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tribüne wurde Reveille geschlagen. Die Abstimmungen zogen sich endlos hin. Während des letzten Waffenganges mit den vier buntgefärbten Urnen erschienen Vertreter der Mehrheitsparteien auf der Bundesratsestrade, um den Grafen Bülow und Posadowsky die Glückwünsche für das Gelingen ihres Werkes darzubringen. Brausende Hochrufe verkündeten alsbald das Ende der Verhandlung; links fielen Worte der Entrüstung. Dann eilte die Sozial­demokratie aus dem Saale. Sie wollte, wie der ,, Vorwärts" in einer besonderen Montags- Ausgabe" erklärte, die Neujahrswünsche des Präsidenten nicht hören, dem das sozialdemokratische Blatt vorwirft, er habe sich endlich als der eigentliche Urheber der Geschäftsordnungsände­rung bekannt. In den schärfsten Ausdrücken geht es des­halb gegen ihn vor, da ihm der Zweck jedes Mittel heilige. Bie das gleiche Blatt erzählt, soll Graf Ballestrem, ferner noch Graf Magnis, Prinz Arenberg und v. Savigny für Die weniger bemittelten Zentrumsabgeordneten die Kosten des Berliner Aufenthaltes bestritten haben. Jedenfalls war es für die diätenlosen Herren eine schwere Aufgabe, so lange hier zu bleiben, und der Kampf für die Anwesen­heitsgelder wird nach diesen Erfahrungen noch lebhafter werden, als zuvor. Gegen 5 Uhr entwickelte sich am Königs­plaz ein reges Leben. Ermüdet und durchfroren eilten die Erwählten des Volkes und das Volk selbst, soweit 28 an­wesend war, nach Hause. Jin Reichstag selbst aber tauchten die Heinzelmännchen auf. Die Diener räumten die leyten Epuren, Papierschnitzel, verlorene Taschentücher und über­flüssig gewordene Schreibstifte zusammen und hinter ihnen drang das Amazonenkorps der Scheuerfrauen in den Sigungssaal; draußen aber meldete sich mit fahlem Scheine der junge Morgen des dritten Adventsonntags.

In der lezten, der Zwetta ge sigung des Reichs­tags haben 24 namentliche Abstimmungen stattgefunden. Es haben daran durchschnittlich 305 Abgeordnete teilge nommen. Verbraucht wurden in dieser Sigung 7318 Stimmzettel, die Sigung dauerte nach dem amtlichen Pro­to toll genau 18 Stunden 42 Minuten. Es wird erzählt, daß sich die meisten Abgeordneten die Zeit während der achtstündigen Rede des Abg. Antrick in den Foyers mit Stat- und Schachspiel vertrieben haben. Viele Abgeord­nete und Journalisten machten sich das Vergnügen, Rohr­postbriefe und Postkarien an Bekannte und Verwandte zu schicken. In den Kreisen der Martensammler werden diese Karten bald außerordentlich geschäßt sein: Sie tragen nämlich das Wort ,, Reichstag" und die Stunde der Auf­lieferung im Stempel. Es ist bisher noch nicht vorgekom­men, daß aus dem Reichstage Postsendungen abgegangen sind, die eine so frühe Morgenstunde als Auslieferungs­zeit zeigen, und es dürfte in absehbarer Zeit auch nicht wieder vorkommen.

Nab und fern.

* Der gerettete Feind. Der Förster einer in der Nähe von Potsdam befindlichen Oberförsterei sah dieser Tage daß zwei Männer an einem dicht am Walde liegenden zu­gefrorenen See unberechtigter Weise Schilf schnitten. Um sie zu überraschen, fuhr er auf dem Fahrrad über den See, aber das Eis brach, und er fiel bis über den Hals in das Wasser, während die beiden Männer schleunigst das Weite suchten. Zuerst wollte er sich wohl nicht die Blöße geben und sie um Hilfe anrufen; da er aber einsah, daß er trop aller Anstrengung nicht herauskommen konnte, rief er aus Leibeskräften um Hilfe. Nun ließen sich auch die beiden Ausreißer erweichen, fehrten um und retteten den Förster. Er schenkte jedem einen Taler.

