( Japan) eine apostolische Präfeftur errichtet. Mit ihrer Leitung hat er die spanischen Dominikaner betraut, welche infolge des zwischen den Vereinigten Staaten und dem Heiligen Stuhle abgeschlossenen Konkordats die Philippinen verlassen mußten. Damit ist die erste fatholische Mission im Lande der aufgehenden Sonne geschaffen.
Balkan- Staaten.
In länger es gedauert hat, bis das bulgarisch- türkische Abkommen unterzeichnet war, um so schneller wird es jetzt ausgeführt. Schon einen Tag nach der Unterzeichnung des Abkommens durch den Sultan sind den zuständigen türkischen Behörden telegraphische Weisungen zugegangen wegen der Amnestie, der Repatriierung, der Zollerleichterungen usw., so daß das Abkommen sofort nach seiner Genehmigung durch den Sultan auch praktisch in Kraft tritt. So ist nunmehr trotz aller Schwierigkeiten das heikle Werk des türkisch- bulgarischen Einverständnisses zu einem glücklichen Ende geführt worden, und dem sowohl die Türkei wie Bulgarien sich beglückwünschen können. Wenn Bulgarien sich selbst wie der Sache des Friedens einen Dienst geleistet hat, so hat andererseits die Türkei jetzt eine starke Rückversicherung gegen wieder auftauchende Unruhen in Mazedonien. Und vor allem wird die Durchführung der Reformen sich jetzt ganz anders vollziehen lassen.
A Es scheint dem Serbenkönig recht schwer zu fallen, die den Mächten mißliebigen Königsmörder von seinem Hof zu entfernen. Obwohl nämlich die Gesandten Desterreichs, Staliens, Frankreichs und Rumäniens bereits nach Belgrad curückgekehrt sind, befinden sich die Verschwörer noch immer als Adjutanten und Ordonnanzen im Hofdienst. Sie werden sogar den König auf der in den nächsten Tagen stattfindenben Inlandsreise nach Semendria, Poscharevaz begleiten. Der bisher in Rom tätig gewesene neue russische Gesandte für Serbien, Gubastow, ist infolgedessen angewiesen worden, in Rom zu bleiben, also nicht nach Belgrad abzureisen. Diese Wenderung in den russischen Anordnungen steht natürlich mit der Verzögerung im Wechsel der Adjutanten und Ordonnanzen des Königs Peter in Verbindung.
Heer und flotte.
Die Einstellung der Seekadetten in die Marine ist beendet. Von 194 einberufenen Aspiranten wurden 150 für die Seeoffizierlaufbahn angenommen und zwar wurden eingestellt von 86 Abiturienten 73, von 72 Primanern 45 und bon 36 Zöglingen der Kadettenkorps mit bestandener Fähnrichsprüfung der Armee 32. Die Seetadetten stammen aus allen Teilen des Reiches. In Berlin und nächster Umgebung find 11 gebürtig, in Schleswig- Holstein 8, darunter allein 5 in Kiel. Necht stark ist der Süden des Reiches vertreten. Namentlich aus Sachsen sind verhältnismäßig zahlreiche Seekadetten gekommen; die sächsische Hauptstadt Dresden stellte allein 7. Aus Elsaß- Lothringen stammen 6 Seekadetten. Neben Bayern und Baden stellte auch die deutsche Seeküste angehende Seeoffiziere. Der Andrang ist seit vielen Jahren erheblich größer als der Bedarf, so daß die Marine die besten und geeignetesten Kräfte aussuchen kann. Im Mai werden die Seefadetten an Bord der Schulschiffe kommandiert, auf denen sie ein Jahr eingeschifft bleiben.
Deutfcher Reichstag.
