ife.
ei Muttern.
( ppetit, trant
Stud Auchen. Ser Befriedi Beschäftigung Möglichkeit, nur mandh
ochzeitsreise die Tochter. die Mama
Mein ganzes hegt, war es mir wie ein
t der Wunsch ,, das wird
Dir, Mama,
n Tränen in
enn da bur?" Abend am
te mich nicht schon nach mmen hatte.
elen fremden
as zerstreute Erscheinun mußt Du
ria gewesen, burde, hatte nd nun war
Blidh rief cr
Es erinnert
e dem Blicke
Das hübsche,
ß Du durch
bestimmt!"
plaudert.
ame( zum rmädchen):
enn mit den arg regnete?" Schilderhaus Mama!"
Juu
7.
junge Kind war ein ausgewachsenes, rothaariges, junges Mädchen, das die Worte meines Mannes verstanden haben mußte, denn es lächelte ihm ganz ungeniert zu."
„ Na, dafür konnte er ja nichts!"
„ Wer weiß! Verstimmend muß so etwas immer auf eine junge Frau wirken. Er hatte indessen noch etwas gesagt: Es erinnert mich" Wohlgemerkt, mit einem Gedankentrich. Und weiter hatte er nicht gesprochen. Offenbar hatte er sich verplappert. Ich fragte ganz harmlos:„ An wen erinnert sie Dich, Alfred?"" Ach, nichts," sagte er, eine flüchtige Aehnlichkeit fiel mir auf, das ist alles." Die ausweichende Antwort reizte natürlich meine Neugierde. Ich fagte anfangs gar nichts. Aber auf dem Heimwege fing ich wieder, scheinbar ganz zufällig, mit den Fragen an. Alfred bar, wie ich Dir schon erwähnte, sehr aufgeräumt, in miteilsamer Stimmung. Er begann mir von seinem Vorleben zu erzählen Geschichten, Mama, Geschichten, ich traute faum meinen Ohren!"
Wenn er nur endgiltig ausgetobt hat, mein Kind, das ist die Hauptsache!"
" Das rothaarige Mädchen hatte ihn an die Tochter feiner Hausfrau in Heidelberg erinnert und sie war so schön gewesen, sie hatte so zierliche, weiße Hände, so niedliche kleine Zähne gehabt, was weiß ich! Ich hörte ihm eine Beile zu, aber dann konnte ich nicht mehr an mich halten. Und genau vor dem Dogenpalast, Mama, da begann ich zu heulen wie ein fleines Kind. Alfred suchte mich zu beruhiger, aber ivas er auch sprach, es nützte nichts. Ich weinte die ganze Nacht, und am nächsten Morgen hatte ich ganz ge= schwollene Augen, und meine Nase war so dick wie eine Birne. Ja ging an dem Tage nicht aus, und Alfred mußte mir mit tausend Eiden schwören, nie mehr ein rothaariges Mädchen anzusehen. Kannst Du es begreifen, Mama, was die Männer an solchem Haar so herrliches finden?"
Mein Gott, die Männer leiden schon manchmal an Geschmacksverirrungen. Sehr hübsch war Deine Ansichtstarte aus Pisa, mit dem schiefen Turm."
..Mit dem schiefen Glockenturm, ja. Ich werde ihn nie bergessen. Denn wegen dieses dummen Turmes hatte ich dem ersten Streit mit meinem Manne."
Wegen des Turmes?"
„ Denke Dir, er wollte um jeden Preis den Turm bestei gen, das war überhaupt seine Leidenschaft, die Türme zu besteigen. Es sind aber, wie uns der Führer sagte, zweihundertvierundneunzig Stufen bis hinauf, und ich war todmi de. ,, Nein," sagte ich, ich besteige den Turm nicht, ich bin zu müde." ,, Aber, Kind," meinte er, es ist da oben eine wunderbare Aussicht zu sehen, auf der einen Seite sieht man das Meer, auf der anderen das Gebirge."„ Meinetwegen auch umgekehrt," erwiderte ich, ich habe schon genug schöne Aussichten gesehen, und wir werden noch genug sehen." „ Ja," sagte er, aber nirgends werden wir mehr einen Schiefen Turm wie diesen besteigen fönnen. Die Neigung ..Du hättest wohl gern, beträgt ja fast bier Meter." tvenn ich hinabfiele?" rief ich. Welcher Unsinn!" schrie er.- Unsinn? Du behandelst mich ja wie eine Wahnfirmige! Ich bin aber im Vollbesib meiner fünf Sinne, und ich sage Dir, ich gehe nicht hinauf, nein, nein, nein!" Dabei starnpfte ich mit dem Fuße auf.„ Gut," sagte er, so geh' ich allein!"„ Alfred," schrie ich, Du wirst hinunterfallen, wenn ich Dich da oben sehe, bekomme ich Krämpfe von Furcht." Kinderei!" Afred, wenn Du da hinauffletterst, rede ich nicht mehr mit Dir!" Glaubst Du, er hat mir den Willen getan? Nein. Bis zum Abend redete ich mit ihm nichts, was er auch tat und wie er auch bat. Er war am Ende so niedergedrückt, daß ich mich seiner erbarmte. Aber leicht habe ich ihm die Versöhnung nicht gemacht, das kann ich Dir sagen."
