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× Krofdorf. Der von Herrn Wilh. Bender hier geleitete von Schülern zahlreich besuchte Unterrichtskursus in vereinfachter Stenographie System Stolze Schrey wurde mit einem Preisschreiben geschlossen, wobei Karl Drescher und Wolf Schmidt von hier die besten Arbeiten lieferten. Alle Teilnehmer sind der Schülerabteilung beigetreter, welche nunmehr schon auf 18 herangewachsen ist.
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Lich, 7. März. Ende April oder Anfang März beginnt ein Vorbereitungs- Kursus für die Meisterprüfung. Anmeldungen nimmt bis zum 15. April der Vorsitzende der Handwerkerschule, Glasermeister Scherf, entgegen.
+ Burg- Gemünden. Heinrich Engel ist als stellvertretender Wiegemeister für unsere Gemeinde eidlich verpflichtet worden.
Bernsburg, 7. März. Die dem Ludwig Reinhard seither gehörige Socksmühle ging in den Besitz der Herren Karl Schlitt- Leusel und Salomon Strauß- Alsfeld über. Lauterbach, 7. März. Das Hotel Schüß ist dieser Tage in den Besitz des Herrn Georg Schüß, Bruder des seitherigen Inhabers Herrn Wilh. Schüß, übergegangen.
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+ Freiensteinau, 7. März. Hier verübten dieser Tage zwei Burschen im Alter von 15 und 16 Jahren zwei Einbrüche; sie wurden erwischt und zur Anzeige gebracht.
Beydorf, 7. März. Heute Mittag 12 verunglückte auf dem hiesigen Rangier- Bahnhof der Rangiermeister Dörner aus Scheuerfeld. Es wurde ihm ein ärm abgefahren und außerdem erhielt derselbe so schwere Berletzungen am Kopf, daß der Tod sofort eintrat, derselbe hinterläßt eine Frau
und drei kleine Kinder.
§§ Frankfurt a. M., 6. März. Unter dem Verdacht des Mädchenhandels tourde eine Kafetier aus der Tongesgasse verhaftet.
A Frankfurt a. M., 7. März. Heute Nachmittag erschoß sich in der Brückenstraße ein Handwerksmann, der in den 30 Jahren stand. Der Selbstmord wurde zum Schrecken der Vorübergehenden auf offener Straße begangen.
Mainz, 6. März. Die Entfestigung von MainzKastell ist beschlossene Sache. Die kaiserliche Genehmigung zur Niederlegung der Umwallung wird in Kürze erwartet.
Mainz, 4. März. Laut einer Veröffentlichung im „ Mainzer Tageblatt" hat das Souvernement in Mainz eine Verfügung erlassen, in der unter dem Hinweis, daß vielfach in letzter Zeit bei Schlägereien zwischen Zivil- und Militärpersonen, die von Ziviliften ohne Brund herbeigeführt wurden, sich die Soldaten schlapp und energielos benommen hätten, darauf aufmerksam gemacht wird, daß die Soldaten jedem Konflikt wenn irgend möglich aus dem Wege gehen sollen, um das gute Einvernehmen mit der Zivilbevölkerung von Mainz aufrecht zu erhalten, daß aber anderseits verlangt wird, wenn es nötig tut, von der Waffe so energisch Gebrauch zu machen, daß sich in Zukunft derartige Rowdy- Elemente, um die es sich allein handelt, hüten, einen Soldaten wieder anzugreifen.
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Aus dem Gerichtssaal. Schwurgericht.
