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)=([ Unfreiwilliger Humor aus großstädtischen" Blättern.] Wer kennt nicht den Briefkasten des ult" oder des Kladderadatsch", in dem die lustigen Quipro­quos des Druckfehlerteufels ober die Entgleisungen der Herren Redakteure mit der Lauge beißenden Spottes be­gossen werden. Meistenteils liefert dazu ,, die Provinz" den Etoff, die großen Berliner Blätter werden nur gelegent­lich einmal in Mitleidenschaft gezogen. Und doch bie­ten sie auf diesem Gebiete alles auf, um selbst den an­spruchsvollsten Wigblatt- Redakteur zu befriedigen. Wenn der ,, Berliner Lokalanzeiger" gelegentlich der soeben er­folgten Verhaftung der Humberts behauptet ,,, diese spiel­ten in ben Pariser Jahres revenuen eine große Rolle", so tut er damit der guten Madame Therese bitteres Unrecht. Revenuen können bekanntlich nur von Kapitalien herkommen, und daß die Humbertsche Erbschaft leider nicht zu kapitalisieren ist, haben die Gläubiger zu ih­rem Leidwesen schon längst erfahren müssen. Anders stellt sich die Sache, wenn man von den Jahres revuen spricht, den eigenartigen Ausstattungsstücken der Pa­riser Theater, in denen sie um die Weihnachtszeit die martantesten Ereignisse des Jahres ,, Revue passieren" lassen. Darin spielt allerdings der Humbertschwindel eine recht große Rolle. Eine ganz wunderliche Sache pas­sterte soeben dem ,, Berliner Tageblatt". Es bringt in einer Lokalnotiz die erschütternde Nachricht, daß der Be­siger eines gewissen Hauses Unter den Linden ,, in der­selben Weise gepflastert wird, wie dies bereits vor einem halben Jahre in den übrigen Teilen der Straße ge­schehen ist." Das ist für den Betreffenden eine recht unangenehme Operation; das ,, Steinigen" von Personen ift bei uns allenfalls nur bildlich erlaubt, aber so? Sonderbar, höchst sonderbar. Noch sonderbarer ist aber bei diesem Vorkommnis die Tatsache, daß dieselbe hair­sträubende Meldung wortgetreu zwei Tage vorher im Berliner Lokalanzeiger" stand. Wenn das Tageblatt" sie troß ihrer anscheinenden Unglaubwürdigkeit übernom­men hat, so ist es ein Zeichen, daß in Berlin noch Dinge passieren, von denen man in der Provinz Gott sei Dank Beine Ahnung hat.

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Spielzeugindustrie, die sich ,, aktuelle" Ereignisse zu Anze gemacht hat. Da ist zunächst aus altem, gestanztem Eisen ein Zirkus Barnum nicht nur mit seinen Tieren, Elefanten, Löwen, Affen, sondern auch mit seinen ,, menschlichen Un­geheuern", die schlecht und recht dargestellt sind. Der Bailon des Brasilianers San 03 Dumont, den man schon im vorigen Jahre bewandern fonnte, ist jetzt bedeutend bervollkommnet und festet troydent nicht mehr als 25 Sous. Unter den Hanipelmännern haben mehrere die Namen un Typen to Te fonen angenommen, die im Laufe des za res einige Beiü mtheit erlangt aben. Slbst­verständlich spielt Madame Humbert und ihre Familie dabei eine große Rolle.

[ Noch immer auf die Jagd nach den Humberts,] die doch schon längst verhaftet sind, befinden sich vier französische Polizeiagenten. Sie schwimmen augenblicklich an Bord des Dampfers Liberia" auf dem Ozean mit dem Kurs nach der Argentinischen Republik. An Bord der ,, Liberia" hat sich nämlich die Geliebte Romain Daurig­nacs eingeschifft, und die findigen Agenten folgten ihr unter gut gewählten Verkleidungen in der sicheren Er­wartung, daß sie in die Arme Daurignacs eilen und dieser dann schleunigst in der Gerechtigkeit fallen würde. Die Jdee war ja nicht übel, aber was fann man gegen Schick­alstüde. Den Kollegen von der spanischen Polizei fällt die Belohnung von 25 000 Francs mühelos in die Hände, fast ohne eigenes Zutun, und sie mit ihrer großartigen Idee haben das Nachsehen. Das heißt Pech!

