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** Butzbach, 15. Oftbr. Herr Joh. Heinr. Heyd 2r. berkaufte seine in der Korngasse Flur 1 Nr. 163 ge­legene Hofraithe, 358 Qm. groß, zum Preise von 12000 Mark an Herrn Adolf Fried in Espa. Ueber­gabe erfolgt am 15. November.

die niedrigite den schwersten ausnahmsweise ganz Europa." " er Meteorolog 1 Inhalt, die denz augen­fortan aus­erden, sofern zwischen dem Bafetporto Sendungen die ten. Bisher

** Bad- Nauheim, 13. Oftober. Die 11. Jahres bersammlung des allgemeinen Deutschen Bäderberbandes sah eine zahlreiche Beteiligung. Am Montag bormittag gab zunächst Badedirektor Dr. Eser einen furzen Ueberblick über die historische Ent­wickelung des Bades Nauheim. Dr. L. Grünhut- Wies­baden sprach über die neuen physikalisch- chemischen An­schauungen in ihrer Anwendung auf Mineralwässer und deren Einteilung. Im Anschluß an den Vortrag wird eine von Sanitätsrat Engelmann eingebrachte Resolu­tion angenommen, welche dahin geht, daß der Allg. Deutsche Bäderverband den Kurverwaltungen empfiehlt, neue Analyien anfertigen zu lassen, welche dem vom Bäderwerke Reichsgesundheitsamt herauszugebenden Dr. Siebelt- Flins­zu Grunde gelegt werden können. berg behandelt danach die alte Streitfrage zwischen Balneologie und Physiologie, ob aus dem Bade gelöste Substanzen durch die Haut in den Körper des Badenden aufgenommen werden oder nicht. Ingenieur Dr. A. Jsbert- Frankfurt a. M. spricht sodann über hölzerne Rohre und ihre Verwendung zu Leitungen von Mineral­und Thermalwasser. Er betonte die Vorteile der Holz­röhren gegenüber eisernen Röhren, sowie solchen aus Thon und Cement. Kurdirektor Rütten- Neuenahr sprach über bie beutſchen Bade- und Brunnenbetriebe und die Nahrungsmittel- Industrie- Berufsgenossenschaft. In der Nachmittagssigung sprach Sanitätsrat Dr. Winkler­Neumors über techniſche Neuerungen bei der Installa­don Mineralbädern. Ingenieur Friedr. Dessauer Aschaffenburg berichtet über neueres aus dem Gebiete

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Vereinfachung der Technik sei ein außerordentlicher Gr­folg zu verzeichnen. Zum Schluß demonstrierte Privat­dozent Dr. H. Koeppe- Gießen einen Hämatogik in Verbindung mit einer neuen elektrischen Centrifuge. Die Verwendbarkeit, welche physiologisch längst erwiesen war, ist nun so verbessert, daß auch der Anwendung in der Klinik nichts entgegen steht." Frft.- 3tg." ** Friedberg. Am lezten Samstag fand im Fest­saal des Prediger- Seminars die feierliche Aufnahme der 10 neuen Kandidaten Deicke, Fresenius, Gundermann, Jäger, Mayer, Meisinger, Rausch, Schellmann, Schne der und Veller statt. Da im Seminar sechs Kandidaten ( Goldmann, Lic. Bender, Lic. Gaul, Hofmann, Schulz und Waas) verblieben waren, so stellt sich die Zahl derselben auf 16, also vier mehr als im Sommersemester.

** Frantfurt a. M., 15. Oft. Die Brauerei Binding ( Aktien- Gesellschaft) dahier verteilt wieder wie in den Vorjahren 13 pt. Dividende. Der Reingewinn im Geschäftsjahre 1901/1902 beträgt 1083 841 Mf.( im Vorjahr 1 047 179 Mr.)