Gießen, 8. März 1904. *** Das Urteil in der gestrigen Situng des Schwurgerichts, welches erst abends gegen 3/411 Uhr verfündet wurde, lautete: Izydorczak, welcher wegen Raub, Diebstahl
und Sachbeschädigung angeklagt war, wurde dieser Verbrechen überführt und zu 52 Monaten Gefängnis verurteilt, wovon 2 Monate für Untersuchungshaft in Abrechnung gebracht worden sind. Den beiden mitangeschuldigten Peter und Andreas Marialed fonnte feinerlei Schuld nachgewieſen werden und lautete das Urteil deshalb auf Freisprechung. In der heute stattgefundenen Sigung des Schwurgerichts wurde gegen die ledige, wegen Diebstahl vorbestrafte Dienstmagd Elisabethe Vaupell zu Breitenbach wegen Kindesmordes verhandelt. Derselben wird zur Last gelegt, ihr uneheliches Kind in der Nacht vom 1. zum 2. Januar 1904 getödtet zu haben. Nach Eröffnung der Verhandlung bestimmt das Gericht, die Deffentlichkeit von dieser Verhandlung auszuschließen. Zu dieser Sache waren nur 3 Zeugen und 1 Sachverständiger geladen. Gegen 11 Uhr wurde die Deffentlichkeit wieder hergestellt und das Urteil verkündet, welches auf 3 Jahre Gefängnis erkennt.
Litterarisches.
Die Wunder der Sternenwelt und deren Durchforschung im Laufe der letzten Jahrhunderte bilden den Inhalt der jüngst erschienenen drei Lieferungen 50, 51 und 52 der wahrscheinlich feiner Anpreisung mehr bedürfenden, fünfbändigen Schöpfung Hans Kraemers„ Weltall und Mensch hett"( Deutsches Verlagshaus Bong& Co. Berlin, 100 Lieferungen á 60 Pf.). Wiederum, wie alle früher ausgegebenen Teile des monumentalen Werkes, gesellt sich dem geistvollen und fesselnden, durchweg auch dem Laien verständlichen Texte – diesmal aus der Feder des langjährigen Direktors der Berliner Sternwarte, Geheimrat Professor Dr. Wilhelm Foerster eine Fülle der interessantesten bunten und schwarzen bildlichen Darstellungen zu, die nicht das Auge fesseln, sondern zum Nachdenken anregen.
„ Der gute Ton". Ein Lehrbuch der feinen Lebensart und guten Sitte, von Franz Freund nach den neuesten Anstandsregeln bearbeitet, ist soeben in 3. Auflage bei Georg Brieger in Schweidnig erschienen. Das umfangreiche, gut ausgestattete Buch, welches für 50 Pfg. in jeder Buchhandlung zu haben ist, gibt auf 126 Seiten in fnapper, aber erschöpfender Form alles das zu wissen, was der gute Ton in der Familie, bei Besuchen, bei Reisen, auf der Eisbahn, bei Begräbnissen, Hochzeiten und Kindtaufen, bei Festlichkeiten, im Restaurant, beim Essen und Trinken, kurz in jeder nur denkbaren Situation erfordert. Für den, der glaubt, daß seine Manieren noch einer Korrektur bedürfen, ist das Büchlein ein zuverlässiger Berater.
Neueste Nachrichten.
Ueber Berlin wird uns folgendes gemeldet:
Petersburg, 8. März. Der Kaiser erhielt ein Telegramm wonach die japanische Flotte den ganzen Tag Wladivostok beschoß und nur geringen Schaden anrichtete. Das Telegramm meldet weiter, ein oder zwei japanische Kreuzer seien zum Sinten gebracht worden.
Odessa, 8. März. In Libau wurden 600 Pferde beschlagnahmt die für englische Rechnung für Südrußland gefauft, jedoch für Japan bestimmt waren.
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London, 8. März.„ Taily Telegraph" meldet aus Tokio vom 6. März, dem Vernehmen nach seien Anzeichen vorhanden, daß bei Wladiwostok Eisgang eingetreten sei. Man erwartet, daß der Hafen Ende März, also ungewöhnlich früh, eisfrei sein wird.
Marktberichte.
