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und ich

dab ia) mich zu verteidigen verstehe.'

wieder zu besuchen, ging er nach seiner Wohnung, während Nachdem wir uns von dem Pfarrer verabschiedet hatten recht herzlich aufgefordert hatte, mich recht bald

auf meiner Sut bin, werden die Schurren and bato erfahren,

wir der Küste zuschritten.

Nur wenige Worte weds wir unterwegs.

ein schöner,

sternenheller

Es war

Das einsame Moorland

glänzte im Dämmerlichte, vom wolkenlosen Himmel leuchteten und nur das Rauschen der

ner Tränen zeigte.

meines Patienten beendet hatte. ging auch er weg und bot mir seine Begleitung an. ständig leer. Plötzlich unterbrach Pater Antonius das Schwei­war eine ſtille Mondscheinnacht, und die Straße war voll­Eine Zeit lang gingen wir schweigend zusammen. gehen, wartete er in der Küche, bis ich die Untersuchung wieder dort, aber anstatt mir wiederum aus dem Wege zu Ein paar Als ich das Haus verließ, Es

Abende

später

traf ich in

Mr. 91.

mementoprets: in Gießen, abgeholt monatlich 50 Pfg., Saus gebracht 60 Pfg., durch die Poft bezogen viertel­fährlich Mr. 1.50.

Bebettagen: Oberheffische Familienzeitung( täglich) und die Gießener Geifenblasen( wöchentlich).

Bas Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags.

Dienstag, den 19. April 1904.

Gießener

13. Jahrgang.

Insertionspreis: Die einspaltige Betitzeite für gang. O hefsen, die Kreise Wezlar und Marburg 10 Pfg. font to Reklamen die Petitzeile 30 refp. 40 Bfg.

Postzeitungsliste No. 3269.

Redaktion und Expedition: Gießen, Seltersweg Fernsprechanschluk Nr. 362.

Neuelle Nachrichten

( Gießener Tageblatt)

Binabhängige Tageszeitung

( Gießener Beifung)

für Oberheffen und die Kreise Marburg und Weßlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen.

Die letzten Reichstagsdebatten. ( Von unserem parlamentarischen Mitarbeiter.) Dem Reichskanzler ist endlich sein bischen Gehalt" für und seine Kanzlei bewilligt. Fünf Tage hat Graf Bülow rum ringen, fünf Tage Rede und Antwort stehen, fünf age Angriffe abwehren müssen von rechts, von links und von Mitte. Während der Beratung des Reichskanzleretats nte man mit minutiöser Genauigkeit zwei Etappen unter­peiden. Die erste war gekennzeichnet durch die Antwortrede Grafen Bülow auf das politische Verhör, das der natio­lliber ale Abgeordnete Dr. Sattler über die Fragen der aus­Gärtigen Politik mit ihm angestellt hatte. Die zweite Stufe murde eingeleitet durch die Antwortrede des Reichskanzlers uf die an seiner Wirksamkeit von dem Grafen Reventlow bte ritit.

Die erste Rede hat keinen großen Erfolg gehabt, weil der leichsfanzler eine materielle Erörterung über die schwebenden Fragen vermied und sich auf die allgemeine Mitteilung be­chränkte, daß Deutschland eine durchaus friedliche Tendenz ver­ollge und daß man zu seiner Regierung das Vertrauen haben ddfe, er werde die Geschäfte der auswärtigen Politik im Sinne der Reichswohlfahrt leiten. Eine derartige Erörterung Demag naturgemäß selbst die loyalsten Politiker nicht zu be­fafriedigen. Man will von dem verantwortlichen Leiter eines Shoeiches mehr hören, als allgemeine Versicherungen. Die 3eite Rede des Reichskanzlers war deshalb ungleich wir­fangsboller, weil er die Situationsschilderung nicht ganz un­tetaließ, die pessimistischen Anschauungen wegen einer angeb­Tilhen solierung Deutschlands indes mit dem Hinweis auf unsere physischen Machtmittel, auf unser starkes Landheer und auf unsere wachsende Flottenmacht, abwies. Das sind aller­dings zwei Faktoren, die als äußerstes Mittel bei internatio­nen len Fragen gewaltig mitsprechen und es kann nur nüßlich sein, wenn auch dem Auslande gegenüber derartige zeitge­miße Erinnerungen nicht fehlen.