** Frankfurt a. M., 15. Oft.( Kriegsgericht der 21. Division.) Einen interessanten Blick hinter die Koulissen des Kasernenlebens gewährte die heutige Berhand­

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suche. Der aber sagte, er werde ihn melden, wenn er nicht fofort suche. Dabei hatte er die Taschen selbst in seinem Schrank und wußte ganz genau, daß Dörr auf den Stuben zwar die Taschen nicht bekommen würde, aber reichlich Prügel, die sich dann der gequälte Mensch auch auf 8 bis 10 Stuben holte. Am andern Morgen warf ihm Biegengeist die Taschen an den Kopf. Als Dörr eines Tages 2 Leute wegen Miß­handlungen gemeldet hatte, warf ihm der Unteroffizier sämt­liche Kleider aus dem Spind auf die Erde und einen Sand­sack an den Kopf mit den Worten:" Du Sau," Leute fannst Du melden! Dabei mußten die Rekruten den alten Kerls noch die Buzarbeit besorgen und auf Anordnung des Unter­offiziers den Stubendienſt allen thun. Einmal jagte sie der Lettere Morgens um 3 Uhr aus den Betten und ließ sie Reinigungsarbeiten machen, obwohl erst um 5 Uhr geweckt wurde. Dem Dörr wurde es endlich zu toll, und brannte am 2. September durch, wurde aber gleich wieder ein­am 2. September durch, wurde aber gleich wieder ein­gefangen. Dadurch kam die Leidensgeschichte der 5 Refruten an's Tageslicht. Das Kriegsgericht verurteilte den Unter­offizier zu 4 Monaten Gefängnis und Degradation und be­schloß seine sofortige Festnahme. Nun kann er, der ehemals ein Schustergeselle war, wieder zu seinen Leiſten zurückkehren. Im Zuhörerraum wohnte der Verhandlung auch der Chef der 4. Komp., Hauptmann v. Roques bei.( Diesem Un­mensch gebühre noch eine Extraportion Prügel.)

** Darmstadt, 15. Oftbr. Prinz Heinrich von Preußen traf heute Nachmittag mit Automobil hier ein und nahm im Residenzschloß Wohnung.

Darmstadt, 15. Oft. In Gemäßheit der Beſtimm­ung in Artikel 16 des Geſetzes vom 8. November 1872, die Zusammensetzung der beiden Kammern der Stände und die Wahlen der Abgeortneten betreffend, hat für die mit Einberufung des 32. Landtags beginnende Wahlperiode die Neuwahl von zwei Abgeordneten des im Großherzogtum genügend mit Grundeigentum angesessenen Adels zur Erſten Kammer ſtattzufinden. Gs find die nachstehend aufgeführten Stimm berechtigten, bezw. Wählbaren ermittelt worden:

Es

1. Herr Ludw. Freiherr v. Bouchenröder 1. zu Butzbach, 2. Herr Hans Freiherr v. Dorth zu Neckar­Steinach, 3. Herr Wilh. Hermann Karl Frhr. v. Er­langer zu Nieder- Ingelheim, 4. Herr Adolph v. Harnier zu Echzell, 5. Herr Cornelius Wilhelm Frhr Heyl zu Herrnsheim, Geh. Kommerzienrat zu Worms, 6. Herr Maximilian Frhr. v. Heyl, Major à la suite zu Darm­stadt, 7. Herr Hugo Frhr. v. Leonhardi, Kreisamtmann zu Darmstadt, 8 Herr Morik Frhr. v. Leonhardi, Kammerherr zu Groß- Karben, 9. Herr Erwin Frhr. Löw von und zu Steinfuhrt, Geh. Regierungsrat zu Darmstadt, 10. Herr Gilbrecht Frhr. Löw von und zu Steinfurth zu. Nieder- Florstadt, 11. Herr Waldemar Graf v. Oriol zu Büdesheim, 12. Herr Albrecht Ried­esel Frhr. zu Eisenbach zu Sickendorf, 13. Herr August Riedesel Frhr. zu Eisenbach zu Darmstadt, 14. Herr Friedrich Niedesel Frhe. zu Eisenbach, Major a. D. zu

Lauterbach.

15. Herr Johann Riedesel Freiherr zu Eisenbach zu Lauterbach, 16. Herr Ludwig Riedesel Freiherr zu Eisen­Lauterbach, 16. Herr Ludwig Riedesel Freiherr zu Eisen­bach), Dr. jur., Erbmarschall zu Schloß- Eisenbach, 17. Herr Moritz Riedesel Feiherr zu Eisenbach, Grzellenz, Oberstallmeister zu Darmstadt, 18. Herr Volprecht Riedesel Freiherr zu Eisenbach, Ober- Kammerherr zu Darmstadt, 19. Herr Wilhelm Riedesel Freiherr zu Eisenbach zu Kassel, 20. Herr Maximilian Freiherr Ueberbruck von Rodenstein, Geheimrat zu Bensheim, 21. Herr Karl Freiherr Schenk zu Schweinsberg: 21. Herr Karl Freiherr Schenk zu Schweinsberg Wäldershausen, Exzellenz, zu Wäldershausen, 22. Herr Ernst Freiherr von Seckendorff- Verna, Kammerherr zu Rüsselsheim, 23. Herr Philipp Freiherr Wambolt von Umstadt zu Birkenau, 24. Herr Ferdinand Willich genannt von Pöllnitz, Oberlandstallmeister zu Darmstadt.

