Einzelbild herunterladen

französische Rente um etwa 1% ein Fall, der seit Jahrzehnten nicht zu verzeichnen war. Dieser Sturz wird erklärlich durch die Tatsache, daß der französische Geld­markt 24 russische Anleihen mit einem Nominalkapital von etwa 11 Milliarden Franken zählt. Daher ist es den Fran­zosen nicht ganz gleichgiltig, ob Rußland verliert oder ge­winnt. Am stärksten war natürlich der Kurssturz russi­scher Papiere auf inländischen und russischen Börsen, so daß das Finanzministerium in Petersburg sich veranlaßt sieht, vor unbedachten Verkäufen von Wertpapieren zu war­nen, die nur der Spekulation Nutzen brächten, und das Publikum zu einem ruhigeren und bewußteren Verhalten zu ermahnen gegenüber den Ereignissen im fernen Osten, welche wohl zeitweilige Schwierigkeiten zu schaffen, nicht aber die wirtschaftliche Kraft Rußlands zu erschüttern vermöchten. Das Sinken der Kurse bei Beginn einer kriegerischen Aktion sei eine ganz gewöhnliche Erscheinung.

Verlogene Berichterstattung.

Gleich die erste Phase des Kriegsschauspiels ließ die alt gewohnte Taktik englischer und amerikanischer Blätter wieder in Erscheinung treten, das Publikum mit sensationellen Rügenberichten zu füttern. Ein Meisterstück" dieser Art var der angebliche Bericht eines Augenzeugen" beim See­fampf vor Port Arthur, der sich an Bord des auf der Rhede infernden Dampfers Columbia" befunden haben sollte. Wir sagen ein Meisterstück, um den Grad der Verlogenheit zu bezeichnen, denn meisterhaft ersonnen war der Schlacht­bericht trotz seiner scheinbaren Detaillierung gerade nicht. Der Verfasser ließ z. B. den Torpedoangriff die ganze Nacht hindurch" dauern. Das widerspricht der Natur eines sol­hen Angriffes, der nur durch plötzliche Ueberraschung wirken fann. Weiter läßt der Bericht die japanischen Schiffe auf 5 Kilometer an die Forts heranrücken, um deren Feuer zu erwidern, trotzdem sie bereits lange in dieser Entfernung oor den Werken lagen. Daß die russischen Schüsse auf so furze Distanz die Gegner überhaupt nicht erreicht haben solten, wie der Augenzeuge es darstellt, ist einfach un­sinnig. Am schlimmsten ist aber, daß er die Namen der schwer beschädigten russischen Schiffe gänzlich falsch angibt. Ein recht zuverlässiger Berichterstatter, dieser Herr Augen­zeuge, der es für seine Pflicht hält, sich erstens im passenden Moment freiwillig auf dem Kampfplatz einzufinden, und zweitens nichts besseres zu tun weiß, als seine Beobachtun­gen brühwarm in inem ellenlangen Telegramm nach New­york zu kabeln. Wie er das so eilig fertig gebracht hat, da ihm doch wohl alle Verbindungen mit dem Lande abge­schnitten waren und außerdem einer strengen Zensur unter­liegt, ist ein Rätsel, das sein Blatt den Lesern nicht löst und das auch wohl ewig ungelöst bleiben wird. Die ,, gro­Ben" Berliner Sensationsblätter gingen in rührender Harm­losigkeit der Reihe nach auf den lockenden Leim. Wir haben die Nachricht gleich als das erkannt, was sie ist: die erste der fetten Kriegsenten, die nun wohl in dichten Scharen zu uns herüberflattern werden.

Die Politik.

Eine Ergänzung zur Jugendschutzgesetzgebung steht demnächst bevor. Dem Bundesrat wird eine faiserliche Ver­ordnung vorgelegt werden, durch welche die für Schneider­werkstätten zur Herstellung oder Bearbeitung von Kleidungs­stücken im großen geltenden Schutzbestimmungen für Kinder über 13 Jahren, für jugendliche Arbeiter zwischen 14 und 16 Jahren und für Arbeiterinnen fortan auch auf die Schneiderwerfstätten ausgedehnt werden sollen, in denen auf Bestellung nach Maß für den persönlichen Bedarf der Besteller gearbeitet wird.

+ Der jugendliche Abg. Korfanth( Pole), der sich durch sein erstes Auftreten im Reichstag feine großen Sympathien erworben, wird nunmehr auch dem preußischen Abgeord­netenhause angehören. Er wurde gestern in Schro da mit sehr großer Majorität gewählt.

