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Handelsgesetzbuch sagt, die Beschränkung nach Zeit, Ort und Gegenstand nicht die Grenzen überschreitet, durch die eine unbillige Erschwerung des Fortkommens des Handlungsgehilfen ausgeschlossen wird. Das Gesez hat ausdrücklich die Dauer der Beschränkung auf 3 Jahre begrenzt, im übrigen aber die Entscheidung der freien richterlichen Würdigung überlassen. Entspricht nun eine solche Vereinbarung den gesetzlichen Anforderungen, und ist keine Strafe festgesetzt, so kann der Prinzipal durch Klage und Vollstreckung, also eventuell durch fistalische Geldstrafe oder Haft, den Austritt der Handlungsgehilfen aus der neuen, tonfurrenzschaffenden Stellung erzwingen. Ist eine Konventionalstrafe festgesetzt, so kann der Prinzipal nur diese fordern; auch ist das Gericht befugt, eine unverhältnismäßig hohe herabzujeßen. Hat aber der Brinzipal dem Handlungsgehilfen Veranlassung gegeben, ſeine Stellung ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist zu verlassen, oder fundigt der Prinzipal ohne hinreichenden Grund dem Handlungsgehilfen, so fann er die Erfüllung der Konkurrenzklausel nicht verlangen, ausgenommen, wenn er dem Handlungsgehilfen für die Dauer der Beschränkung das vereinbarte
Gehalt zahlt.
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" Bu Hause". Man mag eine noch zu hohe Meinung von der Kraft der Theater, der Kaffeehäuser, der großen Gesellschaften haben, den Körper zu beleben, die Seele zu erfreuen, aber das Zu Hause" besitzt die stolzeste und stärkste Macht, wenn das Heim so ist, wie es sein soll. Es kann ja geschehen, daß die Menschen draußen im Leben Dich nicht für ein Muster ansehen, daß Deine besten Absichten mißverstanden werden, Dein Gifer lächerlich gemacht, Deinem Streben entgegen gearbeitet wird." Zu Hause" ist das ganz anders. Da bist Du der fähige, prächtige Mann, dem nur das Schicksal ein wenig günstig zu sein braucht, um Ansehen, Ehre und Ruhm reichlich zu verdienen. Frage Deine alte Mutter einmal, wen sie höher stellt: Dich oder einen berühmten Mann, und sie wird Dir nicht zurufen: Pfui, schäme Dich, Junge!" sondern sanft Deine Wange streicheln und mit strahlenden Augen flüstern: " Mein Junge, Du bist ja noch so jung..." Und ein gutes, treues Weib wird stets den Glauben hegen, daß manches im Staat, im Gemeindewesen falsch und verkehrt ist, wo„ Väterchen" nicht zu den besten und tüchtigsten Männern gerechnet wird.- Draußen in der wilden hast des Vorwärtsstrebens wirst Du oft unsanft zur Seite gestoßen; Niemand denkt an Dich, jeder nur an sich selbst. Die" Freunde" von gestern werden die ersten sein, die, wenn Du fällst, über Deinen Leib hinweg vorwärts stürmen, um einen besseren Platz an den Fleischtöpfen zu erlangen." Zu Hause" aber legen sich weiche Arme um den Hals, der so selten aus dem Joch der Tagesarbeit befreit wird, da wird der Taft so manchen Herzens von dem Schlag des Deinigen bestimmt. Man pflegt die Küsten gegen die ständig fressenden, stetig unterwühlenden Wogen des Ozeans durch einen Uferwall, an dem sich die Kraft der Wellen bricht, zu schüßen. Es giebt auch im Menschenleben einen solchen Wogenbrecher gegen das Rauschen und Brausen des Lebens Ozeans, einen Uferwall rings um das Menschenherz, das ist die Schwelle eines glücklichen Heims.
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sonst sieht er mich wieder und jammert dann von Neuem- und er ging von dannen. Das war aber verkehrt, denn der Aepfeldieb- ein solcher war es nämlich und dazu ein ganz geriebener- nahm nicht nur 21 Alepfel, sondern nutzte die Gelegenheit aus. Ja, die Dummen, sie werden doch nicht alle. ** Der Prozeß gegen Frau Dr. Tille aus Nauheim, die der schweren Urfundenfälschung beschuldigt ist, findet am Dienstag 30. September statt.