Eine Engländerin als Haremsfrau. Aus Konstan­tinopel meldet man dem Daily Expreß", daß Miß Isabell Dunn, die im Mai d. Js. unter so großer Em­pörung der Engländer und Amerikaner in Konstantinopel einen Emir heiratete, der sich direkter Abstammung von Mohammed rühmt und Ansprüche auf die Stellung des Emirs von Meffa macht, außerordentlich unglücklich ist. Miß Dunn war als Gouvernante für die beiden Söhne des Arabers in dessen Haus gekommen. Nach einigen Monaten trat sie zum Mohammedanismus über und ließ sich im geheimen mit dem Emir trauen. Eine Zeit lang gelang es den anderen Haremsfrauen gegenüber die Che zu verheimlichen, als man aber dahinterkam, taten ihre Mitfrauen, was in ihrer Kraft stand, um die neue Frau unglücklich zu machen. Der Emir mußte sogar vor einer Verschwörung seiner Frauen die Flucht ergreifen und die frühere Miß Dunn wird von ihren Rivalinnen jetzt in einem kleinen Kiosk gefangen gehalten. Sie erhält täglich einmal den Besuch einer Dienerin, die ihr etwas Speise bringt. Da die unglückliche Frau jezt türkische Untertanin geworden ist, hat sie keinerlei Hilfe von eng­lischer Seite zu erwarten.

* Ein Detektiv als Bankustenfälscher. In Arad ent­deckte die Polizei eine aus mehreren Mitgliedern bestehende Banknotenfälscherbande, an deren Spize der ehemalige Detektiv Georg Pintye stand. Vier mitschuldige Frauen, darunter eine Tante Pinthes, wurden werhaftet. Pinthe selbst ist flüchtig.

XX Der Kampf gegen die Tuberkulose in Frankreich. Von Paris aus wird eine nationale Subskription zur Bekämpfung der Tuberkulose in Frankreich veranstaltet. In dem darauf bezüglichen Aufruf wird stark hervor­gehoben, daß Deutschland 64 Sanatorien besißt, in denen 23 000 Strante behandelt werden können, während Frank­reich nur zwei solcher Sanatorien hat. Ferner wird an die Rede des Senators Gotteron erinnert, der gelegent­lich einer Interpellation an den Kriegsminister die Mit­teilung machte, daß in der deutschen Armee innerhalb 3 Jahren 1300 Mann, in Frankreich aber im gleichen Zeitraum 10 000 an Tuberkulose gestorben seien. Ein anonymer Spender hat bereits 200 000 Francs.ge= zeichnet.

Bunte Chronit. Der anhaltende Frost hat in Schle­sien zahlreiche Opfer gefordert. Nach den bis jetzt vor­liegenden Meldungen sind in den letzten drei Wochen in der Provinz Schlesien achtzehn Menschen erfroren. Aus Samoa wird gemeldet, daß die Insel Sawaii entvölkert ist, da der Gouverneur Solf infolge der Bul­fanausbrüche angeordnet hat, daß die Insel verlassen

werde.

Der Schiffsrheder Peter Rickmers, Hauptinhaber der Bremer Firma Rickmers Reißmühlen, Rhederei- und Schiffbau- Aktiengesellschaft, ist gestorben.

V unholde im Soldatenrod. Der Temesvarer Staats­anwalt erhielt die Anzeige vom Ujarader Bezirksgericht, daß vier Bauernmädchen, die von Ujarad nach Arad gingen, bon sieben Soldaten verfolgt wurden. Drei der Mädchen flüchteten, das vierte, Apollonia Kaprong, schleppten die Soldaten in die Kaserne, wo etwa achtzig Soldaten ein bestialisches Attentat gegen das Mädchen verübten. Die Untersuchung dieser ungeheuerlich flingenden Anzeige wurde unverzüglich eingeleitet.