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Ingelheim. Angenommen hat Herr Rechts­anwalt Claß- Mainz die ihm für den Wahlkreis Ingelheim Finthen für die nächste Landtagswahl an­getragene Kandidatur. Es stehen sich also dort die drei Mainzer Rechtsanwälte Claß, Börkel und Frenay gegenüber.

9 Schülern besucht. Da indessen noch der Besuch einiger Schüler in Aussicht steht, so dürfte die vorjährige Zahl der Schüler erreicht werden.

** Marburg. Der amerikanische Konsul veröffent­lichte jüngst in deutschen und ausländischen Blättern eine Bekanntmachung, laut welcher in einer Erbschafts­sache eine Familie ermittelt werden sollte. Die Macht der Presse" hat sich auch hier glänzend bewiesen, denn die Erben sind bereits ermittelt und können die Erb­schaft von 1400 Dollars antreten. Es sind dies die Verwandten des in einem Orte des Kreises Marburg geborenen Morik Jaeger, welcher 1881 nach Amerika ausgewandert und darauf verschollen ist. Moritz Jaeger ist bereits durch gerichtliches Ausschlußurteil für tot er­flärt worden.

markte waren 478 Stück Rindvich aufgetrieben. ** Kirchhain, 14. Oft. Zum heutigen Rindvich­Der Handel war sehr lebhaft und wurden außerordent­lich zahlreiche Verkäufe abgeschlossen. Zum Schweine. markte waren ca. 800 Tiere aufgefahren und war auch hier flottes Geschäft bei guten Preisen. Saug­ferkel kosteten pro Paar 26-30 Mt., Länferschweine 40-60 Mart. Es waren sehr viel Fremde anwesend und bis in den Nachmittag hinein war in den Straßen der Stadt ein äußerst lebhafter Personen- und Wagen­verkehr.

** Kassel, 14. Okt. Die Leute können es gar nicht hause sigt und Wolle zupft. Schon wieder macht eine abwarten, bis unser Ertreberdirektor Schmidt im Zucht­Meldung die Runde durch die Zeitungen, die Vorunter­ſuchung werde in 8 Tagen beendet sein und die Vec­handlung bald erfolgen. Die Anklage werde nur wegen betrügerischen Bankerotts und Vergehen gegen§ 314 des H.-G.-B. erheben. Das ist alles nicht wahr. Die Boruntersuchung ist noch nicht bis zum Abschluß ge­diehen, und betreffs der Anklagepunkte ist noch nichts beschlossen. Die Verhandlung findet wahrscheinlich erst Anfang nächsten Jahres statt.

** Aus Waldeck, 14. Oftbr. Zwetschen hat es hier in Hülle und Fülle gegeben. Ganze Wagenladungen Der Centner gehen aus den einzelnen Dörfern ab. foftet 5 Mt. bis 5,50 Mt.

Geschäftliches.

Köstritz( Thüringen) Die im hiesigen Orte bestehende Fürstliche Brauerei, welche mit zu den ältesten Deutsch­lands gehört und deren Produkte schon im 16. Jahr­hundert weit über die Grenzen der engeren Heimat hin­aus bekannt waren, hat im Laufe der Jahre einen be­deutenden Aufschwung genommen.

Das Köstriger Schwarzbier" behauptet unter allen den modernen Bierarten die erste Stelle als ein Ge­tränk, das so recht dazu bestimmt ist, ernährend und stärkend auf den menschlichen Organismus einzuwirken. Im Gegensatz zu den alkoholhaltigen Getränken wirkt das Köstritzer Schwarzbier durchaus nicht auf­regend, sondern nur belebend auf die Verdauung und den gesamten Stoffumsatz ein.

Der Bezug ist, da sich in allen größeren Städten Verkaufsstellen befinden, verhältnismäßig leicht, und ist der Preis nicht höher als für andere ausländische Biere.