Bemerkenswert war die Debatte über den Etat des Reichs­folmlers indessen noch aus einem anderen Grunde. Zum 31eiten Male hat der Abgeordnete Bebel, der bekanntlich irim Jahre 1870 gegen die Bewilligung der Kriegsanleihe stimmte, die Erklärung abgegeben, daß auch die Sozialdemo futatie richt auf einen Fuß breit deutscher Erde verzichten wirde. Außerdem hat er die Verbrüderung der internatio­nalen Sozialdemokratie in ganz neuem Sinne interpretiert. Eschiem sie seither in den sozialdemokratischen Darstellungen 000 als ein Kampfesmittel des Proletariats zur Erlangung der Herrschaft und zur internationalen Umgestaltung der Staats­ordnung, so wurde sie durch die neueste Erörterung des Abge­ordneten Bebel zu einem idealen Streben gestempelt. Die proletarische Bevölkerung soll nach seiner Erklärung in aller Herren Länder Fühlung miteinander suchen, um die herr­fendem nationalen Gegensäte durch ein gegenseitiges Ver­Estehen und durch einen friedlichen Ausgleich zu überwinden. Zum Schluß muß auf die veränderte Haltung der Elsaß­thringer hingewiesen werden. Sie traten wieder auf, um für ihre Heimat eine eigene Vertretung im Bundesrat zu ver­" Talmen, eine Forderung, die wohl kaum erfüllt werden kann, wil gerade der Bundesrat der Souverän der Reichslande ist; alber sie kleideten ihr Begehren in eine so maßvolle Form und lileen auch durch den Inhalt der Reden erkennen, daß die restler bewegung endgültig überwunden ist. Diese Tendenz tr tantum so schärfer hervor, als die Polen wieder mit endlosen Befschwerden auftraten. Elsaß- Lothringen ist deutsch gewor­dean, weil deutsches Volkstum dort ansässig ist und deutsche Art und deutsche Sprache auch durch die mehrhundertjährige Zu­gehorigfeit zu Welschland nicht untergegangen sind.

fie

an nur herzhaft,

ist der Griff nicht schmerzhaft.

Militär Su

Der vaдummel.

Ierander WiIfe.

war er heran. Ein wilder luch schwebte dem Säuptling auj

Sauptmann ben edlen Reiter berangelprenat tominen. Ichun

Doch was sich wie das Geisterpfer begab, lies in starr und

offenen Mindes verharren.

feligen conore fausten Roß und Reiter an ihm vorüberle

Galopp, Reiter schitoben!"

burre, hurre,

app hopp, hopp, gings fort in ſauſendent

tab, Himmelhund, will er wohl?" schrie nun Zettdorf. Kies und Funken stoben und Roß und

den Lippen.

Der Krieg in Oftafien.

In Londoner Blättern taucht das angeblich wohlbegrün­pende Gerücht von einem Anschlag der Japaner auf Niutschwang der mit Aufbietung starker Machtmittel ins Werk gesetzt Derden soll.

Die Londoner Meldung beruht auf dem Bericht eines Tilgnzeugen aus Schanhaikwan, der eine

mit dem

fault:

große japanische Landungsflotte

Kurs auf Niutschwang gesehen haben will, und Der Kapitan eines in Niutschwang aus Tschifu ein­getroffenen Dampfers berichtet, er habe eine 26 Schiffe

fe japanische Flotte mit 100 Transportschiffen nördlich bon Port Arthur im Golf von Tschili gesehen. Die Flotte ei im nördlicher Richtung gefahren, und man nehme an, baß sie nach Kaitschou südwestlich von Niutschwang be­fimmat sei. leb er den Verlauf der

lekten Kämpfe vor Port Arthur

lieigt munmehr der ausführliche Bericht des Admirals Togo inn Bortlaut vor, der allerdings nichts wesentliches mehr den berts befannten Tatsachen zufügt. Er bestätigt, daß ein ruder Torpedojäger nach einem Kampf von 10 Minuten durch japanische Torpedoboote in den Grund gebohrt wurde uro miit der ganzen Mannschaft unterging, die zu retten