[ Eine Stadt ohne Beamte.] Eine ,, beamtenlose" Zeit ist plötzlich über das Städtchen Drengfurt in Ost­preußen hereingebrochen. Der Bürgermeister und der Stadtwachtmeister sind verzogen, der den Polizeidienst bersehende Vollziehungsbeamte starb vor kurzem, der Ma­gistrats- Bureauvorsteher fand vor einigen Tagen infolge eines Unfalles seinen Tod, und nun ist auch der Nacht­wächter einer Lungenentzündung erlegen. Während die­ser beamtenlosen Zeit ist bisher alles ohne jegliche Stö­rung verlaufen.

V[ Heringfischerei und Ehestand.] Der überreiche Heringsfang der englischen Ostküste hat in diesem Jahre eine eigentümliche sozial- ökonomische Folge gehabt. Seit Menschengedenken haben nicht so viele Brautleute in den betreffenden Kirchen für den Weihnachtsmonat den Ein­tritt in den Stand der Ehe beschlossen, wie diesmal. Es wird aus allen Küstenorten, in denen der Fischfang und namentlich die Heringfischerei betrieben wird, eine wirk­liche Not der Geistlichkeit berichtet; an einigen Orten hat man zu dem Aushilfsmittel der Massentrauung gegriffen. Hoffentlich kommt auf diese glückhaften Folgen des Hering­fanges nicht allzu reichlich der Kazenjammer.

( 8)[ Die Preise der Sterne.] Das Bulletin der fran­zösischen astronomischen Gesellschaft berichtet über eine originelle Idee, die ein Freund der Astronomie gehabt hat, um die Größenverhältnisse der Sterne anschaulicher zu machen, indem er sie durch Geldsummen ausdrückte. Wenn man nämlich annimmt, daß die Erde durch ein Zwanzig- Francs- Stück repräsentiert wird, so erhält man für unser Planetensystem folgende Werte: Erde 20.­Frcs., Venus 15.- Fres., Mars 2. Frcs., Merkur 1.90 Frcs., Mond 0.25 Frcs., Uranus 280.- Frcs., Neptun 320. Frcs., Saturn 1,840.- Frcs., Jupiter 6,200.­Sonne 6,780,000.- Frcs.

[ Geburtstagsgeschenke für die Königin von Eng­land.] Am 1. Dezember fand der Geburtstag der Königin Alexandra von England statt. Es ist gewissermaßen Tra­dition," schreibt jeßt das Pariser Fremdenblatt Fronde", ,, daß die Königin bei dieser Gelegenheit von jedem ihrer Kinder ein Geschenk erhält, das irgend eine persönliche Arbeit des Gebers oder der Geberin darstellt. Früher durf­ten die Kinder nie Geld ausgeben, um Geschenke für den Geburtstag ihrer Mutter zu kaufen, es sei denn, daß sie sich photographieren ließen. Die Photographien wurden bann aber immer in Rahmen dargebracht, die die Prin­zessinnentöchter selbst gemacht oder gemalt hatten. Die Mönigin Alexandra besißt ein wahres Museum derartiger Handarbeiten", welche die von ihren Kindern gemachten Fortschritte erkennen lassen. Die beiden Söhne bergaßen, selbst wenn sie auf Reisen waren, niemals, irgend welche Gegenstände zu schicken, die sie selbst ciseliert oder graviert hatten. Was den König betrifft, so schenkt er seiner Ge­mahlin zu ihrem Geburtstage von jeher ein seltenes Möbel­stück oder irgend einen wertvollen Kunstgegenstand. Auch con ihren Verwandten erhält die Königin Geschenke von großen Werte, besonders vom Kaiser von Deutschland und vom Zaren; der letztere hat im vorigen Jahre durch bie Pracht und die Schönheit des Geschenkes, das er seiner Tante durch einen besonderen Kurier schickte, sich selbst übertroffen.