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[ Saare auf den Zähnen.] Vor einem schottischen Ge­richtshof sollte vor einigen Tagen eine alte Frau beeidigt werden. Der vorsigende Richter ersuchte sic, ihren Schleier zu entfernen, damit man sie besser verstehen könne. Die alte Dame bemerkte, sie könne ihren Schleier nicht ent­fernen, ohne ihren Hut abzunehmen. Darauf erwiderte der Richter in ruhigem Ton, sie solle es tun, worauf die alte Dame entrüstet ausrief, es gebe kein Gesez, das sie zwinge, ihr Haupt zu entblößen. Das aber ärgerte den Richter, der ihr bemerkte: Gute Frau, Ihr solltet auf den Richtersitz kommen und uns das Gesetz auslegen." ,, nein," war die Antwort ,,, es sind dort schon genug alte Weiber."

O[ Leopolds von Belgien Kaltblütigkeit.] Ein hüb­sches Wort, das der König der Belgier einige Stunden nach dem Mordversuche Rubino's gesprochen haben sollte, wird von einem französischen Blatte mitgeteilt. Man erinnert sich, daß eine der Kugeln den Grafen d'Oultre­mont streifte. Als man von dem Ereignisse sprach, sagte König Leopold mit der unschuldigsten Miene von der Welt: Was kann nur der arme d'Oultremont dem Volke getan haben, daß man auf ihn schießt?" Der König zeichnet sich überhaupt durch derartige faltblütige Scherze aus. Als er eines Tages in Paris mit drei Begleitern spazieren ging, fiel sein Blick auf eine in einem Schau­fenster ausgestellte Illustration, auf welcher er in Ge­sellschaft einer bekannten Tänzerin dargestellt war. Die Begleiter des Königs suchten seinen Blick von dem Bilde abzulenken, aber Leopold betrachtete es sehr aufmerk­merksam und sagte schlichlich, den Kopf schüttelnd: ,, Das wird aber den Balère Mabille sehr ärgern!" Valère Ma­bille ist ein bekannter Pariser Großindustrieller, der mit König Leopold eine auffallende Aehnlichkeit hat.

Damit ift diese Ange ahme der Beichent Stadt refertert der ele Bereinigung beft Abt aus 97 zahlenbe nicht zahlenden Mit lende Mitglieder find Mitgliedern werden Bfg. erhoben und bo ban die Hinterbliebe gt die freie Geftellun nnung. Die Leichent 1 Rinderleichentage ines Grundstück in de er Wagen zufammen in ausgeliebenen Rapito

Sihung der Stadtverordneten. Gießen, 22. Dezbr. 1902. Oberbürgermeister Mecum weist darauf hin, daß bie Versammlung noch zu beschließen hat, wann die in vergan gener Woche beschlossene Friedhofs- und Beerbi. gungs- Ordnung in Kraft treten solle und wird vor. geschlagen, den 1. April f. J. zu bestimmen, bis wohin auch die Enrichtung einer Leichenhalle ouf dem Friedhof am Nahrungsberg getroffen sein rid. Stadtv. Kirch ver neist auf den auf dem Tisch des Hauses ausliegenden Blan der Leichenhalle für den alten Friedhof und ist der Ansicht, daß dieselbe hiernach wenig würdig ausfallen wird, er bittet in Erwägung zu ziehen, ob man den Plan nicht erst ver bessern fann. Der Oberbürgermeister erflä t, daß die Räume, wenn sie erft hergerichtet sein werden, dem 8wed entsprechen werden. Stadtv. Hanau spricht die Ansicht aus, daß der für die Aufbewahrung der Leichen von Jera liten in Au

[ Die Pfändung auf dem Dache.] Eine Pfändung mit Hindernissen hatte dieser Tage ein Gerichtsvollzieher bei einem Münchener Baumeister vorzunehmen. Der Schuld­ner, welcher gerade mit seiner Ehefrau vor dem halb aufgeführten Neubau sich befand, bemerkte das Heran­nahen des Gerichtsvollziehers und flüchtete sich sofort die Bretterstiege des Rohbaues hinauf bis zur Spiße, in der Hoffnung, hierher nicht verfolgt zu werden. Aber der Beamte stieg ihm nach, um die Pfändung zur Durchführung zu bringen, allein im Momente höchster Gefahr" warf der Baumeister seine gefüllte Geldbörse seiner auf der Straße stehenden Frau zu, welche sich sofort damit ent­fernte. Bei der nun folgenden Leibesvisitation wurde nur noch eine goldene Uhr mit Kette gefunden, gegen deren Pfändung aber, da sie auf Teilzahlung erworben, noch nicht zur Hälfte bezahlt und mit Eigentumsvorbehalt be­lastet war, seitens eines Goldwarenhändlers Widerspruch erhoben wurde.

