Ermordung des finifchen Gouverneurs. N Petersburg, 17. Juni. Gestern wurden in dem finländischen Senat in Helsingfors bon dem Sohne des Senators Schauman mehrere Revolverschüsse auf den Generalgouverneur Bobrikom abgegeben und dieser am Unterleib schwer verwundet; er ist in der letzten Nacht seinen Verlegungen erlegen. Der Attentäter hat sich auf der Senatstreppe an der Stelle, wo er sein Attentat verübte, sofort selbst entleibt. Da dieser Mörder den gebildeten Ständen angehört, die gegen die gewaltsame Unterdrückung der finischen Nationalität aufs höchste erbittert sind, so ist die Mutmaßung auf politischen Mord naheliegend und auch die natürlichste Erklärung des Tatmotivs. Bobrikow war dazu berufen, die Russifizierungspolitik gewaltsam durchzu führen und er war mit seinem herrischen und rücksichtslosen Naturell der rechte Mann am Plaze. Er unterdrückte die nationalen Zeitungen und Vereine, warf einflußreiche Per sönlichkeiten ins Gefängnis und führte auch die russische Ver. handlungssprache in dem Senat, dem finischen Scheinparla mente, ein. Daß ein solcher Mann verhaft ist und stets sein Totenhemde trägt, ist nur zu begreiflich. Nun ist er gewalt. jam vom Schauplatz seiner Tätigkeit entfernt.
Ist aber auch das System tot? Nein und dreimal nein. Hier wird sich lediglich das Bibelwort erfüllen:„ Mein Vater hat euch mit Beitschen gezüchtigt, ich will euch mit Skorpionen züchtigen." Hier in Petersburg wird man auch durch einen finischen Terror nicht von dem Wege der gewaltsamen und gewalttätigen Russifizierung abgebracht werden. Auf Bobri fom wird ein Mann folgen, der auch seinerseits den Terror zum Regierungssystem erhebt. Wie irren die westeuropäischen Zeitungen, wenn sie an eine Milderung des absolutistisch. bureaukratischen Regiments hoffen. Wir sind weiter davon entfernt als je, und allenthalben gärt es, so daß es nur eines leisen Funkens bedarf, um den Zündstoff in Lohe zu verwandeln.
Das sah man so recht deutlich wieder an dem Straßenfamp| in Warschau, der aus einer durchaus geringfügigen Ursache entstanden war. Die Arbeiter wollten bei einem Brande löschen helfen, wurden aber von der Polizei in einer rohen Weise drangsaliert. Infolgedessen kam es zu einem Aufruhr, so daß schließlich berittenes Militär mit scharfen Salven eingreifen mußte.
Auch im Osten, am Altaigebirge, gärt es: Reisende er. zählen, in der Umgebung von Uſtjuana sei bereits ein Mann erschienen, der sich für den von den Mongolen und Kalmücken des Altaigebirges erwarteten Gott Airot ausgebe und dort eine Jurte bewohne. Er zeige sich dem Volke nicht und lasse sich von einem weißgekleideten Greis und einem jungen Mädchen bedienen, die er als Vermittlerin für seine Mittei lungen an die Bevölkerung benute. Es sei schwer, von diesen Mitteilungen Kenntnis zu erhalten, denn die Mongolen und Kalmücken, die früher Russen gegenüber sehr mitteilsam ge wesen seien, hielten jetzt alles geheim. Bekannt sei nur, daß es nach der Lehre dieses Mannes verboten sei, anderes Geld als Gold- oder Silbergeld zu besitzen, und daß die Mongolen sich deshalb des in ihrem Besize befindlichen Papiergeldes um jeden Preis entäußerten.
Die Zustände im Innern Rußlands sind trostlos in einem Augenblicke, da die Kräfte des Landes in dem ostasiatischen Kriege festgelegt sind und da es gerade des nationalen Schwunges und idealer Kräfte am meisten nötig hat.
Proufsifche Landtag.
Hans der Abgeordneten.
RK Berlin, 17. Juni. ( 84. Sitzung.) Das Haus ist noch immer gut besucht, selbst die Doppelmandatare sind noch nicht in das Gebirge oder an die See entwichen. Zunächst wird, nachdem die vertagte Ab stimmung über das Wildschadengeset durch zu stimmung erledigt war, der Antrag des Grafen Douglas daß die geistlichen Militärgesangbücher den ausgedienter Mannschaften als Eigentum überlassen werden, mi allen gegen 4 Stimmen angenommen. Der Antrag bes Abg. von Bodelschwingh auf staatliche Beihilfer zur Einrichtung von Arbeitsstätten für Wander. burschen wird nach längerer Debatte der Gemeinde fommission überwiesen. Die Vorlage über die Fort bildungsschulen in Hessen Nassau wird an genommen, desgl. der Gesezentwurf über die Vervollständi gung des Eisenbahnnetes.