[ Junggesellensteuer.] Von der Besteuerung der Junggesellen ist zwar in ernsthaftem und scherzhaftem Sinne gesprochen worden, doch giebt es nicht viele Erden­vinkel, in denen ein solches Besteuerungssystem in der Tat eingeführt worden ist, wie dies der argentinische Staat Cordoba soeben getan hat. Dort gilt jeder Mann, der bas 20. Lebensjahr vollendet hat, für heiratsfähig, und der Staat macht es ihm zur Pflicht, schleunigst sich eine Lebens­gefährtin zu suchen und für die Vermehrung der Be­völkerung zu sorgen. Bleibt er bis zur Vollendung des 30. Lebensjahres ledig, so kostet ihm seine Freiheit monat­lich; 5 Dollars Staatssteuer. Dann steigt diese bis zum 35. Jahre auf 10 Dollars den Monat, und von 35. bis zum 50. Lebensjahre gar auf 30 Dollars. Dann fällt ie bis zum 60. Lebensjahre auf 20 Dollars. Zwischen bem 60. uid 70. Lebensjahre muß der Cordobaner noch 10 Dollars den Monat zahlen, dann bis zu seinem 80. Jahre 9 Dollars jährlich, erst von seinem 80. Jahre an ist er von der Steuer befreit. Keine Steuer braucht zu zahlen, wer glaubwürdig nachweisen kann, daß er in einem Jahre drei Körbe erhalten hat. Außerdem befreien Be­idäftigungslosigkeit und Krankheit von der Verpflichtung zu heiraten oder die Steuer zu zahlen. Witwer haben brei Jahre Zeit, um die Verstorbene zu trauern. Dann müssen sie ihr eine Nachfolgerin geben oder die Steuer entrichten.

-- Der 13jährige Sohn des Kieler Polizeipräsidenten von Puttkamer, der, wie wir meldeten, vor einigen Ta­gen verschwunden war, hat sich wahrscheinlich nach Däne­mark gewandt.

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Ter Flensburger Dampfer Occident" rettete bei schwerem Wetter im biskaischen Meerbusen zehn Mann des im Einken begriffenen russischen Schooners ,, Linda Morgenröden".

Am Klostertor zu Hamburg kollidierten beim Ran­gieren zwei Eisenbahnwagen, wobei der Rangiermeister Benfeldt totgedrückt wurde; am Berliner Bahnhof wurde zur gleichen Zeit eine Wagenreinigerin von einer Loko­motive erfaßt und getötet.

In Freising verunglückte der Wagnermeister Peter Neufeld dadurch, daß ihm durch eine Maschine der rechte Arm buchstäblich vom Körper gerissen und der rechte Oberschenkel abgeschlagen wurde. Der Unglückliche wurde von der Transmission erfaßt und nach seiner Angabe mindestens zehnmal rotiert, bis er unter dem gewalt­samen Verluste des Armes weggeschleudert wurde.

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Im Fortschrittsschacht des Brührer Kohlenbergbaues bei Dur erfolgte ein Schwimmjandeinbruch. Das Wasser ergoß sich plötzlich in den Schacht, aus dem die Beleg­schaft in den Alexanderschacht flüchtete. Ein Arbeiter büßte dabei sein Leben ein.

Giessener Cagesneuigkeiten.

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Landtagsa 8tg." folg Bahn. In etwa welche an den Ba meinden und G.m fein und es fann nun die Verhand über 500 Befiber

** Das Großh. Regierungsblatt Nr. 80, aug gegeben am 15. Dezember d. J., enthält: I. Bekanntmachu das Selbstd spensieren der homöopath schen Aerate, sowie Einrichtung und den Betrieb homöopathischer Apothefen m Dispensatorien betreffend. Vom 6 Dezember 1902 II. fanntmachung, die Einführung der Städt ordnung in a Nauheim betreffend. Durch Allerhöd ste Entschließung Seine Königlichen Hoheit des Großherzogs vom 3. I. Wits. ist au den Antrag des Ortsnorstandes zu Bad Nauheim die Städte ordnung für die Gemeinde Bad Nauheim für anwendba erklärt worden. Dies wird hiermit unter dem Anfügen zu öffentlichen Renntnis gebracht, daß die Bestimmung n übe die Zusammensetzung und die Wahl der Stadtverordnete Versammlung a sbald, die übrigen Bestimmungen mit Tage des erstmal gen Zusammentritts der neu zu wähl n