Aus Hessen und nachbargebieten.
** Frankfurt a. M., 21. Sept. Der verheiratete Buchbinder Moser aus Offenbach a. M. wurde hier verhaftet, nachdem er sich hier längere Zeit für einen früheren Militärarzt Dr. Schröder ausgegeben, Kranke untersucht, Medikamente verschrieben und auch selbst solche gegen schweres Geld verabfolgt hatte.
** Mainz, 22. Sept. In dem benachbarten Ausflugs
orte Laubenheim bei Mainz ist durch eine fremde zu Besuch
dort weilende Familie der Unterleibs- Typhus ausgebrochen. Bahlreiche Erkrankungen sind vorgekommen, von dem vier bereits tötlich verlaufen sind.
Wolsdorf und Kaldauen gelegenen, dem Fürsten Salm** Siegburg, 20. Sept. Der Pächter des zwischen Courth, erschoß heute Mittag seine Frau und verSalm gehörigen Gutes„ Haus zur Mühlen", Karl wundete den bei ihm bediensteten Verwalter tötlich. Das Motiv zu der That soll ein sträflicher Verkehr der Frau Courth mit dem Verwalter sein. Courth stellte sich sofort der Polizei.
Aus dem Gerichtssaal.
Schöffengericht.
Gießen, 19. September. Vorsitzender ist Amtsgerichtsrat Dr. Gebhardt, Schöffen sind die Herren Direktor Steinecker von Lollar und Heinrich Wagner XIV. von Großen- Buseck. Zuerst fam eine Straffache gegen den Italiener Guaresti wegen Unfugs, Hausfriedensbruchs und Sachbeschädigung, begangen auf der Klein- Lindener Kirchweih. Er erhält Geldstrafen von 6, 20 und 20 Mt. und die Kosten. Der Johannes Schneidmüller ron Steinberg hat den dortigen Feldschüß beleidigt. Er erhält 30 Mt. Geldstrafe. Philipp Ludwig Becker, Maurergeselle in GroßenPhilipp Ludwig Becker, Maurergeselle in GroßenBuseck ist des Vergehens gegen den§ 182 des Reichsstrafgesebb. angeklagt. Die Oeffentlichkeit wurde ausgeschlossen. Das Urteil lautet auf 2 Wochen Gefängnis. Huhn, Goldarbeiter und Taglöhner Hansel, zwei junge Leute aus Gießen, sind der gegenseitigen Körperverlegung beschuldigt. Huhn bekommt 5 Tage Gefängnis, Hansel 3 Lage.
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Heinrich
Balthasar Nürnberger, Landwirt in Bersrod, ist angeklagt, einen Bersroder Mann und eine Frau von ebendaher mit Tötung bedroht zu haben. 2 Geldstrafen von je 15 Mt. ist der Lohn dafür. Ludwig Hillberg, Maurer von Daubringen hat einen 9jährigen Jungen durch einen Steinwurf förperlich beschädigt. Er erhält 10 Mark Gustav Henn, Bäcker in Gießen, ist der
Körperverlegung angeklagt. Er hat einen 11 Jahre alten Schüler getreten. Er erhält 50 Mt. Geldstrafe.
Geldstrafe. Wer einen einfachen Holztisch, auf dem nur färgliche Speisen stehen, sein eigen nennt, ein treues Weib an seiner Seite, der ist glücklicher als ein Millionär, der einsam die ganze Welt durchstreift und stetig nach Lust und Genuß jagt.