Kunft und Wiffenfchaft.
RN Gin hypnotisches" Hospital. Wie aus Newyork be richtet wird, fündigt Professor Hyslop von der Columbia Universität, eine der ersten Autoritäten auf dem Gebiete des Hypnotismus in Amerika, die Gründung eines Hospitals für die hypnotische Behandlung von Krankheiten in Newyorl an. Ein bekannter Millionär hat, unter der Bedingung, daß noch andere Beträge gezeichnet werden, eine große Summe in Aussicht gestellt; bei der bekannten Liberalität der amerikanischen Multimillionäre, die sich mit solchen Spenden für die Wissenschaft gegenseitig zu übertrumpfen suchen, werden auf diese Weise die erforderlichen Mittel bald zusammen. gebracht sein.
Lokales.
18. Juni 1904. Ernannt wurde der Zahlmeister- spirant Volland vom 116. Infanterieregiment zum KreistassenRendant in Marburg.
*** Durch Entschließung Großherzoglichen Ministeriums der Justiz vom 16. Juni d. I. wurde der Gerichtsakzessist, Friedrich Traber in Gießen, Sohn des Baumeisters Traber Borsigender der Meister prüfungskommission von Oberhessen, zum Gerichtsassessor ernannt.
+ Die lezte Nacht hat im weiten Umkreis mehrere Gewitter und ein Wetterleuchten zur Entladung gebracht, wie es selten geschieht. Naturgemäß sind auch sonstige außergewöhnliche Niederschläge im Gefolge solcher Unwetter, es wird uns mitgeteilt, daß in Lich Hagel gefallen ist.
* Der Neubau des Bahnhofsgebäudes zu Gießen ist seit einigen Wochen im Gange. Das jebige Empfangsgebäude wird bis auf den südlichen Teil vollständig umgebaut, während nach dem Bahnsteig der oberhessischen Bahnen ein vollständig neuer Flügel erbaut wird. Hier
find die Arbeiten bereits bis zu Stockwerkhöhe vorgeschritten. Bis Weihnachten soll ein Wartesaal vollendet sein, worauf der Wartesaal 3 und 4. Klasse dorthin verlegt wird. Die Fahrkarten- und Gepäckschalter sind schon in einem provisorischen Anbau untergebracht. Nächstes Frühjahr wird der Mittelbau des Bahnhofs bis auf den Grund niedergerissen und zu einer etwa 50 Wtr. langen, 17 Wtr. breiten VorHalle eingerichtet, über deren Mitte sich ein hoher Turm
wird abgehalten in Gießen, Nordanlage 9, parterre, wo auch die Anmeldungen angenommen werden.
A Im zoologischen Garten zu Frankfurt ist Sonntag während des ganzen Tages der Eintrittspreis auf 50 Pfg.( Kinder 25 Pfg.) und für das Aquarium mit dem Reptilienhaus auf 20 Bfg. ermäßigt. Besonders reizvoll ist jetzt der Anblck junger Tiere. Im Raubtierhaus sind es neben dem täglich seine Promenaden Silberlöwen, allerliebste Käßchen, die nun für Jeder
Am 11. Juni.
Tapezier und Deforate
Berg hierfelbft. Georg
eiffer in Marburg mi
Am 10. Juni.
erheben soll. Der Nordflügel wird umgebaut und in ihm im Garten machenden halbjährigen Löwen die 2 jungen föhner bahier, 11. Jo
die Post, die Gepäckhalle und andere Räume untergebracht. Der Gesamtbau wird voraussichtlich im Herbst 1905 vollendet sein und kostet rund 500 000 Mart.
werden.
wärter i. P. dahier.
mann sichtbar sind, während die 4 fleinen Tiger, die Fahre alt, Witwe des Pfingsten geboren wurden, noch unter Verschluß gehalten ilhelm Lang, 82 Ja *** Heppenheim a. d. L., 17. Juni. In Heddesheim omnibuslutschers Joh Publikum und schön Wetter, dann werden die für die Vor- geriet die Frau des Altbürgermeisters Schmidt mit dem faz- Stiefel, geb. Gold
+ Der Bitherklub Gießen hält morgen auf Textors Terasse sein diesjähriges Sommerfest ab.- Viel
bereitung des Festes verwandt n Mühen auch nicht umsonst gewesen sein.
