Einzelbild herunterladen

Allerlei.

Endlich gefunden! Während einer Sizung des Staatsrates in Paris, an der Ludwig XV. teilzu nehmen genötigt war, bemerkten die Anwesenden, daß der sonst bei allen ernsten Arbeiten völlig interesselose König in tiefes Nachdenken versant und, die Stirn in die Hand gelegt, starr auf den Präsidenten sah. Alle Parlamentsmitglieder waren im höchsten Grade überrascht über diese Teilnahme des Königs an dem Gang der Verhandlung und der Präsident sprach in­folgedessen mit besonderem Schwung durch den auf ihn gerichteten Blick des Monarchen angespornt. End­lich, als der Präsident seine Darlegungen beendet hatte, fuhr Ludwig XV. aus seinem Sinnen auf, und riefaufatmend rief er: Ich habe es gefunden!" Mit tiefer Verneigung fragte der Präsident:" Wollen Eure Majestät geruhen, uns Ihre allerhöchste Meinung über Die schwebende Frage kundzugeben?" " Ja!" er widerte Ludwig, er heißt Bissard! Denten Sie nur, während Sie sprachen, wollte mir der Name meines Lieblingshundes nicht einfallen. Erst als Sie schwie­gen, tam mir der Name ins Gedächtnis zurück!"

Tronische Begründung. Als der junge Napoleon Bonaparte die Kriegsschule zu Brienne besuchte, hielt der Vorsteher der Anstalt, Berton, ein gutmütiger aber pedantischer Herr, den Zöglingen bei Tische regel­mäßig Vorträge aus den Denkwürdigkeiten des Prin­zen Eugen, Montecuculis, Berwicks, Folards und aus der Kriegsgeschichte Julius Cäsars. Dabei pflegte Berton, wenn er einen oder den anderen der ge= nannten Autoren wörtlich zitierte, jedesmal den Titel .Monsieur" dem Namen vorzusetzen, selbst bei Julius Cäsar verfehlte er nicht zu sagen: Monsieur Julius Cäsar ist der Ansicht usw. usw." Da jedoch Herrn Bertons Gedächtnis nicht recht zuverlässig war, ver­wechselte er bei seinen Zitaten oftmals die Autoren, und Napoleon sagte deshalb zu seinem Freunde Fau­delet von Bourienne: Berton tut recht daran, jeden verstorbenen Autor respektvoll mit Monsieur zu ti­tulieren; er will damit von vornherein sagen, daß er sich mit keinem dieser Schriftsteller in seiner Studien­jeit so recht vertraut gemacht habe."

Ministergehälter früherer Zeiten. Bei Friedrichs des Großen Sparsamkeitssystem waren selbst die Mi­nistergehälter in jener Zeit nach heutigen Begriffen recht targ bemessen. Der gewöhnliche Gehalt eines Staatsminiestrs, der kein Nebenamt hatte, betrug un­ter Friedrich dem Großen 4000 Taler. Selbst Minister Herzberg kam nicht über 5000 Taler Gehalt hinaus. Nur der Kabinettsminister Graf von Fintenstein, er= hielt 15 000 Taler, weil er wegen des Empfangs frem­der Gäste zu einem Ehrenaufwande verpflichtet war. Man foll das Fell nicht verkaufen. bevor man den Bären hat. Diese volkstümliche Redensart soll fol­gender Begebenheit ihren Ursprung verdanken: Gin junger Waidmann, der eine Schuld nicht tilgen konnte, versprach seinem Gläubiger zum Ersatz das Fell des nächsten Bären, den er erlegen würde. Der Gläubiger war damit einverstanden und beide begaben sich auf die Jagd. Es dauerte auch nicht lange, bis ein präch= tiger Bär erschien, auf den der Schuldner seine Büchse losfeuerte. Der Schuß ging aber fehl und Meister Bez rannte wütend auf den ungeschickten Schützen los, der in der Angst nichts besseres zu tun wußte, als sich wie tot auf die Erde zu werfen, während der Gläubiger eiligst auf einen Baum kletterte. Von hier aus sah er, wie der Bär den auf der Erde Liegenden ein Weilchen beschnüffelte und sich dann, da er ihn wirklich für tot halten mochte, von dannen trollte. .Was hat Euch denn der Bär ins Ohr geflüstert?" fragte spöttisch der Gläubiger, als die Gefahr vorüber roar. Er meinte," antwortete der Jäger, daß man das Fell des Bären nicht verkaufen soll, ehe man ihn hat."