** Der Aberglaube beim Aepfelstehlen. Ein Obstzüchter in einem nahen Orte von Mainz begab sich eines Abends auf eines seiner mustergültigen Obststücke; als er sich einer Gruppe Bäume mit feinem Tafelobst näherte, vernahm er menschliche Laute und gewahrte, hinzuschleichend, einen Mann, der ein Körbchen trug und halblaut eins, zwei, drei, vier, fünf, sechs, sieben zählte und bei jeder Zahl einen der kostbaren Aepfel vom Baume brach und in sein Körbchen legte. Wütend fuhr der Obstzüchter auf den Obstdieb los, faßte ihn und schrie:" Was unterstehen Sie sich? Sie gehen sofort mit, Sie gemeiner Dieb!" Ohne besonders zu erschrecken, antwortete der Ertappte:" Lieber Herr, durch Ihre Dazwischenkunft haben Sie mich um eine Hoffnung armer gemacht. Wären Sie nicht gekommen, so hätte ich meine 21 Acpfel und mein Kind wäre gerettet gewesen. Morgen früh aber hätten Sie 20 Aepfel unversehrt wieder zurückbekommen und mir den anscheinenden Diebstahl gewiß verziehen!" Nun fing den Obstzüchter die Sache zu interessiren an, zumal der Aepfeldieb ein zu treuherziges Gesicht machte. Derselbe erzählte Folgendes:" Lieber Herr, mein Kind ist frank und zwar schon lange; eine Nachbarin hat mir nun gesagt, wenn ich beim Aufgang der Sterne in einem fremden Garten im Namen Christi dreimal sieben Hepfel bräche und mich Niemand bei der Arbeit störe, einen Apfel dem Kinde Morgens beim Erwachen zu essen gäbe, die anderen zwanzig aber dem Eigentümer zurückbrächte und von diesem Verzeihung erhielte, so würde mein Kind gesund! Nun, da sie gekommen sind, ist Ales umsonst gewesen, jetzt muß ich es nochmals versuchen; Ihre Alepfel aber haben nun feinen Wert mehr für mich und sind zu kostbar, um so aufgegessen zu werden, bitte, wo darf ich sie Ihnen hinbringen?" Gerührt von dem Glauben des Mannes, verzieh ihm der Obstzüchter unter Bedauern, daß er ihn gestört habe und nötigte ihm förmlich die Aepfel auf. Der Landwirt konnte noch wahrnehmen, wie betrübt der Andere von dannen schlich.- Ungefähr drei Tage nach diesem Vorgang besuchte der Obstzüchter eine andere seiner Obstanpflanzungen und sah den Mann sich seinem Grundstücke wiederum mit einem kleinen Körbchen nähern; scheu sah sich der Mann um, um dann rasch über den Zaun in das Grundstück zu springen. Wiederum suchte er sich gerade das beste Lafelobst aus und fing laut an zu zählen, eins, zwei, drei u. s. w. Der Beobachter fühlte ein menschliches Rühren und - achte, es ist besser, wenn ich mich heimlich fortmache,
esem Zeitpunkt ist über und alle dieenfte Berechtigten, mußten auf den fommission des für diese Zeit in neuer Erlaß des ie Meldung beim or dem Eintritt, Auf diese Weise Einjährig FreiJahre der Oberverschärfter Bevegen der damit daß zwei Züge gleicher Zeit auf m dienstthuenden en. Namentlid wo die größte Borficht führungen ist feine
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Straffammer fitung. Gießen, 20. September. Vorsitzender ist Landgerichtsdirektor Dr. Güngerich. Der Karl Schneider aus Bernsfeld war vom Schöffengericht in Homberg zu 2 Monaten und 2 Wochen Gefängnis verurteilt worden, weil er den Bernsfelder Polizeidiener mehrfach durch Steinwürfe verlegt hatte. Seine Berufung wird verworfen. Johann Georg Friedrich, geboren in Cransberg, seither in Ober- Mörlen, ist der Wechselfälschung beschuldigt. Er hat auf den Namen der Wittwe Chr. Stock hausen einen Wechsel über 120 Mt. geschrieben. Urteil: 1 Wionat Gefängnis und die Kosten. Der Taglöhner Johann Georg Seipp aus Leihgestern war wegen Beleidigung des