Der Rechenschaftsbericht für 1903 der Bezirkssparkasse( vorher Spar- und Leihfasse) zu Gießen, welcher uns gedruckt vorliegt, zeigt, daß der Abschluß sich weit günstiger gestaltet hat, als im Voranschlag vorgesehen war. Es betrugen die Einnahmen 4 273 447,77 Mt.( Voranschlag: 3 746 596,84 Mt.), die Ausgaben 3991 126,73 m.( 3 746 596,84 Mt.), mithin find 282 621,04 Mit mehr vereinnahmt worden, als ausgegeben und im Voranschlag eingestellt war. Aus den Einnahmen ist besonders hervorzuheben, daß infolge der um 1000 477,38 mr. mehr ausgeliehenen Kapitalien nach Abzug der Mehreinlagen von 934 150,15 Mt. eine reine Bensen- Mehreinnahme von 16 962,26 Mt. erzielt wurde. Die Einlagen sind zwar hinter dem erwarteten Ergebnis um 184 954,86 f. zurückgeblieben, sie baben sich aber gegen das Jahr 1902, zu dessen Ende sie 10 636 260,77 m. betrugen, um 1000 477,38 Mt. vermehrt, sodaß sie am Ende 1903 doch die Summe von 11 636 738,15 t. erreichten. In dieser Summe sind 20 657,20 Mt. zur Pfennigsparkasse enthalten. Die Zahl der gesamten Einleger verteilt sich in folgender Weise auf die Orte des Sparkassenbezirks: Stadt Gießen 6630, Albach 105, Allendorf a. d. Lahn 161, Allendorf a. d. Lumda 92, Alten- Bused 362, Annerod 252, Bersrod mit Winnerod 57, Beuern 51, Burkhardsfelden 262, Daub ingen 41, Garbenteich 85, Großen Bused 168, GroßenLinden 165, Grüningen 126, Hattenrod 155, Hausen 95, Heuchelheim 160, Holzheim 116, Klein- Linden 591, LangGöns 304, Leibgestern 355, Lollar 107, Mainzlar 26, Muschenhem 7, Oppenrod 117, Reisfird en 234, Rödgen 238, Ruttershausen 182, Staufenberg 52, Steinbach 242, Trohe 85, Wagenborn mit Steinberg 144, Wieseck 639 und von außer halb des Spackassenbezirks wohnenden bezw. verzogenen Einlegern 1891; im ganzen sind es 14 294 Enleger. Die Stadt Gießen ist an den Einlagen mit 5 281 039,06 mt. und die Landgemeinden mit 4474 073,20 Mt. beteiligt. Durch schnittlich entfällt auf ein Einlagebuch der Betrag von rund 800 Mt. Die Einlagen zur Pfennigsparkasse haben gegen das Vorjahr um 1299,90 f. zugenommen. Es wurden 1903 eingezahlt von Gießen I 1521,70 Mt., Gießen II 399,60 Mt., Albach 340,80 Mt., Allendorf a. d. Lahn 55 Mt., Alten- Buseck 3843 Mt., Annerod 50 Mt., Bersrod 75 Mt., Burkhardsfelden 709,70 M., Großen- Linden 324 M., Grüningen 686 Mt., Hattenrod 461 Mt., Holzheim 300,50 Mt., KleinLinden 650 Mk., Long- Göns 277 Mt., Leihgestern 3346 Mt., Oppenrod 115,80 Mt., Reisfirchen 519 Mt., Rödgen 208,40 Mt., Ruttershausen 1172 Mt., Steinbach 709 Mt., Trohe 970 wt., Wieseck 4200 Mt. Gehoben hat sich die Frequenz gegen früher in den Gemeinden Albach, Alten- Buseck, Großen Linden, Klein- Linden, Leihgestern, Trohe und Wieseck. Die ausgeliebenen Kapitalien betrugen zusammen 11 636 738,15 M.( 1902: 10 636 260,77 Mt.), davon wurden ausgeliehen nach Gießen 10 594 096,91 m., Albach 0, Allendorf a. d. Lahn 5068,09 Mt., Allendorf a. d. Lumda 0, Alten- Bused 12 280 Mt., Annerod 21 768,57 Mt., Bersrod mit Winnerod 0, Beuern 2800 Mt., Burkhardsfelden 22887,36 Mif., Daubringen 58 434,31 Mt., Garbenteich 65 045,93 M., Großen Bused 8000 M., Großen Linden 22 200,71 Mt., Grüningen 6500 t, Hattenrod 0, Hausen 7794,48 Mt., Heuchelheim 18984,29 Mt., Holzheim 0. Klein Linden 189 140 Mt, Lang- Göns 4 172,86 f., Beigestern 12 146,51 f., Lollar 27 550 Mt., Mainzlar 7 500 Mit, Muschenheim 18812 Mt., Oppenrod 1275 Mt., Reiskirchen 12597,89 Mt., Rödgen 35 182 29 Mt., Ruttershausen 2500 Mt., Staufenberg 10 874,24 Mt., Steinbach 18 956,16 M., Trohe 11 700 W, Waßenborn mit Steinberg 3613,55 Mt. und Wes& 398 000 Mt.