Feine Zeit war". Wie die Vetropawlowsk" sant, schubert Admiral Togo nicht näher. Er sagt nur ganz furz: Wäh­rend des Versuchs des Feindes, den Hafen zu erreichen, lief ein Linienschiff vorn, Typ Petropawlowsk", auf eine von uns in der vorhergehenden Nacht gelegte Mine auf und sank um 10 Uhr 32 Minuten vormittags." Berichte russischer Offiziere ergeben, daß bei dem Untergang des Petropaw­lowst" zwei durchaus von einander getrennte Ervlosionen gehört wurden, bevor das Schiff unterging. Die erste war durch eine Mine veranlaßt und die zweite erfolgte, als das Magazin Feuer fing. Nach diesen Mitteilungen ist auch die Verletzung des Panzerschiffes Pobjeda", das von Torpedos getroffen wurde, feine leichte, wie Admiral Togo in seinem Bericht annimmt, sondern der Bug wurde unter der Wasser­linie getroffen. Drei Kompartiments füllten sich mit Wasser. Nach derselben Quelle soll allerdings auch ein japanischer Torpedojäger gesunken sein. Während des folgenden Bom­bardements wurden über hundert russische Soldaten und Matrosen verwundet oder getötet. Admiral Togo wurde von dem japanischen Marineminister Jamamoto telegraphisch bem Erfolg seines achten Angriffs auf Port Arthur beglück­wünscht. Das glänzende Ergebnis, sagt der Minister, ist zwar auf die leuchtenden Tugenden des Kaisers zurückzu­führen, aber die treue und tapfere Haltung der Offiziere und Soldaten hat hervorragenden Teil daran. An ihrem Ver­halten ist nichts auszusetzen.

Angesichts der drohenden Situation hat ein großer Kriegsrat in Petersburg

unter Vorsitz des Zaren stattgefunden, dem alle Großfürsten beiwohnten. Der Kriegsrat war der Ansicht, dak trotz des Verlustes des Petropawlowsk" die Lage in Ostasien un­berändert geblieben sei. Die Verteidigungswerke von Port Arthur sowie die Geschütze der Panzer und Kreuzer genügten vollständig zur Verteidigung. Wie es heißt, wurde aber eine Mobolisierung von 500 000 Mann für die Mandschurei be­schlossen.

Die Polink.

Teme vetlagenswerte Spaltung im deutschen Frotten­verein ist auf der soeben in Dresden abgehaltenen General­bersammlung dieses Vereins zu Tage getreten: Zwischen der Provinzialgruppe Berlin- Mark Brandenburg und dem Ge­samtvorstand des Vereins ist es vor einiger Zeit zu Streitig­feiten gekommen, die ihren Grund in Meinungsverschieden­heiten über das Vereinsorgan Die Flotte" hatten. Auf die Anträge, die die Provinzialgruppe wegen der Redaktion der Flotte" in Dresden einbringen wollten, hatte der Ge­samtvorstand des Vereins in einer Vorstandssitung mit einer Art Mißtrauensvotum gegen die Provinzialgruppe geant­wortet. Daraufhin zog die Provinzialgruppe in der Haupt­versammlung ihre Anträge zurück und erklärte weiter: Sie habe ihren zur Hauptversammlung abgeordneten Vertretern anheimgegeben, an den weiteren Veranstaltungen des Flotten­vereins nicht mehr teilzunehmen, da eine Mitwirkung der Gruppe Berlin- Brandenburg keinen Erfolg mehr verspreche. In der Hauptversammlung wurde der Versuch gemacht, den unerfreulichen Riß in dem Verein zu heilen. Indes gelang das nicht, da weder der Gesamtvorstand noch die Provinzial­gruppe den ersten Schritt tun will. Hoffentlich findet sich bald ein Modus, den Zwist beizulegen. Aus der Haupt­versammlung des Vereins, an der auch der sächsische Kron­prinz teilnahm, ist noch zu erwähnen: Die Versammlung beschloß die Veranstaltung einer Lotterie zum Besten mari­timer Wohltätigkeitsinstitute und für Zwecke des Vereins. Admiral Hollmann ist aus dem Präsidium ausgeschieden; Reichsrat Freiherr v. Würzburg- München wurde zum Vize­präsidenten gewählt. Die nächste Tagung findet in Stutt gart statt.