Wer sich und seinen Angehörigen eine rechte Freude bereiten und für deren Gesundheit etwas thun will, versäume nicht, einen Versuch mit dem heilsamen Ge­tränk zu unternehmen und als ständigen Haustrunk einzuführen. Wegen des Bezuges verweisen wir die geehrten Leser auf den Inseratenteil unserer Zeitung.

Eine richtige Diät, geeignete Nahrungsmittel und Getränke bilden die Hauptfaktoren bei jedem Genesungs­prozeß.

Das Köftrißer Schwarzbier wird von allen ärzt­lichen Autoritäten als ein vorzügliches diätisches Heil­mittel empfohlen, welchem unzählige Sieche und Stranke Stärkung und Heilung verdanken.

lung des Kriegsgerichts der 21. Division gegen den Unter­offister Hermann Biegengeist von der 4. Komp. 81. Inf.- Rgis. dahier. Biegengeist war angeflagt, Miphandlungen und Backereien, welche der Refrute seiner Korperalschaft von den alten Leuten zu erdulden hatten, weder verhindert noch zur Meldung gebracht, in 5 Fällen selbst einen Rekruten ge­schlagen, in anderen Fällen sich ein Strafbefugnis angeeignet oder sein Befehlsbefugnis zu privaten Zwecken angewendet und seiner die Leute vorschriftswidrig behandelt und von der Beschwerdeführung abgehalten zu haben. Nach der Rekruten­besichtigung Ende Marz famen zur Korporatschaft des An­getlagten 5 Refruten. Auch ihr Quartier bezogen sie auf der Stube, auf der der Unteroffizier lag. Dort wurde ihm, wie heute der eine Zeuge sagte, das Leben bald zum Ekel gemacht. Nicht daß sie besondere unter Wißhandlungen des Unteroffiziers zu leiden gehabt hätten nur einem hat er ungefähr 5 Faustschläge appliziert, dazu war der Herr Korporal viel zu schluu. Die törperliche Züchtigung der Retraten, die er nur mit Sau anredete, lieg er durch die alten Wannschaften besorgen. Täglich ja stündlich werden die armen Refruten von den alten Stameraden mit Klopf­peitsche verprügelt. Den eine Refruten habe 3 alte Leute in mindestens 20 Fällen in Gemeinschaft vor Kopf bis zu Fuß blizebiau geschlagen, darunter 5 Wat zur Nachtzeit. Das alles geschah meist im Beisein des Unteroffi, iers, der dazu lachte. Als ihm einer der Geschlagenen sagte, er solle es doch melden, erwiderte er: Das geschieht Euch ganz recht." Die Knochen sollten sie Euch entzwei schlagen! Auch in anderer We se trieben die Alten mit den Stiften" Schind­luder. Sobald sich die Letzteren in's Bett gelegt hatten, mußte einer nach dem anderen folgendes Nachtgebet" her­jagen: Gott grüß Euch alte Knochen, uns armen Stiften aber jei er gnädig!" Auf besondere Anordnung des Unter­offi, iers mußte dann hinterher einer bs 3 zählen, und dann mnßten sie im Chor sagen: Gute Nacht, ihr alten Knochen!" Megrere Male mußten sie Gewehre holen, präsentieren und dann ihr Sprüchlein sagen. Wiusfetter Törr wurde auch einmal mit der Klopfpeitsche auf den Ofen geprügelt und mußte das Nachtgebet" von da oben herunter sprechen. Der Korporat aber stand dabei und lachte, daß ihm der Bauch wackelte. Eines Abends mußten die Refruten aus den Betten versität Herr Prof, Traeger das Zivilprozeßrecht, Herr 50-65 Pfg, Ochienfleisch per Pfd. 66-76 Bfg., Rindfleisch

aufstehen und im Hemd vor dem Verschlage des Unter­offiziers die Schanzzeuge vorzeigen. Dabei verarbeitete sie der Musketier Reis, ein besonderer Vertrauensmann des Vorgesetzten, von hinten mit der Klopspeitsche. Auf den Mustefier Dörr hatte es Biegengeist am meisten abgesehen. Bet einen Vorappell zur ötonomischen Musterung famen dem Dörr ein paar Patronentaschen, die er hinter sich ge­Legt hatte, fort. Abends nach dem Abfragen befahl ihm der Unteroffizier, auf sämtlichen Stuben nach den Patronen­taschen zu suchen. Gleich auf der ersten Stube bezog Dörr fürchterliche Prügel. Er bat deshalb den Unteroffizier, ihm au erlauben, daß er erst den andern Morgen nach den Taschen