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linken Bein in die Mähmaschine. Das Bein wurde in der Wadengegend glatt abgeschnitten.
Zeilbach. Das Grundbuch für die Gemarkung Zeilbach ist It. Bekanntmachung des Amtsgerichts Ulrichstein vom 1. Juli 1904 an als angelegt anzusehen. Die Vorschriften darüber, was seitens der Beteiligten noch bis zu dem angegebenen Zeitpunkt zu gesch hen hat, können auf den Amtsstuben der Großh. Ortsgerichtsvorsteher zu Zeilbach, Groß- Felda, Unter- Seibertenrod, Ober- Ohmen und Ermenrod und aus dem Anschlag an den dortigen Ortstafeln ersehen werden.
*** Darmstadt. 17. Juni. Die Kaiserin von Rußland hat bestimmt, daß für das Ergebniß des fürzlich veranstalteten Bazars, 30 000 Mt., ein Feldlazareth angekauft und nach Rußland abgeschickt werde.
*** Mainz, 16. Juni. Zur Erweiterung des hiesigen Elektrizitätswertes ist ein Kostenaufwand von 450 000. erforderlich.
*** Worms, 19. Juni. Dem in der Zigeunerschlacht bei Köngernheim schwer verleßten Sohne des Polizeidieners Landua aus Köngernheim hat ein Auge herausgenommen werden müssen. Auch die Sehkraft des andern Auges dürfte verloren sein.
X Frankenberg, 16. Juni. In einer Wirtschaft in Birkenbringhausen zankten sich 2 fürzlich aus dem Gefängnis entlassene Korbmacher, die Gebrüder Arnold aus Allendorf bei Biedenkopf. Als sich der Epengler Lengefeld hineinmischte und sie zur Ruhe mahnte, fielen beide über ihn her und töteten ihn durch Messerstiche. Reißaus. Bis jetzt sind sie nicht ergriffen worden.
Dann nahmen sie
Aus Franken, 16 Juni. In Volfach setzte ein Mezgerssohn aus Uebermuth sein geladenes Tesching einem Schlosserlehrling, der ihn auf seinen Ausflügen begleitete, auf den Kopf und drückte los, 8 Tage schleppte der junge Mensch die Wunde mit sich herum, immer behauptend, sie rühre von einem Steinwurf her. Jezt ist er an Starrframpf gestorben. Gegen den Megßersohn wurde Untersuchung eingeleitet.
Aus dem Gerichts[ aal.
Straffammer.
Gießen, den 17. Juni 1904. Auf Britvattlage des Küfers Julius Wellhöfer in Gießen wurde die Ehefrau des Wirts Hermann Hammel durch das Schöffengericht Gießen wegen Beleidigung zu einer Geldstrafe von 25 Mt. verurteilt und dem Kläger die Publifationsbefugnis zugesprochen. Auf Berufung der Angeklagten wurde das erstinstanzliche Urteil insofern abgeändert, als daß die Publikationsbefugnis in Wegfall zu kommen habe, da die Beleidigung nicht öffentlich geschehen ist. Die nämliche Aenderung erhielt ein Urteil des Schöff ngerichts Grünberg, das den Reisenden Wilhelm Meier in Gießen auf Antrag des Kousmanns Louis Hafner zu Grünberg mit einer Geldstrafe von 80 Mt. belegt hatte.- Wirt Jatos Hengst in Gießen hatte für sich und namens seiner minderjährigen Tochter Dina, gegen die Ehefrau des Louis Wolf daselbst Privatklage erhoben. Das Schöffenge richt Gießen erfaunte auf Freisprechung, weshalb Kläger Berufung einlegt. Die Verhandlung führte zur Verurteilung der Angeklagten zu 20 Mt. Geldstrafe nebst sämtlichen Kosten. - Zum Schlusse wurde über die Berufung des Wilhelm Albach von Daubringen, der gegen ein Urteil des Schöffengerichts Gießen, das die von ihm verklagten Jost Schlienbecker und Wilhelm Schäfer freisprach, verhandelt. Auf Grund der Beweisaufnahme kam das Gericht zur Verurteilung des Angeklagten Schäfer zu 25 Mt. Gelbstrafe, während es bei der Freisprechung des Schlienbecker blieb.