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werden, auch das Fertigstellung des nehmbar ift fo den nachften Tagen pofteber schriftlich päteren Entschlief Kaufpreis und u

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Stadtverordneten Versammlung in Wirksamkeit zu trem anfprüche bis zur

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** Das Amtsblatt Großherzoglichen Ministerium der Justiz Nr. 35 vom 3. Dezember d. J. enthält ein Ausschreiben an die Großherzoglichen Juftisbehörden, be

jezt

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das bezügliche Gel

Eine derartige&

treffend die Kosten der Rechtshülfe in Angelegenheiten der bauten, fann Ri

freiwilligen Gerichtsbarkeit.

** Die Erste Kammer der Stände wird Samstag 20. d. Mts., zu einer Sigung zusammentreten.

** Tas Militärwochenblatt nennt in der Nad weisung der seit 1. Juli 1902 bekannt gewordenen Tode fälle von pensionierten Offizieren: Rolbe, Oberftlt. z. 2 zulegt beim Stabe, des Inf.- Regts. Kaiser Wilhelm( Großh. f.) Nr. 116.

Sifer Erllärung n

Beborden verurfach gefeges vom 29. meinden und Gem das notwendige G Nach Art. 2 des Rdt der Enteignu gefellschaften bei Nach Art. 34 diefes Brovinzialaus duß bauunternehmers in

** Tagesordnung für die Sißung der Stadtverot neten Versammlung, Donnerstag den 18. Dezember 1901, nachmittags 32 Uhr. 1. Mitteilungen. 2. Städte bun theater Gieken Marburg. 3. Rechnung der Stadt Gieß Berhandlungen über für 1901/02, hier: Kreditübertragungen. 4. Uebersicht üb nicht zu einer Gin die wirk ichen Einnahmen und Ausgaben des Realgymn Geländeſtellung ist siums und der Realschule. 5. Rechnung des Jugendfestes die Frage der Ente 1902. 7. Verlegung des Armenamts nach Neuenbäue 43 in Staatszuschuß u und Kasse der Armenverwaltung. 8. Genehmigung von lige und die Dring Rechnungen. 9. Schulgeld für die oberen Klassen der Ober einem solchen Unterneh Realschule. 10. Einrichtung von zwei neuen Klaffen an den bestärkt durch die Bedi städtischen Bolksschul n. 11. Kreisstraße Gießen- Krofoorf bis zum 1. Oltober 12. Erlak einer Biehmarktordnung. 13. V röffentlichung möchte hier die Bitte der Gießener Märkte. 14. Friedhofs- und Begräbnisord. Geringfügigkeiten fom nung. 15. Herstellung einer Leichenhalle auf dem Friedhof Arbeit und Kosten ve am Nahrungsberg. 16 Uebernahme der Leichenfaffengefell Die Bahn wird unte schaft. 17. Städtische Lebens und Rentenversicherung. 18 dingungen gebaut, d Vorschriften über die Ausführung von Anlagen im Anschluß Geländeanfaufsanteil, an das Gas- und Wasserwerk der Stadt Gießen. 19. Be soweit feftliegt, trage e stimmungen über die Zulassung von Installateuren für di daß die Erda beiten be Ausführung von Anlagen im Anschluß an das Gas- un am 1. Oftober 1903 bi Wass weit der Stadt Gießen. 20. Beschwerde der Spengle h. Baumrode und Justallateure betr. die Ausführung von Gas- un Gegenwart zahlreicher Basserleitungsanlagen. 21. Rost n der Einrichtung des Eleberften Forstbehörde bi trizitätswerfs. 22. Preis für elektrische Energie. 23 G- sudgangenen Woche im W des Fanz Wigandt um Erlaubnis zur Ausdehnung des der Stendal'schen aur Wirtschaftsbetriebes auf ein weiteres Zimmer im Haus Stendal von Weidart Neuenweg 31. 24. Gesuch des Heinrich Hettler um Aushat und diese auch in dehnung des Wirtschaftsbetriebes im Hause Frankfurter dieselbe zu arbeiten straße 1. madhtige Buche und ein

