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23.3.1904 Zweites Blatt
 
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3 Jahre

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Zweites Blatt.

bonnementspreis: in Gießen, abgeholt monatlich 50 Bfg., Saus gebracht 60 fg., durch die Post bezogen viertel­fährlich Mt. 1.50.

Battebetlagen: Oberheffifche Familienzeitung( täglich) und die Gießener Seifenblasen( wöchentlich).

ht krankhafte übermän unstaltet sind, d, den Ge hring's Frangulinolikör, b obre Zehrkur, kein Heilm

che in Folge sitzender Tai gend Bewegung haben,

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Bas Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags.

Mittwoch, den 23. März 1904.

Gießener

13. Jahrgang.

Jnsertionspreis: Die einspaltige Petitzeile für ganz. Ob hefsen, die Kreise Wezlar und Marburg 10 Pfg. sonft 15 Reklamen die Petitzeile 30 refp. 40 Pfg.

Postzeitungslifte No. 3269.

Redaktion und Expedition: Gießen, Seltersweg Fernsprechanschluß Nr. 362.

Neuelle Nachrichten

( Gießener Tageblatt)

Anabhängige Tageszeitung

( Gießener Zeifung)

für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen.

Moderne Menichen.

[ Politische Wochenschau.]

riou, Nachn, extra, Wbgeordnetenhause erklärte, Duldsamkeit das beste Kenn­arlottenburg, Pestalozzeichen des modernen Menschen ist, dann hat sich der Abgeord­

Wenn, wie der Abgeordnete Dr. Bachem im preußischen

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rete Bebel in seinen Aeußerungen über die tragische Kata­

ellmich's Le trophe in Südwestafrika durchaus nicht als eine moderne Per­

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1885.

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önlich feit gezeigt. Er hat zwar die Partei unseres nationalen Begners ergriffen und dessen Sache mit großem Eifer ver­fochten. Aber darin zeigt sich nicht der Geist der Duldsamkeit, händiges baß man sich die Gründe des Gegners aneignet, sondern daß Ban sie zu verstehen sucht und würdigt. Die Gegner Bebels, wie der Sozialdemokratie überhaupt, sind in Fragen unserer HEL MICH Appetitlesie Rolonialpolitik niemals die feindlichen Parteien, sondern ene Volksgruppen der eigenen Nation, die den Gedanken einer nationalen Ausbreitung auf andere Weltteile vertreten. In der Bekämpfung dieser Bestrebungen ist die äußerste Linke To einseitig, daß die Art ihres Auftretens durchaus un­modern anmutet. Wenn die Herero zum teil ihr Besitztum zu

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ist das uеverspringen eines Guntens aus dem asiatischen Pulverfaß auf Europa vorläufig nicht zu fürchten, wenn nicht ctwa die zunehmenden Unruhen auf dem Balkan eine neue Gefahr in dem nahen Osten heraufbeschwören. Der Sultan scheint allerdings mit ernſteren Verwickelungen zu rechnen. denn er hat in lezter Zeit etwa 100 Feldgeschütze neuesten Systems bei der Firma Krupp mit dem Auftrag beschleunigter Lieferung bestellt. Von seiner Seite ist ja allerdings keine friegerische Initiative zu befürchten; er handelt hierbei ledig­lich nach dem Grundsatz: Wer den Frieden will, muß zum Kriege rüsten. Darin ist er ein durchaus moderner Mensch.

AFFEE Gunsten der europäischen Einwanderer verlieren, so ist das Dom Standpunkt der Menschheitsentwickelung aus immer moch ein Fortschritt, denn der europäische Ansiedler bringt ihnen ein föstliches Geschenk mit, die intensive Technik, mit Deren Hilfe die schlummernden Naturkräfte zum Segen der Menschheit ausgenützt werden, und er bringt ihnen weiter­hin mit die Pflicht zur regelmäßigen und geordneten Arbeit and Sinn für Gesetzlichkeit und die Verfeinerung der sitt­Lichen Anschauung. Der Widerstand, der von seiten der un­Tultivierten Völker geleistet wird, geschieht nicht um idealer Biele willen; er ist nichts anderes als die tausendfach ver­Schärfte Auflehnung der Bequemlichkeit gegen den katego­rischen Imperativ der Pflicht, und je schneller solche Aufstände niedergeworfen werden, um so schneller wird die Sterilität Der Unfultur auch überwunden. Ein moderner Mensch kann fich in einem solchen Krieg a priori nur auf Seiten der über­Legenen Kultur stellen. Wir glauben kaum, daß die Sozial­Demokratie mit ihrer Politik und mit ihrer Selbstisolierung in to lonialen Fragen in der gegenwärtigen Kriegsfrage zu ihrem Vorteil arbeiten wird.

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Vermischtes.