Die Hölle für leichtsinnige Schuldenmacher dürfte Siam sein, denn dort hat der Gläubiger die Be= rechtigung, fich der Person seines Schuldners zu be= mächtigen und diesen nötigenfalls zeitlebens als Sklaven zu behalten. Die Arbeit, welche der Ge= fangene leisten muß, wird immer nur als Zins des ursprünglichen Schuldbetrages- ob dieser nun groß oder klein war- angesehen, und der Schuldner kann seine Freiheit erst dadurch wiedererlangen, daß irgend jemand für ihn die eigentliche Schuldsumme erlegt. Brennt der Schuldner durch, so find Weib und Kind, Eltern und Verwandte, mit demselben Verfahren bedroht. Ja, man nimmt in Siam nicht einmal einen Dienstboten ohne die ausdrückliche Verabredung an, daß im Falle seiner Untreue alle Verwandten desselben für ihn haftbar bleiben.

Das Rigoroium der Ebekandidaten. In Süd­afrika üben einzelne wilde Stämme ein eigentümliches Verfahren, um einen Ehekanditen vor Eintritt in Den heiligen Ehestand zu prüfen, ob er dazu auch wirklich geeignet. Sie binden seine Hände nämlich für zwei Stunden in einen Sack mit Stechameisen. Erträgt er ruhig die Qual ihrer Stiche, so wird er für geeignet betrachtet, auch die Sorgen und klein­

lichen Unannehmlichkeiten des ehelichen Lebens

zuhalten.

aus=

Humor­

Sein Abschied.

Als die Frau Buber eines Tages aufsteht, findet fie das Bett ihres Mannes leer und auf dem Nacht­fifch einen Zettel folgenden Inhalts liegen: ,, Liebe Frau, Du haft in Deinem Wohltätigkeitsverein bisher immer Strümpfe für die afrikanischen Wilden gestrickt, während es mir an Strümpfen fehlte Beute wandere ich nach Afrika aus. Dielleicht kommen die von Dir geftrickten Strümpfe mir dort zu gute."

Glimpflich. Herr( liest einen rief oder Rech­nung): D, da sieht mir der Veritand still!"- Diener oder Freund: Gottlob, ich fürchtete schon. Sie würden ihn verlieren!"

Gilt nicht. Sie scheinen nicht zu wissen, mein Fräulein, daß eine unverheiratete Person, wenn sie die Butter anschneidet, noch ficben Jahre mit dem Heiraten warten muß?", a, ha, ha, das ist ja Margarine!"

Ideales Kostüm. Nun, Herr Kadett, als was werden Sie denn auf die Redoute fommen?" ,, Als Leutnant."

Der Geizhals. A.: Was sagen Sie, der Schulze ist also sehr geizig!"- B.: Fürchterlich! Ter kann sich gar nicht von seinem Gelde trennen und wenn ihm mal ein Gläubiger gehörig auf die Bude rückt und er bezahlen muß, so bringt er den Wann bis nach Hause und ißt bei ihm bloß um noch, so lange es irgend geht, bei seinem Gelde bleiben zu können!"

Beim Wort genommen. Dame: Herr Assessor, Sie schließen so oft die Augen sind Sie müde?" - Assessor: Ja, meine Gnädige, es ist schon recht spät, die Natur verlangt ihre Rechte."- Dame ( ihm schnell die Hand reichend): Hier ist sie!"

