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Vorstand besteht aus: 1. Wilhelm Roth I, 2. Heinrich Wilhelm Nückel, 3. Wilhelm Pauly III, sämtlich in Bet­tenhausen wohnhaft.

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Litterarisches.

Ich weiß, Du hattest vieles mir zu sagen, es kündens ** Bad Nauheim. Die Regierung fordert hier 65 000 Deine Augensterne mir!" ist der Titel eines neuen Liedes Mt. für bauliche Veränderungen 35 000 Mt. für einen des durch seine schnell populär gewordenen Tonstücke bestens neuen Mufifpavillon, 10 000 Mt. für neue Projektierungs- bekannten Konponisten Otto Bechlin. Der zu Herzen gehende fosten und 20000 Mt. für eine Süßwasserbeschaffung für Text stammt von Ernst Gutjahr. Die Musik ist einschmei­den Schwalheimer Brunnen welche aus dem Betriebs- chelnd, die Instrumentation einfach, aber überaus klangreich. Bu beziehen ist es durch alle Musithandlungen oder direkt ergebnis gedeckt sind. vom Verleger Otto Bechlin, Karlshorst bei Berlin.

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Marburg, 12. Febr. Die Einweihung der Bismarck­säule am Abhang der Lahnberge soll am 21. Junt erfolgen. Darmstadt, 12. Febr. Der große Aussichtsturm auf der Neunkircher Höhe, dem höchsten Punkt des Oden­waldes, ist heute Nachmittag durch den Sturm umge stürzt.

Aus dem Gerichtssaal.

Straffammer.

Gießen, 12. Februar 1904.

Der Landwirt Kaspar Kurz von Klein- Felda und seine bei ihm wohnende Schwiegertochter Marie Kurz Witwe sind des Bergehens gegen§ 173. St. G. B. angeklagt. Die bei verschlossenen Türen stattgehabte Verhandlung führte zur Verurteilung der Angeklagten zu 1 Jahr bezw. 5 Monate Gefängnis. Dem Kaspar Kurz wurden auch die bürgerlichen Der Schafhändler Ehrenrechte auf 5 Jahre aberkannt.

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Andreas Heinemann und der Schäfer Josef Birkenstock von Bockenrode wurden vom Alsfelder Schöffengericht auf Grund des§ 328 zu 4 bezw. 2 Tagen Gefängnis verurteilt. Während Birkenstock sich bei dem Urteil beruhigte, legte Heineman Berufung ein. Die Verhandlung ergab, daß die Angeklagten eine Schafherde ohne den vorgeschriebenen Gesundheitsschein transportirt haben. Die Entscheidung soll in der Sigung vom 19. d. Monats verkündet werden. Wegen Hausfriedensbruchs, Sachbeschädigung und Verübung ruheftörenden Lärms, sowie wegen Vernachlässigung seiner Familie wurde der Maurer Ludwig Paul von Schlig, durch das dortige Schöffengericht zu drei Monaten Gefängnis und sechs Wochen Haft verurteilt; auch wurde verfügt, daß er nach verbüßter Strafe dem Arbeitshaus zu überweisen sei. Die von dem vielfach vorbestraften Angeklagten, welcher von den Zeugen als Müßtggänger und Trunkenbold geschildert wird, verfolgte Berufung, wies das Gericht zurück und ver­fügte seine sofortige Festnahme. Wegen ungebührlichen Benehmens vor Geriat erhielt er eine dreitägige Haftstrafe. Der Schuhmachergeselle Heinrich Pfeiffer zu Gießen verlegte nach einer Differenz wegen eines Mädchens den Artisten Friedrich Gerstenberg mit einem Messer: Urteil 1 Jahr 6 Monate Gefängnis. Der Megger Heinrich Werner und dessen Ehefrau sowie deren Geſelle Georg Rühl find wegen Vergehens gegen das Nahrungsmittelgesetz ange­flagt. Durch das Geständnis des Angeklagten Werner wurde festgestellt, daß bei der Wurstzubereitung, verdorbenes Fleisch Stärkemehl zugesezt worden ist. Werner wurde zu drei Tagen Gefängnis, dessen Ehefrau zu 20 Mt. Geldstrafe verurteilt, während Rühl mangels Beweis freigesprogen wurden mußte. Zum Schlusse wurde die Berufung des Dom Schöffengericht wegen Ruhestörung zu fünf Mark Geld­strafe verurteilten Spenglers August Pasbach von Gießen zurückgewiesen.