[ Bayerisch- preußische Waffenbrüderschaft.] Die Be­hauptung des bayerischen Bundesbevollmächtigten General­major Endres, daß es im bayerischen Heere keinen Parti­fularismus gebe und daß die bayerischen Offiziere sich völlig eins fühlen mit ihren preußischen Kameraden, kann durch feinen besseren Beweis belegt werden, als durch die nach­folgenden poetischen Telegramme, die gelegentlich des Geburts­tagsfeſtes des Prinzregent Luitpold zwischen den preußischen und den bayerischen 22ern gewechselt wurden. Das Tele­gramm des preußischen 22. Infanterieregiments Keith, Gar­nison Gleiwit, lautet:

Die zweite Nachtragsforderung für Südwestafrika, bei deren Beratung Bebel seinen oben erwähnten Standpunkt vertrat, hat übrigens noch eine weitere Wirkung. Wäre sie nicht notwendig geworden, dann wäre wahrscheinlich morgen Mashon der Reichstag in die Osterferien gegangen, denn die Gtatsberatung fann ja doch nicht zu Ende geführt werden. Man will aber wenigstens die dringliche Nachtragsforderung noch erledigen, und aus diesem Grunde ist auch der Antrag des Abgeordneten Dr. Stockmann, sie in den Etat einzu­arbeiten, unannehmbar gewesen. Außerdem wäre hierdurch mur in formaler Hinsicht eine Aenderung eingetreten, eine größere Uebersichtlichkeit für die Bureaus. Nachdem nun­mehr das Notstandsgesetz zum erstenmal notwendig geworden it, wird man wohl in Regierungskreisen ebenfalls die Lehre der diesmaligen Session nicht vergessen. Der Reichstag ist biel zu spät einberufen worden, und es iſt dringend zu wünschen, daß in Zukunft auf den modernen Menschen im Parlament Rücksicht genommen wird, der vergleiche den Fall Pauli- Zubeil das Bedürfnis hat, auf der Parlaments­tribüne nicht allein zum Wohl der Gesamtheit seine gesetz­geberische Pflicht zu erfüllen, der nebenbei auch noch die Zeit finden will, um zur Sicherstellung fünftiger Wahlen auch die erforderliche Anzahl von Leitartikeln und Flugblättern in das Land hineinreden will. Darin sind sich das diäten­Loje Reichsparlament und die mit den Glücksgütern der Erde gefegneten Landtage vollständig gleich.

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telborten.

Dem Fürsten, der mit starker Hand So machtvoll schirmt der Bayern Land, Der rastlos schärft des Löwen Wehr, Für Deutschlands Ruhm, für Bayerns Ehr', Ihm sendet heut' zum Wiegenfeste, All- Deutschlands Heer der Wünsche beste, Hier brausts wie Donnerhall durchs Regiment Hoch unsere Bayern, hoch der Prinz- Regent!

Das zu Zweibrücken garnisonierende 22. bayerische In­fanterieregiment antwortete mit einem langen schwungvollen Gedicht, dessen letter Teil verkündet:

Trotz Neid und Lug steht Deutschlands Heer. Es kommt die Zeit, wo Taten rechten Und wo die leere Phrase schweigt, Wo Schulter wir an Schulter fechten, Wie es die Väter uns gezeigt.

Es kommt die Zeit, wo uns'rem Volke Sein Heer sein bestes Rüstzeug not. Unwendbar bricht durch dunkle Wolke Der Waffenehre Morgenrot. Deß laßt uns harren ohne Zagen, Das Auge scharf, die Waffe rein, In Treue fest und ohne Fragen: Wirds Jena oder Sedan sein?

zu geben und eine rote Fahne nach der Richtung hin aus­zustecken, in der sich die Brandstätte befand.

[ Raubtierplage in Deutsch- Ostafrika.] Nach der Deutsch- Afrikanischen Zeitung" betrug die Zahl der erlegten Raubtiere in Deutsch- Ostafrika vom 1. April 1902 bis 1. April 1903 nach amtlichen Angaben 187 Löwen und 988 Leoparden, wofür insgesamt 11 622 Rp. als Prämien ge­zahlt wurden. Im Bezirke Daressalaam fielen in den be­fannt gewordenen Fällen allein 51 Menschen Löwen zum Opfer. Auch der Polizeifeldwebel von Kilwa, Ullmann, ist auf der Löwenjagd von einem Löwen schwer verletzt worden. [ Deutsche Generalstabskarten bei russischen Manövern.] Im russischen Generalstabe ist so verrät ein polnisches Blatt seit einigen Jahren besonders bei größeren Manö­vern eine Karte des deutschen Generalstabs in Gebrauch, da sich erwiesen hat, daß sie besser ist, als die des russischen Generalstabs. Besonders einige Sektionen sollen vorzüglich und mit bewundernswerter Genauigkeit ausgearbeitet sein, so die Sektionen Lomza, Ostrolenka und andere. Die rus­sischen Stabsoffiziere beuken diese deutsche Karte ganz offen, und sie sind voll Anerkennung wegen ihrer Akku­ratesse.