Feldschüßen in Leihgestern zu 15 Mt. Geldstrafe verurteilt worden. Er soll denselben einen" Spigbuben" genannt haben. Die eingelegte Berufung wird verworfen. Johann Heinr. Schäfer aus Volfartshain ist des Bestechungsversuchs des dortigen Bürgermeisters angeklagt. Er hatte einen Diebstahl begangen, weshalb er auch 3 Wochen Gefängnis bekam, wollte aber vor der Anzeige eine Flasche zum Besten geben, wenn der Bürgermeister nichts der Staatsanwaltschaft mitteile. Der Staatsanwalt beantragt 1 Woche Gefängnis. Das Urteil lautet auf 3 Tage Gefängnis und die Kosten. Jost Billioz, Knecht in Gießen ist der Bechprellerei, begangen in Gießen, beschuldigt. Er ist oftmals wegen Betrugs, Bettelns, wegen Vergehens gegen 176, III 2c. vorbestraft. Bei dem Wirt Weidmann an der Frankfurterstraße hatte er 1 Mt. 3 Pfg zu bezahlen und unter der falschen Angabe, er komme gleich wieder, war er verschwunden Der Staatsanwalt beantragt drei Monate Gefängnis. Das Urteil lautet auf drei Monate Gefängnis. Der Taglöhner Joh. Falz aus Seibelsdorf ist der Wilddieberei beschuldigt. Er ist bereits wegen desselben Delikts mehrmals vorbestraft. Diesesmal konnte der Angeflagte aber nicht als schuldig befunden werden. F. wurde deshalb freigesprochen.
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Vermischtes.
* Kiel, 22. Sept. Ein mit Urlaubern des russischen Schulschiffes Dzean" bemanntes Boot wurde gestern Abend im hiesigen Hafen von dem Hafendampfer Podbielsti überrannt und in der Mitte durchschnitten. Die Insassen des russischen Bootes, etwa 40 stürzten in's Wasser. Auf dem voll besetzten Hafendampfer entstand eine Panik und durch die Rufe der erschreckten Augenzeugen aufmerksam gemacht, sandten die Kommandanten der vor Anter liegenden Kriegsschiffe Pinassen zu Hilfe. Auch ließen die Panzer beim Absuchen der Ünfaustelle einen Scheinwerfer spielen.
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* Eine Rarität von Schulpalaft steht in dem pommerischen Neste Gr.- Duberow. Die Schulstube, bie 120 Kinder beherbergen muß, ist so erzählt die Preußische Lehrer- 3tg." so niedrig, daß der Lehrer nur gebückt auf dem Statheder stehen fann. Neben dem Wohnzimmer des Lehrers liegen die Schweinebuchten. Die Bauern des Ortes haben auch die Notwendigkeit eines Neubaues eingesehen und schon vor 17 Jahren(!!) die auf sie entfallenden Baukosten aufgebracht, die nun bet der Sparkasse in Belgrad lagern. Doch fonnte der Bau trotzdem nicht ausgeführt werden, da sich die Verhandlungen mit 2 Edelleuten, die Patrone der Schule sind und das Bauholz zu liefern haben sollen, nun O schon jahrelang hinziehen.- du herrliches Ostelbien, du schönes Buttkamerun!
Flensburg, 20. September. Bei der Nevifion der Sparkasse in Siltiborg auf Jütland wurde ein Fehlbetrag von mehr als 1 Mill. Kronen entdeckt. Der Kassierer, beide Direktoren, sowie ein Mitglied des Aufsichtsrates sind flüchtig.
* Das Beste aus den Wigblättern. Allmähliche Abrechnung." Nun, hat Ihnen Ihre Frau tüchtig was mit in die Ehe gebracht?" Reinen Pfennig mehr; ich stand mit meinem Schwiegervater nämlich schon drei Jahre vorher in Gegenrechnung!
Hochschulnachrichten.
- Als Nachfolger Virchows wird neben mehreren anderen Kandidaten jetzt auch Professor Johannes Orth Göttingen genannt. Virchows Professur wird jedoch voraussichtlich geteilt werden.
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Neueste Nachrichten.
Berlin, 23. Sept. Der Jahresabschluß der Berliner Stadthauptkasse für 1901 schließt mit einem Fehlbetrag bon 86 000 Mt. ab.