Der Papst bringt den deutschen Katholiken zweifellos ein großes Interesse entgegen. Die gestern Abend erschic­nene Enzyklika über die unbefleckte Empfängnis ist vom Papst auch in deutscher Spra che veröffentlicht worden. Seit Bestehen des Papsttums ist das die erste Enzyklika in deutscher Sprache.

Italien.

In vatikanischen Kreisen wird neuerdings viel über die Sparsamkeit des Papstes gesprochen, die Pius X. in der Verwaltung einführt. Schon vor Wochen wurde bekannt, daß der Papst an alle Chefs der Kongregationen( Ministerien) den Befehl erlassen habe, ihm in ganz furzer Frist die Siste aller Beamten einzureichen. Jetzt findet dieser Befehl seine Erklärung. Papst Pius reduziert die Gehälter mehrerer Beamtenkategorien. Die Nuntien zweiter Klasse, deren Bezüge früher zwischen 24000 und 30000 Fr. schwankten, sehen diese jetzt auf 12 000 vermindert. Auch das Einkommen der Nuntien erster Klasse( 60 000 Fr.) findet der Papst zu hoch. Die größten Abstriche müssen sich die Beamten der Kon­gregationen gefallen lassen, die zwar kein allzu hohes Fixum erhielten, aber doch an den Gebühren partizipierten. Der Gewinn, der aus dieser Sparpolitik erzielt wird, soll dazu dienen, die Professoren in den theologischen Seminarien Roms aufzubessern, von denen die am besten gestellten oft nicht 70 bis 80 Lire im Monat erhalten.

Spanien.

Der jugendliche König Alfons wird in seinem Lande immer populärer, troß der immer wachsenden Neigung der breiten Schichten zur republikanischen Staatsform. Er sucht und findet immer mehr Fühlung mit allen Streisen der Be­völkerung. Vorgestern stellte er sich ohne vorherige Ankün­Digung im Gebäude der Madrider Universität ein. Am Ein­Jang vom Rektor und den Professoren empfangen, sprach er den Wunsch aus, die Hörsäle zu besuchen. Im Hörsaal scines früheren Lehrers Santa Maria de Paredes setzte sich der König auf eine Bank unter die Studenten, und als der Professor eine Vorlesung über die Vorrechte und Befug­nisse des Staatsoberhauptes" anfündigte, sagte Alfons lächelnd zu den ihm zunächst Sigenden: Dieses Kolleg kenne ich bereits." Im Kolleg des republikanischen Dozenten Azcarate hörte er aufmerksam seine Ausführungen zu und schüttelte am Schlusse den Vortragenden herzhaft die Hand, un gleichsam damit anzudeuten, daß er die Lehren des Pro­fessors nicht fürchte. Als König Alfons die große Zentral­mula betrat, fand er dort die gesamte Studentenschaft ver­jammelt, die ihn mit donnernden Hochrufen empfing. Es lebe der demokratische König! Vivat der Königstudent!" er­tönte es von allen Seiten. Die Rückfahrt zum Schloß er­folgte unter großartigen Sympathiekundgebungen. Die Vorübergehenden blieben stehen und schwenften iauchzend

ihre Hüte. Auf allen Balkonen erschienen die Einwohner, hauptsächlich Frauen und junge Mädchen, die dem Könige unter begeisterten Vivatrufen Blumen zuwarfen. Allgemein wird das Verhalten des Königs äußerst sympathisch beur­teilt.

Balkan- Staaten.

Der über den Belgrader Hof verhängte Boykott" seitens der Vertreter auswärtiger Mächte besteht fort. An dem Hofball, den gestern abend König Peter veran­staltete, nahm das diplomatische Korps nicht teil. Die end­giltige 3usammensetzung des neuen Kabinetts ist folgende: Gruitsch Präsidium, Pasitsch Aeußeres, Protitsch Inneres, General Putnik Krieg, Patschu Finanzen, Wladimir Theodorowitsch Bauten, Davidowitsch Kultus, Svetolik Rado­vanowitsch Handel und Bolicevitsch Juſtiz.

Deutfcher Reichstag.

( 30. Sitzung.) CB Berlin, 11. Februar. Das Haus wies die gewohnte schwache Besetzung auf Auf der Tagesordnung stand zunächst eine rein finanztech nische Angelegenheit, eine

Aenderung der Reichsschuldenordnung.