( 67. Sigung.) CB Berlin, 15. April. Die Spezialberatung des Reichskanzleretats hat in diesem Jahre eine Ausdehnung genommen wie kaum je zuvor. Die chronische Beschlußunfähigkeit übt immer stärker ihren den Fortgang der Geschäfte lähmenden Einfluß aus. Wenn niemand wagen darf, einen Antrag auf Schluß der Diskussion zu stellen, kann natürlich jeder Abgeordnete sprechen so oft er will, und beinahe auch worüber er will. Heute wiederholte zunächst Graf von Brudzewo- Mielzynski in ausführlicher, mit Kraftworten reichlich durchsetzter Rede die befannten Klagen über die Ostmarkenpolitik der preußischen Regierung und suchte speziell nachzuweisen, daß das Ansiedelungsgesetz mit der Reichsverfassung nicht in Einklang zu bringen sei. Da der Reichskanzler, der später vorübergehend im Saale erschien, während der letzten Stunden der Sizung nicht anwesend war, übernahm es der Staatssekretär des Junern Graf Posadowsky die Angriffe auf die Beamten in der Provinz Posen zurückzuweisen, gleichzeitig aber auch die Deutschen in den Ostmarken zur Einigkeit und zur wirtschaftlichen Tüchtigkeit zu ermahnen. Auf dieses polnische folgte ein welfisches Zwischenspiel; Graf Bernstorff polemi jierte gegen den preußischen Minister des Innern v. Hammerstein, legte die welfische Geschichtsauffassung bezüglich der Ereignisse von 1866 dar und ließ sich des längeren über den Unterschied zwischen Königstreue und Untertanenpflicht aus. Nach einer furzen Erwiderung des Grafen Posadowsky erhielt der demokratische Abg. Payer das Wort, um eine von der freisinnigen und der deutschen Volkspartei eingebrachte Resolution zu begründen, die auf Beseitigung der aus den Jesuitendebatten hervorgetretenen Zweifel über das Verhältnis von Bundesrat und Reichstag zu einander abzielt. Sie will die strittige Frage geseglich dahin regeln, daß der Bundesrat seine Zustimmung zu den Beschlüssen des Reichstags nur innerhalb derselben Legislaturperiode erneuern darf. Graf Kanit knüpfte dann wieder enger an die Debatte der der letzten Tage an, indem er auf die Handelspolitik einging und im Interesse der Landwirtschaft erneut auf Kündigung der Verträge drängte. Der Reichskanzler hätte sich als Meister des Worts gezeigt, möge er sich nun auch als Mann der Tat zeigen. Die weitere Debatte brachte nichts Wesentliches mehr.
9. Sigung.
Preufsifcher Landtag.
Herrenhaus.
RK Berlin, 15. April. Vier Minister saßen heute am Ministertische der ersten preußischen Kammer, die in gewohntem Eilzugtempo ihr Pensum erledigte. Zunächst wurde eine Petition des Zentralverbandes deutscher Kaufleute und Gewerbetreibender um Ausdehnung des Warenhaussteuergesetzes auf Konsumbereine und Konsumanstalten sowie Filialen, ferner eine Petition um einheitliche gesegliche Regelung des Waffentragens und Waffenhandels zur Beratung im Plenum für nicht gecignet erflärt. Dann gab es eine nicht übermäßig lange Debatte über den Gesezentwurf betr. die Gründung neuer Ansiedelungen in den Provinzen Ostpreußen, Westpreußen, Brandenburg, Pommern, Posen, Schlesien, Sachsen und Westfalen. Die Polen erklärten sich begreiflicherweise gegen das Geset, das von allen anderen Rednern warm befimorte:
wurde. Die Situng endete mit der Annahme des Gesetzes. Morgen geht das Herrenhaus bis Mitte Mai in die Ferien. Haus der Abgeordneten.
( 53. Situng.) RK Berlin, 15. April. Nach einer längeren Debatte über den Denkmalsschutz kam heute das technische Unterrichtswesen zur Erörterung. Eine Reihe Wünsche wurden bei diesem Kapitel laut, so der Wunsch nach Lehrstühlen für Feinziegel- und Terrakottenbau an der technischen Hochschule, Gleichstellung dieser mit den Universitäten u. a. Beim Kapitel Medizinalwesen teilte die Regierung mit, daß Verhandlungen darüber schweben, ob das Alters- und Invalidengesetz durch Bundesratsverfügung auch auf die Hebammen ausgedehnt wer den könne. Abg. Rosenow( freis. Vp.) bat, die Apotheken anzuhalten, Einrichtungen zu treffen, durch welche Personen, welche bei Nacht die Apotheken aussuchen, vor Wind und Wetter geschützt werden. Eine lange Debatte über die Konkurrenz, die den polnischen Aerzten durch die deutschen Aerzte in der Provinz Posen gemacht werde, machte den Schluß.
Nab und Fern.
Sachsengänger. Eine kleine Völkerwanderung kann man gegenwärtig auf dem Hauptbahnhof Posen beobachten. Seit Anfang der Woche kommen dort jeden Tag etwa 5000 sogenannte Sachsengänger an. Die Leute gehen in der Hauptsache nach Brandenburg, Pommern, Hannover und Sachsen. Ein großer Teil sieht gesund und kräftig aus und macht überhaupt äußerlich einen besseren Eindruck als diejenigen Elemente, die man noch vor wenigen Jahren dort durchziehen sah. Die aus Desterreich kommenden Sachsengänger, besonders die Goralen( Bergbevölkerung der Karpathen) fallen durch ihre eigenartige malerische Tracht allgemein auf. Auf die Zuwanderung aus Rußland hat der russisch- japanische Krieg vorläufig auch nicht die geringste Rückwirkung gehabt. Die russische Regierung stellt vielmehr nach wie vor jedem Sachsengänger den 8½ Monate- Paß anstandslos aus.