,, Unbegreiflich war mir, daß Ihr nicht bis nach Rom gefommen seid. Es stand doch auf Eurem Programm?"
" Ja. Aber in Florenz ist mir zu schreckliches widerfahren. Es hat mir ganz Italien verleidet."
,, Aber was denn, Adelchen? Davon hast Du mir ja gar nichts geschrieben?"
„ Denke Dir, Mama, wir gingen am Abend, nach dem Be perbrot, spazieren, wir kamen in eine schöne Straße und setzen uns vor ein Café, das hieß Café Flora.„ Ich weiß
-
er=
nicht," sagte mein Mann, warum die Cafés zu Hause nicht so hübsche Namen haben. Café Flora der Name hat etwas Anheimelndes, es ist doch alles poetisch in dem schönen Italien!"" Ich finde gar nichts an dem Namen," widerte ich.„ Ein Name ist wie der andere. Flora oder Adele, das ist ganz egal. Es kommt auf ganz andere Dinge an. Wenn Du eine Flora genommen hättest, wer weiß, wie die ausgesehen hätte!" Du nimmst alles persönlich," sagte er ärgerlich. Ich habe es nur im allgemeinen hübsch gefunden, daß das Café einen klangvollen Frauennamen trägt!" langvollen Frauennamen!" Ich lachte und sagte nichts weiter. Da kam ein freches Blumenmädchen herbei mit einer roten Tulpe im Haar und bot uns seine Ware an. Alfred begann sofort mit ihr zu sprechen, ich weiß nicht was, denn ich verstehe ja das Italienische nicht, aber er muß ihr etwas Schönes gesagt haben, denn sie warf ihm einen Blick zu einen Blick, Mama, daß ich beinahe einen Ohnmachtsanfall bekam. Dabei lachte sie, um ihre weißen Zähne zeigen zu können. Natürlich nahm er eine Rose aus dem Korbe des Mädchens und legte sie vor mich hin. Ich mag die Blume nicht," sagte ich.„ Warum denn?" fragte er. Weil das Mädchen zu schmutzig war," erwiderte ich. Wenn ich denke, eine Rose anzustecken, die diese in der Hand gehabt hat!" Du bist wirklich kindisch," sagte Alfred." Die Fioraje von Florenz sind weltbekannt wegen ihrer Schönheit, und es ist üblich, daß jeder Fremde eine Blume von ihnen tauft. Uebrigens war das Mädchen durchaus nicht schmutzig. Es war ärmlich, aber sauber gekleidet." Dieses Lob machte mich wütend. Ich nahm die Rose und warf sie auf die Straße. Da hast Du Deine Blume," rief ich, ich mag sie nicht." Nun flammte der Zorn in Alfreds Augen auf.„ Wahrhaftig," sagte er,„ Du bist manchmal unartig!" Unartig, Mama!. Eine solche Beleidigung, weil ihm die schwarze Stalienerin Augen gemacht hatte! Ich fiel beinahe vom Stuhl. Ich sagte aber nichts und beschloß, zu schmollen. Wirst Du es nun glauben, Mama? Er ließ mich schmollen und kümmerte sich nicht darum. Den ganzen Abend blieb er stumm. Zu Hause wollte ich ein Gespräch anknüpfen, er antwortete kaum. In der Nacht hörte er mich weinen, er fragte nicht einmal, was mir wäre. Und am Morgen, Mama, am Morgen wollte immer er ohne mich weggehen. In Florenz, Mama werde ich dieser Stadt gedenken! in Florenz mußte ich zum ersten Male zu Kreuze friechen. Da dachte ich, nein, weiter reise ich in diesem Italien nicht mehr! Ich kann allein nicht gegen ihn aufkommen! Ich brauche eine Bundesgenossin, nur Mama fann mir helfen! Fahren wir noch nach Rom, so bekomme ich dort sicher die ersten Prügel!"