** Die hiesige Aliceschule wird im Oktober nächster und die Aufgabe, bie Jahres auf eine 25jährige Wirksamkeit zurückblicken. Ei film, jonbern so aust hat während dieser Zeit eine stattliche Anzahl junger Mädchen am koden vorher best aus Gießen, Oberh ssen und den benachbarten preußischer Herr Forſtwart Stendal Gegenden in weiblichen Handarbeiten, Kochen und Bügel on Betib seiner Bau herangebildet. Die meisten Handarbeitelehrerinnen Ober Riß übertragen. U hessens sind aus unserer Aliceschule hervorgegangen; einige die Stadt Gießen bere haben auch in größeren Städten der Rheir proving feste An Baumrobe- Maidinen

stellung gefunden. Nachdem infolge neuerer Ministerial Vorschriften in den hessischen Gemeinden mit mehr als 2000 Einwohnern nur solche Handarbeitslehrerinnen angestell werden dürfen, die eine staatliche Prüfung bestanden haben wird die Aliceschule hierfür einen bes nderen Kurfus ein richten, wobei mehr als bisher auch Wert auf den Unterrich im Deutschen und Rechnen gelegt wird. Diese Prüfungen werden in jeder Provinz jährlich e mal, und zwar für Oberhessen in Gießen abgehalten. Die hiesige staatlide Brüfungskommission besteht aus dem Kreisschul- Inspektor

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Brofessor Dr. Lucius als Etaatskommiffar und mehreren 9 Uhr ab, we

Borstandsmitglieder der Alic schule. Für junge Mädchen gebäudes welche die Staatsprüfung als Handarbeitslehrerin ableger wollen, wird es vorteilhaft sein, den entsprechenden Unter

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zum Preise von 10

richt in der Aliceschule zu besuchen. Wie a0jährlich veran Borrat reicht, aus

ftaltet die Schule auch in diesem Jahre am Donnerstag unb Freitag eine Ausstellung von Schülerarbeiten, deren Besu wir den beteiligten Kreisen und allen Uebrigen, die fich für die Leifturgen der Echule intereffiren, empfehlen möchten. ** Eine mit 1. Januar 1903 in Wirksamkeit tretende Verordnung regelt die Handhabung des bedingten Straf aufschubs. Danach ist das h susche Justisministerium et wächtigt, solchen zu Freiheitsstrafen gerichtlich verurteilten Bersonen, hinsichtlich deren bei guter Führung währenb einer in jedem einzelnen Falle festzusetzen den Frist( B

Bießen, den

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in

währungsfrist) eine Begnadigung in Aussicht genommer utichgeschirre werden fann, Strafaufschub zu gewähren. Von solche uticacichirre Strafaufschub soll vorzugsweise zu Gunsten solcher Berat tammet pe fonen Gebrauch gemacht werden, die zur Zeit der That das eitfättel f. Herre 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben; gegenüber bereits itfättel für Da sei es, daß die opba bon 45

früher zu Freibeitsstrafe Verurteilten

Strafe ganz oder teilweise verbüßt ist soll der bedingte

Ferner offerie

Strafaufschub nur in besonderen Fällen Piaz greifen. Höh Damentaiden, der anerkannten Freiheitsstrafe soll die Gewährung bedingt taigen, Gigar

Strafaufschubes nicht grundfäßlich ausschließen. Ueber die Bewilligung des bedingten Strafaufschubs hat sich das er fennende Gericht oder der Vorfizende des Schöffengericht zu äußern. Tie Bewährungsfrist soll auf weniger als die Dauer der Verjährungsfrist, und zwar bei Strafen, die in zwei Jahren verjähren, mindestens auf 1 Jahr, bei Strafen, die längerer Verjährung unterliegen, mindestens 2 Jahre be Justizministerium, ob Begnadigung erfolgen soll.

monnaies. Umh

Groß- Felda

Frac

messen werden. Nach Ablauf der Bewährungsfrist prüft bal no neu, für Einpä