Der frühere Präsident des Oranje- Freistaats Steijn ist, wie bereits angekündigt, von Cannes kommend, in Güntersthal bei Freiburg in Baden eingetroffen, wo er in der Villa des ihm befreundeten Dr. Berns auf längere Zeit Wohnung genommen hat. Das Befinden des Erpräsidenten hat sich zwar in der letzten Zeit etwas gebessert, auch sein Aussehen macht keinen krankhaften Eindruck, doch versagen ihm die Füße, die früher nahezu völlig gelähmt waren, zeitweilig noch den Dienst. Der Erpräsident gedenkt erst im Januar nach Südafrika zurückzukehren.
Ein geheimnisvoller Mord wurde in Bremen entdeckt. Im Wasser des Freihafens wurde ein Mann mit zwei tödlichen Stichwunden in der Brust aufgefunden. Die Leiche war nur notdürftig bekleidet, das Zeug der Jacke war undersehrt, so daß es den Anschein gewinnt, daß die Kleidungsstücke erst übergezogen sind, nachdem dem Mann die Stiche schon beigebracht waren. Die Polizei ist eifrig an der Arbeit, Aufklärung über den rätselhaften Fall zu schaffen.
Raubmord. In Weilerswist bei Euskirchen wurde die 74jährige alleinstehende Gastwirtin Gottlob ermordet und beraubt aufgefunden. Die mutmaßlichen Mörder sind zwei fremde junge Leute, die sich in verdächtiger Weise bemerkbar machten. Die Mörder haben das Opfer durch einen in den Mund gesteckten Knebel erstickt. Die Leiche wurde in den Keller gebracht, wo sie gleich nach 6 Uhr von den Nachbarn gefunden wurde. Die Polizei ist den Tätern auf die Spur.
Aus russischer Gefangenschaft befreit wurde der Drogist Tomaszewski aus Olobok bei Ostrowo, der vor einiger Zeit unter dem Verdacht der Spionage von russischen Grenzsoldaten festgenommen worden war; er wurde dabei betroffen, als er ein russisches Zollhaus an der Grenze photographierte. Auf Reklamation der preußischen Behörden ist der Verhaftete nunmehr wieder in Freiheit gesetzt worden und nach seiner Heimat zurückgekehrt.
+ Gesundbeterei en gros. Die aus Amerika zu uns gekommene Gesundbeterei scheint immer weitere Kreise ziehen zu wollen. Wie aus Ostpreußen gemeldet wird, wird sie von der Ehefrau des Schneidermeisters Gorzinski zu Moschitz im Kreise Osterode im großen Maßstabe betrieben. Die Frau verspricht jedem Kranken Heilung, der an alles glaubt, was sie ihm vorspricht. Täglich kommen Kranke aller Art aus Städten und Dörfern nach Moschiß, um sich von Frau G. gesund beten zu lassen.
A Hinrichtung. Zu Amberg wurde im Hofe der Fron veste das Todesurteil an dem 35jährigen Spengler Stodi aus Heilighausen vollstreckt. Der Verurteilte hatte an einem 6jährigen Knaben einen Lustmord begangen und den Leichnam in scheußlicher Weise verstümmelt.
Eine Gattenmöderin wurde in einem Dorfe bei Großwardein verhaftet. Die Frau des wohlhabenden Landwirts Michael Matyikogryo hat ihren Mann, der ihr gedroht hatte, fie wegen ihres liederlichen Lebenswandels zu enterben, mit Arthieben getötet und hierauf den Leichnam in Stücke geschnitten, die sie dann in einem Fasse verbarg. Sie wollte dann einen Bauern durch ein Geldgeschenk bewegen, die Leichenreste fortzuschaffen. Als sich jener weigerte, schaffte sie selbst mit ihrer 13jährigen Magd das Jaß zur Nachtzeit zum Flusse und warf die Zeichenteile ins Wasser.