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Bekanntmachung,

die Reinigung der Schornsteine betreffend.

** Berlin, 15. Febr. Die Neutralität Deutsch­I ands ist amtlich im Reichs- Anzeiger erklärt worden. Berlin, 15. Febr. Amtlich ist festgestellt, daß im Kampfe bei Port Arthur mehrere japanische Schiffe beschädigt wurden, aber keins davon gesunken ist. Eine andere Meldung besagt, daß auf russischer Seite 1 Offizier und 40 Mann tot, 464 Mann ver­wundet sind.

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Der Kreuzer Hansa ist mit Kontreadmiral von Holzendorff in Port Arthur eingetroffen und an demselben Tage mit den deutschen Frauen und Kindern und der deutschen Post nach Tsingtau in See gegangen.

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Gouveneur Leutwein ist in Swakopmund angekommen, was er selbst dem Kolonialamt in einer Depesche anzeigt. Er übernimmt von jetzt an wieder den Oberbefehl über unsere gesamten Streitkräfte.

Japanische Kostüm- und Malkunst nennt sich eine Bilder­serie in der letzten Nummer des schönen Unterhaltungs- und Familienblattes Welt und Haus"( Leipzig). Gerade jetzt, wo Japan selber das Kriegslos gezogen hat, müssen diese prächtigen Kulturbilder, die japanisches Frauenleben und Kunstschaffen uns so greifbar vor Augen führen, ganz be­sonders reizen. Da tritt uns eine japanische Frau im Winterkostüm" z. B. mit einer geradezu überraschenden Le­bendigkeit förmlich aus den Seiten entgegen. Und wie in diesem Hefte, das im übrigen fast ganz in Wort und Bild S. Hoheit dem Prinzen Karneval geweiht ist, entzückten uns auch in der vorigen Nummer von Welt und Haus", einem " Winterhefte", eine Fülle wahrhaft funſtvoller photogra- im phischer Aufnahmen, die ja überhaupt dieser Zeitschrift ein ganz einzigartiges Gepräge geben. Wer Welt und Haug" noch nicht kennt, dem empfehlen wir, sich einmal vom Ver­lage in Leipzig, Weststraße 9, Probenummern gratis tom­men zu lassen. Man wird besonders auch davon überrascht sein, daß solch ein Blatt für ganze 20 Pfennige wöchentlich zu erftehen ist.

Neueste Nachrichten.

Korca unbestritten in japanischem Besitz.

Während die Russen anfangs geschafft hatten, durch hren Einfluß in Söul den Japanern Schwierigkeiten zu bereiten, haben sie jetzt ungültig die Aussichtslosigkeit dieses Planes eingesehen. Der russische Gesandte am koreanischen Hofe hat die Hauptstadt bereits verlassen und mit ihm haben die Gesundtschaftswache und sämtliche russische Bewohner Söul den Rücken gekehrt. Sie erhielten von den Japanern freies Geleit bis Tschemulpo, wo sie sich nach der Heimat einschiffen. Trotzdem die koreanische Regierung und auch das Volt den Japanern durchaus nicht freundlich gesinnt waren, wird doch die Ermordung der Kaiserin dem Anstifter - so ist es doch unmöglich, daß sie sich dem zugeschoben, Drud von Japans Uebermacht nicht hätten fügen sollen. Der Echattenfaiser mit seinen russischen Sympathien zählt nicht mit, die Japaner sind unbestrittene Herren Koreas von der Südspite bis zum Jelufluß. Hier soll es übrigens bereits zu einem Vorpostengefecht zwischen Russen und Japanern gekommen sein, wodurch unsere Aussage, daß die Russen sich hier dem japanischen Vordringen in die Mandschurei ent­gegenstemmen würden, beseitigt wird.

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* Tokio, 13. Febr. Die chinesische Regierung hat gestern eine Proklamation erlassen, in der sie die Neutralität Chinas erklärt.

Bekanntmachung.

