eine Anzahl unde und Katzen als Opfer und schickten sich danach an, ihre eigenen Kinder den Flammen zu übergeben, woran sie nur durch die rechtzeitige Ankunft mehrerer Sherifs verhindert wurden. Die Fanatiker zerstörten große Mengen Tabak sowie Schmucksachen und Juwelen. Eine Anzahl von ihnen wurde ins Frrenhaus gebracht.
Ginen eigenartigen Selbstmordversuch unternahm aud Liebesgram die 19jährige Tochter eines Hausbesitzers in Richtenwörth bei Wiener- Neustadt. Da sie sich kein anderes Mordinstrument verschaffen konnte, füllte sie einen Topf mit Pulver und Schrot, legte glühenden Zunder darauf und setzte sich dann auf das Gefäß. Die Ladung entzündete sich und drang dem Mädchen in den Unterleib. Sie erlitt lebensgefährliche Verlegungen.
Aus dem Gerichtsfaal.
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§ Ein umfangreicher Sittlichkeitsstrafprozeß wird 19. d. Mts. vor der Strafkammer des Landgerichts Rosenberg in Westpreußen zur Verhandlung kommen. Die Anklage richtet sich gegen den Lehrer Burchardt aus Heidemühle ( Kreis Stuhm), der beschuldigt wird, in den letzten fünf Jahren mit etwa sechzig Schulkindern in unsittlichem Vertehr gestanden zu haben. Der Angeklagte, welcher sich seit einiger Zeit in Untersuchungshaft befindet, stammt aus Sachsen; er steht im 49. Lebensjahre und ist Vater von drei Kindern im Alter von 7-14 Jahren. Zu der Verhandlung sind sämtliche Schulkinder, sowie auch frühere Schülerinnen, deren Eltern und eine Anzahl Sachverständige geladen.
§. Der große Zwickauer Kellerwechselprozeß wird heute beendigt und das Urteil verkündigt werden. Sämtliche Angeflagte ließen durch ihre Verteidiger auf Freisprechung plaidieren, nachdem der Staatsanwalt Dr. Selle für ihre volle Schuld eingetreten war und das raffinierte Treiben namentlich des Hauptangeklagten Händel gekennzeichnet hatte. Hierauf baten noch die Angeklagten selbst um ihre Freisprechung.
§ Ein trauriges Familiendrama bildete den Gegenstand einer Verhandlung vor dem Hallenser Schwurgericht. Wegen Mordes und Mordversuchs hatte sich der Gastwirt Friedrich Liebau zu verantworten. Liebau, den viele Zeugen als nicht schlecht von Charakter schildern, lebte mit seiner Ehefrau, die Inhaberin einer Kneipe mit Damenbedienung war, in Unfrieden. Vollends nahm der Streit kein Ende, als die 42jährige Frau zu ihrem 23jährigen Stiefbruder, dem im Dezember vom Militär entlassenen Gastwirt Ahlert, in Beziehungen trat, die Liebaus Eifersucht anstachelten. Am 22. Januar trafen sich die drei zu einer Unterredung in einem Lokal der Eichendorffstraße. Wieder entstand Bank, in dessen Verlauf Liebau seinen Schwager durch Revolverschüsse tötete und seine Frau verwundete. Mehrere Zeugen bekundeten glaubhaft, daß Liebau schwer gereizt worden war. Wiederholt hatt er von dem weit stärkeren Ahlert und seiner Gattin schwere Mißhandlungen zu erdulden gehabt; auch hatte ihn Ahlert, der gleichfalls ständig einen geladenen Revolver bei sich trug, bereits früher mit Totschlag bedroht. Die Geschworenen bejahten darum nur die Schuldfrage auf Totschlag und Totschlagsversuch. Das Gericht erkannte demgemäß auf fünf Jahre Gefängnis.
Kurpfufcherprozefs Schröter.
