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Shanna Spielbichler, die Mutterfreuden entgegensah, er­mirgt und dann in den Biclachfluß geworfen. Wieder gab rut, daß er sie im Streite geschlagen und als sie tot zu Ben stürzte, ihr den Hosenriemen um den Hals gelegt und fie an den Fluß gefchleift habe. Die Geschworenen bejahten stimmig die Mordfrage, worauf Wieder zum Tode ver­teilt wurde.

Die Lebensversicherungspolize des Gehenkten. Ein inter­enter Rechtsstreit über die Gültigkeit einer gewöhnlichen Todesfall eingegangenen Versicherungspolize wurde sei­Hans der Gerichtshoie in Pennsylvanien entschieden. Der Ver­derte verübte einen More und wurde gehenkt. Die Ver. Fierungsgeiellschaft verweigerte nunmehr an die Erben des Singerichteten die Auszahlung der Versicherungssumme. Die Grben klagten, doch entschieden sämtliche Instanzen zugunsten der Gesellschaft mit der Begründung, daß eine Hinrichtung nicht als natürlicher Tod anzusehen sei.

Prozeß Hoensbroech- Dasbach. In dem Prozeß des Grafen Hoensbroech gegen den Kaplan Dasbach, der eine Belohnung von 2000 Gulden ausgesetzt hatte für den Nach weis, daß die Jesuiten den Grundsatz lehren, der Zweck hei­lige die Mittel, wurde die Klage abgewiesen, weil feine öffentliche Auslobung, sondern eine Wette vorliege, die nicht inflagbar sei. Das Gericht ließ dahingestellt, ob der Kläger den Nachweis geführt habe.

Ringer oder Schieber? Die Ringkämpfe, die vor einiger Beit im Zirkus Busch zu Berlin stattfanden, werden nicht nur, vie bereits gemeldet, den Zivilrichter, sondern auch die Staatsanwaltschaft beschäftigen. Auf Grund eines Artikels über angebliche, beim Entscheidungsringkampf Koch- Eberle jestgestellte Unreellitäten hat die Staatsanwaltschaft jetzt ein Ermittelungsverfahren gegen Koch, Eberle und einige andere Bersonen eingeleitet. Durch den Kriminalkommissar Simon jaben bereits Vernehmungen zu dieser Affäre stattgefunden.

§ Unschuldig verurteilt. Die anonymen Briefe an den Kaiser und Kronprinzen, in denen sich der Gardist Kuropka eines seinem Rameraden Nahm zur Last gelegten Diebstahls schuldig bekannte, haben bewirkt, daß einem unschuldig Ver­urteilten die Ehre wieder zurückgegeben wurde. Trotzdem Auropfa nachträglich leugnete, wurde er nach einem Lokal­termin in einer nächtlichen Sitzung für schuldig befunden und zu 3 Monaten Gefängnis und Versehung in die zweite Klasse des Soldatenstandes verurteilt. Nahm hatte, wie erinnerlich, s. 3t. die ihm zudiktierte Strafe verbüßt.

Wegen Beleidigung des preußischen Richterstandes wurde der Chefredakteur der Ostpreußischen Zeitung" Eber­hard Kraus von der Straffammer in Königsberg i. Pr. zu fünfzig Mark Geldstrafe ev. fünf Tagen Haft verurteilt, auch wurde den Beleidigten die Publikationsbefugnis zuerkannt. Der Angeklagte hatte unter der Spitzmarke: Eine ulfige Gerichtssitung" anläßlich des Tilsiter Kurpfuscherprozesses Schröter den dortigen Gerichtshof einer absprechenden Kritik unterzogen. Der Antrag des Staatsanwalts lautete auf 100 Mark Geldstrafe.