Derunglückte Liebeserklärung. Liebhaber( zu einer reichen Erbin): Mein Fräulein, ich liebe Sie wahnsinnig! Glauben Sie nicht etwa, daß ich nur das goldene Kalb in Ihnen anbete!"

Der Pantoffelheld. Photograph: Weshalb wollen Sie sich denn mit dem Hausschlüssel in der Hand photographieren lassen?"- Lehmann: Da­mit man denken soll, ich sei Serr im Hause!"

Kein Unglück. ,, Denfen Sie, vor dem alle'schen Tore i gestern mein ganzes Haus in die Luft gegangen!" Bei einer Explosion?"" Nein: bei schönem Wetter!"

Kann alles vorkommen. Tante Bertha: Und lebt denn Ihr kleiner Papagei noch?" John: ,, Und wie ist sogar

geworden."

Onkel

gestern

Großpapagei

Mappe.

-

Der Zweifler. Neulich produzierte sich da ein Chinese, der einen scharfen Dolch verschluckte." Was will das sagen? Ich sah mal einen, der einen ganzen Speer verschlang." Ra, na wird wohl' n Rippespeer gewesen sein." Selbstverständliche Sache. A.:,,Pfui, Deixel das Bier hier ist die reine Medizin; ich begreife nicht, wie die Studenten dort das Zeug literweise runterbringen fönnen." B.: Die? Na, wozu würden denn die Medizin studieren?"

Der kleine Wetterprophet. Mamachen, ich glaube, wir werden schlechtes Wetter bekommen." " So? Weshalb denn?" Ja, das Baro. meter ist gefallen."- ,, iun, woher weißt du denn das?" Ich habe es soeben heruntergeworfen." Auf dem Schriftstellerballe. Wer ist denn die junge Dame dort mit dem stereotypen Lächeln auf dem holden Antlig?" ,, Weiß auch nicht genau. Jedenfalls aber wohl Tochter eines reichen Buchdruckerei- Besizers!"

Aus der Zeitung. Der Bliz zerschlug fast sämtliche Möbelstücke des jungen Ehepaares; es war nur ein falter, aber für beide sehr harter Schlag."

Hyperbel. A. Also du meinst, mit den Eltern von dem Mädel ist nicht viel los?"- B.: ,, Ich sage dir, sie besitzen nichts; absolut garnichts und das wird noch in vier Teile geteilt!" Aus der Instruktionsstunde. Warum ist eine ewige Waffenruhe unmöglich?" ,, Weil die Ge. wehre alle Tag gepugt werden müssen."

Kindlich. Vater: ,, Ungenehm, bei meiner Kaffette ist etwas nicht in Ordnung."- Hanschen: Schid doch zum Kaffenarzt, Pava."

Zweierlei Kritik. A.: Haben Sie Schmierers neuen Woman schon gelesen? Das ist ein Homan, der sich gewaschen hat."- B: Im Gegenteil. ich finde es ist ein recht schmuziger Roman."

kathederblüte. Ich fahre heute mit der Er. schaffung des ernen Menschenpaares fort."

Aus der Schule. Was will die sprichwörtliche Redensart Der Verräter schläft nicht" sagen?". ,, Daß die Verräter der Schlaf flieht, weil sie fein gutes Gewissen haben."

Druckfehler. Dem Gesang der jungen Dame fehlte die richtige Wärme. Las Publikum heizer aber trozdem nicht mit seinem Beifall."

Zu dick!

Theaterbefucher: ,, Jofte,

die

Chusneldo

kriegt man ja jar nicht uff enmal ins Opernglas rin!"

Galmans?