[ der Orden des Reichskanzlers.] Nach einem offi­giösen Telegramm hatte der Kaiser am 14. Dezember dem Reichskanzler Grafen Bülow die ,, Kette des Hohenzollern­ordens" verliehen. Diese Bezeichnung tommt in keinem Ordensverzeichnis vor, und es handelt sich, wie jetzt vom Reichsanzeiger angekündigt wird, um die Kette zum Kreuz der Großkomture des Hausordens von Hohenzollern. Zur 1. Klasse des Ordens gehören der Stern der Großkomture und der Adler der Großkomture. Von preußischen Orden besißt der Reichskanzler noch den Schwarzen Adlerorden mit der Kette, das Großkreuz des Roten Adlerordens, den Kronenorden 1. Klasse und die Landwehrdienstaus­zeichnung 1. Klasse.

[ Das Leihhaus als Einnahmequelle.] Um sich in Paris eine sichere Rente zu verschaffen, so schreibt der Figaro", braucht man nur einen neuen Parapluie ins Leihhaus zu tragen. Dieser sinnreiche, originelle, echt pariserische Geschäftskniff ist uns von einem Maler enthüllt worden, der bereits dicht vor der Million steht. Man faust in irgend einem Warenhause für 2 Frcs. 95 einen neuen Regenschirm und trägt ihn sofort ins Leihhaus. Nach der neuesten Instruktion soll das Leihhaus den annähernden Betrag des ganzen Wertes neuer Gebrauchsgegenstände leihen, und so erhält man für seinen Regenschirm das Mi­nimum, nämlich 3 Frcs. Dann verkauft man sofort den Pfandschein für 25 Prozent des Wertes, macht 75 Centimes. Man hat also für den Regenschirm, der 2 Frcs. 95 gekostet hat, 3 Frcs. 75 erhalten Reingewinn 80 Centimes. Wenn man nun täglich zehn Parapluies in zehn Filialen des städtischen Leibhauses versezt, erzielt man ohne Mühe eine Tageseinnahme von 8 Frcs., das macht im ganzen Monat 240 Frcs. und im Jahre faft 3000 Frcs.

>[ Die Bestrafungen in unserem Heere.] Eine Kri­minalstatistik für das deutsche Heer und die Marine wird für das Rechnungsjahr 1901 jetzt veröffentlicht. Die 21 Quartseiten füllenden Tabellen sind ohne jeden Kom­mentar zum Abdruck gelangt. Es ergiebt sich daraus, daß im Jahre 1901 12 398 Verurteilungen gegenüber 1101 Freisprechungen erfolgt sind. Unter den Strafen über­wiegen die Arreststrafen. Strenger Arrest wurde gegen 2348 Verurteilte, Mittelarrest gegen 2019, gelinder Arrest gegen 311 verhängt. Unter den Ehrenstrasen sind zu er­wähnen 1926 Versetzungen in die zweite Klasse des Sol­datenstandes. Unter den zur Bestrafung gelangten mili­tärischen Vergehen und Verbrechen sind 770 Mißhandlun gen von Untergebenen zu erwähnen und 113 Beleidi gungen und vorschriftswidrige Behandlungen von Unter­gebenen. 3020 Verurteilungen sind erfolgt wegen bürger­licher Vergehen und Uebertretungen, darunter 1311 wegen gefährlicher schwerer oder tötlicher Verlegungen, 42 wegen Zweikampfs.