** Wetzlar. Da durch die geplante Wiederherstellung unseres alten Domes das Aeußere desselben eine ganz liche Veränderung erleidet, so ist es von allgemeinem Interesse, das jezige Bild desselben zu skizzieren und festzuhalten. Deshalb sind eine Anzahl hiesiger Kunst­freunde mit dem bekannten Maler und Radierer Professor Mannfeld aus Frankfurt a. M. in Verbindung getreten, um von seiner bewährten Künstlerhand eine Wiedergabe des alten Domes zu erhalten. Es ist nicht die Absicht, den Dom als solchen zu zeichnen, sondern ihn in seiner das ganze Stadtbild beherrschenden Stellung festzu halten. Herr Professor Mannfeld hat seinen Stand­punkt an der Bahnhofstraße gewählt. Um das Unter­nchmen zu sichern ist eine Subskription ins Werk gesetzt worden, und es ist eine Auflage von 100 Exemplaren beabsichtigt, die bis kommende Weihnachten hergestellt sein wird. Zum Schlusse sei noch erwähnt, daß Herr Professor Mannfeld den ersten Abzug auf Atlas her­stellt, um ihn dem Kaiser zu widmen.

Es stärkt die Magenthätigkeit und ist selbst ein leicht verdauliches und in hohem Grade blutbildendes Nahrungsmittel.

Im Gegensatz zu den stark alkoholreichen Bieren, welche eine übermäßig stimulierende Wirkung auf die Herzthätigkeit ausüben, besitzt das Köstrizer Schwarz­bier einen sehr hohen Gehalt von Extraftstoffen, wie er nur bei wenigen Gesundheitsbieren zu finden ist.

Auf allen großen Ausstellungen der Neuzeit hat das Köstritzer Schwarzbier erste Preise erhalten und ist sein Ruf weit über den Ozean gedrungen.

Wegen des Bezuges verweisen wir auf den In­seratenteil dieser Zeitung.

Marktbericht.

Gieken. 16. Oft. Auf dem heutigen Wochenmarlt lofteten Butter per Pib. 90-1.00 Mt. Hühnereier 1 St. 7-8 Pfg., Enteneier St. -00 Pfg., Gänseeier 1 St. 0-0 Bfg., Käse per St. 5-9 Pfg. Erbsen ver Liter 19 Pfg., Linsen per Liter 32 Bfg., Tauben per Baar Mr. 0.60-0.80, Hühner per Stüd Mt. 1.00-130, Hahnen, per Stüd Mt. 0,60-0.85, Enten per Stüd 2.00-2.30, Gänje p. Bfb. per Pfd. 60-64 Pfg. Schweinefleisch per Bfo. 70-80 Big. Schweine­fleisch gesalzen per Bfund 0.84 Pfq., Kalbfleisch per Pfd. 68-72 Bfg., Hammelfleisch per Pfd. 50-70 Pfg., Kartoffeln per 100 kilo 4.00-4.50 mt., 3wiebeln per 3t. Mt. 3.30-3.50, Milch per

** Marburg. Infolge der Berufung des Herrn Prof. Oetker nach Würzburg werden von den seitens desselben angekündigten Vorlesungen an unserer Uni­Dr. Merkel das Strafprozeßrecht und die strafrechtlichen llebungen übernehmen. Die Vorlesungen in der juristischen Fakultät werden demnach in vollem Um­fange gehalten werden, da der neu eingetretene Herr Liter 18 Mar, Professor Schücking die für den Nachfolger des nach Münster berufenen Professors von Savigny in Aussicht genommenen Vorlesungen über Kirchenrecht und Ver­waltungsrecht angekündigt hat und außerdem noch über die Geschichte des Staatsromans lesen wird. ** Marburg, 15. Oftober. Heute begann an der landwirtschaftlichen Winterschule der Unterricht. jetzt wird die erste klasse von 19, die zweite Klaſſe von für die Redaktion verantwortlich: Albin Klein, Gießen.

Wezlar, 15. Oft. Auf dem hiesigen Wochenmarkt toftete das Pfund Butter 1.00 Mt., Eier 2 Stüd 18 Bfg. Wehlar, 15. Oft. Auf dem heutigen hiesigen Viehmarkt wurden aufgetrieben: 900 Schweine und 120 Stück Rindvich.

Druck und Verlag der Gießener Verlagsdruckerei, vorm. Wilh. Keller'sche Buchdruckerei,( gegr. 1783);