Kiel, 23. Sept. Der Kommandant des russischen Schulschiffes„ Ozean" hat den Marinebehörden seinen Dank für die schnelle Hilfsbereitschaft der deutschen Kriegsschiffe ausgesprochen, deren Besatzung in erster Linte die Rettung der im Kieler Hafen bei dem Zusammenstoß des Dampfers" Podbielski" mit einem Boot des" Ozean" ins Wasser geschleuderten russischen Mannschaften zu danken iſt.
Paris, 23. Sept. Der Gutsbesizer Paul Noy ist auf der Jagd in Chantillon bei Paris von seiner Gattin aus Versehen erschossen worden. Frau Roy nahm zum ersten male an einer Jagd teil.
Petersburg, 23. Sept. Das Befinden der Zarin ist gegenwärtig ein vortreffliches. Die Leibärzte sind der festen Ueberzeugung, daß der Vorfall von keinerlei Folgen begleitet sein wird.
Frankfurter Schauspielhaus. Dienstag, 23. Sept.:„ Die zärtlichen Verwandten". " Rosenmontag".
Mittwoch, 24. Donnerstag, 25. Freitag, 26. Samstag, 27. Sonntag, 28.
Montag, 29. Dienstag, 30.
:„ Die Räuber".
Graf Effer".
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Der Verschwender".
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: ,, Die zärtlichen Verwandten".
Beginn 3 Uhr.
Abends:„ Charley's Tante".
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:" Deborah".
: ,, Narciß". Neu einstudiert. Frankfurter Opernhaus.
Sept.:" Lohengrin". Beginn 127 Uhr.
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Dienstag, 23. Mittwoch, 24. Donnerstag, 25. Freitag, 26. Samstag, 27. Sonntag, 28. :„ Samson und Dalila". Zum erstenmale. Große Oper in 3 Aften und 4 Bildern von Ferd. Lemaire, Musik von Camille Saint- Saëns. Deutsch von Richard Pohl. Montag, 29.":" Hoffmann's Erzählungen". Beginn 18 Uhr.
: ,, Das Glöckchen des Eremiten". :" Don Pasquale". Hierauf: Zwischen zwei Feuern".
: ,, Die lustigen Weiber bon Windsor".
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: ,, Violetta".
Beginn, wenn nicht anders vermerkt, 7 Uhr.
Marktbericht.
Gießen, 23. Sept. Auf dem heutigen Wochenmarkt lofteten Butte per Pfd. 1.15-1.20 Mt. Hühnereier 1 St. 7-8 Pfg., Enteneier St. -00 Pfg., Gänseeier 1 St. 0-0 Pfg., Käse per St. 5-9 Pfg. Erbsen per Liter 19 Pfg., Linsen per Liter 32 Pfg., Tauben per Paar 1. 0.65-0.80, Hühner per Stüd Mr. 1.00-1.40, Hahnen, ver Stud Mt. 0,60-0.90, Enten per Stüd 2.00-2.30, Gänje p. Bfb. 0.60 0.75 m., Ochsenfleisch per Pfd. 66-76 Bfg, Rindfleisch per Pfd. 60-64 Pfg. Schweinefleisch per Pfo. 70-80 Big. Schweinefleisch gesalzen per Pfund 0.84 Bfg., Kalbfleisch per Bfd. 68-70 Bfg., Hammel fleisch per Pfd. 50-70 Pfg., Kartoffeln per Str. 500-6.00 mr., Zwiebeln per 3t. Mr. 4.00-4.50, Milch per Liter 18 Pfa.
Die Marktzeit dauert von morgens 8 bis 2 Uhr nach mittags. Gegenstände des Wochenmarktverkehrs dürfex vor Beginn der Marktzeit überhaupt nicht, und während den ersten dret Stunden der Marktzeit nur auf den dafür bestimmten und angewiesenen Verkaufsplänen, also auch nicht im Umherziehen, feilgeboten werden.
Obst- Versteigerung.
Freitag, den 26. d. Mts., um 1 Uhr anfangend, soll das Obst der Gemeinde Dorf- Gill bestehend in Aepfeln, worunter sehr schönes Tafelobst versteigert werden. Dorf Gill, den 23. September 1902. Großh. Bürgermeisterei Dorf- Gill. Kuhl.
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