Sh. Tilfit, 11. März. Die Verhandlungen sind jetzt soweit gediehen, daß morgen die Plaidoyers beginnen und höchstwahrscheinlich auch schon das Urteil gefällt werden wird. Die Gutachten fielen im großen und ganzen weit vorteilhafter für den Angeklagten aus, als man erwartet hatte. Professor Dr. Puppe- Königsberg führte in seinem Generalgutachten aus, daß nach der heutigen Rechtslage jedermann in medizinischer Hinsicht alles machen könne. Er müsse es nur verstehen. Der Angeklagte habe viel gelesen, aber andererseits gezeigt, daß ihm die einfachsten klinischen Untersuchungsmethoden nicht ge= läufig sind. Diese ließen sich eben nicht aus den Büchern, sondern nur durch eingehende Studien am Krankenbett und an der Hand eines tüchtigen Lehrers erfassen. Schröter setze an Stelle der wissenschaftlichen Medizin die von ihm mißverstandene Reichenbachsche Odlehre, die Psycho- Physiognomik und die Augendiagnose, die durchaus auf unwissenschaftlicher Grundlage beruhen. Schröters Hellfühlen und sein Magnetismus seien pure Ginbildungen. Was er sonst an Heilmethoden verwandte, die Homöopathie, Vibration, Oscillation, hydrotherapeuthische Behandlung und Diät habe er kritiklos auf alle beliebigen Fälle gleichmäßig angewandt. Professor Puppe spricht sich schließlich, wie auch der zweite Sachverständige Behrendt, dahin aus, daß der Angeklagte der fahrlässigen Tötung nicht schuldig sei. Dagegen habe er seine Patienten durch marktschreierische Versprechungen und Vorspiegelungen betrogen. Wenn er erkläre, mit Verstorbenen zu verfehren, wenn er einer Patientin eine Tafel mit Linien zeigt, sage, soviel Kraft wie in diesen Quadraten sei, habe Christus gehabt, er habe weniger, wenn er einem Patienten ein Bild zeigt, wie es von magnetischen Strahlen umgeben sei, so sei das alles Vorspiegelung einer unwahren Tatsache. Desgleichen wenn er einer Zeugin, die als Botin zu ihm kam, suggeriert, sie sei durch und durch krank, und sie dadurch in seine Behandlung bekam im übrigen sei dies eine Suggestion, welche bedenklich sei, weil Krankheitsgefühl in der Betreffenden hervorgerufen sei.
Einen interessanten Zwischenfall brachte noch der Schluß des Zeugenverhörs. Ein steinaltes litthauisches Mütterchen, Wilhelmine Prusseit, sollte über die Art, wie der Angeklagte sie behandelt habe, vernommen werden. Sie war aber anfangs nicht zur Ableistung des Zeugeneides zu bewegen. Obwohl der Vorsitzende bat und drohte, erklärte sie hartnäckig: Ich habe dem lieben Gott meine Seele verschrieben, wie kann man da noch verlangen, daß ich schwöre. Ich bin eine alte Frau, machen Sie mit mir, was Sie wollen. Und wenn Sie mich ins Gefängnis un, ich schwöre nicht! Der Vorsitzende hält ihr vor, daß infolge ihrer Weigerung der ganze Prozeß auf zwei Monate vertagt und sie während dieser Zeit in Haft behalten werden könnte. Sie bleibt jedoch dabei, daß sie bei ihrem Alter nicht mehr schwören dürfe. Man mußte sie erst wieder zurücktreten und sich beruhigen lassen. Als sie dann zum zweiten Mal vorgerufen worden war, redete ihr der Vorsitzende sanft zu, doch den Eid zu leisten. Die alte Frau brach darauf in Tränen aus und erklärte: Sie berstehe nach wie vor nicht, weshalb sie schwören solle. Wenn alle Menschen so wären, wie sie, brauchte man überhaupt kein Gericht. Auf nochmaliges Zureden laistete sie dann aber schließlich den Eid.
Hessischer Landtag.
Darmstadt, 11. März 1903. Erster Präsident Haas eröffnet die Sigung. Auf der Tagesordung steht zunächst die Regierungsvorlage, Umbau des Großh. Hoftheaters betreffend. Abg. Dr. Gutfleisch legt in längeren Ausführungen den Standpunkt der Ausschußmehrheit dar, der auf Bewilligung der Regierungsvorlage lautet. Die Rechtsfrage solle man bei der Beurteilung der Forderung ganz ausscheiden, troßdem sie für die Verflichtung des Staates zur Uebernahme der Umbaufosten spreche, und aus Billigkeitsgründen für die Forderung, die dem Lande ein jährliches Opfer von nur 4500 Mt. auferlege eintreten.