O Die Schlafkrankheit setzt ihre Verheerungen am Kongo fort. Nach einem Schreiben aus Luluabourg bietet die Mission Saint- Trudon den Anblick eines großen Krankenhauses, wohin täglich mehr und mehr Männer, Frauen und Kinder gebracht werden. Es sind dies Leute, die man aus Angst vor Ansteckung aus ihren Dörfern verjagt hat. Um die Eingeborenen abzuhalten, diese Unglücklichen außerhalb ihres Ortes verhungern zu lassen, ist für jeden, der einen Schlaffranken zu dem Spital bringt, eine Belohnung von zwei Ellen Stoff und einem Eßlöffel Salz ausgesetzt worden. In 45 Tagen wurden in der Mission 500 der Krankheit erlegene Personen beerdigt. Nach Mitteilungen des P. Hubert hatte die Kaltwasserbehandlung bei verschiedene Schlaffranken einen guten Einfluß.
A Prinzessin Luise von Koburg will von den Entführungsplänen des früheren österreichischen Leutnants Geza Mattachich nichts wissen. Sie erklärte dem Geheimrat Pierson, der ihr Mitteilungen über die legten Zeitungsnachrichten machte: Aber, Herr Geheimrat, ich will ja gar nicht fort." Pierson antwortete:„ tönigliche Hoheit sind also gern in Lindenhof?" Die Prinzessin erwiderte:„ Ja, sehr gern; ich fühle mich hier ganz wohl!" Der Prinzessin werden in Lindenhof alle er= denklichen Rücksichten gewährt. Sie geht nach wie vor in Dresden zur Kirche, fährt mit dem Automobil in dem großen Garten spazieren und nimmt ihren Tee bei Limberg auf der Pragerſtraße hier ein. Ueber die Zeit der Liebestorbeiten
ist die Prinzessin übrigens hinaus. Sie ist bekanntlich. Jahre alt, ihr Haar ist stark ergraut. Sie beabsichtigt nicht, den voriges Jahr gestellten, vom Amtsgerichte Mei aber abgelehnten Antrag auf Aufhebung der Entmündign wieder aufzunehmen; sie will nur ruhig leben und unbehe sein. Daß die Anstalt von Gendarmen bewacht ist, ist richtig. Die sächsische Regierung beabsichtigt, Mattachich
Das
Mr. 8, ausgege
doie Belegung
lästigen Ausländer auszuweisen, sobald sie seiner habhaft we op ersicherun
Börner zu Altenburg war wegen Biersteuerhinterziehung 60 750 Mark Geldstrafe verurteilt worden. Börner rich nun an den Herzog ein Gnadengesuch. Doch wurde die abgelehnt.
60 750 Mark Steuerhinterziehung. Der Bierverlettreffend, wonad
Eine Höllenmaschine richtete in einem Petersburg Hotel großes Unheil an. Nachts brach in einem Zim des vierten Stocks des Stord- Hotels gegenüber dem Nitole Bahnhof Feuer aus. Als die Feuerwehr in das Zume drang, fand sie alles in Flammen. Im Zimmer wat
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ausgeschlagen und die Dielen aufgerissen. Der Fußbod stürzte in die darunter gelegenen Räume, wodurch die B- ronin Kreußenstein getötet wurde. Das Zimmer war br einigen Tagen von zwei zugereisten Herren gemietet worde
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Einer von diesen namens Kazanom wurde in dem brenne empfehlen, nid
den Zimmer tot aufgefunden; der zweite ist verschwunden. Es weist alles darauf hin, daß der Brand infolge der Gr plosion einer Höllenmaschine entstanden ist, die durch unbor fichtiges Umgehen des Besizers explodiert ist. Kazanow der Sohn eines Staatsrats.
Bunte Chronik. In Mülheim werden am 23. April jämt liche dem Aerzteverein angehörigen Aerzte ihre Tätigkeit für die Krankenkassen einstellen.
-Leutnant Bilse, der Verfasser des Romans„ Aus eine kleinen Garnison", wurde aus dem Bezirksgefängnis Straßburg entlassen.
† Brandkatastrophe. Bei einem großen Schadenfeuer, das nächtlicherweile in einem Hause in der Kasernenſtra zu Insterburg ausbrach, fanden ein Hoboist, ein Eisenbahn arbeiter und eir Triseuraehilfe den Tod in den Flammen.
Bunte Chronit. In Dammerkow, Kreis Stolp, liegt der Knecht eines Gastwirts seit dem 5. April in einem to ähnlichen Schlaf.
In Berlin vergifteten sich der Kohlenhändler Pirling und seine Frau durch Kohlens.
Hus dem Gerichtssaal.
