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lich als nachhaltig gefördert werden. Bei dieser Gelegen heit set noch darauf hingewiesen, daß ein ungenannter Stifter eine große Anzahl ausgezeichneter Vervielfältigungen von Berten der Malerei und Zeichnung dem Vereine zugewandt hat. Diese Meisterbilder werden in Wechselrahmen ausge­ftellt; es soll ein gutes Stüd edler Kunst die schon Em­pfänglichen erfreuen, die Anderen zur Empfänglichkeit leise heranbilden. Mögen die Einrichtungen der Lesehalle immer ausgiebiger benugt werden, möge diese stille Arbeit an un­ferer Rultur lebhaftes Verständnis finden und eifrigen An­

teil erweden.

die Ausbildung der Handwerker?" Bon auswärts waren infolge des Wetters nicht so viele Hörer er­schienen; dagegen hatten sich die hiesigen Handwerker in stattlicher Anzahl eingefunden. Herr Stahl verbreitete fich mit großer Sachfenntnis, gewürzt mit einem frischen Humor, über die Ausbildung der Lehrlinge in Werkstatt und Schule und machte die Versammlung mit den wichtigsten Bestimmungen der Gesetze und Statuten über die Organisation des Handwerks, über Der Vor­Gesellen- und Meisterprüfungen bekannt. fizende des Ortsgewerbevereins, Herr Beigeordneter Völzing, sprach dem geschätzten Redner für seinen lung aus.

Neueste Nachrichten.

Berlin, 31. Dezember.( Tel.) Der Rücktritt des Generalintendanten der Kgl. Schauspiele, des Grafen Hochberg, an dessen Stelle der Wiesbadener In­tendant Botho von Hülsen tritt, ist nicht völlig freiwillig erfolgt. Vorkommniffe bei einer der jüngsten Aufführungen sollen den Anlaß zu Hochbergs Verab­schiedung gegeben haben.

chen Leitartikeln die Feldzüge 1860 und 1870/71 mitgemacht hat, war in- äußerst lehrreichen Vortrag den Dank der Versamm: die Annahme der Sendung ablehnte, verloren glaubte.

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** Einem 60jährigen Veteranen zu Mainz, der die folge einer Krankheit ärztlicherseits jede Arbeit unter­fagt worden. Seine Kinder, denen er nunmehr auf der Tasche lag, sind selbst arm wie Hiob. Da fiel dem Manne ein, daß es einen Reichsfond zur Unterstützung gemacht! Hilfsbedürftiger Krieger giebt. Also flugs eine Eingabe Und der Erfolg? Nachdem der Mann noch mehrfache Untersuchungen hatte über sich ergehen laffen müssen, wurde ihm der Bescheid, daß er noch nicht in dem Maße erwerbsunfähig sei, um Anspruch Wann ist nun auf Unterstützung machen zu können.

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M. Als einen Aft menschenfreundlicher Gesinnung muß folgende Neueinrichtung auf der Eisenbahn begrüßt werden. Demnach sollen jetzt dem fahrenden Zug- und Maschinenpersonal bei besonders falter Witterung, ( 12 Gr. Celsius) auf bestimmten Stationen erwärmende Getränke, Warmbier, Kaffee u. dergl während Tag­und Nachtfahrten auf Kosten der Eisenbahnverwaltung bezabfolgt werden.

** Bezüglich des Programms für das im nächsten Sommer in Nürnberg stattfindende 10. deutsche Turnfest besteht eine interessante Meinungsverschieden heit; es handelt sich um die Frage, ob die Frauen abteilungen der deutschen Turnerschaft am Feste teilnehmen sollen oder nicht. Vom Unterausschuß in Rürnberg waren die Frauenabteilungen zur Teilnahme eingeladen worden, was der Vorfißende der deutschen Turnerschaft, Dr. Goetz, nicht billigt. Er stellte sich auf den Standpunkt, die Frauenabteilungen seien nicht Mitglied der deuts en Turnerschaft, sodaß ihnen ein Recht zur Teilnahme nicht zustehe. Das Frauenturren müsse, der weiblichen Natur entsprechend, in feuscher und zarter Weise behandelt werden und dürfe nicht durch öffentliche Vorführungen auf ein tiefes Niveau herabgedrückt werden.