§ Körperverlegung mittelst Telephons. Wegen fahrlässi ger Körperverlegung mittelst des Telephons hatte sich ein in Hamburg praktizierender Arzt vor der dortigen Straffammer zu verantworten. Der Angeklagte wurde beschuldigt, An­fang Oktober v. s. beim Anruf am Telephon durch an­dauerndes und heftiges Drehen der Kurbel eine zu starke elektrische Strömung hervorgerufen zu haben, wodurch die Telephonistin R. ein Gehörleiden erlitt, das sie für einige Tage dienstunfähig machte. Der Angeklagte bestritt das ihm zur Last gelegte heftige Kurbeldrehen, auch erklärte er, daß durch den Weckstrom nicht so nachteilige Folgen, wie sie die Telephonistin davongetragen haben will, entstehen könnten. Diese Ansicht wurde von dem die Telephonistin behandelnden Spezialarzt entschieden als unrichtig bezeichnet. Eine Tele­phonistin erklärte als Zeugin, daß der Angeklagte auch bei einer früheren Gelegenheit die Kurbel so heftig gedreht habe, daß sie Schmerzen verspürt und vom Apparat zurücktreten mußte. Mit Rücksicht darauf, daß der Angeklagte sich in mo­mentaner Erregung befunden habe, wurde auf eine Geldstrafe Don 30 Mark ev. drei Tagen Gefängnis erkannt. In den Urteilsgründen wurde als erwiesen angesehen, daß der An­getlagte durch zu starkes Kurbeldrehen den heftigen Weck­strom und dadurch bei der Telephonistin K. die Schmerz­empfindung hervorgerufen habe.

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A[ Die verräterische Nasenröte.] Auf der soeben beende­Hohenstein- Ernstthaler Hundeausstellung hatte das Brachteremplar eines Rassehundes die allgemeinste Aufmerk­samkeit erweckt und der glückliche Besizer glaubte eines Breises schon sicher zu sein. Allein plötzlich wandelte Hoff­mung sich in Entsetzen, als der Hund die eben herantreten­den Preisrichter mit freundlichem Schwanzwedeln begrüßte und dabei die Nase eifrigst mit der Zunge leckte. Erst kohlen­schwarz, ward die Nase immer röter und röter- fein 3weifel, sie war gefärbt. An eine Prämiierung war nun nicht mehr zu denken, und unter homerischem Gelächter der Corona mußte der hoffnungsvolle" Besizer abtrotten.

Lokales.

10. Junt 1904. Durch Entschließung des Großh. Ministeriums der Justiz wurden die Gerichtsakzessisten Dr. Karl Völsing aus Garbenteich, nnd Dr. Wilhelm Wehner aus Gießen zu Berichte assessoren ernannt.

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* Die Hessische Handwerkskammer trat am Montag im Rathaussaale zu Darmstadt zusammen. Zur Beit bestehen 58 Innungen, von denen 18 Zwangs- und 40 freie Innungen sind, 119 Ortsgewerbevereine und 27 Sonstige gewerbliche Vereinigungen. Der Jahresbericht stellt in Einnahme 40,768 Mart 23 fg, in Ausgabe 38,359 Mt. feft. Auch der festgestellte Haushaltungsplan 1904/05 mit 24,050 Mart in Einnahme und Ausgabe findet Annahme. Die im Drucke vorgelegten Vorschläge der 159 Gesellen prüfungsausschüsse werden ohne Debatte genehmigt. Ebenso bie Anstellung der Beauftragten" Kehl in Worms und Nessel in Offenbach. Rockel- Darmstadt empfiehlt die neugegründete Handwerks- Genossenschaftszentrale, die über ein Kapital bis 100,000 Mart verfüge, worauf Genossen schaftsdirektor Paech ebenfalls für die Bildung von Orts­genossenschaften eintritt. Entsprechende Geldunterstüßungen werden gewährt.

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× Stadttheater Gießen. Las erste Gastspiel batte mit Bettel student" bekanntlich einen durch schlagenden Erfolg zu verzeichnen. Kleine Mängel der Dekorationen, die sich in Folge besonderer nicht im Willen ber Direktion liegender Umstände ergaben, werden noch

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beseitigt; auch ist der Chor noch verstärkt worden.

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ist zu erwarten, daß die jetzt zirkulierende Abonnements liste eine Garantie für die Durchführung des geplanten Unternehmens bietet. Die Kosten des Gastspiels sind der artige, daß nur bei genügender Beteiligung die Mög­lichkeit besteht. Alle Interessenten werden daher gut tun, sich sofort in die Liste einzuzeichnen, damit bald möglichst ein Uebersicht gewonnen werden kann. Als zweite Vorstellung, resp. als erste Abonnementsvorstellung geht Bigeunerbaron" in Szene. In dieser beliebten Operette stehen dieselben Kräfte in erster Linie, die auch neulich im Bette student" im Vordertreffen des Erfolges gestanden hatten, nämlich die Damen Herms, Petery, Wiegert und die Herren Rode, Arndt, Dodt u. A. m.