,, Aber, Adelchen, Du bist wirklich kindisch, Dein Mann hat recht! Er wird Dich nie prügeln, dafür kenne ich Mfred zu gut. Aber Du darfst ihn nicht böse machen, wenn er reizbar ist. Und zu denken, daß darum die Reise nach Rom in die Brüche ging! Hat es Dich nicht gelockt, die ewige Stadt zu sehen? Hat es Dich nicht geschmerzt, Italien vorzeitig zu verlassen?!"
,, Gar nicht, Mama. Weiß Gott, ich hatte andere Dinge im Kopf. Einer jungen Frau ist die Ehe so neu, und alles ist so seltsam, was sie bringt. Ich dachte, ich lebte nur für Alfred, und die Reise gefiel mir nur, weil ich sie mit ihm machte!"
„ Das begreife ich ja halb und halb... Aber eine Reise nach Italien, das sind doch Erinnerungen fürs Leben!" ,, Sun ja. Ich sagte Dir ja schon Venedig, Pisa und Florenz-an die werde ich ewig denken!"
Nur wegen Deiner Chebegebenheiten? Nur darum fünfhundert Mark auszugeben und nach Italien zu reisen? Die ersten Tränen in der Ehe, Kind, der erste Streit mit dem Manne und das erste Zu- Kreuze- Kriechen- die wären Dir ja auch in Berlin nicht erspart geblieben, mein dummes Adelchen!"
Verfängliches Wort.
Gr: Frauchen, da bring' ich Dir für die Küche zwei prächtige Hafen mit die hab' ich auf der Jagd erlegt!" Sic:„ So! Wieviel hast Du dafür erlegt?"
gab. Da bereits im Jahre 1863 das damalige danische Haus im Mannesstamme ausgestorben ist, so hat rechtlich nach dem nen auf dem Legitimitätsprinzip das Augustenburger Haus einen Anen bon 9-12 pruch auf die Rückgabe der beiden Grafschaften. In dem ademburgischen Staatsgrundgesetz vom Jahre 1848 aber ist Bestimmt, daß das gesamte Staatsgebiet unteilbar sei. Der mittags eing Rechtsbeistand des Hauses Augustenburg jedoch nimmt an, mit der Auft Daß diese Bestimmung nur für die jetzige regierende Familie Provinzial- Sich gilte, daß aber die Rechtswirkung des Cessionsvertrags vom ngstermin Fahre 1676 im Falle ihres Erlöschens dadurch nicht aufghoben werde. Wir würden also vor der Frage stehen, ob nicht das Großherzogtum Oldenburg wieder in seine einzelnen ile zerfallen solle. Indem der Herzog Ernst Günther ließlich auf eine Entschädigung hinweist, befundet er allerSings, daß es ihm nicht um dieses Ziel zu tun ist, aber immerSin ergeben sich aus dem Legitimitätsprinzip die sonderbarsten Berwickelungen, deren Reihe in der vorangegangenen Aufhlung noch nicht abgeschlossen ist. Denn wenn wirklich das Saus Glücksburg den oldenburgischen Thron besteigen sollte, Sun würde es als nächsten Agnaten wieder das dänische
Borm. 10 Uhr henanfalt Oberhe
Dampfringelet,
.. Giessen
Bahnanschlüsse önigshaus mitbringen. Die Sachlage ist also folgende:
lephon Nr. 84.
ahnhofstrasse 50
optische Waren.
et:
Ik. 11.
Mk. 12,-
antie Mk. 18.
Zadurch, daß die russischen Erben aus der Nachfolge ausjeiden, wird die Thronanwartschaft eines dänischen Prinzen mit Hilfe eines deutschen Fürstenhauses dem oldenburgischen Ehrone näher gebracht.