Es handelt sich bei der betreffenden Vorlage, wie Staats sekretär v. Stengel ausführte, nur um eine authentische Auslegung einiger Bestimmungen der Reichsschuldenord­nung, über die in der Reichsschuldenkommiſſion Zweifel en standen sind. Trotzdem knüpfte sich eine recht ausgedehnte Debatte an den Gegenstand.

Abg. Kaempf( freis. Vp.) verlangte Verweisung der Vorlage an eine Kommission. Er will zwar die Regie­rung an der Ausgabe kurzsichtiger Schatzscheine nicht behin­Sert sehen, häit aber zu der Ausgabe langsichtiger, etwa auf 5 Jahre, die Genehmigung des Reichstages für erforder­lich. Abg. Dove von der freisinnigen Vereinigung pflichtet ihm bei.

Abg. Gamp( Reichsp.) hielt langfristige Schabanwei­jungen überhaupt nicht für richtig. Dauernde Bedürfnisse dürften nicht durch Schatzscheine gedeckt werden. Die Regie­rung sollte es sich mehr angelegen sein lassen, die Konsols auch unter die kleineren Leute zu bringen, die sie mehr feſt­halten. Sehr zweckmäßig würde es sein, die Post zu ver­vflichten, für das kleine Publikum den An- und Verkauf von Konsols kostenlos zu besorgen.

Schatzsekretär v. Stengel erwidert, er habe seine Be­denken, den kleinen Sparer zum Erwerb von Konsols zu drängen, denn auch bei diesen sei das Risiko des Kursver­stes vorhanden.

Nach kurzer weiterer Debatte wurde die kommissarische ' eratung abgelehnt und die Vorlage gleich in zweiter Lesung angenommen.

Dann wird die Etatberatung fortgesetzt. Einige Posi­tionen werden im Laufschritt erledigt. Das Kapitel Reich gesundheitsamt wird ohne weitere Diskussionen ange ommen. Die Resolution Mugdan betr. das praktische Jahr der Mediziner gelangt zur Annahme. Das Kapitel Patentamt wird an die Kommission zurückverwiesen.

Etwas lebhafter wird es beim Kapitel Reichsver. sicherungsamt, das eine kleine Debatte entfesselt, in deren Verlauf der Kölner Aerztestreik nochmals beleuchtet und über den Wert oder Unwert der Rentenversicherung ge­stritten wird. Zum Schluß wird aber das Kapitel gench= migt.

Hessischer Landtag.

Darmstadt, 11. Februar 1903. Präsident Ha a 8 eröffnet die Sigung.

Die Vorstellung einer Anzahl Oberl.hrer, Regelung ihres Besoldungsdienstalters betreffend, wird nach Empfehlung durch Abg. Schlenger der Regierung zur Berücksichtigung überwiesen.

Alsdann wird in der Generaldebatte über den Staats­boranschlag eingetreten. Abg. Molthan hebt mit Befriedigung die Besserung der finanziellen Lage des Landes hervor und betont unter Anführung von Einzelwünschen die Notwendig­feit fernerer Sparsamkeit. Finanzminister Gnauth gibt einen Ueberblick über die gegenwärtige Finanzlage, die er als zu­friedenstellend bezeich et und gibt einen Ausblick auf die nächsten finanziellen Ausgaben. Abg. Ulrich ist mit der Finanzpolitik des Finanzministers einverstanden, polemisiert in heftiger Weise gegen Freiherrn v. Heyl und bringt einige Verwaltungsbeschwerden vor.

Abg. Wolf erklärt sich mit den Ausführungen des Finanzministers einverstanden und polemisiert gegen den Abg. Ulrich, sowie gegen die Betätigung politischer Beamten an den Wahlen.

Staatsminister Rothe erklärt, die Stellungnahme der Regierung in Bezug auf die Wahlen entspreche der Ver­fassung.

Abg. Dr. Buff wendet sich gegen die Angriffe des Abg. Ulrich auf Freiherrn v. Heyl und fragt nach der Stellung der Regierung der Reichsfinanzreform.

Abg. Ulrich wendet sich gegen die Ausführungen der Abgg. Dr. Buff und Wolf, worauf Finanzminister Gnauth seine früheren Ausführungen in verschiedenen Richtungen er­gänzt und die Stellungnahme Hessens zur Reichefinanzreform flarlegt.