** Im nächsten Jahre finden an der König lichen Lehranstalt für Wein, Obst- und Gartenbau zu Geisenheim a. Rh. u. A. fol­gende Unterrichtskurse statt: Weinbaukursus in der Zeit vom 12. bis 31. Januar 1903; Obstwein­fursus in der Zeit vom 23. Februar bis 5. März 1903; Obstbaukursus in der Zeit vom 26. Februar bis 21. März 1903; Baumwärterkursus in der Zeit vom 26. Februar bis 21. März 1903; Hefekursus in der Zeit vom 2. bis 13. Juni 1903; Analysenfursus in der Zeit vom 15. bis 27. Juni 1903; Obstbaunachkursus in der Zeit vom 17. bis 22. August 1903; Baumwärternach­fursus in der Zeit vom 17. bis 22. August 1903; Obst­berwertungsfurfus für Frauen vom 24. bis 29. August 1903; für Männer vom 31. Auguft bis 5. September

Das Unterrichtshonorar beträgt für jeden Kursus: für Preußen 20 Mt., für Nichtpreußen 30 bis 35 Marf.

Aus Hessen und Dachbargebieten. ** Groß- Felda. Am vergangenen Sonntag hielt Herr Realgymnasiallehrer St a hl- Darmstadt im hiesigen Ortsgewerbeverein einen Vortrag über das Thema: Welche Ausbildung stellt die Gegenwart an

Bekanntmachung.

Bad Nauheim, 29. Dez. Gestern starb im nahen Nieder- Mörlen nach langem schweren Leiden im 66. Lebensjahre Pfarrer Jennewein. 1860 zum Priester geweiht, wirfte Pfarrer Jennewein an verschiedenen Orten der Pro­vinzen Rheinhessen, Starkenburg und Oberhessen. Seit 1888 Besonders bes pflegte er die Seelsorge in Nieder- Mörlen. fannt hat sich der Verstorbene durch seine Thätigkeit auf sozialem Gebiete gemacht. Kleinbauern, Handwerkern und Arbeitern durch Rat und That beizustehen, war sein stetes Bestreben.

Friedberg, 30. Dez. Der frühere Direktor der hies sigen Grokh. Blindenanstalt Schäfer ist hier am 27. dz. nach schwerem Leiden im Alter von 90 Jahren gestorben. Schäfer hat sich um die Blindenanstalten große Verdienste erworben. ** Frankfurt a. M., 28. Dez. Mit zerschmetterter Schläfe wurde gestern Nachmittag der Füselier Ferdinand Stumpf von der 6. Komp. 80 Inf. Rgts.( Wiesbaden), der hier in Urlaub bei seiner Mutter, einer Witwe, weilte, in dem Keller eines an eine Wirtschaft stoßenden Hauses der Dreieichstraße tot aufgefunden, Der Soldat hatte am Abend vo her in der Wirtschaft getanzt und war am Mitternacht nach Hause gegangen. Dabei ist er vermutlich, um einen Abort aufzusuchen in den Separateingang des an den Tanz­faal( Saalbau) stoßenden Hauses geraten und in den Keller, dessen Thüre nur lose angelehnt war, hinabgestürzt.

Frankfurt a. M., 30. Dez. Eine sehr zahlreich be­suchte, geschlossene Mitgliederversammlung des hiesigen natio= nalliberalen Vereins nahm mit allen gegen 2 Stimmen eine Resolution an, in welcher der Verein sich mit der national­liberalen Frattion des Reiche tags bei den Verhandlungen und den Beschlüssen über das Zolltarifgesez und den Zoll­tarif eingenommenen Haltung vollständig einverstanden erklärt und allen nationallberalen Reichstagsabgeordneten für die bewiesene Festigkeit und Entschlossenheit seine volle Aner­fennung ausdrückt.

Worms, 29. Dezember. Regierungsassessor Frölich in Darmstadt ist zum Sekretär der hiesigen Handelskammer gewählt worden.

** Alzey, 30. Dezbr. Das hiesige Kreisamt erließ eine Polizeiverordnung, nach welcher sämtliches Melt­vieh an dem Morgen des Markttages, bevor es auf den Viehmarkt aufgetrieben wird, ausgemolken sein muß. Desgleichen alles zu Handelszwecken aufgetriebene Melkvich.