Schon bei den sächsischen Fürstentümern und auch bei bar Erledigung des welfischen Herzogtums Braunschweig hat gezeigt, daß das Legitimitätsprinzip, d. h. die Vergebung der Fürstenkronen nach dem Prinzip eines unveräußerlichen Familieneigentums, die peinlichsten Widersprüche zu dem ichseinheitsgedanken ergeben kann. Es wäre deshalb am inschenswertesten, wenn die deutschen Fürsten einer reichsjeglichen Regelung der Thronfolge in der Weise zustimmen ollten, daß nur reichsdeutsche Familien einen erledigten rochene Feinde Deutschlands nach deutschen Fürstenkroner greifen.
Ein Unglückstag
in Deutsch- Südweftafrika. Eine Trauerfunde kommt aus dem Aufstandsgebiet in Güdwestafrika: Ein allzu kühner Ritt des Majors v. Gl a= jen app hat für uns den Verlust von sieben Offizieren und neumzcha Mann zur Folge gehabt. Außerdem sind drei
Leutnant Schäfer, Oberleutnant zur See Herrmann ( S. M. S.„ Habicht"), Gefreiter der Landwehr Wilhelm Schmidt, geb. 14. S. 1868 zu Gollendorf( Osterburg), Gefreiter der Landwehr Johann Senne, geb. 22. 1. 1870 zu Friedrichsfeld( Hofgeismar).
Leider scheint Major v. Glasenapp an diesem schweren Schlage nicht ohne Schuld. Angesichts der Tatsache, daß das ganze Land von Hererotrupps durchzogen wird, daß sie jogar die größeren deutschen Militärabteilungen dauernd umschwärmen, scheint es allzu unvorsichtig, daß Major v. Glasenapp sich mit seinem Stabe unter so geringer Bedeckung vor dem Gros seiner Kolonne so weit vorauswagte. Indessen fann man selbstverständlich von hier aus ein sicheres Urteil hierüber sich nicht bilden. Vielleicht war das Vorausreiten Glajenapps aus taktischen Gründen geboten. Der Major selbst wird ja wohl bald nähere Aufschlüsse über den Hergang geben.
Je größer die Opfer sind, die uns die Rebellion des schwarzen Gesindels fostet, um so energischer wird hoffentlich auch die Züchtigung sein, die unsere Regierung den Hercro 311 teil werden läßt. Für diese Völker ist nur eins am Plate. völlige Entrechtung. Auf Gnade und Ungnade müssen sie dem Willen des Gouverneurs unterworfen sein. Nur dann wird es gelingen, die Kolonie für Deutschland nugbar zu machen.
*
Wie verlautet, werden in der nächsten Zeit folgende Truppentransporte auf Dampfern der WoermannLinie von Hamburg nach Deutsch- Südwestafrika abgehen: Am 25. März 400 Mann auf dem„ Feldmarschall", am 30. März der Markgraf" mit 500 Pferden und der„ Entrerios" mit 100 Mann und 400 Pferden; am 7. April endlich die Lucie Woermann" mit 400 Mann.
Der Krieg in Oftafien.
Das Schicksal des Wladiwostoker Geschwaders beſchäfrigi die englischen Korrespondenten lebhaft weiter. Es soll sich auf hoher See befinden, mit der Absicht, nach Rußland zurückzukehren.
Falls diese von mehreren Seiten zu gleicher Zeit auftauchende Meldung auf Wahrheit beruht, so ist es höchst wahrscheinlich, daß das Wladiwostok- Geschwader
die nordöstliche Durchfahrt durch das nördliche Eismeer versuchen mird. Wenigstens
13. Jahrgang.
ionspreis: Die einspaltige Petitzelle für ganz Om die Kreise Wetzlar und Marburg 10 Pfg. sonft 15 Reklamen die Petitzelle 30 refp. 40 Pfg.
Postzeitungsliste No. 3269.
on und Expedition: Gießen, Seltersweg Fernsprechanschluß Nr. 362.
ichten
eßener Seifung)
: Gießen und Umgebung. Behörden von Oberhessen.
folgende Petersburger Telegramm mit Sicherf hin:
Wladiwostok- Geschwader hat sich am Dienstag wendung von Dynamit eine Fahrrinne durch das Hafens geschaffen. Man nimmt an, daß das Genach der Insel Sachalin gegangen ist. Bei der ing Wladivostoks durch die Japaner befand sich hwader im inneren Hafen.