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> Das gestern Abend stattgefundene 1. Abonnements­Konzert der Gießener Infanterie- Regimentstapelle im Neuen Saalbau"( früher Steins Garten) hatte einen zahl­reichen Besuch aufzuweisen. Leider mußten die Zuhörer beim 3. Teile des Programmes den Saal aufsuchen, weil der eingetretene Regen ein Verweilen im Garten unmöglich machte. Die Musikvorträge gelangten durchweg musterhaft zum Vortrag und ernteten allseitigen lebhaften Be fall.

+ Wir wollen nicht versäumen, noch einmal auf das heute Abend 8 Uhr im Neuen Saalbau"( Steins Garten) zu Gießen stattfindende historische Konzert des Königl. Musifdirektors Adolf Boettge mit der gesamten, aus 50 Musikern bestehenden Kapelle des Bad. Leib- Grenadier­Regts.( Karlsruhe) hinzuweisen. Herr Boettge ist be­fanntlich der Begründer der historischen Nationalkonzerte und verspricht schon allein das aufgeftelte Programm: ,, Desterreich Ungarn in Lied und Tanz mit National­instrumenten" einen genußreichen Abend. Eine Reihe hervor ragender Musikstücke wird nicht allein in der ihnen eigen­tümlichen Instrumentierung, sondern auch mit den hierfür berechneten Instrumenten ausgeführt.

werden, so kann nicht frühzeitig genug an das Mähen er­innert werden. Auch das Kornfeld hat gut entwickelte Ahren von vielversprechender Länge, und eine ebenso schöne Entwicklung zeigt das Sommergetreide. Daneben blicken auch die Obstbaumzüchter mit allgemeiner Zufriedenheit auf die reich behangenen Obstbäume. Wenn der Himmel uns günstig ist, steht für die Bewohner unserer Gegend ein gutes Erntejahr hevor.

Königsberg. Der uralte Bergbau hiesiger Gegend ist bereits seit dem Jahre 1898 ganz zum Erliegen gekommen, weil ihm die Bahn fehlt. Die alten Schlackenhalden und die ausgedehnten Bingengänge beweisen es. Die Namen mancher Gruben sind älter als jede geschichtliche Ueber­Lieferung. In uralter Zeit, wo man Chausseen und fahr­bare Wege nicht kannte, wurde bereits der edle hochhaltige Roheisenstein von Königsberg nach dem Salzbödetal gebracht, wo er auf der heute noch bekannten Schmelzhütte verarbeitet wurde. Die Beförderung dahin war aber äußerst mühsam und geschah in Körben auf Pferde- und Eselrücken. Hoffnungen auf eine Vollbahn von Weglar nach ladenba a, welche die Gemarfung Königsberg berühren sollte, sind wohl durch den Ausbau der Bahn Herborn­Gladenbach anscheinend zu nichts geworden. Auch die schon östers erwähnte Fortführung der Biebertalbahn nach hiesiger Gegend scheint sich nicht zu verwirklichen.