[ Eine Verlobungsgeschichte in drei Kapiteln.] I.( Tel­tower Kreisblatt Nr. 50, 28. Februar 1904). Als Ver­lobte empfehlen sich: Ottilie Beckmann( Berlin)- Franz Henschel( Teltow)."- II.( Teltower Kreisblatt Nr. 56, 6. März 1904). Die Nr. 50 des Teltower Kreisblattes" enthielt meine Verlobungsanzeige. Ich erkläre hiermit, daß ich mich mit Ottilie Beckmann nicht verlobt und betreffendes Inserat nicht aufgegeben habe. Franz Henschel."- III. ( Teltower Kreisblatt Nr. 62, 13. März 1904). Als Er­widerung auf die Annonce des Franz Henschel im Teltower Kreisblatt" vom 6. d. M. bezügl. unserer Verlobung, er­kläre ich hiermit, daß unsere Verlobung am 30. November 1903 durch Ringwechsel und Absendung gedruckter Anzeigen stattfand. Ich betrachte mich daher auch noch als verlobte Braut, da bis heute noch keine Auseinandersetzung statt­gefunden hat. Ottilie Beckmann."- Ob nun eine Fortsetzung dieses Inseratenkrieges durch den renitenten Verlobten er­folgt oder ob das Verhältnis selbst weiter fortgesetzt wird, wie die hartnäckige Braut es will, darauf darf man gespannt sein. Vor einer Auseinanderseßung" scheint allerdings der Bräutigam wider Willen allen Respekt zu haben.

[ Er kennt sic.] Ein pikantes Geschichtchen weiß ein märkisches Blatt von einer der letzten Inspektionsreisen des Staatssekretärs des Reichspostamts Krätke. Er bereiste mit einem seiner Räte einen Oberpoſtdirektionsbezirk, und der Oberpostdirektor schließt sich beiden an. Alle drei sind Jung­gesellen. Auf einem Postamte fragt der Staatssekretär einen jungen Beamten: Wie ich sehe, sind Sie schon verheiratet? Sie sind doch noch recht jung?" Treuherzig antwortete der Angeredete: Ja, als Junggeselle verbummelt man zu ſehr. Die drei Herren lochten recht herzlich und fuhren von dannen.

[ Der Leibfriseur Richard Wagners] ist in Bayreuth verstorben. Es ist der Chirurg Schnappauf, der den Meister fast auf allen Reisen der letzten Lebensjahre begleitet hat. In Schnappaufs Armen war Wagner in Venedig auch ver­schieden.

In Deutschland entbehren ja allerdings die Parlaments­verhandlungen insofern etwas an politischer Bedeutung, als fie feinerlei Einfluß auf das Schicksal und die Zusammen­Segung der Regierungen haben, wie dies in parlamentarisch regierten Staaten der Fall ist. Aber auch das parlamentarische System hat seine großen Schattenseiten, denn nicht selten sind es ganz bedeutungslose Fragen, die über den Fortbestand eines Ministeriums entscheiden. Man hat das neulich wieder mit Deutlichkeit in England beobachten können, wo das Ka­binett Balfour beinahe über einen Parlamentsbeschluß ge­stolpert wäre, weil zufällig bei der Abstimmung über eine brinzipiell ziemlich gleichgültige Frage eine große Zahl von Mitgliedern der Regierungspartei fehlte. Der Minister­präsident hat seinen Mißerfolg ohne Konsequenzen hin­genommen, wahrscheinlich deshalb, weil in der augenblick­lichen Situation ein Regierungswechsel doch von zu großer Tragweite gewesen wäre. Dem Kabinett Balfour ist es ge­lingen, die Mittelmeerfrage in friedliche Bahnen zu lenken. Insbesondere mit Frankreich hat England förmlich einen Aus­gleich der afrikanischen Interessen herbeigeführt. Dagegen wird von englischer Seite geflissentlich Spanien zur Zeil bernachlässigt, jenes Spanien, das, von inneren Wirren zer­tissen, anscheinend am Vorabend einer Revolution steht. Auch die Beziehungen zu den Vereinigten Staaten von Nord­amerika sind für England durchaus günstige. Und das hat immerhin einige Bedeutung, weil bei einem etwaiger: Friedensschluß zwischen Japan und Rußland die Haltung dieser beiden Mächte entscheidend in die Gestaltung der Zu­funftspolitik eingreift. Wie die Dinge augenblicklich liegen,

[ Die geschlipste" Kravatte.] Eine schöne Bereiche­rung unserer armen Sprache bietet Ernst Eckstein in seinem letzten Roman Roderich Köhl" in dem Saße: Er schlipste ſich die Kravatte. Dem Autor werden jetzt von einem Fachmann felgende weitere Neubildungen empfohlen: Nachdem Edgar sich auf das Kanapee gesofat hatte, ferzte er ein Talglicht, bei dessen trübem Schein er das versprochene Schreiben an seine Braut briefte, dann beinkleidete er neue Hosen an, chemisettete ein reines Vorhemd an, zigarrte sich eine Ha­vanna an, liförte einen Kognaf, kneiferte sich ein Pincenez auf und beinte spazieren."