Aus Serrenklei

ernt man leden Shokolade, Raffee. Saucen mit Leichtig Quillayarinde. Die Mi in Verbindung mit

Seife. Man fauft beften in Droguerien Teilen weichen Waffer fie etwa eine Viertel gießt diefe Ablodhung Cuch und mischt fie

Spiritus. Nachdem Aleidungsflid platt a gebreitet hat, fragt

Flüffigleit mit einer roarm auf. But i trodenes Tuch unter

su breiten da diefes di feit auffaugen hilft. Fled nun naß gebüri Die überflüffige Naffe f Auftlopfen mit einem lappen oder einem lein befeiligt. Bei Dame es vorteilhart, Futter vorher abzutrennen, Naßwerden dieser Flecken entstehen fön die Flecke nach dief noch nicht ganz verid

fo helfe man mit e

nach. Bulegt wird de ilück dann noch vo Seite aufgeplättet. Gegen kurzen nehme 0,50 Liter f holderbeeren, grüne und reife, wie fie fommen, zerstoße die 1 Liter Fruchibrann laffe es an der G Beit stehen und neh mittags und abend einen Eklöff voll

Korpule Fettleibig

wird beseitigt durch di Kein starker Leib, keine mehr, sondern jungend gante Figur und grazio Heilmittel, kein Geheimmitt turgemässe Hilfe. schädl. f. d. Gesundh K Aender d. Lebensw. Vo Pack.2,50 M fr geg. Pos D. Franz Stein Berlin 41, Königgri

Eleg. D

rot oder

prachto. f feldenart

2 Riffen faat. Un

baunen

nur 40

Rein M

tet. H Versandhaus Schö

Motorzweiräder TO Motore zum Selbst­Fahrrad ohne Ve Fahrräder 1 Jahr

n. Freilauf- Rücktritt Glockenlag, Innenlö Laufdecken. M.S Luftschläuche Laufglocken... Acetylenlaternen.

Calciumcarbid, Kild Lenkstange, verni Pedale

Elektr. Taschenlam Gespannte Räder. Fusspumpen Frellauf Hinterräder Reparaturen aller

Fordern Sie grat.

nenest. reichillustr.

Vertret. auch f. gele Hoher Rabatt, guter

Willi Haussherr Berlin O.27, Alexan

Bettnäss garantirt. Prospect, 2 durch Herm. Ma furt a. M., Allerhe

Hastig

steht sie auf,

Da ist er! und nimmt Hilda in seine Arme. Hellmut, den alle lieb haben müssen, tritt er über die Schwelle mehr als früher, aber immer der gewinnende, anziehende schärften und verfeinerten Zügen, die Augen nicht so glänzend Mit von innerem Herzensweh etwas ge­

sie nicht so leidend und verstört finden! rahmten Spiegel, ordnet ihren Anzug, ihr Haar,

Blick durchschaut. Aber wie soll sie anders sein? eine fünstlich angenommene Haltung, die er auf den ersten heim, und immer findet er ein mühsam erzwungenes Lächeln, Müde und abgespannt von allem Rechnen und Zählen kommt er Armer Hellmut! er soll

blieben? Es ist ein solch' drückende Hize draußen, jede Be­..Mein liebes Herz, warum bist du nicht still liegen ge­

geht zu dem großen, silbereinge­

Da

aus sprecht nur. in Schluchzen uns doch niemand?" ich bin seiner Mütze hervor. jungen Menschen mitleidig. haben gewiß ein menschliches Herz mir. Ich weiß, sehen kann ich ihn nicht ein Gebetbüchlein"- dabei brach die Stimme des Burschen gute Frau, hier in dem Päckelchen habe ich ein Amulet und ,, Ach, gute Frau, ich hab' eine so große Bitt'. verшеВ е vas zimmer uno trat auf die Haustreppe. ten seine Augen und blondes Lockengeringel drängte sich unter stand der Bursch vor ihr im Licht des Mondes, hell glänz­,, möchtet Ihr's nicht dem Armen geben? ,, Ach, wenn Sie ein Herz in der Brust haben, der Hoßbach ist ein naher Verwandter von ,, Nein, nein, ich bin ganz allein, Was wollen Sie?" fragte sie den aber Sie sehen ja so gut es hört Sie

Es wird ihm ein Trost sein in seinem Unglück, gewiß, und

Erzielung noch das jugendliche zu erzielen

flügeln. Fachkreisen Soweit schlüsse übe feligen Tat an ein und erfolgte, beb flüstert: 2 fagen?" D Beichnen die

Frau

ber

erbstück Imulet ihn ,, auf dem ein

glücklichen und breit! Euch Gott egte einen

pie in der

tür

hinter

Fidelio".

entflohen!