* Sonnt
im Hotel Trap verfammlung be * Geno 118. bis 28. genoffenfchaftlich Hammer wünscht zteilnehmen und Staatezuschuß tommen in Fra wertergenoffenjo Leitung einer Vorstände der
§ Wegen Soldatenmißhandlungen wurde in Thorn der Ulanenunteroffizier August Till zu 7 Monaten Gefängnis und Degradation verurteilt. Es wurden 27 Fälle von Miß handlung beziehungsweise vorschriftswidriger Behandlung Untergebener festgestellt. Till hatte seine Leute mit Schlägen traftiert, sie gestoßen und ihnen Sand in den Mund gestopft. Wenn die Pferde beim Reiten das Bein nicht vorschrifts mäßig seßten, ließ Till die Leute absigen und in der Reitbahn auf allen Vieren herumfriechen, damit sie mit den Händen vormachten, wie die Pferde die Füße zu sehen hätten.
§ Wegen Erpressung bezw. Erpressungsversuchs wurde der verantwortliche Redakteur des sozialdemokratischen ,, Volksblattes für Hessen und Waldeck", Stadtverordneter Gustav Garbe in Kassel, zu einem Monat Gefängnis verur teilt. Er hatte in seinem Blatte im Oktober und November v. J. in verschiedenen Nummern Aufforderungen an die Leser erlassen, in denen diese ermahnt wurden, nur bei den Geschäftsleuten zu kaufen, die im Volksblatt" inserierten; diejenigen Geschäftsinhaber, die nicht inserierten, sollten si nicht unterstüßen. Im Anschluß daran wurde eine Liste der nicht inserierenden Garderoben-, Weiß-, Schuhwaren- un Möbelgeschäfte veröffentlicht. Die Urteilsbegründung hu hervor, daß der Angeklagte die Freiheit der Geschäftsleut durch ein rohes Mittel beschränkt habe und daß die Geschäfts leute gegen den unerhörten Terrorismus geschützt werden müßten.
Vermischtes.
[ Automobile für gekrönte Häupter.] Für den König von England ist in der Kannstatter Fabrik der Daimler Motorengesellschaft ein Reiseautomobil mit besonders reichr und praktischer Ausstattung hergestellt worden. Dieser Salo Motorwagen wurde dieser Tage nach England abge liefert. Im Bau ist in der gleichen Fabrik ein ähnlicher Bo zen für den deutschen Kaiser, sowie ein 90pferdiger Rent wagen für den König der Belgier.
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[ Echte Rheinländer.] Eine hübsche Bismarckanekdo erzählt ein soeben veröffentlichtes Memoirenwerk. Bei einen Gespräch über Weine erzählte Bismarc folgenden Scher Früher, als der Wein noch billig war, konnten die Menscher viel mehr trinken und vertragen. Ich erinnere mich de Gustav or Beschichte zweier Rheinländer; sie kamen beim Frühschop zusammen, da sagte der eine nach dem ersten Glas: e Wingg ist jut." Gegen Dämmerung standen sie auf. ub beim letzten Glas erwiderte der andere:„ Un bekömndlich je ooch!"
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[ Auf einen klassischen Vorläufer] kann sich Ernst Efter g. tein für seine fürzlich in der Presse verspottete Neubildung Er schlipſte ſich die Krawatte" berufen. In seinem Gedidimon in Razenpastete" sagt kein Geringerer als Goethe von der doch, der einen Kater geschossen hat:
„ Sah ihn für einen Hasen an Und ließ sich richt bedeuten, Pastetete viel Würze dran
Und setzt ihn vor den Leuten.*
Modern.... Also gut meiner Tochter gebe i
24 000 Mart mit!... Wollen Sie ihr Gatte werden?". Bitte, gestatten Sie mir einige Minuten, damit ich mir ( Fl. Bl.) überrechnen kann!"
Kunft und diffenfchaft.
NO. Ein Wunderkind als Violinkünstlerin. Wie aus Lo don berichtet wird, machte die kleine Miß Sybil Keymer, et außerordentlich hübsches und anziehendes Mädchen von e
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Jahren ihr Debut als Violinistin in einem Konzert in Queens euen Bäne 2 dem vollen Orchester auftrat. Sie hatte sich das Adagio un ehend aus vier
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ehör und Garte
Sall. Die kleine Violinistin sah sehr winzig aus, als fie bitten) is ee Finale aus dem Violinkonzert von Mendelssohn ausgesuch Ein Beifallssturm erfolgte nach dem Adagio, und er steiger sich noch bedeutend nach der letzte Note des Finale. De Säße des Mendelssohnschen Konzerts wurden, wie die Kri hervorhebt, mit erstaunlicher Sicherheit und bezaubernd leber diger Empfindung gespielt.
mäßigem B ermieten. Bürgermeifterei
Das fladtiche
peg 7 ist au
Hpeit zu bermie
Sürgermeisterei