** Weylar. Herr Landmesser Keller ist zum Ober- Landmesser ernannt worden.

** Aus Frankeu, 30. Dez. In den Stä tchen Röt­ingen liegen 400 Rinder an Scharlach frank. Die Schulen mußten geschlossen werden.

Fulda, 30. Dez. Ju einer Wählerversammlung Ser Centrumspartei wurde der seitherige Abgeordnete unseres Kreises, Gutsbesizer Herold, wieder für die nächste Reichs­tagswahl als Kandidat aufgestellt. Herold nahm die Kan­didatur an.

Kassel, 30. Dez. Die Hauptstadt des Fürstentums Waldeck- Arolsen wurde vorgestern von einem schweren Ge­witter heimgesucht. Der Bliz schlug in ein Haus ein und zündete. Es gelang, das Feuer auf seinen Herd zu beschränken.

berechnet.

waggons bezichen, ermäßigt sich der Preis um weitere 5 Pfg. pro Gentner. Für Anfnhr an das Haus werden 5 Pfennig für den Centner NB. Sofern das Verbringen der Cokes bis zu 6 Centnern - auf die betr. Lagerpläße( Keller, Stall 2c.) mit feinem außergewöhnlichen Zeitaufwand verbunden ist, geschieht dies ohne besondere Vergütung.

Wir bringen hiermit zur öffentlichen Kenntnis, daß durch Beschluß der Stadtverordneten- Versammlung| vom 22. ds. Mts. und mit Genehmigung Großherzgl. Kreisamts Gießen vom 27. ds. Mts. die Gemeind­frankenversicherung Gießen vom 1. Januar 1903 aufgehoben worden ist und die Mitglieder derselben statt; dagegen bleibt bei folgenden biefigen Firmen der der Ortsfranfenfasse Gießen überwiesen worden

sind.

Gießen, den 30. Dezember 1902. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen

Mecum.

Gascokes,

In der Stadtverordneten- Versammlung vom 22. 6. Mts. wur­de beschlossen, die am 10 April d. J. feſtgeſe ,, ten Preise bis auf weiteres beizubehalten, mit der einzigen Ausnahme, daß der Preis für Nukcokes. Größe Nr. 2, um 5 Bfennig für den Gentner herab­gefeßt wird. sodaß die Nukcofes Nr. 1 und 2 jezt gleichen Preis haben. Die Cocespreise stellen sich hiernach wie folgt: Für den Gentner ab Berkaufsstelle: Stück- Cokes Nuh- Cakes, ausschließlich trocken gelagert in 2 verschiede nen Korngrößen für Stubenheizung und für weite und enge Ofenschächte passend zerkleinert:

In Wagenladungen von mindestens 36 Centnern:

1,10 Mr.

Größe Nr. 1. etwas größer als durchschnittlige Korngröße des Anthracit, gangbarste Sorte

1,25 Mr.

Größe Nr. 2, fleiner als durchschnittliche Korn­größe des Anthracit

1,25 Mr.

Stückcokes

1,05 Mt.

Nusrokes Nr. 1 Bußcokes

1,20 Mr.

r. 2

1,20 Mr.

1,00 Mr.

1,15 Mf

1,15 M.

Bei Entnahme von mindestens 200 Centnern:

Stückcokes

Bukrokes Ur. 1

Nußcokes Nr. 2

Im Gaswerk findet nur ein Verkauf von über 5 Centner Cofee

Kleinverkauf unserer Gascokes

von 1 bis 5 Centner

eingerichtet, nämlich bei den Herren: Bachenheimer u. Schaumberger, Marburgerstr. 22 Andreas Euler, Steinstraße 11. Joh. Fischer, Alicestraße 19,

H. Hof, Bahnhofstraße 34( Hohenzollern), Gebr. Kahl, Frankfurterstraße 151, Ed. Klinkel, Bahnhofstraße 10,

Emil Loh, Kirchenplay 9,

Emil Bistor Nachfolger, Marktstraße 10, Georg Schäfer, Licherstraße 2, Auguft Strud, Bismarckstraße 6, Georg Unverzagt, Kaplansgasse 5,

Diese Firmen berechnen obenstehende Preise unserer Gascoles

in Mengen unter 5 Centnern.

