. Die sofort aufgenommene Verfelgung des Flüchtigen ist bisher erfolglos geblieben. Die Ehefrau fann über den Verbleib des Mannes keine Auskunft erteilen, da er sie nach ihrer Angabe vor der Tat aus dem Hause gejagt hat. Der erschlagene Kassierer wollte am nächsten Tage mit der Tochter eines Posamentenfabrikanten Berlobung feiern.
A Feuer in einem Irrenhause. In dem Irrenhause von Bicetre brach, wie aus Paris gemeldet wird, an fünf Stellen gleichzeitig Heuer aus. Die Kranken in dem Flügel der Gemeingefährlichen konnten nur mit größter Anstrengung gerettet werden. Der Sachschaden ist ziemlich beträchtlich. Das Feuer soll von einem Geisteskranken angelegt sein, der bereits vor Jahren einen Mordversuch gegen einen Anstaltsarzt verübt hat.
Opfer des Bergsports. Bei einer führerlosen Besteigung des Doldenhornes verunglückten drei Hörer der Medizin aus Bern. Zwei fielen in einen Gletscherschrund, der britte kam verlegt nach Kandersteg, von wo eine Hilfsmannschaft abging. Man fand die beiden Abgestürzten schwer verletzt. Nachdem man sie in eine Unterkunftshütte gebracht hatte, starb der eine von ihnen, der Student Keller aus Neuenburg.
† Familiendrama. Ein furchtbares Familien drama hat sich in Zürich ereignet. Während des Schlafes ermordete der Landwirt Isler seine Frau und seine elfjährige Tochter im Bette, indem er ihnen vollständig die Schädel zerschmetterte. ssler hängte sich dann auf. Das Motiv der Tat iſt unbekannt.
Gegen die Hinrichtung mittelst Elektrizität wendet sich ett energisch die amerikanische Presse. Der Raubmörder Schiller, der dieser Tage in Columbus im Staate Ohio mitelst Elektrizität hingerichtet werden sollte, wurde von den Aerzten zweimal tot erklärt, erwachte aber immer wieder und erlag erst einem Strom von 1800 Volts, der eine volle Minute auf seinen Körper einwirkte. Ein zweites Mal verJagte der Apparat bei der Hinrichtung des Negers Thomson, ber 18 Minuten auf dem elektrischen Stuhle zubringen mußte, ehe ihn der fünfte elektrische Strom tötete
Wegen Doppelehe verhaftet wurd in Wien die Frau des Bezirkshauptmanns Herway v. Kirchbach in Mürzzuschlag. Sie hatte diesen im Vorjahre auf Grund gefälschter Dokumente als angeblich geschiedene Baronin Lüßow geFeiratet. In der Tat ist sie aber noch verheiratet. Sie ist die Tochter eines Taschenspielers Bellay aus Charlottenburg.
vermucntes.
[ Ein neues Schlachtverfahren für Geflügel] ist in Bern eingeführt worden und hat beim Publitu.. großen An flang gefunden. Auf dem Geflügelmarkt steht ein mit einer blutroten Müze und sauberen weißen Schürze bekleideter Mann vor einem Tischchen, dessen Mitte eine Art Geflügel, guillotine überragt. Jeder Käufer eines lebenden Geflügels ist nun gehalten, dieses durch den Angestellten töten zu lassen. Dieser befeuchtet mit Wasser seine Fingerspitzen, um das Tier fester fassen zu können, betäubt es durch einen kunst. gerechten Schlag mit einem hölzernen Hammer auf den Kopf, faßt alsdann diesen mit der rechten Hand und legt ihn so an die Guillotine, daß das mit dem Fuß bediente, in einem Rohr herabgleitende Beil die Halsadern durchschlägt. Das ab fließende Blut wird in einer verdeckt gehaltenen Schüssel auf gefangen. Der Beamte gibt das getötete Tier zurück und erhält dafür einen geringen. Lohn. Es ist erfreulich, zu jehen, wie besonders unter Beihilfe der Behörden mit Erfolg ans Werk gegangen werden kann, um unnötige Qualen bei diesem nun einmal nicht zu vermeidenden Vorgang den Tieren zu ersparen.
*[ Im strengsten Inkognito.] Der„ Kaiser der Sahara", Jaques I., aus dem edlen Hause der Lebaudy, macht wieder einmal von sich reden. Er reist, ganz nach Sitte seiner gefrönten Wahlkollegen, im strengen Inkognito und hat sich für seinen Aufenthalt in Brüssel den wohlklingenden Namen Marquis de Raven, Herzog d'Arleuf beigelegt. Dies In fognito hindert allerdings gewisse zudringliche Leute nicht, ihn zu belästigen. Das sind seine Gläubiger, wegen deren Machinationen er schon von London nach dem Haag übergesiedelt war. Besonders einer verfolgt ihn, ein gewisser Schamyl, der für Besorgung orientalischer Prunkgewänder eine kleine Rechnung von 150 000 Francs überreichte. Kaiser Lebaudy fand diese Rechnung übertrieben. Da sich Jacques I. aber in den neuen Gewändern bereits von einem Muselmanen probeweise hat huldigen lassen, so wird er sie am Ende gar bezahlen müſſen
†[ Dragas Toiletten.] Demnächst gelangen in Belgrad bie Mobilien des Königs Alerander zur Versteigerung. Die Belgrader Polizei beschlagnahmte sämtliche Toiletten der Fönigin Draga, um eine etwaige Schaustellung zu verjindern.