Ketten

Gefäng­

möglich zu

ndruck auf wie die

Lehrer rief:

daß der Lehr

überfommen Und haft th

nicht. Dann Geschwister, Lehrer hat fi bift wohl ber

Darf ich mi

dee, die fid

Bande des

Meffer aufge

Die Huf darauf richt

neute Angri

bach! Ahnung iſt Verwalterin aufeinander, Anton", gebrochen!" Ein laute dann ruft er höhnisch: der wüsten Gestalt zu die Treppe herab in langen Säßen ſteigt sie die Treppe hinan, der Fall, der dumpfe Fall Franzi steht wie angewurzelt, Hoßbach liegt ihr Mann, ihr braver guter Anton, in seinem ruft sie und mit Wahrheit. Halb im Flur, halb in der Zelle des brecher, in seiner Hand blizt ein offenes Messer, stoßbereit Schein der Flurlampe. Einen Augenblick stuzzt der Ver­Franzi zittert und bebt, die Zähpe ſchlagen ihr bor Angst tritt Franzi in die Küchentür- da stürmt jemand es hat Wunder getan, hat die lautes rohes Gelächter, dann fällt die Haus­Schön' Dank für das Amulet, um Gott zitternden der edle" Räuber ist hell beleuchtet vom der Hoß­Retten

Knieen ihre

cher Blute; aus tiefer Stirnwunde fließt es, und regungslos, mit

in

damit Amulet es

Yo

unendlich gemordet!" fomni' Schrei Gatten. den Anton untersucht geschehen, nachdem sie ihn in seinem Blut gefunden. immer wieder hat Fragen beantworten müssen, wie die Aerzte Magd gekommen, die Gerichtsherren, die Aerzte, wie sie omm' zu dir, hab' Erbarmen, Gott im Himmel, ich hab' ihn geschlossenen Augen gleicht er einem Toten. Mit wildem Nur undeutlich kann sie sich erinnern, was weiter später Nacht sitzt Franzi am Bett des bewußtlosen wirft sie sich über ihn:" Anton, wach' auf, Anton, Wie

bill's ihm Hand

wegen

mehr zum

fraft war

- der un­

Gott und

te

Gestalt

inbrechers un galt's.

sie

etwas

hen gleich

en Liebes­

en durfte.

Der

em. lur einen erkennen

britt

britt

In schaut

ratet mich

in Gebet­

nein

ssen, von issen, ver­

Bäckelchen

end.

E2

ihr nun

fühlte sie.

eine erste

Nein"

Unere

venn

wenn Marie?"

, wie off

rechen in

bach, der

ich

wann das

r heftig

illes ge= wäre sie

innerlich chte mich

iz allein

das rung an in Gedanken die mun, das war förpert erschienen. Da das Familienerbstück, das dem Armen wohl zu Person ihr alle die idealen Räubergestalten ver Neuzeit ver­fängnisvertoalter zu sein, und versuchte sich immer aufs doch auch ein Brieflein zu der Gabe geschrieben, und wenn Hoßbach reichen Troſt gebracht, gewiß hatte ihm sein Weib Gefühl war befriedigt von ihrem Tun, hatte sie doch sicher dem war immer noch in gedrückter Stimmung. Ihr mitleidiges etwas zu holen, und Anton machte eben die Runde. Franzi quälenden Eindrücke zu versüßen durch die Erinne­war in der Küche beschäftigt, die Magd war ausgegangen, Gute, was sie dem Hoßbach getan, in dessen daran, was für ein schreckliches Amt es sei, Ge­welch' ein entseßlicher Schrei! Von Amulet, ihm eine Wohltat war, zu gönnen. Franzi seufzte muyls. zitternd Franzi