Nach weiteren Bemerkungen der Abgg. Molthan, Wolf und Ulrich wird die Generaldebatte geschlossen. diod Die nächste Sigung findet Freitag früh 9 Uhr statt.

Lokales.

subiri­

lih dan nazar mom bom 12. Februar 1904.

*

*

Der Großherzog reiste gestern Abend nach Kiel an das Krantenlager des verunglückten jünften Sohnes des Brinzen Heinrich von Preußen.d

** Der Großherzog hat an 10. Februar d. J. dem Beigeordneten der Residenzstadt Darmstadt Dr. Wilhelm Glässing den Titel eines Bürgermeisters erteilt.

** Der erste Ausschuß der zweiten Rammer be­antragte, der Vorstellung des Ausschusses des Verbandes hefs. Finangbeamten, betr. Regelung ihrer Gehaltsverhältnisse teine Folge zu geben.

** Provinzial- Ausschuß. Am morgigen Sams tag, vorm. 9 Uhr, findet im Regierungsgebäude zu Gießen eine öffentliche Sigung mit folgender Tagesordnung statt: 1. Beschwerde der Geschwister Agathe und Minna Körner zu Gießen gegen einen Beschluß der Stadtverord­neten- Versammlung zu Gießen. 2. Gesuch des Heinrich Sack II. zu Heuchelheim um Erlaubnis Betriebe einer zum 5 Gastwirtschaft. 3. Gesuch des Jakob Muth zu Gießen um Gastwirtschaft in dem Hause

Erlaubnis zum 26 4. Gesuch des Karl Pimper zu Kirtorf

Frankfurterstraße

um Erlaubnis zum Betriebe einer Schankwirtschaft.

Böchftgebo

aus Frant &

=

preife we

gefchlachte

fenberg f

mehr als

gefchlacht +2

hier hat

hängt.

+1

neuen Bol

jogen wor wurde ber

in Weftfal

Effen als befizers. Röglin in

1884 Re Regierun 1895 b Size in

** Kaum ist der Krieg zwischen Rußland und Japan eröffnet, da schwirren auch schon unwahre Berichte in die Zeitungen. Wir sind in der glücklichen Lage zuverlässig und gut durch unser Berliner Bureau unterrichtet zu sein und bitten unsere verehrt. Leser unsere Nachrichten als zu­verlässig hinzunehmen.

==­

Das Alsfelder Bahnkomitee wird am Samstag in Begleitung des Regierungsbaumeisters Reh, von der Firma Lenz in Berlin eine Besichtigung der pro­jettierten Verlängerung der Bahnlinie Marburg- Drei­hausen( lettere mird gegenwärtig gebaut) über Mardorf­Schweinsberg Rirdorf Alsfeld vornehmen.

Der

hören beschäftigt man sich schon mit dem Fahrplan der Bahn Grünberg- Lich- Buzbach. Wie wir projektierten Bahn um eine Lebensfähigkeit nicht nur im Güter- sondern auch im Personenverkehr dieser Bahn zu er­zielen. So ist vorgesehen ein Zug der von Lia) morgens so zeitig abgeht, daß er den Anschluß des von Fulda kommen­den in Grünberg 7,16 Uhr abfahrenden Zuges erreicht; zu­rückfahrend soll der Zug wieder den Anschluß des von Gießen 8.13 Uhr abg henden und in Buzbach 8.48 Uhr eintreffenden Buges erreichen, damit ein Durchgangsverkehr wird. Buzbach nach Frankfurt erreicht von Butzbach wieder nach Grünberg fahrende Zug soll An­schluß an dem 12.47 Uhr nach Fulda gehende Zug baben, während der wieder von Grünberg nach Butzbach gehende Zug in Buzbach 250 Uhr Anschluß nach Frankfurt vermittelt. Der letzte von Buzzbach kommende Zug würde den Anschluß zu dem nach Fulda 6.05 der 9.49 gehenden Zug herstellen. Obwohl es ja noch zum Aufstellen eines Fahrplanes reichlich früh ist, so soll damit doch gezeigt werden, welche Bedeutung die Bahn Grünberg- Lich- Bußbach auch für den Personen­Verkehr erlangen kann.

bon

Die Fortbildung schulen werden Ende dieses Monats in den meisten hessischen Gemeinden geschlossen werden. Tiese Schlußprüfung werden diesmal von größerer Wichtig­feit sein als sonst. Man wird sich nach ihnen schon einiger­maßen ein Urteil darüber bilden können, ob der neu einge­führte Lehrplan, bei dem die Berufsfunde im Mittelpunkte steht, das Interesse der Schüler zu erhöhen imstande war oder nicht. In den größeren Orten sind zum erstenmale die Klassen in landwirtschaftliche und gewerbliche geteilt.