Fahrt durch das Eismeer bedeutet nicht nur einen ersuch für das Wladiwostok- Geschwader, sondern als ein Erperiment aufzufassen, das größere Ziele at. Der Geschwaderchef soll erkunden, ob die große russische Hilfsflotte
Bege durch das Eismeer den Kriegsschauplatz ern. Darauf weist folgendes Telegramm aus
11:
behauptet sich das Gerücht, daß die Kreuzer des ostok- Geschwaders sich schon seit längerem auf der
rt nach Rußland befänden. Das Problem der egänzung unterwegs soll gelöst worden sein. Das Jeschwader werde dann die große russische Flotte, m Sommer nach Ostasien abgehen soll, wieder
t.
es doch schon seit langem, daß die große russische nach dem Kriegsschauplatz von der Heimat aus t werden soll, auf dem Wege durch das nördliche r Ziel erreichen will. Ob dies allerdings möglich muß abgewartet werden. In amerikanischen vird das Projekt eifrig diskutiert. Der Polareary bejaht, General Greely, auch ein bekannter jer, verneint die Durchführbarkeit.
die Landoperationen liegen sehr widerspruchsvolle tvor: Während ein Londoner Privattelegramm u von einer
Schlacht am Jaluflusse
i weiß, in der die Russen 1800 Japaner zu Gefanacht haben, wollen andere Berichterstatter wissen, samten russischen Streitkräfte, mit Ausnahme von n, über den Jalu zurückgezogen worden sind. Die trouillieren zwischen dem Jalu und Phjongjang. issen sind bei Kiuliencheng zusammengezogen Bwischen dem letzteren Orte und Antung befindet nie von Posten von je fünf Kosaken in einer Entn 500 Yards von einander. Der russische General fo meldet, daß sich in Phjongjang japanische Init einigen Geschützen befindet. Bei Andschu tam es zu einem unblutigen Vorpostengefecht.
Die Politik.
A Ginige Blätter regen sich darüber auf, daß als Vettreter des Generalstabes der bayerischen Armee" der bayerische Major v. Stetten den Operationen des japanischen Heeres in dessen Hauptquartier beiwohnen wird. Man geht dabei von der Voraussetzung aus, daß Major v. Stetten nicht als Vertreter der deutschen, sondern der bayerischen Armee nach Ostasien gehe. Das sei bedauerlich, denn dem Auslande gegenüber sollte das deutsche Heer immer als ein einheitlicher Haufe erscheinen. Diese ganze Aufregung ist gegenstandslos. Die japanische Heeresverwaltung hatte s. 3t. der deutschen Heeresleitung die Teilnahme von vier Zwei Offizieren in ihrem Hauptquartier zugestanden. preußische Offiziere, Oberstleutnant Förster und Hauptmann Hoffmann, befinden sich bereits auf der Reise nach Japan. Als weiterer militärischer Beobachter wurde der Militärattachee bei der deutschen Gesandtschaft in Tokio, Major von Ezzel, bestimmt, der sich bereits beim Hauptquartier der japanischen Operationsarmee befindet. Als vierter deutscher Offizier wurde Herr v. Stetten ausgewählt. Preußen hat selbst bei der bayerischen Heeresverwaltung die Entsendung eines bayerischen als des vierten deutschen Offiziers angeregt, um so dem zweitgrößten deutschen Heeresfontingent ebenfalls einen Einblick in die Operationen in Ostasien zu ermöglichen. Was also als partikularistische Maßregel ausgelegt wurde, ist im Gegenteil ein Beweis des ausgezeichneten Verhältnisses zwischen Bayern und dem Reiche.
Auch die Reichstagsersazwahl in Zschopan- Marienberg, wo bei der Hauptwahl der Sozialdemokrat Rosenow gewählt wurde, hat fein endgültiges Ergebnis gehabt: Es kommt zur Stichwahl zwischen Pinkau( Sozd., 10 156 Stimmen) und Zimmermann( Reformpartei, 5986 Stimmen). Schanz( fons.) erhielt 4316 Stimmen. Der Wahlkreis ist bekanntlich derselbe, in dem ursprünglich Göhre als sozialdemokratischer Kandidat aufgestellt war.
Der bekannte Begründer und Leiter des Deutschen Vereins abstinenter Eisenbahner", Eisenbahndirektor de Terra, dessen Versetzung nach Stolp s. 3t. Aufsehen erregte, scheidet zum 1. April aus dem Dienst, um sich ganz seinen gemeinnützigen Bestrebungen zu widmen.