Abg. Ulrich vertritt in längeren Ausführungen den Standpunkt der Ausschußminderheit. Er bestreitet die rechtliche Verpflichtung des Staates zur Uebernahme der Kosten und geht eingehend auf die Gründe ein, die ihn zu seiner ablehnenden Haltung gebracht hätten. Es sei nach der Lage
der Sache nicht zu bestreiten, daß auch der Umbau des Hoftheaters auf Kosten Großh. Familie netgentums auszuführen sei. Redner bespricht noch die Leistungen des Großherzogs aus der Zivilliste und sein Zuschuß zum Hoftheater. Am Schluß der Sigung wurde der Antrag betr. den Umbau des Hoftheaters mit 30 gegen 8 Stimmen ange
nommen.
Die heutige Nummer umfaßt 10 Seiten, die Nr. 9 der 8seitigen illustrierten Extrabeilage„ Aldeutschland" und Nr. 11 der Seifenblase".
Lokales.
12. März 1904.
** Der Großherzog hat am 10. März d. J. den Bezirkskassier der Bezirkskasse Nieder- Ingelheim Nikolaus Werner zu Nieder- Ingelheim in gleicher Diensteigenschaft mit Wirkung vom Tage seines Dienstantritts an an die Bezirkstasse Groß- Umstadt versetzt.
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Der Großherzog hat am 1. März d. I. dem Oberlehrer am Gymmasium Fridericianum zu Laubach, Albrecht Kullmann, den Charakter als" Professor" erteilt. ** Nächste Woche findet in der Nähe von Kinzenbach Gefechtsschießen der 116ner statt.
A Das Fest der silbernen Hochzeit feiert heute mit seiner Gemahlin der Schuhmachermeister Käs in Gießen.
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Herr Otto Conradi, der beliebte Komiker des Gießener Stadttheaters hat morgen Sonntag sein Benefiz. Die Kneiselsche 4aftige Posse Papageno" wird gegeben, in welcher er als Rentier Bollwig auftritt. Die ganze Spielzeit hindurch ist Herr Conradi aufs Beste mit bemüht gewesen, frohe Laune und heitere Gemüter in unserem bescheidenen Musentempel zu erwecken, daß man dem Benefizianten für seinen Tag nur ein recht gut befeßtes Haus wünschen kann, zumal das zur Aufführung kommende Stück schon ein Zugstück ist. In der nunmehr für Gießen bald zu Ende gehenden Spiel- Saison hat Herr Conradi mit besonderem Erfolg gespielt im Blinden Passagier" den Bellermann, im Weißen Röß'l"" den Giesecke, im„ Hochtourist" die Titelrolle, im„ Dr. Klaus" den Lubowski und in Kyrik Pyrit den Bäckermeister Rur.
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Kornhausgenossenschaft Grünberg. Morgen nachm. 3 Uhr findet eine Generalversammlung der Genossenschaft mit wichtigen Tagesordnungspunkten im Rappen" statt, worauf wir, da auch die Errichtung eines Kornlagerhauses zur Sprache kommt, im öffentlichen Interesse aufmerksam machen.
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< Ein Retourbillet erhielt dieser Tage ein nach Gießen gekommener Gastwirt von Freundes" seite zugeschickt. Der Empfänger sollte, so lautete das Begleitschreiben, seinen alten Wirkungskreis wieder aufsuchen sind gespannt, ob der Wirt dem guten Rat nunmehr folgen wird oder muß?!-
Wir
* Zur Reform der Gemeinde steuer werden demnächst der Schutzverband Mainzer Hauseigentümer und der Verein der Gewerbetreibenden in öffentlicher Versammlung Stellung nehmen. Die Vorstände der Hauseigentümervereine Worms, Darmstadt, Offenbach a. M., Gießen und Bingen werden hierzu eingeladen und verteten sein. Die Geschäftsführer dieser Vereine werden zuvor noch eine Versammlung und gemeinsame Besprechung dieser Materie haben.