* Bahnprojette schießen in Oberhessen wie Pilze aus der Erde und ist wohl zu hoffen, wenn das Projette­schmieden in der bisherigen Weise fortgeht, daß in 50-100 Jahren selbst das fleinste Dorf einen Bahnhof hat. Wir finden das ganz in der Ordnung, wenn Jedermann von seinem Wohnort aus Gelegenheit gegeben wird einen Flug in die Welt anzutreten. Wie würde sich der üter"- verkehr heben der noch in den unaufgeschlossenen Gebieten ruht. Die Bedeutung einer Bahn richtig erkannt zu haben, tann man dem Bürgermeister von Steinbach nachrühmen, der ein Projekt angeregt haben soll( ob dies Zutrifft, dafür fönnen wir uns nicht verbürgen) eine Bahn in genau öſt­licher Richtung von Gießen nach Laubach zu bauen, wel e die Orte Annerod, Steinbach, albach, Burkhardsfelden, Hattenrod, Ettingshausen, Münster, Hessenbrückerhammer, Wetterfeld und Laubach mit Gießen verbinden soll. Ohne Zweifel wird dieses Projekt in Erwägung gezogen werden, da dadurch die Orte Laubach, Wetterfeld, Hessenbrücker­hammer, Münster und Ettingshausen durch ein anderes Projekt in doppelte Verbindung mit Gießen gebracht wird, denn doppelt hält besser. Hoffentlich sieht man sich bald nach einer im Bahnbau erprobten Kraft um, vielleicht von der Akademie Bußbach, damit das Projekt in energische" Hände kommt.

** Die Lahn, Wieseck und Kleebach sind über die Ufer getreten und Ueberschwemmen damit welches in diesem Winter zum zweitenmal das Lahntal, einem einzigen See gleicht.

Der Gesangverein Heiterkeit, Gießen, veranstaltet am fommenden Sonntag einen Maskenball( siehe Inserat) auf den wir auch an dieser Stelle aufmerksam machen mögten.

*

Der Ausschuß der deutschen Turnerschaft hat sich einmütig gegen die turnerische Vertretung in St. Louis ausgesprochen, die Aufgabe des deutschen Turnens liege in der heimischen Turnerei.

* Viehmarkt zu Gießen. Bei dem am 9. und 10. Februar 1904 stattgefundenen Markte waren aufgetrieben 1360 Stück Rindvich, 162 Schweine. Der nächste Vieh­markt findet am 23. und 24. Februar statt; am letzteren Tage hauptsächlich Schweinemarkt. Aus den angrenzenden preußischen Kreisen dürfen Schweine bis zur Aufhebung dr polizeilichen Beschränkung nicht aufgetrieben werden. lim

Launsbach, 12. Febr. Die Erkrankungen an Diph­teritis haben unter den Schulfindern einen solchen Umpfang angenommen, daß auf Veranlassung des Kreisphysitus die Schule gestern auf 14 Tage geschlossen wurde.

Gelnhausen, 11. Febr. Die Station Wirtheim zwischen hier und Wächtersbach ist durch Hochwasser für den Verkehr gesperrt.

Nieder- Gemünden, 11. Febr. Wegen Unterschlagung und Diebstahl wurde ein Postgehilfe des hiesigen Bostamts verhaftet. Der ungetreue Beamte hatte einen Wertbrief geöffnet und daraus einen Hundertmarfschein entnommen. Hattenrod, 11. Febr. Bei der gestrigen Jagd­verpachtung unserer Gemarkung auf sechs Jahre wurde das

=

ein Ereig Blumenga wird eing

war einft

Haus und Liebe für Dasselbe Firma

Ueb

Lon

zeichnete

Englands

Par

und Ja Toulon

D

lebens mit zu

Den B

Zingfu

umgew

malige

Stüde dem 15.

neuerung

berzeichni ftellen b mit Em

abgestem der Her 1. bis 1 gabe d

werden.

Di

hört mi

Di

gewandel

bei

bei

bei

Gi

Freita

beginner

Anlag

Straße

dem L

und a

Heyerd

wi

Kanalija

bis auf

tehr ge

8

Di

Gilde

SUR Bffentlich

An

Mr. 6 e

borgenar

iglagsfc

Gi