Kirchliche Nachrichten für Gießen.

Montag, den 15. Februar, abends 8 Uhr, Bibelstunde

Konfirmandensaal der Johanneskirche. Text: Galaterbrief

Stap. 4, 12-30. Pfarrer Dr. Naumann.

Mittwoch, den 17. Febr., ab. 6 Uhr: 1. Passions­andacht in der Johannesfirche. Pfarrer Dr. Naumann. Marktberichte.

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Frankfurter Hen- und Strohmarkt vom 12. Februar.( Amtl. Notierungen.) Heu per 8tr. 3.00-3.60 Mark, Stroh per 3tr. 1.80-2 30 Mt.

Arbeitsnachweis der Stadt Gießen. Gartenstraße Nr 2( Bürgermeisterei­

gebäude) Zimmer Nr. 14.

Es können eingestellt werden:

1 landw. Knecht, 1 landw. Magd, 1 Schlosser, 1 Küfer, 2 Schreiner( auswärts), 1 Friseur, 1 Schneider, 1 Buffet­mädchen, 1 Küchenmädchen, 1 Köchin, 8 Dienstmädchen gegen hohen Lohn für hier und auswärts, 1 Kinder­mädchen.

Lehrlinge: 1 Spengler, 1 Schlosser, 1 Fein­mechanifer, 2 Buchbinder, 1 Tapezierer, 2 Schreiner, 3 Bäcker, 1 Schuhmacher, 1 Weißbinder und Lackierer, 1 Kaufmann.

Es suchen Arbeit:

1 Schmied, 1 Spengler, 1 Buchbinder, 1 Schreiner, 1 Wäscherin, 2 Ladierer, 3 Hausburschen, 4 Fahrburschen, 6 Lauffrauen, 2 Bureaugehilfen.

mann.

Lehrlinge: 1 Mechaniker, 1 Schlosser, 1 Kauf­

Berantwortlich: für den politischen und Inseratenteil: Albin Klein für das Lokale, den Gerichts-" und" Deffentlichen Sprechsaal": Fr. Oppermann AMTLICH GLANZEND BEGUTACHTET:

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Bau und Nukholz- Versteigerung der Stadt Gießen.

Montag, den 29. Februar 1904, vormittags 10% Uhr beginnend, im Saale des Lenz'schen Felsenkellers zu Gießen in der Nähe des Bahnhofes, versteigert werden. 76 Eichen Stämme, Schnittholz, mit 66,99 Festm. Bauholz, 70,69 Schwellenholz," 145,42 Grubenholz,

Die noch nicht ausgeloften Stücke des 4proz. An­Um die Hauseigentümer in den Stand zu setzen, selbst lehens der Stadt Gießen vom Jahre 1899 werden hier­Aus den Waldungen der Stadt Gießen, 3-5 Km. von die Erhebung der Kaminfegergebühren zu prüfen, sind auf mit zur Rückzahlung auf den 15. Mai ds. Js. gekündigt. Beschluß des Kreisausschusses, zunächst probenweise, Ge- Den Beſizern ſolcher Stücke wird jedoch freigestellt, deren der Bahnstation entfernt, und an chaussierte Abfuhrwege halten auf der Borderseite Rechnung und Quittung über den umgewandelte Stücke zahlt die Stadt Gießen eine ein­bührenzettel eingeführt worden. Die Gebührenzettel ent- Binsfuß auf Proz. herabseßen zu lassen; auf derart angrenzend, follen Die umzuwandelnden Fegerlohn, während die Rückseite einen Auszug aus dem malige Vergütung von 1 Proz. Regulativ, die Reinigung der Schornsteine betreffend, enthält. Stücke sind im Lauf des Monats März mit den nach Die Kaminfeger find angewiesen worden, vom 15. dem 15. Mai fällig werdenden Zinsscheinen nebst Er­Februar 1904 ab den Hausbesißern nach der stattgefundenen neuerungsschein unter Beifügung eines doppelten Nummer­Kaminreinigung einen Gebührenzettel über die ihnen zustehen- berzeichnisses bei einer der nachbenannten Ginlösungs­den Gebühren, versehen mit Quittung über die erfolgte Bahlung stellen vorzulegen. Das eine Nummerverzeichnis wird mit Empfangsbescheinigung sofort zurückgegeben. zu behändigen. abgestempelten Stücke mit neuen Zinsscheinbogen, und 1. bis 14 Timpfangsbescheinigung entgegen genommen der Herauszahlung mit 1 Proz. können in der Zeit vom 1. bis 14. Mai bei der Hinterlegungsstelle gegen Rück werden.