Heugrasversteigerungen.
Freitag den 24. Juni, vormittags 10 Uhr. wird zu Ober- Breidenbach im Saale des Wirts Wenzel versteigert das Heugras von sämtlichen Cameralwiesen, Mähplatten, W.gen und Schneisen der Oberf. Windhausen.
b. Biertes Schullehrer- Seminar. Wenn bei der b absichtigten Errichtung eines vierten Seminars mehrere hessische Landstädtchen alles aufbieten, diese weitere Bildungsstätte für Boltsschullehrer in ihren Mauern aufzunehmen, so kann man dies den rührigen Stadtvätern wohl nicht verübein, aber dem gesamten hessischen Lehrerstand wäre damit, so schreibt man uns aus Lehreskreisen, fein Gefallen getan, und von dieser Seite wird alles aufgeboten werden, daß bei der Konkurrenz nur Gießen, Mainz oder Darm| Standesamt- Nachrichten der Stadt Gießen stadt in Betracht kommen.
* Stottern! Wie notwendig in unserer Zeit eine fließende Sprache für jeden ist, braucht nicht erst gesagt zu werden. Der Er stenzkampf ist schon für den Sprachgewandten schwer genug, der Stotterer aber ist geschäftlich und gesellig unmöglich. Daß die Hoffnung, das Leiden vergehe mit zunehmendem Alter von selbst, brgehe", töricht ist, zeigen die vielen älteren Leute, welche noch immer stottern. - Wir wollen nicht unterlassen, darauf hinzuweisen, daß zur Zeit in Gießen seitens des im In- und Auslande wohlbekannten Instituts für Sprachleidende von Direktor E. Schmeling ein Kursus abgehalten wird, durch welchen Stott rer Beseitigung ihres U bels finden. Jeder, der stotterfrei singt, lernt nach Methode Schmeling geläufig sprechen. Das Honorar wird bet weniger Bemittelten den Verhältnissen entsprechend sein. Die Methode des Herrn Schmeling wirkt besonders darauf hin, daß der Stotterer sein Angstgefühl verliert, und lehrt fein langsames Sprechen. Der Kursus
Geborene.
Am 6. Juni. Dem Schneider Georg Strack ine Tochter, Katharine. 8. Bierbrauer Friedrich Hainer ein Sohn, Gilbert Reun eine Tochter. 11. Kaufmann August Leithäuser Wilhelm Friedrich Albert Ferdinand Heinrich. 9. Diener ein Sohn. Kaufmann Ludwig Stühler ein Sohn, Alfred, Fuhrmann Konrad Graulich ein Sohn, Friedrich Gustav. 12. Hilfsschaffner Philipp Schick ein Sohn, Wilhelm Heinrich Ludwig.
Aufgebote.
Am 8. Juni. Konrad Meß, Küfer in Darmstadt mit Katharine Mänche dahier. 11. Joseph Herbert, Bauschreiber dahier mit Magdalene Emilie Guldan hierselbst. 13 Dr. Heinrich Ludwig Bruno Beutler, Oberlehrer in Bremerhaven mit Johannette Petronelle Wilhelmine Berger dahier. Heinrich Böhringer, Kaufmann dahier mit Helene Härpfer in Stuttgart.
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Cigarren, Cig
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Be Montag, de ffoll an Ort und e bon den städtischen iöffentlich verfteiger Die Zufamen Germania".
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Die am 21. Bahnhofstraße wird hiermit a u Gießen,
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Die Alices furterstraße und Bornahme von S
20. 1. Mts. an und Fahrradvert Gießen,
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Die für de in Heuchelheim follen im Wege und find Angebo Freitag, de
bei Großh. Bi Pläne, Voransch tegen, berschloss Die Arbeit anfchlagt:
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Zimmer
Dachdecker
Spengler
Schreiner
Glafer:
Saloffers
Tapezier
Weißbinder
Gifenliefer Gießen
Der Großh.
Her
Montag
Uhr anfangend Lich, merftbietend
Trais- S
Großh.