Gießen, 8. März. Auf dem heutigen Wochenmarkt fofteten Butter per Pfd. 0.90–1.00., Hühnereier 2 Stüd 12-14 Pfg., Enteneier St. 8 Pfg., Käse per St. 6-8 Pfg.. Käsematte 2 St. 5-6 Bfg., Erbsen per Liter 21 Pfg., Linien per Liter 32 Pfg., Tauben per Paar TRY. 0.80-1.00, hühner per Stüd Mt. 1.30-1.40, Hahnen, per Stüd C.80-1.70, Enten per Stüd 1.70-2.20, Gänse per Pid. 65-70 Pfg., Ochsenfleisch per Pfd. 68-78 Bfg., Rindfleisch per Pfd. 62-68 Pfg. Schweinefleisch per Pfb. 60-72 fg. Schweinefleisch gesalzen per Pfund 0.76 Big., Kalbfleisch per Pfd. 44-70 Bfg., Hammelfleisch per Pfd. 44-74 Pfa.. Kartoffeln pro 100 kilo 6.00 Mr., Zwiebeln per 3t. Mr. 7.00-10.00, Aepfel ber Gentner 20-25 Mr. Milch per Liter 18 Pfg. Dauer der Marktjeit von 8 Uhr morgens bis 2 Uhr Nachmittags. Gegenstände des Wochenmarktverkehrs dürfen vor Beginn der Marktzeit übeerhanp nicht, und während der ersten drei Stunden der Marktzeit im Umherziehen feilgeboten werden.
Frankfurter Viehmarkt. Zum Verkauf standen 386 Ochsenen 43 Bullen, 709 Kühe und Färsen( Stiere und Rinder), 318 Kälber, 200 Schafe und Hämmel, 1712 Schweine. Aus Desterreich 100
Ochsen. Bezault wurde für 50 Kilo Ochsen: a) vollfleischige ausgemäſtete höchsten Schlachtwertes bis zu 6 Jahren Mr. 72-74, b) funge fleischige, nicht ausgemäſtete und ältere ausgemäſtete Mt. 67
bis 70, c) mäßig genährte junge, gut genährte ältere Mt. 62-64, d) gering genährte jeden Altecs Wit.-. Bullen: a) vollfleischige höchsten Schlachtwertes Mr. 63-65, b) mäßig genährte jüngere und gut genährte ältere Mt. 60-61, c) gering genährte Mt.-, ühe und Färsen,( Stiere und Rinder): a) vollfleischige. ausgemäſtete Färsen ( Stiere und Rinder) höchsten Schlachtwertes Mt 61-63, b) bollfleischige ausgemästete Kühe höchsten Schlachtwertes( bis zu 7 Jahren) mt. 57-59, c) ältere ausgemästete Kühe und wenig aut entwickelte füngere Kühe und Färsen( Stiere und Rinder) Mk. 45-47, d.
mäßig genährte Kühe und Färsen( Stiere und Rinder) Mr. 41-43, e) gering genährte Kühe und Färsen( Stiere und Rinder) Mt.- Bezahlt wurde für 1 Pfund a) feinste Mast-( Vollm.- Mast) und beste Saugfälber( Schlachtgewicht) 82-84 Pfg.( Lebendgewicht) 48-50 fg., b) mittlere Waft- und gute Saugfälber( Schlachtge wich) 72-75 Pfg.,( Lebendgewicht) 42-44 Pfg., c) geringe Saugfälber 60-62 Pfg., d) ältere gering genährte Kälber( Fresser) Bfg., Schafe: a) Mastlämmer und jüngere Masthämmel 70-72 Pfg., b) ältere Masthämmel 60-64 Pfa., c) mäßig genährte Hämmel und Schafe( Märzschafe) 50-52 Pfa. Schweine: a) vollfleischige der feineren Rassen und deren Kreuzungen im Alter bis zu 1½ Jahren ( Schlachtgewicht) 52 Pfg.,( Lebendgewicht) 41 Pfg., b) fleischige ( Schlachtgewicht) 51 Pfg.,( Lebendgewicht) 40 Pfg. c) gering entwickelte, sowie Sauen und Eber( Schlachtgewicht) 42-44 Pfg., Lebendgewicht, d) ausländ. Schweine unter Angabe der Herfunft Pfg. Das Geschäft in Hornvieh war gut und ist der Markt geräumt. Frankfurt a. M., 7. März. Fruchtmarkt. Es notierten nach Qualität: An Weizen, hiesiger und Wetterauer mr. 18.00-18.10, furhessischer Mt. 18.00-18.10, norddeutsch. Mr. Kansas Mt. 17.80-18.20, Roggen, hiesiger Mt. 14.20 bis 14.75, russischer Mr. 15.00-15.00. Amerikaner Mt. 14.90 bis 15.30, Gerste, hiesige Mt. 15.00 bis 15 25, Pfälzer, Mt. 15.00 bis 15.40, fränkische Mt. 15.15, Riedgerste Mt. 15.25 bis 15.50, ungarische Mt. 17.25-18.25. Hater, hiesiger Mt. 13.75-14.75, furhessischer Mt. 13.50-14 75, Württemberger Mk.-.- big bayerischer Mr. 13.70-14.50, russischer Wet. 14.25-15.25 Mais,
Mixed Mr. 12.40-12.50, La Plata Wr. 12.20-12.40, weißer Mais Mt. 13.50-13.75, russischer Mt. 13.25-13.90. Alles pro 100 Kilo ab hier.