[ Bariser Weihnachtsspielzeug] In der Fronde" schildert Marie Luise Néron in fesselnder Weise einen Be­such in dem Pariser Stadtteile La Roquette, wo die be­scheidenen Spielzeugfabrikanten wohnen, die reicher sind an originellen Jdeen als an Sous. Es sind arme Haus­arbeiter, deren Hauptsorge bei der Erfindung und Her­Stellung von neuem Kinderspielzeug ist, wie sie das Pro­blem: ,, hübsch und billig" lösen sollen. Jedes Spielzeug, das aus ihren Händen hervorgeht, ist ein fleines Wunder­werf; mit nichts, mit Eisenstückchen, seidenen Lappen oder Lederschnigeln, schaffen sie eine ganze Welt von Spiel­waren: Hampelmänner, Lokomotiven, Kanonen, verschie­bene Tiere u. s. m. Aber hier soll nicht von den alten Mustern die Rede sein, von den Säbeln mit vergoldeten Griffen, den Trompeten mit rotwollener Schnur, den Trommeln, den springenden Hunden, den weißen Ka­ninchen und den amüsanten Clowns, sondern von den neuesten Erfindungen der im Verborgenen blühenden

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ficht genommene Raum hierzu nicht würdig sei, es sei das helen find 17,325 Mar

Das Beste aus den Witblättern. Eine Musik­Pennerin. ,, Was wird eben aufgeführt?" ,, Die neunte Symphonie!" ,, Unmöglich!.. Sollte ich mich so ver­spätet haben?!"

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Gebäude, in welchem er sich befindet, do thatsächlich weiter nichts, als ein alter Stall. Ter Oberbürgermeister tritt dieser Behauptung ganz entschieden entgegen. Es sei

Die Finanz- Deputa Gegen folle das Inver

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thatsächlich der schönste Raum, der da ist. In der Berlebant, sowie den S sammlung herisht eine solche Unruhe, daß die einzelnen leben je 250 Mt. St

Boshaft. Man muß wirklich über das Gedächt­nis dieser Dame staunen! Ich sage Ihnen, die kann über sechs Personen zugleich sprechen!"

- Besorgt. Eben verurteilter Sträfling( der mit seinem Transporteur in die Sekundär bahn einsteigt): ,, Die Dauer dieser Fahrt wird mir doch hoffentlich schon an­gerechnet?"( Fl. BI.)

Redner schwer verständlich sind. Stadto. Ballenfels hat gar teine Bedenken zuzustimmen, daß danach die Leichen halle für den alten Friedhof gemacht were. Schmall tritt dieser Ansicht entgegen. Die projektierte

Stadtv.

hr für die Geftellun dann das Leichen Der Borftan rangement einverstand

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Leichenhalle für die chriftlichen Bürger sei nicht würdig für ist gegen den Antra den Zweck, dem sie dienen solle, sie sei auch zu klein und zu die mindeste Beran niebrig. Der Oberbürgermeister bemerft, darüber ließe sich streiten, ob ein Raum würdig oder unwürdig für

Unterschied. ,, Als Arzt muß ich den Genuß al­koholischer Getränke verurteilen."- ,, Aber Sie trinken doch selber, Herr Doktor."- ,, Aber nicht als Arzt wenn ich trinke, bin ich ein ganz gewöhnlicher Mensch mit viel Durst."

Ponturrenz zu machen itens der Stadt ins&

den vorgeschlagenen Zweck sei, es sei dies ganz Ansichtssache begreiflich, daß die

lchen Vorlagen jegt fo Gewerbe so darni Mecum bemerkt, finan bandle sich nur um hat erworbenen Rech