Ein Münchener Blatt tischt der Welt die Sensations­nachricht auf, der Konsistorialpräsident der Pfalz und Abg. Dr. Hammerschmidt seien nach Berlin gereist, um den Kaiser zur Teilnahme an der Einweihung der protestantischen Kirche in Speyer einzuladen; die Herren hätten aber eine ab­schlägige Antwort erhalten, weil sie nicht zuvor den Prinz­Regenten von Bayern eingeladen hatten. Unserem Berliner CB- Mitarbeiter wird diese ganze Geschichte von authentischer Seite als völlig erfunden bezeichnet.

Unter feinen Umständen dürfen Kriegervereinsmitglieder einer unter sozialdemokratischer Leitung stehenden Gewerk­schaft angehören, wenn sie auch selbst ganz und gar keine Sozialdemokraten sind. Das ist in kurzen Worten der In­halt eines Rundschreibens, das der preußische Landeskrieger­berband an die ihm angeschlossenen Kriegervereine versendet. In dem Schreiben heißt es: Der Vorstand eines großen Unterverbandes hat auf die Frage, ob Kriegervereinsmit­alieder, die lediglich deshalb einer unter sozialdemokratischem Einflusse stehenden Gewerkschaft beitreten, weil sie sonst keine Arbeit finden könnten, aus den Kriegervereinen auszuschließen seien, die Antwort gegeben: Die bloße Zugehörigkeit zu einer Gewerkschaft bilde in einem solchen Falle kein Hinder­nis für die Kriegervereinsmitgliedschaft, wenn der Be­treffende sonst seine Pflichten als Kriegervereinsmitglied er­

fülle. Diese durchaus irrtümliche Auskunft ist tief be­dauerlich." Weiter heißt es ausdrücklich, daß ein Kriegerver­einler einer sozialdemokratisch geleiteten Gewerkschaft ange­hören dürfe.

Oefterreich- Ungarn.

An allen Ecken und Enden Streiks, das ist das Krite­rium der gegenwärtigen innerpolitischen Lage in Ungarn. In der Hauptstadt streiken die Konditorgehilfen und die Lohn­futscher, in Debreczin die Bürstenfabrikarbeiter, und selbst auf dem Lande beginnen die Arbeiter, zunächst die Zucker­fabrikarbeiter, zu streiken. Das kann, wenn das so weiter geht, noch gut werden.

Spanien.

A Der ersten Petardenexplosion in Barcelona ist eine zweite gefolgt: Mitten im Stierkampfzirkus plagte am Sonntag Abend eine Petarde. Es entstand eine Panik, doch wurde kein Schaden angerichtet. König Alfons befand sich nicht im Zirkus.

Rufsland.

Kaum hat sich die Erregung über die jüngste Bomben­explosion im Hotel du Nord in Petersburg einigermaßen ge­legt, so wird ein neuer Bombenanschlag aus Moskau ge­meldet. Der dortige Universitätsprofessor Iwanow, der sich bei den freisinnigen Studenten unbeliebt gemacht hat, fand eine Bombe in seinem Bett. Außerdem erhielt er Drohbriefe, worin die revolutionäre Partei ihm den Tod ankündigte. Wenn solche Dinge vorkommen, kann man sich nicht darüber wundern, daß die russischen Behörden die Stu­denten auch bei geringfügigen Anlässen mit besonderer Härte behandeln.