[ Kinder als Warenhausdiebe.] Große Warenhaus­diebstähle in Newyork haben eine seltsame Entdeckung ge­zeitigt. Es hat sich nämlich herausgestellt, daß Kinder von 4 bis 10 Jahren die Mehrzahl der Diebstähle ausführten. Da die unermüdlich umherwandernden Detektives ihr Augen­miert ausschließlich auf Erwachsene und allenfalls noch auf halbwüchsige Mädchen richteten, entging es ihnen, daß die sich an die Ladentische drängenden zwischen den Großen Kleinen beim Entwenden von Seidenstoffen, Spizen, Bändern, Bijouterien und anderen schönen Dingen eine emsige Tätigkeit entfalteten.

A[ Der gespaltene Mond.] In nächster Zeit erfolgt wieder einmal eine Bedeckung des großen Firsterns Alde­baran durch den Mond, und bei dieser Gelegenheit mag daran erinnert werden, daß bei den letzten Vorkommnissen dieses Ereignisses in den Jahren 1829 und 1831 der Stern für verschiedene Beobachter auf der Scheibe des Mondes abgezeichnet erschien. John Herschel war der Meinung, daß dem tatsächlich so wäre, und daß der Mond eine Spalte haben müßte, durch die hindurch der Stern sichtbar geworden wäre.

Das Neuefte aus den Witzblättern. Angenehme Aussicht. Schuldner( zwei Gläu­biger einander vorstellend, die sich bei ihm treffen): Herr Müller Herr Schulze... Na, die Herren werden sich ja noch häufiger bei mir sehen!"

[ Das Ende des Türmers.] Zum ersten April ist den beiden Personen, die den Nachtwachtdienst auf dem Goslarer Turme versahen, gefündigt worden, da diese Stellen ein­jehen sollen. Die Türmer versahen den Dienst abwechselnd. Alle Viertelstunde mußte die Runde gemacht werden und zum Zeichen dafür, daß dies geschah, hatte der Türmer ein lang gezogenes Hornsignal zu blasen, das dem Bürger bewies, daß für seine Sicherheit bei Feuersgefahr während der Nachtzeit ein Auge wachte. Wurde von dem Türmer irgend­vo ein Brand bemerkt, so hatte er das Signal zum Alarm

Anerkennung. Ihr Kompagnon hat eine Frau mit 50 000 Zalern geheiratet?" Ja e' sehr strebsamer Mensch!"

Schwere Autorität. Dein Schulzeugnis, Häns­,, Na, Vater, chen, ist wieder einmal ganz miserabel!" schön waren die Kritiken über dein letztes Drama gerade auch nicht!" echenstunde. Lehrer: Wenn Dein Bruder drei Acpfel hat, und er soll dir die Hälfte davon abgeben wieviel behält er?" Junge:" Drei." Lehrer: sch meine, wenn er dir die Hälfte abgibt?" Junge: Der gibt niſcht ab ich kenn' doch meinen Bruder!"

Noble Gesellschaft. Wirt( zum Stammgast): ,, Da schau'n S'' nein ins Nebenzimmer, was i' heut' für a' noble Jagdg'sellschaft hab': Der Herr Ferscht, der Herr Ferschter und der Herr Oberferschter!"

Unglückliche Liebe. Unteroffizier: Wie der Kerl abgemagert aussieht!... Sie lieben wohl unglücklich?" Refrut: Jawohl, Herr Sergeant! Die Madam schließt alles ab!" ( Fl. Bl.)

Kunft und Wissenschaft. RB. Ein Rennfahrer als Schauspieler. Wie aus Paris gemeldet wird, will der bekannte Rennfahrer Jacquelin unter die Schauspieler gehen. Der Ruhm seines Freundes Bourrillon, der bekanntlich Opernsänger geworden ist, lasse ihn nicht schlafen, und dann seien für ihn auf der Rennbahn kaum noch Lorbeeren zu holen. Jac.uelin soll in einer Rolle aus dem Hüttenbesizer" bereits Proben seines hübschen schauspielerischen Talents gegeben haben. Schließlich wird noch gemeldet, daß der jüngere Co.uelin, Frankreichs viel­bewunderter Heldendarsteller, die weitere Ausbildung des Radlers übernehmen wolle.