Die Höhe des Raumes, um den es sich handelt, sei mindest die gleiche, wie die des Sigungssaals der Stabiverordneten. Die Größenverhältnisse genügen für den Zwed Stadtv. Löber ist für die Genehmigung des Projektes, wie es vorliegt. Stadtv. I ann bemerkt, man fönne doch das Infrafttreten der neuen Begräbnis Ordnung so weit hinaus lie Stadt, denn es schieben, bis die Einrichtung der Leichenhalle in würdiger fer, wenn fie Opfer, Weise möglich sei. Oberbürgermeister Mecum beantragt, folche Sache 4 ne einen Vorschlag des Assessor Curschmann anzunehmen, berruf fönne es bod dan gehe, daß die neue Friedhofs- und Beerdigungs- baubach ist der Anfi Ordnung auf Beschluß der Bersammlung in caft gefesteraflichtet ist, den Mit wird. Beigeordneter Georgi schlägt vor, zu beschließen, el 2c. zu zahlen, wenn daß die neuen Bestimmungen für den Friedhof am Rosberg bernimmt. Dr. Gu am 1. April Geltung bekommen sollen, für den alten Fried- Meinung, ja es fönne hof aber so lange außer Kraft bleiben, bis die Leichenhalle ne rechtliche Verpflichtu daselbst fertiggestellt ist. Stadtv. Haubach spricht sich farbelt fich um erworba gegen den Antrag Beorgi aus, er wünscht, daß beide Friedbehleßt dem Antrag d höfe gleich b handelt werden betreffs ter auf ihnen geltenden Ordnung. Stadtv. Dr. Gutfleisch ist der gleichen Meinung. Es sei dann doch besser, den Frauen- Friedhof später zu eröffnen, um eine einheitliche Beg äbnis- Didnung für beide zu befommer. Etadiv. Prof. Gaffty spricht sich ebenso aus, wie der Vorredner, er hat nicht den Glauben, daß die Leichenhalle für den alten Friet hof am 1. April t. Jahres für eine Benutzung schon fertiggestellt sein fönne. Es hänge dies doch sehr vom Wetter ab. Stadtv. Kirch stellt den Antrag: Es möge das Stadtbauamt angewiesen werden, für die Leichenhalle des alten Friedhofes einen neuen, übersichtlicheren und verbesserten Plan bis zur nächsten Sigung der Stadtverordneten vorzulegen. Die Versammen beide Rassen im Bef Jung genehmigte darauf den Vorschlag des Assessor Curschwerbleiben; ſtad jedoch keir mann, wonach sie das Inkrafttreter der neuen Friedhofswerden die kapitalbermöge und Begräbnis- Ordnung später beschließen wird. Der Beigeordnete Georgi spricht den Wunsch aus, daß die Friedhofs und Beerdigungs- Ordnung möglichst bald veröffentlicht wird. Dieselbe bringe auf diesem Ge biet ganz neue Verhältnisse. verspricht die Bekanntmachung sofort anzuordnen, sobald das Ministerium die Sache genehmigt hat. Schmall erklärt, daß der§ 51 der angenommenen höhung ihres Dienfteinto Neuordnung der Friedhofs- Angelegenheiten, trotz des eingegangen eine Anfrag

[ Die Glücksspinne.] In einem feinen englischen Klub ist das Hazardspiel verboten. Die Mitglieder er­fanden nun einen neuen Sport. Ein jeder bekam einen Teller und darauf eine kleine Spinne. Derjenige, dessen Spinne zuerst von dem Teller lief, hatte die Einsätze gewonnen. Ganz merkwürdigerweise gewann lange Zeit ein Ausländer, der im Klub eingeführt war. Es stellte sich heraus, daß er vom Klubdiener gegen ein Honorar von einem Pfund Sterling stets einen heißen Teller erhielt. Das Resultat der Entdeckung war für den schlauen Burschen auch ein heißes.

)[ Wie man musikalische ,, Nuancen" erzielt.] Wer je auf einem Piano Tonleitern geübt hat, kennt den Taftmesser( Metronom). Dieser sinnreiche Apparat über­wacht mit mathematischer Strenge die regelmäßige und taktmäßige Ausführung eines Musikstücks; gebieterisch gibt er den Takt an und bringt mit üppiger Phantasie begabten Virtuosen Respekt vor dem Zeitmaß bei. Aber der Rhythmus allein tut es nicht, man braucht vielmehr noch kolorit und Gefühl, mit einem Worte: die berühm­ten musikalischen Nuancen". Wie soll man Musikern, deren Geschmack nicht ganz sicher ist, all' die ,, Nuan­cen" beibringen, durch welche die Gedanken des Kom­ponisten zum Ausdruck gelangen? Der ,, Menestrel", die bekannte französische Musikzeitschrift, erzählt, daß ein Musikfreund, der von Beruf Ingenieur und von Geburt Amerikaner( das hätte man ohnehin gewußt!) ist, ein In­strument erfunden hat, durch welches das Problem in überraschend einfacher Weise gelöst wird. Das Instru­ment ist natürlich elektrisch, und der Kapellmeister hand­habt es mittels dreier Knöpfe. Soll eine Stelle..Piano" gespielt werden, drückt er auf Knopf Nr. 1, und der Musiker, der stärker spielt, als vorgeschrieben ist, erhält auf seinem Stuhle einen fleinen elektrischen Schlag, der durch das Uebermaß der Schwingungen verursacht wird. Man sieht, die Sache hat einige Aehnlichkeit mit der in Ameriki eingeführten elektrischen Hinrichtung. Fortissimo" wird durch Knopf Nr. 3 erzielt, während Knopf Nr. 2 die ,, helldunklen" Nuancen bewirkt. Das wunderbare Jn­strument soll schon bei mehreren amerikanischen Orchestern in Gebrauch sein. Hoffen wir, im Interesse der be drohten Musiker, daß der elektrische Strom nicht in all­zu starken Dosen verabreicht wird. Die Methode ist ja gewiß sehr sinnreich, aber sie könnte, wenn sie übertrieben wird, bei nervösen Leuten allzu brüske ,, Nuancen" her­borrufen.