ſamt Anfuhr wie das Gas werf und berabfolgen biefelben auch Die Breiſe unserer Gascofes für die Abnehmer außerhalb der Gemarkung Gießen ermäßigen sich um den Betrag der Octroirückver gütung von 4 Pfennig für den Gentner.

Gießen, den 31. Dezember 1902. Städtisches Gas nud Wasserwerf Gießen. Otto Bergen.

Als sehr vorteilhaft für jede Haushaltung empfehle

MAGGI's Würfel Suppen

Für Cofesabnehmer, welche zwei und mehr Doppel. Philipp Herrmaun, Seltersweg 33.

à 10 rg. Tur 2.Teller nahrhafter Suppe.

Genf, 31. Dezbr.( Tel.) Die Brillanten der Stronprinzessin von Sachsen, die Giron an seinen Bruder geschickt hatte und die er, als Bruder, sind nicht beschlagnahmt worden. Das belgische Zoll. amt, an das die Sendung zurückgegangen war, hat sie der Kronprinzessin wieder zugestellt.

Paris, 31. Dezember.( Tel.) Der Justizminister hat die Staatsanwälte beauftragt, energische Maß­nahmen zur Unterdrückung der in vielen illustrierten Blättern enthaltenen unsittlichen Darstellungen zu ergreifen. Zu gleichem Zwecke will der Minister in Madrid, 31 Dez.( Tel.) Spanien hat von Eng­die Kammer eine entsprechende Vorlage einbringen. land und Frankreich die Zusicherung erhalten, daß eine überſtürzte Lösung der Dinge in Marokko nicht herbei­geführt, sondern der status quo aufrecht erhalten werden soll, selbst wenn der Prätendent den Thron besteige. Internationale Verwickelungen erwartet man hier von den Vorgängen in Marokko nicht.

Guatemala, 31. Dezbr.( Tel.) Frankreich und Guatemala find übereingekommen, die Ansprüche eines Franzosen, der 1896 und 1897 in Guatemala größere Arbeiten ausführte und seine Forderung dafür jetzt bei Guatemale geltend gemacht hat, dem Haager Schieds­gericht zu unterbreiten.

Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinde.

Gottesdienst.

In der Stadtkirche. Sylvester, den 31. Dezember Abends 6 Uhr: Pfarrer Scheunemanu.

Neujahr, den 1. Januar Vormittags 9 30 Uhr: Pfarrer Schlosser. Nachmittaps 5 Uhr: Pfarrer Scheunemann. In der Johanneskirche. Sylvester. den 31. Dezember.

Abends 8 Uhr: Pfarrer Euler.

Neujahr, den 1. Januar 1903. Vormittags 9.30 Uhr: Pfarrer Dr. Naumann. Nachmittags 5 Uhr: Siehe Stadtkirche.

Nach allen Gottesdiensten Sammlung für die Armen. Katholische Gemeinde.

Mittwoch. 31. Dezember.

Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegen­heit zur hei!. Beicht.

Nachmittags um 6 Uhr: Silvesterandacht mit Segen und

Te Deum.

Donnerstag den 1. Januar. Neujah.

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Vormittags von 6.30 Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beicht. um 7 Ur: Die erste heil. Messe, vor und in derselben Aus'eilung der heil. Kommunion. um 8 Uhr: Die zweite hl. Messe. Militärgottes­dienst mit Predigt.

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um 9.30 Uhr: Hochamt mit Predigt. Nachmittags um 2.30 Uhr Fest- Andacht mit Segen.

Drud und Berlag der Gießener Berlagsdruckerei, für die Redaktion verantwortlich: Albin Klein Gieñen.

Der heutigen Nummer liegt ein Prospekt des Lotteriegeschäfts J. Stürmer in Strazburg i. E. betr. Straßburg- Neudorfer Geldlotterie bei, auf welche wir an dieser Stelle noch verweisen.

Herzlichen Glückwunsch

zum neuen Jahr!

Heinrich Krämer u. Frau. Heuchelheim.

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Theaterdorf.

Abends 8 Uhr:

Zum ersten Male

Höhere Töchter.