Drud und Verlag der Gießener Verlagsbruckerei( vorm. Wilh. Keller), Gießen Berantwortlich: für den politischen und Inseratentell: 16in Klein für das Lokale, den„ Gerichts-" und" Deffentlichen Sprechsaal": Fr. Oppermann
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und deshalb besonders billig. 1 Würfel zu 70 Pfg. für 2 gute Teller.
B Man verlange ausdrücklich ,, Maggi's Suppen" mit der Schuhmarke
Frühjahrs- Pferdemarkt
in Gießen.
Wie in früheren Jahren beabsichtigen wir auch bei dem am Mittwoch, den 16. März v. 33. stattfindenden Pferdemarkt eine Pferdeschau mit Prämiterung_abzuhalten und zwar speziell für im Brivatbefit befindliche Reit-, Wagen- und Arbeitspferde; dieselben können unter dem Reiter, ein-, zwet oder vierspännig, auch im Geschirr vorgeführt werden.
Die Prämiierung beginnt vormittags 11 Uhr, die Vorführung und Preisverteilung vormittags 122 Uhr in dem hierfür vorgesehenen Prämiierungsring. Während der Vorführung der prämiierten Pferde und Wagen
Konzert
der hiesigen Regimentskapelle.
Es gelangen nur Ehrenpreise zur Verteilung. Anmeldungen haben bis zum Montag, den 14. März bei Herrn August Schwan, Weinhändler in Gießen zu erfolgen.
Pferdebesizer laden wir zur Beteiligung ergebenst ein. Gießen, 7. März 1904.
Die Rädtische Pferdemarktkommission. Jean Kirch.
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Gesellenprüfung.
Die diesjährigen Gesellenprüfungen finden im Monat April statt.
An denselben können alle jungen Handwerker teilnehmen, deren Lehrzeit spätestens am Schluß der Prüfungen beendet ist.
Anmeldungen zur Prüfung sind unter Benutzung des vorgeschriebenen Formulars( bei dem Unterzeichneten erhältlich) bis zum 15. März an den unterzeichneten Ausschuß zu richten. Die Prüfungsgebühr beträgt 3 Mt. und ist mit der Anmeldung an den Unterzeichneten einzusenden.
Wir machen insbesondere darauf aufmerksam, daß die Ablegung der Gesellenprüfung u. a. als Vorbedingung für die Anleitung von Lehrlingen und die Führung des Meistertitels erforderlich ist, ihre Versäumnis daher später empfindliche Nachteile im Gefolge hat.
Grünberg, den 20. Februar 1904.
Der Prüfungsausschuß des Ortsgewerbevereins zu Grünberg. Heinrich Schmidt I.
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Täglich:
frischer Aufschnitt
in kalt und warm empfiehlt
Carl Buss, Mezger.
Gießen.
Martiplay 5.