Parlamentar bingegangen find bei rugloorlage, welche die und Reichsverwaltung beft darüber, ob die Kapitalb bitwen- und Baiser vitwenfasse, 42000 Mt. belaufe liegenden Verpflichtungen eens anheimfallen, durch

bote beide Elastofaffe Eine weite Regierungsvor Mattung der neuen Burea

einen Betrag von 3600

Der Oberbürgermeister origen Budgetjahres entn bar Bank esucht die on Stadtv. ulage.- Die beihen

Streichens des§ 52 der von der gänzlichen Schließ

Sos bie Regierung zur

ung des alten Friedhofes sprach nicht nur ihn, sondern Matarchs beim Rindoieb weitere Kreise der Bürgerschaft, welche auf dem Fried ft dienlich erachtet, hof am Nahrungsberg ein Erbbegräbnis erworben giftern über Abs u Er bittet diesen§ 51 noch ein Biere zur Auflage zu

haben, beunruhigt.

mal an die juristische Kommission zu verweisen, damit über diese Frage Klarheit geschaffen wird. Der Ober bürgermeister bemerkt, daß nach dem geltenden Recht nicht die Stadtverordneten- Versammlung einen

Giessend

Boftalisce.

Beerdigungsplatz schließen könne, sondern dies könne die Berzollung& nur die Polizeibehörde, also in letter Linie das Kreis 25. b. I. in der

amt und dies wird ohne Zweifel die Schließung eines Friedhofes nicht anordnen, wenn die Stadtverordneten dem widersprechen, oder dies nicht wünschen sollten Stadtb. Schmall erklärt, er fönne sich trok der Gr flärung des Borsigenden noch nicht in Sicherheit wiegen Stadtv. Dr. Gutfleisch erklärt, das Recht der Polize Friedhöfe gänzlich zu schließen, dies bestehe und dagegen sei auch fein Riegel vorzuschieben. Aber die Fälle, wo die Verhältnisse so liegen, daß die Polizei sich veranlaß sieht, einzuschreiten, fommen sehr selten vor. In großen Städten wie in Berlin, wo die Friedhöfe durch die Be

dem Großherzoglichen

** Bei der am Berlosung des Helen nach Gießer M. Die Eisba

Bitterung morgen

Diejenigen ju

Sulzenguiffe die ireiwilligen D

bauung schließlich mitten in die Stadt gerückt find, da, baß hiernach

ord auf bie nadfol beachtenden Vorschri gegeben werben. 1. miffion für Einjähr einzureichen, wenn de Redung pig ift, bat. 2. Die Berecht fann nicht bor bollen bis zum 1. Februar welchem bas 20.Leb

hat man Friedhöfe polizeilich geschlossen, aber daran if bei uns in den nächsten 100 Jahren nicht zu denken Durch den§ 51 seien die Rechte der Besitzer von Erb begräbnissen nicht im Mindesten geschmälert. Dr. Gut fleisch stellt den Antrag, es solle durch ein besondere Protokoll zur Beruhigung der Inhaber von Erbbegräb niffen am Nahrungsberg festgelegt werden und zwa dahingehend, daß es der geeignetste Wunsch aller Stadtverordneten sei, daß der alte Friedhof als Ecb begräbnisstätte benutzt werden soll, so lange solche Be gräbnisplätze dort noch vorhanden sind und daß das Recht der Besizer dieser Erbbegräbnisse nicht angetafte wird. Dieses Protokoll, welches zu den Aften genommen wird und dessen Vorhandensein im Protokoll der Sa ung gewahrt ist, wird von allen Stadtverordneten gut geheißen.

Der Bapiere, dazu bes Baters, Schulge Berechtigung ipate

erfolgen.

** In Am Hamburg, Can., Kreis Alsfeld)

bam Meifing