nene

oben kam er, und gleich darauf ein dumpfer Fall

die

und

Achseln gezuckt haben, wie in der

die

Anton

zu Boden

Verbrecher den Belle eine Feile gefunden worden ist. Mit

der

Rette

hat der

die der

und

wenn es

der

Anton Frau. von den Augen wußtsein vor ihr ruben in der Fr stirbt, dann ist Zu der nicht vor einem Mord zurückschreckt. Freiheit, allein! Und er hat gezeigt, der Räuber, daß er im Notfall sie, sie allein ist schuld an dem Schrecklichen, Gott, wenn er noch mehr Blut vergießt, ſo iſt ſie ſchuld, sie gefellt sich die quälende Sorge: Was wird der Hoß­fie muß den Gatten pflegen, den Gatten, den sie nie inniger sich werfen! Aber sie darf nicht, sie muß gut zu machen suchert, um den Verstand zu verlieren, o, könnte sie das Leben von zu haben meint, als nun, da er blaß und ohne Be­Räuber ihr zugerufen. Die Feile, das war das Amulet Furchtbare er nicht gebraucht. Die Feile! Ha, wie Schuppen iſt ihr's der marternden Todesangst um den Ge­gefallen, schon bei den Worten, sie die Mörderin des Gatten! D, Boden geschlagen, das Messer hat zu der sie ihm verholfen? Tage verbringt die sist

geliebt

liebten

bach verüben in

liegt.

Nur das nicht, nur das nicht!

rettet. sein Leben mehr vorhanden. ligen Heilung brauchen wird, so ist doch keine Gefahr für weitern drei Tagen erklären die Aerzte den Anton für ge­ist. Eine Sorge ist gehoben, er hat kein Blut vergossen. Nach fernten Teil des Ländchens aufs neue festgenommen worden grimmige Kälte in ein Wirtshaus getrieben, in einem ent­Wenn auch die Kopfwunde noch einige Zeit zur völ­Nach drei Tagen kommt die Nachricht, daß der Hoßbach, den Doch Gott ist ihr gnädig.

Mutter geworden. angehauchten Wesen eine frische, willenskräftige Frau und ein Mädchen, sie umspielen, da ist aus dem zarten, poetisch Als nach ein paar Jahren zwei kleine Moor's, ein Bub

der Feile gekommen ist. hat niemals gestanden, auf welche Art er damals in den Besitz Anhang gehörte. Der Hoßbach muß jedoch in der Tat etwas ,, ritterliches" Räuberblut in seinen Adern haben, denn er büßen hatte. Nicht die mindeste Aehnlichkeit hatte das Weib dem hübschen jungen Burschen, der jedenfalls zu ihrem verschiedner Diebereien eine Strafe in der Froufeste zu ver­die schwarz' Hoßbachn", wie diese im Volksmund hieß, wegen Franzi erfahren, als ungefähr ein Jahr nach seiner Flucht Daß der Fidelio" nicht des Räubers Weib gewesen, hat

hat sich darin bei. zeihung an. der weichen Stimmung Und geschärft und sie ist wenn fie Schwärmerei ins wirkliche Leben zurückzuführen. des über Antons Stirn zieht, um sie aus dem Land weichherziger alten Fehler, dann genügt ein Blick auf die Narbe, die sich Gatten, der tren seine Pflicht tut, und sie steht ihm unentwegt brechertum mehr Raum im Herzen der Franzi, ihr Blick Von der Zeit an hat kein törichtes Mitleid mit dem Ver­des Gatten und beichtet ihm alles und fleht ihn um Ver­Dankerfüllten Herzens kniet die junge Frau am Lager Franzi. sie einmal zurückfallen will in ihren Er gewährt dieselbe aus vollem Herzen, aus sie ist fürder stolz auf ihren braven

Das Amulet" hat also doch Segen gebracht.

von der tiefen eue einer elenden heraus und ergriffen

mit