[ Ein lebendes Schachspiel] veranstaltete kürzlich der bekannte Newyorker Milliardär George. Gould in seiner
sit Lakewood( Newjersey) belegenen Villa. Zwei berühm Experten, Charles L. Lindley und Professor Roser lettete das Spiel. Die Schachfiguren wurden durch 32 Knab dargestellt, die in sehr kleidsamen Kostümen des 15. Jah hunderts steckten, die Türme in Nittertrachten mit volle Rüstung. Zwei Herolde mit großen silbernen Trompete findigten den Beginn des Spieles und jeden einzelnen Bug an. Wenn eine Figur genommen wurde, so mußte der se Darstellende auf einer Seite der Reitbahn, in der gespict wurde, sich niedersetzen. Zum Schluß fnieten die Besiegt m ver dem Sieger, der sie mit gnädigem Handwinken aufstehn hieß. Das Spiel fand solchen Beifall, daß der Frauenschag. klub von Newyork dessen baldige Wiederholung plant.
[ Beobachtungen eines Straßenbahnschaffners.] Gir amerikanische Zeitschrift bringt folgenden Bericht über Beob achtungen, die ein Trambahnschaffner an Fahrgästen ver. schiedener Nationen gemacht hat: Der Irländer schmunzelt beim Sammeln des Fahrgeldes, als ob er uns damit locken wollte, es für ihn billiger zu machen. Der Amerikaner fährt, wenn der Schaffner vor ihm steht, mit großer Wichtigkeit in die Tasche, wühlt eine Zeitlang darin herum und bringt schließlich eine handvoll Silbermünzen zum Vorschein, um dann endlich das Fahrgeld zu entrichten. Der Deutsche macht uns am wenigsten Mühe. Er hat seinen Nickel schon in der Hand, seitdem er den Wagen betreten hat, und gibt ihn auc ohne Säumen heraus. Beim Aussteigen herrscht ebenfalls ein bedeutender Unterschied. Der Irländer gibt erst im Tekten Augenblick das Zeichen zum Anhalten und wettert, wenn der Wagen nicht an dem gewünschten Blaze zum Stehen ge bracht wird. Der Deutsche rutscht schon zwei Minuten vor her auf seinem Size hin und her und blickt nach allen Seiten durchs Fenster, um rechtzeitig das Haltezeichen geben zu kön nen; verläßt auch den Wagen nicht eher, als bis er ganz still steht. Der Amerikaner dagegen springt, ohne Halten zu lossen, vom Wagen ab, bricht Arm und Bein und verklagt dann die Straßenbahngesellschaft auf Schadenersaz.
Aus dem Gerichtsfaal.
§ Der Fall Eras. Das kriegsgerichtliche Urteil gegen den durch den Fall Asch- Pichler weiter bekannt gewordenen ehe maligen Einjährig- Freiwilligen Eras in München, gegen den seinerzeit vom dortigen Oberfriegsgericht auf vier Monate Gefängnis und Versetzung in die zweite Klasse des Soldaten. standes erkannt wurde, ist nunmehr vom bayerischen Senat am Reichsmilitärgericht in Berlin an die Vorinstanz zurüd gewiesen worden. Die letzte Instanz fand einen Rechtsirrtum darin, daß dem in dem Prozeß genannten Unteroffizier Jena die Publikationsbefugnis zugesprochen und Eras auch wegen Anbringung einer Beschwerde unter Abweichung von dem vorgeschriebenen Dienstwege schuldig gesprochen wurde.