**
für
Das Kaiserliche Aufsichtsamt Privatversicherung zu Berlin- Charlottenburg hat in der Senatssigung vom 26. Febr. 1904 die Sterbe fasse für Mitglieder des Hessischen Landesgewerbevereins zu Darmstadt unter gleichzeitiger Anerkennung als fleinerer Berein im Sinne des§ 53 des Gesetzes über die privaten Versicherungsunternehmungen vom 12. Mai 1901 zum Geschäftsbetriebe zugelassen. In allen Kreisen des Großherzogtums befißt diese Kasse zahlreiche Mitglieder, für welche die vorstehende Genehmigung von besonderem Werte ist. Bekanntlich werden für die Folge nur solche Kassen zugelassen, welche den Bestimmungen des vorgenannten Gesezes entsprechen, und welche durch diese Genehmigung die Rechtsfähigkeit erhalten. Damit ist allen Mitgliedern volle Sicherheit für ihr versichertes Sterbegeld geboten. Die Kaffe, welche auf dem Umlageverfahren aufgebaut war, hat diese Rechtsfähigkeit bisher nicht besessen und nun erlangt. Es ist bekannt, daß bei der Umwandlung viele Schwierigkeiten zu überwinden waren, daß insbesondere den älteren Mitgliedern durch die Beschlüsse der beiden legten Delegiertenversammlungen in weitgehendster Weise entgegengekommen wurde. Alle Mitglieder sind nunmehr auch zum Bezug von Dividenden berechtigt, sodaß sich die sagungsmäßigen Beiträge jährlich um den Betrag der Dividende ermäßigen. Die Sterbefasse hat im Großherzogtum 57 Detsrechner bestellt, sodaß auch die Zahlung der Beiträge sehr erleichtert ist. An Eintrittsgeld hat jedes Mitglied nur 2 Mt. zu entrichten. Da nunmehr die Kasse durch die oben erwähnte Genehmigung den Mitgliedern volle Sicher
heit bietet, dürfe, weil auch die leichtesten Versicherungs bedingungen gestellt sind, dem Institut neue Mitglieder, insbesondere jüngere, in erwünschter Zahl zugehen. Die Anmeldungen nehmen die Ortsrechner wie auch die Verwaltung in Darmstadt, Waldstraße 11/2 entgegen, durch welche alle Auskünfte, Sagungen 2c. bezogen werden können.
* Besizwechsel. Das Anwesen des Gerbermeisters Plant in Gießen ging zum Preis von 56000 Mt. an Pferdehändler August Frensdorf über.
() Hausen, 11. März. In unserer Gemeinde gründete man einen Bauernverein. Demselben traten alsbald 32 Landwirte als Mitglieder bei.
+ Wetzlar. Die Aufnahmeprüfungen an der SeminarPräparanden- Anstalt finden am 20. April im Schulhaus Silhöferchaussee statt.
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Limburg a. d. L., 11. März. Am 1. April wird hier eine Eisenbahnverkehrsinspektion errichtet. seither 250 Wif. Pacht jährlich eintrug, wurde jeßt für Ehringshausen, 11. März. Die Gemeindejagd, die 850 Mt. jährlich an Kommerzienrat Hartt aus Lennep berpachtet.
= Biedenkopf, 11. März. In einer Sandgrube in Bottenhorner Gemarkung wurde ein 15jähriger Bursche verschüttet. Er war sofort todt.
Aus dem Ohmtal. Das Ohmtal ist jetzt der Tummelplaz vieler wilden Gänse und Enten. An 20-30 Stück sieht man zuweilen beisammen. So haben sich denn Jagdliebhaber zusammengetan und suchen die Pracht remplare von Tieren ihren Besitz zu bekommen.
=
Vom Odenwald, 11. März. Die neue Odenwaldbahn Mosbach- Mudau wird voraussichtlich am 1. Juli d. I. eröffnet werden. Frankfurt, 11. März. Als Dritter im Bunde der Mädchenhändler wurde heute der wegen Wechselfälschung vorbestrafte Kaufmann Klaas verhaftet.
× Frankfurt, 11. März. Ein Kutscher Stafforst wurde in Hamburg verhaftet unter der Beschuldigung, den Klavierhändler Lichtenstein aus Frankfurt am Main ermordet und beraubt zu haben. Bei Stafforst wurde eine goldene Uhr gefunden, die angeblich Lichtenstein gehörte. Der Verhaftete verschweigt die Angabe seines Logis; man vermutet, daß die aus dem Raubmord stammenden Sachen dort versteckt sind.