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× Aus dem Niddertal. Endlich hat der Bau der schon seit einem Vierteljahrhundert erstrebten Bahn nach Frankfurt a. M. begonnen und es werden bis Jahresschluß Teilstrecken und in Frühjahr 1905 die ganze Linie Stockheim­Bilbel" in Betrieb fommen. Insbesondere für die Orte Ober- Dorfelden, Nieder- Dorfelden, Kilianstädten und Rendel, welche bedeutende, finanzielle Opfer brachten, ist diese Bahn von unendlichem Vorteil. Alle diese Octe waren gezwungen, nach dem eine bezw. zwei Stunden entfernten Bahnhofe Groß- Karben an der Main- Weserbahn zu verfehren. + Darmstadt, 6. Juni. Vom Schwurgericht erhielt X Ein Fest größeren Umfanges veranstaltet der wegen Mordversuchs und gefährlicher am 11., 12. und 13. Juni d. Js. der Garde Verein Gießen aus Anlaß der Weihe einer neuen Fahne. Unter Laut von hier 4 Jahre 8 Monate Zuchthaus. Er hatte Körperverlegung angeflagte Fabrikarbeiter Ludwig Mitwirkung der gesamten Kapelle des Gießener Infant.- Regts. am 20. März d. J. seine frühere Braut, die nichts mehr bei persönlicher Leitung des Großh. Musikdirektors Herrn von ihm wissen wollte, da er sich dem Trunke ergeben hatte, Krauße und verschiedener Gesangvereine von Gießen nach Einbrechen in die Wohnung mit Messerstichen schwer verspricht das Fest einen glänzenden Charakter anzunehmen. verlegt, in der zugestandenen Absicht, sie zu ermorden. Eingeleitet wird das Fest am Samstag Abend 8 Uhr Ebenso brachte er auch deren herbeigeeiltem Vater schwere durch einen großen Kommers im Neuen Saalbau"( früher Messerwunden bei. Steins Garten). Sonntag früh 6 Uhr ist Reveille und vormittags von 11 Uhr ab fonzertiert die Regiments­tapelle im Garten des Hotel Buschmann" in der Liebig straße. Daselbst werden auch die auswärtigen Vereine und Gäste empfangen. Nachmittags 2 Uhr stellt sich der Fest­zug auf Dswaldsgarten auf und marschiert durch die Neu­stadt, Bahnhofstraße, Alicestraße, Frankfurterstraße, Selters­weg, Mäusburg, Marktplaß, Schulstraße, Neuen- Bäue, Gartenstraße und Bergstraße nach dem Fest plag, dem großen schattigen Garten des Neuen Saalbaues". Dort wird auch die Weihe der Fahne vor sich gehen und ein Konzert der Infanterie- Kapelle und des Bauer'schen Ge­sangvereins stattfinden. Auch für Belustigungen aller Art, wie Preisschießen, Tanz usw. ist Sorge getragen. Mon­tag vormittag 10 Uhr soll im Hotel Stadt Mainz" der Frühschoppen eingenommen werden und nachmittags wird ein Ausflug nach dem Gleiberg das Fest beschließen. Die Abfahrt erfolgt um 325 Uhr mit der Biebertalbahn. Wir wollen dem festgebenden Verein wünschen, daß schönes Wetter ihm zum Gelingen des großen, mit vielen Mühen und Roften verknüpften Feftes verhelfen möge.

** Viehmarkt zu Gießen. Bei dem am 7. und 8. Juni 1904 stattgefundenen Markte waren auf­getrieben 1536 Stück Rindvich, 707 Schweine. Der nächste Viehmarkt findet am 28. und 29. Juni ds. Is. statt; am legteren Tage auch Krämermarkt.

*** Am legten Sonntag fand in Offenbach a. M. der Verbandstag hessischer Konsumvereine statt. Vertreten waren 29 Vereine mit 15,000 Mitgliedern. Professor Staudinger referierte über: Die Umsatzsteuer". Der Redner bestritt in längeren Ausführungen die von einer bestimmten Interessentengruppe für die Konsumvereine ver­langte Warenumfaßsteuer und faßte seine Darlegungen in spezifizierten Leitfäßen zusammen, welche ron den Delegierten einstimmig gut geheißen wurden.

(!) Wegen Entwendung einer Beitungs­nummer hat ein Arbeiter in Ruda( Oberschlesien) drei Tage Gefängnis erhalten. Er wollte ein bestimmtes Blatt lesen und nahm dieses einem Kollegen fort. Letterer stellte Strafantrag, worauf die Verurteilung wegen Dieb­stahls erfolgte.

+ Dutenhofen. Alljährlich im Frühjahr wird hier und in unserer Umgegend der Wunsch auf Ausbau einer Straße von hier über die Lahn nach Heuchel­heim mit besonderer Stärke laut. Bekanntlich decken die hiesigen Einwohner und diejenigen der benachbarten heff. Dörfer Allendorf und Kleinlinden ihren Holzbedarf vorzugs weise in dem großen Krofdorfer Forste und auch felbft bis in der Oberförsterei Strupbach. Alle diese Inter­sessenten sind regelmäßig genötigt, mit ihren vollen Ladungen den weiten Umweg über Gießen zu nehmen, wodurch für sie jede Holzfahrt eine volle Tagereise in Anspruch nimmt. Dahingegen würde der Bau einer Straße von hier nach Heuchelheim eine direkte Verbindung nach jenen großen Waldungen herstellen. Ueberhaupt würden dadurch auch zwei wichtige Verkehrsstraßen Gießen- Weglar und Gießen­Gladenbach in enge Verbindung gebracht.