zum Eisenbahn- Regt. Affiftenz- Merzten die Herrmann( Gießen X Unfug. Gießen an dem
Fensterscheiben, und Fensterscheibe eingewo frage an dem Ranal laterne zertrümmert auf der Tat erwischt A Bon beffische verfolgt: Bwange Entweicheng wegen macher Heinrich Her Elifabethe, geb. W Bechbetrugs vom Gr A Interna Zu dem nächsten So ftattfindenden großen Meldungen so zahl Rennen Vorläufe ftat und sicher startenden Europa, von Deutsch der Sieger des Gordo in Mainz ausgefahre Fahrer aus Gießen eingefchrieben, gerade werden. Die wunder fellung gelangen, we -Hoffentlich ift aud hohen Untoften beden ** Der Groß Der Großherzog von über die Rheinbri enter des Großherzog Aber der erhebende fürzte dem Wagen de night locker, bis die + Der Berei gebung hat an die z langen laffen. Darin Steuern( der Autom fleuer bei Uebernahme feuer im Falle des ferner genaue Prüfun einer neuen Rongeffion verfäufer zur Rongeffi ung für die Konzeffio Großherzogtums ohne differ der Gemeinden A Grünberg, Samstag, den 25. Gemeinderats aufgeftellt worden: und einem Ratheder. Balfer um Gehalt Stammler und R Rindigung des Sch prechender Vergütun 5. Begung einer Feldgeschworenen für bäude- Eigentümer in der Goffen. 8. Ein gung zur Aufstellur Hause. 9. Gesuch in Dobos um Beitr um Entbindung bo Simmentaler Bucht :) Gleiberg. legen Sonntag rege fo benannt nach d feierte fein 25 jäh Mittagszeit die er gefolgt waren, or durch das mit b Dem Feftzuge b
§ Wegen Beleidigung der Herzogin Sophie Charlotte von Oldenburg, der ältesten Tochter des Großherzogs, wurde der Chefredakteur der„ Braunschweigischen Landeszeitung", Dr. Eugen Siecke, zu vier Monaten Gefängnis verurteilt. Er hatte einen Artikel veröffentlicht, in dem hämische Bemerkungen daran geknüpft wurden, daß die Prinzessin megen plötzlicher Erkrankung einen längeren Aufenthalt an der Riviera nehmen mußte. In der Verhandlung stellte der Verteidiger den Antrag, Freiherrn v. Plettenberg in Washington und die Herzogin Sophie Charlotte vernehmen zu lassen. Die Herzogin habe Herrn v. Plettenberg herzliche, innige Neigung geschenkt, und das sei der Grund gewesen, weshalb Freiherr v. Plettenberg nach Washington versett worden sei. Zweifellos habe auch das Verweilen der Herzogin an der Riviera dazu dienen sollen, die im Herzen der Herzogin entfachte Liebe zu ertöten. Aufgefallen sei auch, daß der Großherzog von Oldenburg im März d. J. nach Washington gereist sei, wo er drei Tage geweilt und jedenfalls eine per sönliche Unterredung mit Herrn v. Plettenberg gehabt habe. Auf Antrag des Staatsanwalts wurde der Beweis abgelehnt, da er für die Beurteilung der Sache belanglos sei. Wenn eine Fürstin, in deren Adern auch menschliches Blut rolle, einem hochachtbaren Kavalier ihre Neigung schenke, so sei darin nichts zu finden, sondern es könnte einer so hochstehen den Dame nur zur Ehre gereichen. Das Gericht fand in den Andeutungen des Artikels eine gröbliche Beleidigung der Ehre der Prinzessin. Die darin gemachten Unterstellungen beruhten durchaus auf unwahrheit.
§ Die Ermordung des ungarischen Abgeordneten Eremit, der am 5 Januar in Nagy- Kikinda auf offener Straße von zwei Bauernburschen getötet wurde, findet jetzt ihr gericht liches Nachspiel vor dem Schwurgericht in Szegedin. Eremith, der in seiner Vaterstadt Nagy- Kikinda als Advokat tätig war, hatte einen Prozeß gegen die Familie der beiden Angeklag ten, der Brüder Mladen und Georg Sibul gewonnen und diese, wie sie behaupten, dadurch uni ihr ganzes Vermögen gebracht. Sie beschlossen, sich hierfür zu rächen, und führten dies aus, indem sie Eremits in bestialischer Weise durch Ne volverschüsse verlegten und ihn dann mit eisernen Stangen toffchlugen.
Lokales.
23. Junt 1904.
A Der Großherzog hat am 20. Juni dem ordent lichen Professor der Gynäkologie und Direktor der Frauen flinik an der Landes- Universität Dr. Johannes Pfannen stiel zu Gießen den Charakter als Geheimer Medizinalrat verliehen.
*** Das Regierungsblatt vom Samstag enthält eine Bekanntmachung der Bestimmungen über den Bau und die Einrichtung der Schulräume und Lehrerwohnungen. Bei den Neubauten von Schulhäusern und, soweit es die Verhältnisse gestatten, auch bei wesentlicher Abänderung oder Erweiterung vorhandener Schulbauten sollen die neuen Be stimmungen, die eine zeitgemäße Reform der aus dem Jahre 1876 stammenden bisherigen Vorschriften darstellen, alsbald in Anwendung gebracht werden.
X Die Landesuniversität Gießen zählt in diesem Sommersemester 1093 Studierende, zu denen noch 2 Hospitantnnen, 42 Hörer und 7 Hörerinnen kommen, sodaß also die Gesamtfrequenz 1144 beträgt. 694 Studierende stammen aus Hessen, 56 aus dem Auslande. *** Der außerordentliche Professor der Mathematik an der Universität Gießen Dr. Jos. Wellstein hat, einen Ruf für die gleiche Stellung an die Universität Straß burg erhalten, wo er früher als Privatdozent gewirkt hat *** Militärdienst nachrichten. Oberleutnant
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