Wir bringen dies unter dem Anfügen zur Kenntnis der zu Hausbesizer, daß den letteren hiermit auch Gelegenheit geboten ift, zu kontrollieren, daß die Reinigung der Kamine regelmäßig in den vorgeschriebenen Beitabschnitten erfolgt.

Beschwerde über Unregelmäßigkeiten in der Dienstführung und Gebührenerhebung der Kaminfeger bitten wir zu unserer Kenntnis bringen zu wollen.

Gießen, den 13. Februar 1904.

Großh. Bürgermeisterei Gießen.

Mecum.

Bekanntmachung.

Die Brotlieferung für die hiesigen Stadtarmen für die Zeit vom 1. April 1904 bis 31. März 1905 soll neu ver­geben werden.

Angebote sind bis zum 5. März d. Is. an das städt. Armenamt, Neuenbäue 25 schriftlich einzureichen, wo auch die Lieferungsbedingungen eingesehen werden können.

Gießen, den 11. Februar 1904.

Die Armen- Deputation der Stadt Gießen. Curschmann.

Die

Die Verzinsung der nicht umgewandelten Stücke hört mit dem 14. Mai ds. Js. auf.

Die Umwandlung und die Einlösung der nicht um­gewandelten Stücke erfolgt:

bei der Stadtkasse Gießen,

bei dem Bankhause Aron Heichelheim in Gießen. bei dem Bankhause Gebr. Neustadt in Frankfurt a. M. Gießen, den 8. Februar 1904.

Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Mecum.

Bekanntmachung.

In der Zeit vom 6. Februar bis 13. Februar 1904 wurden in hiesiger Stadt gefunden: 1 ſeidn. Halstuch, 1 Taschentuch und 1 Sack Weizen. berloren: 1 goldn. Medaillon, 1 Portemonnaie mit 3-4 Mark Inhalt, 1 Geldtäschchen mit etwa 40 Pfg. Inhalt, 1 schwarze Mappe mit Drucksachen und 1 Muffkette. Mittwoch, 17. Februar, vormittags 11 Uhr, wird auf der Bürgermeisterei- Zimmer Nr. 15 Entlaufen ist: 1 russ. Windhund, 1 kleiner rot­brauner Hund und 1 Dackelhund. das Grundstück Flur X Nr. 76 und 77= 5753 qm Acker am Barresgraben, links des Schüßgesborner Weges, früher Die Empfangsberechtigten der gefundenen Gegen­den Karl Plank II. Erben gehörig, auf 6 Jahre in Pacht stände belieben ihre Ansprüche alsbald bei uns geltend zu machen.

versteigert.

Bekanntmachung.

Gießen, 12. Februar 1904.

Großh. Bürgermeisterei Gießen. Mecum.

Gießen, den 13. Februar 1904. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Hechler.

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334 Fichten- Derbstangen

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39 Eschen­10 Rm. Eichen- Nußscheitholz.

Gegen Sicherheit wird Zahlungsfrist bis 1. Oftober 1904 gewährt.

Gedruckte Verzeichnisse über die Dimensionen der zur Versteigerung fommenden Hölzer sind von der unterzeichneten Stelle vom 20. d. Mts. ab gegen Erstattung der Druckkoften erhältlich.

Wegen vorheriger Besichtigung des Holzes wende man sich an die Forstwarte Geisel- Gießen, Arft.Hochwarte bei Gießen, C. Brück- Rödgen bei Gießen und Log- Wieseck. Gießen, 12. Februar 1904.

Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Mecum.

Bekanntmachung.

Die Wolkengasse wird wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten von Freitag, den 12. 1. Mts. an auf weiteres für den Fuhrwerks- und Fahrradver­fehr gesperrt.

bis

Gießen, den 11. Februar 1904.

Großh. Polizeiamt Gießen. Hechler.