< Aus dem Biebertal. Die seither günstige Witterung hat den Pflanzenwuchs ungemein gefördert. Infolge der heftigen Gewitterregen der vorigen Woche haben unsere Landleute etwas früher als gewöhnlich das Auspflanzen von Dickwurz und Kraut vorgenommen. Fast überall erklingt schon die Sense, denn es gilt die Heuernte zu beginnen, ja an ver­schiedenen Orten wurde schon das erste duftende Heu einge­fahren. Die Wiesen haben durchweg einen guten Graswuchs, sodaß der Landmann eine reichliche Heuernte zu erwarten hat. Soll aber auch die Qualität des Heues eine gute

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Mainz, 9. Juni.( Sensationelle Ver­haftung.) Seit etwa 14 Tagen befindet sich der Zeug­hauptmann Künem und in militärischer Untersuchungs­haft Alle möglichen Gerüchte zirkulieren dieserhalb in der Stadt. Die Untersuchung wird außerordentlich geheim be­trieben. Der Verhaftete soll sich bedeutender Unterschlag­ungen und Betrügereien verbunden mit Urkundenfälschungen schuldig gemacht haben. Bassanten sahen, wie ganze Wagen ladungen Bücher vom Artilleriedepot zum Untersuchungs­richter gebracht wurden. Die Untersuchung muß sich dem­nach auf eine Reihe von Jahren erstrecken. Die Frau des Inhaftierten ist vor einigen Wochen gestorben. Wie es weiter heißt, soll noch ein anderer hoher Offizier in die Affaire verwickelt sein.

Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst. Voraussichtliche Witterung in Hessen für Samstag, den 11. Juni. Meist trüb, Temperatur wenig verändert ( fühl), Regenfälle, besonders im Süden.

Näheres durch die Gießener Wetterfarte.

Großh. Kurtheater Bad- Nauheim. Spielplan.

Freitag, den 10. Juni: Bettelstudent. Montag, den 13. Juni: Wilde Jagd. Mittwoch, den 15. Juni: Madame Bonivard. Freitag, den 17. Junt: 3igeunerbaron. Samstag, den 18. Junt: Comtesse Guckerl. Stadttheater Gießen. Dienstag, den 14. Junt: Zigeunerbaron. Kirchliche Nachrichten für Gießen. Evangelische Gemeinde.

2. nach Trinitatis, den 12. Juni. In der Stadtkirche. Vormittags 8 Uhr: Pfarrer D. Schlosser. Zugleich Christenlehre für die Neufonfirmierten der Matthäus­gemeinde. Vormittags 9.30 Uhr: Pfarrer Schwabe. Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Marcusgemeinde. Pfarrer Schwabe.

Johannesgemeinde.

In der Johanneskirche. Vormittags 8 Uhr: Pfarrer Dr. Naumann. zugleich Christenlehre für die Neufonfirmierten aus der Vormittags 9.30 Uhr: Pfarrer Euler. Vormittags 11 Uhr: Kindergottesdienst für die Lukas­gemeinde. Pfarrer Euler.

Sonntag, abends 8 Uhr, Versammlung und Bibelbesprechung

im Konfirmandensal der Johanneskirche. Katholische Gemeinde. Samstag, den 11. Juni. Nachmittags um 5 Uhr und abends 8 Uhr: Gelegenhei zur hl. Beicht. Sonntag, den 12. Juni. 3. Sonntag nach Pfingsten. Borm. von 6.30 Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beicht. um 7 Uhr: Die erste heil. Messe, vor und in derselben Austeilung der heilig. Kommunion.

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Die zweite heil. Messe.

um 9.30 Uhr: Hochamt mit Predigt. Nachm. um 2.30 Uhr: Christenlehre, darauf Andacht mit

Segen.

Verantwortlich: für den politischen, vermischten und unte haltenden Teil Albin Klein Gießen; für den lokalen Teik Karl Klose, Grünberg.