Balkan- Staaten.

Kaum hat sich Bulgarien mit der Pforte geeinigt, da sucht es sein Mütchen an einem anderen zu fühlen: Zwischen Bulgarien und Belgien ist es zum Abbruch der diploma­tischen Beziehungen gekommen. Allerdings hat bisher keiner der beiden Staaten seinen diplomatischen Vertreter bei dem anderen Staat abberufen. Aber man schneidet einander diplo­matisch. Veranlassung zu dem Sturm im Glase Wasser gab der Umstand, daß die bulgarische Regierung bei der von Bel­gien verlangten Auslieferung zweier in Sofia verhafteter belgischer Schwindler völkerrechtswidrige Schwierigkeiten ge­macht habe. Nun, über diesen Konflikt wird ein Weltkrieg nicht ausbrechen!

Afrika.

Vor einer neuen Burenerhebung scheinen die Engländer eine Heidenangst zu haben. Nach einer von britischen Blättern veröffentlichten Meldung aus Pretoria sollen sich 70 Hol­länder heimlich von Johannesburg nach dem Lydenburg­Distrikt begeben haben, wo angeblich ausgedehnte Waffen­und Munitionsvorräte für sie aufgestapelt liegen. Eine Untersuchung habe ergeben, daß sie beabsichtigten, sich durch Plünderung der in den Außenbezirken liegenden Banken und Geschäftshäuser in den Besitz von Geldmitteln zu setzen und dann sämtliche Farmen im Norden von Transvaal aufzusuchen, um dort Leute zu einem Aufstand an­zuwerben. Offenbar handelt es sich bei dieser Meldung um müßiges Geschwätz. Eine neue Erhebung der Buren wird ja einmal kommen, weil sie kommen muß. Aber solche Erhebungen macht man nicht mit angeworbenen Söldnern. Einstweilen können die Engländer über die Lage in Süd­afrika noch ruhig sein, an den Kragen wird es ihnen erst später gehen.

Deutfcher Reichstag.

( 69. Sibung.) CB. Berlin, 18. April. Nach Erledigung einiger Rechnungssachen wurde heute vor gähnend leeren Bänken zur Abwechselung wieder ein­mal Sozial- und Mittelstandspolitik getrieben. Den Anlaß dazu boten zwei zum Etat des Reichskanzlers eingebrachte, aber zu gesonderter Beratung gestellte Resolutionen. In der ersten bringt das Zentrum seine Wünsche wegen tunlicher Berücksichtigung ortseingesessener Handwerker und Arbeiter und wegen Verbesserung des Submissionswesens bei Ver­gebung von Arbeiten und Lieferungen durch Reichsbehörden und Gemeindeverwaltungen zum Ausdruck; die zweite, so­zialdemokratische, zielt darauf ab, die Lohn- und Arbeits­bedingungen für die Arbeiter in den Verträgen der Marine­und Handelsverwaltungen mit Lieferanten und Unternehmern günstiger zu gestalten. Der Abg. Gröber wandte sich bei der Begründung des Zentrumsantrages scharf dagegen, daß die Sozialdemokraten auch bei dieser Gelegenheit ein­seitig nur die Interessen der Arbeiter schüßen wollten, legte die Schäden des Submissionswesens dar, und machte Vor­schläge, wie im einzelnen Remedur geschaffen werden könne, bis eine entsprechende Organisation des Handwerks die völlige Abschaffung der Submissionen ermögliche. Dr. Braun verteidigte in seiner Antwort die Haltung der Sozialdemo­fraten mit der Behauptung, daß das Handwerk durch die er­drückende Konkurrenz der Großindustrie doch dem Untergange geweiht sei. Im Interesse der Allgemeinheit aber will er die Submissionen beseitigt und allenthalben den staatlichen Regiebetrieb eingeführt wissen. Für die Zentrumsresolution und gegen die der Sozialdemokraten erklärte sich dann der Aba. Dröscher namens der Konservativen. Dr. Sieber namens