*
Darmstadt, 11. März. In der heute fortgesetzten Berhandlung gegen Geh. Lepsius fragt Ministerialrat Braun den Angeklagten, ob er noch den Inhalt des Schreibens vom 28. Oft. 1898 kenne, das er Stüßel geschrieben habe und das nicht mehr vorhanden sei, worauf der Angeklagte erwiderte, daß er sich dessen nicht mehr erinnere. Auf die Frage, ob Back zur Beit Kenntnis des Inhalts hatte und warum er nach München reiste, kann der Angeklagte nicht antworten. Ferner erklärte der Angeklagte auf die Frage, ob ihm bei den ersten Besichtigungen fein Gedanke an fälschungen gekommen sei, daß man ihm erflärt habe, Stüzel habe keine Falsifitate, zudem habe er auch Professor Furtwängler befragt, der ihm dies bestätigte. Auf die Frage, warum der Angeklagte in seinem Bericht über die Schäßung nicht erklärt habe, daß er denselben mit Dr. Back gemeinsam vorgenommen, erklärte Lepsius, daß dies wohl Bufall gewesen sei. Ministerialrat Braun wünscht, daß festgestellt werde, wie oft Lepsius mit Professor von Zittel zusammengewesen sei. Auf die Frage, ob Lepsius die Beilstiele für echt gehalten habe, antwor tet er ungenau; die Neußerungen über die Beilstiele will er nicht gehört haben. Hier wird durch den Verteidiger Dr. Schmidt festgestellt, daß Lepsius seit 12 Jahren auf dem linken Ohre taub sei.
Eingesandt.
Für die unter dieser Rubrik gebrachten Artikel übernehmen wir dem Bublifum gegenüber keine Verantwortung. Bezugnehmend auf das in Nr. 56 Ihrer geschäßten Zeitung vorgeschlagene Eisenbahnprojekt FriedbergSchwalheim, Rödgen, Wisselsheim, Steinfurt, Oppertshofen, Rockenberg, Münzenberg, Gambach, Holzheim, Grüningen, Wagenborn- Steinberg, Oberheff. Bahn Gießen wird wohl den Beifall aller derer finden, welche diese reichbevölkerte wohlhabende Gegend mit ihren großen Lagern in Erzen, Steinen 2c. fennt, hingegen sagt Bimbacher, kann es wohl kaum einen törigteren Plan geben als ein Projekt Gießen― Steinbach- Burkhardsfelden- Hattenrod- Harbach- Ettings hausen Wetterfeld- Laubach nur in Erwägung zu ziehen, obgleich sich ein Bürgermeister zur Vaterschaft bekannt hat und andere hohe Herren aus Gießen und Laubach die Batenschaft übernommen haben, es ist und bleibt ein todtgeborenes Kind an dem weder der Erzeuger noch die ganze Gevatterschaft Freude zu erleben in die Lage fommen wird. Ganz abgesehen davon, daß die Gemeinde Annerod die einzige Gemeinde ist, welche wegen Nichtberücksichtigung Klage auf Schadenersatz erheben wird, denn es ist die einzige Gemeinde zwischen den beiden Oberhess. Strecken GießenLich und Gießen Grünberg, welche als Stiefkind behandelt werden und keine Bahn erhalten soll, wird sich die preußischhessische Gemeinschaft hüten, für die 30 Kilom. lange Strecke 2/ 2-3 Millionen Met. auszugeben,( denn billiger als 90 bis 95 000 Mt. pro Kilometer baut die der Staat überhaupt nicht), selbst dann nicht, wenn das Geld im Ueberfluß vorhanden sei, daß dies nicht der Fall ist, bedarf wohl feiner eidlichen Versicherung. Daß einem solchen Unternehmen, das auf so schwachen Füßen steht, kein auch nur halbwegs Einsichtiger, die Hand zur Bildung einer Aktiengesellschaft reichen wird, ist mehr als selbstverständlich. Darum: Gewehr ab! Weggetreten!
In der Grünberg Beitung und im Grünberg. Anzeiger wird bekannt gegeben, daß Herr E. Christ von unserem Gemeinderat als Stadtdiener gewählt wurde. Nach unserer Ansicht, entspricht diese Wahl nicht der Zufriedenheit der Mehrzahl der Grünberger Bürger, vielmehr hätte, wie sich auch der Gemeinderat sagen mußte, auf diesen Plazz ein Mann gehört, der des Kaisers Rock geiragen.
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Petersburg, 1 Alexejew an den A Der Rommandant Port Arthur ven dem Kommando de vom 10. März in liche Torpedoboote Es tam in deffen Verlauf liches Torpedobo
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Dienstag, 4 Uhr, soll im liche Brüiung Es werden der Schüler und eingeladen. Gießen, der
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Brenn am Montag, de 1 Uhr an in zu Salzböden au Distrikte: Gehren, Faberit Senuppel, 172 9 49 Rm. Sheit,
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